"Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!
"Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!

Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
Judith64
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"Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!

Post 1 im Thema

Beitrag von Judith64 »

Hallo ihr Lieben.

Seit längerer Zeit denke ich sehr viel darüber nach wie es weitergehen kann/soll. Im Augenblick bin ich mit dem Crossdressing (noch) sehr zufrieden, aber, wie gesagt, denke ich auch weiter.
Nun ist es ja nicht notwendig, dich einer kompletten HaOp zu unterziehen, um als rechtlich korrekte Frau anerkannt zu werden. So denke ich mir, dass es ja reichen würde für mich die Optik aufzuwerten durch Brustimplantate und Hormonbehandlung, aber untenherum alles so zu belassen. Die GaOp ist ein relativ grosser Eingriff und nicht ganz ungefährlich. In einem schon etwas höheren Alter und einer noch intakten Beziehung könnte man dies ja in vielen Fällen vermeiden.
Wie seht ihr das?

LG Judith
Kerstin
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Re: "Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!

Post 2 im Thema

Beitrag von Kerstin »

Grüß dich Judith
Die Frage nach dem dritten Weg ist mehr als berechtigt. Nicht nur weil die GaOp ein sehr großer Eingriff die Neo Vagina muß für den Rest deines Lebens ständig gepflegt werden - Stichwort bugieren.
Somit wird aus dem kann ein muß.

Sollte ich mich jemals "auf den Weg " machen, wird auch bei mir der dritte Weg die Lösung sein. Allerdings würde ich ein Stück weiter gehen und die Hoden entfernen lassen.
Die Nüsse sind halt die hormonschleuder schlecht hin. Und was nicht produziert wird muß nicht unterdrückt werden.
Ich gehe deshalb davon aus einige Medikamente weniger zu brauchen.

Alles in weiter Ferne, aber als Grundgedanke.....

LG Kerstin
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
Judith64
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Re: "Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!

Post 3 im Thema

Beitrag von Judith64 »

Liebe Kerstin.

Du hast natürlich Recht, die Hoden könnze man noch wegmachen, ist ja auch relativ einfach und schnell gemacht. Und natürlich dann weniger Medis.
Naja, nach einer längeren Zeit mit weiblichen Hormonen tut sich da unten sowieso nichts mehr und wird immer kleiner.

LG Judith
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Re: "Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!

Post 4 im Thema

Beitrag von Paula »

Bei der "intakten Beziehung" könnte man noch zu Bedenken geben, ob der zwischen den Beinen hängende Teil ein nicht ganz unwichtiger Punkt der Beziehung ist.
Nicht, dass am Ende das Teil mitsamt der Beziehung verschwindet - schliesslich hat die Person sich vermutlich mit dem Teil "angefreundet".
Judith64
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Re: "Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!

Post 5 im Thema

Beitrag von Judith64 »

Liebe Paula.

Natürlich ist auch das ein ganz wichtiger Punkt, obwohl,besonders im Zusammenhang mit Hormonen und evtl. Kastration, nach einiger Zeit das Teil nicht mehr dasselbe sein wird mit dem man sich angefreundet hat. Oder sehe ich das falsch?

LG Judith
Martina-NB
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Re: "Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!

Post 6 im Thema

Beitrag von Martina-NB »

Judith64 hat geschrieben: Mi 22. Nov 2023, 11:29 Nun ist es ja nicht notwendig, dich einer kompletten HaOp zu unterziehen, um als rechtlich korrekte Frau anerkannt zu werden.
Zur rechtlichen Anerkennung musst Du gar nichts machen. Auch eine Hormontherapie und JEDE Form einer OP birgt nicht unwesentliche Risiken.
Es ist also allein Deine persönliche Entscheidung, was Du unbedingt haben willst, dass Du das Risiko eingehst.

Und "richtige" oder "unrichtige" trans Frau, wer mag das definieren. Hoffentlich niemand.
Judith64
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Re: "Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!

Post 7 im Thema

Beitrag von Judith64 »

Liebe Manuela.

Es ist schon klar, dass man zur rechtlichen Anerkennung weder Hormone noch OP braucht.
Ich überlege ich natürlich aus meiner Sicht und da steht für mich, als momentaner Crossdresser, unter anderem auch die Optik im Vordergrund. Und da denke ich mir, dass ich durch entsprechende Hormonbehandlung meinen Körper und auch wahrscheinlich meine Gefühle und Empfindungen entsprechend verfeinern kann und nicht nur auf entsprechende äußerliche "Anbauteile" angewiesen bin.ich Stelle es mir halt so vor, habe es ja noch nicht ausprobiert.

LG Judith
Anne-Mette
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Re: "Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!

Post 8 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

ich denke, dass der Ttiel eine "doppelte Erniedrigung" beinhaltet.

Schon den Begriff "Transfrau" finde ich problematisch und nicht nötig; denn er bedeutet, wenn ich es mit meinen Augen betrachte, eine unnötige und einschränkende Beschreibung einer Frau,
als wäre sie "nicht richtig (dazugehörend)", "nicht genug", "nicht vollständig", "mängelbehaftet".
Nun gut - soll sich jede so beschreiben, wie sie es mag, aber ich denke, es ist ein "Kleinmachen".

