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Moin Stefanie,
bin selbst gerade aus dem Krankenhaus raus und habe hier erfahren, was Dir widerfahren ist.
GUTE BESSERUNG wünsche ich Dir und ALLES GUTE für die Zukunft!!!
LG
bella49
Huhu vielen lieben Dank an euch alle.
Ich bin endlich wieder einigermaßen hergestellt. Der Corona Mist hat 10 Tage gedauert. Als der halbwegs vorbei war, erwischte mich auch noch eine Blasenentzündung. Die kuriere ich jetzt noch mit Antibiotika aus. Aber es geht gut voran, keine Beschwerden mehr.
Liebe Grüße und bleibt gesund
Stephanie
Wäre ich schlank, würde euch das nur unnötig geil machen...
auch von mir alles Gute, gute Besserung und keine Spätfolgen. Du nimmst aber auch gleich den "Doppelpack".
Ich nutze meine Quarantäne, "verpasstes" nachzuholen, z. B. in Blutengel. Mir geht es allerdings auch recht gut.
Viele liebe Grüße von Dunja
Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern vielmehr die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als Angst.
(Zitat aus dem Film "Plötzlich Prinzessin")
Bibi-Melina hat geschrieben: Mo 1. Aug 2022, 10:01
Und mich hat es auch erwischt nu muss ich schauen wie ich die Zeit rumbringe
Mit lieben Gruß die Bibi-Melina
Die Zeit totschlagen war bei mir das schlimmste, vor allem wegen des Fiebers.
Ich wünsche dir alles Gute und vor allem schnelle Genesung.
Lieben Gruß
Stephanie
Wäre ich schlank, würde euch das nur unnötig geil machen...
Tatsächlich an den Garagen wird heftig gewuselt, als ich auf den Hof fahre. "Hallo Chefin", rufen einige, als ich aussteige. "Wow, heute mal mit Pumps", staunt Kalle, "sonst kenne ich dich nur mit flachen Schuhen." "Steht dir super", sagt Jessi, "solltest du öfter machen." "Sie hat ja auch die Beine dazu", sagt Kristin. "Äh, eh, ich bin eigentlich nicht zum Bewundern hergekommen", sage ich etwas zurückhaltend, "außerdem habe ich nur vergessen die Schuhe zu wechseln." "Jaja", feixt Antje. "He ihr!", sage ich gespielt entrüstet, "¦ aber ja, ihr passt schon in die Welt." "Danke Steffi", lacht Jessi. "Habe ich doch richtig gehört", sagt Jürgen, der grade von hinter der Garage um die Ecke schaut. "Hi Jürgen, wie läufts?" frage ich. "Komm am besten mal runter", antwortet Jürgen. "Moment, jetzt wechsele ich mal schnell die Schuhe", sage ich und hole aus dem Kofferraum Turnschuhe, die habe ich immer mit dabei. "Na ja, die Pumps sehen schon besser aus", feixt Kalle. "Hey, ich ziehe sie gerne hinterher für dich wieder an", sage ich, "und dann gehe ich auch eine Runde auf dem Hof und lasse die Absätze klackern, okay?" "OK", sagt Kalle lachend. "Du bist vielleicht eine Granate", sagt Jessi. Ich gehe dann nach hinten. Mit dem kleinen Radlader haben sie sich schon eine Zufahrt gemacht. "Wo holt ihr dann den Sand her?" frage ich. "Hinter der Werkstatt ist noch eine kleine Mulde", antwortet Jürgen, "Thomas holt grade mit dem Trecker eine neue Ladung." "Dann brauchen wir hier nicht großräumig die Pflanzen zu roden", sagt Jessi, "ist nur etwas langwieriger." "Ja OK, aber schreibt ruhig auf wie lange ihr dran arbeitet und mit wieviel Leuten", sage ich. "Machen wir schon", sagt Antje lächelnd. "Das braucht dann mein Onkel für die Anzeige, die er dann stellt", sage ich und erkläre, das ich schon bei meinem Anwalt war. "Der Typ wird dann wohl gar nicht mehr klarkommen", sagt Kalle in Bezug auf den dicken Angler. "Wenn er es denn überhaupt kapiert", sage ich noch grinsend, "besonders schlau schien der eh nicht zu sein und den Rest habe ich ihm wahrscheinlich weggekloppt." Die Leutchen grinsen. "Kannst Du mir einige Sachen beibringen?" fragt mich Antje, "ich habe auch schon öfter doofe Situationen gehabt." "Ja klar, gerne", antworte ich, "machen wir hier ein Dojo auf." "Dojo?" fragt Jürgen. "Trainingsraum für japanische Kampfkünste", antworte ich, "wir machen hier ein Eventcenter draus." "Genau, Sandra betreibt dann die Tauchbasis mit Ausbildung", sagt Jessi lächelnd. "Jetzt mal ohne Scheiß, warum eigentlich nicht?" sagt Harald. Alle herumstehenden lächeln oder nicken. "Und eine Start- und Landebahn brauchen wir noch", sage ich, "mit Seilwinde." "Das ist sowieso ganz groß, das Du Segelfliegerin bist", sagt Jürgen begeistert. Ich zwinkere, wie üblich.
