Spiegel | Reaktionen auf Kahlschlag bei Gruner + Jahr
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Anne-Mette
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Spiegel | Reaktionen auf Kahlschlag bei Gruner + Jahr
Moin,
eines Tages werden wir die Zeitschriften vermissen!
Das Internet ist nicht alles
Aber besonders für die Mitarbeitenden ist es ein Drama!
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unter ... 1e7b72ed8d
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Blossom
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Re: Spiegel | Reaktionen auf Kahlschlag bei Gruner + Jahr
... auch kann ich eine Zeitschrift noch bei Ausfall des Internets oder Stromsim Ohrensessel bei Kerzenlicht lesen und muss nicht, wie beruflich schon viel zu viel, vor einem "dusseligen" Monitor sitzen.Anne-Mette hat geschrieben: Di 7. Feb 2023, 17:29 eines Tages werden wir die Zeitschriften vermissen!
Das Internet ist nich alles.
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Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
Billie Jean King (*1943)
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Lina
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Re: Spiegel | Reaktionen auf Kahlschlag bei Gruner + Jahr
Das kann man ja leicht behaupten.
Das Problem ist ja hier nicht online oder Print, sondern Print oder nichts.
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conny
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Re: Spiegel | Reaktionen auf Kahlschlag bei Gruner + Jahr
So ist es, aber was hat dazu geführt? Wenn ich mir die Regale mit Zeitschriften ansehe, frage ich mich, wer die alle kaufen soll. Egal zu welchem Thema, ob Kochen, Garten, Segeln, Auto etc. es gibt zu jedem Thema inzwischen zig Zeitschriften. Dazu viele Titel in Nischen. Die Auflagen von denen erreichen anscheinend nicht immer die kritische Masse zur Wirtschaftlichkeit.
Dazu
https://www.merkur.de/wirtschaft/gruner ... 72759.html
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Jasmine
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Re: Spiegel | Reaktionen auf Kahlschlag bei Gruner + Jahr
Im digitalen Zeitalter wird sich meiner Meinung nach noch viel ändern. Die meisten Print-Medien interessieren uns ohnehin nicht mehr. Ein paar Magazine betreffend Gesundheit lesen wir noch. Auf meinem Handy und PC sind morgens so viele Benachrichtigungen, das es schon fast nervig wird. Die Zeiten sind schnelllebig und verändern sich meiner Meinung nach ständig. Da bleibt nun mal etwas auf der Strecke. Aber vielleicht hat es auch was gutes, denn die Papierherstellung belastet Umwelt und Natur. Ich habe mir dazu diese Internetseite durchgelesen: https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourc ... 30384.html
Zitat:
.......Papier hat ein sehr gutes ökologisches Image in der Öffentlichkeit. Den wenigsten ist dabei bewusst, dass mit der Papierherstellung erhebliche Umweltbelastungen einhergehen..................
Liebe Grüße Jasmine
Zitat:
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Malvine
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Re: Spiegel | Reaktionen auf Kahlschlag bei Gruner + Jahr
Ob jetzt der Ressourcenverbrauch durch die digitalen Medien geringer ist? Der immense Energiebedarf der Serverfarmen wird viel zu oft ausgeblendet. Auch unser Datenkonsum verbraucht Unmengen an Energie!
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Re: Spiegel | Reaktionen auf Kahlschlag bei Gruner + Jahr
Wie wahr!Anne-Mette hat geschrieben: Di 7. Feb 2023, 17:29 eines Tages werden wir die Zeitschriften vermissen!
Das Internet ist nicht alles
Ich könnte zu dem Thema nun stundenlang schreiben, das erspare ich euch, nur ganz kurz ein paar Punkte:
Durch die immer größer werdende Marktkonzentration (Aufkäufe, undurchschaubare Konzern-Verflechtungen) - ganz egal in welcher Branche - wird immer mehr kaputt gemacht. Es geht nur noch um Gewinnoptimierung irgendwelcher Konzerne, deren Entscheider in keinster Weise mit den eigentlichen Geschäften verbunden sind.
Ja es gibt (erstaunlicherweise) immer noch eine immens große Zahl an Zeitschriftentitel. Wobei diese in einigen Bereichen - wenn man dort den Einblick hat - in den letzten 10 Jahren schon massiv zurück gegangen sind. Es ist auch wenig verständlich, um beim Beispiel G&J zu bleiben, dass es x verschiedene Sonderabos des selben Haupttitel (hier z.B. GEO). Da frage ich mich schon, wer soll das kaufen.
Auf der anderen Seite haben die Verlage massiv Probleme, im Internet Geld zu verdienen. Einerseits durch - ich sag mal - dumme Entscheidungen, andererseits gibt es einfach im Internet viel zu viele Alternativangebote.
Da viele Verlage seit vielen Jahren gerade bei den Freiberuflichen massiv einsparen, geht das zwangsweise auf Kosten der Qualität. Was logischerweise wiederum zu rückläufigen Verkaufszahlen führt.
