Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau
Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau - # 161

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
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Karla
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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 2401 im Thema

Beitrag von Karla »

95C: Neid! Da gibt es einigermaßen Auswahl!
Bei 95 A oder gar AA wie bei mir muß frau suchen.
Warst Du schon mal bei der Mammografie?
Ich werde mich da bald mal anmelden - die Endokrinologin hält das nach bald 3 Jahren HET auch nicht für falsch.

LG Karla
Ein Leben ohne Möps(chen) ist möglich, aber sinnlos. (frei nach Loriot)
NAREA
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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 2402 im Thema

Beitrag von NAREA »

Hi Karl, keinen Neid.
für mich ist es Last und nicht Lust. Manchmal auch peinlich. Das Crossdressing ist natürlich hilfreich. Aber ich hätte den Drang zu weiblicher Kleidung bestimmt auch ohne Brüste bekommen. Jetzt muss ich eben so damit leben.
Zur Mammografie war ich nicht. Mir reicht es schon wenn Doris von dieser Untersuchung kommt und erzählt wie schmerzhaft das ist. Bei mir hat der Arzt nur mit der Hand getastet und nichts Auffälliges gefunden. Diagnose: Hormonprobleme.
Du musst wissen, dass ich schon seit meiner Kindheit an einer Synkope leide. Da stellt sich bei starken Schmerzempfindungen eine Ohnmacht ein. Dauert nicht lange. Es passiert schon, wenn ich Blut sehe. Das letzte Mal war beim Zahnarzt. Wurzelbehandlung. Da würde ich eine Mammografie nicht überstehen. Das mit dem Abbinden habe ich auch schon probiert. Dann habe ich Herren Sport Bustiers getragen.
Wie schon geschrieben, bin ich so wie ich bin zufrieden.
Dir Karla wünsche ich alles Gute für deine Therapie, dass sie den gewünschten Erfolg bringt.
Liebe Grüße
Narea
NAREA
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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 2403 im Thema

Beitrag von NAREA »

Hallo,
gestern war Doris und ich mal wieder am Ostseestrand.
Ich war ganz als Mann gekleidet. Doris hat sich nur gewundert.
Wir haben vor der Abfahrt noch auf das Bäckerauto gewartet. Die Verkäuferin hat sich natürlich sehr gewundert und gefragt, ob wir wegziehen wollen. Ich habe sie beruhigt und gesagt, dass ich mein anderes Ich ausführen will.
Es war kalt am Wasser. Doris hatte ihren langen Daunen Mantel an und die ganze Zeit die Kapuze über den Kopf. Nein, nicht die ganze Zeit. Sie sagte nach der halben Strecke, dass sie mit mir tauschen möchte, ich sehe ihr zu fremd aus in meinem Anorak. Ich wollte erst nicht. Der Anorak ging bis Mitte Oberschenkel und hielt mich auch ganz warm.
Doris fragte mich, was ich ihr beweisen will. Sie hielt mich ganz fest am Arm und steuerte ein Cafe auf der Promenade an. Sie fragte wieder, warum ich auf einmal meine Männersachen hervorgeholt habe. Ich konnte es nicht richtig erklären. Aus einer Laune heraus glaube ich, sagte ich zu ihr. Seit wann ich den launisch wäre, fragte sie.
Ich fühlte mich in die Ecke gedrängt und wollte nicht antworten. Ich wusste es ja selbst nicht. Sie lies mich dann mit der Fragerei in Ruhe.
Ich bezahlte und Doris holt unsere Sachen von der Garderobe. Sie hatte sich meinen Anorak angezogen und mir ihren Mantel gereicht. Draußen sagte sie nichts mehr. Wir liefen schweigend nebeneinander untergehakt am Strand entlang. Ich fühlte mich richtig gut in ihrem Mantel. Sie kennt mich ja schon eine Ewigkeit und hat es auch bemerkt. Wir blieben stehen. Wir hatten beide die Kapuzen auf und küssten uns..........
NAREA
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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 2404 im Thema

Beitrag von NAREA »

Möchte mich kurz melden und Euch ein schönes Wochenende wünschen.

