Auf dem Lande!
Auf dem Lande! - # 6

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
Veronika
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Re: Auf dem Lande!

Post 76 im Thema

Beitrag von Veronika »

Liebe Magdalena,

Danke für das weiterschreiben. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil.

LG Veronika
Magdalena
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Re: Auf dem Lande!

Post 77 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,

ich bitte nochmals um Geduld. Bei mir passiert gerade soviel.
Einerseits bin ich noch damit beschäftigt nach dem Tod meiner Eltern das Finanzielle zu regeln.
Des weiteren habe ich jetzt den Weg der Transition begonnen. Und schlussendlich ist in der Zeit vor den Feiertagen reichlich Mehrarbeit zu leisten.

Viele liebe Grüße von Magdalena
Lebe jeden Tag.
Magdalena
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Re: Auf dem Lande!

Post 78 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo, n

nun fand ich in einer Ecke ein wenig Zeit. Zeit um an der Geschichte weiterzuschreiben.


Eine unruhige Nacht liegt hinter mir. Lag es an dem Sofa, oder ist es die Aufregung. Jedenfalls stehe ich als Erste auf. Gut , da kann ich mich in aller Ruhe im Bad zurecht machen. Gerade als ich mein Make-up auftrage, höre ich Schritte im Flur. Ich beeile mich. Denn schon öffnet sich die Badzimmertür. Und meine Mutter steht in ihrem Nachthemd in der Tür. "Ich bin fertig!" , sage ich schnell und verlasse das Bad. "Danke, mein Kind!", mit diesen Worten verschwindet meine Mutter im Bad. Im Wohnzimmer ziehe ich mich an. Es ist das Gleiche, was ich gestern an hatte. Meine anderen Sachen sind ja schon in dem Transporter. Das Bettzeug sollte ich liegen lassen. Jedenfalls war mir so, dass meine Mutter es gestern Abend sagte.

So beginne ich für uns den Frühstückstisch zu decken. Als bald darauf auch meine Mutter im Wohnzimmer erscheint. " Guten Morgen, Petra! Dein Vater scheint schlechte Laune zu haben." , sagt meine Mutter beim Betreten des Wohnzimmers. "Guten Morgen!" , kommt von mir zurück. "Wie meinst du?", frage ich. "Na er dreht sich im Bett herum und macht keine Anstalten aufzustehen. Dabei weiß er, was wir heute vorhaben!", antwortet meine Mutter, die mir in die Küche folgt. "Soll ich mal nach ihm schauen?" , frage ich. "Du kannst es probieren.", meint meine Mutter.

So gehe ich in das elterliche Schlafzimmer. Als ich die Türe öffne, kann ich sehen, wie sich mein Vater auf die andere Seite dreht. Ich stehe jetzt neben seinem Bett. Er liegt mit dem Rücken zu mir im Bett. " Guten Morgen Paps!" , sage ich. "Lass mich in Ruh!", höre ich ihn leise sagen. "Weißt Du nicht, was wir vorhaben!", dabei beuge ich mich so, dass ich ihm einen Kuss auf die Wange geben kann. Damit hat nicht rechnet. Schlagartig sind seine Augen geöffnet. Und eher er noch etwas sagen kann, füge ich hinzu, "Paps du musst dich heute gründlich rasieren! Was sollen sonst Rosemarie und Martina von dir denken." Noch grummelte er vor sich hin. Aber er bewegt sich. Wie ich wieder in das Wohnzimmer komme, höre ich das Schließen der Badzimmertür.

Es dauert bis wir endlich am Frühstückstisch sitzen. Mit meiner Mutter versuche ich die Stimmung meines Vaters zu verbessern. Was uns nur teilweise gelingt. Ich unterbreite den Vorschlag die Adresse des Bauernhofes schon jetzt in das mobile Navi einzugeben. Leider verfinsterte sich dabei die Mine meines Vater wieder. Denn auf der Route wurden Behinderungen angezeigt. "Kommt!" meinte meine Mutter, " Dann lasst und keine Zeit verlieren." Ich helfe meiner Mutter noch beim Abräumen des Tisches. Vor der Fahrt wollen wir alle noch einmal auf die Toilette.

Dann kann die Fahrt beginnen. An der Frontscheibe befestigt mein Vater das Navi. Zügig kommen wir aus der Stadt. Doch dann geht es nur recht langsam voran. Plötzlich erkenne ich Blaulicht." Auch das noch!", kommt von meinem Vater. Langsam kommt das Blaulicht immer näher. Dann winkt uns eine Polizistin an der Unfallstelle vorbei. Von meinem Platz im Auto konnte ich erkennen, dass ein Auto im Straßengraben liegt. Jetzt geht es wieder zügig voran. Bis, ja bis ein Schild eine Umleitung ankündigt. Mein Vater gestikuliert am Lenkrad. "Pass auf, was du machst!" , sagt meine Mutter laut, "Oder willst Du uns alle ins Grab bringen!". Mein Vater reißt sich zusammen. Er weiß , was es bedeutet, wenn meine Mutter laut wird.

So kommen wir langsam in den Spessart. Ich erkenne den Bahnhof wieder, zu dem mich Rosemarie gebracht hat. Nun ist es nicht mehr weit. Unser Auto biegt die Straße ein, mit der mein neuer Lebensweg begann. Wo ich mit dem Firmenauto liegen blieb. Die Straße ist inzwischen ausgebessert. So erreichen wir den Bauernhof.

Meine Mutter und ich steigen aus. Nur mein Vater macht keine Anstalten den Transporter zu verlassen. "Lass ihn doch!", meint meine Mutter. Sie blickt sich um. Da kommt Martina aus dem Haus und umarmt mich. "Schön Petra, dass du da bist." Hallo Martina, ich freue mich auch." Dann drehe ich mich zu meiner Mutter um, welche noch immer die Landschaft betrachtet. "Hier Martina, das ist meine Mutter!" Martina reicht meiner Mutter die Hand, "Herzlich Willkommen auf unserm Hof! Ich bin Martina." "Danke! Es ist so schön hier.", schwärmt meine Mutter. Noch immer sitzt mein Vater in dem Transporter. "Und da in dem Transporter ist mein Vater.", sage ich. "Petra , er traut sich wohl nicht auszusteigen?" , schaut mich Martina an. "Das haben wir gleich. sagt Martina und zwinkert uns beiden zu. Martina steht neben der Fahrertür. "Guten Tag, Herr Beetz! Die Fahrt war bestimmt anstrengend für sie. Kommen sie in unser bescheidenes Haus. Sie werden sicher etwas Ruhe haben wollen.", dann nimmt sie meinen Vater bei der Hand und führt in das Haus. Meine Mutter und ich folgen ihr.

Wir betreten das Wohnzimmer. Da ist auch Rosemarie. Meinen Vater hat sie schon empfangen. Nach der Begrüßung meiner Mutter umarmen wir uns freudig. Im Wohnzimmer ist der Tisch schon festlich gedeckt. "Ihr seid doch schon lange unterwegs." , meint Rosemarie." Wenn ich sie Herr Beetz bitte an den Tisch bitten darf." Und Martina tut das Gleiche mit meiner Mutter. Erst jetzt bemerkte ich, Martina und Rosemarie tragen festliche Kleider. Ich folgte nun auch an den Tisch. Die Mittagszeit ist längst überschritten. Während der Fahrt merken wir nicht, seit wann wir nichts mehr gegessen haben. Die Beiden tischen selber gebackenen Kuchen auf. Aus einer schönen Kanne duftet es nach frischen Kaffee.