"Jetzt aber bitte mal zum Eigentlichen", sagt Jessi, "genug geschwafelt." "Jawoll, Frau General", sagt Thomas, der grade mit dem Trecker und Anhänger voll Sand angekommen ist. Der kippt den Sand dann auch neben der Garage ab. Jürgen steigt auf den Radlader und fährt den Sand hinter die Garage. Ich gehe dann auch dahin. Den Eingang haben sie weiter gemacht und abgestützt. Jürgen schüttet den Sand so weit wie möglich rein, dann geht es nur mit Schaufeln weiter. Weiter drinnen steht Wolle mit einem Rüttler. Die Leute mit den Schaufeln werfen den Sand nach hinten und Wolle rüttelt ihn fest. Ulf hilft ihm dabei. Zwischendrin feuchten sie den Sand immer wieder an. "Damit er sich noch mehr verfestigt", sagt Wolle. Ich gehe wieder raus. Kalle steht neben mir. "Wir versuchen das erstmal mit dieser Kammer", sagt er, "die andere machen wir dann von außen auf." "Is"˜ auch besser, glaube ich auch", antworte ich. Harald kommt zu uns. "Ich könnte eine Bohrmaschine bekommen, mit Diamantenbohrkrone", sagt er, "vielleicht könnten wir das mit kleineren Bohrungen im Boden machen, statt einer großen Öffnung, um zu schauen, ob sich der Sand setzt." "Wäre auch eine gute Idee", sage ich", hier das sollten wir so machen." "Alles klar, dann sage ich meinem Kumpel Bescheid", sagt Harald. Thomas ist zwischenzeitlich wieder losgefahren und kommt mit dem Trecker/Hänger Gespann wieder. Diesmal hat er Zementsäcke drauf, die er gleich mit allen ablädt. "Den Tipp haben wir von Hartmut, dem Vermieter von deinem Teich", sagt Jürgen, "im oberen Bereich der Sandeinlagerung den Zement mit einmischen." "OK", sage ich, vielleicht hilft es was. Die Rechnung vom Zement bekomme ich dann noch?" "Geht klar Steffi. Werfe ich am Büro ein", antwortet Harald. Emsig arbeiten die Leutchen weiter. Ich bewundere wie so oft die Motivation, die sie dabei an den Tag legen.
"Feierabend!" ruft Jürgen nach einiger Zeit, "reicht für heute." "Wie lange seid ihr denn schon dabei?" frage ich. "Die ersten haben schon heute Vormittag angefangen, bevor sie zu Spätschicht gefahren sind", antwortet Harald, "seit Zehn sind wir locker dabei." "Meine Güte!" staune ich. "Na ja, es geht uns dabei ja auch um etwas", sagt Harald, "wenn die Garagen nicht mehr benutzbar wären, hätten wir seitens der Werkstatt echt ein Problem. Grade jetzt, wo wir ja gewerblich unterwegs sind." "Stimmt", sage ich, "als Abstellfläche ist das schon unersetzbar." "Die ersten Würstchen sind fertig", ruft Niklas, der heute den Grill bedient. "Unglaublich", staune ich weiter, "ernährt ihr euch ausschließlich von Grillgut?" "Fast!" sagt Thomas grinsend. "Und Kuchen", wirft Jessi lachend ein. "Ja OK, da ist Abwechslung drin", flaxe ich. "Du bleibst aber noch auf eine Wurst, Chefin?" fragt Harald. "Wenn Du schon so lieb fragst", antworte ich grinsend, "ich wechsele nur mal eben wieder die Schuhe, für Kalle." "Stark, Steffi", antwortet der. Während ich die Pumps wieder anziehe, gehe die anderen schon zur Sitzecke. Dann gehe ich hinterher. Natürlich lasse ich die Absätze klackern, zwar etwas dezent, aber trotzdem merklich. Dabei schaue ich links und rechts über den Hof, als wäre ich alleine. Einige der Jungs kleben mit den Augen an mir, während die Mädels lächeln oder lachen. "Klasse Steffi", sagt Antje, "das kann man nicht besser machen." "Echt, du bist so ein Mädchen", sagt Jessi begeistert. Ich zucke mit den Schultern und sage nur: "Hm!"
Ich sitze in der Nähe zum Grill. Niklas spricht mich an. "Steffi, du fliegst Segelflugzeuge, habe ich gehört?" fragt er. "Ja, tue ich seit diesem Frühjahr wieder", antworte ich. "Kann ich mal mitfliegen?" fragt Niklas direkt. "Klar, gerne", sage ich. "He da, ich war aber vor die in der Warteschlange", protestiert Jürgen lustig. "Hier, mal schauen wann wir das hinkriegen", sage ich, "mit dem Hoffest haben wir ja jetzt auch noch einiges vor der Nase. Nach dem Urlaub wird das wohl eher was werden. Sonst eher spontan auf Zuruf." "OK, kriegen wir schon irgendwie hin", sagt Jürgen. "Das ist schon was cooles, von oben runterzuschauen", sagt Niklas. "Deswegen auch die Drohne, was?" frage ich. "Genau", sagt Niklas, "ich habe auch noch ein paar mehr." "Fliegen ist schon cool", sagt Thomas. "Bei der Gelegenheit", sagt Niklas, "wäre ein Fesselballon was für das Hoffest?" "Vom Grundsatz her ja", antwortet Harald. "Hast Du einen Kontakt oder ähnliches?" frage ich. "Könnte ich über einen Freund anfragen", antwortet Niklas. "Das wär ja cool", sagt Antje mit einem verträumten Blick. "Wenn das alles klappt, wär dieses Mal ja ein richtiges Event", sagt Kalle. "Und alles hat mal mit einem Biker Treffen angefangen", sagt Harald lachend. "Ist doch toll", sagt Wolle dann. "Frag das mal an, Niklas", sagt Harald dann.
