Was lest Ihr so? - # 32
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Marlene K.
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Re: Was lest Ihr so?
Ich hoffe, Ihr hattet ein angenehmes Osterfest. Ich nutze die Gelehgenheit noch mal von mir erlesenes vorzuzstellen.
Beeindruckt und zum Nachdenken gebracht haben mich zwei kurze Romane von Julian Barnes https://de.wikipedia.org/wiki/Julian_Barnes.
Das erste Buch war "The Sense of Ending", deutsch "Vom Ende der Geschichte" aus dem Jahr 2011. Hier reflektiert ein alter weißer Engländer sein Leben, die Unzuverlässigkeit der Erinnerung, Liebe, Freundschaft, Selbstbild, Fremdbild.
In "Levels of Life", "Lebensstufen", denkt der Autor über Trauer, Verlust und dem, was es mit ihm als Menschen macht nach.
Barnes beide Bücher sind wie Detailaufnahmen des persönlichen Lebens und bringen mich genau damit dazu mich mit ethischen und psychologischen Fragen zu beschäftigen.
Als Bildroman habe ich Joe Sacco https://de.wikipedia.org/wiki/Joe_Sacco_(Comiczeichner) mit seinem "Wir gehören dem Land", "Paying the Land", aus dem Jahr 2020 gelesen.
Sacco, den ich schon an anderer Stelle vorgestellt habe, schreibt hier über die indigene Bevölkerung und Landraub in den kanadischen Nord-West-Territorien. Ein lehrreicher Perspektivwechsel über Klimakrise, Verhältnis zu Landbesitz und Natur,kulturelle Vorstellungen und Kolonialismus und bestehender und nicht hinterfragter weißer Vorherrschaft.
Gefesselt hat mich auch das neue Heft von ZEITGeschichte, dass sich mit dem Thema "Der Konflikt im Nahen Osten" beschäftigt. Vieles ist mir bekannt, aber eine Einordnung von internationalen Wissenschaftlern bringt mich dazu, näher hin zu schauen und neu zu bewerten.
Mal sehen, ob ich es morgen schaffe, mir neue Ideen aus aller Welt ins Haus zu holen und die Bibliothek zu plündern.
Beeindruckt und zum Nachdenken gebracht haben mich zwei kurze Romane von Julian Barnes https://de.wikipedia.org/wiki/Julian_Barnes.
Das erste Buch war "The Sense of Ending", deutsch "Vom Ende der Geschichte" aus dem Jahr 2011. Hier reflektiert ein alter weißer Engländer sein Leben, die Unzuverlässigkeit der Erinnerung, Liebe, Freundschaft, Selbstbild, Fremdbild.
In "Levels of Life", "Lebensstufen", denkt der Autor über Trauer, Verlust und dem, was es mit ihm als Menschen macht nach.
Barnes beide Bücher sind wie Detailaufnahmen des persönlichen Lebens und bringen mich genau damit dazu mich mit ethischen und psychologischen Fragen zu beschäftigen.
Als Bildroman habe ich Joe Sacco https://de.wikipedia.org/wiki/Joe_Sacco_(Comiczeichner) mit seinem "Wir gehören dem Land", "Paying the Land", aus dem Jahr 2020 gelesen.
Sacco, den ich schon an anderer Stelle vorgestellt habe, schreibt hier über die indigene Bevölkerung und Landraub in den kanadischen Nord-West-Territorien. Ein lehrreicher Perspektivwechsel über Klimakrise, Verhältnis zu Landbesitz und Natur,kulturelle Vorstellungen und Kolonialismus und bestehender und nicht hinterfragter weißer Vorherrschaft.
Gefesselt hat mich auch das neue Heft von ZEITGeschichte, dass sich mit dem Thema "Der Konflikt im Nahen Osten" beschäftigt. Vieles ist mir bekannt, aber eine Einordnung von internationalen Wissenschaftlern bringt mich dazu, näher hin zu schauen und neu zu bewerten.
Mal sehen, ob ich es morgen schaffe, mir neue Ideen aus aller Welt ins Haus zu holen und die Bibliothek zu plündern.
Marlene
Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
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Marlene K.
