Blutengel - # 21
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Dunja
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Re: Blutengel
Hallo Stefanie,
wieder ein schöner, gelungener Teil.
Du schreibst und erzählst immer so spannend.
Vielen Dank.
Viele liebe Grüße von Dunja
wieder ein schöner, gelungener Teil.
Du schreibst und erzählst immer so spannend.
Vielen Dank.
Viele liebe Grüße von Dunja
Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern vielmehr die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als Angst.
(Zitat aus dem Film "Plötzlich Prinzessin")
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Stephanie
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Re: Blutengel
Ich bin halt so"¦
Auf dem Weg zu Sandra rufe ich bei Carsten an. "Steffi, Du nun wieder", flaxt er gleich los, "geht es nicht noch ein bisschen später?" "Ups, bist noch nicht wach?" flaxe ich zurück, "Du hast mal gesagt, ein richtiger IT-ler , wird erst nach 22:00 warm. Soll ich später noch mal anrufen?" "Nein alles gut", lacht Carsten, "was kann ich für Dich tun?" Ich erkläre ihm, das mit dem Koffer und der Firma, die ich angerufen habe. "Spannend", sagt Carsten, "dann mal her mit der Telefonnummer." Ich gebe sie ihm durch und höre, wie Carsten schon was eintippt. "Oh, das wird etwas schwieriger", sagt Carsten dann, "ich schicke es dir , wie üblich." "Danke dir", sage ich nett. Ich komme bei Sandra an und gehe ins Haus. Im Flur liegt ein Zettel. "Ich bin im Pool", steht da drauf, mit einem riesigen gemalten Herz. Ich ziehe mir noch schnell einen schwarzen Bikini an und gehe dann zum Pool. Im Poolhaus ist das Licht gedämpft, viele Kerzen brennen und Sandra liegt verführerisch mit einem weißen Bikini auf der Muschel. "Wow!" sage ich beeindruckt. "Hey Stefanie, wir beide heute Black and White", sagt Sandra mit einer supersüßen Stimme. Die Muschel dümpelt in der Nähe zum Rand. Ich mache mich ein wenig lang und kriege sie auch zu fassen. Ich ziehe sie ein wenig ran und gebe ihr einen leichten Schubs, so dass sie sich dreht. Sandra sitzt im Schneidersitz. "I-hi!" sagt sie lächelnd. Ich lasse sie zwei , drei Runden drehen, dann schnappe ich sie wieder und klettere rüber. "Huch, die ist ja etwas wabbeliger als gestern", sage ich erstaunt. "Ich habe etwas Luft rausgelassen", sagt Sandra, "dann kann man den Deckel runterklappen und ihn mit als Liegefläche nehmen." Im gleiche Zug drückt sie mich nach hinten und rutscht unter Küssen auf mich drauf. Widerstand ist grade mal wieder sinnlos, und ich lasse Sandra machen. Sie hat wieder einige nette Spielzeuge am Start und dreht zwischendrin genauso ab, wie ich.
Irgendwann liegen wir eng umschlungen und küssen uns. Dann schaut mich Sandra an. "Magst Du etwas essen?" fragt sie mit einer süßen Stimme, "ich habe da mal was vorbereitet." "Ja gerne", antworte ich. Galant steigt Sandra von der Muschel. Dann dreht sie sie etwas um und pumpt Luft nach. "Reicht", sage ich. "Zum Essen braucht man schon etwas Rückenlehne", sagt Sandra und geht zu einen Tisch auf dem auch Kerzen brennen. Zurück kommt sie mit einem großen Tablett. Das stellt sie an den Beckenrand und kommt wieder auf die Muschel. Dann holt sie das Tablett zu uns und legt es auf unsere langgestreckten Beine ab. Ich schaue sie an und zwinkere. "Das sieht sehr lecker aus", sage ich. "Schnecken aus Blätterteig und welche aus Sauerteig", sagt Sandra, "süß und herzhaft." Ich probiere ein Stück und verdrehe gleich die Augen. "Sandra, ist das lecker", lobe ich sie. "Ich habe uns mal einen süßeren Wein dazu rausgesucht", sagt Sandra, "der passt dann auch zu den süßen Schnecken." "OK, von Wein hat sie auch Ahnung", sage ich und schaue lieb in ihre Augen. Sandra lächelt auch ganz lieb. Der Wein passt super dazu. Ich schaue mir die Falsche und das Etikett an. "Das ist von einem Winzer an der Mosel", sagt Sandra, "mein Vater fährt da mindestens einmal Jahr hin und macht seinen Kofferraum voll." "Aha OK, macht der Betrieb nur liebliche Weine?" frage ich. "Nee, der hat schon mehrere Weine, verschiedene Trauben und alle Geschmacksrichtungen", antwortet Sandra. "Ach Sandra", sage ich leicht seufzend. Sie lächelt mich immer noch an. "Wir sind schon verliebt", sagt sie lächelnd. Ich nicke. Wir genießen noch eine Zeitlang die Leckereien und treiben dabei langsam über den Pool. Dann klettern wir von der Muschel und wollen ins Bett. "Warte mal, meine süße", sagt Sandra, legt einem Arm um meine Hüfte und macht dann einen Selfie von uns, so dass man das Oberteil von unseren Bikinis mit sieht. Dann zeigt sie das Bild. "Sieht das süüüüß aus", sage ich begeistert. "Warte nochmal", sagt sie und holt einen Selfie-Stick, den man auch als Stativ benutzen kann. Dann stellen wir uns wieder zusammen hin und Sandra fotografiert uns mit Selbstauslöser. Sie macht ein paar Fotos, die wir uns gleich anschauen. "Du lächelst immer so niedlich auf Fotos", sagt Sandra. "Was bleibt mir denn anderes übrig mit so einen süßen Wesen an meiner Seite, mmmmf!" sage ich, während der Satz in einem Kuss untergeht. Dann löst sie den Kuss, schaut mich an und sagt verliebt: "Ich bin vorher noch nie so oft gelobt worden, wie jetzt in der Zeit, wo wir uns kennen. Danke Stefanie." Jetzt küsse ich sie noch mal mit einem Wahnsinnskuss. Danach gehen wir so in den Bikinis rüber ins Haus. "Die Fotos schicke ich dir gleich", sagt Sandra. Anschließend gehen wir ins Bett.
Ich bin mal wieder als erste im Bad fertig. "Was machst Du eigentlich anders als ich, das du immer so schnell fertig bist?" flaxt Sandra. "Kleiner Arsch ist schnell gewaschen", flaxe ich zurück. "Ach du", lacht Sandra. Ich gehe schon mal in die Küche und bereite alles vor. Sandra kommt dann auch dazu. "Außerdem ist das Frühstück auf dem Tisch, wenn die Chefin kommt", sage ich noch grinsend. "Och Stefanie, ich bin doch nicht die Chefin", sagt Sandra etwas verlegen. Ich zwinkere ihr zu. "Beim Liebesspiel schon", sage ich lieb, "das ist schon was ganz tolles, so habe ich das noch nie erlebt." "Danke, Stefanie", sagte Sandra immer noch leicht verlegen. Sie umarmt mich von hinten und kuschelt sich ran. Dann gehen wir an den Tisch und frühstücken. Mmh! Milchkaffee dazu", schwärmt Sandra, "lecker, lecker." Nachdem wir hinterher alles weggestellt und die Katzen versorgt haben, fahren wir zur zusammen mit Sandras Auto zur Arbeit. Natürlich bringt sie mich wieder vor die Halle. Im Büro spricht mich Thorsten gleich an. "Wir haben gleich einen Termin mit deinem Chef", sagt er, Ulrich kommt auch gleich." "OK", sage ich und fahre meinen Rechner hoch. "Ui, sogar hier, er kommt gleich rüber", sage ich, als ich den Termine im Rechner sehe. Ulrich kommt dann auch. Wir drei gehen schon mal in den Besprechungsraum. Dann kommt auch schon mein Chef, sowie der Chef von Torsten und Ulrich.
Nach einer Begrüßung kommt der Chef von Torsten und Ulrich gleich auf den Punkt. "Wir müssten mal wieder das Hallenlayout überarbeiten", sagt er, "in den letzten Jahren gab es einige Umbauten, die irgendwie nicht dokumentiert wurden." "Ja kann ich bestätigen, im letzten Workshop sind wir da auch drüber gestolpert", sage ich. "Wir haben in letzter Zeit übermäßig zu tun und deshalb habe ich deinen Chef um Unterstützung gebeten", sagt Torstens Chef weiter. "Genau", sagt mein Chef zu mir, "und da habe ich an Dich gedacht. Du würdest das Schwerpunktmäßig erstmal machen, so lange wie es dauert." "OK, also dann alte Zeichnungen abgleichen, ausmessen und ggf. nachbessern?" frage ich. "Genau so", sagt Torstens Chef. "Die Daten würden dann Torsten und Ulrich ins System eingeben", sagt er dann noch. "OK, mit welchen Programm macht ihr das Layout?" frage ich. "Bentley, Microstation", sagt Ulrich. "Echt? Cool", sage ich begeistert. "Wie jetzt? Kannst Du das?" fragt Ulrich. "Ich denke ein bisschen, ich habe eine ältere Version, aber immer geupdatet", antworte ich, "meine Modelleisenbahn habe ich damit geplant, und vor kurzem, den Pool von meiner Lebensgefährtin." "Hey Stefanie, das ist ja stark", sagt mein Chef erfreut. "Das würde uns ja die Arbeit erleichtern", sagt Ulrich begeistert. "Pass auf, Stefanie, ich beantrage dir die Installation des Programmes auf deinem Rechner", sagt Torstens Chef, "und Du kriegst den Zugang zu dem Laufwerk, wo die Layouts abgelegt werden." "Ja cool!", sage ich begeistert, "gibt es einen Endtermin?" "Wenn es geht zum 1. Oktober", sagt mein Chef, "wegen Urlaub und du hast ja nicht wenig." "OK, ist zu schaffen", "sage ich." "Der Optimismus, den diese Frau an den Tag legt ist schon aufregend", sagt Ulrich. "Die ganze Frau ist aufregend", lobt mein Chef und ich werde zur Erheiterung aller knallerot.
Als nächstes versuche ich, ein geeignetes Gerät zum Messen aufzutreiben, ich rufe in einigen Fachabteiltungen an, wo ich vermute, dass die so etwas haben. Ich denke da an einen Laserentfernungsmesser, so wie ich ihn privat habe. Das ist aber gar nicht so einfach. Entweder die jeweilige Fachgruppe hat so was nicht, oder, wenn doch, rücken sie ihr Gerät nicht raus. Nach zwei Stunden rufe ich genervt meinen Chef an und schildere ihm das erlebte. Außerdem frage ich, ob ich alternativ meinen mit bringen darf. "Wenn Du das beim Sicherheitsdienst anmeldest, sollte es auch gehen", sagt mein Chef, "sonst schau mal online bei der Werkzeugfirma hier in Braunschweig, dann bestellen wir dort eins." "OK Chef, mache ich", antworte ich. Ich habe dann auch ein passendes Gerät gefunden und bestelle das. Dann informiere ich meinen Chef. "Lieferzeit ist ca. eine Woche", sage ich, "das überbrücke ich so lange mit meinem Gerät." OK, kannst Du so machen", sagt mein Chef lachend, "so kennt man dich, immer sofort gleich loslegen." "Nun ja", sage ich grinsend. Mittlerweile ist es Mittag geworden. Mit meinen Kollegen mache ich mich auf den Weg in die Kantine. Ich gehe neben Ulrich. "Das ist ja echt super, das du das mit dem Layout machst", kannst sagt er, "aber das wird sicher eine ganz schöne Arbeit." "Schauen wir mal", sage ich lächelnd. Sandra ist schon in der Kantine und hat uns Plätze freigehalten. Als wir aus der Essenausgabe kommen, diskutiert Sandra mit einer anderen Frau, die auf einem der freigehaltenen Plätze sitzt. Daneben sind noch genug Plätze frei. "Setzt euch ruhig schon mal hin", sage ich zu meinen Kollegen, "den Platz mache ich frei." "Auweia", sagt Andreas grinsend. Auch als wir näher kommen diskutiert die Dame weiter. Ich spreche sie direkt an: "Sagen Sie mal, sehen Sie nicht, dass hier mein Handtuch liegt?" "Hä, was?" fragt die Dame irritiert. Sandra unterdrückt ihr Lachen, auch ringsherum die Leute sind erheitert; so langsam kennen sie ja mich und meine Marotten. "Das ist mein Platz", sage ich, "da liegt mein Handtuch." "Mir doch egal", sagt die Dame trotzig. "OK, ich kann auch trotzig", sage ich, "ich setze mich jetzt." "Wohin denn ?" fragt die Dame schnippisch und schon mache ich Anstalten, mich auf ihren Schoß zu setzen. In der Kantine bricht leichtes Gelächter aus, einige Leute schauen uns zu. "He was soll das?" meckert die Dame. "Alles gut, ich sitze gleich", sage ich. Jetzt wird sie unruhig und will aufstehen. Ich lasse sie dann auch. Sie schnappt sich ihr Tablett und verschwindet mit hochrotem Kopf und meckert dabei. Ich setze mich wieder und sage: "Mahlzeit!" An unserem Tisch lässt das Gekicher nicht nach. Auch das Kantinenpersonal hat die Aktion mitbekommen und ist am gackern (die lachen sowieso für ihr Leben gern).
Der etwas übersensibele Kollege aus Sandras Nachbarabteilung sitzt am Nachbartisch. "Sandra, sie haben schon eine tolle Partnerin", sagt er lächelnd. Sandra nickt nur. Sie schaut mich unter den Augenbrauen hindurch an und ist immer noch am Grinsen. Dann holt sie tief Luft und sagt erstmal: "Puh!" Und dann: "Ja da haben sie recht, was Stefanie mich mit ihren Flausen zum Lachen bringt ist schon groß." "Eine richtige Entertainerin!", sagt der Herr wieder. Ich schaue ihn lächelnd an. "Da sprechen Sie aber was ganz Großes ganz gelassen aus!" sage ich dann. Der Herr sagt nichts mehr, aber nickt anerkennend. Eine von Sandras Kollegin staunt. "Ist dir das auch nicht unangenehm, ich meine, die halbe Kantine schaut ja zu?" fragt sie. "Na ja, als ich das erste Mal im Mädchenmodus hier reinkam, schauten auch gefühlt alle", antworte ich, "eine gewisse Gewohnheit ist schon mittlerweile dabei." "Außerdem nimmt sie für ihr Leben gern Mitmenschen hoch", sagt Ulrich. "Aber nur, wenn sie mir eine Steilvorlage, wie das eben, geben", füge ich lächelnd hinzu, "by the way, wer war denn die Dame eben eigentlich?" "Die arbeitet eigentlich in der Innenstadt in einer Außenstelle", antwortet Sandras Kollegin, "aber durch ihre Art eckt sie überall an. Wahrscheinlich war sie irgendeiner Absprache hier." "Wenn sie hier auftaucht, dann passiert das wie eben öfter", sagt noch eine andere Kollegin. "Aha, so vom Typ her eine, die glaubt alleine auf der Welt zu sein", bemerke ich grinsend. "Genau, und dann trifft sie ausgerechnet auf dich", sagt die Kollegin lächelnd. "Joa, ich bin halt so", sage ich lächelnd.
"Was hast Du denn da eigentlich leckeres?", sagt Sandra und peilt auf meinen Teller. Im nächsten Moment klaut sie sich ein Stückchen. "Ravioli mit Feigen und Parmesanfüllung, dazu eine leckere Thunfisch-Tomaten-Soße", antworte ich. "Oh mein Gott, ist das lecker", schwärmt Sandra und verdreht die Augen, "wo gab es die denn?" "Am letzten Stand", antworte ich. "Hm, verdammt", sagt Sandra grinsend, "ich bin gleich vorne hängengeblieben." Sie peilt schon wieder auf meinen Teller. "Komm, lass uns tauschen", flaxe ich. "Hm, nee", sagt Sandra, "aber eins klaue ich mir noch." "Das ist so niedlich, den beiden zuzuschauen", sagt Sandras Kollegin. "Wenn sie mal nicht die Chefin ist, was?" feixe ich. Sandra schaut uns lächelnd an. Ihre Kollegin weiß grade gar nicht, was sie sagen soll. "Die beiden sind schon ein tolles Gespann", sagt Torsten.
Dann erzähle ich Sandra noch von meinem neuen Auftrag. "Das klingt ja auch spannend", sagt sie dann, "da müsste ich aber noch mal schauen kommen." "Oje", lacht Ulrich, "als ich dich das letzte Mal durch die Halle geführt habe, haben etliche Männer Schnappatmung bekommen." "I-hi!" sage ich, "verstecktes Kompliment." Sandra errötet etwas. "Menno Stefanie, hättest Du nix gesagt, würde ich auch nicht rotwerden", beschwert sie sich lustig. Nach dem Essen gehen wir unsere üblich Runde. "Vor der Pause rief noch mein Vater an", sagt Sandra, "er hatte mal die Schwimmbadfirma kontaktiert und der Chef von der Firma würde sich das gerne heute Nachmittag mal anschauen." "Hey, cool", sage ich, "da sind wir doch dabei." "Sowieso", antwortet Sandra lächelnd, "so Viertel nach fünf, halb sechs wäre er dann da." "Hört sich gut an", sage ich. Nach dem Spaziergang gehen wir wieder an unsere Plätze. Um kurz nach halb Fünf klopft es an der Bürotür. Wir haben hier eine elektronische Zugangsberechtigung über unseren Ausweis. Ulrich ist auch noch da und öffnet die Tür. Sandra kommt rein. "Hey, hallo", begrüße ich sie lächelnd. Sandra schaut sich um. "Ist aber auch schön hier, vor allem, schön hell", sagt sie. Dann kommt sie zu mir an den Platz. "Mal schauen, wie es bei Dir aussieht", sagt sie lächelnd. Auf meinem Bildschirmen habe ich als Hintergrundbild eins, wo ich Sandra beim Fallschirmspringen geknipst habe. Sandra lächelt, als sie das Bild sieht. "Damit du immer bei mir bist", sage ich. Sandra schaut mich mit strahlenden Augen an. "Ich fahr noch schnell die Kiste runter, dann können wir los", sage ich. Wir verabschieden uns von Ulrich und gehen zu Sandras Auto. "Niedliches Ding, Du", sage ich zu Sandra. "Ich bin so happy mit Dir", sagt Sandra, "und heute hast Du ja wieder eine deiner schönsten Seite drauf." Ich zwinkere ihr zu.
Auf dem Weg zu Sandra rufe ich bei Carsten an. "Steffi, Du nun wieder", flaxt er gleich los, "geht es nicht noch ein bisschen später?" "Ups, bist noch nicht wach?" flaxe ich zurück, "Du hast mal gesagt, ein richtiger IT-ler , wird erst nach 22:00 warm. Soll ich später noch mal anrufen?" "Nein alles gut", lacht Carsten, "was kann ich für Dich tun?" Ich erkläre ihm, das mit dem Koffer und der Firma, die ich angerufen habe. "Spannend", sagt Carsten, "dann mal her mit der Telefonnummer." Ich gebe sie ihm durch und höre, wie Carsten schon was eintippt. "Oh, das wird etwas schwieriger", sagt Carsten dann, "ich schicke es dir , wie üblich." "Danke dir", sage ich nett. Ich komme bei Sandra an und gehe ins Haus. Im Flur liegt ein Zettel. "Ich bin im Pool", steht da drauf, mit einem riesigen gemalten Herz. Ich ziehe mir noch schnell einen schwarzen Bikini an und gehe dann zum Pool. Im Poolhaus ist das Licht gedämpft, viele Kerzen brennen und Sandra liegt verführerisch mit einem weißen Bikini auf der Muschel. "Wow!" sage ich beeindruckt. "Hey Stefanie, wir beide heute Black and White", sagt Sandra mit einer supersüßen Stimme. Die Muschel dümpelt in der Nähe zum Rand. Ich mache mich ein wenig lang und kriege sie auch zu fassen. Ich ziehe sie ein wenig ran und gebe ihr einen leichten Schubs, so dass sie sich dreht. Sandra sitzt im Schneidersitz. "I-hi!" sagt sie lächelnd. Ich lasse sie zwei , drei Runden drehen, dann schnappe ich sie wieder und klettere rüber. "Huch, die ist ja etwas wabbeliger als gestern", sage ich erstaunt. "Ich habe etwas Luft rausgelassen", sagt Sandra, "dann kann man den Deckel runterklappen und ihn mit als Liegefläche nehmen." Im gleiche Zug drückt sie mich nach hinten und rutscht unter Küssen auf mich drauf. Widerstand ist grade mal wieder sinnlos, und ich lasse Sandra machen. Sie hat wieder einige nette Spielzeuge am Start und dreht zwischendrin genauso ab, wie ich.
