„Genderleicht. Wie Sprache für alle elegant gelingt"
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Anne-Mette
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"Genderleicht. Wie Sprache für alle elegant gelingt“
Lassen Sie uns darüber reden
Am 17. Januar 2022 kam "Genderleicht. Wie Sprache für alle elegant gelingt" in die Buchläden. Zahlreiche Interviews, Rezensionen und Podcast-Aufnahmen haben das Buch bekannt gemacht. An die 8000 Exemplare wurden bisher verkauft; es gehört bereits zum Bestand vieler Stadtbibliotheken. Über 30 Impulsvorträge, Präsentationen und Schulungen folgten an vielen Orten Deutschlands und sogar in Großbritannien, Italien und Österreich. Für 2023 sind weitere Veranstaltungen in Planung. Zum Beispiel laden die Cornelsen Informationszentren Lehrkräfte für Deutsch oder Gesellschaftslehre/Politik zu meinen Impulsvorträgen ein: "Genderleicht — Geschlechtergerechte Sprache für Schule und Alltag" am 9. März in Frankfurt am Main, auch in Köln (7.3.), Berlin (22.3.), München (20.4.), Leipzig (9.5.) und Hannover (11.5.). Das Gendersternchen ist bisher nicht rechtschreibkonform. Gegendert wird trotzdem in vielen Schulen. Wie passt das eine zum anderen? Lassen Sie uns darüber reden!
Im politischen Raum kannten wir ablehnende Äußerungen zum Gendern bisher nur von Rechtskonservativen oder auch mal von Bayerns Ministerpräsident Söder. Nun hat der grüne Ministerpräsident von Baden-Württemberg ebenfalls sein Unbehagen zum Gendern in der Schule rausposaunt — Winfried Kretschmann warnte vor einer Überforderung der Schulkinder. Das Sprachgendern sei zwar nicht rückgängig zu machen. Aber man sollte es wenigstens nicht übertreiben, sagte er und schob versöhnlich hinterher: "Es wäre gut, wenn wir insgesamt wieder kreativer mit unserer eigenen Sprache umgehen würden, statt mit Doppelpunkt und Unterstrich nicht sprechbare Dinge zu schreiben."
"Das Gendern erhitzt die Gemüter", findet Ben Krischke, Redakteur des Cicero, und lud die Vorsitzende des Journalistinnenbundes Friederike Sittler zwischen den Jahren zum Streitgespräch. "Kontrovers aber heiter geht das", so sein Fazit über den Schlagabtausch zu aktuellen Fragen von Geschlechtervielfalt bis zum Gendern in den Medien. Auf Ben Krischkes Standardkritik des Partizips Studierende erklärte Friederike Sittler: "Ich höre aus Ihrer Frage, dass Sie diese Form nicht in Ordnung finden. Dann benutzen Sie sie nicht. Sie können auch "alle, die an der Uni studieren" sagen. Dann haben Sie auch alle gemeint. Wir haben so viele Möglichkeiten in der deutschen Sprache, damit umzugehen. Wogegen ich mich zur Wehr setze, ist, Sprache lustlos zu verwenden". Kleine Fortbildung in Sachen geschlechtergerechten Schreibens gab es also inklusive. Allerdings steht der Artikel hinter einer Bezahlschranke. Sittler weiter: "Ich bin übrigens auch keine Freundin des generischen Femininums. "In Journalistinnenbund steckt drin, was draufsteht: Frauen in den Medien. Wir meinen keine Männer mit."
"Feministisch, vielfältig, engagiert" lautet das Motto des jb!
Christine Olderdissen
Projektleitung Genderleicht
Am 17. Januar 2022 kam "Genderleicht. Wie Sprache für alle elegant gelingt" in die Buchläden. Zahlreiche Interviews, Rezensionen und Podcast-Aufnahmen haben das Buch bekannt gemacht. An die 8000 Exemplare wurden bisher verkauft; es gehört bereits zum Bestand vieler Stadtbibliotheken. Über 30 Impulsvorträge, Präsentationen und Schulungen folgten an vielen Orten Deutschlands und sogar in Großbritannien, Italien und Österreich. Für 2023 sind weitere Veranstaltungen in Planung. Zum Beispiel laden die Cornelsen Informationszentren Lehrkräfte für Deutsch oder Gesellschaftslehre/Politik zu meinen Impulsvorträgen ein: "Genderleicht — Geschlechtergerechte Sprache für Schule und Alltag" am 9. März in Frankfurt am Main, auch in Köln (7.3.), Berlin (22.3.), München (20.4.), Leipzig (9.5.) und Hannover (11.5.). Das Gendersternchen ist bisher nicht rechtschreibkonform. Gegendert wird trotzdem in vielen Schulen. Wie passt das eine zum anderen? Lassen Sie uns darüber reden!