"Was darf ich ihnen geben Herr Beetz? Das ist Apfelkuchen und hier haben wir noch Bauernkuchen oder soll es Pflaumenkuchen sein?" Ich weiß, mein Vater mag Pflaumenkuchen sehr. Ich muss es wohl erzählt haben. "Ein Stück Pflaumenkuchen!", sagt er knapp. "Bitte Herr Beetz, gerne!" , dabei lächelt Rosemarie meinen Vater an. Am Blick meiner Mutter sehe ich, wie sie sich amüsiert. Natürlich bekommt mein Vater auch als erster Kaffee eingeschenkt. Und bei einem Stück Pflaumenkuchen bleibt es auch nicht. Martina und Rosemarie machen eben alles, um bei meinem Vater die Stimmung zu verbessern. Nach dem Kaffeetrinken hole ich gemeinsam mit Martina meine Koffer und Taschen aus dem Transporter. Martina meint, "So wie du deinen Vater beschrieben hast, habe ich mir ein wahres Monster vorgestellt." Na ja, du hättest ihn die letzten Tage erleben sollen. Doch hier frisst er euch ja glatt aus der Hand.", staune ich. "Petra, ich sehe, du musst noch viel lernen, was den Umgang mit Männern betrifft."

Die Koffer und Taschen stelle ich in das Zimmer, was jetzt meine Heimat ist. Dann gehe ich hinunter ins Wohnzimmer. Rosemarie war inzwischen dabei meinen Eltern etwas über den Hof zu erzählen. Meinem Vater gab sie ein Gläschen Cognac, wie ich es deutete. In seinem Gesicht machte sich Zufriedenheit breit. Doch mit einmal schaute er auf seine Uhr. "Oh , wir müssen doch die Strecke wieder zurück!" , meinte er leicht angeheitert. Es lässt mich vermuten, dass er mehr als nur ein Gläschen getrunken hat. "In dem Zustand, ist es unmöglich heute noch zurückzufahren.", stellte ich fest. Von Rosemarie bekomme ich ein Zwinkern von der Seite. Aha! Es war Absicht von den Beiden. Ich nickte zurück. "Aber wo sollen meine Eltern jetzt hin?" , spielte ich jetzt das Spiel mit. "Wir haben schon ein Gästezimmer fertig!", meint Martina. Meine Mutter merkt jetzt auch, das alles geplant war, um meinen Vater zu beeindrucken. So sagt sie, "Nein heute noch einmal diese Fahrt verkrafte ich nicht." , dabei blickt sie zu meinem Vater, "Was meinst Du, sollen wir hierbleiben?" Mein Vater blickt auf sein Glas, "Von mir aus, hier gefällt's mir."

Wir sitzen zusammen. dann kommt Rosemarie auf mich zu. "Können wir euch kurz alleine lassen. Du weißt wir müssen noch unser Tiere versorgen." "Ja macht nur, ich komme schon mit meinen Eltern klar." Ich nutze die Zeit, um meinen Eltern zunächst mein neues Zimmer zu zeigen. Martina und Rosemarie haben sich sehr viel Mühe gegeben und auch Liebe hinein gesteckt. Es ist besser, als was ich zurückgelassen habe. Ausgiebig schaut sich vor allem meine Mutter alles an. Mein Vater möchte am liebsten zurück ins Wohnzimmer. Ich höre Schritte, Also sind Martina und Rosemarie zurück von ihren Tieren. Zeit zurück ins Wohnzimmer zu gehen.

Sie erwarten uns bereits. Ich bin jetzt lockerer, da mein Vater sich von Martina und Rosemarie hat um den Bart gehen lassen. So kannte ich meinen Vater in den letzten Tage nicht. Für das Abendessen haben die Beiden wieder aufgetafelt, was der Hof zu bieten hat. Am Abend findet eine rege Unterhaltung statt. Und es wurde Zeit zu Bett zu gehen. Martina und Rosemarie brachten meine Eltern auf ihr Zimmer. Ich holte mir aus einem der Koffer nur ein Nachthemd . Im Badezimmer finde ich alles, was ich fürs Erste brauche. Müde und zufrieden, wie der Tag gelaufen ist, schlafe ich ein.


Viele liebe Grüße von Magdalena
Lebe jeden Tag.
Lea Michele
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Re: Auf dem Lande!

Post 79 im Thema

Beitrag von Lea Michele »

Dankeschön Magdalena (dr)

Lea Michele (he) (ki) (he)
Auf dem Weg endlich so zu sein wie ich mich fühle❣️
Magdalena
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Re: Auf dem Lande!

Post 80 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,

ich möchte an meiner Geschichte weiterschreiben.

Sonntagmorgen, nach dem gestrigen Tag hatte ich einen tiefen Schlaf. Doch schon um sechs Uhr weckte mich der Sonnenschein durch mein geöffnetes Fenster. Im Haus ist es noch ruhig. Ich streife die Decke meines Bettes zurück. Zuerst gehe ich auf das Fenster zu. Im Gesicht spüre ich die Wärme der ersten Sonnenstrahlen des Tages. Tief atme ich die frische Morgenluft ein.

So, ab ins Bad und unter die Dusche. Danach stelle ich fest, ich bin am Vortag nicht mehr zum auspacken meiner Koffer und Taschen gekommen. Sie stehen alle noch fein aufgereiht in meinem Zimmer. Dann öffne ich den mir am nächsten stehenden Koffer. Ganz oben liegt ein bunter Sommerrock. Vorsichtige lege ich weitere Röcke zur Seite. Ein T-Shirt in rosé halte ich in der Hand. Es könnte ganz gut zu dem Sommerrock passen. Frische Wäsche ist auch in dem Koffer. Auf Make-up verzichte ich erst einmal. So gehe ich hinunter in das Wohnzimmer. Auf dem Gang kommt mir Rosemarie entgegen. "Guten Morgen!" , begrüßen wir uns gegenseitig. "Willst du mir beim Frühstück helfen?", fragt Rosemarie. "Gern!", antworte ich. "Petra, du kannst immer den Tisch decken. Ich hole von frische Eier von unseren Hühnern.", sagt Rosemarie. Ich mache mich jetzt in der Küche zu schaffen. Ich bin so in Gedanken, dass ich nicht bemerke, wie meine Eltern ins Wohnzimmer eintreten. "Guten Morgen, mein Kind!" , vernehme ich die Stimme meiner Mutter. Etwas gequält ringt sich meine Vater ein, "Morgen", ab. Ich drehe mich zu ihnen um "Guten Morgen!, sage ich. "Wie habt ihr geschlafen?", will ich wissen. Meine Mutter antwortet, "Dein Vater ist gestern wie ein Sack ins Bett gefallen. Er hat ja auch gestern kräftig was zu sich genommen." . Dabei fällt ein ernster Bick von meiner Mutter auf meinen Vater. Der schaut nur von der Seite zurück, um sich gleich auf einen der Stühle am Esstisch zu setzen. In dem Moment ist Rosemarie mit einem Korb frischer Eier zurück. Und auch Martina folgt ihr hinterher. Mit einem Lächeln begrüßen die Beiden meine Eltern. "Guten Morgen Herr und Frau Beetz, konnten sie bei uns gut schlafen?", erkundigt sich Martina. Wieder ergreift meine Mutter das Wort und wiederholt, was sie schon mir erzählte.