Nach dem Spaziergang mit Doris hat die mich zu hause gleich gefragt, ob es so bleiben soll, dass ich jetzt mehr und mehr Hosen tragen will.
Die Antwort fiel mir nicht schwer.
"Ich bin jahrelang deine Narea gewesen. Ich will es auch bleiben. Alle hier im Dorf kennen mich doch nur mit Kittelschürze. So soll es auch bleiben."
Ich mache den Haushalt, weil in meinem Berufsleben alle Arbeit an Doris hängen geblieben ist. Jetzt soll sie mal Zeit für sich haben. Heute ist sie mit einer Freundin in der Stadt. Einfach mal Bummeln gehen.
Die Frau vom Bäcker Auto hat mich heute morgen auch gleich freundlich begrüßt, weil ich ihr wieder bekannter gegenüber trat. So ist das hier immer noch auf dem Dorf. Ohne Kittelschürze geht Ü 60 hier nicht aus dem Haus.
Das Leben kann so einfach sein. Wir machen es uns zu schwer. Ich arbeite dran.

Montag werde ich mal schauen, wie es Ella und Robert geht. Bleibt neugierig.
Gruß Narea
NAREA
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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 2405 im Thema

Beitrag von NAREA »

Ella und Robert

Das Wochenende nach der Weihnachtsfeier im Kloster lassen Ella und Robert mit einem Kinobesuch ausklingen. Damit auch das Verkleidungsspiel, in das Ella ihren Freund förmlich reingequatscht hat.
Robert ist froh alle Sachen ablegen zu können. Gut das er nicht von Leuten gesehen wurde, die ihn kennen. "War doch schön heute, oder," fragt Ella. "Für dich oder für mich?"
"Für mich war es sowieso schön. Mal mit einer Freundin ins Kino zu gehen."
Robert will nicht mehr reden. Er ist müde und will nur ins Bett. Ella kommt aus dem Bad.
"Möchtest du den wunderbaren, dir hervorragend stehenden und figurbetonenden Long BH gerne anbehalten?"
"Wie kommst du darauf?"
"Nur so. Denn um ihn abzulegen brauchst du sicher meine Hilfe. Ich dachte schon er gefällt dir und du möchtest mal darin schlafen."
"Sicher nicht. Du hast recht, ich kann ihn nicht alleine ausziehen. Würdest du mich bitte aus deinem überaus bequemen Kleidungsstück befreien?"
"Gerne nicht, er sieht so sexy aus an deinem Körper."
"Tja mein Schatz einen schönen Männerkörper kann nichts entstellen."
Da fliegt ihm schon ein Kopfkissen entgegen. "Jetzt bleibst du wie du bist. Gute Nacht."
Robert versuchte an die Haken zu kommen. Vergebens.
Ella kann auch anders, das hätte er wissen müssen. Am anderen Morgen kam er auf Knien
an Ellas Bettseite und bat um Befreiung. Ella tut noch uninteressiert und vertröstet Robert bis nach dem Frühstück.

Die neue Woche beginnt wieder mit viel Arbeit. Robert muss auch mit ran, um alles zu schaffen.
Da kommt Martina auf ihn zu. "Du Robert, ich habe gestern deine Ella im Kino gesehen."
"Ja, sie war mit ihrer Freundin da." "Aha?" "Was heißt aha?" "Hübsche Freundin." "Ja das war Tina, ich hatte keine Lust mit zu gehen." "Aha?"
"Komm, lasse mich jetzt in Ruhe, wir haben viel Arbeit heute."
"Kannst mir ja mal Tinas Adresse geben, ich stehe auf Frauen."

Robert hat aber bemerkt, dass Martina ihn erkannt hat. Nun auch egal, er hat ja nichts verbotenes getan. Mal sehen was Ella dazu sagt. Der ist er noch etwas böse, weil sie ihn in dem BH hat schmoren lassen. Aber er ist sich sicher, dass am Abend alles wieder wie immer ist. Schon auf dem Heimweg am Abend erzählt Robert vom Gespräch mit Martina.
"Berlin ist ein Dorf." "Ja Ella, das habe ich heute morgen auch gedacht."
"Bist du denn sicher, dass sie dich erkannt hat?"
"Ja das glaube ich. Sie hat immer aha gesagt, als ich von Tina sprach."
"Wer ist Tina?"
"Na die Frau mit der du im Kino warst." "In welche Lügengeschichte ziehst du mich hier hinein? Robert, Robert oder Roberta, Roberta. Wie soll ich denn reagieren, wenn sie mich mal fragt?"
Robert zuckt nur mit den Schultern. Was geht das alles Martina an, wer mit wem ins Kino geht. Er rechnet trotzdem, dass Martina so lange bohrt bis sie die Wahrheit herausbekommen hat.
"Robert, wenn sie mich fragen sollte, dann gebe ich ihr eine Handy Nummer. Da liegt doch noch ein altes Handy im Schrank, das wir nur aufladen brauchen. Eine Sim Karte ist auch noch drin. Geld wird nicht mehr drauf sein aber angerufen kann man werden. Dann verabredest du dich mit ihr."
"Nein, das geht gar nicht. Mich erkennt sie doch sofort."
"Schatz, ich bin eine Verwandlungskünstlerin. Du wirst staunen und dich selbst nicht erkennen."
"Wenn du das so gut kannst, dann gehe doch selber zu einem eventuellem Treffen."
Ella:"Ich würde mich das nicht trauen."
Robert:"Aber ich soll mich trauen? Ich hoffe erst mal, dass sie nicht fragt und alles vergessen wird."
Robert geht Martina aus dem Weg. Seine Leute wissen was sie arbeiten sollen und wenden sich nur an ihm, wenn es Probleme gibt. Martina hat als seine Stellvertreterin alles im Griff.
Ella:"Ina hat angerufen und gefragt, ob wir mitgehen wollen, wenn Martin und seine Mannweiber zum Auftritt nach Cottbus fahren. Er hat 4 Karten für uns."
"Super, da habe ich so richtig Bock drauf. Wie ich dich kenne, hast du schon ein Kostüm auf mein Bett gelegt."
"Habe ich nicht..............."
Karla
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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 2406 im Thema

