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zu den Themen Crossdressing, Transgender, Transident...
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Marlen
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Post 1 im Thema

Beitrag von Marlen »

Hallo zusammen,

Ein kurzer Hintergrund zum Selbstbestimmungsgesetz

https://www.deutschlandfunk.de/hintergrund-100.html

Liebe Grüße
Marlen
Karla
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Re: Heute im DLF

Post 2 im Thema

Beitrag von Karla »

Sooo einfach könnte es sein...
..in der Schweiz schon Realität, auch wenn da der Standesbeamte ggf. ein Veto hat: Insbes. bei MzF muß frau da eine gewisse Rollenkonformität liefern!
...andererseits: wer den Ausbruch aus der Männer-Rolle (noch) gar nicht schafft, der sollte sich für die PÄ noch Zeit nehmen!!!
...dort ist im Gegensatz zu Deutschland jedoch ein Geschlechtseintrag "divers" noch nicht möglich - da haben die Nachholbedarf, - auch wenn nur einzelne Gebrauch davon machen: Zum Ausbrechen aus dem Gefüge "Mann <-> Frau" gehört SEHR VIEL MUT!!!
JEDE:R, der/die diesen Mur aufbringt, signalisiert: NIEMAND darf in eine als falsch empfundene Rolle gepreßt werden:
...und erst recht kein Kind mit nicht ganz eindeutigen Geschlechtsmerkmalen!!!
...und OPs OHNE bewußte, ausdrückliche Zustimmung des betroffenen Kindes gehen GAR NICHT!!!

LG Karla
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Dietlind
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Re: Heute im DLF

Post 3 im Thema

Beitrag von Dietlind »

Karla hat geschrieben: Di 24. Jan 2023, 01:10
...dort ist im Gegensatz zu Deutschland jedoch ein Geschlechtseintrag "divers" noch nicht möglich - da haben die Nachholbedarf, - auch wenn nur einzelne Gebrauch davon machen: Zum Ausbrechen aus dem Gefüge "Mann <-> Frau" gehört SEHR VIEL MUT!!!
So viel ich weiss, ist "divers" doch auch in Deutschland nur möglich, wenn man eine Variation der Geschlechtsentwicklung hat (Intersex ist). Ob da Mut zu gehört, weiss ich nicht, bei mir war das nie eine Fage. Ich kenne auch kaum intersex menschen die sich nicht ls männlich oder weiblich sehen. In den Intersex Gruppen sprechen wir schon darüber, aber es gibt kaum Menschen, die nicht binär sein wollen.
JEDE:R, der/die diesen Mur aufbringt, signalisiert: NIEMAND darf in eine als falsch empfundene Rolle gepreßt werden:
...und erst recht kein Kind mit nicht ganz eindeutigen Geschlechtsmerkmalen!!!
...und OPs OHNE bewußte, ausdrückliche Zustimmung des betroffenen Kindes gehen GAR NICHT!!!

LG Karla
Leider ist es aber in den meisten Ländern noch so, dass Kinder die keine eindeutigen Geschlechtsmerkmale habe, durch OP's zwangs "normalisiert" werden, und auch in Deutschland gibt es unendlich viele Lücken im Gesetz, die noch immer diese OP's erlauben. Die neuste Masche ist nun, dass durch Untersuchungen festgestellt wird, ob der Embryo intersex sein könnte, und wenn ja, wird abgetrieben.

Linde
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Re: Heute im DLF

Post 4 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Karla hat geschrieben: Di 24. Jan 2023, 01:10 ...andererseits: wer den Ausbruch aus der Männer-Rolle (noch) gar nicht schafft, der sollte sich für die PÄ noch Zeit nehmen!!!
Das sehe ich auch so. PÄ hat weitaus mehr Konsequenzen für den/die Einzelne/n als nur einen Eintrag im Personalausweis. Es bedeutet z.B. auch ein Outing beim Arbeitgeber mit den entsprechenden Konsequenzen.

