Outen, ja oder nein?
Outen, ja oder nein? - # 9

Lebensplanung, Standorte
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Michi
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Re: Outen, ja oder nein?

Post 121 im Thema

Beitrag von Michi »

elasweet2010 hat geschrieben: Di 15. Nov 2022, 10:36 ich wollte meiner Frau sagen, dass ich Interesse habe, mit Crossdressing anzufangen/experimentieren und danach langsam eskalieren lassen und schauen wie sich die Situation und Beziehung entwickelt
Hm .. ich weiß nicht. Natürlich hatte ich vor vielen Jahren bei meiner Ex-Frau u.a. auch mal ähnliche Überlegungen. Und auch später habe ich hin und wieder derartige Gedankengänge von anderen gelesen.

Ich sehe jedoch die Gefahr, dass deine als Neugier getarnten Absichten die Partnerin dazu bewegen könnten, dir das gleich rigoros ausreden zu wollen, um dich, sich und die Kinder davor zu schützen, dass die Nachbarn, Verwandten, Bekannten und Fremde wohl negativ reagieren würden. Und dann hast du ganz schlechte Karten, musst mit neuen Erklärungen nachsetzen. Es besteht dann die Gefahr, dass deine Frau befürchtet, dass auch diese Erklärungen nicht das Ende sind, da immer noch mehr Erklärungen nachkommen werden, und dir nicht mehr so vertraut.

Ob man das Risiko eingehen möchte, oder lieber gleich bei der Wahrheit bleibt, weil man sicher umgekehrt auch nicht an der Nase herumgeführt werden möchte, muss jede für sich selbst entscheiden.
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Violetta Arden
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Re: Outen, ja oder nein?

Post 122 im Thema

Beitrag von Violetta Arden »

Es gibt keinen verbindlichen Rat Outen oder nicht - das mußt Du ganz für Dich alleine entscheiden - Du kennst hoffentlich Deine Frau am besten - Du kennst wohl ihre Haltung - vielleicht war mal irgendwas in der Richtung Thema (wo auch immer) und sie hat irgendwas dazu gesagt? Auf die Dauer ist Heimlichkeit ein schlechter Begleiter - und irgendwann kommt es dann doch raus, weil man nicht richtig aufgepasst hat z.B.
Und da wir alle hier Deine Frau nicht kennen gibt es wohl auch keine, die Dir das Richtige raten kann.
Alles Gute
Violetta
Mein weibliches Ich ist ein Teil von mir und lässt sich nicht mehr unterdrücken. Ungenützte Zeit lässt sich nie mehr zurückholen.
Lebe Dein Leben.

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scheue_Sarah
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Re: Outen, ja oder nein?

Post 123 im Thema

Beitrag von scheue_Sarah »

Ich habe mich letzte Woche mit einer guten Freundin getroffen.
Obwohl wir regelmäßigen Kontakt über die "sozialen Kanäle" haben, hatten wir uns über drei Jahre nicht gesehen. Dann saß ich ihr in einem Restaurant gegenüber.
Längere Zeit vorher hatte ich schon überlegt ihr von Sarah zu erzählen und die Entscheidung darüber offen gelassen. Die Situation sollte sich ergeben...

Sie ergab sich nicht.
Es war mehr ein Gespräch über gravierende Alltagsprobleme, ich hörte zu. Die Stimmung war eher betrübt.
Sie wäre wohl die erste Person aus meinem eh kleinen Freundeskreis, der ich mich geöffnet hätte. Aber mein buntes Bild passte so gar nicht in den grauen Rahmen an diesem Abend. Die nächste Gelegenheit wird irgendwann kommen, ob es dann passt werde ich sehen...

Schade eigentlich
Sarah
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aus der Rocky Horror Picture Show

"Es braucht einen echten Mann, um sich mit seiner weiblichen Seite wohlzufühlen..."
Backstreet Boy AJ McLean aus Solidarität zu Harry Styles' Foto im Kleid auf der Vogue
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Re: Outen, ja oder nein?

Post 124 im Thema

Beitrag von elasweet2010 »

Marina hat geschrieben: Fr 25. Nov 2022, 18:59 ob es der richtige Schritt war. Bin ich mir sicher? Nein! Meine Frau macht z.B. häufig mein Make-up, kann ich da klagen? Eigentlich nicht.
besser geht nicht?
Ich verstehe nicht, wo ist Problem?

