Der Westen | Transfrau macht Umwandlung rückgängig
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Anne-Mette
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Der Westen | Transfrau macht Umwandlung rückgängig
Ruhrgebiet: Marc wollte so gerne als Janine akzeptiert werden. Doch nach schlimmen Erlebnissen, gab er/ sie auf.
https://www.derwesten.de/region/ruhrgeb ... YN7jGdC4vM
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Bibi Melina
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Re: Der Westen | Transfrau macht Umwandlung rückgängig
Traurig sowas einfach nur traurig
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MizZMoLlY
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Re: Der Westen | Transfrau macht Umwandlung rückgängig
Danke Mette,
ich habe mir den Text auch durch gelesen und das Bild von "Janina" angeschaut. Ich finde das sie da sehr hübsch aus schaut und das es wirklich bedauerlich ist, in ihrem Umfeld nicht wahrgenommen zu werden und die Ängste alles überschatten,
ich wünsche Marc von Herzen alles gute, aus der Ferne
ich habe mir den Text auch durch gelesen und das Bild von "Janina" angeschaut. Ich finde das sie da sehr hübsch aus schaut und das es wirklich bedauerlich ist, in ihrem Umfeld nicht wahrgenommen zu werden und die Ängste alles überschatten,
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Bianca D.
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Re: Der Westen | Transfrau macht Umwandlung rückgängig
Moin,
traurige Geschichte, wobei ich mich schon frage, was da alles schief gelaufen ist? Ich lass da mal so stehen, mag sich jeder selbst Gedanken dazu machen.
LG Bianca
traurige Geschichte, wobei ich mich schon frage, was da alles schief gelaufen ist? Ich lass da mal so stehen, mag sich jeder selbst Gedanken dazu machen.
LG Bianca
Ick wees nüscht,kann nüscht,hab aba jede Menge Potenzial
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Karla
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Re: Der Westen | Transfrau macht Umwandlung rückgängig
...eine späte Transition ist nicht unproblematisch!
...mit Kim Petras,... halten wir nicht mit!
...ich halte bislang durch, habe aber auch schon transphobe Übergriffe Dritter erlebt - körperliche Gewalt war mehrmals nicht mehr weit weg!
ich kann aber auch jede verstehen, die das nicht durchhält!
Dennoch bereue ich nix! (Familienplanung en homme, aber auch heute komme ich an keinem Kinderwagen vorbei... - wäre bei einer frühen Transition so nicht möglich gewesen!) ... jetzt will ich nur noch Ompa werden!
LG Karla
...mit Kim Petras,... halten wir nicht mit!
...ich halte bislang durch, habe aber auch schon transphobe Übergriffe Dritter erlebt - körperliche Gewalt war mehrmals nicht mehr weit weg!
ich kann aber auch jede verstehen, die das nicht durchhält!
Dennoch bereue ich nix! (Familienplanung en homme, aber auch heute komme ich an keinem Kinderwagen vorbei... - wäre bei einer frühen Transition so nicht möglich gewesen!) ... jetzt will ich nur noch Ompa werden!
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Ein Leben ohne Möps(chen) ist möglich, aber sinnlos. (frei nach Loriot)
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ChristinaF
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Re: Der Westen | Transfrau macht Umwandlung rückgängig
So oder so. Ich stelle mir diese Situation als ganz fürchterlich vor. Welchen Leidensdruck musste diese Person aushalten um letztendlich dies zu machen?
LG Christina
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Jasmine
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Re: Der Westen | Transfrau macht Umwandlung rückgängig
Ich habe genug ertragen bis ich so leben konnte wie es richtig ist. Ich bin eine Frau und ich würde mich keinem Druck der Welt ergeben und alles rückgängig machen.
Liebe Grüße Jasmine
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Laila-Sarah
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Re: Der Westen | Transfrau macht Umwandlung rückgängig
Na jede Transfrau hat unterschiedliche Erwartungen und emotionale Sensibilität. Vielleicht hat sie auch zu viel erwartet oder war zu sensibel (harmoniebedürftig). Wer weiß?