Rosemarie bereitet die Frühstückseier vor. Während ich den Kaffee ansetze und die Brötchen im Herd aufbacke. Martina holt noch Butter, Marmelade und Käse. so sitzen wir bald alle am Tisch. Rosemarie fragt, "Bleiben sie noch zum Mittag? Wir haben mit ihnen gerechnet." "Na ja," gibt mein Vater zu bedenken, "wir möchten nicht so spät zurückfahren." Meine Mutter blickt mich an, dann meinen Vater und meint, "Wenn es ihnen nichts ausmacht, bleiben wir noch zum Mittag." Mein Vater holt tief Luft. Da streichelt meine Mutter meinem Vater über den Kopf. Damit ist es abgemacht. Martina meint "Petra, so gegen zwölf werden wir essen. Du kannst ja in der Zeit Deinen Eltern unseren Hof zeigen."

Es ist noch frisch an diesem Tag , trotz der Sonne. So ziehen wir uns noch eine Jacke über. Mit meinen Eltern gehe ich zuerst zu dem Stall, in dem ich damals Zuflucht gesucht hatte. Da wo mich auch Rosemarie und Martina fanden. "Hier fing also alles an?", blickt mich mein Vater vorwurfsvoll an. "Nun sei nicht so griesgrämig?", schaut meine Mutter meinen Vater von der Seite an. "Es ist doch schön hier!", fügt meine Mutter an. Ich halte mich zurück. Ich kann mir vorstellen, was gerade in meinem Vater vorgeht. In seiner Buchte liegt der alte Eber und grunzt vor sich hin. Mein Vater betrachtet ihn. Man könnte denken sie sind sich einer Meinung. Wo bin ich hier gelandet, könnte es heißen.

auf die Weideflächen zu. Hier sind die Sauen mit ihren kleinen Ferkeln. "Das ist das Kapital auf diesem Hof.", berichte ich meinen Eltern. " Die Ferkel sollen nicht in der Enge eines Stalles aufwachsen. Später werden die Ferkel verkauft." "Aha, da spricht jetzt wohl die Bäuerin!" , klingt etwas erheitert mein Vater. "Nein, ich werde mich um das Haus kümmern. Wir möchten das Bauerngehöft für Gäste öffnen." , sage ich nicht ohne Stolz. Schnell vergeht die Zeit. Und pünktlich sind wir zurück bei Martina und Rosemarie.

Aus der Küche kommt uns schon ein verführerischer Duft entgegen. Der Tisch ist festlich gedeckt. Beide haben sich viel Mühe gegeben. Dann kommt der Braten auf den Tisch. Dazu Gemüse aus dem eigenen Garten frisch zubereitet. Auch die Klöße sind selbst gemacht. Beim Essen wird nicht gesprochen. Es ist eine besondere Stimmung im Raum. Keiner möchte diese Stimmung unterbrechen.

Und doch ist es mein Vater, der sich zurücklehnt, sich räuspert und sagt, "Danke, dass sie uns so gut aufgenommen haben. Es fällt mir noch immer schwer dies hier zu versehen. Doch möchte ich meinem Sohn, oder soll ich jetzt sagen Tochter, keine Steine in den Weg legen. Es ist ihre Entscheidung." Nach einer Pause, meine Mutter kommen Tränen über die Wangen gelaufen. Sagt sie, "Auch von mir Danke, doch nun wird es Zeit für die Rückfahrt." Martina und Rosemarie verabschieden sich von meinen Eltern im Haus. Ich begleite meine Eltern bis zu dem Transporter. Nacheinander nehmen wir uns in die Arme. Und sie sagen mir ganz leise. "Mach's gut." Dann steigen meine Eltern in den Transporter ein. Mein Vater startet den Motor. Das Fahrzeug setzt sich in Bewegung. Ich bleibe noch eine Weile wie angewurzelt stehen und schaue dem Fahrzeug hinterher. Als ich es nicht mehr sehen kann, gehe ich in das Haus zu Rosemarie und Martina.

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Re: Auf dem Lande!

Post 81 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,

ich möchte an der Geschichte weiterschreiben.


Beide erwarten mich bereits. "So, nun wird es ernst!" , meint Martina. "Petra, ab morgen beginnt dein Leben hier auf unserem Hof!", ergänzt Rosemarie. "Ja, ich bin bereit und freue mich darauf." , gebe ich stolz von mir. "Wir müssen aber noch einiges vorher organisieren.", sagt Martina. Ich sehe die Beiden an. Den Vertrag habe ich doch längst unterschrieben. Ratlos blicke ich die Beiden an. "Was ist denn noch zu organisieren?", frage ich. "Na zunächst musst du hier offiziell gemeldet werden.", führt Rosemarie aus. " Und da gibt es noch ein Problem." , ergänzt Martina. "Darum haben wir für heute Nachmittag noch Beate eingeladen. Du kannst Dich sicherlich noch an sie erinnern." "Ja. ich erinnere mich.", gebe ich zurück.

Und es dauert nicht mehr lange und Beate ist bei uns im Wohnzimmer. Es folgt eine herzliche Begrüßung. Und zu mir sagt Beate, "Es freut mich, dass du bei deiner Entscheidung geblieben bist." "Danke!", sage ich, "Ich möchte es wirklich." "Dann lasst uns anfangen.", meint Beate. "Petra, wir machen von Dir ein Foto." "Wozu?", frage ich. "Du brauchst einen Ausweis, einen Ergänzungsausweis." "Ergänzungs"¦.was?" , frage ich. "Na offiziell bist du noch keine Frau. Doch wenn du hier auf dem Hof als Frau leben und arbeiten möchtest. Musst du auch offiziell hier gemeldet sein. Das geht erst mal nur als Peter. " , schaut mich Beate an. "Es gibt aber eine Gesellschaft, welche einen Ergänzungsausweis ausstellt. Und mit dem kannst du dich ausweisen, dass du als Frau lebst. Bis du dann soweit bist, und ganz legal eine Frau bist." Mir schwirrt der Kopf. Doch ich lasse es mit mir geschehen. Beate holt ihre Kamera. Ich soll ganz natürlich wirken. Beate macht einige Fotos von mir. "Schau mal Petra, gar nicht so schlecht." , meint Beate in dem sie mir die Bilder auf dem Display der Kamera zeigt. "Martina, habt ihr Euren Rechner hochgefahren?", wendet sich Beate an Martina. "Ja er ist bereit." Beate holt die Speicherkarte aus ihrer Kamera. Nun laden beide die Bilder auf den Rechner."Petra, komm bitte zu mir." , sagt Beate mit ruhiger Stimme. Beate hat am Rechner Platz genommen. "Ich rufe jetzt die Seite der Gesellschaft auf. Hast du deinen Personalausweis hier?", fragt Beate. "Oh, den habe ich auf meinem Zimmer.", antworte ich. "Hole ihn bitte liebe Petra!", meint Beate. Wenige Minuten später bin ich mit meinem Ausweis wieder bei Beate. "Schau mal Petra. Soll ich dieses Bild für den Ausweis wählen?", fragt mich Beate und zeigt mir das Ergebnis. "Ja!", antworte ich kurz. "Dann gib mal bitte Deinen Ausweis ." Beate tippt alles in die vorgesehene Maske ein. Nach eine Weile sagt sie. "Schaut mal, so würde der Ausweis aussehen." Gemeinsam blicken wir auf den Monitor. Wir blicken uns an. Und ein einhelliges "Ja sieht gut aus.", kommt von uns. "Es ist nur noch eine Gebühr zu entrichten." , sagt Beate. "Können wir es online machen, oder wollt ihr eine Rechnung und dann zur Bank?", fragt sie." Bei Online bezahlen, ist der Ausweis in zwei Wochen da!", ergänzt sie. "Online !", meint Martina. "Aber ich muss mir doch hier noch ein Konto einrichten." , sage ich. "Ich übernehme die Ausgabe!", lächelt mich Rosemarie an, welche sich etwas im Hintergrund gehalten hat. Rosemarie gibt ihre Bankdaten ein. "Petra, und darf ich auf senden drücken? Es ist ja dein Ausweis.", schaut mich Beate an. "Ja, mach es.", sage ich. Dann kommt eine Bestätigungsmail an Rosemaries Postfach. Der Auftrag ist angenommen.