Beitrag von Karla »

schönes Kopfkino!
...ich kriege nen Longline-BH seit über 50 Jahren auf und zu - auch hinten - ohne "Verhaken irgendwie quer" - Vorderschluß überlasse ich derzeit meist anderen!!! -

...mit 70+ denke ich nochmals über Vorderschluß nach...

LG Karla
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NAREA
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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 2407 im Thema

Beitrag von NAREA »

Hallo Karla,
ich trage den Long BH nicht so oft. Doris hilft mir natürlich beim Anlegen. Da ich in ein paar Monaten 71 werde, bin ich in der Zielgruppe Vorderverschluss bei Leidenden mit Hängebusen. Es gibt Schlimmeres. Fühle mich zur Zeit ganz wohl.
Werde gleich an der Geschichte weiter schreiben.
Ein schönes Wochenende wünsche ich dir und allen anderen Lesern und -innen.

LG Narea
NAREA
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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 2408 im Thema

Beitrag von NAREA »

"Habe ich nicht......."
"Ella, ich würde nicht mitkommen. Es ist doch schön, wenn sich Martin in der Truppe wohl fühlt. Aber immer wieder der Versuch, mich dafür zu begeistern, nervt mich. Ich gehe gerne mit dir zu einer Karnevalsveranstaltung und ziehe mich auch ungewöhnlich an. Aber nicht gern mit Arbeitskollegen."
"Ich glaube, ich verstehe dich. Werde Ina absagen, weil wir was Anderes vorhaben, das schon länger geplant ist." "Danke Ella, mach das."
Ina ist enttäuscht. Sie hatte sich den Abend so schön vorgestellt. "Na dann wünsche ich euch viel Spaß bei eurem anderen Vorhaben." Das klingt nicht nach Verständnis. Aber auch egal. Ella ist bekannt und sie wird was Neues finden, um mit Robert einen schönen Abend unter Berliner Jecken zu verbringen. Robert ahnt aber nicht was in dem Köpfchen seiner Ella vorgeht. Sie hat ja auch noch Zeit bis Fasching, wie man in Berlin sagt.

