"Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?! - # 2
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Annette
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Re: "Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!
Guten Abend
Dies ist doch wohl ein Thema, das sehr individuell angegangen werden sollte. Ich beantworte gerne deine Frage, dabei betone ich jedoch, dass dies ausschließlich auf mich selbst zutrifft.
Meine GaOP (Juni 2022) MUSSTE sein, es ging um Leben und Tod. Ein weiteres Leben mit Pimmel wäre unmöglich gewesen, und alle Versuche, mir das selbst schön zu reden, wären von vornherein zum Scheitern verurteilt gewesen. Es ist mir auch egal, was eine "richtige" oder "was auch immer" trans Frau definiert, meine Entscheidung war für mich (!) das einzig Richtige, und meine jetzige Selbstwahrnehmung gibt mir recht, an jedem einzelnen Tag! Mich selbst zu überzeugen, mit männlichem Geschlecht (mit oder ohne HET) durchzukommen, hätte nicht funktioniert. Und die (sehr geringen) Risiken einer GaOP hätten mich auch niemals davon abbringen können, denn wie gesagt, es ging um alles oder nichts. Das männliche Teil, bzw. ich selbst, hätte mich dann umgebracht. Und jetzt bin ich glücklich, dass ich diese elende Testosteronschleuder ein für allemal los bin"¦
Klingt vielleicht etwas extrem, doch ich betone noch einmal, dass meine Ansicht ausschließlich auf mich selbst zugeschneidert ist. Niemals würde ich beanspruchen, jemand anders davon zu überzeugen, was eine (trans) Frau ausmacht. Das macht jede einzelne mit sich selbst aus, und das ist dann die richtige Entscheidung!
Liebe Grüsse,
Annette
Dies ist doch wohl ein Thema, das sehr individuell angegangen werden sollte. Ich beantworte gerne deine Frage, dabei betone ich jedoch, dass dies ausschließlich auf mich selbst zutrifft.
Meine GaOP (Juni 2022) MUSSTE sein, es ging um Leben und Tod. Ein weiteres Leben mit Pimmel wäre unmöglich gewesen, und alle Versuche, mir das selbst schön zu reden, wären von vornherein zum Scheitern verurteilt gewesen. Es ist mir auch egal, was eine "richtige" oder "was auch immer" trans Frau definiert, meine Entscheidung war für mich (!) das einzig Richtige, und meine jetzige Selbstwahrnehmung gibt mir recht, an jedem einzelnen Tag! Mich selbst zu überzeugen, mit männlichem Geschlecht (mit oder ohne HET) durchzukommen, hätte nicht funktioniert. Und die (sehr geringen) Risiken einer GaOP hätten mich auch niemals davon abbringen können, denn wie gesagt, es ging um alles oder nichts. Das männliche Teil, bzw. ich selbst, hätte mich dann umgebracht. Und jetzt bin ich glücklich, dass ich diese elende Testosteronschleuder ein für allemal los bin"¦
Klingt vielleicht etwas extrem, doch ich betone noch einmal, dass meine Ansicht ausschließlich auf mich selbst zugeschneidert ist. Niemals würde ich beanspruchen, jemand anders davon zu überzeugen, was eine (trans) Frau ausmacht. Das macht jede einzelne mit sich selbst aus, und das ist dann die richtige Entscheidung!
Liebe Grüsse,
Annette
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Bibi Melina
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Re: "Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!
schöner hätte nicht mal ich es formulieren könnenMirjam hat geschrieben: Mi 22. Nov 2023, 18:57 Ich würde dir gerne als eine Art "Hausaufgabe" aufgeben, dich damit zu beschäftigen. Schieb das nicht unnötig hinaus, aber nimm dir auch die Zeit, die du dafür brauchst, und wenn es viele Monate oder noch länger ist. Eine gute (!) Therapieperson kann dir dabei helfen. Nicht, indem sie dir irgendwann mal sagen wird, wer du bist, sondern indem sie dir die passenden Fragen stellt. Und vielleicht noch etwas: Wenn deine Beziehung intakt bleiben soll, dann gehe offen damit um (falls du das nicht ohnehin schon tust).
Glaube an Wunder, Liebe und Glück! Schaue nach vorn und niemals zurück! Tu was du willst, und steh dazu, denn dieses Leben lebst nur du
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Hotte
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Re: "Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!
@Judith
Wenn du mir sagst, du bist eine Frau, dann bist du das für mich.