Irgendwann liegen wir eng umschlungen und küssen uns. Dann schaut mich Sandra an. "Magst Du etwas essen?" fragt sie mit einer süßen Stimme, "ich habe da mal was vorbereitet." "Ja gerne", antworte ich. Galant steigt Sandra von der Muschel. Dann dreht sie sie etwas um und pumpt Luft nach. "Reicht", sage ich. "Zum Essen braucht man schon etwas Rückenlehne", sagt Sandra und geht zu einen Tisch auf dem auch Kerzen brennen. Zurück kommt sie mit einem großen Tablett. Das stellt sie an den Beckenrand und kommt wieder auf die Muschel. Dann holt sie das Tablett zu uns und legt es auf unsere langgestreckten Beine ab. Ich schaue sie an und zwinkere. "Das sieht sehr lecker aus", sage ich. "Schnecken aus Blätterteig und welche aus Sauerteig", sagt Sandra, "süß und herzhaft." Ich probiere ein Stück und verdrehe gleich die Augen. "Sandra, ist das lecker", lobe ich sie. "Ich habe uns mal einen süßeren Wein dazu rausgesucht", sagt Sandra, "der passt dann auch zu den süßen Schnecken." "OK, von Wein hat sie auch Ahnung", sage ich und schaue lieb in ihre Augen. Sandra lächelt auch ganz lieb. Der Wein passt super dazu. Ich schaue mir die Falsche und das Etikett an. "Das ist von einem Winzer an der Mosel", sagt Sandra, "mein Vater fährt da mindestens einmal Jahr hin und macht seinen Kofferraum voll." "Aha OK, macht der Betrieb nur liebliche Weine?" frage ich. "Nee, der hat schon mehrere Weine, verschiedene Trauben und alle Geschmacksrichtungen", antwortet Sandra. "Ach Sandra", sage ich leicht seufzend. Sie lächelt mich immer noch an. "Wir sind schon verliebt", sagt sie lächelnd. Ich nicke. Wir genießen noch eine Zeitlang die Leckereien und treiben dabei langsam über den Pool. Dann klettern wir von der Muschel und wollen ins Bett. "Warte mal, meine süße", sagt Sandra, legt einem Arm um meine Hüfte und macht dann einen Selfie von uns, so dass man das Oberteil von unseren Bikinis mit sieht. Dann zeigt sie das Bild. "Sieht das süüüüß aus", sage ich begeistert. "Warte nochmal", sagt sie und holt einen Selfie-Stick, den man auch als Stativ benutzen kann. Dann stellen wir uns wieder zusammen hin und Sandra fotografiert uns mit Selbstauslöser. Sie macht ein paar Fotos, die wir uns gleich anschauen. "Du lächelst immer so niedlich auf Fotos", sagt Sandra. "Was bleibt mir denn anderes übrig mit so einen süßen Wesen an meiner Seite, mmmmf!" sage ich, während der Satz in einem Kuss untergeht. Dann löst sie den Kuss, schaut mich an und sagt verliebt: "Ich bin vorher noch nie so oft gelobt worden, wie jetzt in der Zeit, wo wir uns kennen. Danke Stefanie." Jetzt küsse ich sie noch mal mit einem Wahnsinnskuss. Danach gehen wir so in den Bikinis rüber ins Haus. "Die Fotos schicke ich dir gleich", sagt Sandra. Anschließend gehen wir ins Bett.
Ich bin mal wieder als erste im Bad fertig. "Was machst Du eigentlich anders als ich, das du immer so schnell fertig bist?" flaxt Sandra. "Kleiner Arsch ist schnell gewaschen", flaxe ich zurück. "Ach du", lacht Sandra. Ich gehe schon mal in die Küche und bereite alles vor. Sandra kommt dann auch dazu. "Außerdem ist das Frühstück auf dem Tisch, wenn die Chefin kommt", sage ich noch grinsend. "Och Stefanie, ich bin doch nicht die Chefin", sagt Sandra etwas verlegen. Ich zwinkere ihr zu. "Beim Liebesspiel schon", sage ich lieb, "das ist schon was ganz tolles, so habe ich das noch nie erlebt." "Danke, Stefanie", sagte Sandra immer noch leicht verlegen. Sie umarmt mich von hinten und kuschelt sich ran. Dann gehen wir an den Tisch und frühstücken. Mmh! Milchkaffee dazu", schwärmt Sandra, "lecker, lecker." Nachdem wir hinterher alles weggestellt und die Katzen versorgt haben, fahren wir zur zusammen mit Sandras Auto zur Arbeit. Natürlich bringt sie mich wieder vor die Halle. Im Büro spricht mich Thorsten gleich an. "Wir haben gleich einen Termin mit deinem Chef", sagt er, Ulrich kommt auch gleich." "OK", sage ich und fahre meinen Rechner hoch. "Ui, sogar hier, er kommt gleich rüber", sage ich, als ich den Termine im Rechner sehe. Ulrich kommt dann auch. Wir drei gehen schon mal in den Besprechungsraum. Dann kommt auch schon mein Chef, sowie der Chef von Torsten und Ulrich.
Nach einer Begrüßung kommt der Chef von Torsten und Ulrich gleich auf den Punkt. "Wir müssten mal wieder das Hallenlayout überarbeiten", sagt er, "in den letzten Jahren gab es einige Umbauten, die irgendwie nicht dokumentiert wurden." "Ja kann ich bestätigen, im letzten Workshop sind wir da auch drüber gestolpert", sage ich. "Wir haben in letzter Zeit übermäßig zu tun und deshalb habe ich deinen Chef um Unterstützung gebeten", sagt Torstens Chef weiter. "Genau", sagt mein Chef zu mir, "und da habe ich an Dich gedacht. Du würdest das Schwerpunktmäßig erstmal machen, so lange wie es dauert." "OK, also dann alte Zeichnungen abgleichen, ausmessen und ggf. nachbessern?" frage ich. "Genau so", sagt Torstens Chef. "Die Daten würden dann Torsten und Ulrich ins System eingeben", sagt er dann noch. "OK, mit welchen Programm macht ihr das Layout?" frage ich. "Bentley, Microstation", sagt Ulrich. "Echt? Cool", sage ich begeistert. "Wie jetzt? Kannst Du das?" fragt Ulrich. "Ich denke ein bisschen, ich habe eine ältere Version, aber immer geupdatet", antworte ich, "meine Modelleisenbahn habe ich damit geplant, und vor kurzem, den Pool von meiner Lebensgefährtin." "Hey Stefanie, das ist ja stark", sagt mein Chef erfreut. "Das würde uns ja die Arbeit erleichtern", sagt Ulrich begeistert. "Pass auf, Stefanie, ich beantrage dir die Installation des Programmes auf deinem Rechner", sagt Torstens Chef, "und Du kriegst den Zugang zu dem Laufwerk, wo die Layouts abgelegt werden." "Ja cool!", sage ich begeistert, "gibt es einen Endtermin?" "Wenn es geht zum 1. Oktober", sagt mein Chef, "wegen Urlaub und du hast ja nicht wenig." "OK, ist zu schaffen", "sage ich." "Der Optimismus, den diese Frau an den Tag legt ist schon aufregend", sagt Ulrich. "Die ganze Frau ist aufregend", lobt mein Chef und ich werde zur Erheiterung aller knallerot.
Als nächstes versuche ich, ein geeignetes Gerät zum Messen aufzutreiben, ich rufe in einigen Fachabteiltungen an, wo ich vermute, dass die so etwas haben. Ich denke da an einen Laserentfernungsmesser, so wie ich ihn privat habe. Das ist aber gar nicht so einfach. Entweder die jeweilige Fachgruppe hat so was nicht, oder, wenn doch, rücken sie ihr Gerät nicht raus. Nach zwei Stunden rufe ich genervt meinen Chef an und schildere ihm das erlebte. Außerdem frage ich, ob ich alternativ meinen mit bringen darf. "Wenn Du das beim Sicherheitsdienst anmeldest, sollte es auch gehen", sagt mein Chef, "sonst schau mal online bei der Werkzeugfirma hier in Braunschweig, dann bestellen wir dort eins." "OK Chef, mache ich", antworte ich. Ich habe dann auch ein passendes Gerät gefunden und bestelle das. Dann informiere ich meinen Chef. "Lieferzeit ist ca. eine Woche", sage ich, "das überbrücke ich so lange mit meinem Gerät." OK, kannst Du so machen", sagt mein Chef lachend, "so kennt man dich, immer sofort gleich loslegen." "Nun ja", sage ich grinsend. Mittlerweile ist es Mittag geworden. Mit meinen Kollegen mache ich mich auf den Weg in die Kantine. Ich gehe neben Ulrich. "Das ist ja echt super, das du das mit dem Layout machst", kannst sagt er, "aber das wird sicher eine ganz schöne Arbeit." "Schauen wir mal", sage ich lächelnd. Sandra ist schon in der Kantine und hat uns Plätze freigehalten. Als wir aus der Essenausgabe kommen, diskutiert Sandra mit einer anderen Frau, die auf einem der freigehaltenen Plätze sitzt. Daneben sind noch genug Plätze frei. "Setzt euch ruhig schon mal hin", sage ich zu meinen Kollegen, "den Platz mache ich frei." "Auweia", sagt Andreas grinsend. Auch als wir näher kommen diskutiert die Dame weiter. Ich spreche sie direkt an: "Sagen Sie mal, sehen Sie nicht, dass hier mein Handtuch liegt?" "Hä, was?" fragt die Dame irritiert. Sandra unterdrückt ihr Lachen, auch ringsherum die Leute sind erheitert; so langsam kennen sie ja mich und meine Marotten. "Das ist mein Platz", sage ich, "da liegt mein Handtuch." "Mir doch egal", sagt die Dame trotzig. "OK, ich kann auch trotzig", sage ich, "ich setze mich jetzt." "Wohin denn ?" fragt die Dame schnippisch und schon mache ich Anstalten, mich auf ihren Schoß zu setzen. In der Kantine bricht leichtes Gelächter aus, einige Leute schauen uns zu. "He was soll das?" meckert die Dame. "Alles gut, ich sitze gleich", sage ich. Jetzt wird sie unruhig und will aufstehen. Ich lasse sie dann auch. Sie schnappt sich ihr Tablett und verschwindet mit hochrotem Kopf und meckert dabei. Ich setze mich wieder und sage: "Mahlzeit!" An unserem Tisch lässt das Gekicher nicht nach. Auch das Kantinenpersonal hat die Aktion mitbekommen und ist am gackern (die lachen sowieso für ihr Leben gern).
Der etwas übersensibele Kollege aus Sandras Nachbarabteilung sitzt am Nachbartisch. "Sandra, sie haben schon eine tolle Partnerin", sagt er lächelnd. Sandra nickt nur. Sie schaut mich unter den Augenbrauen hindurch an und ist immer noch am Grinsen. Dann holt sie tief Luft und sagt erstmal: "Puh!" Und dann: "Ja da haben sie recht, was Stefanie mich mit ihren Flausen zum Lachen bringt ist schon groß." "Eine richtige Entertainerin!", sagt der Herr wieder. Ich schaue ihn lächelnd an. "Da sprechen Sie aber was ganz Großes ganz gelassen aus!" sage ich dann. Der Herr sagt nichts mehr, aber nickt anerkennend. Eine von Sandras Kollegin staunt. "Ist dir das auch nicht unangenehm, ich meine, die halbe Kantine schaut ja zu?" fragt sie. "Na ja, als ich das erste Mal im Mädchenmodus hier reinkam, schauten auch gefühlt alle", antworte ich, "eine gewisse Gewohnheit ist schon mittlerweile dabei." "Außerdem nimmt sie für ihr Leben gern Mitmenschen hoch", sagt Ulrich. "Aber nur, wenn sie mir eine Steilvorlage, wie das eben, geben", füge ich lächelnd hinzu, "by the way, wer war denn die Dame eben eigentlich?" "Die arbeitet eigentlich in der Innenstadt in einer Außenstelle", antwortet Sandras Kollegin, "aber durch ihre Art eckt sie überall an. Wahrscheinlich war sie irgendeiner Absprache hier." "Wenn sie hier auftaucht, dann passiert das wie eben öfter", sagt noch eine andere Kollegin. "Aha, so vom Typ her eine, die glaubt alleine auf der Welt zu sein", bemerke ich grinsend. "Genau, und dann trifft sie ausgerechnet auf dich", sagt die Kollegin lächelnd. "Joa, ich bin halt so", sage ich lächelnd.
"Was hast Du denn da eigentlich leckeres?", sagt Sandra und peilt auf meinen Teller. Im nächsten Moment klaut sie sich ein Stückchen. "Ravioli mit Feigen und Parmesanfüllung, dazu eine leckere Thunfisch-Tomaten-Soße", antworte ich. "Oh mein Gott, ist das lecker", schwärmt Sandra und verdreht die Augen, "wo gab es die denn?" "Am letzten Stand", antworte ich. "Hm, verdammt", sagt Sandra grinsend, "ich bin gleich vorne hängengeblieben." Sie peilt schon wieder auf meinen Teller. "Komm, lass uns tauschen", flaxe ich. "Hm, nee", sagt Sandra, "aber eins klaue ich mir noch." "Das ist so niedlich, den beiden zuzuschauen", sagt Sandras Kollegin. "Wenn sie mal nicht die Chefin ist, was?" feixe ich. Sandra schaut uns lächelnd an. Ihre Kollegin weiß grade gar nicht, was sie sagen soll. "Die beiden sind schon ein tolles Gespann", sagt Torsten.
Dann erzähle ich Sandra noch von meinem neuen Auftrag. "Das klingt ja auch spannend", sagt sie dann, "da müsste ich aber noch mal schauen kommen." "Oje", lacht Ulrich, "als ich dich das letzte Mal durch die Halle geführt habe, haben etliche Männer Schnappatmung bekommen." "I-hi!" sage ich, "verstecktes Kompliment." Sandra errötet etwas. "Menno Stefanie, hättest Du nix gesagt, würde ich auch nicht rotwerden", beschwert sie sich lustig. Nach dem Essen gehen wir unsere üblich Runde. "Vor der Pause rief noch mein Vater an", sagt Sandra, "er hatte mal die Schwimmbadfirma kontaktiert und der Chef von der Firma würde sich das gerne heute Nachmittag mal anschauen." "Hey, cool", sage ich, "da sind wir doch dabei." "Sowieso", antwortet Sandra lächelnd, "so Viertel nach fünf, halb sechs wäre er dann da." "Hört sich gut an", sage ich. Nach dem Spaziergang gehen wir wieder an unsere Plätze. Um kurz nach halb Fünf klopft es an der Bürotür. Wir haben hier eine elektronische Zugangsberechtigung über unseren Ausweis. Ulrich ist auch noch da und öffnet die Tür. Sandra kommt rein. "Hey, hallo", begrüße ich sie lächelnd. Sandra schaut sich um. "Ist aber auch schön hier, vor allem, schön hell", sagt sie. Dann kommt sie zu mir an den Platz. "Mal schauen, wie es bei Dir aussieht", sagt sie lächelnd. Auf meinem Bildschirmen habe ich als Hintergrundbild eins, wo ich Sandra beim Fallschirmspringen geknipst habe. Sandra lächelt, als sie das Bild sieht. "Damit du immer bei mir bist", sage ich. Sandra schaut mich mit strahlenden Augen an. "Ich fahr noch schnell die Kiste runter, dann können wir los", sage ich. Wir verabschieden uns von Ulrich und gehen zu Sandras Auto. "Niedliches Ding, Du", sage ich zu Sandra. "Ich bin so happy mit Dir", sagt Sandra, "und heute hast Du ja wieder eine deiner schönsten Seite drauf." Ich zwinkere ihr zu.
Wäre ich schlank, würde euch das nur unnötig geil machen...
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Stephanie
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Re: Blutengel
Poolplanung mit Schwimmbadfirma
Wir kommen bei Sandra vor der verabredeten Zeit an. Hans wartet schon. "Hi Paps", begrüßt ihn Sandra. "Hallo Hans", sage ich. "Hallo ihr beiden", sagt Hans, "schön seht ihr aus." "Danke", sagen wir gleichzeitig. "Bei Stefanie musst Du heute aufpassen, sie hat heute den ganz großen Schalk im Nacken", sagt Sandra dann noch. Ich lächele lieb. "Okay", sagt Hans lachend. In dem Moment springt Franzi aus der offenen Beifahrertür und wuselt gleich um mich rum. Ich gehe in die Knie und kraule sie ordentlich durch. "Na, da haben sich aber zwei gefunden", lacht Hans. "Wie verträgt sie sich eigentlich mit deinen Katzen?" frage ich. "Sie kommen miteinander klar", antwortet Sandra, "es gibt ja viele Hunde in der Nachbarschaft, da haben sich die Schnurrer dran gewöhnt." "Das wird bestimmt gleich lustig", grinst Hans, "Franzi, die Katzen und Steffi zusammen." Ich grinse nur. Jetzt kommt erstmal der Herr von der Schwimmbadfirma. "Hallo Wolfgang", begrüßt Hans ihn. "Hallo Hans", antwortet der. Hans stellt uns dann vor. "Meine Tochter Sandra und ihre Lebensgefährtin Stefanie", sagt Hans. Ich reiche ihm meine Hand. "Angenehm, gerne per Du", sage ich. Sandra bietet auch gleich das Du an. "Sehr gerne", antwortet Wolfgang. Zusammen gehen wir durch den Carport nach hinten. "Du weißt aber, dass Goldis gerne Wasser mögen?" frage ich grinsend Hans. "Ja klar wieso?" fragt er. "Na ja, wegen Franzi", sage ich. "Ich passe schon auf", sagt Hans, "sie hört ja auf mich." Wir kommen ins Poolhaus. Franzi hält sich erst auch zurück und schaut immer zu Hans. Dann entdeckt sie eine Gummiente, die auf dem Wasser dümpelt. "Woff!" sagt Franzi. Und "Klatsch" ist sie auch schon im Pool und holt sich die Ente. "Wie kommt denn die Ente dahin?" fragt Sandra verwundert und schaut mich dann an. Ich schaue übertrieben zur Decke und tue unbeteiligt. "Stefanie!" rüffelt Sandra, lächelt aber dabei. Hans lacht. "Ja, Steffi hat heute den Schalk im Nacken", sagt er dann. Auch der Wolfgang ist erheitert. "Ist immer wieder schön, so lockere, ausgelassenen Menschen zu treffen", sagt er. Ich helfe in der Zwischenzeit Franzi aus dem Pool. Als sie auf dem Holzdeck steht, springe ich schnell zur Seite und rufe: "Deckung!", im nächsten Moment schüttelt sich Franzi ausgiebig, das es nur so spritzt. "Du bist ja echt eine Granate", sagt Wolfgang lachend zu mir. Ich zwinkere ihm zu. "Der neue Pool braucht dann aber eine Ausstiegshilfe für Franzi", sage ich dann noch. "Dann könnten wir ja zum Eigentlichen kommen", sagt Wolfgang dann.
"Hans sagte, dass es schon eine Zeichnung gibt?" fragt Wolfgang. "Genau, aber die haben wir in digitaler Form", antworte ich. "Auch nicht schlecht", staunt Wolfgang. "Dazu müssten wir ins Wohnzimmer gehen", sagt Sandra. Das tun wir dann auch. Franzi ist noch etwas nass und muss auf der Terrasse bleiben. Das stört sie aber auch nicht weiter, weil sie ja noch die Quietschente hat. Und die hört man ab und zu mal quietschen, weil Franzi sie rumschubst. Das wiederum macht die Katzen neugierig. Erst schauen sie von weitem, dann versuchen sie näher zu kommen, aber Franzi zieht die Ente immer weg. Ich kann gar nicht weggucken, von den dreien. Inzwischen ist das Laptop hochgefahren und Sandra öffnet die Datei. Erstmal sieht man den leeren Raum. "Die Innenmaße von dem ganzen Schuppen sind 27 x 15 Meter", sage ich, "Sandras Wunsch wäre ein Becken in der Größe von 25 x 12,5 Meter." Wolfgang macht die Augen groß. "Das sind ja Hallenbad-Maße!" sagt er dann erstaunt. "Wäre schön, wenn das klappen könnte", sagt Sandra. "In der ersten Einschätzung würde es gehen", sagt Wolfgang, "wenn wir die Möglichkeit haben, ein Paar Quadratmeter für die Technik dazu bekommen könnten, wäre das schon toll." "Habe ich im Layout berücksichtig", sage ich, "im Eingangsbereich könnte man noch was einbringen." Ich erkläre dann das Layout. Im Programm baut sich langsam das Becken auf. "Rohrleitungen habe ich schon mal nach bestem Wissen und Gewissen eingezeichnet", sage ich. Wolfgang staunt. "Machst Du so was beruflich?" fragt mich Wolfgang. "Früher mal, und jetzt wieder", antworte ich. "Das ist richtig gut", sagt Wolfgang, "kannst Du uns das zur Verfügung stellen?" "Na klar", sage ich. Mit welchem Programm hast Du das gemacht?" fragt Wolfgang. "MicroStation", antworte ich. "Kann man das konvertieren? Unser Konstrukteur arbeitet mit AutoCad", fragt Wolfgang. "Das geht problemlos, da habe ich einen Konverter für", antworte ich, "baue ich gerne um." "Das ist ja super", freut sich Wolfgang, "das spart ja eine Menge Zeit."
