Epilation und Krankenkasse
Epilation und Krankenkasse - # 2

Lebensplanung, Standorte
Engelchen
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Re: Epilation und Krankenkasse

Post 16 im Thema

Beitrag von Engelchen »

Rominalein hat geschrieben: Do 6. Mai 2021, 14:40 Ich bin echt kurz davor, es selbst zu zahlen. Weiß jemand, ob es Nachteile/Konsequenzen hat, wenn man den Antrag wieder zurückzieht und die Kosten selbst übernimmt?
Melde dich doch bitte bei mir, deine Telefonnummer hat sich geändert

Lieber Grüße
Lisa
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Patricia
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Re: Epilation und Krankenkasse

Post 17 im Thema

Beitrag von Patricia »

Wenn Folgekosten durch Komplikationen entstehen, bei Eingriffen die die KK nicht übernommen hat könntest du auf den Kosten sitzenbleiben

LG
Patricia
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Aria
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Re: Epilation und Krankenkasse

Post 18 im Thema

Beitrag von Aria »

Rominalein hat geschrieben: Do 6. Mai 2021, 14:40 Ich bin es langsam auch schon leid für meine Kostenübernahme zu kämpfen... Es ist nicht viel Geld, das kann ich auch selber zahlen, wenn es sein muss, weil es bei mir nur eine Laser-Behandlung im Rahmen von 1200-2000€ wäre. Ich habe meinen Antrag auf Kostenübernahme im Oktober gestellt und immer noch keine Zusage. Letztes Mal hat ihnen nur noch die "Risikoaufklärung" gefehlt, die ich ihnen dann nachgereicht habe. Natürlich war das aber nicht genug, weil die Risikoaufklärung von einem Vertragsarzt kommen muss. Jetzt muss ich die Praxis wechseln und einen Vertragsarzt finden, der die Epi macht, weil meine KK sagt, dass die Behandlung von einem Kosmetiker nicht übernommen wird. Jetzt hab ich einen Vertragsarzt gefunden und einen Termin für Ende Juli bekommen, wo ich dann meine Risikoaufklärung bekomme. Und dann darf das nochmal zum MDK. Ganz ehrlich...? Ich bin echt kurz davor, es selbst zu zahlen. Weiß jemand, ob es Nachteile/Konsequenzen hat, wenn man den Antrag wieder zurückzieht und die Kosten selbst übernimmt?
Nein das hat keine Nachteile. Zurück ziehen würde ich den aber auch nicht, einfach weiterlaufen lassen.
Ich hatte auch keine Lust auf den ganzen Ärger und habe alles selbst bezahlt. 100 € alle 6-8 Wochen halten sich ja noch im Rahmen, denke ich. Und das Risiko von Komplikationen dürfte beim Lasern sehr überschaubar sein.
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Carrie_C
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Re: Epilation und Krankenkasse

Post 19 im Thema

Beitrag von Carrie_C »

N'Abend, miteinander,
als Thread-Starterin melde ich mich nochmal zu Wort, nachdem ich mal ganz naiv und blauäugig meiner Krankenkasse eine nette Email geschrieben habe zum Thema Kostenübernahme von Epilationsmethoden bei Transfrauen.
Zwei Tage später wurde ich angerufen - und wie selbstverständlich auch als "Frau XY" angesprochen, das hat direkt einen professionellen Eindruck gemacht und ich fühlte mich ernst genommen. Die Telefonisten war super, super nett und hat mir ganz genau erklärt, wie die Schritte sind, um an die Kostenübernahme zu kommen.
Aber natürlich - wie ihr alle schon geschrieben habt - ohne die Diagnose "F 64.0 " ist da erstmal nichts zu holen. Sobald ich die habe, würde man dann eben gemeinsam schauen, dass es mit der Epilation weitergeht und mich auch bei der Suche nach einem entsprechenden Arzt vor Ort für eine Laserepilation unterstützen.
Alles in allem also ein sehr positives Gespräch. Jetzt ist einfach nur Geduld gefragt bis zur Wiederaufnahme der Therapie... warum müssen Psychiater nur so ewige Wartezeiten haben?!
ExUserIn-2024-07-13
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Re: Epilation und Krankenkasse

Post 20 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2024-07-13 »

Carrie_c,
Du schriebst eingangs, nun endlich Deine Transition beginnen zu wollen, woraus ich schließe, daß Du auch körperliche, sprich chirurgische Angleichungen erreichen willst. Berichtige mich bitte, wenn ich falsch liege.