Aber schade ist es alle Mal.
LG
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Anne-Mette
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Re: Der Westen | Transfrau macht Umwandlung rückgängig
Moin,
sicherlich kommt es auch auf das private und berufliche Umfeld an. Das ist ja nicht in allen Fällen so zu ändern, dass sich eine Verbesserung der Lebensverhältnisse der betroffenen Person ergibt.
Froh können dagegen diejenigen sein, die Unterstützung, Stärkung und Hilfe bekommen.
Wir versuchen das in unserer Selbsthilfegruppe auch "zwischen den Treffen" per WhatsApp, Telefon oder Email zu leisten.
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Laila-Sarah
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Re: Der Westen | Transfrau macht Umwandlung rückgängig
Au ja. Da kann ich, inclusive vielen von uns hier,[ ein paar Lieder darüber singen. Ich lese gerade dieses tolle Buch mit ein paar sehr guten Ansätzen darüber wie man solche Probleme beseitigt.
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Wally
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Re: Der Westen | Transfrau macht Umwandlung rückgängig
Ich erlebe das völlig anders als Marc/Janine, obwohl ich genauso wenig meine männliche Anatomie verstecken kann: weder in den 25 Jahren, die ich jetzt meine Brustimplatate habe (immerhin 2x500 ml - offenbar um einiges mehr als Marc/Janine, bei ebenfalls schlanker Statur), noch in den zwei Jahren seit meinem konsequenten, endgültigen Wechsel in die weibliche Rolle bin ich auch nur ein einziges Mal deswegen schwach angeredet oder gar angegriffen worden.
Da frage ich mich, woran dieser frappierende Unterschied liegt:
Am Alter (ich bin 35 Jahre älter) ?
An der ländlichen/städtischen Wohngegend ? (Ich wohne auf dem Land)
Am persönlichen/beruflichen Umfeld ? (ich bin verheiratet, war bis zur Verrentung Zahnarzt)
An der spezifischen Art, sich weiblich zu kleiden und zu geben ?
Ich kann da jetzt nur spekulieren: könnte es sein, dass die Erwartungshaltung an die Toleranz der Leute eine Rolle spielt? Ich habe die Leute noch nie damit überfallen, dass sie mich als Frau sehen MÜSSEN - und ich tue das bis heute nicht, trotz mittlerweile weiblichem Vornamen und Pass. Ich versuche, mich - im Rahmen meiner anatomischen Möglichkeiten - als Frau zu präsentieren, trage konsequent nur noch eindeutig weibliche Kleidung; ich bin den Leuten aber nicht böse, wenn ihnen angesichts meines männlichen Kopfes und der männlichen Stimme dann doch immer mal wieder ein "er" herausrutscht. Ich sage ihnen dann, dass ich mich darüber freuen würde, als Frau angesprochen zu werden - und dass das jetzt auch mein amtlicher Status ist.
Natürlich ist es meine Sache, wie ich mich selber identifiziere und kleide, da lasse ich mir nichts mehr vorschreiben - aber ebenso ist es Sache der anderen Leute, wie das bei ihnen ankommt, wie sie es empfinden. Die können schließlich genauso wenig dafür wie ich selber, dass mein Kopf nach landläufigen Vorstellungen nun mal männlich aussieht; und ich kann schlecht verlangen (es nützt mir auch nix), dass sie mir da etwas vorheucheln, wenn sie es anders empfinden, als ich es signalisieren möchte. Nicht jede Kollision solcher Vorstellungen ist automatisch mit Intoleranz oder gar mit einem Angriff gleichzusetzen! Ich mache schon seit vielen Jahren sehr gute Erfahrungen damit, den Leuten den spontanen Eindruck, den sie von meiner Person haben, offen zuzugestehen - und auf die Macht der Gewöhnung zu vertrauen, die das anfangs noch Befremdliche dann ganz allmählich in Richtung Akzeptanz lenkt.
