Ein Gespräch mit der Biologin und Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard
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Hintergrundwissen
Anne-Mette
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Ein Gespräch mit der Biologin und Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein„Volhard

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

"über die Transideologie, ihre naiven Erfüllungsgehilfen und warum sie das geplante Selbstbestimmungs-
gesetz für "Wahnsinn" hält".

Das ist sicherlich so böse gemeint, wie es klingt

emma.de/artikel/viele-geschlechter-das-ist-unfug-339689
Anne-Mette
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Re: Ein Gespräch mit der Biologin und Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein„Volhard

Post 2 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Nüsslein-Vollhard kommt auch in BILD zu Wort:

Auch intersexuelle Menschen hätten "die Merkmale beider Geschlechter, sie sind kein drittes Geschlecht". [/i

Das sehen einige/viele intergeschlechtliche Menschen anders.

bild.de/politik/inland/politik-inland/christiane-nuesslein-volhard-sein-geschlecht-zu-aendern-ist-wunschdenken-81081254.bild.html###wt_ref=https:/www.google.com/
Marit
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Re: Ein Gespräch mit der Biologin und Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein„Volhard

Post 3 im Thema

Beitrag von Marit »

Naja, was soll man dazu sagen?

Bevor man in der Lage war, die Erde zu vermessen, war die Wissenschaft sich auch überwiegend einig, die Welt sei eine Scheibe"¦

Warum diese Frau sich so vehement gegen neue Theorien und die Realität, die diese stützt, wehrt, kommt leider nicht zur Sprache. Ist vielleicht ein Generationsproblem.

Marit (ratlos)
Nichts ist für immer.
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Re: Ein Gespräch mit der Biologin und Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein„Volhard

Post 4 im Thema

Beitrag von Karla »

Zitat aus dem Schluß des EMMA-Interviews:
( fett: Chantal Louis normal: Nüsslein)
Das Leugnen biologischer Fakten geht erstaunlich weit. Kürzlich wurde aus der transaktivistischen Szene gefordert, man solle weibliche Genitalverstümmelung nicht mehr so bezeichnen. Grund: Die Vulva sei nicht per se ein weibliches Körperteil.
Natürlich ist die Vulva ein weibliches Geschlechtsorgan! Muss man diese Menschen ernst nehmen?

Offensichtlich.
Dass Transsexuelle nicht diskriminiert werden sollen, ist ja völlig klar. Wenn Menschen schlecht behandelt werden, ist das schlecht. Aber sie können doch ihre Vorstellungen nicht allen Menschen als Tatsachen aufdrücken.
---------------------------------------
Was hat die miese Stimmungsmache mit dem Thema Genitalverstümmelung mit Self-ID zu tun?
Der Rhetorikprofessor Fey hat uns damals beigebracht: Gefühle sind Tatsachen!
Ein trans-Mann wird sich schlecht behandelt und diskriminiert fühlen, wenn mensch seine Vulva als "per se weiblich" anspricht:

Dies macht sich Frau Nüsslein als Biologin halt nicht klar! (Wobei ihr ja eigentlich klar ist, daß Transsexuelle nicht diskriminiert werden sollen)
Daß dieser Mann schwanger werden kann, ist ebenso klar:
(neulich in ner Doku gesehen: sein Kind spricht von ihm als "der Baba" - ein nur noch schönes Wortspiel!)

Genitalverstümmelung an Kindern bleibt ein Verbrechen: ob an Mädchen, Intersexuellen oder an Jungen - auch mancher Penis übersteht die "Beschneidung" nicht!
(in Südafrika hat mensch daher Erfahrungen mit Penistransplantation)

Mit Charlotte von Mahlsdorf hat 1992 eine Frau mit Penis das Bundesverdienstkreuz bekommen,
(offizieller Künstlername seit 1994, das TSG-Verfahren hat sie sich nach der Wende mit ü60 nicht mehr angetan, hätte damals GaOP vorausgesetzt)
seit 11.1.2011 gibt es "staatlich geprüfte" Frauen mit und ohne Penis, ohne daß dies zu nennenswerten Problemen geführt hätte.
...und irgendwo wollen wir duschen, schwimmen und aufs Klo gehen können, ohne daß uns der Generalverdacht der TERFs entgegenschlägt!

Die Psyche auch einer trans-Frau ist nicht erst mit Rechtskraft des TSG-Urteils zu respektieren und zu schützen, sondern ab coming-out!