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Re: Was lest Ihr so?
Die Ideen aus aller Welt kamen diesmal aus Deutschland.
Gerne gelesen habe ich den ersten reine Krimi von Vera Buck https://de.wikipedia.org/wiki/Vera_Buck, "Wolfskinder" aus diesem Jahr.
Eine klaustrophobische Atmosphäre in einem engen Tal im Hochgebirge bietet Raum für eine Siedlung, in der Menschen bewusst außerhalb der Welt leben. Im Tal verschwinden immer wieder junge Frauen. Alte und neue Verbrechen und die Bedrohung durch das "normale" schüren Angst und Aggression.
Eine sehr empfehlenswerte Lektüre.
Der um die Jahrhundertwende 1900 in Hamburg spielende Roman "Tödlicher Schlaf" 2023 erschienen von Christoh Elbern http://christophelbern.de/ erscheint mir am Anfang etwas sehr belehrend in seiner Auseinandersetzung mit Kolonialismus, Rassismus, Antisemitismus, liest sich aber, wenn Mensch sich durch die ersten Seiten gearbeitet hat auch spannend.
Und jetzt geht es wieder zur Bibliothek.
Gerne gelesen habe ich den ersten reine Krimi von Vera Buck https://de.wikipedia.org/wiki/Vera_Buck, "Wolfskinder" aus diesem Jahr.
Eine klaustrophobische Atmosphäre in einem engen Tal im Hochgebirge bietet Raum für eine Siedlung, in der Menschen bewusst außerhalb der Welt leben. Im Tal verschwinden immer wieder junge Frauen. Alte und neue Verbrechen und die Bedrohung durch das "normale" schüren Angst und Aggression.
Eine sehr empfehlenswerte Lektüre.
Der um die Jahrhundertwende 1900 in Hamburg spielende Roman "Tödlicher Schlaf" 2023 erschienen von Christoh Elbern http://christophelbern.de/ erscheint mir am Anfang etwas sehr belehrend in seiner Auseinandersetzung mit Kolonialismus, Rassismus, Antisemitismus, liest sich aber, wenn Mensch sich durch die ersten Seiten gearbeitet hat auch spannend.
Und jetzt geht es wieder zur Bibliothek.
Marlene
Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
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Marlene K.
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Re: Was lest Ihr so?
Guten Morgen und frohe Pfingsten wünsche ich.
Diesmal hatte ich mir bewusst mehr "Lesefutter" mitgenommen, da eine lange Fahrt zur Familie und das Pfingstwochenende bevorstand.
Zwei sehr unterschiedliche Bücher nehmen eine jüdisch geprägte Perspektive ein.
Eine künstlerische und psychologische Reise ist das Buch "Das Cabaret der Erinnerungen" von Joachim Schnerf https://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Schnerf aus französischen im Jahr 2023.
Hier begeben sich drei Nachfahren von Überlebenden der Shoa auf eine Fantasiereise zu einer aus dem Konzentrationslager entkommenen. In seinen Verfremdungen erinnert mich das Buch an Jean Genet. Lesenswert und verstörend.
Eine ganz andere Auseinandersetzung betreibt Max Czollek https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Czollek in seinem Essay "Versöhnungstheater" ebenfalls aus diesem Jahr. Hier hält er der deutschen Mehrheitsgesellschaft den Spiegel vor. Er beschreibt den Weg der Verdrängung des Unsagbaren und Unerträglichen in den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts über die Konfrontation und Auseinandersetzung in den 60er und 70er Jahren hin zur Selbstentlastung der Deutschen in der Gegenwart. Ein ebenso wie das erste lesenwertes und verstörendes Buch, dass mit dem Thema der Shoa auch andere Fragen wie die Verfolgung der Sinti und Roma, aber auch Rassismus und queere Realitäten streift.
Leichtere Lektüre suchte ich in den Büchern "Reserucction Men" ( Tore der Finsternis ) aus dem Jahr 2002 und "A Question of Blood" ( Kinder des Todes ) aus 2003 von Ian Rankin https://de.wikipedia.org/wiki/Ian_Rankin aus seiner Reihe um Inspector Rebus. Die Reihe bietet gute Märchen für Erwachsene mit viel Spannung.