"Zwei Wochen sagst du, Beate." , fragt Martina. "Ja so in etwa.", antwortet Beate. "Das könnte passen.", meint Rosemarie. "Die Gemeindeverwaltung ist derzeit wegen Renovierungsarbeiten bis Ende des Monats geschlossen. Dann kann Petra hier ihren Wohnsitz anmelden.", führt Rosemarie fort.

Aber das ist es nicht alleine, weswegen Beate zu uns auf den Hof gekommen ist. "Liebe Petra, Rosemarie und Martina haben mich gebeten, für Dich einen Termin bei meiner Psychologin zu organisieren. Es war nicht einfach. Doch in einem Monat darfst du zu ihr kommen." Beate holt einen Umschlag aus ihrer Tasche. "Hier steht alles drin.", mit diesen Worten überreicht sie mir den Umschlag.

Dann meldet sich Martina, "Danke Beate, möchtest du noch zum Abendessen bleiben?" Automatisch blicken wie auf die große Uhr an der Wand im Wohnzimmer. Die Zeit ist sehr schnell vergangen. "Gut!", meint sie, "Ich habe heute nichts aufregendes mehr vor. Und wenn ihr mich einladet!". "Ist doch selbstverständlich." meint Rosemarie. "Petra, wenn du noch fragen hast, hier ist meine Telefonnummer." , Beate reicht mir ihre Visitenkarte. "Danke, ich werde darauf zurückkommen." sage ich lächelnd. Martina und Rosemarie haben sich in der Zeit in der Küche zu schaffen gemacht. Nach dem Abendessen verabschiedet sich Beate. Rosemarie und Martina müssen zu den Tieren. Langsam beginne ich mit meiner Arbeit auf dem Hof. Was zunächst nur das Aufräumen im Wohnzimmer und die Küche betrifft.

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Re: Auf dem Lande!

Post 82 im Thema

Beitrag von Swenja »

Sehr schön geschrieben, scheint ja noch spannend zu werden.
LG Swenja
Magdalena
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Re: Auf dem Lande!

Post 83 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,

mal wieder fand ich irgendwo etwas Zeit um an der Geschichte weiterzuschreiben.

Montagmorgen! Noch kommt es mir wie ein Traum vor. Gestern sind meine Eltern von dem Hof nach Hause gefahren. Nach meiner Morgentoilette ziehe ich mir einen einfachen Rock und ein Shirt an. Im Wohnzimmer ist noch Stille. Auch in der Küche ist von Martina und Rosemarie nichts zu vernehmen. So beginne ich für uns das Frühstück vorzubereiten. Ich finde alles was ich brauche. Im Backofen sind die Brötchen gleich fertig. Ich weiß noch, dass sie die Brötchen zum Aufbacken von dem Bäcker im Dorf bekommen. Die Kaffeemaschine schnurrt vor sich hin und verströmt den Duft von frischen Kaffee. Dann decke ich den Frühstückstisch. Als die Tür im Wohnzimmer aufgeht. Martina und Rosemarie stehen in Arbeitshosen und verschwitzten Shirts im Raum. "Gut Petra, dass du schon mit deiner Arbeit angefangen hast." , sagt Martina. "Einen Kaffee kann ich jetzt gut gebrauchen.", ergänzt Rosemarie. Ich wollte gerade fragen was los ist, da sind beide wieder verschwunden.

Dann mit einen sauberen Shirt und anderen Hosen setzen sie sich an den Tisch. "Guten Morgen Petra, entschuldige." , sagt Rosemarie, nach dem sie eine Schluck Kaffee getrunken hat. "Wir mussten den Tierarzt rufen.", sagt sie. "Eine der Sauen konnte nicht aufstehen.", erklärt Rosemarie. "Und was ist jetzt?", frage ich ahnungslos. "Für die Sau konnten wir nichts mehr tun. ", meint Martina. "Der Tierarzt hat alles veranlasst. Die Sau geht zum Schlachter." , sagt Rosemarie fast teilnahmslos.

Stille ist am Frühstück. So stellte ich mir meinen ersten Arbeitstag auf dem Bauernhof nicht vor. Von der Wurst nehme ich mir nichts. Mir will sie heute nicht schmecken. Nach dem Frühstück räume ich den Tisch ab. Martina kommt zu mir in die Küche um zu helfen. "Petra, ich merkte, wie gedrückt du auf die Sache mit der Saureagierst." "Ja ich gebe zu, meinen ersten Tag auf den Hof habe ich mir anders vorgestellt.", sehe ich Martina an. "Du weist aber, dass wir von den Tieren leben." "Aber ich muss mich erst daran gewöhnen.", hole ich tief Luft. "Glaube mir, daran gewöhnt man sich nie!", antwortete leise Martina. Ich sehe Martina an. "Wenn es dir nicht nahe geht, ist etwas verkehrt." , ergänzt Martina. "Wir geben alles, damit es unseren Tieren gut geht." Nach einer Pause fährt Martina fort, " Dazu gehört auch, dass die Tiere nicht leiden müssen. " "Und für die Sau war es das Beste, sie von einem Leid zu erlösen?", frage ich. "Ja!", antwortet Martina.

Irgendwie muss ich dabei an meinen Großvater denken. Er war eines Tages ans Bett fesselt und auf die Hilfe meiner Mutter angewiesen. Jeder Tag für ihn war eine Qual. Einmal erzählte er mir, "Peter ich bin froh wenn alles vorbei ist. Ich fall euch doch nur zur Last." Und ich weinte an seinem Bett. Ein Jahr später war es soweit. Er ist eingeschlafen, erzählten mir meine Eltern. Damals verstand ich es nicht. Schlief ich nicht jeden Abend in meinem Bett ein. Nur mein Großvater erwachte aus seinem Schlaf nicht mehr.

