Sensibel-ergreifende Fotoausstellung über Abtreibungen in Wien
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Anne-Mette
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Sensibel-ergreifende Fotoausstellung über Abtreibungen in Wien
DerStandard:
Das Rechercheprojekt "On Abortion" der katalanischen Künstlerin Laia Abril ist erstmals in Österreich zu sehen. Die Schau läuft im Foto Arsenal im MQ
https://www.derstandard.de/story/300000 ... treibungen
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Wally
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Re: Sensibel-ergreifende Fotoausstellung über Abtreibungen in Wien
Sensibel? Hm... Gegenüber abtreibenden Frauen wohl schon.
Aber wo bleibt da die Sensibilität gegenüber den abgetriebenen Menschenkindern, die schon im Mutterleib umgebracht werden? Gibt's da auch mal "sensibles" Bild von einem eigentlich kerngesunden, dreimonatigen Fötus, wie er blutverschmiert im Abfallkübel einer chirurgischen Klinik liegt, achtlos zwischen irgendwelche brandigen Amputationsreste geschmissen?
"Geframed" wird sowas - wie immer, so auch hier wieder - mit der ultimativ schrecklichen Notlage der Frau: Kind durch Vergewaltigung gezeugt, Geburt wäre tödlich...
In der Realität ist sowas der krasse, extrem seltene Ausnahmefall. Die allermeisten Abtreibungen geschehen aus kaum schwerwiegenderen Motiven, als sie ein unfreiwilliger Vater hat, dem die jahrzehntelange Unterhaltspflicht stinkt.
Dem Mann sagt man da eiskalt: "Hättste dir vorher überlegen müssen!" - und sperrt ihn wegen Mordes ein, sollte er die Frau zur Abtreibung nötigen.
Gegenüber abtreibenden Frauen zelebriert man "Sensibilität".
Pfui Teufel.
Aber wo bleibt da die Sensibilität gegenüber den abgetriebenen Menschenkindern, die schon im Mutterleib umgebracht werden? Gibt's da auch mal "sensibles" Bild von einem eigentlich kerngesunden, dreimonatigen Fötus, wie er blutverschmiert im Abfallkübel einer chirurgischen Klinik liegt, achtlos zwischen irgendwelche brandigen Amputationsreste geschmissen?
"Geframed" wird sowas - wie immer, so auch hier wieder - mit der ultimativ schrecklichen Notlage der Frau: Kind durch Vergewaltigung gezeugt, Geburt wäre tödlich...
In der Realität ist sowas der krasse, extrem seltene Ausnahmefall. Die allermeisten Abtreibungen geschehen aus kaum schwerwiegenderen Motiven, als sie ein unfreiwilliger Vater hat, dem die jahrzehntelange Unterhaltspflicht stinkt.
Dem Mann sagt man da eiskalt: "Hättste dir vorher überlegen müssen!" - und sperrt ihn wegen Mordes ein, sollte er die Frau zur Abtreibung nötigen.
Gegenüber abtreibenden Frauen zelebriert man "Sensibilität".
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Wally
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Laila-Sarah
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Re: Sensibel-ergreifende Fotoausstellung über Abtreibungen in Wien
Als Arzt müsstest du es eigentlich am besten wissen. Hat ein Fötus ein Bewusstsein? Ist es schon ein Mensch ? Was ist ein Mensch ? Eine Ansammlung von Organen und Gefäßen oder ein Wesen mit Bewusstsein ? Die Welt ist jetzt schon überbevölkert.