Zwischen Krimi und Liebesroman aber auch historischem Buch bewegt sich "Hidden Lives" ( Das Haus der Malerin ), geschrieben 2018 von Judith Lennox https://de.wikipedia.org/wiki/Judith_Lennox.
Die Erbschaft eines Hauses in den 70er Jahren führt zu der Entdeckung und Aufklärung eines Verbrechens im Jahr 1934. Gekonnt spielt die Autorin mit dem politischen, künstlerischen und sozialen Hintergrund jener Jahre und den daraus folgenden Entwicklungen bis heute. Ich werde mehr Bücher der Autorin suchen.
Eher eine Entäuschung für mich war "Reise durch Deutschland mit Clara" übersetzt und erschienen 2021 von Fernando Aramburu https://de.wikipedia.org/wiki/Fernando_Aramburu. Trotz des baskischen Autors ist der Humor eher deutsch und sehr alten Rollenbildern verhaftet. Ich weiß nicht, ob ich es zuende lese.
Ich bin jetzt schon gespannt auf neue Entdeckungen.
Diesmal hatte ich mir bewusst mehr "Lesefutter" mitgenommen, da eine lange Fahrt zur Familie und das Pfingstwochenende bevorstand.
Zwei sehr unterschiedliche Bücher nehmen eine jüdisch geprägte Perspektive ein.
Eine künstlerische und psychologische Reise ist das Buch "Das Cabaret der Erinnerungen" von Joachim Schnerf https://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Schnerf aus französischen im Jahr 2023.
Hier begeben sich drei Nachfahren von Überlebenden der Shoa auf eine Fantasiereise zu einer aus dem Konzentrationslager entkommenen. In seinen Verfremdungen erinnert mich das Buch an Jean Genet. Lesenswert und verstörend.
Eine ganz andere Auseinandersetzung betreibt Max Czollek https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Czollek in seinem Essay "Versöhnungstheater" ebenfalls aus diesem Jahr. Hier hält er der deutschen Mehrheitsgesellschaft den Spiegel vor. Er beschreibt den Weg der Verdrängung des Unsagbaren und Unerträglichen in den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts über die Konfrontation und Auseinandersetzung in den 60er und 70er Jahren hin zur Selbstentlastung der Deutschen in der Gegenwart. Ein ebenso wie das erste lesenwertes und verstörendes Buch, dass mit dem Thema der Shoa auch andere Fragen wie die Verfolgung der Sinti und Roma, aber auch Rassismus und queere Realitäten streift.
Leichtere Lektüre suchte ich in den Büchern "Reserucction Men" ( Tore der Finsternis ) aus dem Jahr 2002 und "A Question of Blood" ( Kinder des Todes ) aus 2003 von Ian Rankin https://de.wikipedia.org/wiki/Ian_Rankin aus seiner Reihe um Inspector Rebus. Die Reihe bietet gute Märchen für Erwachsene mit viel Spannung.
Zwischen Krimi und Liebesroman aber auch historischem Buch bewegt sich "Hidden Lives" ( Das Haus der Malerin ), geschrieben 2018 von Judith Lennox https://de.wikipedia.org/wiki/Judith_Lennox.
Die Erbschaft eines Hauses in den 70er Jahren führt zu der Entdeckung und Aufklärung eines Verbrechens im Jahr 1934. Gekonnt spielt die Autorin mit dem politischen, künstlerischen und sozialen Hintergrund jener Jahre und den daraus folgenden Entwicklungen bis heute. Ich werde mehr Bücher der Autorin suchen.
Eher eine Entäuschung für mich war "Reise durch Deutschland mit Clara" übersetzt und erschienen 2021 von Fernando Aramburu https://de.wikipedia.org/wiki/Fernando_Aramburu. Trotz des baskischen Autors ist der Humor eher deutsch und sehr alten Rollenbildern verhaftet. Ich weiß nicht, ob ich es zuende lese.
Ich bin jetzt schon gespannt auf neue Entdeckungen.
Marlene
Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
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Renée
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Re: Was lest Ihr so?
