Personalpronomen: Tagung befasst sich mit Er, Sie und They
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Olivia
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Personalpronomen: Tagung befasst sich mit Er, Sie und They
Mit Pronomen wie diesen lassen sich unterschiedliche Identitätskonzepte von non-binären Menschen ausdrücken. Gerade vielen Jüngeren ist die richtige Bezeichnung ein wichtiges Anliegen, Kritikern treiben die -«Gender Pronouns-» dagegen regelmäßig die Zornesröte ins Gesicht.
https://www.msn.com/de-de/finanzen/top- ... 23d6dcc771
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Karla
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Re: Personalpronomen: Tagung befasst sich mit Er, Sie und They
aus dem Artikel:
-«Ich beobachte, dass sich eher das Nennen des Namens durchsetzt-», sagt König. -«Und das finde ich eine sehr gute Lösung, weil wir dann keine neuen Worte erfinden müssen.-» Ein Beispielsatz: -«Steffi putzt sich die Zähne, bevor Steffi ins Bett geht.-»
Sooo einfach kann es sein!
Sprachästheten und/oder Ewig-Gestrige dürfen einen Kurznamen verwenden, damit denen kein Zacken aus der Krone bricht.
Alle anderen können die Neopronomina verwenden!
Andererseits haben wir schon so viele Anglizismen in der deutschen Sprache, daß es auf ein "They" für nichtbinäre Menschen nicht mehr ankommt!
DAS sollte mensch eigentlich noch lernen können!
Je eher ich das weiß, desto besser kann ich mich auf eine nonbinäre und sogar auf eine multiple Persönlichkeit einstellen!
LG Karla
-«Ich beobachte, dass sich eher das Nennen des Namens durchsetzt-», sagt König. -«Und das finde ich eine sehr gute Lösung, weil wir dann keine neuen Worte erfinden müssen.-» Ein Beispielsatz: -«Steffi putzt sich die Zähne, bevor Steffi ins Bett geht.-»
Sooo einfach kann es sein!
Sprachästheten und/oder Ewig-Gestrige dürfen einen Kurznamen verwenden, damit denen kein Zacken aus der Krone bricht.
Alle anderen können die Neopronomina verwenden!
Andererseits haben wir schon so viele Anglizismen in der deutschen Sprache, daß es auf ein "They" für nichtbinäre Menschen nicht mehr ankommt!
DAS sollte mensch eigentlich noch lernen können!
Je eher ich das weiß, desto besser kann ich mich auf eine nonbinäre und sogar auf eine multiple Persönlichkeit einstellen!
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Jaddy
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Re: Personalpronomen: Tagung befasst sich mit Er, Sie und They
Es ist tatsächlich so einfach
Pro nomen heisst ja "für den Namen" im Sinne von "statt des Namens".
Höfliche Form: Vor und Nachname. Z.B. beim Aufruf im Wartezimmer. Vorname und siezen ist auch häufig angebracht.
Eine Bitte allerdings: Keine Pronomen für andere Personen vermuten, raten, deuten. Also weder binäre (er, sie), noch andere (en, sey, they, ...). Für viele nichtbinäre Menschen sind ihre eigenen Pronomen genauso wichtig wie ihre Nomen also Namen. Das hat wohl, nach meinem (Selbst)Gefühl, (Selbst)Erfahrung und (Selbst)Beobachtung mit der Unsicherheit, Vorbildlosigkeit und auch der Sprachlosigkeit über nichtbinäres Sein und Fühlen zu tun.
Name passt immer. Für alles andere am besten höflich und diskret persönlich fragen
Höfliche Form: Vor und Nachname. Z.B. beim Aufruf im Wartezimmer. Vorname und siezen ist auch häufig angebracht.
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Karla
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Re: Personalpronomen: Tagung befasst sich mit Er, Sie und They
Hallo Jaddy,
...im Prinzip, sagt Radio Eriwan...
Dazu muß Deinem Gegenüber jedoch zunächst einmal klar werden, daß DU nichtbinär bist.... ...trans ist schon schwer vermittelbar, mit non-binary habe selbst ich als "trans-Mädel" lange Zeit Probleme gehabt... - irgendwann hab ich dann einen trans-Mann kennengelernt: KOMPLEMENTÄRBIOGRAPHIE!!! - wir haben lange geredet!!!
...wahrscheinlich mußt Du DEN IRRTUM Deinem Gegenüber zunächst zugestehen!
...zumindest Stand heute, solange nicht jede:R einen Button mit Pronomen: xyz, Anrede: ???, Gender: ... trägt
Wer uns vielleicht 1-mal im Leben übern Weg läuft, den geht unser Gender,... nix an! -> laß den Menschen laufen!!!
Wer mit mir in längerem Kontakt ist: Notfalls mach ich es zum Joke: Jetzt hab ich extra für SIE/DICH das Kleid rausgeholt!!!
Mein Gegenüber kann mich dann als KARLA akzeptieren, oder ich breche den Kontakt ggf. ab...
... oder gehe zum Gegenangriff über wegen bewußten Misgenderns,...