Da ich Arzt- und Krankenhausrechnungen vor der Kostenübernahme per Beihilfe bzw. Krankenversicherung selbst erhalte, kenne ich die fast erschreckend hohen Rechnungen im Zusammenhang mit Operationen und dem ganzen Drum und Dran, selbst wenn sie nicht sonderlich spektakulär bzw. aufwendig waren. Ich vermute daher, eine komplette GAO wird leicht im hoch fünf- wenn nicht sechsstelligen Bereich landen.

Daß Transsexualität kein Fetisch, keine Laune, sondern das Ergebnis eines bösen Streichs von Mutter Natur ist, die z. B. Dir einen falschen Körper zum Leben mitgegeben hat, braucht nicht sonderlich erwähnt zu werden, ebenso wenig, daß die Gemeinschaft der Beitragszahler solidarisch diese Kosten übernimmt. Nebenbei: wer sonst könnte, wenn nicht mit dem goldenen Löffel im Mund geboren, sich das Ganze auch leisten?

Aber: Wenn man sich bewußt macht, welche Kostendimension die Beitragszahlergemeinschaft selbstverständlich übernimmt, die an der Ursache genausowenig schuld ist wie Du selbst, könnte das nicht evtl. die Frage aufwerfen, ob jedes Detail wie z. B. eine im Grunde kosmetische Angelegenheit wie eine Bartentfernung von dieser Gemeinschaft zu tragen ist (denn eine körperliche Krankheit ist ein Bartschatten sicher nicht, da sind wir uns hoffentlich einig)?
Mir kam sofort der Vergleich mit erektiler Dysfunktionalität in den Sinn, für deren Symptomkurierei die Medikamente nicht erstattungsfähig sind, weil (eigens dafür?) der Begriff "Lifestyle-Medikament" erfunden worden ist. Wenn ein Mann ihn wieder gerne "hochbekommen" möchte, um es salopp zu formulieren, damit er die eigentlich selbstverständliche Tätigkeit des penetrativen Geschlechtsverkehrs ausüben möchte, ist das eine "Lifestyle"-Angelegenheit, aber die dauerhafte Bartschattenentfernung ist erstattungsfähig?
Ich gebe zu, mit dem Verständnis dafür etwas Schwierigkeiten zu haben.

Davon unabhängig wünsche ich Dir für Deinen leider zu befürchtenden langen, schwierigen und schmerzhaften Weg alles Gute,
Yvette
Lavendellöwin
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Re: Epilation und Krankenkasse

Post 21 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Yvette hat geschrieben: Fr 16. Jul 2021, 13:49 ob jedes Detail wie z. B. eine im Grunde kosmetische Angelegenheit wie eine Bartentfernung von dieser Gemeinschaft zu tragen ist (denn eine körperliche Krankheit ist ein Bartschatten sicher nicht, da sind wir uns hoffentlich einig)?
Hallo Yvette,

es ist keine Krankheit, da gebe ich dir schon Recht..aber eine Beeinträchtigung der Lebensqualität..
deswegen da bin ich nicht einig..
es ist auch keine kosmetische Angelegenheit, sondern eine psychische, weil sie zur Dysphorie gehört
und Depressionen bis sozialen Rückzug auslösen kann.
Ein Bart ist eine Sache die direkt ins Auge sticht und bei der geschlechtlichen Einordnung eine grosse
Rolle spielt...

