Versklavt und ausgebeutet: Das war das Schicksal von mehr als 10.000 "gefallener Mädchen" und lediger Mütter in Irland, die zwangsweise in den berüchtigten Magdalenen-Wäschereien arbeiten mussten. Der Dokumentarfilm rekonstruiert anhand der Aussagen von betroffenen Frauen die wahre und schockierende Geschichte eines beschämenden Systems.
https://www.arte.tv/de/videos/095213-00 ... en-kirche/
Solche "dunklen Stellen" in der Geschichte haben viele Länder.
Beispiel Dänemark:
Mädchenheim
Das Mädchenheim in Sprogø hat eine schreckliche und entsetzliche Geschichte. Von 1923 bis 1961 beherbergte Sprogø bis zu 500 sexuell gestörte und moralisch defekte Frauen auf der Insel. Die Frauenanstalt war kein Gefängnis, aber die Frauen - die als kranke Frauen betrachtet wurden - lebten hier auf unbestimmte Zeit und ohne die Möglichkeit, die Insel zu verlassen. Die Frauen könnten auf die Insel geschickt werden, wenn sie von der Gemeinschaft als instabil eingestuft würden oder wenn sie ein anderes Verhalten als die Norm hatten.
Diesen Text, der heute noch zu finden ist, halte ich für stark diskriminierend (Quelle: https://bedandbreakfastguide.dk/de/arti ... rogoe/4/89)
(ist wwohl "hoplrig" übersetzt worden)
Um "moralisch defekt" zu sein reichte es schon, mit "wechselnden Männern Geschlechtsverkehr zu haben".
https://ereolen.dk/tema/100-aaret-kvind ... aa-sprogoe
Entrechtete Frauen: Die Arbeitslager der irischen Kirche | ARTE
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Re: Entrechtete Frauen: Die Arbeitslager der irischen Kirche | ARTE
Moin,
...da kommt heute nach langer Zeit immer wieder einiges ans Tageslicht, was ein ungutes Licht auf die betroffenen Länder und Institutionen fallen lässt. Leider ist die Institution Kirche, egal welcher Konfession, auch immer am Erhalt der jeweiligen (patriarchalen?) Machtstrukturen beteiligt gewesen und immer noch aktiv, wie wir am Beispiel der Diskussion um Schwangerschaftsabbruch und Gender sehen und hören. Da ist noch Luft nach oben wenn es um Empathie und Mitgefühl, Anerkennung des Anderssein im Umgang der Menschen miteinander geht. Es hat schon immer Menschen gegeben, die nicht so recht ins Schema passten, die Frage ist nur, wie tolerant oder intolerant wir als Gesellschaft/Gemeinschaft damit umgehen, ob wir sie ignorieren, wegschließen oder sie so nehmen, wie sie sind und versuchen damit umzugehen.
Grüße. Ulrike-Marisa
...da kommt heute nach langer Zeit immer wieder einiges ans Tageslicht, was ein ungutes Licht auf die betroffenen Länder und Institutionen fallen lässt. Leider ist die Institution Kirche, egal welcher Konfession, auch immer am Erhalt der jeweiligen (patriarchalen?) Machtstrukturen beteiligt gewesen und immer noch aktiv, wie wir am Beispiel der Diskussion um Schwangerschaftsabbruch und Gender sehen und hören. Da ist noch Luft nach oben wenn es um Empathie und Mitgefühl, Anerkennung des Anderssein im Umgang der Menschen miteinander geht. Es hat schon immer Menschen gegeben, die nicht so recht ins Schema passten, die Frage ist nur, wie tolerant oder intolerant wir als Gesellschaft/Gemeinschaft damit umgehen, ob wir sie ignorieren, wegschließen oder sie so nehmen, wie sie sind und versuchen damit umzugehen.
Grüße. Ulrike-Marisa