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Blossom
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Re: Spiegel | Reaktionen auf Kahlschlag bei Gruner + Jahr
Was im Unterschied zu guten Printmedien im Internet zumeist verloren geht, ist eine vernünftige Recherche, inzwischen oft sogar ordentliche Rechtschreibung und Grammatik. Es macht halt einen Unterschied, wie ein Produkt entsteht ... Schnelllebig, wie du schreibst, bedeutet für mich halt nichts Gutes ... Und wenn es nur noch um Gewinnmaximierung geht, schon gleich gar nicht.
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Anne-Mette
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Re: Spiegel | Reaktionen auf Kahlschlag bei Gruner + Jahr
Ja, das stimmt. Die Einstellung von vielen Formaten wird auch zur Folge haben, dass viele Mitarbeitende entlassen werden.
Natürlich - auch ich frage mich, wer die vielen Zeitschriften kaufen soll, die angeboten werden, aber "Kahlschlag" wird uns noch bitter aufstoßen lassen.
Viele Mitarbeitende wechseln von einer festen Anstellung in ein Arbeitsleben als Freiberufler; das ist oftmals unsicher und selten auskömmlich, sodass etwas "dazuverdient" werden muss.
"Vielfalt" wird auf der Strecke bleiben; denn zunehmend bedienen sich viele Formate aus den gleichen Quellen.
Mut zu Recherche und Meinung wird zurückgehen.
Eine Umstrukturierung zeichnete sich schon vor einiger Zeit ab.
Die Einstellung des BRIGITTE-Forums (es kann dort nur noch gelesen werden) war schon ein Zeichen am Horizont.
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conny
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Re: Spiegel | Reaktionen auf Kahlschlag bei Gruner + Jahr
Wird gute Recherche denn überhaupt noch gewürdigt? Wer liest denn Artikel, die gedruckt eine ganze Zeitungsseite umfassen, online auf dem smart phone?Blossom hat geschrieben: Mi 8. Feb 2023, 10:18 Was im Unterschied zu guten Printmedien im Internet zumeist verloren geht, ist eine vernünftige Recherche, inzwischen oft sogar ordentliche Rechtschreibung und Grammatik. Es macht halt einen Unterschied, wie ein Produkt entsteht ... Schnelllebig, wie du schreibst, bedeutet für mich halt nichts Gutes ...
Wie viele lesen "fast food" Nachrichten nach Überschriften mit ein paar Zeilen dazu und fühlen sich dennoch gut informiert?
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Blossom
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Re: Spiegel | Reaktionen auf Kahlschlag bei Gruner + Jahr
Zu denen kommen noch die Leser der Bild-Zeitung aus dem Printbereich (Reichweite 7,6 Millionen Leser), die ja auch nur die um die Ohren geschlagene plakative Headlines kennen.conny hat geschrieben: Mi 8. Feb 2023, 11:04 Wie viele lesen "fast food" Nachrichten nach Überschriften mit ein paar Zeilen dazu und fühlen sich dennoch gut informiert?
Da erstaunt es doch, dass das Projekt BILD-LIVE für Hinz und Kunz unter Leitung von Herrn Carsten Strunz infolge mangelnder Einschaltquote voll in die Hose gegangen ist ... Wenngleich, so er es sich denn ehrlich eingesteht, die "Informationen" den Nährwert eines Toiletteninhalts hatten. Diesbezüglich hege ich also noch Hoffnung, dass hier im Land noch nicht gänzlich alle verblöden.
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conny
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Re: Spiegel | Reaktionen auf Kahlschlag bei Gruner + Jahr
Die Hoffnung ist berechtigt, denn zumindest die Auflage der i.d.R. qualitativ guten Wochenzeitungen blieb relativ stabil.
https://de.statista.com/statistik/daten ... seit-1975/
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Michi
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Re: Spiegel | Reaktionen auf Kahlschlag bei Gruner + Jahr
Richtig. Doch kann man diese Energie auch aus Sonne o.ä. anstatt toten Bäumen erzeugen. Bei Printmedien ist das nicht möglich, und obenauf kommen oft noch problematische Druckfarben.Malvine hat geschrieben: Mi 8. Feb 2023, 09:14 Ob jetzt der Ressourcenverbrauch durch die digitalen Medien geringer ist? Der immense Energiebedarf der Serverfarmen wird viel zu oft ausgeblendet. Auch unser Datenkonsum verbraucht Unmengen an Energie!
Allerdings könnte man auch mit deutlich weniger Speicherplatz auskommen und das Datenvolumen drastisch reduzieren, wenn man sich weniger auf Werbung und Bilder, dafür mehr auf die Inhalte konzentrieren und sparsame Datenformate nutzen würde, und Texte nicht als Grafikdateien, Audio oder gar Video verbreiten würde.
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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rika
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Re: Spiegel | Reaktionen auf Kahlschlag bei Gruner + Jahr
ich habe von 1986 - 88 in USA gearbeitet und war anfänglich über die riesigen Wände an Zeitschriften in den Supermärkten beeindruckt bis ich feststellte, dass das ganze Angebot nicht auf- sondern nebeneinander platziert war.
Ich befürchtete, dass diese fehlende Vielfalt genau wie die völlig werblich überladenen Privatsender nach Deutschland schwappen. Sie schwappten nicht, sondern fluteten. Und das geht mit RTL weiter, denen vielfältige Kundschaft eher suspekt ist.
rika
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