Moin,
vor einigen Wochen bin ich beim Stöbern im eShop auf das Buch "Ich bin viele" von Dennis E. Taylor gestoßen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Dennis_E._Taylor
Mittlerweile habe ich den dritten Band dieser Science Fiction-Reihe durch.
Um was geht es? Ein Softwareentwickler verkauft seine Firma und macht einen Vertrag zum einfrieren seiner sterblichen Überreste nach seinem Tod.
Um dann festzustellen, dass ganze tatsächlich geklappt hat. Nur nicht so wie er es sich vorgestellt hat.
Willkommen im Bobiverse
Schöne Pfingsten
vor einigen Wochen bin ich beim Stöbern im eShop auf das Buch "Ich bin viele" von Dennis E. Taylor gestoßen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Dennis_E._Taylor
Mittlerweile habe ich den dritten Band dieser Science Fiction-Reihe durch.
Um was geht es? Ein Softwareentwickler verkauft seine Firma und macht einen Vertrag zum einfrieren seiner sterblichen Überreste nach seinem Tod.
Um dann festzustellen, dass ganze tatsächlich geklappt hat. Nur nicht so wie er es sich vorgestellt hat.
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Liebe Grüße
Renée
Wenn jemand zu Dir sagt "Das geht nicht". Denk daran, es sind seine Grenzen, nicht Deine.
Renée
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Ulrike-Marisa
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Re: Was lest Ihr so?
Moin,
nach einem weiteren Krimi der Inspector Rebus Krimireihe: Die Seelen der Toten, der mit einem bescheidenen Sieg letztlich für John Rebus endet, ist heute der nächste Band der Reihe: Der kalte Hauch der Nacht, auch wieder ein dickes Brett mit 540 Seiten bei mir von der Fernleihe eingetroffen und wartet auf lesen...
Grüße, Ulrike-Marisa
nach einem weiteren Krimi der Inspector Rebus Krimireihe: Die Seelen der Toten, der mit einem bescheidenen Sieg letztlich für John Rebus endet, ist heute der nächste Band der Reihe: Der kalte Hauch der Nacht, auch wieder ein dickes Brett mit 540 Seiten bei mir von der Fernleihe eingetroffen und wartet auf lesen...
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Anne-Mette
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Re: Was lest Ihr so?
Moin,
von Morten Sabroe habe ich "OS" gelesen.
Gut 400 Seiten und recht spannend, allerdings nicht ganz überzeugend; denn es blieben einige Rätsel ungelöst.
von Morten Sabroe habe ich "OS" gelesen.
Gut 400 Seiten und recht spannend, allerdings nicht ganz überzeugend; denn es blieben einige Rätsel ungelöst.
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Anne-Mette
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Re: Was lest Ihr so?
Heute gab es nun diese Nachricht:
Forfatter og journalist Morten Sabroe er død mandag morgen.
Det skriver hans hustru, Do Windfeld Sabroe, på Facebook.
- Den sværeste tekst, jeg nogensinde har skrevet. Min elskede mand og bedste ven, journalist og forfatter, Morten Sabroe, døde fredfyldt tidligt i morges i vores hjem i Hundested, skriver hun.
Morten Sabroe blev 76 år.
Der Verfasser und Journalist Morgen Sabroe ist Montagmorgen gestorben.
Das schrieb seine Frau, Do Winfeld Sabroe auf Facebook
"Der schwerste Text, den ich jemals geschrieben habe. Mein geliebter Mann und bester Freund, Journalist und Verfasser, Morten Sabroe starb friedlich am heute Morgen in unserem Heim in Hundested!", schrieb sie.
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Momo58
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Re: Was lest Ihr so?
Ich habe das Buch "spare" von Harry Duke of Sussex gelesen. Für Menschen, die emotional drauf sind ist das Buch teilweise zu empfehlen. Das Kapitel mit den Kriegserfahrungen war mir zu langatmig, entsprach aber den Emotionen und der posttraumatischen Belastungsstörung des Verfassers. In vielen anderen Kapiteln konnte ich mich selbst erkennen, z.B. in familiären Konflikten, in der Naturliebe, in Liebesbeziehungen. Einfach, lesenswert, spannend.