Wenn du mir sagst, sprich mich bitte als Frau an, dann mach ich das.
Aber du wirst nicht zur Frau dadurch, dass du Hormone nimmst und dich operieren lässt.
Manchmal ist es auch richtig, in der Mitte stehen zu bleiben.
Wenn du mir sagst, du bist eine Frau, dann bist du das für mich.
Wenn du mir sagst, sprich mich bitte als Frau an, dann mach ich das.
Aber du wirst nicht zur Frau dadurch, dass du Hormone nimmst und dich operieren lässt.
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Nicole Fritz
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Re: "Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!
Danke. Mit der Formulierung "im falschen Körper geboren" wird einem ein Fehler der Natur suggeriert, der nun mit Hormonen und OP korrigiert werden soll. Wer macht hier aber einen Fehler? Die Natur, oder vielleicht eher die Gesellschaft mit ihren vom (biologischen) Geschlecht abhängigen Klischees? Oder religiös ausgedrückt: der Mensch oder Gott?Hotte hat geschrieben: Mi 22. Nov 2023, 21:13 Manchmal ist es auch richtig, in der Mitte stehen zu bleiben.
Wenn jemand mit Hormonen und OP glücklich wird, dann soll er*sie bitte diesen Weg gehen. Nach meiner Erfahrung sind das aber nur wenige. In einer Selbsthilfegruppe tauchen die vielen anderen meistens nur ein oder zwei mal auf. Ich habe bei einigen Trans-Frauen mit erlebt, wie sie nach der OP - äußerlich oft als schöne, junge Frau - nicht zurecht kamen, und immer wieder versuchten, sich mit Schlaftabletten ins Nirwana zu schießen. Und warum muss man sich in der Selbsthilfegruppe ständig gegenseitig zureden, damit man nicht zu zweifeln beginnt? - Das ließ mich schließlich zweifeln, sodass ich mich jetzt als nicht-binär definiere.
LG Nicole
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Hotte
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Re: "Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!
Ich kenne es aus der Selbsthilfegruppe für Transmänner so, dass die meisten sehr großen Leidensdruck haben, bevor sie Hormone und OPs haben. Es sind aber zunehmend Menschen dabei, die sich als nicht-binär identifizieren.
Ich persönlich glaube, dass sich einfach verschiedene Menschen in diesen Gruppen zusammenfinden, weil sie von unserem System in eine Schublade gesteckt werden. Grob kann man wohl wieder unterteilen in jene, die vornehmlich ein Problem mit ihrem Körper haben und sich wirklich nicht arrangieren können, mit den traditionellen Geschlechtsrollen "Mann" und "Frau" aber ansonsten fein sind und andere eben schwerpunktmäßig ein Problem mit ihrem Gender haben, der Geschlechtsrolle.
Da muss man aber in der Behandlung völlig unterschiedlich ansetzen. Den Rest verkneife ich mir, sonst wird das ein Rant und völlig off topic.
Ich persönlich glaube, dass sich einfach verschiedene Menschen in diesen Gruppen zusammenfinden, weil sie von unserem System in eine Schublade gesteckt werden. Grob kann man wohl wieder unterteilen in jene, die vornehmlich ein Problem mit ihrem Körper haben und sich wirklich nicht arrangieren können, mit den traditionellen Geschlechtsrollen "Mann" und "Frau" aber ansonsten fein sind und andere eben schwerpunktmäßig ein Problem mit ihrem Gender haben, der Geschlechtsrolle.
Da muss man aber in der Behandlung völlig unterschiedlich ansetzen. Den Rest verkneife ich mir, sonst wird das ein Rant und völlig off topic.
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Ulrike-Marisa
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Re: "Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!
Moin,
...habe ich schon an anderer Stelle geschrieben; mit dem Begriff "Trans" kann ich für mich leben. Ich lebe als Transfrau auch ohne GaOP eben als Frau mit männlichem Hintergrund, der ein Teil meines Lebens ist und bleibt, und mit unserem persönlichen Lebenskompromiss. Einschränkend muss ich aber immer auch sagen, dass eine Spielart der Natur, mein vorhandener weiblicher Busen (siehe Galerie, wer möchte), mir die Sache enorm erleichtert. Alles geht eben nicht immer im Leben, es gibt auch immer einen Weg in der Mitte und das kann jede/r sehen, wie ich mich kleide und lebe (siehe Thema Was macht ihr heute, tragt ihr für ein Outfit).