...bitte verzeih Deinem Gegenüber die 1. Fehleinschätzung: SCHWUL ist in der Gesellschaft (teils) angekommen, trans arbeitet daran, die anderen Varianten haben >90% der Bevölkerung so noch nich auf dem Schirm!!!
...im Prinzip, sagt Radio Eriwan...
Dazu muß Deinem Gegenüber jedoch zunächst einmal klar werden, daß DU nichtbinär bist.... ...trans ist schon schwer vermittelbar, mit non-binary habe selbst ich als "trans-Mädel" lange Zeit Probleme gehabt... - irgendwann hab ich dann einen trans-Mann kennengelernt: KOMPLEMENTÄRBIOGRAPHIE!!! - wir haben lange geredet!!!
...wahrscheinlich mußt Du DEN IRRTUM Deinem Gegenüber zunächst zugestehen!
...zumindest Stand heute, solange nicht jede:R einen Button mit Pronomen: xyz, Anrede: ???, Gender: ... trägt
Wer uns vielleicht 1-mal im Leben übern Weg läuft, den geht unser Gender,... nix an! -> laß den Menschen laufen!!!
Wer mit mir in längerem Kontakt ist: Notfalls mach ich es zum Joke: Jetzt hab ich extra für SIE/DICH das Kleid rausgeholt!!!
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... oder gehe zum Gegenangriff über wegen bewußten Misgenderns,...
...bitte verzeih Deinem Gegenüber die 1. Fehleinschätzung: SCHWUL ist in der Gesellschaft (teils) angekommen, trans arbeitet daran, die anderen Varianten haben >90% der Bevölkerung so noch nich auf dem Schirm!!!
LG KarlaJaddy hat geschrieben: Fr 21. Okt 2022, 12:17 Es ist tatsächlich so einfachPro nomen heisst ja "für den Namen" im Sinne von "statt des Namens".
Höfliche Form: Vor und Nachname. Z.B. beim Aufruf im Wartezimmer. Vorname und siezen ist auch häufig angebracht.
Eine Bitte allerdings: Keine Pronomen für andere Personen vermuten, raten, deuten. Also weder binäre (er, sie), noch andere (en, sey, they, ...). Für viele nichtbinäre Menschen sind ihre eigenen Pronomen genauso wichtig wie ihre Nomen also Namen. Das hat wohl, nach meinem (Selbst)Gefühl, (Selbst)Erfahrung und (Selbst)Beobachtung mit der Unsicherheit, Vorbildlosigkeit und auch der Sprachlosigkeit über nichtbinäres Sein und Fühlen zu tun.
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Mary
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Re: Personalpronomen: Tagung befasst sich mit Er, Sie und They
Hallo Jaddy,Jaddy hat geschrieben: Fr 21. Okt 2022, 12:17 Es ist tatsächlich so einfachPro nomen heisst ja "für den Namen" im Sinne von "statt des Namens".
Höfliche Form: Vor und Nachname. Z.B. beim Aufruf im Wartezimmer. Vorname und siezen ist auch häufig angebracht.
Eine Bitte allerdings: Keine Pronomen für andere Personen vermuten, raten, deuten. Also weder binäre (er, sie), noch andere (en, sey, they, ...). Für viele nichtbinäre Menschen sind ihre eigenen Pronomen genauso wichtig wie ihre Nomen also Namen. Das hat wohl, nach meinem (Selbst)Gefühl, (Selbst)Erfahrung und (Selbst)Beobachtung mit der Unsicherheit, Vorbildlosigkeit und auch der Sprachlosigkeit über nichtbinäres Sein und Fühlen zu tun.
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im Prinzip kann ich deine Ausführungen natürlich nachvollziehen und ich kann auch verstehen, dass es sich nicht gut anfühlt, auf eine falsche Weise angesprochen zu werden (ich habe einen Vornamen, der auch falsch gedeutet werden kann und würde daher schon falsch angesprochen, ist nicht das selbe, geht aber in die Richtung).
Diese Sorge hat nun zB dazu geführt, dass im Selbstscanner des Supermarktes nun nicht mehr Willkommen Frau....! steht, sonder nur noch Willkommen 'Nachname'. Ist im Prinzip egal, aber ich persönlich fühle mich da weniger angesprochen. - Ich erzähle das nur, weil ich aufzeigen will, wie unterschiedlich Wahrnehmungen und Bedürfnisse sind, nicht weil ich da ein Drama von machen möchte.
Persönlich halte ich übrigens nichts davon, wenn ich überall mit Vorname, Nachname auftauchen würde. Was geht die Menschen im Wartezimmer mein Vorname an? Und wenn du männlich gelesen werden willst (zB), würdest du im Wartezimmer dann deinen weiblichen Vornamen hören wollen (wenn noch keine Umschreibung stattgefunden hat, oder irgendwas in der Art passiert, das der Aufruf nicht in deinem Sinn stattfindet)?
