Einhorn in Flecktarn | Anastasia Biefang [Video]
Einhorn in Flecktarn | Anastasia Biefang [Video] - # 2

Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
Anne-Mette
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Re: Einhorn in Flecktarn | Anastasia Biefang [Video]

Post 16 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Noa hat geschrieben: Do 26. Jan 2023, 22:55 wie beantwortest du die Frage? Haben sie eine besondere Verantwortung? Hat Anastasia Biefang eine? Wenn ja, welche? Wenn nein, warum doch nicht?
Privat würde ich allen Menschen alles zubilligen, was ihrer Persönlichkeit angemessen und dienlich ist!
Ich sehe es nicht als Problem, wenn Frauen einen Bart haben. Das habe ich sicherlich schon in einigen Beiträgen deutlich gemacht.

Ich kann meine eigene Frage aber selbst kaum beantworten und ich ringe noch mit mir.
"Ist ihre Privatsache" kann ich wegen der großen medialen Reichweite nicht sehen.
Natürlich könnte ich sagen: "ist mir egal" oder "geht mich nichts an", aber bei mir entsteht kein gutes Gefühl, wenn ich darauf schaue.
Noa
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Re: Einhorn in Flecktarn | Anastasia Biefang [Video]

Post 17 im Thema

Beitrag von Noa »

Anne-Mette hat geschrieben: Fr 27. Jan 2023, 11:01 "Ist ihre Privatsache" kann ich wegen der großen medialen Reichweite nicht sehen.
Privatsache vs. mediale Reichweite. Ui, schwierig. Sehr interessante Frage, aber ich komme da auch nicht weiter.

Privat sehe ich erst mal als Gegenstück zu öffentlich. Viele im Forum hier bewegen sich in einer Öffentlichkeit mit geringer Reichweite: in der Nachbarschaft, im Ort, in Shoppingmalls usw. Die äußere Erscheinung und das Auftreten sind dann immer noch Privatsache, oder? Halt Privatsache im öffentlichen Raum. Irgendeine Verantwortung damit verbunden? Die für sich selbst, klar. Aber mehr doch nicht. Oder?

Die am stärksten aufgeladenen Formen von Öffentlichkeit sind die mit politischen Ämtern verbundenen. Da ist jeder öffentliche Auftritt das Gegenteil von Privatsache. Kann man jeden Tag in den Medien studieren. Baerbocks Outfit, oder die lustigen Leoparden-Tweets ihres Ministeriums. Alles per Amt mit Verantwortung beladen, da ist nichts rein privat. Bei Tessa Ganserer etwa oder bei Nyke Slawik ist das auch so, aber nicht so ausgeprägt wie z. B. bei einer videobloggenden Verteidigungsministerin. Ganserer und Slawik haben ja auch nicht so hohe Ämter, sondern nur Mandate. Und, hm, mediale Reichweite.

Es gibt eine Menge Leute mit beachtlicher medialer Reichweite, die nicht den Eindruck machen, als seien sie sich irgendeiner Verantwortung bewusst. Ich würde mal behaupten, es gibt in der Gesellschaft so gut wie kein Bewusstsein dafür, dass mediale Reichweite überhaupt mit Verantwortung verbunden sein könnte.
Wir denken trotzdem drüber nach. Warum? Weil wir eine gesellschaftliche Randgruppe sind, die von der Mehrheit zwar gern übersehen, aber nicht ganz so gern respektiert wird? Weil unser sozialer Status alles in allem immer noch fragil ist? Weil wir über alles ein bisschen mehr nachdenken müssen? Vorsichtiger sein? Verantwortungsbewusster?

Ich weiß nicht. Aus der Perspektive politischer Ziele ist mediale Reichweite ganz sicher ein Kriterium für Verantwortlichkeit. Aber als allgemeines Kriterium (Du hast große mediale Reichweite, du trägst also eine gewisse Verantwortung) entspricht das eher nicht unserem Zeitgeist. Es wäre möglicherweise wünschenswert, dass es sich mehr in diese Richtung entwickelt. Früher soll das ja mal so gewesen sein, als es social media noch nicht gab, und ganz früher, als es noch nicht mal die privaten Sender gab, sondern lauter verantwortungsbewusste Medien.
Aber selbst wenn es sich in diese Richtung entwickeln sollte, ist noch gar nicht die Frage beantwortet, wofür eine reichweitenstarke Person Verantwortung tragen soll. Abgesehen von der nicht weniger diffizilen Frage, wie das geschehen soll.
Anne-Mette hat geschrieben: Fr 27. Jan 2023, 11:01 Natürlich könnte ich sagen: "ist mir egal" oder "geht mich nichts an", aber bei mir entsteht kein gutes Gefühl, wenn ich darauf schaue.
Vielleicht hängt das Unbehagen damit zusammen, dass wir keine einfachen Antworten auf diese Fragen haben.
Karla
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Re: Einhorn in Flecktarn | Anastasia Biefang [Video]

Post 18 im Thema

Beitrag von Karla »

Liebe Marie,
dies sollte keine Kritik an Dir sein, sondern eine allgemeine Anmerkung dazu, wie Menschen mit binär-biologistischer Einstellung und/oder Hang zu Sprachpolizistentum die von ihnen als falsch empfundenen Anreden ("ist für mich keine Frau"...) und Neopronomina (they, hen, sier,...) vermeiden können (damit sie sich nicht sprachlich "selbst vergewaltigen " müssen) ohne die betreffende queere Person dabei offen zu verletzen: Eine (mir ziemlich unsympathische) Frau von S... ist so nicht gezwungen, Tessa Ganserer als "Frau" anzusprechen. (nur "Herr" und "Markus" sollte sie vermeiden - das war nur noch unanständig)
Selbstverständlich darfst DU abkürzen, das wollte ich damit nicht in Abrede stellen!

"meine unmögliche Zitierweise":
Bei der Suche wird der Anfang des Beitrags angezeigt: u.U. 5-mal das Zitat, wenn es wie von Dir präferiert am Anfang steht.
Ohne mich deshalb zu wichtig nehmen zu wollen, stelle ich daher meine Gedanken dazu VOR das Zitat.
Manchmal rahme ich das Zitat auch ein, wenn ich mehrere Aspekte eines Beitrages kommentiere.
Dies hätte sich auch hier im Interesse der Übersichtlichkeit angeboten...
...2 verschiedene Aspekte!
EmmiMarie hat geschrieben: Fr 27. Jan 2023, 10:52 vielleicht ist es dir entgangen das ich es super finde wie sie Vortrag gestaltet hat und das ich weiter
oben den vollen Namen benutzt habe. Wenn ich einen Namen öfter benutze steht es mir völlig
frei ob ich auf den Nachnamen abkürze, das mach ich bei Scholz, Schwarzer oder sonst wem.

Ich bin weder zum vollen Namen noch einer Anrede verpflichtet, das steht einfach nirgends!!! (an wen erinnert mich das?)

Ich sage dir ja auch nicht, das ich deine Art zu zitieren völlig unmöglich finde, da das immer
so aussieht als würdest du deine Meinung über die der zitierten Person stellen, was ziemlich
unschön ist...oh ups...
Karla hat geschrieben: Do 26. Jan 2023, 23:59 ...wer das Wort "Frau" nicht über die Lippen kriegt, darf "Anastasia Biefang" sagen - die Vor-Namensänderung ist ja wohl gültig und zu beachten!
Alles Liebe Marie (flo)
...wieder Frieden?

Liebe Grüße, Karla
Ein Leben ohne Möps(chen) ist möglich, aber sinnlos. (frei nach Loriot)
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