Grüße, Ulrike-Marisa
...habe ich schon an anderer Stelle geschrieben; mit dem Begriff "Trans" kann ich für mich leben. Ich lebe als Transfrau auch ohne GaOP eben als Frau mit männlichem Hintergrund, der ein Teil meines Lebens ist und bleibt, und mit unserem persönlichen Lebenskompromiss. Einschränkend muss ich aber immer auch sagen, dass eine Spielart der Natur, mein vorhandener weiblicher Busen (siehe Galerie, wer möchte), mir die Sache enorm erleichtert. Alles geht eben nicht immer im Leben, es gibt auch immer einen Weg in der Mitte und das kann jede/r sehen, wie ich mich kleide und lebe (siehe Thema Was macht ihr heute, tragt ihr für ein Outfit).
Grüße, Ulrike-Marisa
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Anne-Mette
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Re: "Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!
Moin,
es kommt natürlich auf die eigenen Lebensverhältnisse und auch die "Lebensplanung" an.
In manchen Fällen ist "Trans-" einschränkend.
Das sollte beachtet werden.
Gruß
Anne-Mette
es kommt natürlich auf die eigenen Lebensverhältnisse und auch die "Lebensplanung" an.
In manchen Fällen ist "Trans-" einschränkend.
Das sollte beachtet werden.
Gruß
Anne-Mette
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Susi T
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Re: "Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!
Wir hatten schon öfter die Diskussion das es sowas wie eine blonde oder große Frau gibt, aber keine Blondfrau oder Großfrau. Denn ersteres ist nur eine nähere Beschreibung, letzteres eine Abgrenzung. Wer damit für sich selbst keine Probleme hat, kann es ja für sich selbst benutzen, andere fühlen sich durch solche Bezeichnungen aber vieleicht angegriffen.
Zum Thema: Der Weg einer Transistion ist schwer und sollte nie leichtsinnig gegangen werden, egal wie weit man geht und nur beschritten werden, wenn es unbedingt nötig ist. Begleitung durch Therapeuten und Ärzten sind dringend dann auch erforderlich. Hormone sind keine Bonbons und haben teils extreme Auswirkungen, vorallem nicht nur positive.
Ein gutes Passing als Crossdresser/Teilzeitfrau kann mit der Zeit auch anders erarbeitet werden und Ausstrahlung ist dabei nicht zu unterschätzen.
Das Leben im Wechsel zwischen weiblich und männlich hat große Vorteile, die nicht zu leichtfertig aus der Hand gegeben werden sollten. Ich selber genieße es manchmal mit meinem Freund und manchmal mit meiner Freundin unterwegs zu sein. Als Freundin ist sie nunmal anders, da macht die Optik garnicht das Entscheidende aus. Das Alles geht auch ohne die Einnahme von Hormonen.
Liebe Grüße, Tira
Zum Thema: Der Weg einer Transistion ist schwer und sollte nie leichtsinnig gegangen werden, egal wie weit man geht und nur beschritten werden, wenn es unbedingt nötig ist. Begleitung durch Therapeuten und Ärzten sind dringend dann auch erforderlich. Hormone sind keine Bonbons und haben teils extreme Auswirkungen, vorallem nicht nur positive.
Ein gutes Passing als Crossdresser/Teilzeitfrau kann mit der Zeit auch anders erarbeitet werden und Ausstrahlung ist dabei nicht zu unterschätzen.
Das Leben im Wechsel zwischen weiblich und männlich hat große Vorteile, die nicht zu leichtfertig aus der Hand gegeben werden sollten. Ich selber genieße es manchmal mit meinem Freund und manchmal mit meiner Freundin unterwegs zu sein. Als Freundin ist sie nunmal anders, da macht die Optik garnicht das Entscheidende aus. Das Alles geht auch ohne die Einnahme von Hormonen.
Liebe Grüße, Tira
Das beste Make-up einer Frau ist Glücklich sein
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Diana.65
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Re: "Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!
Die Frage ist doch, wie siehst du dich?
Ich habe mich Anfangs auch eher als Crossdresser verortet. Allerdings musste ich nach einiger Zeit feststellen, dass da mehr dahinter steckt. Also habe ich mich Schritt für Schritt auf den Weg gemacht, dies zu erkunden. Ich habe dann den nächsten Schritt gewagt, wenn ich festgestellt habe, dass der vorherige Schritt richtig für mich war. Und der Weg ist auch nach vielen Jahren noch nicht zu Ende.