Ich erläutere noch einige Details. "Wann können wir loslegen?" fragt Wolfgang. "Meinetwegen sofort", antwortet Sandra lächelnd, "wir sind zwischendrin 4 — 5 Wochen weg, da könnt ihr euch richtig austoben." "OK", lacht Wolfgang, "erstmal müssen wir mit ein paar Fachexperten draufschauen, Betonbauer, Statiker, usw.." Wir wollen noch mal ins Poolhaus rüber, das geht aber grade nicht, weil Franzi immer noch die Gummiente verteidigt und quer vor der Tür liegt. Eine Katze schleicht sich mutig ran. Franzi sieht das aber und nimmt die Gummiente in den Mund. Dabei quietscht die Ente laut auf. Die Katze erschreckt sich und springt aus dem Stand hoch, die andere Katze kurz danach. Das sieht so lustig aus, das ich loslache.. "Stefanie", rüffelt Sandra, aber grinst. Franzi springt auf und rennt mit der Ente im Maul ins Poolhaus. Die Katzen hinterher. Wir gehen hinterher. "Klatsch" macht es, als wir noch rüber gehen. "Und wieder ist sie drin", sage ich grinsend. Wir kommen am Pool an. Franzi ist im Wasser und die Katzen sitzen in einiger Entfernung . "Ich meine Franzi grinst", sage ich. Sandra bufft mich lächelnd an. "Also, ich würde dann nächste Woche mit den Kollegen mal schauen", sagt Wolfgang. "Arbeitet ihr auch mit einem Glaser zusammen?" fragt Sandra, "dann könnten bei der Gelegenheit auch neue Fenster rein." "Ja klar, ist kein Problem", antwortet Wolfgang, "ich suche uns am besten einen Termin, für nächste Woche." Ich staune grade, weil das alles so zeitnah klappt. "Es ist ja langsam Urlaubszeit", begründet Wolfgang das, "da sind die Leute ja erstmal weg." Es gibt noch eine kurze Absprache, dann fährt Wolfgang wieder los. Ich helfe Franzi wieder aus dem Pool. Natürlich muss ich sofort in Deckung gehen, weil sie sich sofort das Wasser aus Fell schüttelt. Ich gehe dann zum Laptop und konvertiere die Datei der Zeichnung und ziehe sie anschließend auf einen Datenträger. Sandra hat uns in der Zwischenzeit etwas zum Anstoßen geholt. "Auf deinen neuen Pool", sagt Hans. Ich sehe wohl etwas erstaunt aus, was Hans nicht entgeht. "Was ist denn Steffi?" fragt er lächelnd. "Na ja, für so ein kleines Mädel vom Land ist das ein ganz schön großer Kracher", antworte ich. "Inwiefern?" fragt Sandra grinsend. "Ich meine, das ist mal eben so ein Mittel- bis Oberklassewagen, so im Vergleich", sage ich, "ja gut ihr seid Banker, aber mich erstaunt es trotzdem." "Ich habe ein bisschen was auf der hohen Kante liegen", sagt Sandra grinsend. "Na dann", sage ich flaxend. Hans lacht. "Du bist schon toll, Steffi", sagt er dann, "und das Du so gut Zeichnen kannst finde ich auch gut." "He, das war doch das Programm", protestiere ich gespielt. "Nee, nee, ich habe auch die Skizzen gesehen, die du vorher gemacht hast", sagt Hans dann lächelnd.
Franzi kommt auf die Terrasse und legt die Ente ab. Sofort kommen die Katzen. Sie schnuppern an der Ente und schon ist sie auch uninteressant. "Typisch Katzen", sage ich lachend. Sandra stimmt sich noch mit Hans wegen der Finanzen ab. Ich füttere in der Zeit die Katzen, Franzi bekommt natürlich auch Futter. Ein bisschen was für sie haben wir auch immer da. "Ich finde das ja cool, wie die sich so verstehen", sage ich. Die Katzen kommen zu mir. "Na, Minka und Minki", sage ich. "Das passt ja, schöne Namen", sagt Sandra lächelnd. "Wie jetzt? Haben die beiden noch keinen Namen?" frage ich erstaunt. "Nicht so richtig", antwortet Sandra, "ich suchte immer nach was ägyptisches, weil es ja Ägyptische Maus sind." "Ra und Osiris, fällt mir da spontan ein", sage ich, "OK ist vielleicht etwas abgehoben." "Ja ich dachte auch an Nofretete und Ramses", sagt Sandra, "aber stell dir nur vor, du stehst auf der Terrasse du rufst die beiden." "Ach in der Gegend hier ist das glaube ich nicht schlimm", flaxe ich. "He Stefanie", grinst Sandra. "Sind das Katze und Kater?" frage ich weiter. "Ja, die kleinere ist der Kater", sagt Sandra. "Ist auch der frechere", sage ich. Franzi hat dann auch fertig gefuttert. "Na dann können wir ja auch wieder los", sagt Hans. Wir begleiten die beiden zum Auto. Minka und Minki kommen auch zur Verabschiedung und setzen sich Katzenlike neben uns hin. "Die sind schon knuffig die beiden", sage ich. Hans fährt dann los.
"Was machen wir jetzt mit dem angebrochenen Abend?" fragt Sandra. "Eine Radtour", antworte ich. "Äh, wie jetzt?" fragt Sandra. "Den Stick mit der Zeichnung zum Schwimmbadbauer bringen", antworte ich lächelnd. "Au ja", sagt Sandra und zieht mich zum Schuppen am Carport. Dann zieht sie erst ihr pinkes Shoppingrad raus und dann ein Trekkingrad in Damenradausführung. "Na, welches möchtest Du nehmen?" fragt sie mich. "Dein Shoppingrad kenne ich ja schon", antworte ich, "ich nehme mal das Trekkingrad." "Gerne Stefanie", sagt Sandra lächelnd, "ich fahre auch lieber das pinkige." "Das sieht auch gut bei Dir aus", sage ich, "weil man da so schön grade sitzt, das betont Brust." "Ey, oh, Stefanie, wie soll ich nach so einer Ansage geradeaus fahren", lacht Sandra. "I-hi!" sage ich nur. Ich steige probehalber auf das Trekkingrad. "Sage mal Mädel, was hast Du eigentlich für lange Beine?" frage ich erstaunt, weil ich kaum mit meinen Füßen auf den Boden komme. Sandra ist von der Ansage geschmeichelt und lächelt. "Dass du ein supertolles Fahrwerk hast, das weiß ich ja", sage ich (ich lobe sie ja zu gerne, weil sie das auch sehr genießt). Ich steige wieder ab und gehe zu ihr rüber. "Vergleichsmessung!", sage ich und stelle mich dicht neben sie, so dass wir Hüfte an Hüfte stehen. "Unglaublich, du bist zwar nur ein paar Zentimeter kleiner, aber dafür sind die Beine um ein Mehrfaches länger", sage ich. Sandra strahlt, ist aber auch etwas verlegen. "Stefanie", sagt sie leise. "Das mir das nicht eher aufgefallen ist", sage ich weiter, "sind das schöne Beine!" Jetzt wird sie leicht rot im Gesicht. Sie umarmt mich und küsst mich liebevoll. "Danke meine liebe", sagt sie leise, "ich finde es schön wenn du mich so schön lobst, aber ich musste dich jetzt küssen, sonst hättest du gar nicht mehr aufgehört." "I-hi", dein Humor ist aber auch niedlich", sage ich noch. Schließlich fahren wir dann los. Zwischendrin schaue ich immer mal wieder zu Sandra, was sie veranlasst ihre Brust weiter rauszustrecken. Dabei grinst sie mich ab und zu an. Ich zwinkere ihr zu.
Wir kommen dann an dem Laden der Firma an. Natürlich ist schon geschlossen, aber hinter im Büro scheint noch jemand zu sein. Wir gehen hin. An einem Schreibtisch sitzt jemand am PC. Er sieht uns und sagt wohl etwas zu einem anderen im Büro. Der kommt ans Fenster und lächelt als er uns sieht. Dann öffnet er das Fenster. "Das ist ja schön, dass ihr da seid, ich habe schon mit unserem Konstrukteur gesprochen", sagt Wolfgang. Das ist dann der Herr den wir am PC gesehen haben. "Wir haben Stefanies Zeichnungen auf einem Stick mit", sagt Sandra. "Super mögt ihr kurz reinkommen?" fragt Wolfgang. "Gerne", sagen wir. Durch einen Hintereingang gehen wir rein. Der Konstrukteur stellt sich eben schnell vor. "Ich bin Joachim", sagt er, worauf Sandra und ich uns auch vorstellen. Ich gebe dann Joachim den Stick und er öffnet die Datei. "Wow! Das ist ja detailliert", staunt er. "Es müsste die Statik nochmal nachberechnet werde", sage ich, "bei einigen Stellen war ich mir nicht sicher, an anderen Stellen habe ich wahrscheinlich zu viel Material verballert." "Kein Problem", sagt Joachim, "aber ich sehe grade, Du hast ja das ganze Haus mit drin. Ui, wie lange hast Du denn gebraucht?" "Eine Woche mit Unterbrechungen", antworte ich und erkläre, wie ich vorgegangen bin. "Nur eventuelle Sonderwünsche habe ich noch nicht berücksichtigt", sage ich weiter und schaue zu Sandra. "Ja mit dem Einstieg bin ich mir noch nicht sicher", sagt sie, "ich würde gerne schon die 25 Meter haben, weil ich gerne die 1000 Meter schwimme." "Das geht aber auch mit 20 Metern Länge"; sage ich lächelnd, "musste nur öfter umdrehen." "Du nun wieder ", lacht Sandra.
"Also, wenn das von den Grundmaßen so bleiben soll, würde ich versuchen, die ganze Technik unterzubringen", sagt Joachim, "hier vorne im Eingangsbereich hast Du auch noch was vorgehalten?" Genau", antworte ich, "für irgendeine Art von Heizung. Das muss allerdings noch ausgehoben werden." "Das ist kein Problem", sagt Wolfgang, "da werden noch einige andere einige Erdarbeiten notwendig werden." "Wie lange wird es in etwa dauern?" fragt Sandra. " Na ja, 5 -6 Wochen für die groben Bauarbeiten", sagt Wolfgang "ca. zwei Wochen für die Feinheiten." "OK, das hört sich doch gut an", sagt Sandra. "Ich würde das soweit es nötig ist ergänzen, und mich dann nächste Woche bei euch melden", sagt Joachim dann. "Super", freut sich Sandra. Wir trinken zusammen noch einen Tee, dann verabschieden wir uns und fahren zurück. Sandra ist die ganze Zeit am Strahlen. Ich schaue zu ihr rüber. "Stefanie, wenn das so wird wie ich es mir vorstelle, dann wird das ein schönes Ding", sagt Sandra erfreut. Ich lächele lieb zurück, aber ich muss trotzdem die ganze Zeit daran denken, wie teuer so etwas ist und wie sie so was finanziert. Wir stehen an einer Ampel und warten. "Siehst Du da vorne das spanische Restaurant?" fragt mich Sandra, "da ist es oberlecker, wollen wir dahin?" "Gerne", antworte ich und grinse dabei. Sandra schaut mich an. "Warum grinst Du so?" fragt sie erwartungsvoll. "Guten Tag Frau van Rick"¦", flaxe ich. Sandra bufft mich leicht in die Rippen. "Menno, Stefanie", lacht Sandra. Mittlerweile haben wir draußen einen Platz gefunden. Eine Bedienung kommt zu uns. "-¡Hola, Sandra!" sagt sie und dann zu mir: "-¡Holla, ricura!" "-¡Hola!" grüße ich etwas überrascht zurück. Sandra grinst, worauf die Bedienung Sandra auf Spanisch etwas fragt. Und Sandra antwortet auf Spanisch. Die Bedienung geht kurz weg und holt die Speisekarten. Ich schaue Sandra lieb an. "Was ist denn?" fragt sie forsch. "Nix!" antworte ich lächelnd, "ich muss dich einfach nur anschauen." Ich sehe ihr an, dass sie die Antwort noch nicht ganz zufrieden gestellt hat, aber sie sagt erstmal nichts. Im Grunde genommen könnte ich sie auf der Stelle vernaschen, wenn ich ihr das jetzt sage, dann wird sie wohl alles andere ausblenden.
Wir suchen uns was zu Essen und Getränke aus und bestellen das dann. Immer wieder schaue ich Sandra an. Mal lieb, mal etwas frivol. Das verfehlt auch seine Wirkung nicht. Jetzt gibt es eine Vorspeise. "Was mich nur die ganze Zeit wundert, ist diese Lockerheit die Du bei deinem Poolneubau an den Tag legst", sage ich, "allein wegen der Kosten könnte ich heute Abend nicht einschlafen." Sandra lächelt. "Da können wir in der Familie kurzfristig was locker machen", sagt sie dann, "das kann ich dir gerne nochmal genauer erklären." "Und woher kannst Du so gut Spanisch?" frage ich weiter. "Wie jetzt? Sprechen, oder was?" fragt sie mit einer gewissen Erotik dagegen. "Oha, aufpassen, Steffi, sie dreht den Spieß mit dem scharfmachen um!" sage ich dann. Sandra lacht sich kringelig. "Hab ich es mir auch so gedacht", sagt sie gackernd. Ich sage nichts, sondern streichele sie mit meinen Pumps am Bein, so wie sie es immer bei mir macht. "Oh, trägst heute du Lack an den Füßen?" fragt sie und schaut unter den Tisch, "oh wie süß, habe ich noch gar nicht drauf geachtet. Niedliche Pumps das!" Die Leute um uns herum haben wir echt kurz ausgeblendet, einige sind etwas pikiert, andere schauen uns lächelnd zu. Die Bedienung findet uns wohl auch ganz nett, jedenfalls sagt sie das, als sie unsere Vorspeisenteller abräumt. Wenig später kommt der Hauptgang. "Das ist ja sehr lecker hier", sage ich begeistert. "Und vor allem auch noch ein Geheimtipp", sagt Sandra, "viele kommen hier gar nicht her." Zum Schluss gibt es noch einen Café solo, ähnlich zum italienischen Espresso. Weil Sandra kurz abgelenkt ist, bezahle ich heute die Runde. "Hey Stefanie", beschwert sich Sandra prompt. "I-hi!" sage ich. "Oh Du, warte bis wir zu Hause sind", sagt Sandra weiterhin gespielt aufgeregt. "Da habe ich jetzt echt Muffen vor", flaxe ich.
Dann radeln wir zurück. Sandra schaut jetzt immer wieder auf meine Pumps. "Die schimmern so ganz leicht grünlich in der Abendsonne", sagt sie. "Die sind ganz Dunkelgrün, fast schwarz", sage ich. "Passen zum Kleid", sagt Sandra. Das Kleid ist auch dunkelgrün, aber nicht so, wie die Pumps. "Steht Dir gut", lobt Sandra. "Danke schön", sage ich mit Augenaufschlag. Zu Hause bei Sandra, stellen wir die Fahrräder im Schuppen ab. "So, Du gehst ohne Umwege bitte sofort ins Bett", sagt Sandra, versucht dabei ernst zu bleiben, was ihr nicht wirklich gelingt, "ich komme dann hinterher, ich muss mich mal so richtig austoben. "Steffi-Turngerät, was?" flaxe ich. "He Du", gackert Sandra, "na warte!"
Wir kommen bei Sandra vor der verabredeten Zeit an. Hans wartet schon. "Hi Paps", begrüßt ihn Sandra. "Hallo Hans", sage ich. "Hallo ihr beiden", sagt Hans, "schön seht ihr aus." "Danke", sagen wir gleichzeitig. "Bei Stefanie musst Du heute aufpassen, sie hat heute den ganz großen Schalk im Nacken", sagt Sandra dann noch. Ich lächele lieb. "Okay", sagt Hans lachend. In dem Moment springt Franzi aus der offenen Beifahrertür und wuselt gleich um mich rum. Ich gehe in die Knie und kraule sie ordentlich durch. "Na, da haben sich aber zwei gefunden", lacht Hans. "Wie verträgt sie sich eigentlich mit deinen Katzen?" frage ich. "Sie kommen miteinander klar", antwortet Sandra, "es gibt ja viele Hunde in der Nachbarschaft, da haben sich die Schnurrer dran gewöhnt." "Das wird bestimmt gleich lustig", grinst Hans, "Franzi, die Katzen und Steffi zusammen." Ich grinse nur. Jetzt kommt erstmal der Herr von der Schwimmbadfirma. "Hallo Wolfgang", begrüßt Hans ihn. "Hallo Hans", antwortet der. Hans stellt uns dann vor. "Meine Tochter Sandra und ihre Lebensgefährtin Stefanie", sagt Hans. Ich reiche ihm meine Hand. "Angenehm, gerne per Du", sage ich. Sandra bietet auch gleich das Du an. "Sehr gerne", antwortet Wolfgang. Zusammen gehen wir durch den Carport nach hinten. "Du weißt aber, dass Goldis gerne Wasser mögen?" frage ich grinsend Hans. "Ja klar wieso?" fragt er. "Na ja, wegen Franzi", sage ich. "Ich passe schon auf", sagt Hans, "sie hört ja auf mich." Wir kommen ins Poolhaus. Franzi hält sich erst auch zurück und schaut immer zu Hans. Dann entdeckt sie eine Gummiente, die auf dem Wasser dümpelt. "Woff!" sagt Franzi. Und "Klatsch" ist sie auch schon im Pool und holt sich die Ente. "Wie kommt denn die Ente dahin?" fragt Sandra verwundert und schaut mich dann an. Ich schaue übertrieben zur Decke und tue unbeteiligt. "Stefanie!" rüffelt Sandra, lächelt aber dabei. Hans lacht. "Ja, Steffi hat heute den Schalk im Nacken", sagt er dann. Auch der Wolfgang ist erheitert. "Ist immer wieder schön, so lockere, ausgelassenen Menschen zu treffen", sagt er. Ich helfe in der Zwischenzeit Franzi aus dem Pool. Als sie auf dem Holzdeck steht, springe ich schnell zur Seite und rufe: "Deckung!", im nächsten Moment schüttelt sich Franzi ausgiebig, das es nur so spritzt. "Du bist ja echt eine Granate", sagt Wolfgang lachend zu mir. Ich zwinkere ihm zu. "Der neue Pool braucht dann aber eine Ausstiegshilfe für Franzi", sage ich dann noch. "Dann könnten wir ja zum Eigentlichen kommen", sagt Wolfgang dann.
"Hans sagte, dass es schon eine Zeichnung gibt?" fragt Wolfgang. "Genau, aber die haben wir in digitaler Form", antworte ich. "Auch nicht schlecht", staunt Wolfgang. "Dazu müssten wir ins Wohnzimmer gehen", sagt Sandra. Das tun wir dann auch. Franzi ist noch etwas nass und muss auf der Terrasse bleiben. Das stört sie aber auch nicht weiter, weil sie ja noch die Quietschente hat. Und die hört man ab und zu mal quietschen, weil Franzi sie rumschubst. Das wiederum macht die Katzen neugierig. Erst schauen sie von weitem, dann versuchen sie näher zu kommen, aber Franzi zieht die Ente immer weg. Ich kann gar nicht weggucken, von den dreien. Inzwischen ist das Laptop hochgefahren und Sandra öffnet die Datei. Erstmal sieht man den leeren Raum. "Die Innenmaße von dem ganzen Schuppen sind 27 x 15 Meter", sage ich, "Sandras Wunsch wäre ein Becken in der Größe von 25 x 12,5 Meter." Wolfgang macht die Augen groß. "Das sind ja Hallenbad-Maße!" sagt er dann erstaunt. "Wäre schön, wenn das klappen könnte", sagt Sandra. "In der ersten Einschätzung würde es gehen", sagt Wolfgang, "wenn wir die Möglichkeit haben, ein Paar Quadratmeter für die Technik dazu bekommen könnten, wäre das schon toll." "Habe ich im Layout berücksichtig", sage ich, "im Eingangsbereich könnte man noch was einbringen." Ich erkläre dann das Layout. Im Programm baut sich langsam das Becken auf. "Rohrleitungen habe ich schon mal nach bestem Wissen und Gewissen eingezeichnet", sage ich. Wolfgang staunt. "Machst Du so was beruflich?" fragt mich Wolfgang. "Früher mal, und jetzt wieder", antworte ich. "Das ist richtig gut", sagt Wolfgang, "kannst Du uns das zur Verfügung stellen?" "Na klar", sage ich. Mit welchem Programm hast Du das gemacht?" fragt Wolfgang. "MicroStation", antworte ich. "Kann man das konvertieren? Unser Konstrukteur arbeitet mit AutoCad", fragt Wolfgang. "Das geht problemlos, da habe ich einen Konverter für", antworte ich, "baue ich gerne um." "Das ist ja super", freut sich Wolfgang, "das spart ja eine Menge Zeit."
Ich erläutere noch einige Details. "Wann können wir loslegen?" fragt Wolfgang. "Meinetwegen sofort", antwortet Sandra lächelnd, "wir sind zwischendrin 4 — 5 Wochen weg, da könnt ihr euch richtig austoben." "OK", lacht Wolfgang, "erstmal müssen wir mit ein paar Fachexperten draufschauen, Betonbauer, Statiker, usw.." Wir wollen noch mal ins Poolhaus rüber, das geht aber grade nicht, weil Franzi immer noch die Gummiente verteidigt und quer vor der Tür liegt. Eine Katze schleicht sich mutig ran. Franzi sieht das aber und nimmt die Gummiente in den Mund. Dabei quietscht die Ente laut auf. Die Katze erschreckt sich und springt aus dem Stand hoch, die andere Katze kurz danach. Das sieht so lustig aus, das ich loslache.. "Stefanie", rüffelt Sandra, aber grinst. Franzi springt auf und rennt mit der Ente im Maul ins Poolhaus. Die Katzen hinterher. Wir gehen hinterher. "Klatsch" macht es, als wir noch rüber gehen. "Und wieder ist sie drin", sage ich grinsend. Wir kommen am Pool an. Franzi ist im Wasser und die Katzen sitzen in einiger Entfernung . "Ich meine Franzi grinst", sage ich. Sandra bufft mich lächelnd an. "Also, ich würde dann nächste Woche mit den Kollegen mal schauen", sagt Wolfgang. "Arbeitet ihr auch mit einem Glaser zusammen?" fragt Sandra, "dann könnten bei der Gelegenheit auch neue Fenster rein." "Ja klar, ist kein Problem", antwortet Wolfgang, "ich suche uns am besten einen Termin, für nächste Woche." Ich staune grade, weil das alles so zeitnah klappt. "Es ist ja langsam Urlaubszeit", begründet Wolfgang das, "da sind die Leute ja erstmal weg." Es gibt noch eine kurze Absprache, dann fährt Wolfgang wieder los. Ich helfe Franzi wieder aus dem Pool. Natürlich muss ich sofort in Deckung gehen, weil sie sich sofort das Wasser aus Fell schüttelt. Ich gehe dann zum Laptop und konvertiere die Datei der Zeichnung und ziehe sie anschließend auf einen Datenträger. Sandra hat uns in der Zwischenzeit etwas zum Anstoßen geholt. "Auf deinen neuen Pool", sagt Hans. Ich sehe wohl etwas erstaunt aus, was Hans nicht entgeht. "Was ist denn Steffi?" fragt er lächelnd. "Na ja, für so ein kleines Mädel vom Land ist das ein ganz schön großer Kracher", antworte ich. "Inwiefern?" fragt Sandra grinsend. "Ich meine, das ist mal eben so ein Mittel- bis Oberklassewagen, so im Vergleich", sage ich, "ja gut ihr seid Banker, aber mich erstaunt es trotzdem." "Ich habe ein bisschen was auf der hohen Kante liegen", sagt Sandra grinsend. "Na dann", sage ich flaxend. Hans lacht. "Du bist schon toll, Steffi", sagt er dann, "und das Du so gut Zeichnen kannst finde ich auch gut." "He, das war doch das Programm", protestiere ich gespielt. "Nee, nee, ich habe auch die Skizzen gesehen, die du vorher gemacht hast", sagt Hans dann lächelnd.
