Redezeit! Austausch- und Nachrichten-Portal für intergeschlechtliche und transsexuelle Menschen, Crossdresser, nonbinä¤re Menschen, Feministinnen, Luder, Hexen
das kommt mir irgendwie bekannt vor, allerdings "erst" von dem Zeitpunkt, wo ich es mir endlich selber eingestanden hatte eine Frau zu sein und es nicht mehr weiter verdrängen konnte. Es ging einfach nicht mehr anders, und selbst wenn dabei eben dieser Trümmerhaufen entstanden wäre. Den gab es aber nicht
den Trümmerhaufen braucht es wohl. Zumindest ich versuchte immer irgendwie mit mir auszukommen. Meinen Platz zu finden.
Nirgendwo passte es so richtig. Bis es so nicht mehr weiter ging. Der Trümmerhaufen des Lebens!
Dann kam der radikale Schnitt. Den Trümmerhaufen bei Seite räumen und einen Neuanfang wagen.
es gibt im Leben immer Situationen, in denen frau/man meint, ich stehe vor einem Trümmerhaufen (den Trümmern meines Lebens).
Zum Glück ist es aber nicht immer so. Aber diese schwierigen Situationen erfordern manchmal ganz wichtige Entscheidungen.
Und wenn diese dann auch getroffen werden, ändert sich vielleicht so Einiges und das Leben geht in eine andere,
für einen selbst aber bessere, gewünschte oder erhoffte Richtung.
Daher niemals im Leben aufgeben, auch wenn es manchmal schwerfällt.
Liebe Grüße
Franziska
Genieße Deine Zeit, denn du lebst nur jetzt und heute. Morgen kannst Du gestern nicht mehr nachholen.
Und später kommt früher als Du denkst.
Albert Einstein
heute habe ich wieder einen eher nachdenklichen Text für meinen Beitrag hier im Forum ausgewählt.
Er ist noch gaaanz frisch, die Tinte tropft quasi noch aus der Tastatur.
Und doch soll er hinaus in die Welt, zu euch...
habe ich?
habe ich schon einen plan?
wenn eines
-möglicherweise oder auch wahrscheinlich-
nicht so fernen tages
dies ist heute wirklich ein sehr nachdenklicher Text.
Und es sind Gedanken, die vielleicht schon einige hier im Forum gehabt haben — was wäre wenn?
Die Gedanken kreisen hin und her, was ist, wenn mir so etwas passiert? Wie reagiere ich?
Sollte ich mir vorher einen genauen Plan entwerfen, um ggf. auf so eine Situation vorbereitet zu sein?
Das sind alles Fragen, die einen innerlich sicher belasten (können). Es sollte aber dennoch keine Panik aufkommen, frau nur noch an solche Situationen denkt,
denn dann ist das Leben nicht mehr lebenswert. Daher sollte vielmehr die Hoffnung wachsen, von solchen Situationen verschont zu bleiben
und somit die schönen Seiten des Lebens genießen zu können.
In diesem Sinn wünsche ich Euch einen schönen und friedvollen 2. Advent.
Liebe Grüße
Franziska
Genieße Deine Zeit, denn du lebst nur jetzt und heute. Morgen kannst Du gestern nicht mehr nachholen.
Und später kommt früher als Du denkst.
Albert Einstein
ja es ist eine heikle Situation. Wie verhält soll eine Frau sich da verhalten. Manchmal beginnt es auch ganz harmlos. Da ist das Kompliment, über welches eine Frau sich noch freuen kann.
Dann die dumpfe Anmache! Sollte eine Frau darüber hinweg sehen, oder? Kann ich mir für so eine Situation einen Plan zurecht legen. Passiert es auf offener Straße, in einem Lokal oder auf einer Veranstaltung. Lasse ich mich provozieren, oder kann ich den Ort des Geschehens sicher verlassen. Muss ich mir Hilfe suchen? Kann ich Hilfe erwarten?
Bisher bin ich noch nicht in solch eine Situation gekommen. Ein paar Blicke, bei denen ich es zufrieden zur Kenntnis nahm. Mir von einigen Herren der Vortritt gelassen wurde, oder die Tür offen gehalten. Dies konnte ich schon genießen.
sind wir uns eigentlich immer im Klaren darüber, wie 'negativ' wir uns normalerweise durch die Welt begeben?
Nur manchmal, eher selten, erscheint uns ein Hinweis, sehr schwach zunächst, dann eindeutig und nicht zu leugnen.
Dann macht uns ein kleiner Strich einen großen Strich durch unsere Rechnung.
Und mit einem Mal dürfen, bzw. müssen wir einen 'positiven' Blick auf die Welt probieren...
ein kleiner Strich kann soviel verändern und das Positive ist dann gar nicht mehr so positiv,
sondern leider negativ.
Ich wünsche Dir (bzw. Euch) gute Besserung und einen besinnlichen und friedvollen 3. Advent.
Liebe Grüße
Franziska
Genieße Deine Zeit, denn du lebst nur jetzt und heute. Morgen kannst Du gestern nicht mehr nachholen.
Und später kommt früher als Du denkst.