LG Karla
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Jasmine
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Re: Ein Gespräch mit der Biologin und Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein„Volhard

Post 5 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Nichts gegen ältere Menschen. Diese Dame wird im Oktober 80 Jahre alt. Meine Nachbarin mit über 90 Jahren hat sich mit meiner Situation auseinandergesetzt und eine weltoffene Meinung. Ich kann nur den Kopf schütteln wie sich manche Menschen wie diese Frau Nüsslein-Volhard in eine Idee verbeissen. Ich bin mal gespannt in welche Idee sich die Zeitschrift Emma stürzt wenn das Selbstbestimmungsgesetz eingeführt ist.
Liebe Grüße Jasmine
Karla
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Re: Ein Gespräch mit der Biologin und Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein„Volhard

Post 6 im Thema

Beitrag von Karla »

...ach ja: Nachtrag:
Jaddy hat darauf hingewiesen:
Es gibt Mütter, bei denen ein 46-XY-Chromosomensatz festgestellt wurde: Komplette Androgenresistenz

... hätte eine Biologie-Nobelpreisträgerin ja vielleicht wissen können oder sollen...
...im Leistungskurs Biologie wär es vielleicht heutzutage drangekommen...
...Grundkurs: na ja... - da hat uns damals niemand davon erzählt - vielleicht war es noch nicht bekannt.

LG Karla, cand el
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Anne-Mette
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Re: Ein Gespräch mit der Biologin und Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein„Volhard

Post 7 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Karla hat geschrieben: Di 23. Aug 2022, 23:49 Jaddy hat darauf hingewiesen:
Es gibt Mütter,
vielleicht hast sie sich in der letzten Zeit nicht so viel im Forum aufgehalten und es schlichtweg überlesen.
"wat jammer".

Es könnte auch sein, dass sie nicht von relativ wenigen Ausnahmen ausgeht, sondern dass sie die häufigsten "Fälle" als "Normalfall" ansieht, während andere Menschen es genau andersrum betrachten.

Durch Androgenresistenz kann es trotz Vorliegen eines männlichen Genotyps durchaus zur Ausprägung eines weiblichen Phänotyps kommen. Hierbei existieren Varianten. Die äußeren Geschlechtsorgane zeigen sich u.U. als weiblich mit blind endender Vagina. Ein "Empfang von Samen" ist zwar möglich, aber nicht ein Dasein als selbst "ausbrütende" Mutter.


Gruß
Anne-Mette
Karla
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Re: Ein Gespräch mit der Biologin und Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein„Volhard

Post 8 im Thema

Beitrag von Karla »

gemerkt hat man(n) es erst, als auch bei der Tochter ein Y-Chromosom festgestellt wurde:

viewtopic.php?p=338534#p338534
Ich hätte das auch nicht für möglich gehalten.

LG Karla
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Re: Ein Gespräch mit der Biologin und Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein„Volhard

Post 9 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Wie gesagt: relativ selten vorkommende Einzelfälle sollten nicht zum Maßstab erfkärt abeer selbstverständlich als solche anerkannt und berücksichtigt werden.
Karla
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Re: Ein Gespräch mit der Biologin und Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein„Volhard

Post 10 im Thema

Beitrag von Karla »

Sorry, nö:
Wenn Nüsslein-Volhard mit Biologie-Grundkurs argumentiert und andere damit abqualifiziert,
dann muß sie sich als Biologie-Nobelpreisträgerin vorhalten lassen, daß sie entweder nicht auf aktuellem Stand ist oder unzulässig, damit unwissenschaftlich verkürzt!
Anne-Mette hat geschrieben: Do 25. Aug 2022, 08:35 Wie gesagt: relativ selten vorkommende Einzelfälle sollten nicht zum Maßstab erfkärt abeer selbstverständlich als solche anerkannt und berücksichtigt werden.
Wenn TERFs,... sagen, daß über 99% der Menschen mit Uterus Frauen sind, dann haben sie recht, bei 100% gibt es berechtigten Widerspruch!
Zwischen 1 Promille und 1 % der Menschen sind halt inter oder transident!

Mit diesem kleinen Rest: schwangere trans-Männer, trans-Frauen, die mit medikamentösem Anschub stillen könn(t)en, Frauen mit Penis: Charlotte von Mahlsdorf, Tessa Ganserer,... einer langjährigen transidenten Richterin am BGH mit PÄ und GaOP,... können die meisten "normalen" Frauen ziemlich gut leben!

Zwischen denen und den TERFs gilt es zu differenzieren!
Ca 100.000 transidente Frauen hier in Deutschland haben es verdient, daß sie nicht mit einem Generalverdacht diffamiert werden!


