Queere Menschen erzählen, wann sie sich nicht queer genug fühlen
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Anne-Mette
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Queere Menschen erzählen, wann sie sich nicht queer genug fühlen
Ich staune immer wieder darüber, "was es so gibt" - und mit welchen Fragen und Gedanken sich die Menschen beschäftigen.
"Wenn Leute mir sagen, dass ich hetero aussehe, fühle ich mich schlecht."
Hier geht es zum Artikel: https://www.vice.com/de/article/v7vbg3/ ... nug-fuhlen
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Lina
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Re: Queere Menschen erzählen, wann sie sich nicht queer genug fühlen
Ich verstehe das voll und ganz.
Als ich noch auch in männlicher Präsentation in der Gas Szene unterwegs war habe ich dieses sämtliche, "du bist gar nicht bi, das ist nur eine Phase, bis du endlich erkennst, dass du schwul bist", gehört.
Einfach nicht auszuhalten.
Als ich noch auch in männlicher Präsentation in der Gas Szene unterwegs war habe ich dieses sämtliche, "du bist gar nicht bi, das ist nur eine Phase, bis du endlich erkennst, dass du schwul bist", gehört.
Einfach nicht auszuhalten.
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Re: Queere Menschen erzählen, wann sie sich nicht queer genug fühlen
Ich bin gespannt, wann das umschlägt, bis eine breite Masse queerer Leute sagt, "ja ich bin queer, aber sprich mich bitte nicht darauf an, ich bin ja kein Alien". Gibt ja auch schon ausreichend homosexuelle Männer, die mit dem ganzen "Tuntengehabe" (O-Ton ein sehr guter schwuler Freund von mir) nix am Hut haben.
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Lavendellöwin
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Re: Queere Menschen erzählen, wann sie sich nicht queer genug fühlen
Ist doch total schick, noch schöner fänd ich heute siehst du total cis (weiblich) ausAnne-Mette hat geschrieben: So 9. Jul 2023, 12:43 "Wenn Leute mir sagen, dass ich hetero aussehe, fühle ich mich schlecht."
aber man kanns ja nicht allen Personen recht machen
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Dolores59
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Re: Queere Menschen erzählen, wann sie sich nicht queer genug fühlen
Irgendwie habe ich den Eindruck, dass neben den alten Schubladen "männlich" und "weiblich" eine neue Schublade "queer" entstanden ist, in die Menschen durch andere Menschen hineingezwängt werden. Und wer nicht ganz passt, wird passend gemacht.
Darin sehe ich keine Verbesserung für alle die Menschen, die nicht in ein starres Raster passen.
LG
Dolores (Garantiert nicht queer genug. Und auch kein richtiger Mann in den Augen mancher Leute. Natürlich auch keine Frau.)
Darin sehe ich keine Verbesserung für alle die Menschen, die nicht in ein starres Raster passen.
LG
Dolores (Garantiert nicht queer genug. Und auch kein richtiger Mann in den Augen mancher Leute. Natürlich auch keine Frau.)
Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.
(Psalm 139,14)
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Anne-Mette
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Re: Queere Menschen erzählen, wann sie sich nicht queer genug fühlen
Ja, so gehen Wünsche und Bedürfnisse auseinander 
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Anne-Mette
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Re: Queere Menschen erzählen, wann sie sich nicht queer genug fühlen
Es gibt zwar diese eine Schublade, aber in dieser (oder auch aßerhalb) eine große Zahl von neuen Schubladen.
Neulich wurden mal Karten mit entsprechenden Bezeichnungen verteilt. Ich habe mich darüber gewundert, was es da alles gibt.
Es ist allerdings die Frage, ob das jemand versteht.
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Nico
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Re: Queere Menschen erzählen, wann sie sich nicht queer genug fühlen
Ich denke, dass das nicht queer genug fühlen oder das Gefühl nicht trans genug zu sein, schon weit verbreitet ist.
Grade bei Menschen, die noch in der Findungsphase sind: Wenn ich nicht wirklich beschreiben kann, wer ich bin, bin ich dann bei queeren Treffpunkten überhaupt richtig oder willkommen?
Oder bei Personen dessen Existenz immer wieder infrage gestellt wird.
Zum Beispiel bei Bisexuellen: Du traust dich nur nicht dich als homosexuell zu outen. Wieso bist du bi, du bist doch in einer hetero Beziehung?
Oder nicht binäre Personen, die sogar von den Krankenkassen systematisch mit den Kosten von angleichenden Maßnahmen alleine gelassen werden: Bin ich trans genug, wenn ich keine Angleichung möchte? Werde ich akzeptierten und unterstützt, wenn ich meinen Körper verändern möchte und mich als nicht binär einordne?
Grade bei Menschen, die noch in der Findungsphase sind: Wenn ich nicht wirklich beschreiben kann, wer ich bin, bin ich dann bei queeren Treffpunkten überhaupt richtig oder willkommen?
Oder bei Personen dessen Existenz immer wieder infrage gestellt wird.
Zum Beispiel bei Bisexuellen: Du traust dich nur nicht dich als homosexuell zu outen. Wieso bist du bi, du bist doch in einer hetero Beziehung?