Gruß
Ella
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Re: Outen, ja oder nein?

Post 125 im Thema

Beitrag von betty123 »

Marina hat geschrieben: Fr 25. Nov 2022, 18:59 So wie ich es in meiner Vorstellung hab beschrieben, bin ich gegenüber meiner Frau geoutet. Damit ist ein großes Paket Last bei mir weg, aber bei meiner Frau ist ein mindestens ebenso großes dazu gekommen.
Bei allen Glücksgefühlen meinerseits hatte ich doch noch häufig Zweifel ob es der richtige Schritt war. Bin ich mir sicher? Nein! Meine Frau macht z.B. häufig mein Make-up, kann ich da klagen? Eigentlich nicht.
Wie hier oft beschrieben kannst nur du versuchen die Situation einzuschätzen und abzuwägen. Die Gefahr das die Beziehung in die Brüche geht ist enorm.
Liebe Grüße
Marina
Glückwunsch - da hast du auch sehr großes Glück eine verständnisvolle Partnerin zu haben. Ich habe schon Ablehnungen von professionellen Makeup Artists bekommen.
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Re: Outen, ja oder nein?

Post 126 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Hallo Ella,

im Laufe der Jahre hat sich für mich und meinen Blickwinkel vieles verschoben. Grundsätzlich sehe ich das wie Lexi das kürzlich beschrieben hat. "Outing" oder nicht ist für mich keine Frage. Gute Eltern oder Partner/in zu sein hat viel damit zu tun, selber der oder die zu sein, die man in sich fühlt. Sich selber in einem wesentlichen Thema zu verstecken, bedeutet, dass man ein falschen Bild von sich abgibt und, aus der eigenen Sicht, die falschen Werte repräsentiert. Will man, dass die Kinder oder die Partner/in offen mit einem selber sind, muss man dafür in Vorleistung treten. Man kann nur das von Anderen erwarten, was man selber zu geben bereit ist.

Man kann noch so sehr die Punkte abwägen und andere Fragen, aber irgendwann muss man seine Entscheidung selber treffen.

Bei mir hat sich im Laufe der Zeit die Einstellung zu mir selber geändert. Ich nehme mich und meine Bedürfnisse heute ernst. Das macht Gespräche nicht einfacher, aber ich weiß für mich selber, dass ich ohne mein weibliches Ich nicht leben will. Ich brauche mich nicht zu "outen", denn ich binn wie ich bin und mache weder etwas Unrechtes noch Falsches. Sich "outen" bedeutet, dass man selber nicht in Ordnung ist. Das ist aber nicht der Fall. Man lebt nur anders als das gemeinhin üblich ist. Ich bin keine Zumutung für andere, sondern ein Gewinn. Mit mir erlebt man Dinge, die mit anderen nicht möglich wären. Mit mir kann man Perspektiven erreichen, die nicht Jede/r erreicht. Ich bin positiv und keine Belastung. Ich lasse mich nicht in eine Ecke drängen.

Was ist das Problem ? Wenn ich auf mich selber schaue, haben meine Ängste und meine Scheu mich zu "outen" sehr viel damit zu tun, dass ich viel zu wenig Selbstbewusstsein hatte (und manchmal auch noch habe). Ich habe mich schlecht gefühlt, weil ich eine Frau in mir gespürt habe. Der Wunsch, als solche anerkannt und betrachtet zu werden, kam mir wie eine Zumutung vor. Und ich wusste, dass diese Gedanken Blödsinn waren. Trotzdem ist die Befreiung davon sehr schwierig gewesen. Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn ich mich als Frau sehe und selbstbewusst so lebe, werde ich auch von den meisten anderen Menschen so respektiert und akzeptiert. Das konnte ich erreichen, in dem ich immer mehr die Haltung annahm, dass man mich so nehmen soll, wie ich bin und das hat funktioniert.

Aber je näher einem die Menschen sind, um so schwieriger war und ist das für mich. Vor der eigenen Frau zu stehen und ihr zu sagen, dass ich mich (oft bis meistens) als Frau fühle und so leben möchte, ist eine andere Liga, weil hier die Ängste viel prominenter werden. Aber das, was ich in der Öffentlichkeit erreicht habe, konnte ich Stück für Stück auch im Privaten umsetzen, auch wenn ich hier noch einige Schritte gehen muss. Ganz wichtig war für mich das Selbstbewusstsein, mit dem ich in die Gespräche ging. Das gab mir die innere Stärke für die Gespräche. Es geht dabei um Augenhöhe und darum, sich nicht unterzuordnen, weil man das eigene Treiben verurteilt.