Wir alle sind nur ein unbedeutendes Staubkorn im Universum
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Anne-Mette
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Re: Was lest Ihr so?
Agneta Pleijel:
Søster og bror
- en familiehistorie - roman
Es geht hauptsächlich um "Schwester und Bruder", wie der Titel zeigen will.
Erst auf den letzten Metern habe ich ziemlich viel gelernt. Fast hätte ich das Lesen aufgegeben; denn so richtig fesselnd fand ich die als Roman angekündigte Familienhistorie nicht.
Der Bruder ist taubstumm gewesen, war nach schwierigen Anfängen Maler - und hat sich später für taubstumme Menschen engagiert.
Eingeladen war er u.a. zu einem großen Kongress zum Thema, der in Paris stattfand.
Was ich nicht gewusst habe. die Gebärdensprache war einige Zeit verboten. Kinder mussten in der Schule auf ihren Händen sitzen, um nicht mit ihnen zu sprechen.
Taubstumme sollten untereinader keine Beziehungen eingehen und keine gemeinsamen Kinder haben; denn Wortführer gingen fälschlicherweise davon aus, das Risiko, sie würden taubstumme Kinder bekommen, würde über alle Maßen steigen.
Ach ja: in dem genannten Kongress in Paris waren fast nur Männer anwesend, was sich auch an der Ansprache zeigte. Nur einer der Wortführenden wandte sich mit "Damen und Herren" an das Publikum.
Der Kongess fannd im Sommer 1889 statt.
Einige Hintergründe: Geschichte der Gehörlosen (Wikipedia)
Søster og bror
- en familiehistorie - roman
Es geht hauptsächlich um "Schwester und Bruder", wie der Titel zeigen will.
Erst auf den letzten Metern habe ich ziemlich viel gelernt. Fast hätte ich das Lesen aufgegeben; denn so richtig fesselnd fand ich die als Roman angekündigte Familienhistorie nicht.
Der Bruder ist taubstumm gewesen, war nach schwierigen Anfängen Maler - und hat sich später für taubstumme Menschen engagiert.
Eingeladen war er u.a. zu einem großen Kongress zum Thema, der in Paris stattfand.
Was ich nicht gewusst habe. die Gebärdensprache war einige Zeit verboten. Kinder mussten in der Schule auf ihren Händen sitzen, um nicht mit ihnen zu sprechen.
Taubstumme sollten untereinader keine Beziehungen eingehen und keine gemeinsamen Kinder haben; denn Wortführer gingen fälschlicherweise davon aus, das Risiko, sie würden taubstumme Kinder bekommen, würde über alle Maßen steigen.
Ach ja: in dem genannten Kongress in Paris waren fast nur Männer anwesend, was sich auch an der Ansprache zeigte. Nur einer der Wortführenden wandte sich mit "Damen und Herren" an das Publikum.
Der Kongess fannd im Sommer 1889 statt.
Einige Hintergründe: Geschichte der Gehörlosen (Wikipedia)
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Christiane
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Re: Was lest Ihr so?
Gestern Nachmittag auf der Terrasse verschlungen:
Frankie von Jochen Gutsch.
Von einem Kater, der das Leben liebt und einem Menschen der nicht mehr leben will.
Sehr unterhaltsam und flüssig geschrieben, allerdings kam bei mir schon das eine oder andere Mal Tränenfluss ins Spiel.
Gewisse Parallelen sind ja leider vorhanden.
Allerdings werde ich jetzt keinen Stubentiger adoptieren.
(Mir reicht schon die Nachbarskatze, die dauernd versucht bei mir "einzusickern".)
Hat mir eine gute Freundin in die Hand gedrückt, evtl. mit Hintergedanken.
Ich kann es empfehlen, auch wenn hier Tiere schon sehr vermenschlicht werden.
LG
Christiane
Frankie von Jochen Gutsch.
Von einem Kater, der das Leben liebt und einem Menschen der nicht mehr leben will.
Sehr unterhaltsam und flüssig geschrieben, allerdings kam bei mir schon das eine oder andere Mal Tränenfluss ins Spiel.