"Hast Du eigentlich ein paar Fotos vom Segelfliegen?" fragt Antje, "die Bilder von Sandra vorgestern waren ja schon toll." "Ja ich habe einiges auf einer Cloud im Netz liegen", antworte ich. "Kalle kannst Du mal weitergrillen?" fragt Niklas, "ich hole mal unseren "Multimedia-Tisch." Kalle geht an den Grill und Niklas verschwindet in der Werkstatt. Ich schaue verwundert hinterher. "Hä? Wie jetzt?" frage ich. Niklas kommt wieder. Er schiebt einen Wagen, wo ein großer Monitor und ein Laptop draufstehen. Dann verlegt er noch eine Verlängerungsschnur. "So! Dia Abend", sagt Niklas grinsend. "Na gut", lache ich und nehme das Laptop. Ich melde mich an meiner Cloud an und rufe die Bilder auf. "Von meiner Reaktivierung des Scheines diese Jahr, bis zum Flug vorgestern ist da alles drin", sage ich und zeige die Bilder. Begeistert schauen sie zu. "Toll, auch mit mehreren Fliegern", sagt Jessi, bei einem Bild, wo wir in Formation fliegen. "Ja, die anderen nehmen auch gerne interessierte gegen eine schmale Spende mit", sage ich, "ich kann da gerne mal was anleiern." "Das wäre echt total toll", schwärmt Kristin. Plötzlich kommt beim Durchklicken ein Bild von Sandra und mir beim Fallschirmspringen, wo uns Burkhard im freien Fall beim Händchenhalten geknipst hat. "Ach hier ist das gelandet, das habe ich schon gesucht", sage ich, "gleich mal verschieben, das." "Moment, moment", sagt Jürgen, alle anderen schauen gebannt auf den Monitor. "He, das solltet ihr eigentlich gar nicht sehen", sage ich lachend, "ich wollte ja auch mal ein paar Geheimnisse haben." "Zu spät, Steffi", sagt Antje und grinst mich an. Ich verschiebe das Bild trotzdem. "Da ist ja noch ein Ordner mit Fotos", staunt Thomas. "Ja, aber da sind nur Fotos vom Fallschirmspringen drin", sage ich flaxend, "ihr wolltet nur die vom Segelfliegen sehen." "Nur "¦ vom "¦ Fallschirmspringen "¦, ey Stefanie, so geht das nicht", lacht Harald. "Was bist Du eigentlich für eine abgefahrene Nudel?" gackert Jessi. "Das nehme ich jetzt aber als Kompliment auf", sage ich grinsend, "soll ich jetzt weitermachen?" "Aber hinterher bitte auch ein paar Fotos vom Springen", bittet Kristin. Die Bilder vom Segelfliegern verfehlen ihre Wirkung trotzdem nicht. Viele der Bilder sind von Sandra und die sind alle richtig gut. Sie hat ja auch etliche Fotokurse besucht. Auch unsere Selfies von innen kommen gut an. "Das muss schon eine Augenweide sein, euch beiden hübschen Mädels neben einen fliegen zu sehen", sagt Niklas. Alle schauen ihn an. "He, so eine Aussage kommt aber selten von dir", flaxt Jessi, worauf Niklas ertappt knallrot im Gesicht wird. Ich kommentiere das mit meinem: "I-hi!"
Jetzt gibt es nochmal was vom Grill. Nebenbei beantworte ich auch noch die ein oder andere Frage zum Segelfliegen. "Jetzt die Springerbilder", fordern Antje und Jessi. Das geht ein bisschen schneller, weil das nicht ganz so viele sind, wie die vom Segeln. Trotzdem sind viele Ah! und Oh! dabei. Dann kommen ein paar Bilder von der Tandemsprungausbildung. Eins mit Dummie, die restlichen zuerst mit Gundula, dann mehrere mit meiner Kleinen. "Die kennen einige von euch aber, richtig?" frage ich. "Ja, das ist deine kleine Tochter", sagt Jessi erstaunt, "aber "¦ äh "¦ das du"¦." "Ich bin noch in der Ausbildung", sage ich, "offiziell darf ich keinen mitnehmen. Das waren die ersten Sprünge zu Trainingszwecken mit Passagier." "Wie, Ausbildung, Training, Passagier?" fragt Jürgen erstaunt, "Du darfst dann Tandemsprünge machen?" "Ja!", antworte ich knapp. "Ist das cool", sagt Niklas, "dann möchte ich aber auch gerne mal mitkommen." "Tse, unser Luftikus nun wieder", flaxt Jürgen und Niklas glüht wieder. "Mir scheint, als ob mindestens die Hälfte der Kerle hier in die Chefin verknallt ist", gackert Antje. Jetzt glühen mehrere Kerle auf, was bei uns Mädels für maximale Erheiterung führt. "Wenn ich das bestanden habe, können wir auch da mal gerne drüber reden", sage ich, alle die nicht größer und unwesentlich schwerer als ich sind, kann ich dann gerne mit nehmen." "Das wäre ja schon toll", sagt Niklas.
Ich verspeise grade noch eine Wurst, da bimmelt mein Handy. Sandras Nummer wird angezeigt. "Huhu", melde ich mich. "Hallo Stefanie", antwortet eine gut gelaunte Sandra, "ich bin schon am Flughafen und checke gleich ein, der Flieger geht in einer knappen Stunde." "Oh, schön, dann bist Du ja bald da", sage ich, soll ich dich irgendwo abholen." "Nee alles gut, ich bin von Braunschweig mit dem Dienstflieger geflogen und lande da auch wieder", antwortet Sandra, "mein Auto steht da auch noch." Dann möchte sie noch wissen was ich grade mache. Das erkläre ich ihr auch prompt. "habe ich mir auch so gedacht, das die Mädels und Jungs gleich anfangen", sagt Sandra lachend. Dann ist sie dran mit dem einchecken. "In zwei Stunden bin ich dann zu Hause", sagt sie noch, "grüße mal alle schön." Das mache ich dann auch gleich, nachdem wir aufgelegt haben. Ich bleibe noch eine Weile sitzen, dann mache ich mich auf den Weg zu Sandra. Als erstes werden natürlich die Katzen bespaßt, gefüttert worden sind sie schon von Oma Willi. Dann gehe ich zum Pool und blase die neuen Luftis auf, und lege sie auf das Wasser. Zwischendrin kommt eine Nachricht von Sandra. "Ich bin jetzt angekommen und fahre nach Hause", schreibt sie, "gegessen habe ich auch schon." "OK, ich bin im Pool", schreibe ich zurück. Ich hole noch was zu trinken, dann setze ich mich auf die Muschelbadeinsel und warte auf Sandra. Die Muschel ist saubequem. Sie ist einer aufgeklappten Muschel nachempfunden und man hat gleich eine großzügige Rückenlehne. Von hier aus sehe ich, wie ein Auto in den Carport fährt. Dann kommt Sandra ohne Umwege direkt von da ins Poolhaus. Sie macht große Augen beim reinkommen und lächelt. "Oh man, wie geil ist denn das?" fragt sie mit eine hohen Stimme. Im nächsten Moment sitzt sie neben mir, zieht mich ran und küsst mich innig. "Boah!" Super, Stefanie. Genau mein Ding", sagt eine vor Freude strahlende Sandra, "du überraschst mich immer wieder mit solchen Sachen." Und es gibt noch mal ein schönen Kuss von ihr.