Solche Argumente habe ich übrigens im Kontext mit dem Selbstbestimmungsgesetz kaum gehört. Laut lärmend wird von gegnern beschworen, dass es einigen Männern nur daran läge, in Frauensaunen einzudringen. dann müssten sie sich auch in ihrem Beruf als Frau outen und das nur, um in Frauensaunen Frauen zu belästigen ? Lächerlich !
Viele Grüße
Vicky

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Re: Heute im DLF

Post 5 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Vicky_Rose hat geschrieben: Di 24. Jan 2023, 08:33
Karla hat geschrieben: Di 24. Jan 2023, 01:10 ...andererseits: wer den Ausbruch aus der Männer-Rolle (noch) gar nicht schafft, der sollte sich für die PÄ noch Zeit nehmen!!!
Das sehe ich auch so. PÄ hat weitaus mehr Konsequenzen für den/die Einzelne/n als nur einen Eintrag im Personalausweis. Es bedeutet z.B. auch ein Outing beim Arbeitgeber mit den entsprechenden Konsequenzen.

Solche Argumente habe ich übrigens im Kontext mit dem Selbstbestimmungsgesetz kaum gehört. Laut lärmend wird von gegnern beschworen, dass es einigen Männern nur daran läge, in Frauensaunen einzudringen. dann müssten sie sich auch in ihrem Beruf als Frau outen und das nur, um in Frauensaunen Frauen zu belästigen ? Lächerlich !
Liebe Vicky Rose, danke für das Argument. Daran habe ich bei all meinen Diskussionen noch gar nicht gedacht.

Liebe Grüße Jasmine
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Re: Heute im DLF

Post 6 im Thema

Beitrag von Martina-NB »

Vicky_Rose hat geschrieben: Di 24. Jan 2023, 08:33
Karla hat geschrieben: Di 24. Jan 2023, 01:10 ...andererseits: wer den Ausbruch aus der Männer-Rolle (noch) gar nicht schafft, der sollte sich für die PÄ noch Zeit nehmen!!!
Das sehe ich auch so. PÄ hat weitaus mehr Konsequenzen für den/die Einzelne/n als nur einen Eintrag im Personalausweis. Es bedeutet z.B. auch ein Outing beim Arbeitgeber mit den entsprechenden Konsequenzen.
Klar hat es weitreichende Konsequenzen im Alltag, oder kann es haben.
Aber "Outing beim AG": Wie viele Menschen haben überhaupt einen AG? Doch wahrscheinlich höchstens die Hälfte. (Und die sollten doch zu dem Zeitpunkt sich längst geoutet haben.) Alles andere ist sehr individuell.
Hat aber nichts mit "Rollenkonformität " zu tun. Das ist nun ein sehr weiter Begriff und wird - wie man im Forum ja ständig sehen kann - auch sehr unterschiedlich interpretiert.
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Re: Heute im DLF

Post 7 im Thema

Beitrag von Karla »

...ich hätte "gewisse Rollenkonformität" auch in Anführungszeichen setzen sollen!
John F. Kennedy hat gepunktet mit "Ich bin ein Berliner!"
Eine trans-Frau, die wenigstens ein paar als weiblich gelesene Signale setzt, erklärt damit ihren Austritt aus der Macho-Riege und kann meist auch punkten, d.h. mit einer gewissen Akzeptanz bei den cis-Frauen rechnen. Sie wird dazu mehr tun müssen als "Lies'chen Müller-Unsichtbar", darf andererseits aber nicht überziehen, um nicht zur Konkurrenz für die "Alpha-Weibchen" zu werden.
Martina-NB hat geschrieben: Di 24. Jan 2023, 10:35 Hat aber nichts mit "Rollenkonformität " zu tun. Das ist nun ein sehr weiter Begriff und wird - wie man im Forum ja ständig sehen kann - auch sehr unterschiedlich interpretiert.

