sbsr hat geschrieben: Mi 14. Sep 2022, 07:29
.... Meistens erkennt man am gesamten Umfeld, also Zustand der Wohnung usw, dass diese Personen vor längerem ihr Leben aufgegeben haben. .....
Danke für diesen Aspekt. - Ich möchte das nun aus der Perspektive eine*r/s Betroffenen versuchen zu erklären. Viele werden sicherlich wieder einmal meinen, dass es nicht hier hin gehört, für mich ist es aber so wichtig, dass ich mich zu einem Kommentar durch gerungen habe. UND: Bitte, bitte keinen Shitstorm hierzu, den Anne-Mette wieder einmal nötigt, diesen Kommentar und alle darauf folgenden zu löschen. Was da beim letzten Mal abging, weiß ich nicht, da ich mich sofort abmeldete, nachdem ich den Kommentar abgeschickt hatte.
Also zum Thema: Wir haben nicht unser Leben aufgegeben, wie haben das aufgegeben, was diese Gesellschaft als Leben definiert. Für mich ist das nichts weiter als Sklaven-Haltung in einem sinnlosen Hamster-Rad. Werte wie Ordnung, Sauberkeit, Hygiene, Gehorsam, Selbst-Darstellung mit der Kleidung und vieles mehr sind für mich bedeutungslos geworden. Sie gehören zu einer Welt, die gerade zielstrebig von Egoismus und Überheblichkeit getrieben auf ihren Untergang zu steuert. Nach meiner Erkenntnis haben wir alle vergessen, was Leben wirklich bedeutet. Evolutionär oder biologisch betrachtet ist das eine Symbiose, in der jedes Lebewesen Liebe und Erfüllung dabei verspürt, wenn es seinen Beitrag zur Gemeinschaft leistet und dabei von dieser Anerkennung erfährt.
Meine Versuche einen Beitrag zu leisten brachten mir immer nur Frust, Stress und Ärger. Dabei füllten sie zudem vor allem die Taschen der Reichen und Mächtigen. C.. ließ dann endgültig das Fass überlaufen. Zu so etwas bin ich nicht mehr bereit einen Beitrag zu leisten. Aus meiner Sicht sollten weltweit alle in dieser Weise handeln, damit dieses System aus Gewalt, Ausbeutung und Unterdrückung endlich zusammen bricht, und wir, die uns davon zur Natur und Symbiose hin distanziert haben, ein neues Zeitalter der Menschheit aufbauen können. Dann wird es auch hoffentlich keine vom Patriarchat diktierte toxische Männlichkeit mehr geben, die uns dazu nötigt die Zugehörigkeit zu unserem biologischen Geschlecht angewidert abzulehnen (sowohl MzF als auch FzM).
Meinen Beitrag zum - hoffentlich nicht nur erträumten - neuen Zeitalter leiste ich gerade mit dem Buch, das ich zu diesem Thema schreibe. Ob ich das neue Zeitalter noch halbwegs gesund erleben darf, bezweifle ich. Also fällt es mir schwer, vom Geistigen oder Spirituellen abgesehen, etwas für mich selbst zu tun. Wenn es mit dem System so weiter gehen soll wie aktuell, sehe ich meinen Tod als Erlösung. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
Das war das, was ich diesem Forum, wo ich 2017 bis 2019 noch Trost und Unterstützung fand, als Denkanstoß mit geben wollte. Vielleicht kommt ja der*die eine oder andere damit in Resonanz - und wer nicht, der*die ignoriere es bitte.
LG Nicole