Gewisse Parallelen sind ja leider vorhanden.
Allerdings werde ich jetzt keinen Stubentiger adoptieren.
(Mir reicht schon die Nachbarskatze, die dauernd versucht bei mir "einzusickern".)
Hat mir eine gute Freundin in die Hand gedrückt, evtl. mit Hintergedanken.
Ich kann es empfehlen, auch wenn hier Tiere schon sehr vermenschlicht werden.
LG
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"Pünktchen sind immer süß!"
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Marlene K.
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Re: Was lest Ihr so?
Im letzten Monat habe ich wieder interessantes entdeckt.
Gleich zwei deutsche Schriftstellerinnen habe ich im Buch "Alles ist seltsam in der Welt", ein Portrait der Dichterin Gertrude Kolmar https://de.wikipedia.org/wiki/Gertrud_Kolmar, von Ingeborg Gleichauf https://de.wikipedia.org/wiki/Ingeborg_Gleichauf aus dem Jahr 2023.
Gertrude Kolmar ist eine durch die Verfolgung durch die Nazis fast in Vergessenheit geratene deutsche Jüdin und Schriftstellerin. Für mich ist sie Mascha Kaleko und Else Lasker-Schüler auf einer Stufe zu sehen.
Mit unserem Leben hat "The Echo Chamber" im Jahr 2021 von John Boyne https://de.wikipedia.org/wiki/John_Boyne, dem Autor von "The Boy in the Striped Pyjamas", indirekt zu tun.
Der irische Autor setzt sich anhand der Familie eines Talkmasters der BBC mit den Untiefen der sozialen Netzwerke und den Schwierigfkeiten mit wertschätzender Sprache humorvoll auseinander.
Politrisch sicher nicht immer korrekt und trotzdem wertschätzend. Das Buch ist noch nicht auf Deutsch erschienen.
Ebenfalls mit meiner Welt in Verbindung ist die freie Neuerzählung der Geschichte Giraloma Savanerola https://de.wikipedia.org/wiki/Girolamo_Savonarola. Erzählt wird die Geschichte der Frauen einer Patrizierfamilie im Florenz der Medici, die sich mit Hilfe der Haut eines jungen Mannes in eben diese Rolle, der eines jungen Mannes, schlüpfen können.
Kurz vor ihrer Hochzeit entdeckt so die Schwester des hier Fra Angelo genannten Bußpredigers so, dass ihr Verlobter schwul ist, als dieser sich in sie als Mann verliebt. Ein schönes Rollenspiel von (Hubert) Boulard https://de.wikibrief.org/wiki/Hubert_Boulard und Frederic Leutelier alias Zanzim https://de.frwiki.wiki/wiki/Zanzim.
Gleich zwei deutsche Schriftstellerinnen habe ich im Buch "Alles ist seltsam in der Welt", ein Portrait der Dichterin Gertrude Kolmar https://de.wikipedia.org/wiki/Gertrud_Kolmar, von Ingeborg Gleichauf https://de.wikipedia.org/wiki/Ingeborg_Gleichauf aus dem Jahr 2023.
Gertrude Kolmar ist eine durch die Verfolgung durch die Nazis fast in Vergessenheit geratene deutsche Jüdin und Schriftstellerin. Für mich ist sie Mascha Kaleko und Else Lasker-Schüler auf einer Stufe zu sehen.
Mit unserem Leben hat "The Echo Chamber" im Jahr 2021 von John Boyne https://de.wikipedia.org/wiki/John_Boyne, dem Autor von "The Boy in the Striped Pyjamas", indirekt zu tun.
Der irische Autor setzt sich anhand der Familie eines Talkmasters der BBC mit den Untiefen der sozialen Netzwerke und den Schwierigfkeiten mit wertschätzender Sprache humorvoll auseinander.
Politrisch sicher nicht immer korrekt und trotzdem wertschätzend. Das Buch ist noch nicht auf Deutsch erschienen.
Ebenfalls mit meiner Welt in Verbindung ist die freie Neuerzählung der Geschichte Giraloma Savanerola https://de.wikipedia.org/wiki/Girolamo_Savonarola. Erzählt wird die Geschichte der Frauen einer Patrizierfamilie im Florenz der Medici, die sich mit Hilfe der Haut eines jungen Mannes in eben diese Rolle, der eines jungen Mannes, schlüpfen können.