Nun aber diese "eingeschränkte Frau" noch weiter einzuschränken - wozu soll das führen und wer soll bestimmen, was eine "richtige Transfrau" ist?
Ich glaube nicht, dass es eine Liste gibt wie beim TÜV, bei der die verschienen Postionen abgehakt werden.

Leider kommen gerade "aus der Community" oftmals einschränkende Wertungen. Es gibt sogar Vereine "der richtigen und wahrhaften Transsexuellen".

Ich denke, wir sollten uns davon frei machen.

Gruß
Anne-Mette
Judith64
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Re: "Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!

Post 9 im Thema

Beitrag von Judith64 »

Liebe Abbe-Mette

Ich hatte absolut nicht die Absicht hier irgendwelche diskriminierenden Aussagen zu tätigen. Wenn ich mit dem Begriff Transfrau irgendjemandem unabsichtlich auf die Füße getreten bin entschuldige ich mich dafür. Ich wollte damit nur eine Frau beschreiben, die auf Grund einer Transformation zur Frau würde, sonst nichts.

LG Judith
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Re: "Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!

Post 10 im Thema

Beitrag von Patricia »

Hallo,

ich bin seit dreieinhalb Jahren in Hormontherapie. Für mich war dies ein sehr wichtiger Schritt in meinem Leben, der mir viele positive Auswirkungen beschert hat. Dennoch würde ich sagen, zu allererst sollte die Fragestellung beantwortet werden, wer frau/man ist, bevor der Weg zur HET eingeschlagen wird. Die HET kann, muss aber nicht viele Auswirkungen auf den Körper und Psyche haben, positive wie auch negative. Daher meine klare Empfehlung, sich zuerst selbst im Klaren zu sein, wie man sein Leben verbringen möchte, bevor man diesen Weg geht. Bei manchen, wie bei mir, ändert sich so einiges positiv, bei anderen wiederum verändert die Hormoneinnahme wenig bis gar nichts und bei anderen wiederum treten viele negative Veränderungen auf. Gerade heute habe ich mit einer anderen (Trans) Frau geschrieben, die durch die Hormontherapie Ekzeme auf der Kopfhaut bekam und sehr viele Haare verloren hat, Ebenso bekam sie, nachdem sie die HET angefangen hatte, Pigmentstörungen und kann eigentlich gar nicht mehr in die Sonne. Mein Gesicht ist deutlich weiblicher geworden, Ihres, laut ihrer Aussage gar nicht.

Es gibt aber auch sehr viele Veränderungen in der Psyche, die auftreten können. Ich empfinde sie für mich als sehr positiv, das dürfte aber nicht jeder Person so gehen. Die Hormone können auch Auswirkungen auf unsere Sexualität und unsere sexuelle Orientierung haben. Ich war zwar schon immer pan, damals mit nur einer geringen Neigung zu Männern, jetzt ist es eher umgekehrt. Ich finde manche Männer so richtig heiß und die meisten Frauen lassen mich rein körperlich gesehen völlig kalt. Man sollte sich solcher Tatsachen und möglicher Auswirkungen bewusst sein.

Und ja, eine Orchiektomie erspart die Einnahme von Androcur, welches sowieso nie langfristig genommen werden sollte.

Früher habe ich oft gesagt, die OP ist eher weniger ein Thema für mich, aber ich merke, wie das Thema für mich immer wichtiger wird. Ich habe mich entschlossen mir die Indikation dafür zu holen. Ich denke, mein Leben als Frau und alles was dazu gehört inklusive der HET spielen bei dieser Entscheidung eine Rolle.

Aber nun zurück zu der Frage dieses Themas. Ob eine Person eine Frau oder ein Mann oder irgendwo dazwischen oder komplett außerhalb des Spektrum ist, entscheidet nur die betroffene Person selbst.

Liebe Grüße
Patricia
Anne-Mette
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Re: "Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!

Post 11 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Judith64 hat geschrieben: Mi 22. Nov 2023, 17:17 Ich hatte absolut nicht die Absicht hier irgendwelche diskriminierenden Aussagen zu tätigen.
Oha, so war es nicht gemeint. Ich wollte nur darauf aufmerksam machen, dass sich einige Menschen in meinen Augen selbstdiskriminierend verhalten - und mit der Frage in Titel sogar doppelt.
Judith64
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Re: "Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!

Post 12 im Thema

Beitrag von Judith64 »

Alles klar, mein Fehler

Danke für die Klarstellung!!!!
Sophia69
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Re: "Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!