Martina reißt mich aus meinen Gedanken. "So Petra, Rosemarie ist gleich soweit. Wir möchten nun Dich offiziell in unsere Gemeinschaft aufnehmen." Rosemarie kommt mit mehreren Ordnern in das Wohnzimmer. Martina verlässt uns, da sie noch bei den Tieren arbeiten muss. "Petra, komm bitte zu mir an den Tisch." sagt Rosemarie. Sie öffnet den ersten Ordner. Nach dem ich neben ihr meinen Platz eingenommen habe, beginnt Rosemarie mir meine Aufgaben auf dem Hof zu erklären.

"liebe Petra, Martina und ich werden uns verstärkt um die Haltung unsere Tiere kümmern. Deine Aufgabe ist es den Haushalt am Laufen zu halten. Später kommt noch die Betreuung unser Gäste hinzu." Rosemarie überreicht mir den Ordner. "Ich werde dich am Anfang unterstützen.", fügt Rosemarie hinzu." Deine Lektüre für einsame Stunden." meint Rosemarie mit einem Lächeln. "Hier findest du viel zur Geschichte unseres Hofes." Den anderen Order, der noch auf dem Tisch liegt, hat mit dem geplanten Vorhaben, Gäste aufzunehmen, zu tun.

"Damit wir Gäste aufnehmen können, liebe Petra, sind noch einige Umbauten auf dem Hof nötig.", erklärt mir Rosemarie. "Hier sind in dem Order sind die Pläne dazu." Ich sehe mir die Zeichnung in dem Ordner an. Grundrisse, Modele von Zimmereinrichtungen , Angebote finde ich darin. "Und wo soll alles entstehen?", frage ich. "Na hier!", antwortet Rosemarie. Ungläubig sehe ich sie an. "Wir planen einen Anbau, wo die Gäste untergebracht sind. Neben der Küche soll eine Gemeinschaftsraum entstehen.", Rosemarie blättert in dem Ordner. "Hier, schau dir die Zeichnung an." Zeichnungen lesen gehörte zu meiner bisherigen Arbeit. "Sieht ganz gut aus. ", antworte ich. "Und wann soll es beginnen, die Bauarbeiten?", sehe ich Rosemarie ins Gesicht. "Nächste Woche.", sagt Rosemarie, "Und du, Petra sollst die Arbeiter versorgen." Ich muss es erst mal verdauen. "Was hättet ihr gemacht, wenn ich nicht zugesagt hätte?" , blicke ich Rosemarie an. "Ich weiß es nicht. Doch wir sind uns sichergewesen. Du bist die richtige für uns.", jetzt wirkt Rosemarie nicht mehr so sicher in ihrer Stimme. "Dann lass uns mal anfangen." , und reiche Rosemarie die Hand.

Nun holt sie noch einen weiteren Ordner hervor. "Hier haben wir die Geheimisse unserer Küche." , mit diesen Worten übergibt sie mir den Ordner. Ich schlage den Deckel des Ordners zurück. Es handelt sich um Rezepte. Kochrezepte und auch für Kuchen und Torten, wie ich es auf den ersten Blick übersehe. "Es sind alte Familienrezepte." , betont Rosemarie. Ich blicke sie an. "Sie werden nur an Familienmitglieder weitergegeben.", führt Rosemarie aus. "Aber.", will ich gerade einwenden. "Petra, du gehörst jetzt auf diesen Hof, und bist damit ein Teil unserer Familie." Damit ist es geklärt. Nochmal umarme ich Rosemarie.


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Tina1995
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Re: Auf dem Lande!

Post 84 im Thema

Beitrag von Tina1995 »

Sehr schöne Geschichte, hoffe das du bald wieder Zeit hast an deiner Geschichte weiter zu schreiben.
Grüße Tina
Magdalena
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Re: Auf dem Lande!

Post 85 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,

ich muss um Geduld bitten. Heute war ich unter anderem zur Darmspiegelung. Und auf der Arbeit ist gerade die Hölle los. Ich habe noch alten Urlaub. Nur steht in den Sternen, wann ich den Urlaub nehmen kann.

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Re: Auf dem Lande!

Post 86 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,

es ist nun einen Monat her, seit ich den letzten Teil geschrieben habe. Doch ich möchte jetzt wieder weiterschreiben.

Die nächsten Tage arbeite ich mich auf dem Hof ein. Rosemarie und Martina zeigen mir alles was meine Aufgaben auf dem Hof sind. Es ist nicht nur, das Essen und das Sauber halten der Wohnbereiche zu meinen Aufgaben zählt. Auch alle Einkäufe soll ich erledigen.

So nimmt mich Rosemarie in dieser Zeit an die Hand. Wir fahren zum Metzger, der auch die Verarbeitung unserer Schlachttiere übernimmt. Rosemarie stellt mich hier als die neue Wirtschafterin auf dem Hof vor. "Das ist Petra, sie wird bei uns auf dem Hof arbeiten und wohnen." , erklärt Rosemarie dem Mann. Er stellt sich als Robert Schnecke vor. Er ist der Inhaber der Metzgerei und ein sehr kräftig gebauter Mann. "Guten Tag, Petra. Ich bin Robert Schnecke." er reicht mir die Hand, welcher er sich gerade abgewaschen hat. Der Händedruck ist hart. "Guten Tag, ich bin Petra Beetz.", sage ich, mein Hand noch immer in dem Schraubstock von einer Hand des Metzgers. Er führt das Gespräch jetzt fort, "Wenn wir jetzt zusammenarbeiten, bei uns ist es üblich sich beim Vornamen zu nennen." Dabei huscht ein freundliches Lächeln über sein Gesicht. "Gern, ich bin die Petra." , gebe ich meinerseits mit einem Lächeln zurück. Rosemarie und Robert kommen zum Geschäftlichen. Das wir in Zukunft also auch zu meinen Aufgaben gehören. Aufmerksam verfolge ich alles. Und mich überkommen erste Zweifel, wie kann ich es hinbekommen. Rosemarie hat alles besprochen. Und wir verabschieden uns. "Ich freue mich bald sie wiederzusehen, Petra !" , sagt der Metzger. "Ja, ich freue mich auch!", antworte ich zurück.

Und so folgen nach und nach weiter Betriebe, mit denen der Hof zusammenarbeitet. Wieder auf dem Hof erklärt mir Rosemarie, wie die Geschäftsvorgänge gebucht werden. Dann sagt Rosemarie, "Einmal im Monat geht alles zum Steuerberater." Noch eine Aufgabe für mich, ich hole erst mal tief Luft. "Keine Angst, liebe Petra. Es bleibt Martinas Aufgabe die Unterlagen beim Steuerberater einzureichen." "Danke, ich dachte schon, da muss ich auch noch hin." "Nein, da ist auch noch die Tierhaltung. Und damit hast du nicht zu tun."