Albert Einstein
auch wenn Corona nicht mehr so aggressiv ist. Es ist aus dem öffentlichen Bewusstsein geraten. In Firmen werden wieder Corona-Tests angeboten. Ich hoffe, Du und Gabi seid nicht von Corona heimgesucht worden.
nicht mehr weit ist der Heilige Abend entfernt, bald dürfen wir wieder einmal ein Weihnachtsfest begehen.
Passend zu diesem Anlass könnte mein heutiger Text euer Wohlwollen finden!?
(Diejenigen, die mich im pef schon lesend begleitet haben, könnten den Text kennen - aber da müssen sie eben durch...).
vater und der weihnachtsmann
vater stand vor dem spiegel, wieder einmal.
er hatte alle lampen im schlafzimmer eingeschaltet, so dass er fast ein wenig gnadenlos grell beleuchtet vor dem spiegel stand.
natürlich stand er dort nicht zum ersten mal, natürlich hatte er dort schon so oft versucht, sein innerstes in diesem spiegel zu entdecken. und er fragte sich, ob es ihm denn jemals wirklich gelungen war, eine ehrliche antwort auf die vielen fragen in seinen gedanken zu finden -
aber heute war das selbstverständlich ganz anders. heute steckte er in diesem kostüm, hatte sich einen bauch zusammengestopft, hatte rauschebart, mütze und noch so einiges weiteres zubehör aus der verstaubten kiste auf dem dachboden gekramt, hatte sich ein wenig murrend den weihnachtlichen zwängen gebeugt.
und während er in dem spiegel diese für seinen erwachsenen verstand so kläglich lächerliche figur betrachtete, der zur vervollständigung nur noch die hohen stiefel fehlten, da war es ihm, als wenn sich die tür bewegte. er konnte die tür weder direkt sehen, noch war sie im spiegel für ihn sichtbar. und doch spürte er dort etwas, vielleicht war es wohl mehr ein gefühl, ein ahnen, das ihn erschaudern ließ.
ruckartig fuhr sein körper in richtung dieser tür, millisekunden zuvor drehte sich sein kopf, bereit, in entsetzen zu erstarren.
doch nein, nein, es war nichts zu sehen. zwar stand die tür des schlafzimmers einen kleinen spalt geöffnet, doch nichts rührte sich, alles war still im flur vor der tür, im ganzen haus. und ganz langsam mochte nun auch sein herz wieder einen normalen rhythmus finden, und ganz langsam verlangsamte sich sein pulsschlag, und auch das herz schlug nicht mehr bis zum hals.
nicht mehr lange dauerte es nun, und er musste sich, die stiefel als letztes accessoire angezogen, einmal wieder dieser, zumindest für ihn, schwierigen aufgabe stellen:
weihnachtsmann für die kinder sein.
aus dem zimmer treten, die treppe hinunterstiefeln, den sack mit den kleineren und größeren paketen balancieren, grob an die tür klopfen, mit gestellt besonders tiefer stimme das ruten- und zuckerbrot-sprüche-repertoire abspulen ...
ein wenig schämte er sich, dass er den kindern nicht aus tiefstem herzen ihren weihnachtsmann vorspielen konnte. diesen alten, weisen mann, den die kinder mit einer mischung aus ein wenig ehrfurcht und scheu und gleichzeitig auch freudiger erwartung anblickten.
ein wenig schämte er sich auch, dass er ihnen wohl nicht nur heute etwas vorspielte, ihnen nicht aus tiefstem herzen ihr vater sein konnte.
aber diesen gedanken konnte er dann keinen weiteren raum gewähren, die geschenke wollten den kindern überreicht werden, auch oma und opa sollten großzügig bedacht werden. und natürlich die überraschung für seine frau, die er schon einige zeit sorgsam verborgen hatte und oft genug mit einer leichten sehnsucht in seinem herzen noch einmal durch seine hände hatte gleiten lassen.
die freude der beschenkten, das leuchten der kinderaugen belohnten ihn dann endlich doch für die mühe mit dem weihnachtsmannkostüm.
als die familie dann später einträchtig vor dem geschmückten baum mit den geschenken beisammen saß, fühlte er sich erleichtert. alles hatte den gewünschten lauf genommen. Ein wirklich friedliches weihnachtsfest für die ganze familie!
doch plötzlich gab es streit.
lautstarker unmut füllte den raum.
es waren nicht oma und opa, die wieder einmal über lang zurück liegende details aus ihrem bewegten gemeinsamen leben stritten, nein, es waren die kinder.
schlaumeierhaft, wie Tom sich mit nicht nur körperlich zunehmender entwicklung nun öfter produzieren musste, posaunte er in die eben noch so friedliche weihnachtliche atmosphäre gnadenlos hinein: den weihnachtsmann gibt es doch gar nicht, das ist doch vati gewesen - wir haben ihn doch durch den spalt in der schlafzimmertür beobachtet!
Karla insistierte erbost in ihrer so oft wirklich anrührenden art: nein, das muss doch der weihnachtsmann sein, das kann nicht vati sein!
ich weiß es ganz gestimmt, es kann gar nicht nicht vati sein, ich habe es genau gesehen!
vati hat doch keine roten fußnägel und trägt auch keine seidenstrümpfe . . .
ja, seien wir gespannt, was sich da an Weihnachten noch alles so entwickelt.