Wäre ich schlank, würde euch das nur unnötig geil machen...
Wir treiben gemütlich über den Pool und trinken einen Wein dazu. "Du-uh?" fange ich an, "ich will dich ja nicht schocken, aber das muss ich dir erzählen." Sandra schaut mich gespannt an. "Oma Willi rief mich heute Nachmittag an", sage ich und erkläre ihr, was Oma Willi am Telefon sagte. "Handwerker? Ich habe keine beauftragt", sagt Sandra dann. "Ich bin auch gleich hierher gefahren und habe mal vorsichtig gepeilt" ,sage ich grinsend. Sandra ist jetzt megagespannt. Ich erzähle ihr, was ich dann mit Basti erlebt und gesehen habe. Sandra ist irgendwo zwischen erheitert und geschockt. "Das ist ja ein Ding", sagte sie dann fassungslos. Ich lächele. "Deswegen deine neue "Freundin Jana"", sage ich grinsend, "die Falle hat voll zu geschnappt." Sandra schaut mich lächelnd mit großen Augen an, aber sie ist auch immer noch aufgeregt. "Stefanie, du bist echt ein Phänomen", sagt Sandra dann. "I-hi!" sage ich. "Genau, da darf man schon mal "I-hi" sagen", lacht Sandra. "Den Koffer mit den Utensilien habe ich "beschlagnahmt" und im Keller versteckt", sage ich weiter. "Das schauen wir uns nachher noch an", sagt Sandra aufgewühlt. "Und noch was, der hatte einen Schlüssel", sage ich, "hast Du ihm mal einen gegeben?" "Nee, das habe ich nicht", antwortet Sandra erstaunt, "wo hat er den dann her?" "Das dürfte für ihn ein leichtes gewesen sein", antworte ich, "wahrscheinlich hat er ihn abfotografiert." "Aber die Schlüssel kann man nicht so einfach nachmachen, da braucht man noch eine Karte für und die habe nur ich", sagt Sandra. "Na ja, in dem Job in dem er arbeitet ist das mit Sicherheit kein Problem das zu umgehen", antworte ich, "die Frage ist nur, ob das legal ist. Das muss man doch bestimmt irgendwie absichern." "Ah so, da willst du drauf hinaus", sagt Sandra. "Und einfach so mal eine Wohnung verwanzen, darf man bestimmt auch nicht so ohne weiteres", sage ich, "da muss doch die Firma auch Bescheid wissen." "Das stimmt", sagt Sandra dann. "Im Koffer steht eine Telefonnummer an die man sich wenden soll, wenn man den Koffer gefunden hat", sage ich, "da rufe ich morgen mal an, natürlich ganz geheimnisvoll, vielleicht bekomme ich noch was heraus." Sandra lächelt mich an. "Schnüffel-Steffi, nennt Dich dein Onkel ja auch", sagt sie dann grinsend. "He Du", protestiere ich lächelnd.
Sandra setzt sich etwas bequemer hin. Dabei entsteht ein knarzendes Geräusch. Ich schaue sie mit großen Augen an. "Was denn?" fragt sie erwartungsvoll. "Diese Geräusch, das ist auch ein Grund, warum ich diese Aufblasdinger so mag", sage ich. Sandra hat auf einmal wieder dieses Funkeln in den Augen. "Ein Fetisch?" fragt sie frech. "Vielleicht", antworte ich ebenso frech, "aber mindestens eine ganz große Leidenschaft." Sandra zieht die Unterlippe zwischen die Zähne, unter knarzen des PVCs setzt sie sich hin, zieht mich ran und gibt mir einen ihrer Wahnsinnsküsse. "Das Du so graderaus und ehrlich bist, das mag ich so an Dir", sagt Sandra dann noch, "und diese Einblicke, die Du mir gewährst, finde ich so toll." Wir kuscheln uns ein wenig zusammen und genießen das Glas Wein. "Ein bisschen klein ist die Muschel ja", sagt Sandra. "Wieso so zum Sitzen ist es doch OK", antworte ich. "Zum sitzen ja", sagt Sandra und grinst. "Ach so", sage ich lachend, "na dann nächstes Mal im Badeanzug, dann kann man beim Toben ruhig nass werden." "Ich sehe, wir verstehen uns", sagt Sandra grinsend. Nach einer Weile verlassen wir den Pool. Wir gehen zurück durch den Keller und ich zeige Sandra den Koffer. "So ganz legal ist das aber auch nicht, dass Du den Koffer gemopst hast", sagt Sandra. "Ja schon, aber ich glaube das ganze Ding ist nicht so ganz legal", antworte ich grinsend. "Stimmt auch wieder", sagt Sandra dann. "Ich rufe da morgen mal an, mal sehen, was die dazu sagen", sage ich noch. "Ich würde gerne dabei sein", sagt Sandra. Ich mache noch ein paar Fotos mit dem Handy. Dann gehen wir langsam ins Bett. Wir kuscheln uns zusammen und schlafen auch recht schnell ein.