Erleichterung. Und doch muss ich mich feststellen, die Arbeit auf dem Hof ist mehr als ich vermutete. Immer Nachmitttags kommt der Postbote, ein junger Mann und recht attraktiv. Komisch, ich finde jetzt Männer attraktiv? Dann hat er einen Brief für frau Petra Beetz mitgebracht. Ich wundere mich. Wer schreibt mir hier einen Brief. Meine Mutter ruft aller drei Tage an. Der Brief ist von einer Gesellschaft die sich für Menschen wie mich einsetzt. Jetzt erinnere ich mich. In dem Brief ist ein Ausweis, der mir bescheinigt, dass ich den Weg zur Frau einschlage.

Am Abend hole ich den Brief. Ich zeige Martina und Rosemarie den Ausweis. Martina Meint, "Da wird es Zeit, das wir Dich auf der Gemeinde anmelden!" Rosemarie meint, "Ich Könnte Petra morgen mitnehmen. Ich muss noch wegen der Bauarbeiten und den Genehmigungen ins Amt." Und wie fast jeden Abend besprechen wir alles, was in den nächsten Tagen auf dem Hof ansteht. In der nächsten Woche kommen die ersten Bauarbeiter. Zu meinen Aufgaben gehört es die Bauarbeiter zu versorgen. Da in den nächsten Tagen mit warmen Temperaturen zu rechnen ist, werden noch Wasser, Säfte und so weiter benötigt. Martina und Petra teilen mir auch mit, dass es abgesprochen ist, den Arbeitern ein Mittagessen zuzubereiten.

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Re: Auf dem Lande!

Post 87 im Thema

Beitrag von Lotte »

Hallo Magdalena.

Und wieder schreibst du eine Fortsetzung, die immer wieder Fragen aufwirft wie: Wie geht es weiter? !Du schreibst eine wunderbare Geschichte.
Danke schön. Jeden Tag schaue ich nach, ob Du weiter geschrieben hast.

Liebe Grüsse
lotte
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(Godfried Bomans)
Magdalena
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Re: Auf dem Lande!

Post 88 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,

das Wetter lädt heute nicht zu einem Spaziergang ein. Da schrieb ich an der Geschichte weiter.

Inzwischen habe ich mich eingelebt auf dem Bauernhof. Heute fahre ich mit Rosemarie nach dem Frühstück auf die Gemeinde. Eine gute Gelegenheit mein Sommerkleid aus dem Schrank zu holen. Froh gelaunt bereite ich unser Frühstück zu. Die Hühner waren so nett mir die schönsten Eier zu legen. Oder bilde ich es mir nur ein? In Martinas und Rosemaries Blicken , als sie mich so froh gelaunt in der Küche hantieren sehen, war großes Staunen anzumerken. "Haben wir etwas verpasst?", kommt gleich die Frage von Martina. "Na heute werde ich offiziell meinen Wohnsitz hier anmelden. Das ist für mich ein besonderer Tag." "Ach ja, stimmt!", meint Martina. Und Rosemarie nickt nur dazu, "Darum hast du dich so herausgeputzt."

Nach dem Frühstück übernimmt für mich Martina die Küchenarbeit. Sie kann sich aber nicht den Satz verkneifen, "Ich möchte nicht, das du dein schönes Kleid beschmutzt." Ich gehe nochmal auf mein Zimmer. Ich packe alle Unterlagen in eine Tasche. Stolz halte ich den Ergänzungsausweis in den Händen. Dann schnappe ich mir noch meine Handtasche. Da höre ich auch schon Rosemarie rufen, "Petra, wo bleibst du?" Ich ziehe mir nur noch die Pumps an, es ist ein Geschenk von meiner Mutter. Sie war noch lange mit mir schoppen gewesen, bevor ich hierher auf den Bauernhof zog. Ein letzter Blick in den Spiegel, dann gehe ich aus dem Haus. Rosemarie wartet schon im Auto. "Petra, möchtest du eine Modenschau machen. Wir fahren nur aufs Gemeindeamt." "Soll ich mich wieder umziehen?" "Nein, nun sei nicht so empfindlich!" , meint Rosemarie, als sie das Auto startet und wir langsam den Hof verlassen. "Da werden dir die Blicke heute sicher sein!", ergänzt Rosemarie. "Wieso?", frage ich zurück. "Hier leben vor allem Bauern. Da geht man meist nur Sonntags fein herausgeputzt zur Kirche."

Nach zehn Minuten hält Rosemarie das Auto vor einem alten Fachwerkhaus. "Gemeindeamt" steht in goldenen Buchstaben an der Fassade. Hinter uns hält ein großer Traktor. Ein junger Mann mit freiem Oberkörper und stark behaarter Brust steigt aus dem Traktor aus. "Na, Rosie wen hast Du uns denn hier mitgebracht?" , brummt der Mann. "Das Mädel ist nichts für dich Toni, lass es lieber!" , kontert Rosemarie. Wir gehen in das Haus hinein. Der junge Mann, Toni, hat seinen Traktor wieder in Bewegung gesetzt. "Petra, verstehst Du jetzt, was ich vorhin meinte." Ich blicke Rosemarie ins Gesicht und nicke ihr zu. "Übrigens Toni ist einer, der jedem Rock hinterher rennt." Jetzt stehen wir vor einer Türe. Bürgerbüro, steht auf dem Schild daneben. Wir treten ein. An einem Schreibtisch sitzt eine Frau in den mittleren Jahren. Sie blickt zu uns auf, als Rosemarie und ich den Raum betreten. "Hallo Rosemarie , was gibt es neues bei euch auf dem Hof?" fragt die Frau. "Hallo Waltraut, darf ich vorstellen. Das ist Petra. Sie wird bei uns auf dem Hof arbeiten und wohnen." Waltraut dreht sich zu mir um. "Guten Tag! ich darf doch sicher auch Petra zu ihnen sagen!" letzteres war eher keine Frage, sondern eine Festlegung. "Guten Tag, ja!", sage ich nur.

Rosemarie ergreift jetzt wieder das Wort. "Wir sind hier um Petra offiziell anzumelden. Und es gibt da ein Problem." "Welches Problem soll den die hübsche Frau haben?" , schaut mich Waltraut an. Aus meiner Handtasche hole ich meinen neuen Ergänzungsausweis. Rosemarie übergibt den Ausweis Waltraut. "Was ist das für ein Ausweis?", schaut sie mich an. "Du kennst doch Beate.", sagt Rosemarie. "Die Beate die mal"¦"¦" , dabei dreht sie sich zu Rosemarie um. "Genau die Beate!", sagt Rosemarie. Dann ergänzt Rosemarie, " Und Petra ist wie Beate, nur noch nicht soweit wie Beate." Waltraut schaut mich an . "Kommen sie junge Frau. Ich muss sie aber darauf aufmerksam machen, dass ich sie noch nicht mit ihrem weiblichen Namen anmelden kann." So hole ich jetzt meinen richtigen Personalausweis aus meiner Handtasche und überreiche ihn Waltraut. Sie schaut auf meinen Ausweis. Dann lächelt sie, "Petra, Peter, es fällt ja fast gar nicht auf." Sorgfältig trägt Waltraut alle Daten in den Computer ein. Dann fragt sie, "Wenn sie von der Gemeinde angeschrieben werden müssen, kann ich eintragen , das sie als Frau Petra Beetz angesprochen werden wollen. Alle anderen Dokumente laufen weiterhin auf Peter Beetz." Ja, das wäre nett!", antworte ich.