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Wally
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Re: Sensibel-ergreifende Fotoausstellung über Abtreibungen in Wien
Im Prinzip eine Definitionsfrage. In Deutschland hat man das aber - nach üblen Erfahrungen im "Dritten Reich", siehe Euthanasie - juristisch klar definiert, sozusagen auf der sicheren Seite: eine erfolgreich befruchtete, lebensfähige, menschliche Eizelle ist bereits ein Mensch. Punkt. Einen tief schlafenden oder bewusstlosen Menschen darf man ja auch nicht einfach abmurksen, bloß weil er zu diesem Zeitpunkt kein Bewusstsein hat und es selber nicht mehr mitkriegt, dass er tot ist.Laila-Sarah hat geschrieben: Do 21. Dez 2023, 15:17 Hat ein Fötus ein Bewusstsein? Ist es schon ein Mensch ? Was ist ein Mensch ?
Deshalb kann Abtreibung hierzulande niemals legalisiert werden, unter keinen Umständen; das wäre fundamental grundgesetzwidrig. Sie ist und bleibt die Tötung eines Menschen, und kann als solche allenfalls unter ganz bestimmten Ausnahmebedingungen straffrei bleiben. Diese Ausnahmebedingungen ("Fristenregelung") hat man allerdings seit den 80er Jahren wie Kaugummi auseinandergezogen... Auch die Forschung an menschlichen Embryonalzellen unterliegt aus denselben Gründen äußerst strikten Einschränkungen.
Bei uns herrscht Geburtenmangel.
Herzliche Grüße
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conny
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Re: Sensibel-ergreifende Fotoausstellung über Abtreibungen in Wien
Diesen Grund für Abtreibung meinst Du jetzt nicht wirklich, oder?
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Blossom
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Re: Sensibel-ergreifende Fotoausstellung über Abtreibungen in Wien
Na und? Nehmen wir einige Flüchtlinge mehr auf und gleichen es auf diese Weise aus ... Hätte auch den Vorteil, dass nicht noch mehr von uns den Planeten zerstören. Wir sind bereits an der Grenze des Verträglichen.
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
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Wally
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Re: Sensibel-ergreifende Fotoausstellung über Abtreibungen in Wien
Glaubst Du im Ernst, dass afrikanische "Flüchtlinge" bei uns weniger Energie und Rohstoffe verbrauchen, als sie es in ihrer Heimat täten?Blossom hat geschrieben: Do 21. Dez 2023, 21:48Na und? Nehmen wir einige Flüchtlinge mehr auf und gleichen es auf diese Weise aus ... Hätte auch den Vorteil, dass nicht noch mehr von uns den Planeten zerstören. Wir sind bereits an der Grenze des Verträglichen.
Und glaubst Du im Ernst, die Migration würde die dortige Geburtenrate verringern?
Meine Güte...
Herzliche Grüße
Wally
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Blossom
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Re: Sensibel-ergreifende Fotoausstellung über Abtreibungen in Wien
Davon habe ich nicht gesprochen! Es ging um Population und die versteckte Sorge: Die Deutschen würden aussterben ( die sich für mich im Subtext spiegelt ).Wally hat geschrieben: Do 21. Dez 2023, 22:36 Glaubst Du im Ernst, dass afrikanische "Flüchtlinge" bei uns weniger Energie und Rohstoffe verbrauchen, als sie es in ihrer Heimat täten?
Aber egal ... Ich bin eh für Verhütung, Einkindehe und Reduzierung der Spezies Mensch, die diesem Planeten so gar nicht guttut.
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Laila-Sarah
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Re: Sensibel-ergreifende Fotoausstellung über Abtreibungen in Wien
Hallo Wally,
ich teile deine Meinung nicht. Wie gesagt ist der Fötus zu diesem Zeitpunkt kein Mensch (also ein denkendes, empfindendes Wesen). Sie würde ein Mensch werden wenn die Schwangerschaft weitergehen würde.
