Correktiv | Grundwasser-Atlas
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Anne-Mette
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Correktiv | Grundwasser„Atlas

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Hier wird gezeigt, wie es mit unserem Grundwasser ausschaut:

https://correctiv.org/aktuelles/klimawa ... obal-de-DE
Bea Magdalena
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Re: Correktiv | Grundwasser„Atlas

Post 2 im Thema

Beitrag von Bea Magdalena »

Interessanter Link 👍

... ein weiterer Grund weshalb die Grundwasserpegel sinken, ist unser Umgang mit dem "verbrauchten Trinkwasser".
Wir leiten es in Kläranlagen und danach in Flüsse, womit es dann ins Meer fließt und damit nicht mehr zum Wiederauffüllen der Trinkwasserreserven genutzt wird.
Das entnommene Wasser wieder zu versickern wäre m.M. nach wesentlich nachhaltiger
ich bin keine Frau, leider
und werde bedauerlicherweise auch nie eine Frau (100%) werden können.
Aber: ich fühle mich als Simulation einer Frau und dabei bin ich mega glücklich!
Nicole Fritz
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Re: Correktiv | Grundwasser„Atlas

Post 3 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Hallo,

ich zitiere zum Thema 'absinkendes Grundwasser' einfach einmal aus dem Manuskript zu meinem neuen Buch. Es geht dort um Grenzwissenschaft, und in dem Kapitel, aus dem ich zitiere, ist das Thema 'teilweise kristallisiertes Wasser in Grenzschichten als Speichermedium für ein Universelles Gedächtnis'.

......
Mit der beschriebenen Wirkung des Wasser-Moleküls als Dipol kann man auch erklären, wie Wasser ohne Pumpe bergauf fließt. Viktor Schauberger bezeichnete das als Bio-Magnetismus. Auch wenn es nicht unbedingt das ist, was wir in Physik und Technik unter der Magnetkraft verstehen, gibt es hier wie bei magnetischen Polen die Wirkung entgegen gesetzter elektrischer Ladungen. Gemäß der Definition sind es aber eher elektrische als magnetische Kräfte.

In einer Kapillare, also einer sehr dünnen Röhre mit etwa der zweifachen Dicke der Grenzschicht, ziehen sich die Wasser-Moleküle von den elektrischen Kräften angezogen immer weiter nach oben. Dabei gibt es keine maximale Höhe, da die Kräfte über die gesamte Länge wirksam sind, und der vertikale Anteil für jeden Winkel gleich ist. Wenn also die Kapillare länger und der Höhenunterschied größer ist, so ist es auch die Summe der Kräfte.

Im Gegensatz zum Druckrohr hinter einer Pumpe, kann aus einer Kapillare kein Wasser frei hinaus fließen. Hier kommt es erst zu einer Bewegung, wenn das Wasser am oberen Ende eines Systems aus Kapillaren verdunstet. Das geschieht überall an den Blättern der Pflanzen. So kommt es zum Saftfluss durch die Stämme und Stängel der Pflanzen von den Wurzeln zu den Blättern. Bei Bäumen werden dabei mehr als 100 m Höhe überwunden. Die dafür benötigte Energie liefert die Sonne.

In der Schule lernt man etwas von einem Kreislauf des Wassers mit Verdunstung, Wolkenbildung, Niederschlag und das Abfließen des Wassers durch Bäche und Flüsse. Danach stammt das Wasser in den Bächen und Flüssen ausschließlich vom Niederschlag, der auf höher gelegene Gebiete fällt. Von einem zusammen hängenden System von Grenzschichten in den Spalten und Klüften des Untergrunds erfährt man aber nichts.

Betrachtet man jedoch das riesige Volumen, das auf diese Weise als Kapillar-System wirksam ist, könnte erheblich mehr Wasser durch Kapillare auf die Berge hinauf steigen als mit dem Niederschlag dort hin gelangt. Schauberger fiel das bei seinen Beobachtungen in den Wäldern auf, wo er als Förster tätig war. Auch wenn es im Sommer schon lange heiß und trocken war, sank der Grundwasserspiegel in bewaldeten Hochlagen kaum ab. In Senken sammelte sich dann das Wasser und floss schließlich als Bach talwärts.