Die GaOPs liegen noch im unteren 5 stelligen Bereich..und es sind auch nicht sooo viele das die
Solidargemeinschaft darunter leiden würde...da sind die Kosten bei Nikotin oder Alkoholsucht viel höher...

40 Stunden Logopädie kosten so um die 2800 Euro, eine therapeutische Sitzung etwas über 90...

und ich möchte alle die für ein glückliches Leben eine solche Leistung brauchen, ermutigen diese auch zu nutzen...


Alles Liebe Marie (flo)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Re: Epilation und Krankenkasse

Post 22 im Thema

Beitrag von Jen »

Huhu Yvette, (moin)

Die Entfernung des Bartes ist KEINE kosmetische Angelegenheit!
Dies hat sogar das Gesundheitsamt bestätigt, nachdem meine Kasse eben dies in Frage gestellt hat. Voraussetzung ist hier halt die entsprechende Diagnose F. 64.0G.
In Verbindung mit dieser Diagnose sehen das die Hautärzte auch in ihren Attesten, welche vor einer Epilation ausgestellt werden, als Hirsutismus an (so steht es jedenfalls u.a. bei mir im Attest).
Zur Info von Dr. Google :roll: :
Von Hirsutismus spricht man, wenn Frauen stark behaart sind an Stellen, die typisch für die männliche Körperbehaarung sind. Dazu gehören etwa Kinn und Oberlippe ("Damenbart"), Wangen, Oberarme, Rücken und Bauch. Mögliche Auslöser sind etwa hormonelle Erkrankungen oder Tumoren.


Und wie Marie schon schrieb, gibt es deutlich mehr andere (Ur-)Sachen für welche die Kassen Geld ausgeben. Ich möchte hier auch keine Grundsatzdiskussion darüber beginnen was sinnvoll ist und was nicht. Da hat jede(r) ihre (seine) eigene Meinung und die eigene Krankheit ist die wichtigste....

Ich wünsche Euch noch ein schönes Wochenende (ki)

Jen
Den Vogel erkennt man an seinen Federn.
Den Mensch an seinen Freunden.
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Re: Epilation und Krankenkasse

Post 23 im Thema

Beitrag von Cuddy »

Yvette hat geschrieben: Fr 16. Jul 2021, 13:49 Mir kam sofort der Vergleich mit erektiler Dysfunktionalität in den Sinn, für deren Symptomkurierei die Medikamente nicht erstattungsfähig sind, weil (eigens dafür?) der Begriff "Lifestyle-Medikament" erfunden worden ist. Wenn ein Mann ihn wieder gerne "hochbekommen" möchte, um es salopp zu formulieren, damit er die eigentlich selbstverständliche Tätigkeit des penetrativen Geschlechtsverkehrs ausüben möchte, ist das eine "Lifestyle"-Angelegenheit, aber die dauerhafte Bartschattenentfernung ist erstattungsfähig?
Ich finde die assoziation zur erketilen Dysfunktion schwierig. Immerhin finden sich die Ursachen hierfür in den meisten Fällen in der psyche. Und die Psychotherapie wird von den Kassen übernommen. Entscheidend hierfür ist der Leidensdruck, der ausgelöst wird. Denn der ist letzlich der Behandlungsgrund. Liegt eine organische Ursache zugrunde, werden die kosten, in der Regel auch übernommen. Ob man seine Viagra, für einmal spaß, erstatten lassen kann, weiss ich nicht. Sie behebt ja nicht die Ursache und ist bestenfalls als Hilfsmittel zu betrachten.