Viel wichtiger ist aber folgendes:
Ein Kind kann zu einem wertvollen Menschen für die Gesellschaft werden wenn gewisse Vorraussetzungen erfüllt sind. Zu diesen Vorraussetzungen gehört die Rolle der Mutter. Denn sie ist es, die dieses Kind austrägt, ernährt, mit Liebe und Wissen versorgt und aufzieht. Wenn die Frau sich nicht in der Lage sieht dieses Kind auszutragen, es Milch und Liebe zu geben und dann viele weitere Jahre sich um das Kind zu kümmern und es zu ernähren und zu erziehen, dann hat dieses Kind keine guten Chancen auf ein glückliches Leben und auch keine guten Chancen auf eine positive Persönlichkeit. Was herauskommen wird ist ein weiterer toxischer Mensch und viel leid für die Mutter, das Kind und die Gesellschaft. Es ist eine sehr patriarchalische Denkweise das alles zu ignorieren. Die Mutter ist der Schlüssel und nur sie darf entscheiden. Punkt und Basta ! Deshalb dürfen auch Papas die Mutter nicht zu Abbruch zwingen, wenn die Frauen diese Kinder haben wollen.
Von dem was du bis jetzt zusammengeschrieben hast kann ich extrapolieren das deine Motivation völkischer Natur sein muss. In einer Gesellschaft das nicht genug Nachwuchs produziert brauchen wir jedes Kind. Aber diese Kinder würden leiden. Die Mütter würden leiden. Die Gesellschaft wurde noch toxischer und sie Welt noch einen Ticken schlechter. Also nein. Ich bleib dabei. Für mich ist es der einzig begehbare Pfad.
LG
ich teile deine Meinung nicht. Wie gesagt ist der Fötus zu diesem Zeitpunkt kein Mensch (also ein denkendes, empfindendes Wesen). Sie würde ein Mensch werden wenn die Schwangerschaft weitergehen würde.
Viel wichtiger ist aber folgendes:
Ein Kind kann zu einem wertvollen Menschen für die Gesellschaft werden wenn gewisse Vorraussetzungen erfüllt sind. Zu diesen Vorraussetzungen gehört die Rolle der Mutter. Denn sie ist es, die dieses Kind austrägt, ernährt, mit Liebe und Wissen versorgt und aufzieht. Wenn die Frau sich nicht in der Lage sieht dieses Kind auszutragen, es Milch und Liebe zu geben und dann viele weitere Jahre sich um das Kind zu kümmern und es zu ernähren und zu erziehen, dann hat dieses Kind keine guten Chancen auf ein glückliches Leben und auch keine guten Chancen auf eine positive Persönlichkeit. Was herauskommen wird ist ein weiterer toxischer Mensch und viel leid für die Mutter, das Kind und die Gesellschaft. Es ist eine sehr patriarchalische Denkweise das alles zu ignorieren. Die Mutter ist der Schlüssel und nur sie darf entscheiden. Punkt und Basta ! Deshalb dürfen auch Papas die Mutter nicht zu Abbruch zwingen, wenn die Frauen diese Kinder haben wollen.
Von dem was du bis jetzt zusammengeschrieben hast kann ich extrapolieren das deine Motivation völkischer Natur sein muss. In einer Gesellschaft das nicht genug Nachwuchs produziert brauchen wir jedes Kind. Aber diese Kinder würden leiden. Die Mütter würden leiden. Die Gesellschaft wurde noch toxischer und sie Welt noch einen Ticken schlechter. Also nein. Ich bleib dabei. Für mich ist es der einzig begehbare Pfad.
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Wally
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Re: Sensibel-ergreifende Fotoausstellung über Abtreibungen in Wien
Hallo Laila-Sarah,
Worin, bitte, unterscheidet sich Deine Argumentation für die Abtreibung eines angeblich zum "toxischen" Menschen verurteilten Kindes von den Euthanasieplänen der Nazis? Das ist doch genau nichts anderes als die "Liquidierung lebensunwerten Lebens" - nur mit anderen Worten!