LG Karla
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Re: Heute im DLF

Post 8 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Vicky_Rose hat geschrieben: Di 24. Jan 2023, 08:33 Das sehe ich auch so. PÄ hat weitaus mehr Konsequenzen für den/die Einzelne/n als nur einen Eintrag im Personalausweis. Es bedeutet z.B. auch ein Outing beim Arbeitgeber mit den entsprechenden Konsequenzen.

Solche Argumente habe ich übrigens im Kontext mit dem Selbstbestimmungsgesetz kaum gehört.
Hey Vicky,


warum sollte das auch zusätzlich besprochen werden? Das ist doch nur eine erwartete und auch extrem schöne Konsequenz
wenn alles auch Richtung Arbeitgeber geklärt ist. Wobei ich ja das Glück habe in einem Konzern zu sein, der sich Diversität
nicht nur auf die Fahnen schreibt, sondern es auch gelebt wird.
Dort angefangen zu haben war in der Hinsicht der beste Schritt den ich je gemacht habe.

Und auch sonst hatte die PÄ doch keine negativen Konsequenzen-oder habe ich jetzt schon wieder was falsch verstanden?

Alles Liebe Marie (flo)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Re: Heute im DLF

Post 9 im Thema

Beitrag von Nico »

Dietlind hat geschrieben: Di 24. Jan 2023, 04:20 So viel ich weiss, ist "divers" doch auch in Deutschland nur möglich, wenn man eine Variation der Geschlechtsentwicklung hat (Intersex ist).
Die Geschlechtseinträge "divers" und "kein Eintrag" stehen auch trans Personen per TSG offen.
LG Nico
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Re: Heute im DLF

Post 10 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,

ich denke, niemand macht es sich leicht, wenn es darum geht, für sich auf eine Änderung des Namens und Personenstandes zu entscheiden. Und man möchte dann auch in allen Bereichen des Lebens so behandelt werden. Dazu zählt auch das Berufsleben. So sollte auch gegenüber dem Arbeitgeber offen über diese Änderung gesprochen werden.

Viele liebe Grüße von Magdalena
Lebe jeden Tag.
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Re: Heute im DLF

Post 11 im Thema

Beitrag von Dietlind »

Nico hat geschrieben: Di 24. Jan 2023, 18:56
Dietlind hat geschrieben: Di 24. Jan 2023, 04:20 So viel ich weiss, ist "divers" doch auch in Deutschland nur möglich, wenn man eine Variation der Geschlechtsentwicklung hat (Intersex ist).
Die Geschlechtseinträge "divers" und "kein Eintrag" stehen auch trans Personen per TSG offen.
Danke, habe das nun gefunden:

Die Möglichkeit, als weder weiblich noch männlich eingetragen zu werden, steht nach einer Entscheidung des Oberlandesgericht Celle vom Mai 2017 auch transidenten Personen offen, die sich trotz körperlicher Eindeutigkeit nicht dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zuordnen lassen.[16] Diese Entscheidung erging vor dem Erlass des -§ 45b PStG (siehe oben). Zunächst war unklar, ob auch in diesem Fall nunmehr ein Arzt bescheinigen darf, "dass eine Variante der Geschlechtsentwicklung vorliegt", so dass eine einfache Erklärung vor dem Standesamt ausreicht,[17] oder ob hierzu weiter eine Gerichtsentscheidung erforderlich ist.[18]

Im April 2020 entschied der Bundesgerichtshof gegen die klagende Person Lann Hornscheidt, dass eine Person mit eindeutig weiblichen oder eindeutig männlichen Körpermerkmalen nur in Anwendung des Transsexuellengesetzes (TSG) die Feststellung erwirken kann, "weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht zugehörig zu sein". Durch die Anwendung des Verfahrens nach dem Transsexuellengesetz sind hierfür zwei Gutachten gerichtlich bestellter Sachverständiger erforderlich. Nach der gerichtlichen Feststellung der Nichtzugehörigkeit zum männlichen oder weiblichen Geschlecht kann die Person dann wählen, ob der Geschlechtseintrag im Geburtenregister in "divers" geändert oder gestrichen (offengelassen) werden soll.
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