Ach wie krass, ich bin gerade durch meine alte Themen gegangen und bin auf dieses hier gestoßen. 29 Jahre alt, fast 10 Jahre her.
Seit dem hat sich vieles getan.
- 2015: Diagnose F64.0 - Transsexualismus
- 2020: Hochzeit mit meiner Frau - Feier fiel leider wegen einer ungeplanten Pandemie aus

- 2020: Geburt unserer Tochter und ein Gefühl völlig neuer Liebe

- 2020: Start der Hormontherapie
- 2021: komplette soziale Transition - es gibt nur noch Nora
- 2022: Familientherapie, Aufarbeitung meiner Kindheitstraumata, Diagnose Burnout
- 2022: kleine FFS (Lip Lift und Fettabsaugung Hals und Kinn mit Fadenlift)
Im nächsten Jahr geht es zurück in meine Herzensstadt Leipzig

der Umzug wird trotzdem schwer, weil wir hier in Berlin einfach viele liebe Freunde gefunden haben. Ich habe eine junge trans Frau aus Italien kennengelernt und wir sind inzwischen gut Freunde. Sie ist jetzt Ende 20 und ich erkenne viele meiner Zweifel und Ängste in ihr wieder. Ich fühle mich da etwas wie die große Schwester und hab jetzt schon ein schlechtes Gewissen umzuziehen. Aber Leipzig-Berlin ist man ja dann doch schnell gefahren
Achja zum Thema Depressionen... die sind mal stärker und mal schwächer. Tatsächlich kann ich diese nun durch die Burnout Diagnose viel besser differenzieren.
Ich nehme mich mehr raus und versuche social Media stark zu reduzieren. Negative Nachrichten wie Gewalt gegen LGBTQI+ Menschen oder TERFs, die gegen uns demonstrieren, blende ich aus so weit es geht. Mein Idealismus ist einem Selbsterhaltungstrieb gewichen.
Ich bleibe bei mir.
Mit meiner Tochter haben sich einfach viele Blickwinkel verschoben und meine oberste Priorität ist es ihr eine gute Mutter zu sein.
Naja, das war so mein Update der letzten 9 Jahre