Und zurück zum Bartschatten. Entsteht jemandem Leidensdruck, sehe ich eine Kostenübernahme durch die Kassen als gerechtfertigt und auch erforderlich an. Auch rein wirtschaftlich günstiger, als Jahre lange Therapie, wegen Depressionen, Angststörungen etc.
Und deshalb, gehe ich hier total mit.
!EmmiMarie! hat geschrieben: Fr 16. Jul 2021, 14:17 und ich möchte alle die für ein glückliches Leben eine solche Leistung brauchen, ermutigen diese auch zu nutzen...
LG Cuddy
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Re: Epilation und Krankenkasse

Post 24 im Thema

Beitrag von Carrie_C »

Yvette hat geschrieben: Fr 16. Jul 2021, 13:49 ... ob jedes Detail wie z. B. eine im Grunde kosmetische Angelegenheit wie eine Bartentfernung von dieser Gemeinschaft zu tragen ist (denn eine körperliche Krankheit ist ein Bartschatten sicher nicht, da sind wir uns hoffentlich einig)?
Liebe Yvette,
danke für die guten Wünsche für meinen Weg.
Vielleicht mögen andere einen "Bartschatten" als Detail empfinden. Für mich ist es er eine grauenvolle Tatsache, die mich regelmäßig schier in den Wahnsinn treibt. Das hat auch nichts mit Kosmetik oder Eitelkeit zu tun. Der morgendliche Blick in den Spiegel und das von Bart verunstaltete Gesicht zu sehen löst bei mir eine Ich-Entfremdung aus, die schwer auszuhalten ist. Ich epiliere viel manuell, aber auch das ist dauerhaft allein wegen des stundenlangen Zeitaufwandes schlicht nicht tragbar.
Allein die Perspektive, dass es irgendwann besser wird und die Möglichkeit, den Schatten weitestgehend überschminken zu können, lassen mich den Zustand aushalten.

Wenn ich das Geld hätte, würde ich die Entfernung selbst zahlen, aber dafür verdiene ich nunmal nicht genug... Ein schlechtes Gewissen, der "Gemeinschaft" auf dieser Weise irgendwann auf der Tasche zu liegen, habe ich in dem Sinne nicht - mein Schicksal habe ich mir nicht ausgesucht -, aber ich empfinde Dankbarkeit, in einem System zu leben, das so etwas ermöglicht. Und hey, einen Teil meines Gehaltes zahle ich ja auch in die Kassen ein...

Viele Grüße
Nora
Claudia-67
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Re: Epilation und Krankenkasse

Post 25 im Thema

Beitrag von Claudia-67 »

Hallo Nora,
Carrie_C hat geschrieben: Fr 16. Jul 2021, 16:46 Vielleicht mögen andere einen "Bartschatten" als Detail empfinden. Für mich ist es er eine grauenvolle Tatsache, die mich regelmäßig schier in den Wahnsinn treibt. Das hat auch nichts mit Kosmetik oder Eitelkeit zu tun. Der morgendliche Blick in den Spiegel und das von Bart verunstaltete Gesicht zu sehen löst bei mir eine Ich-Entfremdung aus, die schwer auszuhalten ist. Ich epiliere viel manuell, aber auch das ist dauerhaft allein wegen des stundenlangen Zeitaufwandes schlicht nicht tragbar.
Allein die Perspektive, dass es irgendwann besser wird und die Möglichkeit, den Schatten weitestgehend überschminken zu können, lassen mich den Zustand aushalten.
bei meinen dunklen Haaren stört mich das auch sehr. Am Freitag hatte ich einen Pressetermin, wo u. a. zwei Landesminister dabei waren und somit genug andere wichtige Leute und Pressevertreter, wo ich daher verständlicherweise halbwegs vorzeigbar aussehen wollte. Frau mit Bartschatten geht bei so etwas gar nicht. Ich arbeite nunmal auch als Fachjournalistin und da steht man in der Öffentlichkeit. Soll der Gesprächspartner denken, eine Tunte oder Frau C. Wurst interviewt ihn?
Dementsprechend habe ich dann am Freitagvormittag auch lange herum gezupft, rasiert und dann mit viel Foundation und Puder für ein halbwegs passables Aussehen gesorgt. Immerhin hat die Fassadensanierung trotz zeitweise Maske tragen dann lange genug gehalten, bis die mehrstündige Veranstaltung vorbei war. (moin)
Bei Besuch einer Bekannten danach war das dann egal, dass das nicht mehr ganz so optimal aussah.