Franzi kommt auf die Terrasse und legt die Ente ab. Sofort kommen die Katzen. Sie schnuppern an der Ente und schon ist sie auch uninteressant. "Typisch Katzen", sage ich lachend. Sandra stimmt sich noch mit Hans wegen der Finanzen ab. Ich füttere in der Zeit die Katzen, Franzi bekommt natürlich auch Futter. Ein bisschen was für sie haben wir auch immer da. "Ich finde das ja cool, wie die sich so verstehen", sage ich. Die Katzen kommen zu mir. "Na, Minka und Minki", sage ich. "Das passt ja, schöne Namen", sagt Sandra lächelnd. "Wie jetzt? Haben die beiden noch keinen Namen?" frage ich erstaunt. "Nicht so richtig", antwortet Sandra, "ich suchte immer nach was ägyptisches, weil es ja Ägyptische Maus sind." "Ra und Osiris, fällt mir da spontan ein", sage ich, "OK ist vielleicht etwas abgehoben." "Ja ich dachte auch an Nofretete und Ramses", sagt Sandra, "aber stell dir nur vor, du stehst auf der Terrasse du rufst die beiden." "Ach in der Gegend hier ist das glaube ich nicht schlimm", flaxe ich. "He Stefanie", grinst Sandra. "Sind das Katze und Kater?" frage ich weiter. "Ja, die kleinere ist der Kater", sagt Sandra. "Ist auch der frechere", sage ich. Franzi hat dann auch fertig gefuttert. "Na dann können wir ja auch wieder los", sagt Hans. Wir begleiten die beiden zum Auto. Minka und Minki kommen auch zur Verabschiedung und setzen sich Katzenlike neben uns hin. "Die sind schon knuffig die beiden", sage ich. Hans fährt dann los.
"Was machen wir jetzt mit dem angebrochenen Abend?" fragt Sandra. "Eine Radtour", antworte ich. "Äh, wie jetzt?" fragt Sandra. "Den Stick mit der Zeichnung zum Schwimmbadbauer bringen", antworte ich lächelnd. "Au ja", sagt Sandra und zieht mich zum Schuppen am Carport. Dann zieht sie erst ihr pinkes Shoppingrad raus und dann ein Trekkingrad in Damenradausführung. "Na, welches möchtest Du nehmen?" fragt sie mich. "Dein Shoppingrad kenne ich ja schon", antworte ich, "ich nehme mal das Trekkingrad." "Gerne Stefanie", sagt Sandra lächelnd, "ich fahre auch lieber das pinkige." "Das sieht auch gut bei Dir aus", sage ich, "weil man da so schön grade sitzt, das betont Brust." "Ey, oh, Stefanie, wie soll ich nach so einer Ansage geradeaus fahren", lacht Sandra. "I-hi!" sage ich nur. Ich steige probehalber auf das Trekkingrad. "Sage mal Mädel, was hast Du eigentlich für lange Beine?" frage ich erstaunt, weil ich kaum mit meinen Füßen auf den Boden komme. Sandra ist von der Ansage geschmeichelt und lächelt. "Dass du ein supertolles Fahrwerk hast, das weiß ich ja", sage ich (ich lobe sie ja zu gerne, weil sie das auch sehr genießt). Ich steige wieder ab und gehe zu ihr rüber. "Vergleichsmessung!", sage ich und stelle mich dicht neben sie, so dass wir Hüfte an Hüfte stehen. "Unglaublich, du bist zwar nur ein paar Zentimeter kleiner, aber dafür sind die Beine um ein Mehrfaches länger", sage ich. Sandra strahlt, ist aber auch etwas verlegen. "Stefanie", sagt sie leise. "Das mir das nicht eher aufgefallen ist", sage ich weiter, "sind das schöne Beine!" Jetzt wird sie leicht rot im Gesicht. Sie umarmt mich und küsst mich liebevoll. "Danke meine liebe", sagt sie leise, "ich finde es schön wenn du mich so schön lobst, aber ich musste dich jetzt küssen, sonst hättest du gar nicht mehr aufgehört." "I-hi", dein Humor ist aber auch niedlich", sage ich noch. Schließlich fahren wir dann los. Zwischendrin schaue ich immer mal wieder zu Sandra, was sie veranlasst ihre Brust weiter rauszustrecken. Dabei grinst sie mich ab und zu an. Ich zwinkere ihr zu.
Wir kommen dann an dem Laden der Firma an. Natürlich ist schon geschlossen, aber hinter im Büro scheint noch jemand zu sein. Wir gehen hin. An einem Schreibtisch sitzt jemand am PC. Er sieht uns und sagt wohl etwas zu einem anderen im Büro. Der kommt ans Fenster und lächelt als er uns sieht. Dann öffnet er das Fenster. "Das ist ja schön, dass ihr da seid, ich habe schon mit unserem Konstrukteur gesprochen", sagt Wolfgang. Das ist dann der Herr den wir am PC gesehen haben. "Wir haben Stefanies Zeichnungen auf einem Stick mit", sagt Sandra. "Super mögt ihr kurz reinkommen?" fragt Wolfgang. "Gerne", sagen wir. Durch einen Hintereingang gehen wir rein. Der Konstrukteur stellt sich eben schnell vor. "Ich bin Joachim", sagt er, worauf Sandra und ich uns auch vorstellen. Ich gebe dann Joachim den Stick und er öffnet die Datei. "Wow! Das ist ja detailliert", staunt er. "Es müsste die Statik nochmal nachberechnet werde", sage ich, "bei einigen Stellen war ich mir nicht sicher, an anderen Stellen habe ich wahrscheinlich zu viel Material verballert." "Kein Problem", sagt Joachim, "aber ich sehe grade, Du hast ja das ganze Haus mit drin. Ui, wie lange hast Du denn gebraucht?" "Eine Woche mit Unterbrechungen", antworte ich und erkläre, wie ich vorgegangen bin. "Nur eventuelle Sonderwünsche habe ich noch nicht berücksichtigt", sage ich weiter und schaue zu Sandra. "Ja mit dem Einstieg bin ich mir noch nicht sicher", sagt sie, "ich würde gerne schon die 25 Meter haben, weil ich gerne die 1000 Meter schwimme." "Das geht aber auch mit 20 Metern Länge"; sage ich lächelnd, "musste nur öfter umdrehen." "Du nun wieder ", lacht Sandra.
"Also, wenn das von den Grundmaßen so bleiben soll, würde ich versuchen, die ganze Technik unterzubringen", sagt Joachim, "hier vorne im Eingangsbereich hast Du auch noch was vorgehalten?" Genau", antworte ich, "für irgendeine Art von Heizung. Das muss allerdings noch ausgehoben werden." "Das ist kein Problem", sagt Wolfgang, "da werden noch einige andere einige Erdarbeiten notwendig werden." "Wie lange wird es in etwa dauern?" fragt Sandra. " Na ja, 5 -6 Wochen für die groben Bauarbeiten", sagt Wolfgang "ca. zwei Wochen für die Feinheiten." "OK, das hört sich doch gut an", sagt Sandra. "Ich würde das soweit es nötig ist ergänzen, und mich dann nächste Woche bei euch melden", sagt Joachim dann. "Super", freut sich Sandra. Wir trinken zusammen noch einen Tee, dann verabschieden wir uns und fahren zurück. Sandra ist die ganze Zeit am Strahlen. Ich schaue zu ihr rüber. "Stefanie, wenn das so wird wie ich es mir vorstelle, dann wird das ein schönes Ding", sagt Sandra erfreut. Ich lächele lieb zurück, aber ich muss trotzdem die ganze Zeit daran denken, wie teuer so etwas ist und wie sie so was finanziert. Wir stehen an einer Ampel und warten. "Siehst Du da vorne das spanische Restaurant?" fragt mich Sandra, "da ist es oberlecker, wollen wir dahin?" "Gerne", antworte ich und grinse dabei. Sandra schaut mich an. "Warum grinst Du so?" fragt sie erwartungsvoll. "Guten Tag Frau van Rick"¦", flaxe ich. Sandra bufft mich leicht in die Rippen. "Menno, Stefanie", lacht Sandra. Mittlerweile haben wir draußen einen Platz gefunden. Eine Bedienung kommt zu uns. "-¡Hola, Sandra!" sagt sie und dann zu mir: "-¡Holla, ricura!" "-¡Hola!" grüße ich etwas überrascht zurück. Sandra grinst, worauf die Bedienung Sandra auf Spanisch etwas fragt. Und Sandra antwortet auf Spanisch. Die Bedienung geht kurz weg und holt die Speisekarten. Ich schaue Sandra lieb an. "Was ist denn?" fragt sie forsch. "Nix!" antworte ich lächelnd, "ich muss dich einfach nur anschauen." Ich sehe ihr an, dass sie die Antwort noch nicht ganz zufrieden gestellt hat, aber sie sagt erstmal nichts. Im Grunde genommen könnte ich sie auf der Stelle vernaschen, wenn ich ihr das jetzt sage, dann wird sie wohl alles andere ausblenden.
Wir suchen uns was zu Essen und Getränke aus und bestellen das dann. Immer wieder schaue ich Sandra an. Mal lieb, mal etwas frivol. Das verfehlt auch seine Wirkung nicht. Jetzt gibt es eine Vorspeise. "Was mich nur die ganze Zeit wundert, ist diese Lockerheit die Du bei deinem Poolneubau an den Tag legst", sage ich, "allein wegen der Kosten könnte ich heute Abend nicht einschlafen." Sandra lächelt. "Da können wir in der Familie kurzfristig was locker machen", sagt sie dann, "das kann ich dir gerne nochmal genauer erklären." "Und woher kannst Du so gut Spanisch?" frage ich weiter. "Wie jetzt? Sprechen, oder was?" fragt sie mit einer gewissen Erotik dagegen. "Oha, aufpassen, Steffi, sie dreht den Spieß mit dem scharfmachen um!" sage ich dann. Sandra lacht sich kringelig. "Hab ich es mir auch so gedacht", sagt sie gackernd. Ich sage nichts, sondern streichele sie mit meinen Pumps am Bein, so wie sie es immer bei mir macht. "Oh, trägst heute du Lack an den Füßen?" fragt sie und schaut unter den Tisch, "oh wie süß, habe ich noch gar nicht drauf geachtet. Niedliche Pumps das!" Die Leute um uns herum haben wir echt kurz ausgeblendet, einige sind etwas pikiert, andere schauen uns lächelnd zu. Die Bedienung findet uns wohl auch ganz nett, jedenfalls sagt sie das, als sie unsere Vorspeisenteller abräumt. Wenig später kommt der Hauptgang. "Das ist ja sehr lecker hier", sage ich begeistert. "Und vor allem auch noch ein Geheimtipp", sagt Sandra, "viele kommen hier gar nicht her." Zum Schluss gibt es noch einen Café solo, ähnlich zum italienischen Espresso. Weil Sandra kurz abgelenkt ist, bezahle ich heute die Runde. "Hey Stefanie", beschwert sich Sandra prompt. "I-hi!" sage ich. "Oh Du, warte bis wir zu Hause sind", sagt Sandra weiterhin gespielt aufgeregt. "Da habe ich jetzt echt Muffen vor", flaxe ich.
Dann radeln wir zurück. Sandra schaut jetzt immer wieder auf meine Pumps. "Die schimmern so ganz leicht grünlich in der Abendsonne", sagt sie. "Die sind ganz Dunkelgrün, fast schwarz", sage ich. "Passen zum Kleid", sagt Sandra. Das Kleid ist auch dunkelgrün, aber nicht so, wie die Pumps. "Steht Dir gut", lobt Sandra. "Danke schön", sage ich mit Augenaufschlag. Zu Hause bei Sandra, stellen wir die Fahrräder im Schuppen ab. "So, Du gehst ohne Umwege bitte sofort ins Bett", sagt Sandra, versucht dabei ernst zu bleiben, was ihr nicht wirklich gelingt, "ich komme dann hinterher, ich muss mich mal so richtig austoben. "Steffi-Turngerät, was?" flaxe ich. "He Du", gackert Sandra, "na warte!"
Wäre ich schlank, würde euch das nur unnötig geil machen...
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Re: Blutengel
Danke Stephanie
, was für ein Buch, ich musste mich gestern Nacht zwingen um die Geschichte zur Seite zu legen, am liebsten hätte ich alles von vorn bis zum Schluss auf einmal gelesen. Zur rechten Zeit wie ein Geschenk des Himmels kommt es mir vor, die Bandbreite des Möglichen ist einfach fantastisch
Liebe Grüße Tira
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bella49
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Re: Blutengel
Seit über 3 Wochen ist nix neues hier zu lesen, nix zu hör'n -
ist Stephanie etwa mit auf Sandra's Segeltörn?
Ist sie abgetaucht in der Nordsee oder bei den Malediven,
während wir hier vor Sehnsucht schniefen?
Oder ist sie gar mit Brummel
auf der Flucht vor Star- und Medienrummel?
Warum es hier nicht weiter geht,
wohl in den berühmten Sternen steht!
BITTE schreib weiter an Deinem supertollen
und faszinierenden Roman, bleib nicht verschollen!
LG bella49
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Stephanie
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Re: Blutengel
Halle ausmessen
Wenn ich bisher gedacht hab, Sandra hat im Bett schon alles ausgereizt, dann bin nach dieser Nacht eines Besseren belehrt. Meine Güte war das heftig, aber schön. Beeindruckt von der Nacht sitze ich jetzt mit ihr am Frühstückstisch. "Na? Alles gut bei Dir?" fragt sie lieb. "Joa. Ein bisschen geflasht bin ich ja noch", antworte ich lächelnd. Sie sieht mir an, dass es in meinem Hirn rattert. "Ich muss grade nur an den Moment denken, wo ich dich im JB erkannt habe", sage ich grinsend. "OK, was war da?" fragt sie leicht verunsichert. "Total geil", sage ich. Natürlich spanne ich sie damit auf die Folter. "Och, sag schon!" fordert Sandra. "I-hi!" sage ich. "Stefanie!!!" sagt Sandra forsch. "Den Jungs von der Band bist Du vorher schon immer aufgefallen, bei früheren Partys", antworte ich dann, "Tom sagt mir, dass Du immer mit anderen Frauen da warst." Sandra wird rot im Gesicht. "Ja, OK, hattest eben einen hohen Verschleiß", sage ich grinsend. "Ey, oh, pass bloß auf", sagt Sandra lachend. Sandras Gesichtsfarbe normalisiert sich grade. "Na ja, und dann sagte jemand das du eine ganz dominante sein sollst", sage ich immer noch grinsend. Und Sandra wird noch mal richtig rot. "I-hi, süß", kommentiere ich das. "Och Stefanie", sagt sie jetzt ganz verlegen. "Na ja , das mit dem Dominant sein habe ich jetzt schon ein paar Mal erlebt", sage ich weiter. "Und? Äh", sagt sie, irgendwie fehlen ihr die Worte. Ich lächele sie weiter an. "Absolut toll", antworte ich, "ich finde das gut, richtig gut." Sandra schaut mich erstaunt an. "Das war bei meinen Vorgängerinnen wohl der Punkt, wo sie sich verabschiedeten, oder?" frage ich vorsichtig und gehe langsam zu ihr rüber. Ich nehme sie in den Arm. Sandra nimmt es dankend an. Mit feuchten Augen antwortet sie: "Ja! Das ist so eine blöde Eigenart von mir. Ich kann das sehr schlecht steuern." "Es liegt aber nicht nur an Dir, auch an den anderen", sage ich, "entweder man nimmt es an oder lässt es. Ich lasse dich gerne machen, ich lerne ja auch dabei." Sandra schaut mich an. "Wenn ich im JB nicht gleich so viel um die Ohren gehabt hätte, dann hätteste mich nach fünf Minuten schon abschleppen können", sage ich grinsend. Sandra lacht kurz auf und schaut mich dann noch mit feuchten Augen, aber trotzdem strahlend an. "Du, mit Deiner direkten Art", lacht sie und küsst mich sofort.
Zusammen fahren wir dann zur Arbeit. Es ist heute richtig warm, und ich trage ein Ärmelloses Kleid mit großem knallig bunten Blumenaufdruck auf schwarzem Untergrund und ausgestellten Rockteil, welcher die Knie umspielt. Dazu Pumps mit flacherem Absatz. Ich verabschiede mich lieb von Sandra. Sie schaut mich verträumt an. "Da hast Du heute aber nochmal einen draufgelegt in Sachen verliebt sein", sagt sie dann lax. Ich zwinkere und dann gibt es noch mal einen schönen Abschiedskuss. Beim Betreten des Büros wird mir dann klar, dass ich ja den ganzen Tag unten in der Halle bin und die ersten Messungen mache. Vielleicht hätte ich mich etwas zurückhaltender kleiden sollen. "Ach, egal", denke ich mir. Außerdem sind meine Sicherheitsschuhe schwarz, die passen dann zum Kleid. Ich checke meines Emails, dann wechsele ich die Schuhe, nehme mein Messgerät, was zum Schreiben und gehe dann runter. Ich bin grade mal ein paar Meter in die Halle gegangen, da höre ich von der Seite von einem Pausenplatz jemanden sagen: "Alter, schau mal, da, Steffi, uii." Ich tue so, als hätte ich es nicht gehört und gehe normal weiter. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass mir dutzende Augenpaare hinterher schauen. Ich gehe in eine Ecke der Halle, die ich mir als Startpunkt ausgesucht habe. Ich fange mit den Hallenwänden innen an. Ich messe außerdem die Abstände der Stützpfeiler. Nach ein paar Minuten kommt der diensthabende Schichtmeister zu mir. "Na? Machst Du die Neuvermessung, von dem mein Chef sprach?" fragt er mich und muss sich echt zusammenreißen, dass er mich nicht von oben bis unten abscannt. "Jawoll, das tue ich", antworte ich, während ich die Messergebnisse notiere, "sind deine Leute auch schon informiert?" "Ja, habe ich", antwortet er, "nur bei manchen ist es wohl noch etwas ungewohnt." "Das wird schon", sage ich lächelnd, "das wird hier eine Weile dauern, sie werden sich schnell dran gewöhnen." "OK", sagt der Meister und geht wieder.
Ich bewege mich langsam vorwärts. Ab und an peile ich mal aus den Augenwinkeln. Manche der Kollegen fühlen sich unbeobachtet und schauen mich die ganze Zeit an. Ich kann mir so ungefähr ausmalen, was grade in deren Köpfen los ist; ich stand ja auch mal auf der Seite. Da muss einiges an Kopfkino los sein. Mittlerweile bin ich einmal rum und habe die Innenmaße der Halle fertig aufgenommen. Es ist später Vormittag und einigermaßen warm in der Halle. Ich stehe vor einer Toilette und gehe hinein. Hier ziehe ich meine Strumpfhose aus, denn mit ihr ist es nun langsam zu warm. Ich versuche sie so klein wie möglich zusammenzufalten und halte sie unter meinem Klemmbrett, wo ich die Notizen mache, fest. Als nächstes vermesse ich in der Halle die Wege und Fahrstraßen. Da mein Messgerät ab einer bestimmten Distanz nicht mehr genau misst, muss ich die Längen aufteilen. Dazu benutze ich einen großen Winkel aus Blech. Jetzt muss ich einmal mehr hin- und herlaufen. Die Leute an den Anlagen und Maschinen beobachten mich immer wieder. Einer spricht mich auch direkt an. "Du weißt aber, was du anrichtest?" fragt er mich grinsend. "Nein, nicht das ich wüsste!" antworte ich gespielt naiv, "ich mache doch nur einen Job, wie ihr hier auch." Er muss lachen. "Das sieht wirklich toll aus", lobt er mich, "steht Dir gut." "Danke", sage ich freundlich, "und ihr habt mal ein bisschen was anders zu schauen." "Genau", sagt er lachend. Ich zwinkere zurück. Bis zur Mittagspause komme ich gut voran. Ich habe einen guten Rhythmus gefunden. Zwischendrin werde ich immer wieder von verschiedenen Leuten angesprochen.