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Re: Ein Gespräch mit der Biologin und Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein„Volhard

Post 11 im Thema

Beitrag von Blossom »

Karla hat geschrieben: Do 25. Aug 2022, 22:54 Ca 100.000 transidente Frauen hier in Deutschland
Dazu bitte eine Quellenangabe, denn die Zahl ist für mich und andere infolge fehlender Zählungen und uneinheitlicher Definitionen in Deutschland nicht zu beziffern.
Wenn überhaupt, nur annäherungsweise durch Amtsgerichtszahlen einer Namensänderung oder erfolgter OPs.
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
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Re: Ein Gespräch mit der Biologin und Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein„Volhard

Post 12 im Thema

Beitrag von Mirjam »

Blossom hat geschrieben: Do 25. Aug 2022, 23:12
Karla hat geschrieben: Do 25. Aug 2022, 22:54 Ca 100.000 transidente Frauen hier in Deutschland
Dazu bitte eine Quellenangabe, denn die Zahl ist für mich und andere infolge fehlender Zählungen und uneinheitlicher Definitionen in Deutschland nicht zu beziffern.
Wenn überhaupt, nur annäherungsweise durch Amtsgerichtszahlen einer Namensänderung oder erfolgter OPs.
Naja, zumindest die Größenordnung dürfte schon so eingiermaßen hinkommen. Ich habe irgendwo im Hinterkopf, dass so Pi mal Daumen etwa 0,5 % der Menschen transident sein könnten. Ich müsste mal gucken wo ich das gelesen hatte, es war auf jeden Fall schon mit halbwegs ernst zu nehmendem Hintergrund. Und wenn ich das mal so auf rund 40.000.000 Frauen (und Mädchen) in Deutschland hochrechne, dann wäre ich schon bei 200.000. Von daher könnte das schon passen.

Die Zahlen offizieller Namensänderungen oder GaOPs würden in jedem Fall zu einer mehr als deutlichen Untererfassung führen. Denn nicht alle wollen das machen lassen, und dann sind diejenigen, die es sich selbst noch nicht eingestanden haben oder die noch nicht öffentlich so leben, auf jeden Fall auch nicht mit enthalten. Und das dürften auch nicht gerade wenige sein. Ja ich weiß, ist jetzt etwas Spekulation, aber schon auf einer gewissen Lebenserfahrung aufbauend.

LG
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Re: Ein Gespräch mit der Biologin und Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein„Volhard

Post 13 im Thema

Beitrag von Blossom »

Mirjam hat geschrieben: Do 25. Aug 2022, 23:30 Naja, zumindest die Größenordnung dürfte schon so eingiermaßen hinkommen.
Zitat: "Die relevante Bevölkerungsgruppe würde durchschnittlich 58 Millionen zählen. Das ist also eine Jahres-Inzidenz von 0,66:100.000 oder eine Gesamtprävalenz von 38:100.000 bzw. 1:2600. Das ergäbe auf die Bevölkerungszahl von etwa 82 Millionen umgerechnet 31.000 "transsexuelle" Menschen in Deutschland."

Aussage von DGTI aufgrund Antragstellung / Namensänderung. https://dgti.org/2021/08/12/zahlenspiele/ Allerdings wird auch von DGTI in all den dort ersichtlichen Zahlenspielen betont, dass es keine korrekten Zahlen gibt.
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
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Re: Ein Gespräch mit der Biologin und Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein„Volhard

Post 14 im Thema

Beitrag von Nico »

Blossom hat geschrieben: Do 25. Aug 2022, 23:43
Mirjam hat geschrieben: Do 25. Aug 2022, 23:30 Naja, zumindest die Größenordnung dürfte schon so eingiermaßen hinkommen.
Zitat: "Die relevante Bevölkerungsgruppe würde durchschnittlich 58 Millionen zählen. Das ist also eine Jahres-Inzidenz von 0,66:100.000 oder eine Gesamtprävalenz von 38:100.000 bzw. 1:2600. Das ergäbe auf die Bevölkerungszahl von etwa 82 Millionen umgerechnet 31.000 "transsexuelle" Menschen in Deutschland."

Aussage von DGTI aufgrund Antragstellung / Namensänderung. https://dgti.org/2021/08/12/zahlenspiele/ Allerdings wird auch von DGTI in all den dort ersichtlichen Zahlenspielen betont, dass es keine korrekten Zahlen gibt.
Also wenn man schon eine Quelle heranzieht, sollte man die auch richtig lesen. Die 31.000 ist eine Hochrechnung aus der Anzahl der TSG Verfahren aus den Jahren 1995-2000. Die Anzahl der TSG Verfahren hat aber deutlich zugenommen und laut Umfragen werden es mit dem Selbstbestimmungsgesetz nochmal mehr.
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Re: Ein Gespräch mit der Biologin und Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein„Volhard

Post 15 im Thema

Beitrag von Svetlana L »

Nico hat geschrieben: Fr 26. Aug 2022, 01:21 Die Anzahl der TSG Verfahren hat aber deutlich zugenommen und laut Umfragen werden es mit dem Selbstbestimmungsgesetz nochmal mehr.
Mit dem Selbstbestimmungsgesetz wird die Zahl der TSG-Verfahren auf 0 gehen!

P.S.: Ich weiß, wie's gemeint war :wink: (sorry, konnte ich mir jetzt nicht verkneifen)
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