Carrie_C hat geschrieben: Fr 16. Jul 2021, 16:46 Wenn ich das Geld hätte, würde ich die Entfernung selbst zahlen, aber dafür verdiene ich nunmal nicht genug... Ein schlechtes Gewissen, der "Gemeinschaft" auf dieser Weise irgendwann auf der Tasche zu liegen, habe ich in dem Sinne nicht - mein Schicksal habe ich mir nicht ausgesucht -, aber ich empfinde Dankbarkeit, in einem System zu leben, das so etwas ermöglicht. Und hey, einen Teil meines Gehaltes zahle ich ja auch in die Kassen ein...

Viele Grüße
Nora
Volle Zustimmung. Das kostet ohnehin alles Geld, vor allem wenn dann noch VÄ/PÄ dazu kommen, neue Klamotten braucht man auch als Frau, usw..

Wenn andere Leute sich auf dem Motorrad zerlegen oder sich auf dem Fußballplatz ihre Knochen ruinieren, stellt doch auch keine in Frage, die Behandlung zu bezahlen.

LG
Claudia
Patricia
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Re: Epilation und Krankenkasse

Post 26 im Thema

Beitrag von Patricia »

Für die einen ist der Bartschatten nur ein Detail, für die anderen ist es weitaus mehr. Ich habe mir schon einige Mal anhören müssen dass ich nicht richtig trans sei, denn ich weiss nicht ob ich unbedingt eine Geschlechtsangleichende OP benötige. Denn das was in meiner Hose ist, sehe ich nur relativ selten, mein Gesicht sehe ich jedoch auf jedem Foto, in jeder Spiegelung und damit wesentlich öfter als das was in meiner Hose ist. Ebenso sehe ich meine durchaus maskulinen Gesichtszüge, meinen maskulinen Körperbau, mein nicht sehr weibliches Bewegungsmuster, meine Stimme, meine schreckliche Körperbehaarung :( . DAS sind Sachen die bei mir Leidensdruck erzeugen und zwar wesentlich mehr als das womit ich pinkeln gehe...
Wenn mir jemand die Wahl geben würde welche OP ich nehmen möchte eine FFS oder GAOP würde ich ohne großes Zögern die FFS nehmen, denn mein Gesicht ist das was die Menschen um mich herum als eines der ersten Merkmale wahrnehmen. Ich will nicht als Mann gelesen werden und begafft werden. Ich will mich nicht erklären müssen warum mein Bartschatten immer noch so kräftig aussieht.
Manche von uns mögen mit einem recht schwachem Bartwuchs auf die Welt gekommen sein, das ist bei mir jedoch nicht der Fall. Ich habe bereits 50! Stunden Nadelepilation hinter mir und nach knapp 3 Monaten Pause (REHA-bedingt) sieht man absolut gar nichts mehr von den 50 Stunden. Der Bartwuchs ist fast vollsändig da. Nur wenn man ganz genau weiss was gemacht wurde, kann ein kleiner Unterschied erkannt werden. Naja ich habe nun mal das Glück, dass ich vin Männern um meinen Bartwuchs beneidet wurde. Das Kosmetikstudio das die Nadelepilation durchführt hat den Aufwand auf mindestens 300 Stunden geschätzt...
Irgendwann ist der Bart vielleicht weg, aber der Rest der Körperbehaarung wird vermutlich bleiben. und auch da hat die Natur nicht gespart bei mir. Ich habe mich bereits damit abgefunden, dass ich vermutlich nie wieder schwimmen gehen werde oder mich in einem Bikini zeigen werde, denn es ist leichter zu beantworten wo ich keine Haare habe als zu schreiben wo ich überall Haare habe.
Der Vergleich des Bartschattens mit erektiler Dysfunktion hinkt in meinen Augen massivst und deutet ein mangelndes Verständnis an. Erektile Dysfunktion ist behandelbar medikamentös und durch eine Änderung der Lebensweise zum gesunden hin. Diese Möglichkeit habe ich nicht. Ich muss damit leben. Der dadurch erzeugte Leidensdruck ist, zumindest für mich, enorm groß.
Und ja, es kostet viel Geld, das ist mir völlig bewußt, aber das kosten andere Sachen auch. Egal ob selbstverursacht oder nicht. Es sollte bei so etwas nicht darum gehen was eine Behandlung kostet, sondern eher darum was es dem Patienten bringt.