Die Würde des Menschen ist unantastbar" - Grundgesetz Artikel 1. Ob das komplette Leben eines Menschen insgesamt "toxisch" oder "gesund", "wert" oder "unwert", weiterzuführen oder zu beenden ist - ein solches Urteil hat sich NIEMAND über irgend einen anderen Menschen anzumaßen, auch nicht die eigene Mutter, unter keinen Umständen! Gerade ein solches Urteil - samt nachfolgender Liquidation/Abtreibung - ist doch die krasseste, überhaupt nur denkbare Missachtung der Menschenwürde. Und genau deshalb, weil die Nazis sowas schrecklicherweise getan haben (übrigens keineswegs als einzige zu der Zeit), wollte man dem für alle Zukunft einen Riegel vorschieben und hat das als Artikel 1 ins Grundgesetz geschrieben.
Okay: ob ein dreimonatiger Fötus wirklich schon ein Mensch ist, und nicht bloß ein Zellhaufen, aus dem potenziell ein Mensch werden kann - das ist letztlich eine Frage der Definition und persönlichen Auffassung. Ich persönlich bin der Meinung: ja, er ist ein Mensch. Hast Du mal einen normal entwickelten, abgetriebenen, dreimonatigen Fötus in natura gesehen? Ich schon, als plastiniertes Präparat. Das ist kein Zellhaufen, auch kein Wurm oder Igel; für mich ist das schon eindeutig ein kleiner Mensch. Philosophisch kann man das freilich nie schlüssig entscheiden; da kann man sich auch noch über die Frage streiten, ob denn ein 10-jähriges Kind wirklich schon ein Mensch sei, und nicht erst mit der Pubertät zum Menschen wird, oder gar erst als Erwachsener. Die Kriterien des "Mensch-Seins" und bleiben immer irgendwie willkürlich.
Aber um den Schutz der Menschenrechte JEDES Menschen gewährleisten zu können (was die oberste Pflicht jedes Rechtsstaats ist - genau dafür ist er überhaupt da!), muss man das nun mal für Jeden verbindlich juristisch klären; man kann diese Frage nicht einfach nach jedermanns privater Lust und Laune offen lassen. Wir beide leben in einem Staat, der das eindeutig so geregelt hat, dass schon eine befruchtete Eizelle - noch vor der ersten Zellteilung - juristisch ein Mensch mit unabdingbaren Menschenrechten IST. Es gibt auch gute Gründe dafür: immerhin trägt der Mensch ab diesem Moment bereits seine kompletten, individuellen, biologischen Merkmale in Form seiner DNA in sich, festgelegt bis an sein Lebensende. Er ist damit einzigartig; kein anderer Mensch könnte jemals dieses menschliche Leben an seiner Stelle leben. Da ist nichts austauschbar gegen irgend was "besseres", "gesünderes", "chancenreicheres" oder was auch immer; gerade diese im Moment der Befruchtung geschaffene, einzigartige Individualität begründet seine persönliche, unantastbare Würde als Mensch.
Natürlich kannst Du das anders sehen; aber dann möchte ich doch, bitte, festgehalten haben, dass in dieser Frage DU diejenige von uns beiden bist, die mit unserem Grundgesetz auf Kriegsfuß steht - und zwar in einem denkbar wichtigen, zentralen Punkt: Artikel 1.
Worin, bitte, unterscheidet sich Deine Argumentation für die Abtreibung eines angeblich zum "toxischen" Menschen verurteilten Kindes von den Euthanasieplänen der Nazis? Das ist doch genau nichts anderes als die "Liquidierung lebensunwerten Lebens" - nur mit anderen Worten!
Die Würde des Menschen ist unantastbar" - Grundgesetz Artikel 1. Ob das komplette Leben eines Menschen insgesamt "toxisch" oder "gesund", "wert" oder "unwert", weiterzuführen oder zu beenden ist - ein solches Urteil hat sich NIEMAND über irgend einen anderen Menschen anzumaßen, auch nicht die eigene Mutter, unter keinen Umständen! Gerade ein solches Urteil - samt nachfolgender Liquidation/Abtreibung - ist doch die krasseste, überhaupt nur denkbare Missachtung der Menschenwürde. Und genau deshalb, weil die Nazis sowas schrecklicherweise getan haben (übrigens keineswegs als einzige zu der Zeit), wollte man dem für alle Zukunft einen Riegel vorschieben und hat das als Artikel 1 ins Grundgesetz geschrieben.