Da frage ich mich, woran dieser frappierende Unterschied liegt:
Am Alter (ich bin 35 Jahre älter) ?
An der ländlichen/städtischen Wohngegend ? (Ich wohne auf dem Land)
Am persönlichen/beruflichen Umfeld ? (ich bin verheiratet, war bis zur Verrentung Zahnarzt)
An der spezifischen Art, sich weiblich zu kleiden und zu geben ?
Ich kann da jetzt nur spekulieren: könnte es sein, dass die Erwartungshaltung an die Toleranz der Leute eine Rolle spielt? Ich habe die Leute noch nie damit überfallen, dass sie mich als Frau sehen MÜSSEN - und ich tue das bis heute nicht, trotz mittlerweile weiblichem Vornamen und Pass. Ich versuche, mich - im Rahmen meiner anatomischen Möglichkeiten - als Frau zu präsentieren, trage konsequent nur noch eindeutig weibliche Kleidung; ich bin den Leuten aber nicht böse, wenn ihnen angesichts meines männlichen Kopfes und der männlichen Stimme dann doch immer mal wieder ein "er" herausrutscht. Ich sage ihnen dann, dass ich mich darüber freuen würde, als Frau angesprochen zu werden - und dass das jetzt auch mein amtlicher Status ist.
Natürlich ist es meine Sache, wie ich mich selber identifiziere und kleide, da lasse ich mir nichts mehr vorschreiben - aber ebenso ist es Sache der anderen Leute, wie das bei ihnen ankommt, wie sie es empfinden. Die können schließlich genauso wenig dafür wie ich selber, dass mein Kopf nach landläufigen Vorstellungen nun mal männlich aussieht; und ich kann schlecht verlangen (es nützt mir auch nix), dass sie mir da etwas vorheucheln, wenn sie es anders empfinden, als ich es signalisieren möchte. Nicht jede Kollision solcher Vorstellungen ist automatisch mit Intoleranz oder gar mit einem Angriff gleichzusetzen! Ich mache schon seit vielen Jahren sehr gute Erfahrungen damit, den Leuten den spontanen Eindruck, den sie von meiner Person haben, offen zuzugestehen - und auf die Macht der Gewöhnung zu vertrauen, die das anfangs noch Befremdliche dann ganz allmählich in Richtung Akzeptanz lenkt.
Herzliche Grüße
Wally
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lexes
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Re: Der Westen | Transfrau macht Umwandlung rückgängig
Anne-Mette hat geschrieben: Di 14. Feb 2023, 12:51 Moin,
sicherlich kommt es auch auf das private und berufliche Umfeld an. Das ist ja nicht in allen Fällen so zu ändern, dass sich eine Verbesserung der Lebensverhältnisse der betroffenen Person ergibt.
Froh können dagegen diejenigen sein, die Unterstützung, Stärkung und Hilfe bekommen.
Wir versuchen das in unserer Selbsthilfegruppe auch "zwischen den Treffen" per WhatsApp, Telefon oder Email zu leisten.
Als Nicht-Trans-Person muss ich jetzt mal eine Frage stellen :Laila-Sarah hat geschrieben: Di 14. Feb 2023, 12:45 Na jede Transfrau hat unterschiedliche Erwartungen und emotionale Sensibilität. Vielleicht hat sie auch zu viel erwartet oder war zu sensibel (harmoniebedürftig). Wer weiß?
Aber schade ist es alle Mal.
LG
Ist eine De-Transition wirklich eine echte Option ?
Ich führe das mal ein wenig aus ...
Jemand der wirklich trans ist ( und das ist ja schwer zu definieren ) ..der ist ja mit seinem Geschlecht ernsthaft unzufrieden ... also so RICHTIG unglücklich
Und dann geht diese Person den Weg über Behörden / Krankenkassen / Endokrinologen / Chirurgen und Psychologen / das Minenfeld : Arbeit und Familie ( und wer weiß was noch )
Wenn dann das Umfeld nicht mitspielt .. dann ist das natürlich im äussersten Maße grausam und falsch und und und und und und .....
