Anhören und Download: https://www.deutschlandfunk.de/transges ... e-100.htmlGäste:
Freyja Pe* von Rüden, systemische Berater*in und Coach, Bremen
Brix Schaumburg, Schauspieler und Coach, Berlin
Dr. Timo Nieder, Leitung der Spezialambulanz für Sexuelle Gesundheit und Transgender-Versorgung, Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf
Am Mikrofon: Daniela Wiesler
Ein Mädchen, das tief im Inneren weiß, eigentlich ein Junge zu sein. Oder ein Junge, der mit den Erwartungen, die an ihn herangetragen werden, nichts anfangen kann, weil er spürt: Auch wenn die Geschlechtsorgane anderes vermuten lassen — eigentlich ist er ein Mädchen. Solche Gefühle und Gewissheiten verfestigen sich, wenn sie sich auch während der Pubertät nicht verändern. Daraus folgt oftmals ein schwieriges Erwachsenenleben, weil das menschliche Grundbedürfnis, authentisch zu leben, nicht erfüllbar scheint. Schließlich erfolgt das Outing und das Erleben der Konsequenzen, die sich daraus ergeben. Der Weg, den Transmenschen hinter sich haben, bis sie bei sich selbst angekommen sind, ist oft ein steiniger. Dass immer mehr Menschen angeben, ihr ursprüngliches Geschlecht habe mit ihnen nichts zu tun, zeigt, dass das keine Einzelschicksale sind. Auch das geplante und nicht unumstrittene Selbstbestimmungsgesetz der Bundesregierung trägt dieser Tatsache Rechnung. Was bedeutet eigentlich Transgender? Wie fühlt sich das für Betroffene und ihr Umfeld an, wie ist der psychologische und medizinische Umgang damit und wie steht es mit der gesellschaftlichen Akzeptanz?
War jetzt nicht viel neues, aber viel gut gesagtes und gut erklärtes. Auch weil sie sehr gute Leute dafür eingeladen hatten. Es wurde auch mehrfach hervorgehoben, dass medizinische und rechtlich/soziale Transition zwei verschiedene Zweige sind. Dass Bedarfe unterschiedlich sind. Dass der Haupt-Leidensfaktor in der Regel nicht das eigene trans-sein, sondern die Reaktion der Mitmenschen ist. Abinarität wurde leider nicht erwähnt.