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My body isn"™t ruined "” top surgery, detransition, and motherhood
Ich finde das Video so hoffnungsvoll offen und ehrlich
und es zeigt das auch eine Detransition nicht nur schlecht verläuft
wie so oft behauptet wird und alles zerstört ist.
Mutter und Kind wohlauf - Kurve noch rechtzeitig gekriegt - Glückwunsch! (und als trans-Frau bißchen Neid)
Stillen kann sie aufgrund der Mastektomie (=top surgery - Brustamputation) nicht und fragt sich, wie es wäre wenn...
Die Stimme ist wohl etwas tiefer? (vorher - nachher - Vergleich habe ich natürlich nicht)
Damenbart? - kommt auch bei cis-Frauen ohne HET teils vor (hat mich früher bei Frauen ziemlich gestört, seit meiner HET - jetzt auch selbst betroffen - bin ich bei anderen tolerant bis wohlwollend - nur das eigene 'Gestrüpp wär ich gern los)
- das Video sollte sich jeder trans-Junge anschauen!
(Schwangerschaft geht übrigens bei trans-Männern auch ohne Detransition!)
...dann hat das Kind halt einen "Baba" (Wortspiel, aus Babuschka? und Papa)
Charlotte von Mahlsdorf und Kerstin Ott fielen mir noch als role models ein, die auf medizinische Maßnahmen m.W. verzichtet haben.
Muß das perfekte Passing sein: Penoid, Neo-Vagina... - für uns selbst oder die Umwelt? - um weniger aufzufallen???
Alle diese Überlegungen sollte mensch vor irreversiblen Operationen anstellen!
LG Karla
Ein Leben ohne Möps(chen) ist möglich, aber sinnlos. (frei nach Loriot)
... um so wichtiger ist eine gute Eigenreflektion und ärztlicher Beratung vor irrevesiblen operativen Maßnahmen.
Ob man trans* ist oder nicht weiß nur die Person selbst, kein Arzt / kein Psychologe / kein Psychater. Um so erschreckender
finde ich, wie leicht es mittlerweile zu sein scheint ein Indikationsschreiben für die Hormontherapie zu bekommen. Ich habe
es bei 2 Personen über einen (örtlichen) Stammtisch mitbekommen die schon mit dem Kopf ganz weit bei der GaOP waren.
Missgunst? Neid? Nein, aber meine persönliche Meinung ist es, dass es weiterhin neben der erwähten Eigenreflektion und
Beratung auch gewisse Pflichtzeiten geben muss bis man Maßnahme A oder B erhält.
Persönlich gehöre ich, als Frau mit Trans-Hintergrund (den Weg abgeschlossen), zur Ganz- oder Garnicht Fraktion. Ich gestehe
jeder* Person individuellen Entscheidungen zu sich für oder gegen z. B. die GaOP, Mastektomie, Penoid Aufbau etc. zu entscheiden.
Die früheren Regelungen im TSG waren entsprechend überholungsbedürfig und wurden zurecht für unwirksam erklärt.
Ich habe keine Lust, als aktive Tauchsport- und Schwimmlehrerin jeweils im Badeanzug, in der Schwimmhalle oder im Freibad,
wo ich mich sehr oft aufhalte, entsprechend aufzufallen. Gleiches z. B. auch in der (Damen-)Sauna oder bei evtl. unangenehmen
Situationen z. B. Abtasten bei der Security am Flughafen (wenn ich das Ding noch hätte), wäre für mich sehr unangenehm,
auch wenn sie diskret vorgehen und entsprechend geschult sind.
Für mich war das "Ding" ein ekliger Fremdkörper das weg musste, trotzdem habe ich die GaOP erst als dritte operative
Maßnahme mit einer Vorlaufzeit von 1,5 Jahren nach Beginn der Transition gehabt, eben drum mir selbst genügend Zeit
zum reflektieren zu geben. Es hat mich psychisch belastet und so gesehen, habe ich es für mich getan, nicht fürs Passing.
Abschließend ... Jeder* Person den individuellen Weg, gut das heute vieles möglich ist und auch noch verbessert wird.
Ich würde mir, auch wenn ich mich wiederholen mag, wünschen, dass jede* Person die sich auf "die Reise" begibt nicht
das Ziel eben als Ziel sieht, sondern den Weg "gewisse Milestones" nutzt, um zu reflektiieren und eine fachliche Beratung
sowie Aufklärung vor gewissen OPs Pflicht werden.
Severine hat geschrieben: Sa 3. Dez 2022, 11:11
... um so wichtiger ist eine gute Eigenreflektion und ärztlicher Beratung vor irrevesiblen operativen Maßnahmen.
Das halte ich auch für sehr wichtig. Ich weiß freilich nicht, wie konkret entsprechende Beratungen ablaufen, weil ich mich trotz intensiver Beschäftigung mit dem Thema bisher nicht an dem Punkt sehe, diesen Schritt zu gehen.
Doch auf Grund der Tatsache, dass man Transidentität nicht von außen diagnostizieren kann, sondern dies eine persönliche Einordnung ist, finde ich, dass man den Betroffenen möglichst eindringlich klar machen sollte, dass nur sie selbst die Verantwortung für diese Entscheidung tragen können. Die behandelnden Ärzte und Psychologen können ihnen die Entscheidung nicht abnehmen und tragen auch nicht die Verantwortung dafür, wenn sich die Entscheidung als Irrtum herausstellen sollte.
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.