Aber würde jemand der Wirklich wirklich wirklich trans ist nicht eher den Wohnort wechseln als wieder den schweren Weg zurück in seine unglückliche Männerrolle zu gehen ??
Meine Frage ist eigentlich ? War die ursprüngliche Transition ( hin zur Frau ) wirklich das was Marc / Janine gewollt / gebraucht hat ?
Welche Frau würde freiwillig Ihre Brüste entfernen lassen / sie verstecken .. den Weg zum Mann-Sein wählen wenn sie eine eindeutig-neuronale Frau ist ??
Versteht Ihr die Frage ? .. und ja ich weiß : Es gibt da keine Absoluten-Grenzen ( bin ja selbst das beste Beispiel dafür
Kann Marc / Janine nicht eher Non-Binär oder etwas anderes sein ?
Ich will einfach nicht glauben das man sich die Mühe / Arbeit / Schmerzen / Zeit von seinem Umfeld ( so pathologisch das auch sein mag ) wieder kaputt machen lassen kann und dann in dem Glauben leben :
Wenn ich wieder ein Mann bin ( als der ich doch so unglücklich war das ich mich für "Frau" entschieden habe ) dann wird alles gut / besser
Ich verstehe das wirklich nicht ...
Kann mir eine von den Forums-Ladies , die den Weg schon gegangen ist , bitte mal sagen das eine De-Transition von Ihr ehrlich in Erwägung gezogen würde weil die Umwelt sie aufs Bösartigste ablehnt ??
Mir kommt das sehr komisch vor ..
Danke für Euren Input , Lexi
Jasmine schreibt das js schon ganz schön :
Jasmine hat geschrieben: Di 14. Feb 2023, 11:51 Ich habe genug ertragen bis ich so leben konnte wie es richtig ist. Ich bin eine Frau und ich würde mich keinem Druck der Welt ergeben und alles rückgängig machen.
Liebe Grüße Jasmine
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lexes
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Re: Der Westen | Transfrau macht Umwandlung rückgängig
Das ist auch so ein Thema .. wenn man / Frau überzeugt in sich ruht und das auch ausstrahlt werden viele schwache Charaktere wahrscheinlich gar nicht den Mut haben den Mund aufzumachen.Wally hat geschrieben: Di 14. Feb 2023, 14:24 Ich erlebe das völlig anders als Marc/Janine, obwohl ich genauso wenig meine männliche Anatomie verstecken kann: weder in den 25 Jahren, die ich jetzt meine Brustimplatate habe (immerhin 2x500 ml - offenbar um einiges mehr als Marc/Janine, bei ebenfalls schlanker Statur), noch in den zwei Jahren seit meinem konsequenten, endgültigen Wechsel in die weibliche Rolle bin ich auch nur ein einziges Mal deswegen schwach angeredet oder gar angegriffen worden.
Da frage ich mich, woran dieser frappierende Unterschied liegt:
Am Alter (ich bin 35 Jahre älter) ?
An der ländlichen/städtischen Wohngegend ? (Ich wohne auf dem Land)
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Ich kann da jetzt nur spekulieren: könnte es sein, dass die Erwartungshaltung an die Toleranz der Leute eine Rolle spielt? Ich habe die Leute noch nie damit überfallen, dass sie mich als Frau sehen MÜSSEN - und ich tue das bis heute nicht, trotz mittlerweile weiblichem Vornamen und Pass. Ich versuche, mich - im Rahmen meiner anatomischen Möglichkeiten - als Frau zu präsentieren, trage konsequent nur noch eindeutig weibliche Kleidung; ich bin den Leuten aber nicht böse, wenn ihnen angesichts meines männlichen Kopfes und der männlichen Stimme dann doch immer mal wieder ein "er" herausrutscht. Ich sage ihnen dann, dass ich mich darüber freuen würde, als Frau angesprochen zu werden - und dass das jetzt auch mein amtlicher Status ist.