Weil Sandra in die Pause herein einen Termin hat, gehe ich später ohne meine Kollegen in die Kantine. Vor der Kantine treffe ich Sandra. "Nanu? Hattest Du nicht heute Morgen ein anderes Kleid an?" frage ich sie. Sie hat jetzt ebenfalls ein ärmelloses Kleid an. "Ja, ich habe immer einige Kleidungsstücke zum Wechseln hier", sagt sie, "bei den Temperaturen heute musste ich auch mal was luftigeres anziehen." "Sieht total gut aus", sage ich lächelnd. Wir betreten die Kantine. Erst passiert nichts. Sandras Absätze klackern etwas lauter. Prompt schauen ein paar Männer. "Alter Schwede", höre ich einen leise sagen. Wir holen uns Bestecke und Tabletts. Dazu stehen wir mit den Rücken zu den Tischen. "Merkst Du dieses Prickeln der Blicke auf dem Hintern?" frage ich Sandra. Sie lacht kurz. "Stefanie!" rüffelt sie mich lieb. Dann gehen wir in die Essenausgabe. Sandra dreht den Kopf zu den Tischen und lässt lächelnd ihren Blick schweifen. "Klasse!" sage ich leise. An einer Station gibt es wieder ein raffiniertes Nudelgericht. Ich sage es Sandra und gehe mit ihr hin. Vor uns ist noch einer dran. "Ich hätte das gerne ohne"¦ "¦", sagt er und vergisst das Weiterreden, weil er uns bemerkt hat und seinen Blick kaum mehr von uns lösen kann. "Watt denn nu"˜?" fragt der Kollege hinterm Tresen. "Ja echt!", sage ich frech. Sandra explodiert gleich, weil sie sich das Lachen verkneift. Der vor uns gibt seinen Extrawunsch auf, nimmt seinen Teller und geht zur Kasse. Während unsere Teller belegt werden, sagt der Kollege hinterm Tresen: "Na ja, wenn man euch so sieht, kann man schon mal ins Vergessen kommen. Sehr schön." "Danke", sagt Sandra nett. Ariane an der Kasse ist auch erheitert. "Ich freue mich schon immer, wenn ihr hereinkommt", sagt sie, "dann gibt es immer was zu Schmunzeln." "Das ergibt sich so", antworte ich, "dann muss man halt reagieren." "Eben!" antwortet Ariane grinsend.
Wir gehen durch die Tischreihen zu freien Plätzen am Fenster. "Blond und Rot, wie Agneta und Anna-Frid von Abba", sagt einer der sitzenden. "Was eine Steilvorlage", sage ich grinsend. Sandra schaut erwartungsvoll. Ich schaue den Typen an und fange nicht leise an zu singen: "Waterloo, mach doch endlich mal die Klappe zu!" "Ha!" lacht Sandra laut los. Kurz darauf ist die halbe Kantine am gackern. "Sorry, es kam so über mich", sage ich grinsend zu dem Typen. Der ist völlig pikiert, während seine Kollegen sich über ihn lustig machen. "So eine Steilvorlage muss man eben annehmen", sage ich noch zu ihm, "sorry dafür." Dann können wir uns aber auch erstmal unsere Pasta schmecken lassen. "Du hast aber auch ein feines Auge, was lecker Essen angeht", sagt Sandra lieb. Ich zwinkere mit beiden Augen. Hinter mit am Tisch steht einer auf. Er erblickt Sandra und hält kurz inne. "Sandra, Sie sehen heute und in letzter Zeit immer gut aus", sagt er dann. Ich drehe mich leicht und schaue ihn über die Schulter an. "Könnte an mir liegen", sage ich frech grinsend. Sandra strahlt. "Das stimmt schon", sagt sie dann. Der Kollege schaut von einer zur anderen. "Äh, ja", sagt er dann und bringt sein Tablett weg. "Ist das normal, das ihr euch mit Vornamen und Siezen ansprecht", frage ich. "Eigentlich sind wir alle auf "Du", aber einige kriegen das nicht hin", antwortet Sandra. "Ich finde das gut, hat was lockeres und trotzdem höflich", sage ich. "Stefanie, das haben Sie schön gesagt", sagt Sandra dann grinsend. "He da!" empöre ich mich gespielt. Sandra lächelt.
"Kann ich gleich mal mit rüberkommen?" fragt Sandra, "mal schauen, wie Du das machst?" "Grundsätzlich ja", antworte ich lächelnd. "Aber?" fragt sie forsch. "An mein Aussehen haben sie sich den Vormittag über gewöhnt", antworte ich, "mal schauen, was passiert, wenn du dazu kommst." "Ach, wird schon", sagt Sandra lächelnd. Auf dem Weg zur Halle informiere ich den diensthabenden Meister, dass ich Besuch mitbringe. Das ist so üblich. "Wer ist die Person?" fragt er neugierig. "Meine Lebensgefährtin", antworte ich wahrheitsgemäß, "sie war neulich schon mal hier." "Ja OK, aber da war eine andere Schicht da", sagt der Meister. In seiner Stimme schwingt ein bisschen Aufregung mit. "Hat wohl ein wenig Angst um seine Leute", sage ich nach dem Telefonat zu Sandra, "aber hier laufen eigentlich öfter mal Besucher und natürlich auch Besucherinnen durch." "Wir beide sind schon ein bisschen was Besonderes hier", sagt Sandra dann, "das bekomme ich öfter mal zurückgespiegelt." "I-hi!" sage ich. "Genau!", lacht Sandra. Wir betreten dann die Halle. Während ich mein Equipment wieder aufnehme, staunt Sandra über die Roboter, die in den Anlagen laufen. "Ich bin immer wieder am Staunen, wie die da so rumsausen", sagt sie. "Da ist alles nur Programmieren", sage ich, "da kannst Du ja mal bei Konrad über die Schulter schauen, wie das gemacht wird. Der ist heute auch hier unten in der Halle irgendwo." "So viel Zeit habe ich dann doch nicht", sagt Sandra grinsend. Sie hilft mir noch bei ein paar Messungen. Sie misst die Entfernungen, während ich den Blechwinkel weiterbewege. "Das ist aber mal eine schöne Abwechselung", sagt sie, bevor sie wieder rübergeht.
Ich habe so langsam alle Maße, die ich für den ersten Ansatz der Zeichnung brauche zusammen und gehe wieder an meinen Schreibtisch. Ich schaue noch mal in meinen Rechner. "Ei, super, das CAD-Programm ist schon installiert", sage ich leise, "da kann ich Montag ja gleich anfangen." Anschließend fahre ich den Rechner runter und gehe zu Sandra rüber. "Huhu, Sandra" sage ich und schaue ums Eck in ihr Büro. Sie lächelt mich an. "Ich bin auch grade fertig mit allem", sagt sie. Zusammen gehen wir zu ihrem Auto. Unterwegs halten wir an einem Bäcker. Dort kaufen wir ein paar Stücke Kuchen. "Für Kaffee und Kuchen ist noch etwas Zeit, bevor ich zum Üben muss", sage ich grinsend. "Ach ja, heute ist das ja für den Ersatz von der Stones-Coverband", sagt Sandra. "Genau, mal sehen, wie das wird", sage ich, "und bei dir ist wieder Näh-Treffen?" "Genau", antwortet Sandra, "vielleicht sind wir ja noch im Gange, wenn Du wiederkommst." "Schaun wir mal", sage ich. Ich koche einen Kaffee, während Sandra Kuchengeschirr herausholt und den Kuchen schon mal verteilt. Anschließend genießen wir den Kuchen bei einer leckeren Tasse Kaffee. Sandra schaut mich die ganze Zeit an. "Weißt Du, ich bin total verliebt in Dich", sagt sie nach einiger Zeit. Mir liegt schon wieder ein flapsiger Spruch auf der Zunge, aber den verkneife ich mir jetzt. Ich schaue sie stattdessen ganz lieb an. Wahrscheinlich hat sie mit einer anderen Reaktion gerechnet, ich sehe es ihr an, dass sie am überlegen ist. Bevor sie vor Neugier zu platzen droht, frage ich sie nett: "Kann es sein, dass sich dein Verliebt-sein-Status geändert hat?" "Schön, dass du das fragst", sagt sie erleichtert, "ja, irgendwie schon, aber mir fehlen irgendwie die Worte." "Mh, Übergang vom blinden Verliebtsein zum jetzt kann mal eine mit Liebe gefüllte, langanhaltende Partnerschaft kommen?" frage ich direkt. Sandra fängt augenblicklich an zu weinen. "Freudentränen", sagt sie, kommt zu mir über und setzt sich auf meinen Schoß. "Genauso, Stefanie", schnieft sie leise und drückt mich. Eine Weile bleiben wir so sitzen. Dann schaut sie mich an und gibt mir einen dicken Kuss. "Dann machen wir das so", sage ich leise. Sandra schiegt sich nochmal an mich ran. "Langsam musst Du aber los", sagt sie dann leise. "Hm, ja", sage ich, "aber ich komme dann wieder." Sandra lacht. "Natürlich", sagt sie dann noch, "und ich muss jetzt noch schnell was fürs Nähen vorbereiten." Noch ein schneller Kuss zu Verabschiedung, dann fahre ich los zum ersten Üben mit der zusammengewürfelten Truppe. Mal sehen, wie das. Mit unserer Gruppe sind wir ja gut aufgestellt, von daher gehe ich jetzt mal ganz entspannt an diese Herausforderung heran. Das einzige was mich beschäftigt ist eben der Status von Brummel unter den ganzen stadtbekannten Musikern. Der Typ ist schon eine ganz große Nummer.
Wenn ich bisher gedacht hab, Sandra hat im Bett schon alles ausgereizt, dann bin nach dieser Nacht eines Besseren belehrt. Meine Güte war das heftig, aber schön. Beeindruckt von der Nacht sitze ich jetzt mit ihr am Frühstückstisch. "Na? Alles gut bei Dir?" fragt sie lieb. "Joa. Ein bisschen geflasht bin ich ja noch", antworte ich lächelnd. Sie sieht mir an, dass es in meinem Hirn rattert. "Ich muss grade nur an den Moment denken, wo ich dich im JB erkannt habe", sage ich grinsend. "OK, was war da?" fragt sie leicht verunsichert. "Total geil", sage ich. Natürlich spanne ich sie damit auf die Folter. "Och, sag schon!" fordert Sandra. "I-hi!" sage ich. "Stefanie!!!" sagt Sandra forsch. "Den Jungs von der Band bist Du vorher schon immer aufgefallen, bei früheren Partys", antworte ich dann, "Tom sagt mir, dass Du immer mit anderen Frauen da warst." Sandra wird rot im Gesicht. "Ja, OK, hattest eben einen hohen Verschleiß", sage ich grinsend. "Ey, oh, pass bloß auf", sagt Sandra lachend. Sandras Gesichtsfarbe normalisiert sich grade. "Na ja, und dann sagte jemand das du eine ganz dominante sein sollst", sage ich immer noch grinsend. Und Sandra wird noch mal richtig rot. "I-hi, süß", kommentiere ich das. "Och Stefanie", sagt sie jetzt ganz verlegen. "Na ja , das mit dem Dominant sein habe ich jetzt schon ein paar Mal erlebt", sage ich weiter. "Und? Äh", sagt sie, irgendwie fehlen ihr die Worte. Ich lächele sie weiter an. "Absolut toll", antworte ich, "ich finde das gut, richtig gut." Sandra schaut mich erstaunt an. "Das war bei meinen Vorgängerinnen wohl der Punkt, wo sie sich verabschiedeten, oder?" frage ich vorsichtig und gehe langsam zu ihr rüber. Ich nehme sie in den Arm. Sandra nimmt es dankend an. Mit feuchten Augen antwortet sie: "Ja! Das ist so eine blöde Eigenart von mir. Ich kann das sehr schlecht steuern." "Es liegt aber nicht nur an Dir, auch an den anderen", sage ich, "entweder man nimmt es an oder lässt es. Ich lasse dich gerne machen, ich lerne ja auch dabei." Sandra schaut mich an. "Wenn ich im JB nicht gleich so viel um die Ohren gehabt hätte, dann hätteste mich nach fünf Minuten schon abschleppen können", sage ich grinsend. Sandra lacht kurz auf und schaut mich dann noch mit feuchten Augen, aber trotzdem strahlend an. "Du, mit Deiner direkten Art", lacht sie und küsst mich sofort.
Zusammen fahren wir dann zur Arbeit. Es ist heute richtig warm, und ich trage ein Ärmelloses Kleid mit großem knallig bunten Blumenaufdruck auf schwarzem Untergrund und ausgestellten Rockteil, welcher die Knie umspielt. Dazu Pumps mit flacherem Absatz. Ich verabschiede mich lieb von Sandra. Sie schaut mich verträumt an. "Da hast Du heute aber nochmal einen draufgelegt in Sachen verliebt sein", sagt sie dann lax. Ich zwinkere und dann gibt es noch mal einen schönen Abschiedskuss. Beim Betreten des Büros wird mir dann klar, dass ich ja den ganzen Tag unten in der Halle bin und die ersten Messungen mache. Vielleicht hätte ich mich etwas zurückhaltender kleiden sollen. "Ach, egal", denke ich mir. Außerdem sind meine Sicherheitsschuhe schwarz, die passen dann zum Kleid. Ich checke meines Emails, dann wechsele ich die Schuhe, nehme mein Messgerät, was zum Schreiben und gehe dann runter. Ich bin grade mal ein paar Meter in die Halle gegangen, da höre ich von der Seite von einem Pausenplatz jemanden sagen: "Alter, schau mal, da, Steffi, uii." Ich tue so, als hätte ich es nicht gehört und gehe normal weiter. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass mir dutzende Augenpaare hinterher schauen. Ich gehe in eine Ecke der Halle, die ich mir als Startpunkt ausgesucht habe. Ich fange mit den Hallenwänden innen an. Ich messe außerdem die Abstände der Stützpfeiler. Nach ein paar Minuten kommt der diensthabende Schichtmeister zu mir. "Na? Machst Du die Neuvermessung, von dem mein Chef sprach?" fragt er mich und muss sich echt zusammenreißen, dass er mich nicht von oben bis unten abscannt. "Jawoll, das tue ich", antworte ich, während ich die Messergebnisse notiere, "sind deine Leute auch schon informiert?" "Ja, habe ich", antwortet er, "nur bei manchen ist es wohl noch etwas ungewohnt." "Das wird schon", sage ich lächelnd, "das wird hier eine Weile dauern, sie werden sich schnell dran gewöhnen." "OK", sagt der Meister und geht wieder.
Ich bewege mich langsam vorwärts. Ab und an peile ich mal aus den Augenwinkeln. Manche der Kollegen fühlen sich unbeobachtet und schauen mich die ganze Zeit an. Ich kann mir so ungefähr ausmalen, was grade in deren Köpfen los ist; ich stand ja auch mal auf der Seite. Da muss einiges an Kopfkino los sein. Mittlerweile bin ich einmal rum und habe die Innenmaße der Halle fertig aufgenommen. Es ist später Vormittag und einigermaßen warm in der Halle. Ich stehe vor einer Toilette und gehe hinein. Hier ziehe ich meine Strumpfhose aus, denn mit ihr ist es nun langsam zu warm. Ich versuche sie so klein wie möglich zusammenzufalten und halte sie unter meinem Klemmbrett, wo ich die Notizen mache, fest. Als nächstes vermesse ich in der Halle die Wege und Fahrstraßen. Da mein Messgerät ab einer bestimmten Distanz nicht mehr genau misst, muss ich die Längen aufteilen. Dazu benutze ich einen großen Winkel aus Blech. Jetzt muss ich einmal mehr hin- und herlaufen. Die Leute an den Anlagen und Maschinen beobachten mich immer wieder. Einer spricht mich auch direkt an. "Du weißt aber, was du anrichtest?" fragt er mich grinsend. "Nein, nicht das ich wüsste!" antworte ich gespielt naiv, "ich mache doch nur einen Job, wie ihr hier auch." Er muss lachen. "Das sieht wirklich toll aus", lobt er mich, "steht Dir gut." "Danke", sage ich freundlich, "und ihr habt mal ein bisschen was anders zu schauen." "Genau", sagt er lachend. Ich zwinkere zurück. Bis zur Mittagspause komme ich gut voran. Ich habe einen guten Rhythmus gefunden. Zwischendrin werde ich immer wieder von verschiedenen Leuten angesprochen.
Weil Sandra in die Pause herein einen Termin hat, gehe ich später ohne meine Kollegen in die Kantine. Vor der Kantine treffe ich Sandra. "Nanu? Hattest Du nicht heute Morgen ein anderes Kleid an?" frage ich sie. Sie hat jetzt ebenfalls ein ärmelloses Kleid an. "Ja, ich habe immer einige Kleidungsstücke zum Wechseln hier", sagt sie, "bei den Temperaturen heute musste ich auch mal was luftigeres anziehen." "Sieht total gut aus", sage ich lächelnd. Wir betreten die Kantine. Erst passiert nichts. Sandras Absätze klackern etwas lauter. Prompt schauen ein paar Männer. "Alter Schwede", höre ich einen leise sagen. Wir holen uns Bestecke und Tabletts. Dazu stehen wir mit den Rücken zu den Tischen. "Merkst Du dieses Prickeln der Blicke auf dem Hintern?" frage ich Sandra. Sie lacht kurz. "Stefanie!" rüffelt sie mich lieb. Dann gehen wir in die Essenausgabe. Sandra dreht den Kopf zu den Tischen und lässt lächelnd ihren Blick schweifen. "Klasse!" sage ich leise. An einer Station gibt es wieder ein raffiniertes Nudelgericht. Ich sage es Sandra und gehe mit ihr hin. Vor uns ist noch einer dran. "Ich hätte das gerne ohne"¦ "¦", sagt er und vergisst das Weiterreden, weil er uns bemerkt hat und seinen Blick kaum mehr von uns lösen kann. "Watt denn nu"˜?" fragt der Kollege hinterm Tresen. "Ja echt!", sage ich frech. Sandra explodiert gleich, weil sie sich das Lachen verkneift. Der vor uns gibt seinen Extrawunsch auf, nimmt seinen Teller und geht zur Kasse. Während unsere Teller belegt werden, sagt der Kollege hinterm Tresen: "Na ja, wenn man euch so sieht, kann man schon mal ins Vergessen kommen. Sehr schön." "Danke", sagt Sandra nett. Ariane an der Kasse ist auch erheitert. "Ich freue mich schon immer, wenn ihr hereinkommt", sagt sie, "dann gibt es immer was zu Schmunzeln." "Das ergibt sich so", antworte ich, "dann muss man halt reagieren." "Eben!" antwortet Ariane grinsend.
Wir gehen durch die Tischreihen zu freien Plätzen am Fenster. "Blond und Rot, wie Agneta und Anna-Frid von Abba", sagt einer der sitzenden. "Was eine Steilvorlage", sage ich grinsend. Sandra schaut erwartungsvoll. Ich schaue den Typen an und fange nicht leise an zu singen: "Waterloo, mach doch endlich mal die Klappe zu!" "Ha!" lacht Sandra laut los. Kurz darauf ist die halbe Kantine am gackern. "Sorry, es kam so über mich", sage ich grinsend zu dem Typen. Der ist völlig pikiert, während seine Kollegen sich über ihn lustig machen. "So eine Steilvorlage muss man eben annehmen", sage ich noch zu ihm, "sorry dafür." Dann können wir uns aber auch erstmal unsere Pasta schmecken lassen. "Du hast aber auch ein feines Auge, was lecker Essen angeht", sagt Sandra lieb. Ich zwinkere mit beiden Augen. Hinter mit am Tisch steht einer auf. Er erblickt Sandra und hält kurz inne. "Sandra, Sie sehen heute und in letzter Zeit immer gut aus", sagt er dann. Ich drehe mich leicht und schaue ihn über die Schulter an. "Könnte an mir liegen", sage ich frech grinsend. Sandra strahlt. "Das stimmt schon", sagt sie dann. Der Kollege schaut von einer zur anderen. "Äh, ja", sagt er dann und bringt sein Tablett weg. "Ist das normal, das ihr euch mit Vornamen und Siezen ansprecht", frage ich. "Eigentlich sind wir alle auf "Du", aber einige kriegen das nicht hin", antwortet Sandra. "Ich finde das gut, hat was lockeres und trotzdem höflich", sage ich. "Stefanie, das haben Sie schön gesagt", sagt Sandra dann grinsend. "He da!" empöre ich mich gespielt. Sandra lächelt.
"Kann ich gleich mal mit rüberkommen?" fragt Sandra, "mal schauen, wie Du das machst?" "Grundsätzlich ja", antworte ich lächelnd. "Aber?" fragt sie forsch. "An mein Aussehen haben sie sich den Vormittag über gewöhnt", antworte ich, "mal schauen, was passiert, wenn du dazu kommst." "Ach, wird schon", sagt Sandra lächelnd. Auf dem Weg zur Halle informiere ich den diensthabenden Meister, dass ich Besuch mitbringe. Das ist so üblich. "Wer ist die Person?" fragt er neugierig. "Meine Lebensgefährtin", antworte ich wahrheitsgemäß, "sie war neulich schon mal hier." "Ja OK, aber da war eine andere Schicht da", sagt der Meister. In seiner Stimme schwingt ein bisschen Aufregung mit. "Hat wohl ein wenig Angst um seine Leute", sage ich nach dem Telefonat zu Sandra, "aber hier laufen eigentlich öfter mal Besucher und natürlich auch Besucherinnen durch." "Wir beide sind schon ein bisschen was Besonderes hier", sagt Sandra dann, "das bekomme ich öfter mal zurückgespiegelt." "I-hi!" sage ich. "Genau!", lacht Sandra. Wir betreten dann die Halle. Während ich mein Equipment wieder aufnehme, staunt Sandra über die Roboter, die in den Anlagen laufen. "Ich bin immer wieder am Staunen, wie die da so rumsausen", sagt sie. "Da ist alles nur Programmieren", sage ich, "da kannst Du ja mal bei Konrad über die Schulter schauen, wie das gemacht wird. Der ist heute auch hier unten in der Halle irgendwo." "So viel Zeit habe ich dann doch nicht", sagt Sandra grinsend. Sie hilft mir noch bei ein paar Messungen. Sie misst die Entfernungen, während ich den Blechwinkel weiterbewege. "Das ist aber mal eine schöne Abwechselung", sagt sie, bevor sie wieder rübergeht.