Nach einem guten Frühstück mit allerhand ausgetauschten Nettigkeiten fahren wir zu Arbeit. Wie sonst auch fährt mich Sandra wieder vor die Halle. Sie schaut mich nochmal lange mit ihrem schönsten Strahlen an. "Ich kann mich gar nicht oft genug bei diesem schönen Wesen was mein Leben auf einmal bereichert, bedanken", sagt sie lieb zu mir. Boah, Sandra", sage ich und glühe voll auf, "jetzt muss ich noch mal kurz warten, mit der Gesichtsfarbe kann ich unmöglich aussteigen." "Hihi", sagt Sandra. Schließlich verabschieden wir uns. Mittags treffen wir uns wie üblich zum Essen, anschließend machen wir noch unseren üblichen Spaziergang. "Noch ein Eis?" fragt Sandra. "Ich würde erstmal die Telefonnummer aus den Koffer anrufen", sage ich. Ich unterdrücke meine Rufnummer im Handy und rufe die Nummer an. Am Handy habe ich den Lautsprecher an, damit Sandra mithören kann. Wir sitzen auf einer Bank, die etwas abseits steht. Am anderen Ende meldet sich eine männliche Stimme mit "Hallo", mehr nicht. Ich nenne ebenfalls meinen Namen nicht, sondern komme gleich auf den Punkt. "Ich habe in unserer Wohnung einen Koffer sichergestellt, in dem diese Telefonnummer genannt ist", sage ich. Kurze Pause am anderen Ende. Dann sagt die Stimme: "Können sie mir ihren Namen und die Adresse nennen?" Ruhig antworte ich: "Nein!" Jetzt wird der gleich patzig. "Und wie sollen wir bitte schön den Koffer abholen?" sagt die Stimme. "Mich würde erst interessieren, wie der bei uns in die Wohnung kommt", antworte ich genauso patzig, "der Koffer ist gefüllt mit Abhörgeräten. Und von denen habe ich etliche in der Wohnung aufgespürt und eliminiert." Am anderen Ende wieder eine Pause. "Ich muss das erst klären" sagt die Stimme, "kann ich ihre Telefonnummer haben?" "Nein", sage ich. "Wie soll ich mich dann bei Ihnen zurückmelden", fragt die Stimme patzig. "Sie sollen mir sofort eine Lösung anbieten", sage ich bestimmend. "Das geht auf keinen Fall", sagt die Stimme. "Dann bringe ich den Koffer unter Schilderung des Vorgefallenen zur Polizei", sage ich dann, "Tschüss!" "Nein, halt, warten Sie", sagt die Stimme hektisch, legen Sie noch nicht auf." Im Hintergrund hört man jetzt andere Stimmen. "Bitte warten sie eine Minute", sagt die Stimme, "wir klären das schnellstens."
Jetzt meldet sich jemand anderes: "Der Koffer hat in Deckel eine Nummer, können sie mir die bitte nennen." "Ja, das ist die BV317CY33AB", antworte ich. Ich habe die Nummer vorhin unter anderem mit dem Handy fotografiert. "Okeee", sagt die Stimme am anderen Ende, "der Koffer wurde schon vor über drei Jahren als gestohlen gemeldet. Und der Mitarbeiter der ihn nutzte, ist auch nicht mehr bei uns." Ich schaue Sandra an. "Hören Sie?", sagt die Stimme. "Ja", antworte ich. "Wir würden den Koffer gerne zurückhaben", sagt die Stimme wieder, "er ist nach wie vor unser Eigentum." Ich schaue wieder zu Sandra und nicke, sie nickt zurück. "Ja OK, wie soll das von statten gehen?" frage ich. "Von wo aus rufen Sie an?" fragt der Herr am anderen Ende. "Braunschweig", antworte ich. "Warten sie kurz, wir schauen nach einer Kontaktperson", sagt der Herr. Im Hintergrund wird telefoniert. Dann wendet er sich wieder uns zu. "Hören Sie, um 16.30 Uhr hinter der Volkswagenhalle in der Nähe der Fußgängerbrücke?" fragt der Herr. "Ist OK", sage ich. "Wie erkennt man Sie?" fragt die Stimme. "Rot-Schwarz gemustertes Kleid, rote, gelockte schulterlange Haare", antworte ich, "den Koffer umhülle ich mit einem schwarzen Kunststoffsack." "OK, Erkennungswort "Koffer"", sagt der Herr. Dann beenden wir das Gespräch. "Ist das ein Krimi", sagt Sandra etwas aufgeregt, "dass du dabei so ruhig bleibst." Ich zucke mit einer Schulter. "Die sind doch im Zugzwang", sage ich lächelnd. "Komm jetzt ein Eis, ein bisschen Zeit ist noch", sagt Sandra dann, "meine süße Geheimagentin." Ich lächele sie an und zwinkere mit einem Auge. Nachdem wir uns das Eis vom Eiswagen geholt haben, gehen wir noch langsam eine Runde. "Nur schade, dass wir nicht hundertprozentig wissen, wer dahintersteckt", sagt Sandra. "Na ja, es liegt eigentlich auf der Hand", sage ich, "Dein Cousin hat den Koffer verschwinden lassen, dann wurde er entweder gekündigt oder ist selber gegangen. Und dann hat er auf eigene Faust weitergemacht. Ausnahmslos bei Dir, meine Vermutung." "Wahrscheinlich", sagt Sandra und schaut mich dabei an. "Ich bewundere Dich, Stefanie", sagt sie dann mit ihrem liebsten lächeln, so dass ich gleich wieder richtig verlegen werde.
Viertel vor vier mache ich Feierabend. Ich sage Sandra kurz Bescheid, dass ich mit dem Auto zu ihr fahre und dann mit dem Fahrrad zu Halle fahre. "Damit der dein Nummernschild nicht sieht", sagt Sandra. "Genau", bestätige ich. "Alles klar, ich komme dann mit dem Auto, parke weiter weg und schaue von weitem", sagt Sandra dann noch. "Gute Idee", sage ich erfreut. Ich komme bei Sandra an und packe den Koffer ein. Dann klemme ich ihn auf den Gepäckträger und radele los. Während mein Fahrrad ein Trekkingrad als Herrenfahrrad ist (noch von meinem Zwillingsbruder), ist Sandras Fahrrad ein Shoppingrad als Tiefeinsteiger in knallepink. "Da fühlt man sich gleich doppelt als Mädel", denke ich mir grinsend. Zur VW-Halle geht es recht zügig, so dass ich vor der verabredeten Zeit da bin. Das Fahrrad stelle ich vor der Halle ab, den Rest gehe ich zu Fuß. Ich schaue mich kurz um und sehe Sandra weiter hinten parken. Sie steigt aus und kommt ein Stück heran. Sie bleibt aber außerhalb der Rufweite. Außerdem hat sie ihr Siegelreflexkamera dabei. Ich gehe dann zu der genannten Fußgängerbrücke. Da warte ich grade mal eine Minute, als sich ein Herr in meiner Nähe einfindet. Er versucht mich unauffällig anzuschauen, dann kommt er heran. "Sie passen auf eine Beschreibung, die man mir gab", sagt er, haben sie das Erkennungswort?" "Koffer", antworte ich knapp. Er nickt und ich überreiche das Ding. So schnell wie er gekommen ist, so schnell ist er auch wieder weg. Ich geh zum Fahrrad und fahre zurück zu Sandras Wohnung. Ab und zu Schaue ich mich um, ob mich jemand verfolgt. Ist so eine Ahnung, die ich habe. Ich bin auch schnell der Meinung, dass mich ein schwarzer BMW in einiger Entfernung verfolgt.