Ich habe für die ganze Fragestellung keine Lösung, kann nur zu mehr Gelassenheit aufrufen, was einmalige Situationen angeht. Wenn du mal höflich, aber falsch angesprochen wirst und du der Person nie wieder begegnen wirst oder es für die Situation egal ist (oder es um einen Brief/eine Email geht, bei dem/der Inhalt wichtiger ist), dann solle es möglich sein,darüber hinweg zu sehen. In anderen Situationen kann der Irrtum der Person ja besprochen werden. Es wird doch erst dann ein Problem, wenn dein Wunsch konsequent missachtet wird, oder?
Viele Grüße
Mary
Wenn dir das Leben in den Hintern tritt, nutze den Schwung um vorwärts zu kommen....
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Jaddy
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Re: Personalpronomen: Tagung befasst sich mit Er, Sie und They
tl;dr 1: Lösung: Individualisierung, Flexibilisierung. Name, Anrede und Pronomen einstellbar. Default "ohne" bzw "Vorname Nachname" (denn bei wichtigen Dingen kann eins ja drüber hinweg sehen, oderMary hat geschrieben: Sa 22. Okt 2022, 08:29 Persönlich halte ich übrigens nichts davon, wenn ich überall mit Vorname, Nachname auftauchen würde. Was geht die Menschen im Wartezimmer mein Vorname an? Und wenn du männlich gelesen werden willst (zB), würdest du im Wartezimmer dann deinen weiblichen Vornamen hören wollen (wenn noch keine Umschreibung stattgefunden hat, oder irgendwas in der Art passiert, das der Aufruf nicht in deinem Sinn stattfindet)?
Ich habe für die ganze Fragestellung keine Lösung, kann nur zu mehr Gelassenheit aufrufen, was einmalige Situationen angeht. Wenn du mal höflich, aber falsch angesprochen wirst und du der Person nie wieder begegnen wirst oder es für die Situation egal ist (oder es um einen Brief/eine Email geht, bei dem/der Inhalt wichtiger ist), dann solle es möglich sein,darüber hinweg zu sehen. In anderen Situationen kann der Irrtum der Person ja besprochen werden. Es wird doch erst dann ein Problem, wenn dein Wunsch konsequent missachtet wird, oder?
tl;dr 2: Etliche ärgerliche Einmalbegegnungen hintereinander belasten ähnlich stark wie die eine konsequent missachtende Person. Da ist die Gelassenheit irgendwann aufgebraucht und Person n+1 kriegt dann den aufgestauten Frust ab und versteht die Intensität des Ärgers nicht.
Letztlich haben wir eh eine riesige Baustelle zum Thema persönliche Bedürfnisse. Nicht nur bei Namen, Pronomen, Anreden, z.B. bei Menschen mit seltenen, z.B. nicht-europäischen Namen1. Daran, dass das Normal idR breiter als das Normativ ist sterben sogar Menschen (Medizin, Autos, siehe 2) und etlichen wird das Leben unnötig schwer gemacht. Raul Krauthausen z.B. hat dazu viel zu sagen.
Aber zu den Anreden: Gute, service- und menschenorientierte Betriebe kriegen es inzwischen auf die Reihe, drei statt zwei Anreden zu pflegen und zum Datensatz zu speichern. Mein Frisurenladen sogar. Und die medizinischen auch (manchmal erst, nachdem ich ihnen eine Rechnung wg falscher Anrede zurückgeschickt habe).
Es ist schon schwierig. Leider. Das liegt an den antrainierten Konventionen. Wir sind es nicht gewohnt Menschen nicht geschlechtlich zu deuten. Was im Alltag zunächst mal völliger Unfug ist, denn beim Brötchenkauf usw sollte das eigentlich keinen Unterschied machen. Die oppressiven Folgen der strikten Bigenderei für alle Beteiligten spare ich mir an dieser Stelle mal.
Leider sind wir selbst auch darauf trainiert, geschlechtlich angesprochen zu werden. Es ist ungewohnt, wenn die vermeintliche Paarungskompatibilitöt mal nicht grammatikalisch ausgedrückt wird. Die vergeschlechtlichte Sprache ist Teil unserer Validierung durch andere. Das macht es für trans Personen doppelt schwierig: Von anderen richtig gedeutet werden bedeutet Validierung, Nachfrage als Standard erzeugt Zweifel.
Aber warum sollten wir nicht überall frei gewählte Namen, Pronomen und Anreden verwenden können? Also nicht nur, wie Du schreibst "was geht die Leute mein Vorname an", sondern warum kann ich nicht überall wie bei Starbucks einen Aufrufnamen angeben? Nein, das gibt kein rechtliches Kuddelmuddel. Die Identität zwecks Zuordnung von Berechtigungen und Verpflichtungen wird schon an vielen Stellen anders geregelt. Siehe zB user name bei Onlinekonten. Das ist Standard beim IT Identity Management.
Ich würde also mehr Gelassenheit auf beiden Seiten sehen wollen. Weniger eigene Norm auf andere projizieren. Also auch nicht annehmen, wie eine Person angesprochen oder gedeutet werden möchte. Wie oben schon geschrieben sind täglich zwei Dutzend verschiedene Einmalbegegnungen letzlich nicht weniger belastend als die eine Person, die es partout nicht ändern will. Jedes Mal ein Mückenstich. Und Mücke 25 kriegt dann die volle Packung, weil das Maß für den Tag dann eben endgültig voll ist.