Nach meiner "heimlichen Phase" kamen die ersten Gespräche mit Personen in meinem Umfeld. Danach gab es mehr Möglichkeiten mich auszuleben. Und dabei kam dann die Erkenntnis, dass mir die weibliche Seite mehr liegt als die männliche. Also immer mehr "getestet". Dann kam für mich der Schritt zur psychologischen Begleitung. Nach und nach kam die Überzeugung, ich bin eine Frau, die die männliche Rolle nur gespielt hat. Da stand aber noch lange nicht fest, wie weit ich den Weg, medizinisch und rechtlich, gehen werde. Zuerst passte ich nach und nach mein Äußeres über Kleidung, Frisur und Makeup dem an, wie ich mich fühlte. Nachdem ich ich so viel wohler gefühlt habe, kam dann der nächste Schritt zur Hormontherapie und später zur Vornamens- und Personenstandsänderung. Und auch bis dahin habe ich die GAOP für mich noch ausgeschlossen. Inzwischen habe ich aber auch diesen Schritt vorbereitet.
Ich habe mich aber zwischenzeitlich nicht mehr oder weniger als Frau gefühlt. Alle Schritte haben, für mich, die richtige Zeit und Berechtigung gehabt.
Ich habe auch während meines Weges viele unterschiedliche Ausprägungen von Frauen kennen lernen dürfen. Für einige gab es nicht genügend Schritte um glücklich zu werden aber auch einige haben ihr Glück ohne Op und Hormone gefunden.
Die Risiken bei der Hormontherapie und bei OP's haben ja andere schon ausreichend erwähnt.
Zwei sehr interessante Fragen, dich mich sehr zum Nachdenken angeregt haben, mhabe ich währen meines Weges gestellt bekommen:
zum Ersten: Bist du Frau oder möchtest du eine Frau werden?
Und dieses Jahr in der Reha von meiner Therapeutin: An was machen sie das Frau-Sein fest?
Ich wünsche dir, dass du den für dich richtigen Weg findest. Gehe keine übereilten Schritte, die du später bereust.
Liebe Grüße,
Diana.
Ich bin und bleibe ich.
Und ... genieße mein neues Leben.
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Lina
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Re: "Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!
"Frau" ist nicht nur eine biologische Bezeichnung. Es ist auch eine soziokulturelle Rolle, die in Richtungen stilisiert wurden, die 95% der Zeit nichts mit den Geschlechtsmerkmalen zu tun haben.
Wie die Geschlechtsteile sind oder wie die hormonelle Physiologie ist, geht andere nichts an.
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Judith64
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Re: "Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!
Ihr Lieben.
Vielen Dank für eure zahlreichen Kommentare.
Ich habe, zumindest bis jetzt, dass das Thema noch komplexer ist als ich es mir vorgestellt habe. Ich werde weiter überlegen müssen und mir auch einfach mehr Zeit lassen.
Danke!!!!
LG Judith
Vielen Dank für eure zahlreichen Kommentare.
Ich habe, zumindest bis jetzt, dass das Thema noch komplexer ist als ich es mir vorgestellt habe. Ich werde weiter überlegen müssen und mir auch einfach mehr Zeit lassen.
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LG Judith
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Helga
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Re: "Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!
Dieses Thema zeigt sehr anschaulich wie sehr wir uns doch von den Erwartungshaltungen (despektierlich: "Klischees") anderer abhängig machen.
Zunächst kämpfen wir ein halbes Leben mit den Vorgaben was ein Mann zu tun, was er zu lassen und insbesondere wie er sich zu kleiden hat, um irgendwann zu der Erkenntnis zu kommen, dass wir uns diesen Vorgaben nicht mehr anpassen wollen und können.
Dann liebäugeln wir mit der Kleidung, den abweichenden Lebensentwürfen und so macher (gefühlten) Besonderheit des weiblichen Geschlechts.
Um da aber wirklich hinzukommen wird uns gleich die nächste Erwartungshaltung entgegengebracht: Ein Mensch, der im männlichen Körper geboren wurde aber trotzdem als Frau leben will, muss eine Hormontherapie machen, muss seine seine Genitalien operativ an weibliche Formen anpassen lassen, muss sich die Brüste operativ vergrößern lassen, muss... . Leider werden diese "Trans- Klischees" von vielen Trans- Organisationen noch immer als Königsweg gesehen und als solcher einer wohlmeinenden Öffentlichkeit verkauft, die daraus wiederum eine Erwartungshaltung gegenüber Trans- Menschen ableitet.