Eine Woche später, es ist Samstag Abend. Ella ist etwas früher ins Bett gegangen. Robert schaut sich noch im ZDF die Fußballergebnisse und Reportagen an. Dann geht er auch ins Bett. Ella schläft schon ganz fest. Er sucht seine Nachtwäsche. Im Bett wie sonst ist sie nicht. Er erinnert sich, dass Ella heute die Betten neu bezogen hat. Er holt sich einen Schlafanzug aus dem Schrank.
Nächster Morgen. Ella ist schon aufgestanden und macht Frühstück. Vom Geschirr klappern wird Robert wach und geht in die Küche, wo schon alles bereit steht.
"Guten Morgen mein lieber Schatz."
Robert erwidert die Begrüßung mit einer Umarmung und einem Küsschen.
Ella ist sofort aufgefallen, dass Robert ihren Schlafanzug trägt.
"Hast du gestern im Dunklen deinen Schlafanzug gesucht?"
"Ja, ich wollte dich nicht wecken, warum fragst du?"
"Weil du meinen erwischt hast." "Oh, entschuldige, das habe ich nicht gesehen."
"Ist doch egal, der steht dir doch auch gut. Du musst ihn jetzt aber ein paar Nächte tragen, bis er in die Wäsche kommt." Robert nickt.
"Was wollen wir denn heute machen?" fragt Robert.
"Eigentlich kannst du mir beim Hausputz helfen. Du saugst die Zimmer durch und ich wische den Staub. Du weißt doch, dass es gemeinsam immer schneller geht und wir am Nachmittag noch was unternehmen können." "In Ordnung, so machen wir das. Aber nicht wieder in deinem kurzem Kittelchen."
"Nein natürlich nicht. Wenn du aus dem Bad kommst liegt schon alles auf deinem Bett."
"Was heißt alles?"
"Na alles was Hausfrau so trägt." "Nein das mache ich nicht mit Ella. Jeans und Shirt ziehe ich an."
"Kannst du doch. Das hätte ich dir sowieso hingelegt."
Robert kommt aus dem Bad und Ella geht hinein. Nicht lange da hört sie ein lautes Fluchen aus dem Schlafzimmer. "Das ziehe ich nicht an, da kannst du machen was du willst." Ella ruft zurück:"Na dann lasse es doch liegen." Fertig war Diskussion. Sie hat sich doch nur erlaubt einen Kittel mit auf das Bett zu legen. Wenn er schon ihren Schlafanzug trägt, dann kann er auch im Kittel putzen, denkt sie. Als sie aus dem Bad kommt, ist Robert schon am Saugen des Wohnzimmers. Ella zieht sich ihren Kittel über und beginnt Staub zu wischen. Robert ist natürlich eher fertig mit dem Saugen. Er will nur mal schnell die Staubsauger Tüte austauschen und zum Müllcontainer bringen. Den Hausmüll nimmt er auch gleich mit. Beim Öffnen des Containers kommt ihm schon eine Ladung Müll entgegen. Er kann nicht schnell genug wegspringen und bekommt eine große Menge des Mülls ab. Sein Shirt und die Hose sind voll Staub und anderen Abfällen.
Als er so vor Ella steht, kann die nur grinsen und fragen, ob er in den Container steigen musste. "Ich glaube du musst duschen. Ich bin leider noch nicht fertig Robert, vielleicht hilfst du mir, weil wir dann gemeinsam Essen kochen können."
Das ist ja nicht gerade Roberts Lieblingsbeschäftigung aber mit Ella macht er das gerne.

Nach dem Duschen geht Robert ins Schlafzimmer und holt sich frische Wäsche. Da liegt noch der Kittel, den er am Morgen hätte anziehen und so sein Malheur verkleinern können. Er zieht ihn an. Ella sagt nichts dazu. "Was kann ich noch helfen?" Robert nimmt sich ein Staubtuch und putzt die Schrankwand. Danach gehen sie in die Küche und werkeln an ihrem Mittagessen.
Sie beschließen am Nachmittag in ein Museum zu gehen. Da springen Ella einige Plakate von Berliner Faschingsvereinen ins Auge.
"Sieh mal Robert, wollen wir da hingehen? Der ist doch ganz lustig."
"Warum?"
"Na weil da Weiberfasching steht."
"Warum soll das lustig sein? Da gehen eben nur Frauen hin."
"Ja genau. Aber es versuchen auch einige Männer sich da reinzumogeln, was die Frauen nicht wollen, weil sie so besser über die Männer her ziehen können."
"Wird da am Eingang bei jeder Frau der Rock gehoben?"
"Weiß ich nicht, ich habe das noch nie mitgemacht. Aber Lust hätte ich schon."
"Ich soll dann zu hause auf die warten?"
"Quatsch, du kommst mit, das ist dann doch der Kick. Dabei zu sein und nicht erkannt werden. Los komm, wir holen uns die Eintrittskarten." "Bist du dir sicher Ella?"
"Klar, wenn du erwischt werden solltest, was ich nicht glaube, dann komme ich mit raus. Wir können auch viel Geld mitnehmen und eine Saalrunde spendieren."
Das geht Robert auf dem Heimweg nicht aus dem Kopf. Soll er oder soll er nicht.......
Karla
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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 2409 im Thema

Beitrag von Karla »

...über die Kerle herziehen (...wenigstens ein bißchen..) - fühle mich weitgehend angekommen!
...das letzte Mal, daß mich eine cis-Frau ausgegrenzt hat, ist über 3 Jahre her. Einzelne Kerle haben noch Probleme mit mir... -> deren Problem!
NAREA hat geschrieben: Mo 30. Jan 2023, 10:44 Ja genau. Aber es versuchen auch einige Männer sich da reinzumogeln, was die Frauen nicht wollen, weil sie so besser über die Männer her ziehen können."
LG Karla
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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 2410 im Thema