Waltraut bereitet jetzt die Anmeldeformulare vor zum Unterschreiben. "So nun sind sie Bürgerin unserer Gemeinde. So wie sie aussehen, werden die Männer Schlange stehen." , ergänzt sie. "Passen sie auf sich auf." Den übelsten hat sie vorhin schon kennen gelernt." , meint Rosemarie . "Toni hielt mit seinem Traktor hinter uns." "Oh der Toni! Bei dem müssen sie aufpassen, Petra." "Übrigens Petra wird sich später um unserer Feriengäste kümmern." , erklärt Rosemarie. "Na da werden wir uns noch öfters sehen." meint Waltraut und erklärt, "Die Gäste bekommen eine Gästekarte mit der sie einige Vergünstigungen erkalten. Nur ist eine Kurtaxe zu entrichten. Und die Abrechnung erfolgt bei mir." Wir verabschieden uns. Die Anmeldebestätigung von Waltraut verstaue ich in meiner Tasche. Dann sitzen wir im Auto. Wir benötigen noch Getränke.


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Re: Auf dem Lande!

Post 89 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,

auch wenn meine Zeit gerade knapp ist, so will ich versuchen die Geschichte weiterzuschreiben.

Der Getränkehändler befindet sich in einem Gewebegebiet am Rande er nächsten Stadt. Rosemarie bittet mich zu fahren. Es soll auch später zu meinen Aufgaben gehören. Bald haben wir das Gewerbegebiet erreicht. Und mich umschleicht ein merkwürdiges Gefühl, hier schon einmal gewesen zu ein. Nur sah es anders aus. Es war als ich meine Heimfahrt auf der Autobahn nicht fortsetzen konnte. Es regnete. Heute ist richtiges Bilderbuchwetter. Blauer Himmel und nur wenige Wolken ziehen langsam vorbei. "Was ist mit dir , Petra?", höre ich Rosemarie mich rufen. Sie hat sich schon einen der Einkaufswagen geholt, während ich noch meinen Gedanken nachhänge.

"Ich komme ja schon!", rufe ich Rosemarie zu, als ich die Tür des Autos verschließe. Rosemarie wartet am Eingang zu dem Getränkehandel auf mich. "Hier dürfen nur Gewerbekunden einkaufen." , erklärt mir Rosemarie. Ich sehe Rosemarie ratlos an. "Warum sind wir dann hier?" , frage ich ungläubig. "Unser Bauernhof ist ein Gewerbebetrieb.", ergänzt Rosemarie. "Dafür haben wir eine Kundenkarte, welche uns berechtigt hier einzukaufen." " Aha!", staune ich. Rosemarie ist schon durch die Eingangstüre des Marktes getreten. Ich folge hinterher. Rosemarie führt mich zu einem Servicepoint. "Ich werde Dich hier anmelden, Petra." , Rosemarie holt aus ihrer Tasche eine Kundenkarte. Am Servicepoint empfängt uns ein Mann . "Guten Tag die Damen! Wie kann ich ihnen helfen?" ,spricht und der Mann an. Es muss Herr Müller sein. Jedenfalls steht es auf dem Namensschild seiner Arbeitsjacke. Rosemarie antwortet Herrn Müller. "Ich möchte für meine Mitarbeiterin eine Kundenkarte beantragen. Sie wird dann für unsern Hof die Einkäufe übernehmen." Rosemarie reicht ihre Kundenkarte dem Mann entgegen. "Sie möchten aber ihre Karte behalten?", fragt Herr Müller Rosemarie. "Ja!", gibt Rosemarie zurück. "dann beantragen wir eine weiter Karte. Auf welchen Namen soll die Karte ausgestellt werden?" , wendet sich der Mann jetzt an mich. "Petra Beetz!", sage ich nur. "Gut, da bekomme ich von ihnen beiden nur noch eine Unterschrift." Er reicht uns ein neumodisches Tablett entgegen. Hier soll erst Rosemarie und dann ich unterschreiben. Nach dem wir das Tablett zurückgeben sagt Herr Müller, "In etwa zwei Wochen käme meine Karte mit der Post." Dann wünscht er uns noch einen schönen Einkauf.

Wir laden unseren Einkaufswagen mit verschieden Säften und mit Mineralwasser voll. Dann sind wir an der Kasse. Die Kassiererin fragt nach, "Haben sie eine Kundenkarte?" Rosemarie holt ihre Karte aus der Tasche. Die Dame liest die Karte ein. Dann werden unser Einkäufe erfasst. Dann verlassen wir den Markt. Staunend frage ich Rosemarie, "Müssen wir nicht bezahlen?" "Ja, müssen wir." , lächelt Rosemarie. "Hier dürfen nur Gewerbekunden einkaufen. In der Menge ist der Preis günstiger als im Supermarkt. Wir bekommen zum Ende des Monats eine Abrechnung. Und der Betrag wird von unserm Geschäftskonto abgebucht." Während Rosemarie es mir erklärt laden wir unseren Einkauf in das Auto. Im Auto halb ernst, halb belustigt, sagt Rosemarie zu mir, " Die Kundenkarte ist richtig Geld wert. Wir vertrauen dir Petra. Da du hier bald eine eigene Kundenkarte auf deinen Namen bekommst."

Nun fahren wir zurück auf den Hof. Martina kommt uns schon entgegen, als ich das Auto abstelle. "Wo bleibt ich denn?", sagt Martina und stützt ihre Arme in die Hüfte. Dabei lacht sie uns an. "Waltraut rief an, als ihr schon das Amt verlassen hattet." " Was wollte sie?", fragt Rosemarie. " Du weißt doch, Waltraut sucht doch immer noch als Leiterin des Heimatfrauenvereins junge Mädchen und Frauen für die Tanzgruppe?" "Ja weiß ich, doch ich habe es ihr schon gesagt. Ich habe mit dem Hof genug zu tun." Martina dreht sich nah zu Rosemarie und flüstert ihr ins Ohr, "Sie dachte auch nicht an Dich!" Beide blicken zu Petra hinüber. "Im Ernst!", meint Rosemarie. "Du kennst Waltraut, sie wird nicht locker lassen." "Sagte Waltraut noch etwas am Telefon?", möchte Rosemarie wissen. "Ja, angeblich fehlt eine Unterschrift. Und sie wolle heute Abend vorbeikommen. Da bräuchte Petra nicht noch einmal ins Amt." "Ich denke eher, es ist ihre Neugier, weshalb sie zu uns auf den Hof kommen möchte!", bestätigt Rosemarie. "Ich merkte es schon in der Amtsstube.", merkt Rosemarie noch an. "Warum wir Peter als Petra bei uns aufnehmen, wird ihr keine Ruhe lassen."

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Re: Auf dem Lande!

Post 90 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,

das Wetter heute lud nicht wirklich nach draußen ein. Eine Gelegenheit die Geschichte weiterzuschreiben.