Was Schauberger dazu schrieb, ist wieder ähnlich wie seine Beschreibungen zur Repulsine kaum verständlich. Schaut man sich jedoch unter dem Aspekt des Vorstehenden an, was in einem höher gelegenen Wald geschieht, findet man die Erklärung dafür, wie es funktioniert. Wie bei den Blättern der Pflanzen ist auch hier wieder die Verdunstung die treibende Kraft, und die Sonne liefert die nötige Energie. So führen die vielen Bäche auch dann immer noch reichlich Wasser, wenn es schon lange nicht mehr geregnet hat.

Man könnte nun den Boden bis hinunter ins Tal als Verlängerung der Kapillaren über die Wurzeln hinaus ansehen. Das ist aber nur ein Aspekt. Das Wasser verdunstet nicht nur in den Blättern, sondern auch am Boden, wenn das Grundwasser in kleinen Senken bis zur Oberfläche reicht. Wenn es dann dicht am Boden genug Pflanzen gibt, wird von ihnen die tagsüber entstandene feuchte Luft fest gehalten. Eine ähnliche Wirkung haben auch vor Wind geschützte Mulden im Gelände oder kleine Lichtungen im Wald.

So wird tagsüber warme feuchte Luft fest gehalten. Wenn die dann abends abkühlt, sammelt sich das daraus kondensierte Wasser an der tiefsten Stelle am Boden. Es entsteht ein Tümpel, und wenn der über läuft, fließt von diesem Tümpel ein kleiner Bach ins Tal hinab. Damit haben wir oben auf einem Berg eine Quelle, die mit Wasser gespeist wird, das mit der Energie der Sonne vom Tal nach oben steigt. Eine solche Quelle versiegt auch dann nicht, wenn es lange Zeit keinen Niederschlag gibt. Je wärmer es ist, desto mehr Wasser kann verdunsten. Entsprechend mehr Wasser führt dann auch der Bach.

Wenn man sich nun das anschaut, was als Folge des Klimawandels von vielen Wäldern übrig geblieben ist, zeigt sich mit dem zuvor Beschriebenen ein fataler Teufelskreis. Ein großer Teil der Bäume ist vertrocknet und musste abgeholzt werden, damit er nicht vom Borkenkäfer gefressen wird. Das verdunstende Wasser wird kaum noch von Pflanzen fest gehalten und mit dem Wind weg geweht. In den Tümpeln sammelt sich also nur noch wenig Wasser. Die Bäche versiegen. Damit wird es noch trockener, und noch mehr Bäume verdorren.
.....

Zum Thema Klimawandel möchte ich nur anmerken, dass aus meiner Sicht CO2 dabei nur ein Faktor von vielen ist. Man verschone mich also bitte mit so etwas wie dem Fordern einer CO2-Steuer. Den Einfluss von in Kläranlagen fließendem Trinkwasser halte ich im Verhältnis zum vorstehend Beschriebenen für recht gering.

LG Nicole
Lana
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Re: Correktiv | Grundwasser„Atlas

Post 4 im Thema

Beitrag von Lana »

Liebe Nicole,

das sind interessante Gedanken. Der Kapillareffekt ist in der Physik ja wohlbekannt.

Inwiefern der tatsächlich über größere Höhenunterschiede in einem relativ offenen System wie dem Boden funktioniert weiß ich nicht. Ich habe so meine Zweifel, weil Böden viel Wasser verdunsten können, wenn sie durch Sonneneinstrahlung erwärmt werden. Wieso sollte das enthaltene Kapillarwasser über größere Strecken hangaufwärts transportiert werden, wenn es ortsnah an der Oberfläche verdunstet werden kann?
Du erklärst das mit der Abschattung durch Bäume. Es gibt aber auch in waldfreien trockenen Gebirgen außerhalb Europas perennierende Quellen. Woher kommt dann deren Wasser?

LGL
Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
Blaise Pascal
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