Post 13 im Thema

Beitrag von Sophia69 »

Hallo Judith,
um deine Eingangsfrage zu beantworten (über die Formulierung teile ich voll und ganz Anne- Mettes Einwände, aber davon abgesehen) Ja! Ich fühle mich als vollwertige Frau auch ohne GaOP. Sicherlich halten mich zum einen die gesundheitlichen Risiken, die diese OP mit sich führt, von ihr ab. Zum anderen habe ich für mich ähnlich wie in dem Bericht, der im Forum auch vorgestellt wurde, aus der Brigitte: "Ich liebe eine Transfrau", einen Weg gefunden, um mich mit und in meinem Körper wohl zu fühlen. Dies bedeutet konkret, dass ich zum Beispiel, durch die evolutionäre Gemeinsamkeit der Genitalien beider Geschlechter, meinen Penis als meine Vagina verorten/ansehen kann.
Andererseits denke ich immer konkreter über eine Brust OP mit Implantaten nach. Aber auch hierbei ist vieles ambivalent, denn bei meiner Frau, mit der ich nun gute und wundervolle zehn Jahre zusammen bin, habe ich mich erst vor ein paar Jahren geoutet. Es war alles andere als zunächst einfach für sie, aber nichtsdestotrotz geht sie behutsam Schritt für Schritt mit mir meinen und unseren Weg mit. Deshalb könnte ich mir ebenfalls vorstellen hin und wieder mit Silis meiner Vorstellung vom Frau sein ausreichend nahe zu kommen um sie nicht überfordern zu wollen. Meine Brust unverändert zu lassen fällt mir umso leichter seitdem sie im Liebesspiel wie "eine weibliche Brust" von ihr miteinbezogen wird. Denn wir lieben und begehren uns sehr, das hat natürlich auch damit zu tun, dass man den andern nicht nur liebt und wert schätzt, sondern seine Bedürfnisse auch respektiert, auch die der Partnerin, der ich zunächst ein trügerisches Bild von mir vorgegaukelt hatte.
Um es vielleicht einmal in schwarz weiß Manier auf den Punkt zu bringen, ja, auch mit dem mir gegebenen Körper bin ich eine vollwertige Frau, dies lässt aber nicht in mir die Sehnsucht versickern, auch körperlich liebend gern eine cis Frau sein zu wollen.

Liebe Grüße
Sophia
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Re: "Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!

Post 14 im Thema

Beitrag von Aria »

Judith64 hat geschrieben: Mi 22. Nov 2023, 11:29 die Optik aufzuwerten durch Brustimplantate und Hormonbehandlung
Ich muss sagen, wenn ich sowas lese, dann schwillt mir dezent der Kamm.
Ich kriege das Gefühl nicht los, das so mancher denkt, dass das ganze eine Art wünsch-dir-was ist.
Schon alleine der Titel, lässt bei mir kein gutes Gefühl - nicht nur durch die Wortwahl selbst.
¡no lamento nada!
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Re: "Richtige" Transfrau auch ohne GaOp?!

Post 15 im Thema

Beitrag von Mirjam »

Judith64 hat geschrieben: Mi 22. Nov 2023, 11:29 Seit längerer Zeit denke ich sehr viel darüber nach wie es weitergehen kann/soll. Im Augenblick bin ich mit dem Crossdressing (noch) sehr zufrieden, aber, wie gesagt, denke ich auch weiter.
Nun ist es ja nicht notwendig, dich einer kompletten HaOp zu unterziehen, um als rechtlich korrekte Frau anerkannt zu werden. So denke ich mir, dass es ja reichen würde für mich die Optik aufzuwerten durch Brustimplantate und Hormonbehandlung, aber untenherum alles so zu belassen. Die GaOp ist ein relativ grosser Eingriff und nicht ganz ungefährlich. In einem schon etwas höheren Alter und einer noch intakten Beziehung könnte man dies ja in vielen Fällen vermeiden.
Wie seht ihr das?
Hallo Judith,

irgendwie habe ich so bissle das Gefühl, du willst den zweiten oder dritten Schritt vor dem ersten gehen. Zuallererst solltest du dir selber darüber klar werden, wohin du willst und vor allem, wer du bist. Denn wie Patricia schon geschrieben hat, Hormone verändern nicht nur das Aussehen. Und wenn du "in dir drin" doch eher oder zumindest teilweise Mann bist, dann wirst du mit Östrogen wahrscheinlich nicht glücklich werden, im Gegenteil.

Und jetzt bin ich mal wieder ganz Lehrerin (ja, ich darf das, ich habs ja schließlich auch "gelernt" :P ): Ich würde dir gerne als eine Art "Hausaufgabe" aufgeben, dich damit zu beschäftigen. Schieb das nicht unnötig hinaus, aber nimm dir auch die Zeit, die du dafür brauchst, und wenn es viele Monate oder noch länger ist. Eine gute (!) Therapieperson kann dir dabei helfen. Nicht, indem sie dir irgendwann mal sagen wird, wer du bist, sondern indem sie dir die passenden Fragen stellt. Und vielleicht noch etwas: Wenn deine Beziehung intakt bleiben soll, dann gehe offen damit um (falls du das nicht ohnehin schon tust).

LG
Mirjam
)))(:
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