Einige Tage später stehen die ersten Bauarbeiter auf unserem Hof. Sie beginnen mit den geplanten Umbauten. Die Männer kommen am Morgen um sieben Uhr. Da habe ich schon eine Kanne mit starken Kaffee vorbereitet. Auch ein paar belegte Brote lege ich auf den Tisch vor unserem Haus. Es ist ganz praktisch. So bringen sie nicht den ganzen Baustaub mit ins Haus. Und ich muss weniger im Haus mit Reinigungsarbeiten verbringen. Mit deftigen Worten, wie es unter Bauarbeitern wohl üblich ist, unterhalten sie sich. Doch wenn ich mit der Kanne Kaffee komme, bekommen ihre Worte kultivierter über ihre Lippen. Vom Küchenfenster aus kann ich ihre Unterhaltung mitbekommen. Und ich muss schlucken, was sie da so über Frauen sagen. Was würden sie wohl sagen, wenn sie wüssten, wer ich eigentlich bin.

Immer am Mittwoch kommt Der Chef der Baufirma zu uns. Martina und Rosemarie sind dann immer mit im Haus. Der Bauunternehmer ist ein raubeiniger Mann, er hat den Ruf ein harter Hund zu sein. Aber seine Firma arbeitet sehr zuverlässig. Herr Lehmann betritt mit grimmiger Miene unser Wohnzimmer, welches wir für die Baubesprechung nutzen. Rosemarie und Martina kommen gerade von den Stallungen zurück. "Morgen!", sagt Herr Lehmann kurz. "Guten Morgen Herr Lehmann, sie sehen so betrübt aus!" , antwortet Martina. "Es gibt Schwierigkeiten mit dem Holz.", sagt Herr Lehmann. "Aber sie sagten doch letzte Woche, die Lieferung sei unterwegs." "Ja, das ist sie auch.", und Herr Lehmann macht eine Pause. Er schaut in unsere Gesichter. "Es ist der Preis, meine Damen!" Wieder schaut er uns an. "Wie darf ich das verstehen?", fragt Rosemarie. "Nun ja! Ein Drittel mehr kostet es inzwischen." Herr Lehmann holt einen Beleg aus seiner Tasche. "Und es ist noch nicht abzusehen, wie die Entwicklung weitergeht.", ergänzt er noch. Martina, Rosemarie und ich wir sehen uns an. Diese Lieferung ist in etwa die Hälfte von dem was der Plan vorsieht. Wir benötigen noch einmal so viel für den Innenausbau. Rosemarie ergreift wieder das Wort, "Herr Lehmann, was können sie uns vorschlagen!" Der Angesprochene räuspert sich. Dann holt Herr Lehmann tief Luft, "Jetzt alles an Holz ordern, bevor die Preise noch weiter steigen. Ich habe hier schon etwas vorbereitet. Wenn die Damen schauen möchten." Er reicht uns eine Bestellung. Rosemarie schaut sie sich als Erste an. Dann reicht sie es an Martina weiter. Ich halte die Bestellung als letzte in den Händen. Ich sehe mir die Bestellung nochmal an. "Herr Lehmann, sie haben doch die Bestellung schon ausgelöst, oder.", schreie ich mehr, als dass ich spreche. Martina und Rosemarie zucken kurz zusammen. Dann ergreift Herr Lehmann wieder das Wort. "Ja ich habe die Bestellung schon ausgelöst. Morgen könnte sich schon der Preis verändern, nach oben natürlich." Schweigend sehen wir uns an. "Ich werde das Holz auch wo anders reißend los, wenn sie nicht möchten.", sagt Herr Lehmann. "Nur bedenken sie, dann kommt hier alles zum Stehen. Und ich müsste meine Arbeiter abziehen." "Einen Moment!", findet Martina als Erste ihre Stimme wieder. "Dürfen wir uns kurz beraten." Herr Lehmann nickt, "Gut!"

Mit Martina und Rosemarie gehe ich in die Küche. "Was meint ihr?", frage ich. "Ich kann auf meinen Lohn verzichten. Ihr habt so große Hoffnung in die Gäste auf unserem Hof gesetzt." Und ich denke auch, was wird aus mir. Denn ich bin ja extra zur Betreuung der Gäste auf den Hof gekommen. Auch möchte ich den jetzt eingeschlagen Weg weitergehen. Nächste Woche kann ich zu dem Psychologen, welchen mir Beate empfohlen hat. "Nein, Petra, du sollst nicht verzichten müssen.", sagt Rosemarie. "Wir müssen aber sehen wo wir an anderer Stelle einsparen können.", ergänzt Rosemarie. "Gut, wir sind uns einig.", sagt Martina. "Wo wir Einsparungen vornehmen können, beraten wir am Abend und in den nächsten Tagen."

So gehen wir wieder zurück in das Wohnzimmer und zu Herrn Lehmann. Herr Lehmann hat ein zufriedenes Lächeln im Gesicht. Er scheint sich seiner Sache sicher zu sein. Rosemarie, welche auch die Verträge unterschrieben hat, sagt, "Herr Lehmann, es ist wie es ist. Leider." Jetzt macht Rosemarie eine Pause. Und Herrn Lehmanns Mine wird ernster. Bei steigenden Baustoffkosten fallen neue Aufträge nicht gerade vom Himmel. Rosemarie blickt zu Martina und mir herüber, ehe sie weiter sprechen möchte. Doch Herr Lehmann sagt, "Meine Damen, ich hoffe sie haben bedacht, was ich einwendete." Gerade will er die Bestellung wieder in seiner Tasche verschwinden lassen. "Herr Lehmann.", führt Rosemarie jetzt aus, " Es ist uns nicht leicht gefallen. Doch wir werden auf ihr Angebot eingehen und das Holz zu diesem Preis nehmen. Aber nur zu diesem Preis, dass wir uns verstehen." Herrn Lehmanns Miene wird wieder freundlicher, "Selbstverständlich meine Damen!" Dann legt er die Bestellung zurück auf den Tisch. "Wir müssen jetzt mal sehen, wo wir an andere Stelle etwas einsparen können, Herr Lehmann. Sie können uns bis nächste Woche sicher ein paar Vorschläge machen.", schlägt Rosemarie noch vor. Leicht grummelnd antwortet Herr Lehmann, "Ich sehe was sich machen lässt." "Gut , dann sind wir uns einig.", fragt Martina. Nur ein kurzes, " Ja!", kommt zurück. Herr Lehmann verabschiedet sich halb im Gehen. Er schaut noch bei seinen Arbeitern vorbei. Am Küchenfenster sind die lauten Stimmen der Arbeiter zu hören.

Am Mittag wissen wir , warum die Arbeiter laut wurden. Da ist der Lastwagen mit dem Holz auf den Hof gefahren. Das Holz muss noch abgeladen und gestapelt werden. Für die Arbeiter bedeutet es, der Feierabend verspätet sich deutlich. Ich habe Mitleid mit den Arbeitern und bringe ihnen noch eine Kanne Kaffee hinaus. Auch etwas Kuchen ist auf einem Teller. Die Arbeiter bedanken sich auf ihre Art. Es folgen Pfiffe und ein klatschen ihrer Hände.


Viele liebe Grüße von Magdalena
Lebe jeden Tag.
Antworten

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