Heute morgen hatte ich einen Termin bei meiner Neurologin zur Blutentnahme für die Bestimmung des Medikamentenspiegels.
Es war draußen recht kühl, daher trug ich einen Jeans-Maxirock und eine Jeansjacke, dazu Sneakers.
Da ich schon über drei Jahre nicht mehr dort war, kannte sie mich noch nicht als Frau, ich hatte bei meinem letzten Besuch gerade erst mit dem Tragen von Röcken als Mann begonnen und damals anstelle einer Hose einen grauen Strickrock getragen.
Nach der Blutentnahme hatte sie noch etwas Zeit zum Reden.
Ich habe dann mit ihr über meine Transsexualität sprechen und auch noch ein paar Fotos zeigen können.
Zum Schluss fragte sie mich noch, ob ich zukünftig als Frau angesprochen werden möchte, was ich begrüsste.
Sie hat dann noch einen entsprechenden Vermerk in meine Krankenakte geschrieben.
Damit wäre mein Coming Out bei allen meiner besuchten Arztpraxen erfolgreich abgeschlossen

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Inzwischen bin ich so weit, dass ich nur noch die allernötigste Kosmetik verwende, in letzter Zeit nur etwas Foundation.
Am Montag war ich in Braunschweig unterwegs, dazu trug ich ein leichtes Tunikakleid und eine grauhaarige Perücke, welche ich von meiner, inzwischen leider verstorbenen, Mutter übernommen habe.
Damit schien ich trotz männlicher Gesichtszüge und Adamsapfel als ältere "Dame" eingeordnet worden zu sein.
Als ich gegen Mittag die Rückfahrt im Bus antrat, war dieser sehr voll, sodass ich nur einen Stehplatz bekam.
Nach einer Weile hat mir dann ein freundlicher Herr seinen Sitzplatz angeboten, was ich dankend angenommen habe.
Es gibt ja doch noch Kavaliere
Leider vergesse ich ständig, Fotos von meinen Outfits zu machen.
LG, Ramona