Zurück nehme ich deshalb einen anderen Weg. Unteranderem fahre ich durch Wege, die nur für Radfahrer und Fußgänger sind. Außerdem fahre ich Wege auf der anderen Flussseite. Vor dem Krankenhaus wechsele ich wieder über eine Fußgängerbrücke auf die andere Seite des Flusses. Dann fahre ich an Sandras Haus vorbei und biege dann bei Erik auf das Grundstück ab. Der ist auch grade draußen, Rottweiler Jack ebenfalls. "Na Steffi, wie geht"™s?" fragt mich Erik, "schön dich mal wieder von nah dran zu sehen." "Danke", sage ich und kraule Jack ordentlich durch. Dann frage ich ihn, ob ich unten am Fluss wieder Richtung Sandra gehen kann. Die ganzen Nachbarn habe sich mal abgestimmt, dass man unten am Ufer auf einem schmalen Weg über die Grundstücke gehen kann. Ich erkläre Erik auch dann warum. "Klar", gerne sagt er lachend", "aber cool, Du erlebst auch immer wieder Sachen." Sandras Grundstück ist von hier aus das übernächste. Ihre direkten Nachbarn Markus und Dorothea sind noch auf der Arbeit. "Ist schon von Vorteil", sagt Erik grinsend, "sonst müsstest Du das bis ins kleinste Detail erklären." "Oh ja", sage ich lachend, "die beiden sind ja obergenau." Wenn ich mal richtig Langeweile habe, dann schaue ich bei den beiden bei der Gartenarbeit zu. Markus ist sehr pingelig, aber auch etwas dusselig , Doro übertrifft ihn dabei noch um Längen. Da ist dann schon ein Spaßfaktor dabei. Ich verabschiede mich von Erik und Jack und schiebe das Fahrrad über die Grundstücke. Sandra ist schon da und sieht mich von der Terrasse. Ich gehe hin. "Na, hast wohl mitbekommen, dass da jemand hinterher gefahren ist, was?" fragt sie feixend. "Ich glaubte es stellenweise", antworte ich, "ein schwarzer BMW." "Genau, aber in der Nähe vom Steinofenpizzaladen, am Prinzenweg hast du ihn schon abgeschüttelt", antwortet Sandra. "OK", sage ich grinsend, " dann kann ich ja beruhigt zum Üben fahren." "Ich mache uns dann noch ein kleines Leckerli für hinterher auf dem Pool", sagt Sandra liebevoll. "Du bist alleine schon ein Leckerli", sage ich lächelnd, was dazu führt, dass sie rot wird im Gesicht. Sie gibt mir einen leichten Klaps auf den Hintern. "Bis nachher, meine Süße", sagt sie noch.
Wäre ich schlank, würde euch das nur unnötig geil machen...
Ich komme auf dem Hof der Spedition an und parke vor der Werkstatt. Es parken hier heute mehr Autos als gewöhnlich und draußen sitzt auch keiner. Ich steige aus und gehe gespannt in die Werkstatt. Um den großen Tisch stehen einige Leute. Harald und Jürgen stehen da , ebenso Samantha und Cordula. Dann noch einige Leute, die mir zwar bekannt vorkommen, die ich aber grade nicht einordnen kann. "Ah, Cheffin, gut das Du da bist", sagt Harald lächelnd. Einige schauen verwundert. Also stelle ich mich vor. "Hallo, ich bin Stefanie Boe, vom Eigentümer hier als Verwalterin eingesetzt", sage ich. "Und neuerdings Gitarristin und Sängerin bei den Rätselhaften", sagt einer lächelnd, der halb hinter Cordula steht. Jetzt erkenne ich ihn auch, das ist der Sänger der Stones Coverband, den ich neulich Jack Migger genannt habe. Erschrocken frage ich ihn, weil ich sehe, dass er seinen Arm in einer Schlinge trägt: " Herrje, was ist Dir denn passiert?" ""Wir hatten letztes Wochenende einen Autounfall auf dem Rückweg von einem Konzert in Magdeburg", antwortet Jack, "uns ist auf der Landstraße einer, der sich beim Überholen total verschätzt hat, in unseren Transporter gekracht. Und dann sind wir dahinterfahrenden auch noch da rein gekracht." "Ach du Scheiße!" entfährt es mir. "Am besten ist es noch mir und unserem Schlagzeuger ergangen", sagt Jack weiter, "ein paar Prellungen, aber die anderen habe einige Arm- und Beinbrüche davongetragen. Und das halbe Equipment ist auch im Arsch." Ich schaue fassungslos, mit großen Augen. "Das ist auch der Grund, warum wir uns hier versammelt haben", sagt Harald, "leider können sie dann auch nicht am Freitag auf dem Hoffest auftreten." "Verständlich", sage ich leise, "aber echt schade."
"Harald hat dann ein bisschen rumtelefoniert, ob noch jemand kurzfristig einspringen kann", sagt Samantha. "Aber das ist schwierig", sagt Harald, " weil bei jeder der angefragten Bands, entweder nicht alle Mitglieder anwesend sind, oder sie haben halt selber noch Termine." "Wir haben am Samstag dann schon unseren Auftritt", sagt Micha, der seit einiger Zeit bei Cordula steht. "Wäre mir auch zu viel", sage ich. "Deswegen hätten wir auch eine andere Idee", sagt Rick, den ich vor einiger Zeit im Musikalienladen kennengelernt hatte, "wir schauen mal wie viele Musiker wir werden und würden dann Sets bilden, dass wir vielleicht 2, 3 oder 4 Bands zusammenbekommen." "Und dann würden wir uns immer nach ein paar Titeln mit den Gruppen abwechseln", sagt einer mit einem schwarzen Hut und Sonnenbrille. Ich erkenne ihn, er ist bei einer überregional bekannten Bluesgruppe der Frontmann und ein Top-Gitarrist. "Klingt spannend", sage ich. "Organisation der Gruppen würden wir mit den Jeweiligen Sprechern und Managern machen", sagt Rick, "um die Technik würde sich Frank kümmern, brauchen wir nur noch Übungsräume." Samantha schaut mich erwartungsvoll an. "Kann ich mit dienen", sage ich lächelnd, "hinter dem Büro drüben, die Räume könnte man nutzen." "Können wir da mal schauen?" fragt der Bluesmann. "Natürlich", sage ich, "mir nach, ich folge euch." Cordula grinst. "Du immer", sagt sie.