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Mary
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Re: Personalpronomen: Tagung befasst sich mit Er, Sie und They
Es ist ok, Jaddy. Ich respektiere deine Sichtweise selbstverständlich. Meiner persönlichen Meinung nach, ist dein Wunsch - den ich grundsätzlich nachvollziehen kann - im täglichen Leben nicht gangbar.
Es ist mir bewusst, dass du dies anders sehen wirst und dir denken wirst, dass ich gut reden habe. Auch das ist sicherlich richtig. Aber es müsste eine einfache Lösung geben. Ob sich also deine Ideen zukünftig durchsetzen werden und dann selbstverständlich sind, wird die Zeit zeigen.
Es ist mir bewusst, dass du dies anders sehen wirst und dir denken wirst, dass ich gut reden habe. Auch das ist sicherlich richtig. Aber es müsste eine einfache Lösung geben. Ob sich also deine Ideen zukünftig durchsetzen werden und dann selbstverständlich sind, wird die Zeit zeigen.
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Re: Personalpronomen: Tagung befasst sich mit Er, Sie und They
Na also, es geht doch voran. Das wird also, dauert aber noch ein bisschen, bevor es überall angekommen ist. Das Fräulein ist seinerzeit auch nicht von jetzt auf gleich verschwunden.Jaddy hat geschrieben: Sa 22. Okt 2022, 13:12 Aber zu den Anreden: Gute, service- und menschenorientierte Betriebe kriegen es inzwischen auf die Reihe, drei statt zwei Anreden zu pflegen und zum Datensatz zu speichern.
Mag ja sein, aber es gibt fundamentale Unterschiede zwischen IT und zwischenmenschlicher Alltagskommunikation. Deshalb halte ich die Erwartung für weltfremd, von Zufallsbegegnungen mit individuellen Pronomen bedacht zu werden. Schon gar nicht von 25 unterschiedlichen Leuten, mit denen ich genau einmal in meinem Leben spreche.Jaddy hat geschrieben: Sa 22. Okt 2022, 13:12Aber warum sollten wir nicht überall frei gewählte Namen, Pronomen und Anreden verwenden können?[...] Das ist Standard beim IT Identity Management.
Dad ist Teil unserer Kultur, den wirst Du so schnell nicht ändern. Und weil dieses Denken ("Paarungskompatibilität") so tief in uns allen angelegt ist, spüren viele einen intuitiven Widerstand gegen diese Art von Manipulation, mit der man ihnen neue Sprachformen schmackhaft machen möchte.Jaddy hat geschrieben: Sa 22. Okt 2022, 13:12 Leider sind wir selbst auch darauf trainiert, geschlechtlich angesprochen zu werden.
Ich habe das Gefühl, dass inzwischen der Punkt überschritten ist, wo durch weiteres Drängen gesellschaftlich positive Änderungen erreicht werden können. Die große Mehrheit ist ob der "Gendersprache" genervt und projiziert eben diese ablehnende Haltung unreflektiert auf alle und alles, was damit zu tun hat bzw. zieht berechtigte und wichtige Anliegen ins Lächerliche, indem sie ein paar abseitige neusprachliche Auswüchse zitiert und damit das ganze Thema Trans diskreditiert.
LGL
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Re: Personalpronomen: Tagung befasst sich mit Er, Sie und They
Hmmm..
mich hat gerade eine Freundin von uns aus der Schweiz angesprochen die dort als Übersetzerin
für den Kanton arbeitet, dort werden wohl inzwischen die Dokumente geschlechtsneutral
übersetzt. Sie hat aber auch bemerkt, das sie die geschlechtsneutrale Sprache erst lernen musste
und noch nicht ganz damit klar kommt
Wir treffen uns nächste Woche und wollen da noch eine Runde drüber reden.
Sie hat mir noch diesen Artikel mitgegeben
https://www.srf.ch/news/gesellschaft/ge ... n-koennten
Ich weiss das es schwierig sein kann, etwas Individualität loszulassen, aber es wäre auch einfacher für
alle wenn sich alle nicht-binären Personen einfach auf ein "offizielles" Pronomen einigen.
Das würde die Diskussion wirklich erheblich verkürzen. Persönlich gehe ich aber gerne auf die genannten gewünschten
Pronomen ein. Das finde ich einfach nur fair und wertschätzend.
Apropos wertschätzend einen Nachnamen finde ich nicht wertschätzend. Ich habe einen Vornamen mit dem ich gerne
gerufen werde. In Gegenteil würde ich sagen was geht mein Geschlecht die Leute im Wartezimmer an?
Das ist doch da völlig unerheblich.
Aber das kommt auch ein bisschen aus meiner Geschichte. Wir hatten in unserer Klasse 3 Personen mit dem gleichen
Vornamen zum Schluss waren wir nur noch Nachnamen. Das war einfach ein richtig dämliches Gefühl.
Und ich bin kein Sie-Mensch. Ich bin ein Du-Mensch mit starkem Hang eben Vornamen zu nutzen.