Um eine Antwort auf die Eingangsfrage zu bekommen, lassen wir einfach mal das "Trans-" weg, stellen uns cis- Frauen vor und ersetzen den Sammelbegriff GaOP durch das, was diese Operationen eigentlich bezwecken wollen:
- Ist eine Frau eine richtige Frau, obwohl sie aufgrund einer Erkrankung oder von Natur aus keinen oder nur sehr wenig Busen hat?
- Ist eine Frau eine richtige Frau, obwohl sie aufgrund einer brutalen Beschneidung oder einer sehr engen Ausformung keine penetrationsfähige Vagina hat?
Unsere Gesellschaft ist mittlerweile zum Glück so weit diese beiden Fragen ganz klar mit "JA" zu beantworten.
Fazit: Eine Frau, egal wie sie geboren wurde, muss sich nicht operieren lassen um eine "richtige" Frau zu sein.
Liebe Grüße
Helga
Zunächst kämpfen wir ein halbes Leben mit den Vorgaben was ein Mann zu tun, was er zu lassen und insbesondere wie er sich zu kleiden hat, um irgendwann zu der Erkenntnis zu kommen, dass wir uns diesen Vorgaben nicht mehr anpassen wollen und können.
Dann liebäugeln wir mit der Kleidung, den abweichenden Lebensentwürfen und so macher (gefühlten) Besonderheit des weiblichen Geschlechts.
Um da aber wirklich hinzukommen wird uns gleich die nächste Erwartungshaltung entgegengebracht: Ein Mensch, der im männlichen Körper geboren wurde aber trotzdem als Frau leben will, muss eine Hormontherapie machen, muss seine seine Genitalien operativ an weibliche Formen anpassen lassen, muss sich die Brüste operativ vergrößern lassen, muss... . Leider werden diese "Trans- Klischees" von vielen Trans- Organisationen noch immer als Königsweg gesehen und als solcher einer wohlmeinenden Öffentlichkeit verkauft, die daraus wiederum eine Erwartungshaltung gegenüber Trans- Menschen ableitet.
Um eine Antwort auf die Eingangsfrage zu bekommen, lassen wir einfach mal das "Trans-" weg, stellen uns cis- Frauen vor und ersetzen den Sammelbegriff GaOP durch das, was diese Operationen eigentlich bezwecken wollen:
- Ist eine Frau eine richtige Frau, obwohl sie aufgrund einer Erkrankung oder von Natur aus keinen oder nur sehr wenig Busen hat?
- Ist eine Frau eine richtige Frau, obwohl sie aufgrund einer brutalen Beschneidung oder einer sehr engen Ausformung keine penetrationsfähige Vagina hat?
Unsere Gesellschaft ist mittlerweile zum Glück so weit diese beiden Fragen ganz klar mit "JA" zu beantworten.
Fazit: Eine Frau, egal wie sie geboren wurde, muss sich nicht operieren lassen um eine "richtige" Frau zu sein.
Liebe Grüße
Helga
Was bin ich?- Zunächst einmal bin ich ein Mensch!
Meistens bin ich ein Mann.
Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.
Meistens bin ich ein Mann.
Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.
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Diana.65
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Re: "Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!
Hallo Helga.
Ich habe bisher noch nirgends erlebt, dass die von dir angebrachten "Eigenschaften" einer tans Frau von jemandem erwartet wurden. Im Gegenteil waren manche erstaunt, was man sich selbst antut, um dem Eigenen Bild zu entsprechen. Auch von Seiten der Organisationen werden die angeführten Sachen als Möglichkeit angeboten und sind keine wirklichen Voraussetzungen zum Frau-sein.
Nachdenkliche Grüße,
Diana.
Dem zitierten Teil deines Posts muss ich von meiner Seite wiedersprechen.Helga hat geschrieben: So 26. Nov 2023, 20:38 ...
Um da aber wirklich hinzukommen wird uns gleich die nächste Erwartungshaltung entgegengebracht: Ein Mensch, der im männlichen Körper geboren wurde aber trotzdem als Frau leben will, muss eine Hormontherapie machen, muss seine seine Genitalien operativ an weibliche Formen anpassen lassen, muss sich die Brüste operativ vergrößern lassen, muss... . Leider werden diese "Trans- Klischees" von vielen Trans- Organisationen noch immer als Königsweg gesehen und als solcher einer wohlmeinenden Öffentlichkeit verkauft, die daraus wiederum eine Erwartungshaltung gegenüber Trans- Menschen ableitet.