Natürlich ist es meine Sache, wie ich mich selber identifiziere und kleide, da lasse ich mir nichts mehr vorschreiben - aber ebenso ist es Sache der anderen Leute, wie das bei ihnen ankommt, wie sie es empfinden. Die können schließlich genauso wenig dafür wie ich selber, dass mein Kopf nach landläufigen Vorstellungen nun mal männlich aussieht; und ich kann schlecht verlangen (es nützt mir auch nix), dass sie mir da etwas vorheucheln, wenn sie es anders empfinden, als ich es signalisieren möchte. Nicht jede Kollision solcher Vorstellungen ist automatisch mit Intoleranz oder gar mit einem Angriff gleichzusetzen! Ich mache schon seit vielen Jahren sehr gute Erfahrungen damit, den Leuten den spontanen Eindruck, den sie von meiner Person haben, offen zuzugestehen - und auf die Macht der Gewöhnung zu vertrauen, die das anfangs noch Befremdliche dann ganz allmählich in Richtung Akzeptanz lenkt.
Natürlich ist Lebenserfahrung da auch ein großer Vorteil.
Aber ich denke wirklich das "mit breiter ( oder eben auch großer .-)) Brust durch Leben schreiten einem viel Ärger vom Hals halten kann.
Ich habe auch irgendwann aufgehört mich umzusehen und den Kopf einzuziehen ..
Bin mal nachts ( vor Jahren ) alleine durch die Dortmunder City gelaufen und habe innerlich gebetet das mir niemand begegnet
Lief auch ganz gut bis der Pförtner der Tiefgarage auf einmal mit einer Zigarette hinter einem Busch stand.
Wir standen auf einmal seeeehr nah beieinander und ich habe mich dann entschieden einfach weiterzugehen ..
Da war gerade kein anderer Mensch und der Typ hatte offensichtlich seeeehr gute Laune.
Er hat noch kurz gewartet ( wohl überlegt ob er was sagen soll ) und hat mir dann hinterhergerufen : Du siehst wirklich klasse aus Herzchen .. aber Du musst die Beine beim Laufen richtig durchstrecken. Frauen schreiten selbstsicher ..
Ich war so erschrocken und im Nachhinein so dankbar für den Text...
Seit dem strecke ich meine Beine immer durch und schreite
... und mir ist in meinem ganzen Leben ( auch vor dem besagten Abend ) noch nie eine Anfeindung passiert.
Hatte wahrscheinlich aber auch viel Glück.
Brust raus ... und los geht's
Hoffen wir mal das Marc glücklich wird
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Laila-Sarah
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Re: Der Westen | Transfrau macht Umwandlung rückgängig
Naja sie hat ja einen signifikanten Teil ihres Lebens als Mann gelebt. Unglücklich aber es hat funktioniert. Jetzt durfte sie endlich eine Frau sein. Da wurde sie aber am Endeffekt anscheinend untragbar unglücklich. Keine Anerkennung, keine Liebe, keine Bestätigung. Unbeliebt, ungeliebt, gemieden? Anscheinend war sie entscheidend mehr unglücklich als zuvor. Also hat sie das kleinere Unglück gewählt.
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Ulrike-Marisa
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Re: Der Westen | Transfrau macht Umwandlung rückgängig
Moin,
...die Worte von Lexes kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen.
Was nun der Hintergrund die Sachlage bei dem traurigen Fall der Transfrau war und ist, kann ich ansonsten schwer von außen her beurteilen. Da ist wohl sicher einiges nicht so gewesen, wie sie sich das im Leben gewünscht hat.
Grüße, Ulrike-Marisa
...die Worte von Lexes kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen.
Was nun der Hintergrund die Sachlage bei dem traurigen Fall der Transfrau war und ist, kann ich ansonsten schwer von außen her beurteilen. Da ist wohl sicher einiges nicht so gewesen, wie sie sich das im Leben gewünscht hat.
Grüße, Ulrike-Marisa