Zusammen gehen wir rüber. Der Bluesmann geht neben mir. Er hat eine ziemlich direkte Art und wirkt manchmal etwas brummig und stoffelig auf seine Umgebung, was mich gleich dazu veranlasst, ihn für mich Brummel oder Blues-Brummel zu nennen. Sonst nennen sie ihn in Musikerkreisen Friedel. Während wir alle über den Hof gehen, fragt er mich: "Wie lange machst Du schon Musik?" "Seit ich 5 oder 6 bin", antworte ich wahrheitsgemäß und erzähle von Klavier- und Gitarrenunterricht. "Nee, ich meine so in einer Band", sagt Brummel. "Ach so", sage ich, "mit 13 vier Jahre in einer Schülerband, dann immer mal Sessions mit befreundeten Musikern und seit April fest mit den Rätselhaften." "Aha", sagt er kurz und brummelig. Rick geht die ganze Zeit bei uns. "Also das, was ich auf Videos auf eurer Homepage gesehen habe, ist schon toll", sagt er. Brummel schaut ihn kurz ohne Regung an. Wir kommen am Büro an und gehen in die Halle. "Also, hier hätten wir zwei Räume, einer ist 250m-² groß, der kleinere hat ca. 120m-²", sage ich. Wir gehen in den kleinen Raum. "Wie ist die Akustik hier?" fragt Brummel und klatscht in die Hände, "hm, geht." Dann gehen wir in den großen Raum. Hier ist natürlich einiges mehr an Echo. "Wenn wir nicht alle zeitgleich üben, dann könnten hier zwei Bands üben", sagt Rick. Mittlerweile sind auch noch ein paar mehr Musiker dazu gekommen, auch unsere Truppe ist vollständig da. Cordula hat sie schon mal informiert. Jack ist auch da. "Meinst Du, Du könntest auch das ein oder andere Stück mitmachen?" frage ich ihn. "Bestimmt", antwortet er, "ich habe mich schon so auf "Gimme Shelter" gefreut." Rick schaut erstaunt. "Der Schmeckhappen neulich war schon groß", sagt Jack. "Was für ein Schmeckhappen?" fragt Brummel brummelig. "Die weiblich Stimme in dem Stück", sagt Jack, "hat sie neulich einfach mal so geschmettert." Brummel schaut mich an. "Darf man das mal hören?" fragt Rick vorsichtig. Ohne zu antworten lege ich los:
"Ooh, a storm is threatening. My very life today. If I don't get some shelter. Ooh yeah I'm gonna fade away. War, children. It's just a shot away. It's just a shot away. War, children. It's just a shot away. It's just a shot away."
Ruhe im Raum. Als erster fast sich Rick. "Alter, was für eine Hammerstimme", sagt er fasziniert, "ich habe ja neulich nur die Gitarre gehört." Fast alle stimmen ihm irgendwie zu, nur Brummel schaut regungslos, wie die ganze Zeit schon. "Die Stimme ist ihr eigentliches Instrument", sagt Cordula. Ich gehe mal kurz nach hinten, weil sich grade meine Gesichtsfarbe ändert. (Ihr wisst schon, wenn ich gelobt werde"¦) Deswegen grinsen sie auch alle. "Hey hallo, ich bin Johann, aber meistens John genannt", meldet sich einer, "erstmal nochmal, geile Stimme! Ich bin Trommler bei Bunkerbeats. Ich hätte noch eine Frage. " OK, danke für die "geile Stimme"", sage ich, "schieß los." "Dieser lange Schlauch, wo der Sprinter drin steht, könnte man da auch drin Üben?" fragt John. "Normal ja", sage ich, "den Sprinter können wir auch draußen stehen lassen solange." "Ich frage deshalb, weil wir früher mal so einen ähnliche Übungsraum hatten", sagt John, "das war irgendwie ein cooler Sound." "Lass uns mal hingehen", sage ich. "Ich fahr mal den Sprinter raus", sagt Jürgen. Dann postiert sich John im Raum und macht Beatbox, zwar ohne Micro, aber trotzdem sehr geil. "Joa, das könnte klappen", sagt John. "Jetzt nochmal Stimme", sagt Jack und lächelt mich an. Ich hole tief Luft. "Na gut", sage ich. Ich stelle mich etwas abseits der Leute hin und klatsche in die Hände. Nach dem dritten Klatschen fange ich an zu singen:
"I have climbed highest Mountains, I have run through the fields, only to be with you, only to be with you, "¦ "¦ but I still haven"™t found, what I"™m looking for."
Wieder Stille im Raum. "Ich fasse es nicht, ist das eine Stimme", sagt John begeistert. "Und Akustik ist i.O.?" frage ich schnell, damit ich nicht gleich wieder Rot werde. "Ja, ja natürlich", sagt John. "Wenn man hier mit Verstärkern spielt, wird man eh kaum was merken", sagt Rick. "Da wär ich mir nicht so sicher", sagt Brummel plötzlich überraschend in den Raum. Aber er ist wohl von seiner Gefühlsregung selber überrascht, dass er gleich wieder in seinen Brummelmodus wechselt. "Wenn wir wirklich vier Sets werden, dann könnten wir ja noch unseren Übungsraum mit dazu nehmen", sagt Micha, was mich so ein bisschen erstaunt, dass das grade von ihm kommt. "Also meinetwegen können wir das so machen", sagt Rick dann. Auch die anderen Anwesenden stimmen zu. "Dann lasst uns wieder rüber gehen an den großen Tisch, und das ganze Ding mal durchplanen und durchspielen", sagt John seine Lebensgefährtin Rieke , die vor kurzen dazukam und die Organisation von der Band macht. Der ganze Tross setzt sich in Bewegung Richtung Werkstatt. Jürgen fährt den Sprinter rein und ich schließe hinterher ab. Dann gehen wir auch rüber. "Wenn das alles so klappt, wie die sich das vorstellen, dann wird das den Freitag hier ganz schön scheppern", sage ich grinsend zu Jürgen. "Das glaube ich auch", sagt der.