In meiner ersten festen Anstellung hatten wir Schildchen mit dem Vornamen darauf und einem "Sag Du zum mir".
Also auch Vorname Nachname gegenüber der Geschäftsführung und das war vor 25 Jahren.
Erschreckend eigentlich was in der Zeit nicht passiert ist-ist aber typisch deutch, reden ja, machen eher nein,
das sourcen wir doch lieber nach China aus.
Jetzt sprechen wir unsere Kunden auch nur mit Vorname Nachname an. Das ist die kleinste Möglichkeit eine Person
zu verifizieren. Dafür taugt ein Frau Müller oder Herr Maier nicht, davon gibt es schlicht weg zu viele.
Und ich rede nicht mit der dunklen Masse sondern einer bestimmten Person.
Ich stelle auch fest das wenig Kunden das Sie bevorzugen um die 90% sind völlig okay mit dem du.
Oder anders ausgedrückt, benutzt werden sollte schon was sich eine Peron wünscht. Aber in einem gewissen
Rahmen. Einem definierten Rahmen, den müssten wir halt nur irgendwie finden.
Wo ich richtig eiskalt wäre ist ein Selfcheckout-System im Supermarkt, da ist es mir völlig egal was dort
steht und dem System ist es im Grunde auch recht herzlich. Ich habe keine Verbindung dazu und erwarte
nur das es seiner Funktion nachkommt, ich eine Zahlungsmethode auswähle und thats it.
Die kassierende Person nutzt ja auch nicht meinen Namen sondern nur ein Hallo oder Guten Tag was an der
Stelle auch völlig okay ist um so eine beiläufige Sache über die Bühne zu bekommen.
Sorry für die eher lose Gedankensammlung, aber ich bin müde und hab morgen Dienst.
Also habt es gut, alles Liebe Marie
mich hat gerade eine Freundin von uns aus der Schweiz angesprochen die dort als Übersetzerin
für den Kanton arbeitet, dort werden wohl inzwischen die Dokumente geschlechtsneutral
übersetzt. Sie hat aber auch bemerkt, das sie die geschlechtsneutrale Sprache erst lernen musste
und noch nicht ganz damit klar kommt
Wir treffen uns nächste Woche und wollen da noch eine Runde drüber reden.
Sie hat mir noch diesen Artikel mitgegeben
https://www.srf.ch/news/gesellschaft/ge ... n-koennten
Ich weiss das es schwierig sein kann, etwas Individualität loszulassen, aber es wäre auch einfacher für
alle wenn sich alle nicht-binären Personen einfach auf ein "offizielles" Pronomen einigen.
Das würde die Diskussion wirklich erheblich verkürzen. Persönlich gehe ich aber gerne auf die genannten gewünschten
Pronomen ein. Das finde ich einfach nur fair und wertschätzend.
Apropos wertschätzend einen Nachnamen finde ich nicht wertschätzend. Ich habe einen Vornamen mit dem ich gerne
gerufen werde. In Gegenteil würde ich sagen was geht mein Geschlecht die Leute im Wartezimmer an?
Das ist doch da völlig unerheblich.
Aber das kommt auch ein bisschen aus meiner Geschichte. Wir hatten in unserer Klasse 3 Personen mit dem gleichen
Vornamen zum Schluss waren wir nur noch Nachnamen. Das war einfach ein richtig dämliches Gefühl.
Und ich bin kein Sie-Mensch. Ich bin ein Du-Mensch mit starkem Hang eben Vornamen zu nutzen.
In meiner ersten festen Anstellung hatten wir Schildchen mit dem Vornamen darauf und einem "Sag Du zum mir".
Also auch Vorname Nachname gegenüber der Geschäftsführung und das war vor 25 Jahren.
Erschreckend eigentlich was in der Zeit nicht passiert ist-ist aber typisch deutch, reden ja, machen eher nein,
das sourcen wir doch lieber nach China aus.
Jetzt sprechen wir unsere Kunden auch nur mit Vorname Nachname an. Das ist die kleinste Möglichkeit eine Person
zu verifizieren. Dafür taugt ein Frau Müller oder Herr Maier nicht, davon gibt es schlicht weg zu viele.
Und ich rede nicht mit der dunklen Masse sondern einer bestimmten Person.
Ich stelle auch fest das wenig Kunden das Sie bevorzugen um die 90% sind völlig okay mit dem du.
Oder anders ausgedrückt, benutzt werden sollte schon was sich eine Peron wünscht. Aber in einem gewissen
Rahmen. Einem definierten Rahmen, den müssten wir halt nur irgendwie finden.
Wo ich richtig eiskalt wäre ist ein Selfcheckout-System im Supermarkt, da ist es mir völlig egal was dort
steht und dem System ist es im Grunde auch recht herzlich. Ich habe keine Verbindung dazu und erwarte
nur das es seiner Funktion nachkommt, ich eine Zahlungsmethode auswähle und thats it.
Die kassierende Person nutzt ja auch nicht meinen Namen sondern nur ein Hallo oder Guten Tag was an der
Stelle auch völlig okay ist um so eine beiläufige Sache über die Bühne zu bekommen.