Oder nicht binäre Personen, die sogar von den Krankenkassen systematisch mit den Kosten von angleichenden Maßnahmen alleine gelassen werden: Bin ich trans genug, wenn ich keine Angleichung möchte? Werde ich akzeptierten und unterstützt, wenn ich meinen Körper verändern möchte und mich als nicht binär einordne?
LG Nico
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Re: Queere Menschen erzählen, wann sie sich nicht queer genug fühlen
Frei nach Albert Einstein:
Gegenfrage: Wann ist denn den Begriff "queer" überhaupt relevant ?
Manchmal habe ich den Eindruck, das de Begriff wie eine Monstranz vor sich her getragen wird. Ich bin nicht Mann genug, um Mann zu sein und auch nicht Frau genug, um Frau zu sein. Ich bin nicht homo genug, um homo zu sein und nicht hetero genug, um hetero zu sein. Und ich bin nicht queer genug um queer zu sein.
Na und ?
Ich bin ich, warum sollte ich mich weiter in der Öffentlichkeit definieren müssen ? Es gibt nicht wirklich viele Augenblicke in meinem Leben, in dem ich mich anderen erklären müsste. Ansonsten möchte ich leben, wie es mir passt. Wenn es jemandem gefällt, ist das gut, wenn nicht, auch gut. Ich bin da ganz bei Linda:
Liegt das Problem, und damit auch eine Lösung, um die genannte Frage nicht in uns selber ? Akzeptiere ich mich in der Art und Weise, wie ich fühle ? Wenn ja, warum stellt man sich denn dann die Frage, ob man "genug queer sei, um queer zu sein" ?
Das Problem: Wer definiert, ob ich queer bin ? Lasse ich es für mich zu, dass Andere über mich ein Urteil fällen ? Oder denke ich nur, dass Andere ein Urteil fällen ?Um ein tadelloses Mitglied einer Herde Queerer sein zu können, muss man vor allem queer sein.
Gegenfrage: Wann ist denn den Begriff "queer" überhaupt relevant ?
Manchmal habe ich den Eindruck, das de Begriff wie eine Monstranz vor sich her getragen wird. Ich bin nicht Mann genug, um Mann zu sein und auch nicht Frau genug, um Frau zu sein. Ich bin nicht homo genug, um homo zu sein und nicht hetero genug, um hetero zu sein. Und ich bin nicht queer genug um queer zu sein.
Na und ?
Ich bin ich, warum sollte ich mich weiter in der Öffentlichkeit definieren müssen ? Es gibt nicht wirklich viele Augenblicke in meinem Leben, in dem ich mich anderen erklären müsste. Ansonsten möchte ich leben, wie es mir passt. Wenn es jemandem gefällt, ist das gut, wenn nicht, auch gut. Ich bin da ganz bei Linda:
Ich finde es wichtig, über das Thema zu reden. Das hilft vielen, die in seelischen Nöten stecken. Auch mir. Aber warum sollte ich mein "Queer-Dasein" irgendwelchen Menschen auf die Nase zu binden oder mich rechtfertigen ? Ich diskutiere auch nicht das Geschlechtsempfinden oder geschlechtliche Ausrichtung und Vorlieben anderer x-beliebiger Leute. Und ich möchte die Reaktion irgendeines "Normalos" sehen, wenn ich das täte. "Sagen Sie mir als Frau/Mann, ob sie sich genug als Frau/Mann fühlen."Linda Hostedder hat geschrieben: So 9. Jul 2023, 13:10 Ich bin gespannt, wann das umschlägt, bis eine breite Masse queerer Leute sagt, "ja ich bin queer, aber sprich mich bitte nicht darauf an, ich bin ja kein Alien". Gibt ja auch schon ausreichend homosexuelle Männer, die mit dem ganzen "Tuntengehabe" (O-Ton ein sehr guter schwuler Freund von mir) nix am Hut haben.
Liegt das Problem, und damit auch eine Lösung, um die genannte Frage nicht in uns selber ? Akzeptiere ich mich in der Art und Weise, wie ich fühle ? Wenn ja, warum stellt man sich denn dann die Frage, ob man "genug queer sei, um queer zu sein" ?
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
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Helga
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Re: Queere Menschen erzählen, wann sie sich nicht queer genug fühlen
Warum sollte es echten Queeren anders ergehen als echten Männern oder echten Frauen?
Leben das Klischee, dann bist du in der Gruppe anerkannt!
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Was bin ich?- Zunächst einmal bin ich ein Mensch!
Meistens bin ich ein Mann.
Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.
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Re: Queere Menschen erzählen, wann sie sich nicht queer genug fühlen
Ich habe gestern einen schönen Post gesehen:
Klar habe ich auch häufiger queer impostor syndrome. Weil ich die meiste Zeit meines Lebens nicht als Teil von queer geoutet war. Weil ich ein late bloomer bin und vielen auf social media verbreiteten Klischees nicht genüge. Weil ich viele Umgangsformen lernen musste. Übrigens schönere und wohltuendere als die nicht-queeren.