Das bedeutet nicht, dass man dem/der Anderen einfach damit konfrontiert und dan dem Motte "friss Vogel oder stirb". Es geht darum, dass man sich selber ernst nimmt und nur dann kann man von der Partnerin ernst genommen werden. Dazu muss man sich selber bewusst werden. Und wenn man sich selber unsicher ist oder Ängste hat, kann auch das kommuniziert werden. Das ist offen und ehrlich. Darauf kommt es mMn an. Ich habe einmal meiner früheren Schwiegemutter aus Höflichkeit gesagt, dass ich ein Essen von ihr gut fand. Ich bekam später sehr häufig dieses Essen, weil sie glaubte, dass ich das Essen gut fand. Dumm gelaufen. Rücksicht ist eine gute Sache, aber bitte an der richtigen Stelle. Rücksicht bedeutet nicht, dass man die ureigenen Bedürfnisse abwerten muss.

Wir haben nun einmal diese besonderen Qualitäten. Warum sollten wir sie verstecken und verleugnen ?
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
Juliane
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Re: Outen, ja oder nein?

Post 127 im Thema

Beitrag von Juliane »

Liebe Vicky,

Worte in denen ich mich, in denen ich meine Handlungen und Entscheidungen, zu beinahe 100% wiederfinde.
Einfach einmal "Danke" dafür.

Und sehr schön und befreiend ist, wenn das eigene Umfeld das auch so sieht und mitzieht.

Liebe Grüße, Juliane
Die mich kennen mögen mich. Die mich nicht mögen können mich. Frei nach Konrad Adenauer
Karla
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Re: Outen, ja oder nein?

Post 128 im Thema

Beitrag von Karla »

...selbst wenn ich jetzt wieder contra kriege:
Tessa Ganserer hat uns vorgemacht, daß und wie es geht!
(o.K. - so 'ne tolle Partnerin hat nicht jede!!!)
Tessa ist im Bundestag!!!

...so ein Vorbild hätte ich vor fast 50 Jahren gebraucht!

Sowohl Tessa als auch ich haben "die Familienplanung im falschen Körper" hingekriegt - zumindest ICH wünsche das allen - ob cis oder trans!!!

Bei trans-Frauen können Spermien (rechtzeitig) konserviert werden, trans-Männer haben Kinder geboren: Kinderwunsch und Transidentität sollten sich nicht ausschließen!!!
(manchmal muß halt ein bißchen "gezaubert" werden!)

...dann gibt es halt:
Baba - trans-Mann nach Geburt, "Mama" paßt nicht!
Ompa: als ich diese Nachricht von einem trans-Mann bekam: "bin Ompa geworden!" - ... Tränchen! - ich warte darauf seit ca 20 Jahren!

...wenn auch "Männern" endlich auch ihre weibliche Seite zugestanden wird, wäre unsere Gesellschaft weiter!!!

LG Karla
Ein Leben ohne Möps(chen) ist möglich, aber sinnlos. (frei nach Loriot)
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Re: Outen, ja oder nein?

Post 129 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Karla hat geschrieben: Mo 5. Dez 2022, 10:01 Bei trans-Frauen können Spermien (rechtzeitig) konserviert werden, trans-Männer haben Kinder geboren: Kinderwunsch und Transidentität sollten sich nicht ausschließen!!!
(manchmal muß halt ein bißchen "gezaubert" werden!)
Bei einigen Möglichkeiten frage ich mich allerdings, wie es den Kindern später damit geht.
Manche, die sich als "Trans" (mit und ohne Stern und +-_) wollen "ALLES"; aber der Blick reicht in vielen Fällen nur bis zur eigenen Nasenspitze und nicht bis zum Horizont.
Wie gut, dass ich mich von einigen Menschen und deren Tun distanzieren kann, wenn ich gefragt werde, "ob ich auch so eine bin".
Aber ich bin ja nicht "Trans".
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Re: Outen, ja oder nein?

Post 130 im Thema

Beitrag von Blossom »

Karla hat geschrieben: Mo 5. Dez 2022, 10:01 Sowohl Tessa als auch ich ...
Abgesehen davon, dass es wieder einmal kaum deren Erwähnung bedurfte - auch wenn du dich offensichtlich daran festgebissen hast ... Was hat Spermien-Konservierung etc mit dem Thema "Outen, ja oder nein?" zu tun ... kopfschüttel
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
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Re: Outen, ja oder nein?