Sorry für die eher lose Gedankensammlung, aber ich bin müde und hab morgen Dienst.
Also habt es gut, alles Liebe Marie
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Re: Personalpronomen: Tagung befasst sich mit Er, Sie und They
Nun, wie du siehst, Marie, gibt es dazu unterschiedliche Ansichten und insofern ist dieser Prozess ein dynamischer und wir werden abwarten müssen, wie sich alles entwickelt. Ich bin auch ein Du-Mensch, aber nicht immer und überall. Es wird zu diesem Thema 1000e Meinungen geben....
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Karla
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Re: Personalpronomen: Tagung befasst sich mit Er, Sie und They
Hallo Jaddy,
eigentlich wollte ich schreiben: Lieb... Jaddy - und habe die Grammatikfalle erkannt! ...und hatte Angst einen Fehler zu machen!
Was tust DU, damit Dein Gegenüber da nicht reinfällt?
(ICH bin sensibilisiert und gewarnt, Frau und Herr Mustermann haben das eher nicht auf dem Schirm!)
Kleidung?
Anstecker mit Namen und Pronomen?
Liebe Grüße,
Deine Karla
Pronomen: bitte sie/ihr/she/her, je nachdem ob deutsch oder englisch
eigentlich wollte ich schreiben: Lieb... Jaddy - und habe die Grammatikfalle erkannt! ...und hatte Angst einen Fehler zu machen!
Was tust DU, damit Dein Gegenüber da nicht reinfällt?
(ICH bin sensibilisiert und gewarnt, Frau und Herr Mustermann haben das eher nicht auf dem Schirm!)
Kleidung?
Anstecker mit Namen und Pronomen?
Liebe Grüße,
Deine Karla
Pronomen: bitte sie/ihr/she/her, je nachdem ob deutsch oder englisch
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Re: Personalpronomen: Tagung befasst sich mit Er, Sie und They
Hi MarieEmmiMarie hat geschrieben: Sa 22. Okt 2022, 22:39 ... Sie hat aber auch bemerkt, das sie die geschlechtsneutrale Sprache erst lernen musste
und noch nicht ganz damit klar kommt
Sie hat mir noch diesen Artikel mitgegeben
https://www.srf.ch/news/gesellschaft/ge ... n-koennten
Es muss erst gelernt und geübt werden. Völlig klar. Das dauert. Eins macht Fehler und ärgert sich drüber. Ist leider Teil des Prozesses.
Und das möchte ich noch mal betonen: Dieser Prozess hat zwei Ziele. Zum einen klar einen respektvollen Umgang mit anderen Menschen. Respekt erweisen, Validierung geben. Zum anderen aber auch einen erweiterten Blick auf einengende Zwänge, die uns allen nicht gut tun. Diese klare Trennung, was ein "als Mann", "als Frau" darf/kann/soll/muss bzw eben nicht. Was Druck auf jede einzelne Person erzeugt, die nicht jederzeit exakt in dieses Normativ passt.
Und als Folge tatsächlich mehr Gelassenheit im Umgang. (Ich hab immer so ein bitteres Lachen im Hals, wenn irgendwer von "Genderwahn" spricht und gleichzeitig ganz unverfroren die durchgehende Zwei-Genderung allen Menschen aufdrücken will)
Super. Also das mit dem eingehen. Genau so.EmmiMarie hat geschrieben: Sa 22. Okt 2022, 22:39 Ich weiss das es schwierig sein kann, etwas Individualität loszulassen, aber es wäre auch einfacher für
alle wenn sich alle nicht-binären Personen einfach auf ein "offizielles" Pronomen einigen.
Das würde die Diskussion wirklich erheblich verkürzen. Persönlich gehe ich aber gerne auf die genannten gewünschten
Pronomen ein. Das finde ich einfach nur fair und wertschätzend.
Das mit dem einigen und insbesondere mit diesem Verein... Das geht so (noch) nicht. "Wir" (nichtbinäre) kämpfen noch. Mit uns, der internalisierten Genderei (Biografie), dem aktuellen Druck (Familie, Job, Freundys, Welt, Medien), mit möglichen Vorbildern (darf ich "als Enby" auch anders aussehen als Bowie, Swinton, de l'Horizon?). Für viele von uns ist das Hauptgefühl vor allem ein "das nicht (mehr)", nämlich was die Zwei-Gender-Welt uns anbietet. Wir sind so wenige (sichtbare), dass wir uns einzeln neu erfinden müssen. Jedeins von uns wie ein einzeln gestrandetes Alien.
Gegen diesen Verein habe ich in nb-Kreisen schon heftigst argumentiert, denn im Grunde ist das eine sehr kleine (Facebook)Gruppe von Nerds, die "das Problem ein für alle mal lösen" wollen. Eins setze in Gedanken ruhig ein "damit dann a Ruh ist" hinter. Sie veranstalten ein paar Online-Abstimmungen mit vorgegebenen, am grünen Tisch entstandenen Auswahllisten und sprechen dann von "Konsens". Also innerhalb ihres kleinen Kreises.