Ich habe so langsam alle Maße, die ich für den ersten Ansatz der Zeichnung brauche zusammen und gehe wieder an meinen Schreibtisch. Ich schaue noch mal in meinen Rechner. "Ei, super, das CAD-Programm ist schon installiert", sage ich leise, "da kann ich Montag ja gleich anfangen." Anschließend fahre ich den Rechner runter und gehe zu Sandra rüber. "Huhu, Sandra" sage ich und schaue ums Eck in ihr Büro. Sie lächelt mich an. "Ich bin auch grade fertig mit allem", sagt sie. Zusammen gehen wir zu ihrem Auto. Unterwegs halten wir an einem Bäcker. Dort kaufen wir ein paar Stücke Kuchen. "Für Kaffee und Kuchen ist noch etwas Zeit, bevor ich zum Üben muss", sage ich grinsend. "Ach ja, heute ist das ja für den Ersatz von der Stones-Coverband", sagt Sandra. "Genau, mal sehen, wie das wird", sage ich, "und bei dir ist wieder Näh-Treffen?" "Genau", antwortet Sandra, "vielleicht sind wir ja noch im Gange, wenn Du wiederkommst." "Schaun wir mal", sage ich. Ich koche einen Kaffee, während Sandra Kuchengeschirr herausholt und den Kuchen schon mal verteilt. Anschließend genießen wir den Kuchen bei einer leckeren Tasse Kaffee. Sandra schaut mich die ganze Zeit an. "Weißt Du, ich bin total verliebt in Dich", sagt sie nach einiger Zeit. Mir liegt schon wieder ein flapsiger Spruch auf der Zunge, aber den verkneife ich mir jetzt. Ich schaue sie stattdessen ganz lieb an. Wahrscheinlich hat sie mit einer anderen Reaktion gerechnet, ich sehe es ihr an, dass sie am überlegen ist. Bevor sie vor Neugier zu platzen droht, frage ich sie nett: "Kann es sein, dass sich dein Verliebt-sein-Status geändert hat?" "Schön, dass du das fragst", sagt sie erleichtert, "ja, irgendwie schon, aber mir fehlen irgendwie die Worte." "Mh, Übergang vom blinden Verliebtsein zum jetzt kann mal eine mit Liebe gefüllte, langanhaltende Partnerschaft kommen?" frage ich direkt. Sandra fängt augenblicklich an zu weinen. "Freudentränen", sagt sie, kommt zu mir über und setzt sich auf meinen Schoß. "Genauso, Stefanie", schnieft sie leise und drückt mich. Eine Weile bleiben wir so sitzen. Dann schaut sie mich an und gibt mir einen dicken Kuss. "Dann machen wir das so", sage ich leise. Sandra schiegt sich nochmal an mich ran. "Langsam musst Du aber los", sagt sie dann leise. "Hm, ja", sage ich, "aber ich komme dann wieder." Sandra lacht. "Natürlich", sagt sie dann noch, "und ich muss jetzt noch schnell was fürs Nähen vorbereiten." Noch ein schneller Kuss zu Verabschiedung, dann fahre ich los zum ersten Üben mit der zusammengewürfelten Truppe. Mal sehen, wie das. Mit unserer Gruppe sind wir ja gut aufgestellt, von daher gehe ich jetzt mal ganz entspannt an diese Herausforderung heran. Das einzige was mich beschäftigt ist eben der Status von Brummel unter den ganzen stadtbekannten Musikern. Der Typ ist schon eine ganz große Nummer.
Wäre ich schlank, würde euch das nur unnötig geil machen...
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Kerstin
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Re: Blutengel
Hallo Stephanie.
Vielen Dank für deine tolle Fortsetzung.
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Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
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bella49
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Re: Blutengel
Moin Steffi
Nein, ich wollte nix schreiben!
Ja, ich wollte stumm mal bleiben!
Aber da sich sonst niemand hier meld',
bin ich's schon wieder, die die Frage hier stellt:
Kommt da noch was? Ist die Story gar vorbei?
Das wäre uns keineswegs einerlei,
denn wir sind gespannt wie ein Flitzebogen,
ganz kribbelig, weil von einer Fortsetzung entzogen
und daher bitten wir dich um weitere Geschichten!
Ich werde dann umgehend aufhören zu dichten!

Nein, ich wollte nix schreiben!
Ja, ich wollte stumm mal bleiben!
Aber da sich sonst niemand hier meld',
bin ich's schon wieder, die die Frage hier stellt:
Kommt da noch was? Ist die Story gar vorbei?
Das wäre uns keineswegs einerlei,
denn wir sind gespannt wie ein Flitzebogen,
ganz kribbelig, weil von einer Fortsetzung entzogen
und daher bitten wir dich um weitere Geschichten!
Ich werde dann umgehend aufhören zu dichten!
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Stephanie
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Re: Blutengel
Üben mit Startschwierigkeiten
Ich komme auf dem Hof an und gehe erstmal in die Werkstatt. Der große Tisch ist mittlerweile die Kommandozentrale für das ganze Fest geworden. Hier treffe ich unter anderem auch Samantha. "Hallo Steffi", begrüßt sie mich, "Gesine, John und Rick sind schon da. Sie sind drüben im Schlauch, wo der Sprinter steht." "OK, da wollte John unbedingt rein", sage ich grinsend. "Ist das OK für Dich?" fragt Samantha. "Na klar, alles gut, das Ding hat nicht so einen großen Hall, wie die beiden größeren Räume", antworte ich, "finde ich persönlich besser." "Alles klar", sagt Samantha lächelnd. Ich gehe hoch in unseren Übungsraum und will eine Gitarre und einen Verstärker holen. Micha und Tom sind auch da. "Na ihr? Habt ihr auch üben heute?" frage ich. "Ja haben wir", antwortet Micha. "Du, ich wollte meinen Vox mit rübernehmen", sage ich, "oder brauchst du den?" Micha grinst. "Nicht mehr", sagt er grinsend und geht ein Stück zu Seite, "ich habe jetzt auch einen, da brauchen wir drei uns nicht mehr um zwei Verstärker kloppen." "Ey cool Alter", rutscht es mir zur Erheiterung aller heraus. Mittlerweile sind auch die anderen von diesem Set dazugekommen. "Wo haste denn den her?" frage ich weiter. "Frank hat den in einer Kleinanzeige gefunden", antwortet Micha, "der war gut in Schuss, brauchte nur neue Röhren." "Und der kleine Instrumenten Laden neben dem Erotik Laden hat jetzt Röhrenmangel, was?" flaxe ich. "Genau", lacht Andi, der bei einer Glam-Rock Gruppe Gitarre spielt. "Na gut, dann gehe ich mal rüber", sage ich, nehme den Verstärker, ein paar Effektgeräte und die Gitarre, die Sandra mir geschenkt hat.
Ich gehe über den Hof zur großen Halle. Hier hört man schon ein Schlagzeug. Durch die Tür neben dem Tor gehe ich in den Abstellplatz für den Sprinter. Den hat Harald schon rausgefahren. Gesine und Rick bauen ihr Equipment noch auf. John ist schon fertig und spielt schon einige Takte. "Steffi, hallo, schön, das Du da bist", freut sich Rick. Gesine grinst. "Du konntest bestimmt die ganzen Nächte nicht schlafen, was?" flaxt sie Rick an. "Äh, öh", stottert Rick. Ich stelle lächelnd meine Sachen ab. "Wir haben schon mal nach bestem Wissen und Gewissen Verlängerungskabel und Mehrfachsteckdosen verteilt", sagt John, "musst mal schauen, ob das so OK ist." "Alles super", sage ich lächelnd und baue mein Kram auf. Gesine hat soweit alles angeschlossen und spielt ihre Keyboards an. Kurz darauf ist auch Rick fertig und spielt ein paar Bassläufe. Ich brauche noch ein bisschen, dann habe auch ich alles verdrahtet. Rick schaut erwartungsvoll zu mir rüber. "Ich habe da so ein Stück was ich gerne zum Ein- und Warmspielen nehme", sage ich dann und fange an zu spielen. Das ist ein recht schnell gespieltes Solo. Rick ist am Staunen. Gesine hält lächelnd ihr Handy in meine Richtung. Nach dem Solopart kommt ein Teil mit einem etwas ruhigeren Begleitrhythmus. Danach geht es wieder ins schnelle Solo. Das lasse ich mittendrin ausklingen. "Boah!" staunt Rick, "das kenne ich aber irgendwo her." Gesine grinst. "Ich weiß es, dank Dr. Google", sagt sie dann. Rick grübelt noch. "Hilf mir mal", bittet Rick nach einiger Zeit. "Status Quo", sage ich erstmal. "Ah OK, hm", Rick steht immer noch auf dem Schlauch. "Ey, hast den gleichen Vornamen wie der Rhythmus-Gitarrist von Quo und weißt nicht was das ist?" feixt John. Gesine grinst, ich nicke ihr zu. "Das ist "Tune to the Music" in der Instrumentalversion", sagt Gesine. "Ah ja, jetzt wo du es sagst", sagt Rick. Ich spiele dann nochmal das Stück an, aber dieses Mal singe ich dazu, allerdings genauso, wie Francis Rossi das im Original tut. Ich habe das einmal Live bei Status Quo gesehen. Francis Rossi ist ja so ein kleiner Schauspieler/Komiker und bei eben diesem Stück tat er total gelangweilt, was beim Publikum sehr geil ankam. Und das Gleiche mache ich auch grade. Gesine und John lachen, Rick schaut mich immer noch erstaunt an. Als ich grade fertig bin geht eine Nebentür zum Gang auf und Alex schaut rein. "Ja OK, keine weiteren Fragen", sagt er grinsend als er mich sieht, "Steffi spielt sich warm, was?" "Genau", sagt John lachend. "Die hörst Du auf 10 Kilometer gegen den Sturm raus", sagt Alex dann noch. "He Du!" tue ich entrüstet. Als nächstes improvisieren wir etwas herum, Alex geht wieder rüber zu seinen Leuten. "Sind heute etwa alle da?" frage ich in die Runde. "Nee, gestern war schon mal die Truppe mit Carlos und Frank hier", sagt John.
Nach ein paar Minuten kommt auch Brummel an. Er grüßt kurz in die Runde, dann baut er sein Equipment auf. Während der Zeit schaut er weder zu uns rüber, noch redet er überhaupt ein Wort. Gesine, Rick und John werden auch etwas ruhiger. Mich hingegen ficht dieses Getue gar nicht an. Was auf die andern drei dann auch lockernd wirkt. "Warst du eigentlich diejenige welche, die in dem kleinen Musikladen John Lee Hookers Boogie Chillun gespielt hat?" fragt mich John nebenbei. Brummel horcht kurz auf. "Ja, war ich, woher weißt Du das?" frage ich. "Hat mir der Inhaber des Ladens erzählt", antwortet John, "der war ziemlich begeistert." "Aha, interessant", sage ich lächelnd. Brummel ist dann auch endlich fertig. "Bevor wir anfangen", startet er, "das ist jetzt etwas ungewöhnlich mit dieser Situation." Huch, der kann ja ganze Sätze, denke ich mir. "Was meinst Du jetzt?" fragt Gesine. "Stefanie ist ja ziemlich neu in unserer Szene", antwortet Brummel. John steht dicht hinter mir und sagt leise, dass nur ich es höre: "Ach du Scheiße, jetzt kommt die alte Leier." Ich sage mal gar nichts und stelle mein Gesicht auf teilnahmslos. "Eigentlich ist das nicht so einfach, dass ein Neuer hier so mitspielt, da muss man sich schon mal zeigen", fährt Brummel fort. Es folgt ein minutenlanger Monolog über die Braunschweiger Musikszene und wie man sich gefälligst verhalten soll, als Neuer. So langsam schwillt mir der Kamm. Mein Gesichtsausdruck stellt sich grade auf Angriff um. Ich bin kurz vorm Explodieren. Rick merkt das und schaute mich angespannt an. Nach weiteren fünf Minuten Monolog unterbreche ich ihn scharf: "Keule, wenn Du irgendein Problem mit mir oder meinen Fähigkeiten hast, dann sag mir das bitte direkt und nicht mit so einem Geseiere, wie toll ihr alle seid und die Neuen taugen nichts! Ich habe echt noch den Kopf voll mit anderen Sachen, wegen des Hoffestes, da brauch ich dein Gelaber gar nicht!" Nebenbei habe ich meinen Verstärker ausgeschaltet und vom Netz getrennt. "Bei der Gelegenheit, such dir wen anders, ich bin raus", blaffe ich ihn an, "so"™n Scheiß brauch ich gar nicht." Rick ist total entsetzt, versucht mir was mitzuteilen, gelingt ihm aber nicht. Ich verlasse mit Verstärker und Gitarre den Raum. "Ganz toll", höre ich noch John zu Brummel sagen.
Ich schließe das Büro auf und gehe rein. Stimmt ja was ich grade sagte, hier ist jede Menge Schreibkram aufgelaufen, wegen des Festes und wegen der Nummer mit dem dicken Angler. Während ich mich einarbeite, höre ich Gesine. Jetzt macht sie Brummel runter und sie ist nicht zimperlich dabei. Auch John stimmt mit ein. Dann klappt die Tür nach draußen. Rick ist rausgegangen und zündet sich eine Kippe an. Ich meine zu sehen das er am Zittern ist. Ich gehe zum Fenster und öffne es. "Hey alles gut bei Dir?" frage ich ihn. Erstaunt schaut er mich an. "Äh ja, was machst Du hier, ich dachte Du wärst abgehauen", antwortet er ziemlich aufgelöst. "Das ist hier das Büro für meine Verwalterin Tätigkeit", antworte ich, "magst einen Kaffee?" "Ja, gerne", antwortet Rick. Ich lasse ihn ins Büro und schließe vorsichtshalber ab. Dann ziehe ich uns im Kaffeevollautomaten zwei Kaffees. "Das war ja eben eine Scheißnummer von Friedel", sagt Rick noch etwas aufgebracht, "diese Ansicht haben aber viele Musiker hier." "Kein Wunder, das die Szene hier kaum aus den Stadtgrenzen rauskommt", frotzele ich. Jetzt scheint Alex in den Raum nebenan gekommen zu sein, es ist ein bisschen ruhiger geworden. Rick und ich schlürfen den heißen Kaffee und schauen gedankenverloren auf den Hof. Von drüben kommt Samantha schnellen Schrittes über den Hof und geht durch die Tür nebenan rein. Gesehen hat sie uns nicht. "Was ist hier los? Alex rief mich grade an", hört man sie energisch sagen, "und wo sind Steffi und Rick?" Von drüben hört man jetzt die verschiedenen Stimmen, aber was sie sagen versteht man nicht, weil sie nicht ganz so laut sind. Irgendwie versucht sich Brummel noch zu rechtfertigen. Dann kommen Samantha, Gesine und Alex aus dem Gebäude und bleiben stehen. Da wir kein Licht anhaben und ich obendrein eine halbdurchsichtige Gardine vorgezogen habe, können sie uns nicht sehen. "Sie muss aber noch hier sein", sagt Alex, "ihr Auto ist noch da." Dann gehen sie zum See runter. "Hast Du eine Idee, wie es weitergehen soll?" fragt Rick. "Tja, entweder sucht ihr einen Gitarristen für Brummel oder für mich", antworte ich, "aber zusammen geht das so nicht." "Meinste nicht, er könnte sich bei dir entschuldigen?" fragt Rick. "Ich glaube nicht, dass der das überhaupt kann, so stur wie der ist", antworte ich.
Die Tür nebenan klappt. Brummel kommt raus, und trägt sein Equipment zu seinem Auto. Er scheint etwas geknickt zu sein. Dann lädt er alles in sein Auto und fährt langsam vom Hof. Samantha, Gesine und Alex kommen wieder vom See hoch. "Wo steckt die denn?" fragt Alex verwundert. Ich mache ein Fenster auf und frage die drei: "Wollt ihr vielleicht einen Kaffee?" Erstaunt schauen sie mich an. "Was machst du da drin?" fragt Samantha. "Schreibkram!?" antworte ich lächelnd, "los kommt rein und trinkt einen Kaffee oder so." Die drei kommen dann ins Büro und ziehen sich ihre Getränke. "Oh das Ding kann ja auch Kakao", freut sich Gesine. "Wie soll es denn weitergehen, mit eurem Set?" fragt Samantha sorgenvoll. Ich zucke mit den Schultern. "Ich habe das nicht versaut", sage ich dann, "ich verstehe aber auch nicht, was den gehackt hat, so eine Nummer abzuziehen. Ist das normal hier?" Jetzt kommt auch noch John dazu. Ich biete ihm auch ein Heißgetränk an. "Das ist ja cool hier", sagt er sich beim Hinsetzen. "Um deine Frage wieder aufzunehmen", sagt Gesine, "ja, das ist hier leider so, es gibt so ein paar altgediente, die der Meinung sind, sie müssten so was abziehen. Und da sind schon einige hoffnungsvolle Nachwuchsmusiker abgewandert." "Bedauernswerter Chauvinismus", sage ich. "Machen wir dann irgendwie weiter?" fragt Rick, "das war doch vorhin zum Anfang vielversprechend." "Mit Steffi hast Du da normal auch keine Probleme, die kann sich ruckzuck einfügen", sagt Alex, " das haben wir ja live erlebt." "Und "zack!" haben sie mich gekapert", sage ich und zwinkere Alex zu. "Ihr habt da so ein Glück gehabt", sagt Rick, "sie würde auch prima bei uns reinpassen."
Wir trinken noch unsere Kaffees und Kakaos aus. Samantha geht wieder rüber in die Werkstatt. Ich habe mein Equipment noch hier im Büro. "Dann lasst uns doch noch was aus dem angebrochenen Abend machen", sage ich. Rick lächelt. Zusammen tragen wir meine Sachen wieder rüber. Während ich alles anschließe, fangen die anderen schon mal an. Nebenbei lausche ich. "Na? Ihr habt euch schon auf Blues und Boogie eingeschossen, was?" frage ich. "Joa, nicht gut?" fragt Rick. "Doch, doch, alles easy", antworte ich. Nach kurzer Zeit habe ich alles angedrahtet uns stimme die Gitarre. Meinen Verzerrer stelle ich auf einen richtig, rotzigen Sound ein und dann spiel ich einfach mal das Griffbrett hoch und runter. Gesine grinst mich an. "Ziemlich coole Nummer, Steffi", sagt sie. "Ach ist doch nur ein bisschen improvisiert", sage ich. "Improvisieren ist gut", lacht John und fängt an eine groovig-bluesigen Rhythmus zu trommeln. Rick steigt mit ein und danach auch Gesine. Ich höre mich kurz rein, dann stimme ich mit ein. Das klappt auch so ganz gut. Nach ein paar Minuten finden wir dann ein Ende. "Klasse, total toll", freut sich Gesine. "Ist das so deine Richtung?" frage ich sie. "Ich bin eigentlich offen für alles", antwortet Gesine. "Und hast Du ein direktes Vorbild?" frage ich weiter. "Na ja schon, John Lord von Deep Purple, steht ganz oben bei mir", antwortet sie grinsend. "Wow, cool", staune ich. "He Rick, Purple haben wir früher doch auch mal gespielt", sagt John, "weißt Du noch?" "Na klar", antwortet Rick. Sie schauen mich an. "In der Schülerband früher waren auch zwei dabei, die voll auf Deep Purple abfuhren", sage ich , "aber uns fehlte eben der Organist." Gesine grinst. "Organist", sagt sie lächelnd. "Wollen wir mal was versuchen?", fragt Rick. "Highway Star?" frage ich keck. "Auja", sagt Gesine strahlend und fängt an die ersten Töne zu spielen. John und Rick steigen mit ein. Dann zünde ich meine Gitarre. Ich schaue in die Runde. Irgendwie macht keiner Anstalten singen zu wollen, also gehe ich ans Mikro. "Nobody gonna take my car, I race it to the ground", singe ich. Gesine lächelt zu mir rüber. John nickt anerkennend. Rick staunt und verspielt sich ein paar mal. Wir spielen weiter, zwischendrin wechseln Gesine und ich uns mit Solos ab. Wir improvisieren auch hier ein bisschen, zumindest, weil ich nicht unbedingt die Soli von Ritchie Blackmoore eins zu eins nachspielen kann. Ich singe dann die letzte Strophe. Währenddessen kommt Brummel in Begleitung einer Dame herein. Erst ist er etwas peinlich berührt, dann realisiert er schnell, was wir grade abziehen. Seine Begleitung ist gleich voll begeistert. Wir beenden das Stück langsam. Rick und ich heben unsere Gitarrenhälse hoch. Ich nicke Rick zu. Er zieht seinen Hals runter und wir alle hören auf zu spielen. "Ja geil!" sagt John. "Hammerhart!!" füge ich hinzu.