...
Ich habe bisher noch nirgends erlebt, dass die von dir angebrachten "Eigenschaften" einer tans Frau von jemandem erwartet wurden. Im Gegenteil waren manche erstaunt, was man sich selbst antut, um dem Eigenen Bild zu entsprechen. Auch von Seiten der Organisationen werden die angeführten Sachen als Möglichkeit angeboten und sind keine wirklichen Voraussetzungen zum Frau-sein.
Nachdenkliche Grüße,
Diana.
Ich bin und bleibe ich.
Und ... genieße mein neues Leben.
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Nicole Fritz
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Re: "Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!
.. Und ich ahne bereits, wo die Reise hin gehen wird.Judith64 hat geschrieben: Fr 24. Nov 2023, 10:32 Ich werde weiter überlegen müssen und mir auch einfach mehr Zeit lassen.
Das Profil verrät schon einiges. Geschlecht: "Teilzeitfrau" - das stand bei mit auch einmal - daraus wurde "(Vollzeit-) Enby"; Pronomen: "Egal" - bei mir steht da nichts. Mit androgynem Outfit ist "Klaus" und "er" für mich OK. Mein Cousin sagt "sie" und "Nicole" oder "Schatz", wenn ein Mann hinter mir her schaut. Er weiß, dass ich auf Frauen stehe, und nicht von Männern angemacht werden möchte.
Wie komme ich jetzt darauf? Eine Trans-Frau sieht sich als Frau. Also wäre "sie" das richtige Pronomen. Bei Teilzeit dann "sie / er" - für "das wirkliche Geschlecht / die gespielte Rolle".
Sonst wäre zu erwähnen, dass einige Enbys den Trans-Weg ein Stück weit oder sogar ganz gehen, wenn ihnen ein Anpassen ihres Körpers wichtig ist. Ich lasse da einfach nur die Haare wachsen. Seit 2020 färbe ich sie auch nicht mehr.
LG Nicole
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Violetta Arden
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Re: "Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!
...ich weiß, ich kriege wieder Shit-storm.Die auch in der menschlichen Natur vorkommenden an Anzahl verschwindend geringen Eigenheiten, die ein eindeutiges Geschlecht nicht zuordnen lassen -nehme ich hier ausdrücklich aus. Wenn jemand nicht als natürliche geborene Frau auf die Welt kommt, aber im Laufe seines Lebens draufkommt, daß er eine Frau sein möchte und auch als solche gesehen werden will, muss man sich schon die Mühe machen, dem Bild auch äußerlich näher zu kommen. Sie will ja auch als Frau gesehen und akzeptiert werden. Man lebt nicht auf einer Insel und kann dort machen, was man will. Aber wenn ich mit Menschen zusammenlebe, die sich von mir ein Bild als Frau machen sollen und auch als Frau akzeptieren, ist das wohl nicht ganz so einfach. Dann werden Frauen angegriffen, die eben nicht dieses sich selbst gegebene Bild akzeptieren. Ganz profan - man möchte in die Damensauna, hat aber noch seinen Pimmel dranhängen - und regt sich dann auf, daß das von den Biofrauen nicht goutiert wird. Ich kann als Frau leben - aber bin ich eine, wenn die männlichen Geschlechtsmerkmale noch vorhanden sind ?
Ich kann das auch nicht beantworten. Ich möchte wenn ich enfemme als Part-time-lady unterwegs bin auch als Frau gesehen werden...aber deswegen bin ich noch keine und das weiß ich auch. Und wahrscheinlich kann ich mich nicht in die hineinversetzten, die einen wirklichen Leidensdruck verspüren.
Ich kann das auch nicht beantworten. Ich möchte wenn ich enfemme als Part-time-lady unterwegs bin auch als Frau gesehen werden...aber deswegen bin ich noch keine und das weiß ich auch. Und wahrscheinlich kann ich mich nicht in die hineinversetzten, die einen wirklichen Leidensdruck verspüren.
Mein weibliches Ich ist ein Teil von mir und lässt sich nicht mehr unterdrücken. Ungenützte Zeit lässt sich nie mehr zurückholen.
Lebe Dein Leben.
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