Das. ist. nicht. der. Weg. Das bügelt wieder über alles drüber. Das will ein einziges neues Normativ erschaffen, dem sich dann alle fügen sollen, die eben nicht ins binäre Cistem passen. Drei statt zwei ist aber keine Vielfalt und insbesondere kein Bewusstsein für Vielfalt und Varianz.
Während selbst der Bereich trans Versorgung langsam aufbricht und individuelle Entwicklung und Transition statt eines vorgegebenen muss-Prozesses als den besseren Weg für die Betroffenen anerkennt, geht dieser Verein den umgekehrten Schritt zurück.
Mag sein, dass sich irgendwann eine Variante durchsetzen wird. Jedenfalls für eine gewisse Zeit. Sprache wandelt sich ja immer weiter. Aber das muss sich quasi natürlich entwickeln, sonst landen die meisten von uns gleich wieder in der nächsten Falle.
Die einfachste, meines Wissens am wenigsten verletztende Variante lautet: Name. Mit/ohne Vor- bzw Nachname, je nach Situation. Am besten: Der erfragte, frei wählbare Name wie bei Starbucks.
Sehr gutes Beispiel. Eine unangenehme, mindestens leicht verletzende Situation wirkt ins erwachsene Leben hinein. Wer einen "Trans-Lebenslauf" geschrieben hat, hat davon sicher einige Erlebnisse. So geht es vielen Nichtbinären auch, und zwar nachhaltig jedes Mal, weil wir im Gegensatz zu binären Menschen im Alltag kein "Ankommen" haben.EmmiMarie hat geschrieben: Sa 22. Okt 2022, 22:39Apropos wertschätzend einen Nachnamen finde ich nicht wertschätzend. ... Aber das kommt auch ein bisschen aus meiner Geschichte.
Ich persönlich wäre übrigens mit Vorname und "Du" auch sehr grün.
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Jaddy
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Re: Personalpronomen: Tagung befasst sich mit Er, Sie und They
Moin Karla,Karla hat geschrieben: So 23. Okt 2022, 00:14 eigentlich wollte ich schreiben: Lieb... Jaddy - und habe die Grammatikfalle erkannt! ...und hatte Angst einen Fehler zu machen!
Was tust DU, damit Dein Gegenüber da nicht reinfällt?
(ICH bin sensibilisiert und gewarnt, Frau und Herr Mustermann haben das eher nicht auf dem Schirm!)
Kleidung?
Anstecker mit Namen und Pronomen?
Lieb ist gar nicht schlecht. Ich hab auch schon Lieb* gesehen. Fand ich auch nicht übel. Bei Liebx müsste ich mal nachspüren, aber wie auch immer: Es zeigt, dass sich da wer Gedanken gemacht hat. Das ist Wertschätzung pur!
Zu Deiner Frage eine Gegenfrage: Wie könnte ich denn zeigen, dass ich nicht ins binäre Muster passe? Welche "Nonkonfromisten-Uniform" soll es denn sein, um hinreichend Vielfalt jenseits der Zwei-Einigkeit auszudrücken? Hätte ich meinen Bart behalten sollen und mir trotzdem Brüste anschaffen müssen? Was mach ich am Telefon; ständig zwischen den Oktaven springen mit der Stimme? Welche Namen sind denn so neutral, dass die binäre Menschheit ausreichend verwirrt ist und dann auch noch auf "nichtbinär" kommt?
Ich bin neulich am gleichen Tag, im gleichen Outfit innerhalb von zwei Stunden einmal ge-tochter-t und einmal ge-herr-t worden. Beide Male haben die Personen mich vorher in Gänze gesehen und gehört.
Es gibt kein Enby-Passing, weil die allermeisten binären Menschen auf der anderen Seite es, wie Du schreibst, einfach nicht auf dem Schirm haben. Meine Enby-Pride-Pins nutzen nix, weil ausser Enbys selbst und LGBTQIA+ Aktivistys keinein die Farben kennt. Ohne solche Zeichen erkennen "wir" uns nicht mal untereinander. Pronomen-Pins nutzen nix, weil die a) keinein sieht/liest und b) nicht mal als Pronomen erkennt ("en"? Was'n'das?).
Selbst wenn dir ein Mensch mit Bart im Kleid begegnet oder mit D-Körbchen in Holzfälly-Outfit, weisst du nicht, ob das ein fashion statement ist (Harry Styles, Freddie Mercury, David Bowie, Hannah Gadsby) oder ein nonbinary gender signal. Ich auch nicht.
Abgesehen davon ist es manchmal sogar gefährlich, sich so zu markieren.
Obwohl ich durchaus offen und häufig auch offensiv mit dem Thema bin, also an fast jeder Stelle darauf hinweise, den Leuten Flyer gebe, usw. habe ich trotzdem ein mulmiges Gefühl, quasi zwangsweise, als Komfort für binäre, eine sichtbare Markierung tragen zu sollen. Sowas fühlt sich schon ein bisschen nach gelbem Stern oder Fadenkreuz an.