Im politischen Raum kannten wir ablehnende Äußerungen zum Gendern bisher nur von Rechtskonservativen oder auch mal von Bayerns Ministerpräsident Söder. Nun hat der grüne Ministerpräsident von Baden-Württemberg ebenfalls sein Unbehagen zum Gendern in der Schule rausposaunt — Winfried Kretschmann warnte vor einer Überforderung der Schulkinder. Das Sprachgendern sei zwar nicht rückgängig zu machen. Aber man sollte es wenigstens nicht übertreiben, sagte er und schob versöhnlich hinterher: "Es wäre gut, wenn wir insgesamt wieder kreativer mit unserer eigenen Sprache umgehen würden, statt mit Doppelpunkt und Unterstrich nicht sprechbare Dinge zu schreiben."
"Das Gendern erhitzt die Gemüter", findet Ben Krischke, Redakteur des Cicero, und lud die Vorsitzende des Journalistinnenbundes Friederike Sittler zwischen den Jahren zum Streitgespräch. "Kontrovers aber heiter geht das", so sein Fazit über den Schlagabtausch zu aktuellen Fragen von Geschlechtervielfalt bis zum Gendern in den Medien. Auf Ben Krischkes Standardkritik des Partizips Studierende erklärte Friederike Sittler: "Ich höre aus Ihrer Frage, dass Sie diese Form nicht in Ordnung finden. Dann benutzen Sie sie nicht. Sie können auch "alle, die an der Uni studieren" sagen. Dann haben Sie auch alle gemeint. Wir haben so viele Möglichkeiten in der deutschen Sprache, damit umzugehen. Wogegen ich mich zur Wehr setze, ist, Sprache lustlos zu verwenden". Kleine Fortbildung in Sachen geschlechtergerechten Schreibens gab es also inklusive. Allerdings steht der Artikel hinter einer Bezahlschranke. Sittler weiter: "Ich bin übrigens auch keine Freundin des generischen Femininums. "In Journalistinnenbund steckt drin, was draufsteht: Frauen in den Medien. Wir meinen keine Männer mit."
"Feministisch, vielfältig, engagiert" lautet das Motto des jb!
Christine Olderdissen
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Jasmine
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Re: "Genderleicht. Wie Sprache für alle elegant gelingt“
Dies hat mich ein wenig erschreckt beim Lesen:
............Bayern müsse "an der Spitze des Fortschritts bleiben", sagt Söder. Zu modern soll es aber auch wieder nicht werden. Cannabis-Freigabe? Nicht mit der CSU. "Genderei" und Wokeness? "Wir sind nicht woke, wir sind weiß-blau", sagt Söder.
Zitat aus:
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/wo ... -1.5743508
Hier zeigt sich meiner Meinung nach die konservative Einstellung der CSU. Ob diese Aussagen nur dem Wahlkampf geschuldet sind?
Liebe Grüße Jasmine
............Bayern müsse "an der Spitze des Fortschritts bleiben", sagt Söder. Zu modern soll es aber auch wieder nicht werden. Cannabis-Freigabe? Nicht mit der CSU. "Genderei" und Wokeness? "Wir sind nicht woke, wir sind weiß-blau", sagt Söder.
Zitat aus:
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/wo ... -1.5743508
Hier zeigt sich meiner Meinung nach die konservative Einstellung der CSU. Ob diese Aussagen nur dem Wahlkampf geschuldet sind?