Kurz vor ihrer Hochzeit entdeckt so die Schwester des hier Fra Angelo genannten Bußpredigers so, dass ihr Verlobter schwul ist, als dieser sich in sie als Mann verliebt. Ein schönes Rollenspiel von (Hubert) Boulard https://de.wikibrief.org/wiki/Hubert_Boulard und Frederic Leutelier alias Zanzim https://de.frwiki.wiki/wiki/Zanzim.
Marlene
Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
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Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
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Ulrike-Marisa
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Re: Was lest Ihr so?
Moin,
bin gerade mit einem alten Freund auf Campingurlaub am Plöner See. Da habe ich ein Buch mit, das meine Frau mir empfohlen hat :Die Akte Adenauer, von Ralf Langroth. Das BKA ist neu gegründet, ein Hauptkommissar ist 1953 ermordet worden und ein amerikanischer Geheimdienste mit deutschen Wurzeln soll Hintergrunde ermittelt kurz vor der Wahl zum 2. Deutschen Bundestag....
Grüße, Ulrike-Marisa
bin gerade mit einem alten Freund auf Campingurlaub am Plöner See. Da habe ich ein Buch mit, das meine Frau mir empfohlen hat :Die Akte Adenauer, von Ralf Langroth. Das BKA ist neu gegründet, ein Hauptkommissar ist 1953 ermordet worden und ein amerikanischer Geheimdienste mit deutschen Wurzeln soll Hintergrunde ermittelt kurz vor der Wahl zum 2. Deutschen Bundestag....
Grüße, Ulrike-Marisa
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Ulrike-Marisa
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Re: Was lest Ihr so?
Moin,
mittlerweile habe ich einen weiteren Band der Krimireihe um Inspector John Rebus zu Hand und schon die Hälfte der 640 Seiten geschafft. (Für mich immer schon eine Leistung, weil ich wegen Legasthenie nicht schnell lesen kann) So arbeite ich mich lesend Tag für Tag langsam Wort für Wort voran. Der derzeitige Band heißt Puppenspiel und handelt vom plötzlichen Verschwinden einer jungen Frau, die möglicherweise an einem misteriösen Internetspiel/Fragespiel/Rollenspiel teilgenommen hat. Detective Siobhan Clarke steigt in das Spiel ein... wieder spannende Handlungsstränge und packend geschrieben (finde ich).
Grüße, Ukrike-Marisa

mittlerweile habe ich einen weiteren Band der Krimireihe um Inspector John Rebus zu Hand und schon die Hälfte der 640 Seiten geschafft. (Für mich immer schon eine Leistung, weil ich wegen Legasthenie nicht schnell lesen kann) So arbeite ich mich lesend Tag für Tag langsam Wort für Wort voran. Der derzeitige Band heißt Puppenspiel und handelt vom plötzlichen Verschwinden einer jungen Frau, die möglicherweise an einem misteriösen Internetspiel/Fragespiel/Rollenspiel teilgenommen hat. Detective Siobhan Clarke steigt in das Spiel ein... wieder spannende Handlungsstränge und packend geschrieben (finde ich).
Grüße, Ukrike-Marisa
Zuletzt geändert von Ulrike-Marisa am Do 13. Jul 2023, 09:57, insgesamt 1-mal geändert.
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steffiSH
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Re: Was lest Ihr so?
Das da:
Monica Vaughan: KI
https://buecherweltcorniholmes.blogspot ... chaft.html
ich finde es ist sehr gut geschrieben.
Monica Vaughan: KI
https://buecherweltcorniholmes.blogspot ... chaft.html
ich finde es ist sehr gut geschrieben.
sum sum sum - no Latein
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Annette
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Re: Was lest Ihr so?
Guten Abend Anne-Mette
Ich bin nur neugierig...
Bist du Dänin, oder kannst du die Sprache weil du so nahe an der dänischen Grenze lebst?
Musst nicht antworten wenn du nicht möchtest.
Tak
Annette