Wir brauchen da andere Lösungen. Keine Ahnung, welche sich da herauskristallisieren werden. Mein aktueller Zwischenstand: Menschen persönlich aufklären, sensibilisieren, einfache Wege des respektvollen Umgangs aufzeigen (Neutrale Sprache, höfliche Nachfrage).
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Karla
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Re: Personalpronomen: Tagung befasst sich mit Er, Sie und They
Lieb* Jaddy,
leider hast Du damit wohl recht!
Darf ich Dich aus der Ferne virtuell drücken?
Wenn JA: Fühl Dich ganz lieb gedrückt!
Eigentlich weiß die Menschheit ja, wie es geht: Völkerrecht, UN-Menschenrechtskonvention...
LG, Deine Karla
leider hast Du damit wohl recht!
Schreiben konnte ich "lieb*" - beim Sprechen wirds schwieriger!Jaddy hat geschrieben: So 23. Okt 2022, 11:52 Abgesehen davon ist es manchmal sogar gefährlich, sich so zu markieren.
Darf ich Dich aus der Ferne virtuell drücken?
Wenn JA: Fühl Dich ganz lieb gedrückt!
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LG, Deine Karla
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Dietlind
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Re: Personalpronomen: Tagung befasst sich mit Er, Sie und They
Als ich erheblich jünger war, hätte ich mich als a-Gender eingestuft (damals gab es halt nur männlich und weiblich). Dadurch, das ich intersex bin, hänge ich ja auch wirklich zwischen den Geschlechtern. Ich war offiziell männlich, hatte aber ehe einen recht weiblich aussehenden Körper, und ich fühlte mich zu keinem der Geschlechter angehörig. Ich kleidete mich in der Freizeit eher androgyn, musste aber wegen meines Berufs bei der Arbeit immer einen Anzug tragen, und wurde daher auch als Mann angeredet. Wenn ich dann im Sommer in der Freizeit weniger bekleidet war, und man Teile meines Körpers sehen konnte, wurde ich sehr häufig als Frau angeredet. Beide Titulierungen waren mir unangenehm, da ich mich zu keiner Seite zugehörig fühlte. Es war eigentlich ein recht einsames Leben, weil ich bei keiner der Gruppen irgendwie dazu gehörte, und oft einfach nicht mitreden konnte.
Später im Leben verweiblichte sich mein Körper erheblich mehr (obwohl ich immer relativ schlank war, bekam ich deutlich zu sehen Brüste und breitere Hüften), und glücklicherweise schien sich mein Gehirn auch in diese Richtung zu orientieren. Ich entschloss mich daher, nur noch eine Frau zu sein. Und heute muss ich sagen, dass mir mein Frauen Leben weitaus besser default, als mein Männer- oder Hybrid-Leben mir jemals gefallen haben. Heute weiss ich natürlich, dass ich biologisch immer eine Frau war, und dass das eventuell der Grund war, dass es mir schwer fiel als Mann zu leben? Sexuell war ich immer sehr binär, da ich immer nur an Frauen interessiert war, und es immer noch zu 100% bin.
Aber wie Jaddy schrieb, es ist sehr schwer anderen Menschen zu erklären, dass man nicht binär/agender ist, da die Welt sehr binär ist, und die Leute nicht verstehen können, wieso man in diese sehr binäre Welt nicht hinein passt. Damals wurde ich gefragt, wie man mich denn anreden solle, da ich weder Mann noch Frau wäre, und ich sagte mit der Anrede, die ihr meint für mich benutzen zu müssen, da ich auf er und auf sie reagiere, und zur Not auch auf "he du da".
Und basierend auf dieser Not wurden dann, die neuen Pronomen entwickelt, die auch für mich fremd klingen.
Linde
Später im Leben verweiblichte sich mein Körper erheblich mehr (obwohl ich immer relativ schlank war, bekam ich deutlich zu sehen Brüste und breitere Hüften), und glücklicherweise schien sich mein Gehirn auch in diese Richtung zu orientieren. Ich entschloss mich daher, nur noch eine Frau zu sein. Und heute muss ich sagen, dass mir mein Frauen Leben weitaus besser default, als mein Männer- oder Hybrid-Leben mir jemals gefallen haben. Heute weiss ich natürlich, dass ich biologisch immer eine Frau war, und dass das eventuell der Grund war, dass es mir schwer fiel als Mann zu leben? Sexuell war ich immer sehr binär, da ich immer nur an Frauen interessiert war, und es immer noch zu 100% bin.
Aber wie Jaddy schrieb, es ist sehr schwer anderen Menschen zu erklären, dass man nicht binär/agender ist, da die Welt sehr binär ist, und die Leute nicht verstehen können, wieso man in diese sehr binäre Welt nicht hinein passt. Damals wurde ich gefragt, wie man mich denn anreden solle, da ich weder Mann noch Frau wäre, und ich sagte mit der Anrede, die ihr meint für mich benutzen zu müssen, da ich auf er und auf sie reagiere, und zur Not auch auf "he du da".
Und basierend auf dieser Not wurden dann, die neuen Pronomen entwickelt, die auch für mich fremd klingen.
Linde