"Das war richtig gut", sagt die Begleiterin von Brummel, "wie lange habt ihr geübt?" "Gar nicht", sagt John grinsend. "Hä? Wie?" fragt die Dame. "Gar nicht", wiederhole ich auch grinsend. Brummels Begleiterin schaut ihn an. "Vielleicht hättest Du auch erstmal zuhören sollen", sagt sie grinsend zu ihm und dann zu uns: "Ich bin übrigens Britta und mache das Organisatorische für die "Blues Station, wo Friedel spielt, Samantha rief mich vorhin an und informierte mich." "So so, aha!" sage ich. "Ja, sorry, er ist nun mal so", sagt Britta lächelnd, "tut mit wirklich leid. Wie ist es denn von deiner Seite aus abgelaufen?" Ich erkläre Britta meine Sicht auf das Vorgefallene und obendrein meine Aktivitäten hier auf dem Gelände, auch das Drumherum wegen des Festes. "Ich habe eigentlich grade den Kopf ziemlich voll", sage ich, "da kommt es eben vor, das ich explodiere, wenn ich schräg angemacht werde." "Ist verständlich", sagt Britta, "hier Friedel, überleg dir, ob du dich vielleicht mal entschuldigen willst." Dem sieht man an, das ihm grade ein riesiger Zacken aus der Krone bricht. Innerlich muss ich ja grinsen. Er tritt leicht auf der Stelle hin und her. "Ich bin jetzt nicht so die Freundin von Entschuldigungen", sage ich schließlich, "mein Vorschlag, wir versuchen es mal zusammen, und wenn es dann nicht klappt, dann ist es eben so, dann kann man immer noch Kritik üben." Allen Beteiligten scheint grade ein riesiger Stein vom Herzen zu fallen. "Meinetwegen", sagt John frech. Ich stimme meine Gitarre nach. "Und was?" frage ich forsch. "Highway Star nochmal? Fragt Gesine. "Dann würde ich aber nur singen", sage ich, "diese beiden Hammer-Musiker von Deep Purple zusammen performen schaffe ich nicht hundertprozentig." "Den Gitarrenpart kriege ich hin", sagt Brummel dann. "Na dann, los!" sagt Gesine. Da Ding geht noch mehr los, als vorhin und Brummel zeigt auch wie gut er ist. Und ich kann auch schön abdrehen. Nach kurzer Zeit kommt Alex mit seinen Leuten rüber und sie schauen begeistert zu. Und ich missbrauch den Mikroständer mal wieder als Turngerät. Gesine hält mit ihrer Orgel richtig gut gegen die Gitarre von Brummel. Das ist total super, was die beiden da an Soli abziehen. Dann bringen wir das Ding zu Ende. "Ey! Sagt mal, was seid ihr den für ein Hammerset?" fragt Alex lachend. Wir zucken mit den Schultern. "Und dann Steffi als Rampensau", sagt grinsend Dave, der Drummer von Alex"˜ Set. Kurz danach gehen sie wieder rüber. "Und wir? Machen wir das jetzt zu fünft?" fragt John. Wir schauen uns alle kurz an, dann nickt einer nachdem anderen. "Super, finde ich toll", sagt Rick erfreut.
Ich komme auf dem Hof an und gehe erstmal in die Werkstatt. Der große Tisch ist mittlerweile die Kommandozentrale für das ganze Fest geworden. Hier treffe ich unter anderem auch Samantha. "Hallo Steffi", begrüßt sie mich, "Gesine, John und Rick sind schon da. Sie sind drüben im Schlauch, wo der Sprinter steht." "OK, da wollte John unbedingt rein", sage ich grinsend. "Ist das OK für Dich?" fragt Samantha. "Na klar, alles gut, das Ding hat nicht so einen großen Hall, wie die beiden größeren Räume", antworte ich, "finde ich persönlich besser." "Alles klar", sagt Samantha lächelnd. Ich gehe hoch in unseren Übungsraum und will eine Gitarre und einen Verstärker holen. Micha und Tom sind auch da. "Na ihr? Habt ihr auch üben heute?" frage ich. "Ja haben wir", antwortet Micha. "Du, ich wollte meinen Vox mit rübernehmen", sage ich, "oder brauchst du den?" Micha grinst. "Nicht mehr", sagt er grinsend und geht ein Stück zu Seite, "ich habe jetzt auch einen, da brauchen wir drei uns nicht mehr um zwei Verstärker kloppen." "Ey cool Alter", rutscht es mir zur Erheiterung aller heraus. Mittlerweile sind auch die anderen von diesem Set dazugekommen. "Wo haste denn den her?" frage ich weiter. "Frank hat den in einer Kleinanzeige gefunden", antwortet Micha, "der war gut in Schuss, brauchte nur neue Röhren." "Und der kleine Instrumenten Laden neben dem Erotik Laden hat jetzt Röhrenmangel, was?" flaxe ich. "Genau", lacht Andi, der bei einer Glam-Rock Gruppe Gitarre spielt. "Na gut, dann gehe ich mal rüber", sage ich, nehme den Verstärker, ein paar Effektgeräte und die Gitarre, die Sandra mir geschenkt hat.
Ich gehe über den Hof zur großen Halle. Hier hört man schon ein Schlagzeug. Durch die Tür neben dem Tor gehe ich in den Abstellplatz für den Sprinter. Den hat Harald schon rausgefahren. Gesine und Rick bauen ihr Equipment noch auf. John ist schon fertig und spielt schon einige Takte. "Steffi, hallo, schön, das Du da bist", freut sich Rick. Gesine grinst. "Du konntest bestimmt die ganzen Nächte nicht schlafen, was?" flaxt sie Rick an. "Äh, öh", stottert Rick. Ich stelle lächelnd meine Sachen ab. "Wir haben schon mal nach bestem Wissen und Gewissen Verlängerungskabel und Mehrfachsteckdosen verteilt", sagt John, "musst mal schauen, ob das so OK ist." "Alles super", sage ich lächelnd und baue mein Kram auf. Gesine hat soweit alles angeschlossen und spielt ihre Keyboards an. Kurz darauf ist auch Rick fertig und spielt ein paar Bassläufe. Ich brauche noch ein bisschen, dann habe auch ich alles verdrahtet. Rick schaut erwartungsvoll zu mir rüber. "Ich habe da so ein Stück was ich gerne zum Ein- und Warmspielen nehme", sage ich dann und fange an zu spielen. Das ist ein recht schnell gespieltes Solo. Rick ist am Staunen. Gesine hält lächelnd ihr Handy in meine Richtung. Nach dem Solopart kommt ein Teil mit einem etwas ruhigeren Begleitrhythmus. Danach geht es wieder ins schnelle Solo. Das lasse ich mittendrin ausklingen. "Boah!" staunt Rick, "das kenne ich aber irgendwo her." Gesine grinst. "Ich weiß es, dank Dr. Google", sagt sie dann. Rick grübelt noch. "Hilf mir mal", bittet Rick nach einiger Zeit. "Status Quo", sage ich erstmal. "Ah OK, hm", Rick steht immer noch auf dem Schlauch. "Ey, hast den gleichen Vornamen wie der Rhythmus-Gitarrist von Quo und weißt nicht was das ist?" feixt John. Gesine grinst, ich nicke ihr zu. "Das ist "Tune to the Music" in der Instrumentalversion", sagt Gesine. "Ah ja, jetzt wo du es sagst", sagt Rick. Ich spiele dann nochmal das Stück an, aber dieses Mal singe ich dazu, allerdings genauso, wie Francis Rossi das im Original tut. Ich habe das einmal Live bei Status Quo gesehen. Francis Rossi ist ja so ein kleiner Schauspieler/Komiker und bei eben diesem Stück tat er total gelangweilt, was beim Publikum sehr geil ankam. Und das Gleiche mache ich auch grade. Gesine und John lachen, Rick schaut mich immer noch erstaunt an. Als ich grade fertig bin geht eine Nebentür zum Gang auf und Alex schaut rein. "Ja OK, keine weiteren Fragen", sagt er grinsend als er mich sieht, "Steffi spielt sich warm, was?" "Genau", sagt John lachend. "Die hörst Du auf 10 Kilometer gegen den Sturm raus", sagt Alex dann noch. "He Du!" tue ich entrüstet. Als nächstes improvisieren wir etwas herum, Alex geht wieder rüber zu seinen Leuten. "Sind heute etwa alle da?" frage ich in die Runde. "Nee, gestern war schon mal die Truppe mit Carlos und Frank hier", sagt John.
Nach ein paar Minuten kommt auch Brummel an. Er grüßt kurz in die Runde, dann baut er sein Equipment auf. Während der Zeit schaut er weder zu uns rüber, noch redet er überhaupt ein Wort. Gesine, Rick und John werden auch etwas ruhiger. Mich hingegen ficht dieses Getue gar nicht an. Was auf die andern drei dann auch lockernd wirkt. "Warst du eigentlich diejenige welche, die in dem kleinen Musikladen John Lee Hookers Boogie Chillun gespielt hat?" fragt mich John nebenbei. Brummel horcht kurz auf. "Ja, war ich, woher weißt Du das?" frage ich. "Hat mir der Inhaber des Ladens erzählt", antwortet John, "der war ziemlich begeistert." "Aha, interessant", sage ich lächelnd. Brummel ist dann auch endlich fertig. "Bevor wir anfangen", startet er, "das ist jetzt etwas ungewöhnlich mit dieser Situation." Huch, der kann ja ganze Sätze, denke ich mir. "Was meinst Du jetzt?" fragt Gesine. "Stefanie ist ja ziemlich neu in unserer Szene", antwortet Brummel. John steht dicht hinter mir und sagt leise, dass nur ich es höre: "Ach du Scheiße, jetzt kommt die alte Leier." Ich sage mal gar nichts und stelle mein Gesicht auf teilnahmslos. "Eigentlich ist das nicht so einfach, dass ein Neuer hier so mitspielt, da muss man sich schon mal zeigen", fährt Brummel fort. Es folgt ein minutenlanger Monolog über die Braunschweiger Musikszene und wie man sich gefälligst verhalten soll, als Neuer. So langsam schwillt mir der Kamm. Mein Gesichtsausdruck stellt sich grade auf Angriff um. Ich bin kurz vorm Explodieren. Rick merkt das und schaute mich angespannt an. Nach weiteren fünf Minuten Monolog unterbreche ich ihn scharf: "Keule, wenn Du irgendein Problem mit mir oder meinen Fähigkeiten hast, dann sag mir das bitte direkt und nicht mit so einem Geseiere, wie toll ihr alle seid und die Neuen taugen nichts! Ich habe echt noch den Kopf voll mit anderen Sachen, wegen des Hoffestes, da brauch ich dein Gelaber gar nicht!" Nebenbei habe ich meinen Verstärker ausgeschaltet und vom Netz getrennt. "Bei der Gelegenheit, such dir wen anders, ich bin raus", blaffe ich ihn an, "so"™n Scheiß brauch ich gar nicht." Rick ist total entsetzt, versucht mir was mitzuteilen, gelingt ihm aber nicht. Ich verlasse mit Verstärker und Gitarre den Raum. "Ganz toll", höre ich noch John zu Brummel sagen.
Ich schließe das Büro auf und gehe rein. Stimmt ja was ich grade sagte, hier ist jede Menge Schreibkram aufgelaufen, wegen des Festes und wegen der Nummer mit dem dicken Angler. Während ich mich einarbeite, höre ich Gesine. Jetzt macht sie Brummel runter und sie ist nicht zimperlich dabei. Auch John stimmt mit ein. Dann klappt die Tür nach draußen. Rick ist rausgegangen und zündet sich eine Kippe an. Ich meine zu sehen das er am Zittern ist. Ich gehe zum Fenster und öffne es. "Hey alles gut bei Dir?" frage ich ihn. Erstaunt schaut er mich an. "Äh ja, was machst Du hier, ich dachte Du wärst abgehauen", antwortet er ziemlich aufgelöst. "Das ist hier das Büro für meine Verwalterin Tätigkeit", antworte ich, "magst einen Kaffee?" "Ja, gerne", antwortet Rick. Ich lasse ihn ins Büro und schließe vorsichtshalber ab. Dann ziehe ich uns im Kaffeevollautomaten zwei Kaffees. "Das war ja eben eine Scheißnummer von Friedel", sagt Rick noch etwas aufgebracht, "diese Ansicht haben aber viele Musiker hier." "Kein Wunder, das die Szene hier kaum aus den Stadtgrenzen rauskommt", frotzele ich. Jetzt scheint Alex in den Raum nebenan gekommen zu sein, es ist ein bisschen ruhiger geworden. Rick und ich schlürfen den heißen Kaffee und schauen gedankenverloren auf den Hof. Von drüben kommt Samantha schnellen Schrittes über den Hof und geht durch die Tür nebenan rein. Gesehen hat sie uns nicht. "Was ist hier los? Alex rief mich grade an", hört man sie energisch sagen, "und wo sind Steffi und Rick?" Von drüben hört man jetzt die verschiedenen Stimmen, aber was sie sagen versteht man nicht, weil sie nicht ganz so laut sind. Irgendwie versucht sich Brummel noch zu rechtfertigen. Dann kommen Samantha, Gesine und Alex aus dem Gebäude und bleiben stehen. Da wir kein Licht anhaben und ich obendrein eine halbdurchsichtige Gardine vorgezogen habe, können sie uns nicht sehen. "Sie muss aber noch hier sein", sagt Alex, "ihr Auto ist noch da." Dann gehen sie zum See runter. "Hast Du eine Idee, wie es weitergehen soll?" fragt Rick. "Tja, entweder sucht ihr einen Gitarristen für Brummel oder für mich", antworte ich, "aber zusammen geht das so nicht." "Meinste nicht, er könnte sich bei dir entschuldigen?" fragt Rick. "Ich glaube nicht, dass der das überhaupt kann, so stur wie der ist", antworte ich.
Die Tür nebenan klappt. Brummel kommt raus, und trägt sein Equipment zu seinem Auto. Er scheint etwas geknickt zu sein. Dann lädt er alles in sein Auto und fährt langsam vom Hof. Samantha, Gesine und Alex kommen wieder vom See hoch. "Wo steckt die denn?" fragt Alex verwundert. Ich mache ein Fenster auf und frage die drei: "Wollt ihr vielleicht einen Kaffee?" Erstaunt schauen sie mich an. "Was machst du da drin?" fragt Samantha. "Schreibkram!?" antworte ich lächelnd, "los kommt rein und trinkt einen Kaffee oder so." Die drei kommen dann ins Büro und ziehen sich ihre Getränke. "Oh das Ding kann ja auch Kakao", freut sich Gesine. "Wie soll es denn weitergehen, mit eurem Set?" fragt Samantha sorgenvoll. Ich zucke mit den Schultern. "Ich habe das nicht versaut", sage ich dann, "ich verstehe aber auch nicht, was den gehackt hat, so eine Nummer abzuziehen. Ist das normal hier?" Jetzt kommt auch noch John dazu. Ich biete ihm auch ein Heißgetränk an. "Das ist ja cool hier", sagt er sich beim Hinsetzen. "Um deine Frage wieder aufzunehmen", sagt Gesine, "ja, das ist hier leider so, es gibt so ein paar altgediente, die der Meinung sind, sie müssten so was abziehen. Und da sind schon einige hoffnungsvolle Nachwuchsmusiker abgewandert." "Bedauernswerter Chauvinismus", sage ich. "Machen wir dann irgendwie weiter?" fragt Rick, "das war doch vorhin zum Anfang vielversprechend." "Mit Steffi hast Du da normal auch keine Probleme, die kann sich ruckzuck einfügen", sagt Alex, " das haben wir ja live erlebt." "Und "zack!" haben sie mich gekapert", sage ich und zwinkere Alex zu. "Ihr habt da so ein Glück gehabt", sagt Rick, "sie würde auch prima bei uns reinpassen."
Wir trinken noch unsere Kaffees und Kakaos aus. Samantha geht wieder rüber in die Werkstatt. Ich habe mein Equipment noch hier im Büro. "Dann lasst uns doch noch was aus dem angebrochenen Abend machen", sage ich. Rick lächelt. Zusammen tragen wir meine Sachen wieder rüber. Während ich alles anschließe, fangen die anderen schon mal an. Nebenbei lausche ich. "Na? Ihr habt euch schon auf Blues und Boogie eingeschossen, was?" frage ich. "Joa, nicht gut?" fragt Rick. "Doch, doch, alles easy", antworte ich. Nach kurzer Zeit habe ich alles angedrahtet uns stimme die Gitarre. Meinen Verzerrer stelle ich auf einen richtig, rotzigen Sound ein und dann spiel ich einfach mal das Griffbrett hoch und runter. Gesine grinst mich an. "Ziemlich coole Nummer, Steffi", sagt sie. "Ach ist doch nur ein bisschen improvisiert", sage ich. "Improvisieren ist gut", lacht John und fängt an eine groovig-bluesigen Rhythmus zu trommeln. Rick steigt mit ein und danach auch Gesine. Ich höre mich kurz rein, dann stimme ich mit ein. Das klappt auch so ganz gut. Nach ein paar Minuten finden wir dann ein Ende. "Klasse, total toll", freut sich Gesine. "Ist das so deine Richtung?" frage ich sie. "Ich bin eigentlich offen für alles", antwortet Gesine. "Und hast Du ein direktes Vorbild?" frage ich weiter. "Na ja schon, John Lord von Deep Purple, steht ganz oben bei mir", antwortet sie grinsend. "Wow, cool", staune ich. "He Rick, Purple haben wir früher doch auch mal gespielt", sagt John, "weißt Du noch?" "Na klar", antwortet Rick. Sie schauen mich an. "In der Schülerband früher waren auch zwei dabei, die voll auf Deep Purple abfuhren", sage ich , "aber uns fehlte eben der Organist." Gesine grinst. "Organist", sagt sie lächelnd. "Wollen wir mal was versuchen?", fragt Rick. "Highway Star?" frage ich keck. "Auja", sagt Gesine strahlend und fängt an die ersten Töne zu spielen. John und Rick steigen mit ein. Dann zünde ich meine Gitarre. Ich schaue in die Runde. Irgendwie macht keiner Anstalten singen zu wollen, also gehe ich ans Mikro. "Nobody gonna take my car, I race it to the ground", singe ich. Gesine lächelt zu mir rüber. John nickt anerkennend. Rick staunt und verspielt sich ein paar mal. Wir spielen weiter, zwischendrin wechseln Gesine und ich uns mit Solos ab. Wir improvisieren auch hier ein bisschen, zumindest, weil ich nicht unbedingt die Soli von Ritchie Blackmoore eins zu eins nachspielen kann. Ich singe dann die letzte Strophe. Währenddessen kommt Brummel in Begleitung einer Dame herein. Erst ist er etwas peinlich berührt, dann realisiert er schnell, was wir grade abziehen. Seine Begleitung ist gleich voll begeistert. Wir beenden das Stück langsam. Rick und ich heben unsere Gitarrenhälse hoch. Ich nicke Rick zu. Er zieht seinen Hals runter und wir alle hören auf zu spielen. "Ja geil!" sagt John. "Hammerhart!!" füge ich hinzu.
"Das war richtig gut", sagt die Begleiterin von Brummel, "wie lange habt ihr geübt?" "Gar nicht", sagt John grinsend. "Hä? Wie?" fragt die Dame. "Gar nicht", wiederhole ich auch grinsend. Brummels Begleiterin schaut ihn an. "Vielleicht hättest Du auch erstmal zuhören sollen", sagt sie grinsend zu ihm und dann zu uns: "Ich bin übrigens Britta und mache das Organisatorische für die "Blues Station, wo Friedel spielt, Samantha rief mich vorhin an und informierte mich." "So so, aha!" sage ich. "Ja, sorry, er ist nun mal so", sagt Britta lächelnd, "tut mit wirklich leid. Wie ist es denn von deiner Seite aus abgelaufen?" Ich erkläre Britta meine Sicht auf das Vorgefallene und obendrein meine Aktivitäten hier auf dem Gelände, auch das Drumherum wegen des Festes. "Ich habe eigentlich grade den Kopf ziemlich voll", sage ich, "da kommt es eben vor, das ich explodiere, wenn ich schräg angemacht werde." "Ist verständlich", sagt Britta, "hier Friedel, überleg dir, ob du dich vielleicht mal entschuldigen willst." Dem sieht man an, das ihm grade ein riesiger Zacken aus der Krone bricht. Innerlich muss ich ja grinsen. Er tritt leicht auf der Stelle hin und her. "Ich bin jetzt nicht so die Freundin von Entschuldigungen", sage ich schließlich, "mein Vorschlag, wir versuchen es mal zusammen, und wenn es dann nicht klappt, dann ist es eben so, dann kann man immer noch Kritik üben." Allen Beteiligten scheint grade ein riesiger Stein vom Herzen zu fallen. "Meinetwegen", sagt John frech. Ich stimme meine Gitarre nach. "Und was?" frage ich forsch. "Highway Star nochmal? Fragt Gesine. "Dann würde ich aber nur singen", sage ich, "diese beiden Hammer-Musiker von Deep Purple zusammen performen schaffe ich nicht hundertprozentig." "Den Gitarrenpart kriege ich hin", sagt Brummel dann. "Na dann, los!" sagt Gesine. Da Ding geht noch mehr los, als vorhin und Brummel zeigt auch wie gut er ist. Und ich kann auch schön abdrehen. Nach kurzer Zeit kommt Alex mit seinen Leuten rüber und sie schauen begeistert zu. Und ich missbrauch den Mikroständer mal wieder als Turngerät. Gesine hält mit ihrer Orgel richtig gut gegen die Gitarre von Brummel. Das ist total super, was die beiden da an Soli abziehen. Dann bringen wir das Ding zu Ende. "Ey! Sagt mal, was seid ihr den für ein Hammerset?" fragt Alex lachend. Wir zucken mit den Schultern. "Und dann Steffi als Rampensau", sagt grinsend Dave, der Drummer von Alex"˜ Set. Kurz danach gehen sie wieder rüber. "Und wir? Machen wir das jetzt zu fünft?" fragt John. Wir schauen uns alle kurz an, dann nickt einer nachdem anderen. "Super, finde ich toll", sagt Rick erfreut.