Die Sache mit dem Türspalt kennen sicher viele von uns. Und die wilden Gedanken, die Ängste, die
lackierten Nägel und die Strümpfe wohl auch.
Liebe Grüße, Juliane
PS: Bei mir waren es die Manschetten des Oberhemdes, die unter den zu kurzen Ärmel des Kostüms herausschauten.
Und die haben meine Nichten und Neffen seinerzeit erkannt, als ich den Weihnachtsmann spielen musste.
Die mich kennen mögen mich. Die mich nicht mögen können mich. Frei nach Konrad Adenauer
es ist der Zauber der Weihnachtszeit, mit seinen Wünschen und Sehnsüchten. Und was tut Mann nicht für den Familienfrieden.
Doch hinter der Maske des Weihnachtsmannes, wie sieht es da aus. Eine Unachtsamkeit, hier die Tür nicht richtig verschlossen, kann das Fest kippen.
Und doch ist es der Zauber der Weihnachtszeit. Kinderaugen leuchten. Die Spannung, was hat der Weihnachtsmann mitgebracht. Hat er an mich überhaupt gedacht.
Ja, dass muss der Weihnachtsmann mit lackierten Fußnägeln und Seidenstrümpfen sein. Denn Vater trägt so etwas nicht.
Danke Kerstin, es ist eine schöne Weihnachtsgeschichte.
noch stehen in vielen Wohnzimmern die sorgsam geschmückten und beleuchteten Weihnachtsbäume und noch sind in vielen Fenstern bunte weihnachtliche Sterne zu sehen.
Aber doch, das Weihnachtsfest liegt nun schon wieder hinter uns und in wenigen Stunden blicken wir zurück in ein unwiderruflich scheidendes Jahr unserer Leben.
Ein wenig Zeit bleibt uns aber noch, in Ruhe zu rekapitulieren, zu erinnern... zu hoffen!?
LGBTs
frauen
feingeister
liebende
wir feiern uns
wir ermutigen uns
wir fühlen uns sicher
. . .
- wir sind doch so viele !!! -
bis...
bis sie kommen...
bis sie uns wegsperren...
bis sie uns... töten...
. . .
- denn sie sind doch so viele mehr!!!
Liebe Kerstin,
das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und wie Du richtig schreibst, Zeit zum Rekapitulieren.
Vielleicht konnte nicht jeder Wunsch, jeder Traum in Erfüllung gehen, vielleicht haben wir auch einen lieben Menschen verloren.
Persönlich waren es für mich in diesem Jahr zwei Schritte nach vorn in meinem "neuen" Leben.
Und so sollten wir hoffnungsvoll auf das neue Jahr blicken, obwohl die aktuellen Kriege viele von uns nachdenklich werden lassen.
Daher sollten wir uns auch an kleinen Dingen erfreuen, wie z.B. den offenen Austausch hier im Forum und dem Kennenlernen neuer Mitglieder
oder sich einfach mit lieben Menschen umgeben und sich auszutauschen.
Kerstin1958 hat geschrieben: Fr 29. Dez 2023, 19:13
bis sie kommen...
bis sie uns wegsperren...
bis sie uns... töten...
Bei diesen Zeilen musste ich sofort an die russische LGBTQ-Gemeinschaft denken, die mittlerweile als extremistisch eingestuft ist,
verhaftet, gefoltert und vielleicht sogar ermordet wird.
Auch wenn es hier schon Übergriffe gegeben hat, so sollten wir froh sein, in Freiheit zu leben und ausleben zu können.
Und vor allem sollten wir möglichst keine Ängste haben/zeigen, sondern selbstbewusst uns in der Öffentlichkeit zeigen.
Zum Abschluss des Jahres einen ganz lieben Dank an Dich für Deine wöchentlichen literarischen Beiträge
und auch für das persönliche Kennenlernen durch dieses Forum.
Ich wünsche Dir und Gabi ein gutes, erfolgreiches und vor allem auch gesundes neues Jahr 2024.
Liebe Grüße, heute von der stürmischen Nordseeküste in NL
Franziska
Genieße Deine Zeit, denn du lebst nur jetzt und heute. Morgen kannst Du gestern nicht mehr nachholen.
Und später kommt früher als Du denkst.
Albert Einstein
noch immer werden Menschen verfolgt, ausgegrenzt, misshandelt oder gar getötet. Und dies auch hier in Deutschland. Mal ist es der Glaube, die Religion, die als Argument herhalten müssen. Mal ist es wie von Franziska angesprochen, die Verletzung der Menschenrechte in einigen Staaten. Das nicht anerkennen anderer Lebensformen.
Was bleibt, auch im neuen Jahr, wachsam zu sein. Auf Missstände aufmerksam zu machen. Gesicht zeigen, zum Beispiel wieder beim CSD in unserm Land. Ja und es sind wieder einige Wahlen im Lande. Also zur Wahl gehen und das Kreuz an der richtigen Stelle machen.