Okay: ob ein dreimonatiger Fötus wirklich schon ein Mensch ist, und nicht bloß ein Zellhaufen, aus dem potenziell ein Mensch werden kann - das ist letztlich eine Frage der Definition und persönlichen Auffassung. Ich persönlich bin der Meinung: ja, er ist ein Mensch. Hast Du mal einen normal entwickelten, abgetriebenen, dreimonatigen Fötus in natura gesehen? Ich schon, als plastiniertes Präparat. Das ist kein Zellhaufen, auch kein Wurm oder Igel; für mich ist das schon eindeutig ein kleiner Mensch. Philosophisch kann man das freilich nie schlüssig entscheiden; da kann man sich auch noch über die Frage streiten, ob denn ein 10-jähriges Kind wirklich schon ein Mensch sei, und nicht erst mit der Pubertät zum Menschen wird, oder gar erst als Erwachsener. Die Kriterien des "Mensch-Seins" und bleiben immer irgendwie willkürlich.
Aber um den Schutz der Menschenrechte JEDES Menschen gewährleisten zu können (was die oberste Pflicht jedes Rechtsstaats ist - genau dafür ist er überhaupt da!), muss man das nun mal für Jeden verbindlich juristisch klären; man kann diese Frage nicht einfach nach jedermanns privater Lust und Laune offen lassen. Wir beide leben in einem Staat, der das eindeutig so geregelt hat, dass schon eine befruchtete Eizelle - noch vor der ersten Zellteilung - juristisch ein Mensch mit unabdingbaren Menschenrechten IST. Es gibt auch gute Gründe dafür: immerhin trägt der Mensch ab diesem Moment bereits seine kompletten, individuellen, biologischen Merkmale in Form seiner DNA in sich, festgelegt bis an sein Lebensende. Er ist damit einzigartig; kein anderer Mensch könnte jemals dieses menschliche Leben an seiner Stelle leben. Da ist nichts austauschbar gegen irgend was "besseres", "gesünderes", "chancenreicheres" oder was auch immer; gerade diese im Moment der Befruchtung geschaffene, einzigartige Individualität begründet seine persönliche, unantastbare Würde als Mensch.
Natürlich kannst Du das anders sehen; aber dann möchte ich doch, bitte, festgehalten haben, dass in dieser Frage DU diejenige von uns beiden bist, die mit unserem Grundgesetz auf Kriegsfuß steht - und zwar in einem denkbar wichtigen, zentralen Punkt: Artikel 1.
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Re: Sensibel-ergreifende Fotoausstellung über Abtreibungen in Wien
Ja lustig gerade du als AFD propagandist und gegen andere Kulturen in unserem Land Trommler kommst jetzt mit diesen Nazi vergleichen. Meine Argumentation ist nach wie vor logisch und schlüssig. Da muss ich jetzt nicht auf die Argumentation eingehen. Neben den Nazi BS ist es halt typisches Männerdenken. Frau muss ihren Kind kriegen ob sie psychisch oder körperlich sich im Stande fühl das Kind zu kriegen und großzuziehen spielt keine Rolle.
Dumm halt wenn sie unter Volllust einen Fehler gemacht hat oder dazu gezwungen wurde. Wusste auch nicht was noch am letzten Beitrag zu ergänzen wäre. Lies es dir noch einmal durch was ich geschrieben habe.
LG
Dumm halt wenn sie unter Volllust einen Fehler gemacht hat oder dazu gezwungen wurde. Wusste auch nicht was noch am letzten Beitrag zu ergänzen wäre. Lies es dir noch einmal durch was ich geschrieben habe.
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