Post 131 im Thema

Beitrag von Momo58 »

Gehört zwar nur zum Teil in diesen thread, aber es zeigt sich wie schwierig die rechtliche Seite wird, wenn Trans (mit und ohne*-+) einen Kinderwunsch haben.

https://www.gesetze-bayern.de/Content/D ... 98?hl=true

Wäre zumindest ein neues Thema wert, deshalb bitte ich Anne-Mette um Verschiebung.

Liebe Grüße
Manuela
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Re: Outen, ja oder nein?

Post 132 im Thema

Beitrag von Nico »

Ist zwar absolut offtopic:
Anne-Mette hat geschrieben: Mo 5. Dez 2022, 10:24
Karla hat geschrieben: Mo 5. Dez 2022, 10:01 Bei trans-Frauen können Spermien (rechtzeitig) konserviert werden, trans-Männer haben Kinder geboren: Kinderwunsch und Transidentität sollten sich nicht ausschließen!!!
(manchmal muß halt ein bißchen "gezaubert" werden!)
Bei einigen Möglichkeiten frage ich mich allerdings, wie es den Kindern später damit geht.
Manche, die sich als "Trans" (mit und ohne Stern und +-_) wollen "ALLES"; aber der Blick reicht in vielen Fällen nur bis zur eigenen Nasenspitze und nicht bis zum Horizont.
Ich weiß nicht, ob ich dich richtig verstanden habe. Aber wieso sollten Kinder in irgendeiner Form darunter leiden, wenn ihre Eltern trans sind und/oder sie durch künstliche Befruchtung gezeugt worden sind?

Das Einzige wovon ich gehört habe ist, dass einige Kinder damit kämpfen, nicht zu wissen, wer ihre biologischen Eltern sind (Keimzellspende o. Adoption) oder dass sie von den leiblichen Eltern "nicht gewollt" waren (Adoption).
Beides ist aber bei trans Eltern nicht oder nicht häufiger als bei cis Eltern der Fall. Wo ist da genau die Problematik?
LG Nico
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Re: Outen, ja oder nein?

Post 133 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Nico hat geschrieben: Mo 5. Dez 2022, 17:45 Wo ist da genau die Problematik?
Ich könnte mir vorstellen, dass "von einem Vater geboren" problematisch sein könnte.
Weiterhin ist (noch) nicht klar, welche Auswirkungen die medizinischen Behandlungen im Zuge der Transsexualität auf ein Kind im "Vaterleib" haben.
Nico
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Re: Outen, ja oder nein?

Post 134 im Thema

Beitrag von Nico »

Vom Vater geboren ist für mich nur ein Problem in einer intoleranten Gesellschaft.
Medizinisch sehe ich kein Problem, wenn für die Zeit der Schwangerschaft die HRT unterbrochen wird und der Hormonlevel wieder im weiblichen Bereich ist. Personen die erfolgreich Schwanger werden wollen, müssen eh Testo absetzen, da es die Fruchtbarkeit herabsenkt. Ungeplante Schwangerschaften sind nochmal etwas anderes.
LG Nico
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Re: Outen, ja oder nein?

Post 135 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Nico hat geschrieben: Mo 5. Dez 2022, 18:05 Vom Vater geboren ist für mich nur ein Problem in einer intoleranten Gesellschaft.
Das ist ja das Problem: "MICH". Die "intolerante Gesellschaft" hat großen Einfluss, wenn das Kind später die Schule(n) besucht.
Nico hat geschrieben: Mo 5. Dez 2022, 18:05 Medizinisch sehe ich kein Problem, wenn für die Zeit der Schwangerschaft die HRT unterbrochen wird und der Hormonlevel wieder im weiblichen Bereich ist.
"ICH" - das kann nicht immer hochgerechnet werden auf eine Gesamtsituation.

Zwar nicht genau zum Thema, aber es zeigt, dass nicht alles "ganz einfach ist, was möglich ist":
Reproduktionsmedizin: Fruchtbarkeitsbehandlung beeinflusst Wachstum von Kindern
https://www.spektrum.de/news/ivf-frucht ... rn/1835581

Zum Thema "vom Vater geboren" liegen meines Wissens noch keine Erfahrungen vor.
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