Liebe Grüße Jasmine
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Blossom
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Re: "Genderleicht. Wie Sprache für alle elegant gelingt“
Also ehrlich, Jasmine. Das es sich bei der kleinen Schwester der CDU um eine konservative Partei handelt, sollte eigentlich jedem bekannt sein. Das ist schon seit deren Gründung so, alles echt nichts Neues. Was also soll der Hinweis, dass sich bei einer solchen Äußerung deren konservative Einstellung zeigt ... Ja, welche Einstellung soll sie denn schon haben, wo speziell die CSU erzkonservativ ist. Das liegt doch schon allein darin begründet, dass diese Partei vor allem vom Katholizismus geprägt ist - deshalb ist ihre politische Farbe ja auch "schwarz".Jasmine hat geschrieben: Do 2. Feb 2023, 10:48 Hier zeigt sich meiner Meinung nach die konservative Einstellung der CSU.
Mal noch ein kleiner geschichtlicher Hinweis dazu: Die tradierte schwarze Farbe reicht zurück bis in die Zeit des Kulturkampfes im deutschen Kaiserreich und ist eine Anspielung auf die schwarzen Talara der katholischen Priesterschaft und insbesondere der damals politisch einflussreichen Jesuiten. Damals wurden die Anhänger des politischen Katholizismis von deren Gegnern als "Schwarze" tituliert. Dies übertrug sich auf die Anhänger und Vertreter der Zentrumspartei, die, bis zu ihrer Selbstauflösung am 5. Juli 1933, eine katholische Milieupartei war. Erst später wurde der Begriff "Schwarze" generell als Synonym für Bürgerlich-Konservative verwendet, unabhängig von ihrer Konfession.
Nur so nebenbei: In Italien ist die Farbe "schwarz", die der Faschisten, weshalb die CSU für mich politisch ebenfalls schon immer eher rechts der Mitte gesehen wurde - nur dass sie diesen Platz mit Aufkommen der AFD räumen musste.
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
Billie Jean King (*1943)
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Re: "Genderleicht. Wie Sprache für alle elegant gelingt“
Dein Kausalschluss: "weil in Italien die Faschisten schwarz sind, sind die schwarzen in Deutschland auch Faschisten."Blossom hat geschrieben: Do 2. Feb 2023, 11:53 Nur so nebenbei: In Italien ist die Farbe "schwarz", die der Faschisten, weshalb die CSU für mich politisch ebenfalls schon immer eher rechts der Mitte gesehen wurde
Konservativ hat nichts mit politisch rechts zu tun, und mit rechtspopulistisch schon gleich gar nicht.Blossom hat geschrieben: Do 2. Feb 2023, 11:53 nur dass sie diesen Platz mit Aufkommen der AFD räumen musste.
Mir geht das Gendern mit all seinen Wortverbiegungen und pseudo political correctness dermaßen auf den Zeiger, ich fühle mich in dieser Sache also durchaus von unserem Ministerpräsidenten und der CSU vertreten.
LG, Svenja
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Re: "Genderleicht. Wie Sprache für alle elegant gelingt“
Dem Wortsinne nach ist der Satz korrekt. In der Politik im Allgemeinen nicht.
Die CSU war schon immer konservativ und rechts. Nur weil mit Aufkommen von AfD & Co "rechts" in machen Kreisen ein Schimpfwort geworden ist, ändert das nichts an der Position der CSU.
In dem Punkt sind wir einer Meinung. - Die CSU ist für mich trotzdem unwählbar.sbsr hat geschrieben: Do 2. Feb 2023, 16:13 Mir geht das Gendern mit all seinen Wortverbiegungen und pseudo political correctness dermaßen auf den Zeiger,
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Re: "Genderleicht. Wie Sprache für alle elegant gelingt“
... aber als Pronomen Prinzessin benutzen!sbsr hat geschrieben: Do 2. Feb 2023, 16:13 Mir geht das Gendern mit all seinen Wortverbiegungen und pseudo political correctness dermaßen auf den Zeiger, ...
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Re: "Genderleicht. Wie Sprache für alle elegant gelingt“
Danke, denn genauso wollte ich es verstanden wissen.Martina-NB hat geschrieben: Do 2. Feb 2023, 16:23 Die CSU war schon immer konservativ und rechts. Nur weil mit Aufkommen von AfD & Co "rechts" in machen Kreisen ein Schimpfwort geworden ist, ändert das nichts an der Position der CSU.
Mein Hinweis auf "schwarz" als Farbe der Faschisten in Italien bedeutete nicht, dass ich die CSU auch so sehe - aber eben rechts der Mitte, wo sie geschichtlich schon immer standen.
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