Wäre ich schlank, würde euch das nur unnötig geil machen...
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Kerstin
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Re: Blutengel
Huhu Stephanie
Schön wieder von dir zu lesen und vielen Dank für die Fortsetzung
LG Kerstin
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Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
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Dunja
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Re: Blutengel
Hallo Stephanie,
vielen Dank für deine Fortstzung
Das warten hat sich wieder mal gelohnt.
Du hast uns aber auch ganz schön auf die Folter gespannt
VlG Dunja
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Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern vielmehr die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als Angst.
(Zitat aus dem Film "Plötzlich Prinzessin")
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Stephanie
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Re: Blutengel
Jetzt läuft"™s
Von nebenan hört man Alex Gruppe. Sie spielen von den Beatles, With a little help from friends. "Das ist wohl deren Opener", sagt Rick. "Coole Idee", sage ich. "Wollen wir so was auch machen?" fragt Gesine. "Wäre schon cool", antwortet John. Alle sind am überlegen. Nach ein paar Minuten sage ich in die Runde: "Playin"˜ with my Friends von B.B. King?" Wäre so eine Idee von mir." "Ja klar", sagt Gesine begeistert. "Das wär doch auch dein Ding, Friedel?" fragt John in seiner lockeren Art. "Hm, ja schon, das ist im Original ein Duett mit Robert Cray", sagt er nachdenklich, "wer könnte von euch den Part singen?" "Wenn es nicht ein genaues Abbild des Original sein sollte, kann Steffi das bestimmt", sagt Gesine, "mit der Hammerstimme geht das bestimmt." "Danke!" sage ich unter ständigem rotwerden. "Hihi, niedlich", sagt Gesine. "Menno", protestiere ich. Nebenbei schaue ich auf mein Laptop. Ich habe die Cloud von Frank offen und schaue in die Bibliothek der ganzen Liedtexte und Noten, die er dort speichert. "Okee!", sage ich, "soll ich mal den Robert Cray-Part versuchen?" Friedel schaut etwas skeptisch. "Mach mal", sagt Rick. Ich nehme meine blaue Gitarre und spiel und singe einfach drauf los. "Na ja, noch ein bisschen ungeschliffen der Diamant", sage ich grinsend danach. Friedel staunt Bauklötze. "Alter"¦", sagt er dann leise. "Hast Du da auch Schlagzeug und Bass im Rechner?" fragt John. "Na klar", antworte ich. Die beidem fuchsen sich ein. Ich schaue zu Gesine und Friedel. "Wir haben das schon mal zusammen gespielt", sagt Gesine dann. Nach einiger Zeit sagt John: "Ich glaube wir können es mal versuchen." Wir brauche zwei, drei Anläufe, dann spielen wir es einmal durch. Friedel sieht noch nicht ganz zufrieden aus. Auch ich bin noch nicht begeistert. "Hier, da geht noch was", lockert John die Stimmung auf. "Ein paar Bläser wären nicht schlecht", sagt Rick. Ich nicke. "Das dachte ich auch grade", sagt Friedel, "aber sonst war es gut, für den ersten Wurf. Die Aussage erstaunt mich jetzt aber, ich lasse mir allerdings nicht anmerken.
Als nächstes überlegen wir, was wir noch spielen wollen. "Meinetwegen muss es auch nicht nur Blues sein", sagt Friedel dann. Ein paar Ideen kommen noch zusammen und wir tasten uns an einige Songs ran. Rick schaut auf die Uhr. "Ist grade Mitternacht durch", bemerkt er erstaunt. Ist dann auch der Grund, warum wir dann auch erstmal Schluss machen mit dem Üben. Wir verabreden uns dann für Sonntagabend. "Dann kann sich jeder noch mal Gedanken machen", sagt Friedel. Ich nicke. "Und ich finde es toll, dass es doch noch geklappt", sagt Gesine glücklich. "Auf alle Fälle", sagt Rick. "Du bist doch glücklich, dass Du bei "deiner" Steffi sein darfst", schiebt ihn John an. Rick schaut ihn erstaunt, mit leicht geöffneten Mund an, während ich ihn von der Seite angrinse. "Ey Mann", beschwert sich Rick. Friedel lacht auch leise. "Tse, an mir ist doch nichts dran", sage ich grinsend, "Hungerharke, Klappergestell. Na gut, vielleicht etwas Oberweite." "Jetzt hör"˜ auf, Steffi", protestiert Rick, die anderen lachen. "Wer den Schaden hat", sage ich, "aber, hey, wenn wir fünf wirklich zur Bühnenreife kommen, dann musst Du damit rechnen, dass ich ein ganz, klein bisschen Sexappeal einsetze." "Das will ich hoffen", sagt Friedel grinsend. "Jetzt hört auf", sagt Gesine grinsend, "der Ärmste muss doch auch noch nach Hause kommen heute." Rick winkt nur ab. Nacheinander fahren wir vom Hof.
Ich fahre zu Sandra. Weil es so spät ist, rufe ich auch nicht mehr an. Vielleicht schläft sie ja schon. Sie hatte zwar heute ihre Freundinnen zum Nähen da und die machen auch immer gerne sehr lange, aber sie selber hat sich bisher auch nicht gemeldet. Ich komme bei ihr an und sehe, dass noch Licht an ist. Beim Aussteigen bemerke ich einen gewissen Lärmpegel, der aus dem Haus oder vom Grundstück kommt. Neugierig schließe ich die Tür auf und gehe rein. Im Wohnzimmer ist keiner, diverse Nähmaschinen stehen noch herum. Von den Mädels ist niemand zu sehen, aber teilweise liegen Kleidungsstücke und Schuhe herum. Ein paar leere Weinflaschen sind auch zu sehen. Ich muss leicht grinsen. Dann gehe ich weiter zur Terrasse und zum Pool. Das Gegacker wird lauter. Auf einmal höre ich die Stimme meiner Gattin. "Ha! Versenkt!" sagt sie. Ich wundere mich kurz und mache die Tür auf. Tatsächlich, die sind alle im Pool, oder anders, sie sitzen zu zweit auf einem Pooltoy und versuchen, das Ventil eines anderen aufzumachen. Was nicht ohne Lachen und Gackern abgeht. Juliane ist auch mit dabei. Sie sieht mich und ruft: "Huhu, Steffi!" Jetzt realisieren mich auch die anderen, es wird etwas leiser. "Das ist ja mal ein cooles Nähen", flaxe ich. "Komm mit rein", sagt Sandras Freundin Annette. "Ich glaube, dann müsste ich erstmal eine Flasche Wein nachtanken", sage ich grinsend, "was macht ihr hier denn grade?" "Schiffe versenken mal anders", sagt meine Gattin und zieht bei Sandras Flamingo das Ventil auf. Unter Lachen und Gackern versinkt Sandra so langsam.
"Huch, es ist schon nach Mitternacht!" bemerkt Annette. So langsam kehrt Ruhe ein. Meine Gattin kommt aus den Pool. Sie hat ordentlich einen sitzen. "Ich muss mal eben zu Hause anrufen, meine Mutter ist bei den Mädels", sagt sie. Der Einfachheit halber gebe ich ihr mein Handy. "Mist, das hat schon länger gedauert als geplant", sagt sie noch. Dann telefoniert sie mit ihrer Mutter und danach mit den Kids. Sie schaut zu mir. "Kannst Du mich vorbei bringen?" fragt sie mich vorsichtig, " meine Mutter will dann doch nach Hause. Ich darf wohl nicht mehr selber fahren." "Kann ich machen, oder soll ich hinfahren und deine Mutter ablösen?" frage ich, "dann könntet ihr noch weiterplanschen." Sandra grinst. Meine Gattin ist etwas unschlüssig. Sandra redet ihr gut zu. "Also das Angebot würde ich aber annehmen", sagt sie. "Na gut", sagt meine Gattin und geht wieder ans Handy, "wir machen das folgendermaßen, Papi löst Oma ab." "Frau Papi", korrigiert meine kleine Tochter am protestierend am andern Ende. "Ja OK, Frau Papi löst Oma ab", sagt meine Gattin. "Dann fahre ich mit deinem Auto und Sandra nimmt mich dann morgen wieder mit, wenn sie dich zurückbringt; irgendwann", sage ich grinsend. Dann gehen wir drei noch kurz ins Haus, wo mir die Gattin den Autoschlüssel gibt. Die anderen Mädels im Pool drehen derweil schon wieder auf. "Für dich ist das auch so OK?" frage ich Sandra. "Ja klar, Stefanie", sagt sie lieb, "so ein Mädchenabend muss auch mal sein." "Auf alle Fälle", sage ich grinsend. "Nächstes Mal bist du aber mit dabei", sagt meine Gattin erstaunlicherweise. Dann verabschiede ich mich und fahre zu meinen Töchtern. Unterwegs ruft meine Große an. "Oma ist grade nach Hause gegangen", sagt sie. "OK, ich bin in zehn Minuten da", sage ich. Dann denke ich noch mal an die ganzen Mädels im Pool. "Als Kerl bekommst du da mit Sicherheit Schnappatmung", sage ich leise zu mir. Ich muss dabei grinsen.
Von nebenan hört man Alex Gruppe. Sie spielen von den Beatles, With a little help from friends. "Das ist wohl deren Opener", sagt Rick. "Coole Idee", sage ich. "Wollen wir so was auch machen?" fragt Gesine. "Wäre schon cool", antwortet John. Alle sind am überlegen. Nach ein paar Minuten sage ich in die Runde: "Playin"˜ with my Friends von B.B. King?" Wäre so eine Idee von mir." "Ja klar", sagt Gesine begeistert. "Das wär doch auch dein Ding, Friedel?" fragt John in seiner lockeren Art. "Hm, ja schon, das ist im Original ein Duett mit Robert Cray", sagt er nachdenklich, "wer könnte von euch den Part singen?" "Wenn es nicht ein genaues Abbild des Original sein sollte, kann Steffi das bestimmt", sagt Gesine, "mit der Hammerstimme geht das bestimmt." "Danke!" sage ich unter ständigem rotwerden. "Hihi, niedlich", sagt Gesine. "Menno", protestiere ich. Nebenbei schaue ich auf mein Laptop. Ich habe die Cloud von Frank offen und schaue in die Bibliothek der ganzen Liedtexte und Noten, die er dort speichert. "Okee!", sage ich, "soll ich mal den Robert Cray-Part versuchen?" Friedel schaut etwas skeptisch. "Mach mal", sagt Rick. Ich nehme meine blaue Gitarre und spiel und singe einfach drauf los. "Na ja, noch ein bisschen ungeschliffen der Diamant", sage ich grinsend danach. Friedel staunt Bauklötze. "Alter"¦", sagt er dann leise. "Hast Du da auch Schlagzeug und Bass im Rechner?" fragt John. "Na klar", antworte ich. Die beidem fuchsen sich ein. Ich schaue zu Gesine und Friedel. "Wir haben das schon mal zusammen gespielt", sagt Gesine dann. Nach einiger Zeit sagt John: "Ich glaube wir können es mal versuchen." Wir brauche zwei, drei Anläufe, dann spielen wir es einmal durch. Friedel sieht noch nicht ganz zufrieden aus. Auch ich bin noch nicht begeistert. "Hier, da geht noch was", lockert John die Stimmung auf. "Ein paar Bläser wären nicht schlecht", sagt Rick. Ich nicke. "Das dachte ich auch grade", sagt Friedel, "aber sonst war es gut, für den ersten Wurf. Die Aussage erstaunt mich jetzt aber, ich lasse mir allerdings nicht anmerken.
Als nächstes überlegen wir, was wir noch spielen wollen. "Meinetwegen muss es auch nicht nur Blues sein", sagt Friedel dann. Ein paar Ideen kommen noch zusammen und wir tasten uns an einige Songs ran. Rick schaut auf die Uhr. "Ist grade Mitternacht durch", bemerkt er erstaunt. Ist dann auch der Grund, warum wir dann auch erstmal Schluss machen mit dem Üben. Wir verabreden uns dann für Sonntagabend. "Dann kann sich jeder noch mal Gedanken machen", sagt Friedel. Ich nicke. "Und ich finde es toll, dass es doch noch geklappt", sagt Gesine glücklich. "Auf alle Fälle", sagt Rick. "Du bist doch glücklich, dass Du bei "deiner" Steffi sein darfst", schiebt ihn John an. Rick schaut ihn erstaunt, mit leicht geöffneten Mund an, während ich ihn von der Seite angrinse. "Ey Mann", beschwert sich Rick. Friedel lacht auch leise. "Tse, an mir ist doch nichts dran", sage ich grinsend, "Hungerharke, Klappergestell. Na gut, vielleicht etwas Oberweite." "Jetzt hör"˜ auf, Steffi", protestiert Rick, die anderen lachen. "Wer den Schaden hat", sage ich, "aber, hey, wenn wir fünf wirklich zur Bühnenreife kommen, dann musst Du damit rechnen, dass ich ein ganz, klein bisschen Sexappeal einsetze." "Das will ich hoffen", sagt Friedel grinsend. "Jetzt hört auf", sagt Gesine grinsend, "der Ärmste muss doch auch noch nach Hause kommen heute." Rick winkt nur ab. Nacheinander fahren wir vom Hof.
Ich fahre zu Sandra. Weil es so spät ist, rufe ich auch nicht mehr an. Vielleicht schläft sie ja schon. Sie hatte zwar heute ihre Freundinnen zum Nähen da und die machen auch immer gerne sehr lange, aber sie selber hat sich bisher auch nicht gemeldet. Ich komme bei ihr an und sehe, dass noch Licht an ist. Beim Aussteigen bemerke ich einen gewissen Lärmpegel, der aus dem Haus oder vom Grundstück kommt. Neugierig schließe ich die Tür auf und gehe rein. Im Wohnzimmer ist keiner, diverse Nähmaschinen stehen noch herum. Von den Mädels ist niemand zu sehen, aber teilweise liegen Kleidungsstücke und Schuhe herum. Ein paar leere Weinflaschen sind auch zu sehen. Ich muss leicht grinsen. Dann gehe ich weiter zur Terrasse und zum Pool. Das Gegacker wird lauter. Auf einmal höre ich die Stimme meiner Gattin. "Ha! Versenkt!" sagt sie. Ich wundere mich kurz und mache die Tür auf. Tatsächlich, die sind alle im Pool, oder anders, sie sitzen zu zweit auf einem Pooltoy und versuchen, das Ventil eines anderen aufzumachen. Was nicht ohne Lachen und Gackern abgeht. Juliane ist auch mit dabei. Sie sieht mich und ruft: "Huhu, Steffi!" Jetzt realisieren mich auch die anderen, es wird etwas leiser. "Das ist ja mal ein cooles Nähen", flaxe ich. "Komm mit rein", sagt Sandras Freundin Annette. "Ich glaube, dann müsste ich erstmal eine Flasche Wein nachtanken", sage ich grinsend, "was macht ihr hier denn grade?" "Schiffe versenken mal anders", sagt meine Gattin und zieht bei Sandras Flamingo das Ventil auf. Unter Lachen und Gackern versinkt Sandra so langsam.
"Huch, es ist schon nach Mitternacht!" bemerkt Annette. So langsam kehrt Ruhe ein. Meine Gattin kommt aus den Pool. Sie hat ordentlich einen sitzen. "Ich muss mal eben zu Hause anrufen, meine Mutter ist bei den Mädels", sagt sie. Der Einfachheit halber gebe ich ihr mein Handy. "Mist, das hat schon länger gedauert als geplant", sagt sie noch. Dann telefoniert sie mit ihrer Mutter und danach mit den Kids. Sie schaut zu mir. "Kannst Du mich vorbei bringen?" fragt sie mich vorsichtig, " meine Mutter will dann doch nach Hause. Ich darf wohl nicht mehr selber fahren." "Kann ich machen, oder soll ich hinfahren und deine Mutter ablösen?" frage ich, "dann könntet ihr noch weiterplanschen." Sandra grinst. Meine Gattin ist etwas unschlüssig. Sandra redet ihr gut zu. "Also das Angebot würde ich aber annehmen", sagt sie. "Na gut", sagt meine Gattin und geht wieder ans Handy, "wir machen das folgendermaßen, Papi löst Oma ab." "Frau Papi", korrigiert meine kleine Tochter am protestierend am andern Ende. "Ja OK, Frau Papi löst Oma ab", sagt meine Gattin. "Dann fahre ich mit deinem Auto und Sandra nimmt mich dann morgen wieder mit, wenn sie dich zurückbringt; irgendwann", sage ich grinsend. Dann gehen wir drei noch kurz ins Haus, wo mir die Gattin den Autoschlüssel gibt. Die anderen Mädels im Pool drehen derweil schon wieder auf. "Für dich ist das auch so OK?" frage ich Sandra. "Ja klar, Stefanie", sagt sie lieb, "so ein Mädchenabend muss auch mal sein." "Auf alle Fälle", sage ich grinsend. "Nächstes Mal bist du aber mit dabei", sagt meine Gattin erstaunlicherweise. Dann verabschiede ich mich und fahre zu meinen Töchtern. Unterwegs ruft meine Große an. "Oma ist grade nach Hause gegangen", sagt sie. "OK, ich bin in zehn Minuten da", sage ich. Dann denke ich noch mal an die ganzen Mädels im Pool. "Als Kerl bekommst du da mit Sicherheit Schnappatmung", sage ich leise zu mir. Ich muss dabei grinsen.
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Re: Blutengel
Stephanie, ich bin ja in Wirklichkeit so eine Intersex Frau, wie in deiner Geschichte beschrieben. Ich bin das, was offiziell Pseudo Hermaphrodit genannt wird, d. h., ich wurde mit männlichen und weiblichen Geschlechtsteilen geboren. Meine Vagina wurde als Kleinkind chirurgisch verschlossen, und die männlichen Geschlechtsteile wurden erhalten. Da ich mich aber während der Pubertät eher weiblich entwickelte, kam der Punkt an dem ich nicht mehr männlich leben konnte, und zur Frau überwechselte. Leider war das nicht so einfach, wie in deiner Geschichte beschrieben, sondern es war ein größerer chirurgischer Eingriff, ähnlich einer GaOP, bei dem die verkümmerte Vagina repariert werden musste, und die verbliebenden männlichen Geschlechtsteile entfernt werden mussten. die Genesungszeit war ähnlich der bei einer GaOP. Alles Andere war relativ einfach, da sich mein Körper nie vermännlicht hatte. Aber da ich nie mehr als weibliche mengen an Testosteron hatte, habe ich nie eine männliche Art von Haarverlust gehabt, und benötigte daher auch nie eine Perücke. Wegen des geringen Testosteron Wertes, habe ich auch nie Körperbehaarung entwickelt, und habe mich daher auch noch nie an irgendeiner Körperstelle rasieren müssen. Allerdings ist es zweifelhaft, dass die Protagonistin in der Geschichte so viel Körperkraft hat, dass sie Männer KO schlagen kann, denn wegen des geringen Testosteron Wertes, können sich keine Fast Twitch Muskeln entwickeln, und die Muskelmenge bleibt eindeutig im weiblichen Bereich. Mein Busen ist natürlich auf eine Größe von 85 D/DD gewachsen, und ansonsten bin ich eine ältere Frau, die relativ gross (180 cm) und relativ schlank ist. Ich sehe halt aus, wie jede andere cis Frau in meiner Größe und meinem Alter.
Linde
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Anne-Mette
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Re: Blutengel
Moin,
Den Texten sollte eine "künstlerische Freiheit" zugestanden werden - und für besondere Hinweise eigenet sich die Möglichkeit, Persönliche Nachrichten zu senden.
Gruß
Anne-Mette
OT; aber ein Hinweis: das wissen wir bereits und das wurde an anderer Stelle ausreichend und wiederholt dargestellt.Dietlind hat geschrieben: Sa 19. Nov 2022, 04:46 ich bin ja in Wirklichkeit so eine Intersex Frau, wie in deiner Geschichte beschrieben. Ich bin das, was offiziell Pseudo Hermaphrodit genannt wird, d. h., ich wurde mit männlichen und weiblichen Geschlechtsteilen geboren.
Den Texten sollte eine "künstlerische Freiheit" zugestanden werden - und für besondere Hinweise eigenet sich die Möglichkeit, Persönliche Nachrichten zu senden.
Gruß
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Dietlind
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Re: Blutengel
Die Story zeigt wieder einmal genau das, was uns intersex Menschen belastet, wir werden als eine exotische Art von Wesen dargestellt, die so innerhalb von einer Woche nicht nur ihr Gender, sondern auch ihr Geschlecht verändern können. Künstlerische Freiheit hin oder her, wir werden zu Fantasiewesen gemacht, die wir nicht sind und auch nie waren. Vor etwas mehr als 100 Jahren wurden wir noch im Gruselkabinett als die Frau mit Penis, oder der Mann mit Brüsten gezeigt, und ähnliches wird hier gemacht.
Wenn man nicht selbst betroffen ist, hat man absolut keine Vorstellung was für eine Last das tägliche Leben für uns sein kann. Es ist belastend für Trans Frauen als Männer angesehen zu werden, und genauso belastend ist es für uns, als eine Art Fabelwesen gesehen zu werden!
Es gibt keine Intersex-Frau, die mal so jede Menge Männer zusammen schlagen kann, denn wenn wir eine hauptsächlich weibliche Phenotype sind, habe wir auch einen eher weiblichen Körperbau, und eine weibliche Muskulatur.
Linde
Wenn man nicht selbst betroffen ist, hat man absolut keine Vorstellung was für eine Last das tägliche Leben für uns sein kann. Es ist belastend für Trans Frauen als Männer angesehen zu werden, und genauso belastend ist es für uns, als eine Art Fabelwesen gesehen zu werden!
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