LG
Patricia
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Re: Epilation und Krankenkasse

Post 27 im Thema

Beitrag von Lara Celine »

Hallo ihr Lieben,

Anstatt einen neuen Thread zu eröffnen, dachte ich mir ich bringe mein "Anliegen" erstmal hier an um das Forum zu schonen. :lol:

Ich hatte vor ein paar Tagen einen Termin beim Hautarzt bezüglich der Laserepilation.
Grund dafür war, dass ich vom Arzt ein Gutachten bzw Arztbrief haben wollte.
Diesen wollte ich für die Beantragung der Epilation bei der KK haben.
Bekommen habe ich diesen Arztbrief nicht sofort, sondern man versicherte mit, dass ich den Brief per Mail bekommen würde.

Heute bekam ich dann wider Erwarten einen Anruf der Ärztin.
Diese teilte mir mit, das ein Arztbrief nicht notwendig wäre. Laut ihrer Aussage müsste die KK vier Sitzungen pro "Areal" übernehmen, bevor was beantragt werden müsste.
Ich war sehr überrascht darüber, weil meine Informationen diesbezüglich völlig andere waren. Laut ihr sei dies seit ca Mitte letzten Jahres so.
Ich könnte also acht Sitzungen (vier linkes und vier rechtes Areal) ohne Beantragung machen und der Arzt würde mit der KK abrechnen. Das wäre in der Vergangenheit schon gemacht worden und hätte sogar funktioniert.
Sollte die KK sich quer stellen, würde der Arzt das intern mit der KK klären.

Ich bin zwar sehr euphorisch deswegen, aber auch sehr verwirrt, weil das halt überhaupt nicht dem entspricht was ich an Informationen habe.

Hat jemand auch solche Erfahrungen gemacht? Ist da was dran oder muss ich befürchten am Ende auf den Kosten sitzen zu bleiben? (Was ich selbstverständlich mit dem Arzt auch nochmal besprechen werde.)

Herzlichst
Eure Johanna
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Re: Epilation und Krankenkasse

Post 28 im Thema

Beitrag von Claudia-67 »

Hallo,
Laserepilation ist über die Krankenkasse abrechenbar.
10 Sitzungen waren kein Problem. Nadelepilation ist da etwas komplexer, geht aber auch.

Liebe Grüße
Claudia
Lara Celine
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Re: Epilation und Krankenkasse

Post 29 im Thema

Beitrag von Lara Celine »

Claudia-67 hat geschrieben: Fr 13. Jan 2023, 15:21 Hallo,
Laserepilation ist über die Krankenkasse abrechenbar.
10 Sitzungen waren kein Problem. Nadelepilation ist da etwas komplexer, geht aber auch.

Liebe Grüße
Claudia
Hallo Claudia,

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Re: Epilation und Krankenkasse

Post 30 im Thema

Beitrag von Dunja »

Hallo Johanna,

hast Du schon einmal daran gedacht, einfach deine Krankenkasse anzufragen, was Sie will?
Im meinem Fall ganz klar Diagnose, Antrag, Komorbitäten, Psychater / Psychotherapeut, gegengeschlechtliche Hormonbehandlung, Alltagstest, Kostenvoranschlag, Beratung beim Arzt, Translebenslauf, Gerichtsgutachten (im Falle einer bereits erfolgten Nä/Pä).
Wenn Du dich an deren Wünsche hälst, dürfte es einfacher gehen.

Viele Grüße Dunja
Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern vielmehr die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als Angst.
(Zitat aus dem Film "Plötzlich Prinzessin")
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