Beitrag von NAREA »

....... Robert will nicht mehr. Ihm wird es zuviel, dass Ella ihn immer mehr als Mädchen sehen will. Aus der Not heraus mal als Frau im Kloster Gras zu mähen und dann noch als Frau mit seinen Angestellten an einer Weihnachtsfeier teilzunehmen, das muss doch reichen.
"Ella, ich mache das nicht mehr mit."
"Was machst du nicht mehr mit?"
"Ich werde mich nicht mehr in Frauensachen zeigen. Nie mehr."
"Und warum nicht?"
"Weil es so ist. Du rennst ja auch nicht in Männersachen herum."
"Das kann ich aber wenn ich will. Aber das sieht an Frauen nicht so gut aus. Obwohl ich ja schon den ganzen Tag Hosen und Shirt trage...."
"Sind das aber keine Männersachen darum trage ich keine Frauen Sachen mehr."
"Bei dir hat es aber sehr gut ausgesehen. Du warst richtig hübsch."
"Ich will nicht mehr hübsch sein. Ich will anziehen, was alle Männer tragen. Ich habe ja nie darüber gesprochen, wie es in mir aussah, wenn du mich hergerichtet hast. Immer begleitete mich ein unruhiges Gefühl mal erwischt zu werden."
"Davon hast du mir ja nie was erzählt."
"Ich wollte meine Schwäche nicht zeigen und schon gar nicht darüber reden. Du bist jetzt sicher enttäuscht?"
"Enttäuscht nicht. Ich habe mich schon in Roberta verliebt, weil du so süß ausgesehen hast."
"Siehst du, sowas Unsinniges kommt dabei heraus. Das ist ja jetzt richtig schlimm für dich. Keine Roberta mehr zu haben. Mir macht das Verkleidungsspiel keinen Spaß. Ehrlich gesagt, es nervt mich. Ich mache es nicht mehr."

Liebe Leser und Leserinnen, ohne Robert macht die Geschichte keinen Sinn mehr.
Ich beende diese Story.
Tut mir leid.

Trotzdem liebe Grüße von Narea
Anne-Mette
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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 2411 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

ich danke dir für die vielen Stunden, die du für das Schreiben aufgewendet hast.
Vielleicht fällt dir eine neue Geschichte ein - oder Robert kommt zurück, so wie damals J.R. bei Dallas.

Herzliche Grüße
Anne-Mette
Anjali-Sophie
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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 2412 im Thema

Beitrag von Anjali-Sophie »

Hallo Narea , auch ich bedanke mich für dein Schreiben , ich habe deine Geschichten und Berichte sehr gerne gelesen ,
schreibe bitte weiter wenn es dir danach ist .

Herzliche Grüße Anjali-Sophie
Jasmine
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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 2413 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Auch ich sage danke. (dr) (flow)
Liebe Grüße Jasmine
Fen
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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 2414 im Thema

Beitrag von Fen »

Hallo Narea,

Ich möchte dir danken für die tolle Geschichte.

Gerade im letzten Teil finde ich mich und "meine Roberta" besonders wieder. Ich hatte mich in eine Cinderella verliebt. Wie im Märchen taucht bei uns diese Prinzessin zu besonderen Gelegenheiten auf, tanzt auf dem Ball und ist am nächsten Morgen verschwunden. Dennoch erscheint sie immer wieder auf. Mal geplant, mal unverhofft.

Dennoch gibt es einen recht schönen Alltag auch mit "unserem Robert". Zwar sagt Robert in deiner Geschichte jetzt "nie wieder" aber wer weiß. Vielleicht überkommt ihn der Drang ja doch wieder und er hat nur gerade eine Trotzphase.

Natürlich respektiere ich aber seine Entscheidung.
Danke dir, und ich muss sagen du sprichst mir aus der Seele.

Liebe Grüße
Fen
Life is short. Break the rules. Forgive quickly. Kiss slowly. Love truly. Laugh uncontrollably. And Never regret anything that made you smile. (James Dean)
Karla
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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 2415 im Thema

Beitrag von Karla »

...manche cis-Männer schaffen es nicht, ihre weibliche Seite - auch wenn sie nur klein ist - zuzugeben: da geht "in dieser Generation" halt nix...
...bei denen müssen wir Toleranz schon als Erfolg buchen: So lange sie uns nix tun...
...selbst einen Rock anziehen müssen sie ja nicht - könnte ja süchtig machen!

...ich finde dieses Ende der Geschichte realistisch und akzeptabel!
...mancher kann halt aus seiner Männer-Rolle nicht raus!

LG Karla
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