Es wird mit Sicherheit irgendwann andere Labels geben. Vielleicht wird queer dann als altmodisch gelten. So be it. Klar gibt es auch eine Million weitere Labels. Keinein muss die alle verstehen. Hauptsache es finden sich die Leute zusammen und machen was positives draus.
Queer ist für mich aktuell eine Art Leuchtfeuer. Ebenso wie trans, nichtbinär, TIN, usw. Die Wahrscheinlichkeit, unter diesen Labels Menschen zu finden, die ähnlich ticken, die aufgeschlossen sind, wo ich entspannt sein kann usw. ist höher, als in nicht gelabelten Kreisen."Why do you need a label?"
Because there is comfort in knowing you are a normal zebra, not a strange horse.
Because you can't find community with other zebras if you don't know you belong.
And because it is impossible for a zebra to be happy or healthy spending its life feeling like a failed horse
Klar habe ich auch häufiger queer impostor syndrome. Weil ich die meiste Zeit meines Lebens nicht als Teil von queer geoutet war. Weil ich ein late bloomer bin und vielen auf social media verbreiteten Klischees nicht genüge. Weil ich viele Umgangsformen lernen musste. Übrigens schönere und wohltuendere als die nicht-queeren.
Es wird mit Sicherheit irgendwann andere Labels geben. Vielleicht wird queer dann als altmodisch gelten. So be it. Klar gibt es auch eine Million weitere Labels. Keinein muss die alle verstehen. Hauptsache es finden sich die Leute zusammen und machen was positives draus.
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Nico
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Re: Queere Menschen erzählen, wann sie sich nicht queer genug fühlen
Ich hoffe, dass es nie in die Richtung umschlagen wird. Queer sein mit etwas komischen oder fremdes zu vergleichen spricht eher für internalisierte Queerfeindlichkeit und nicht für Selbstakzeptanz. Ich denke, dass es irgendwann umschlägt und wir offen und wertungsfrei darüber reden können wie über Augenfarben.Linda Hostedder hat geschrieben: So 9. Jul 2023, 13:10 Ich bin gespannt, wann das umschlägt, bis eine breite Masse queerer Leute sagt, "ja ich bin queer, aber sprich mich bitte nicht darauf an, ich bin ja kein Alien". Gibt ja auch schon ausreichend homosexuelle Männer, die mit dem ganzen "Tuntengehabe" (O-Ton ein sehr guter schwuler Freund von mir) nix am Hut haben.
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Re: Queere Menschen erzählen, wann sie sich nicht queer genug fühlen
Du hast mich nicht verstanden, besonders nicht im Bezug auf das Ursprungsthema. Das macht aber nichts. Ich will nur in dem Zusammenhang nichts über Queerfeindlichkeit lesen. Da werde ich dann sauer.Nico hat geschrieben: Mo 10. Jul 2023, 09:26 Ich hoffe, dass es nie in die Richtung umschlagen wird. Queer sein mit etwas komischen oder fremdes zu vergleichen spricht eher für internalisierte Queerfeindlichkeit und nicht für Selbstakzeptanz. Ich denke, dass es irgendwann umschlägt und wir offen und wertungsfrei darüber reden können wie über Augenfarben.
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Re: Queere Menschen erzählen, wann sie sich nicht queer genug fühlen
Ein bischen OT: Seht Ihr die Doppeldeutigkeit: 
Ich kann mich nicht queer genug fühlen ...
Ich kann mich nicht queer genug fühlen ...
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
Vicky
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Re: Queere Menschen erzählen, wann sie sich nicht queer genug fühlen
Labels, gelabelt, queer impostor syndrome, late bloomer!
Wenn sich jemand für unglaublich klug hält, aber es in einem Beitrag in einem deutschsprachigen Forum nur so von Anglizismen wimmeln läßt, u. a. das in meinen Augen schon lächerlich anmutende "gelabelt", ist es nach meiner Vermutung für ihn/sie/es nur schlüssig, die deutsche Sprache zertrümmern zu wollen im Sinne einer geschlechtsneutralen Kommunikation.
Eines hat der/die Schreiberin aus meiner Sicht auf keinen Fall: ein Gefühl für die Vielfalt und Schönheit, die die deutsche Sprache aufweisen kann, zumindest solange, wie genderneutral verseuchte Volltrottel-Gehirne sie nicht vergewaltigen.
Wenn sich jemand für unglaublich klug hält, aber es in einem Beitrag in einem deutschsprachigen Forum nur so von Anglizismen wimmeln läßt, u. a. das in meinen Augen schon lächerlich anmutende "gelabelt", ist es nach meiner Vermutung für ihn/sie/es nur schlüssig, die deutsche Sprache zertrümmern zu wollen im Sinne einer geschlechtsneutralen Kommunikation.
Eines hat der/die Schreiberin aus meiner Sicht auf keinen Fall: ein Gefühl für die Vielfalt und Schönheit, die die deutsche Sprache aufweisen kann, zumindest solange, wie genderneutral verseuchte Volltrottel-Gehirne sie nicht vergewaltigen.