Am großen Tisch stehen dann alle, die irgendwie mit Organisation oder Management der jeweiligen Bands zu tun haben zusammen und beratschlagen das weitere Vorgehen. Nur meine Jungs sehe ich nicht. Cordula sieht meine Verwunderung und zeigt nach oben. Per Handzeichen bedanke ich mich und gehe hoch. Tatsächlich sind sie schon oben. "Na, kommste auch schon", flaxt Tom. "War klar, dass so was jetzt kommt", feixe ich zurück. Ich schalte meinen Verstärker an und hänge mir meine blaue Gitarre um. "Bei der Gelegenheit, Klein Bruce war gar nicht dabei", sage ich in die Runde. "Dem wär auch ein Zacken aus der Krone gebrochen", lästert Micha, "aber der Bassist von "To The Hills" war ja da." Da ich etwas irritiert schaue, sagt Tom: "Der mit der Lockenmähne, stand die ganze Zeit eher hinten." "Ach so, alles klar", sage ich, "ich muss die erstmal alle auf die Reihe kriegen." "Unser Programm steht eigentlich", sagt Frank. "Wir könnten nur mal schauen, ob wir uns mit dem Gesang noch mehr abwechseln", sagt Alex zu mir. "Inwiefern?" frage ich. "Na ja, das ein oder andere Lied kann ich mir bei dir besser vorstellen", antwortet Alex. "Ich mach doch schon die ganzen langsameren", sage ich. "Ich fand zum Beispiel, wie Du "life and how to live it", das du im JB gesungen hast, besser rüberkommt, als bei mir", sagt Alex, "auch von der Show. "Okeee", sage ich, "wollen wir es mal versuchen?" "Auf alle Fälle", sagt Micha. Ich lege meine Gitarre wieder ab, während Alex sich seine umhängt. Micha spielt das Intro. Dann setze ich mit dem Gesang ein:
"Burn bright through the night two pocket lead the way, two doors to go between the wall was raised today."
Von Anfang an benutze ich den Mikrofonständer als Turngerät. Ich drehe genauso ab, wie im JB, obwohl kein Publikum da ist. Aber die Jungs genießen es und lächeln. Nach einiger Zeit schaut Rick rein, kurz danach schaut auch Brummel um die Ecke. Rick ist nur am Staunen, während Brummel schnell wieder verschwindet. Auch ein paar andere Leute schauen rein. Nach dem wir das Ding zu Ende gebracht haben, hört man von unten Rieke. "Kommt ihr mal wieder runter, wir haben noch einiges zu besprechen", sagt sie, "und lasst die Jungs und Steffi in Ruhe üben." "Ich mache mal die Tür zu", sage ich. Unten sehe ich Samantha, wie sie die Tür zum Treppenhaus zumacht. Sie zeigt mir noch schnell den Gut-gemacht-Daumen. "Der Rick ist ja definitiv in dich verknallt", sagt Frank dann auf seine trockene Art zu mir. Die Jungs grinsen. "Das fiel mir schon im Instrumentenladen auf, wo er mich für seine Gruppe abwerben wollte", sage ich grinsend. "Ach, das musst Du mal genauer erzählen", sagt Micha gespannt. Ich erzähle das dann auch. "Gibt"™s doch gar nicht, so kurz erst öffentlich auf der Bühne und begehrt wie nix", flaxt Carlos. "Bei denen da unten wirst Du mit Sicherheit auch bei den ein oder anderen eingeschlagen sein", grinst Frank, "wie sie teilweise geguckt haben, drüben in den Räumen." "Und das Schöne ist, sie gehört zu uns", sagt Tom dann. "Das Du in Steffi verliebt bist wissen wir ja schon seit dem JB", feixt Alex. "Ey ihr!" beschwert sich Tom. Dann schauen sie zu mir. "Ich stehe hier mal in der Ecke und leuchte sie rot aus", sage ich. Die Jungs schmeißen sich weg vor Lachen.
"Also, ich glaube wir können mit unserem Repertoire nicht viel falsch machen", sagt Micha, "Steffi und Alex ergänzen sich im Gesang und von den Instrumenten her sind wir auch sicher." "Wenn man es hoch rechnet, dann kriegen wir die 3 Stunden, die wir Zeit haben, voll", sagt Frank. "Könnte man noch vielleicht etwas in Reserve halten?" fragt Tom. "Hm! Die bekanntesten Stücke haben wir drin", sage ich, "wenn dann eher was, dass nicht so geläufig ist." Die Jungs grübeln. "Meine Lieblingsscheibe von R.E.M. ist die "New Adventures in Hi-Fi"", antworte ich, "und neulich fiel mir ein Lied davon ein, als mich eine Userin im Crossdresser Forum darauf aufmerksam machte, das ich schon länger nicht mehr an einer Geschichte weiter geschrieben hatte. Sie schrieb unter anderem:
"Lasst uns Steffi liebevoll wecken und ins nächste Abenteuer stecken. AUFWACHEN STEFFI!" (Post 264)
und da fiel mir "The Wake-Up Bomb" von besagtem Album spontan ein. Das haben die auch schon live gespielt." "Ja, so dunkel erinnere ich mich", sagt Micha. "Ich habe es hier", sagt Frank. "Ich hätte jetzt auch nicht anders erwartet", sagt Tom grinsend. Frank spielt es ab. "Ah doch ja", sagt Alex. "Text kann ich auswendig", sage ich beiläufig. "Ich schaue mal, ob ich zumindest Noten finde" sagt Frank. "Wenn Du es solange noch mal durchspielst, dann habe ich es auch gleich drauf", sagt Tom. Frank lässt das Original noch mal laufen. Tom spielt konzentriert mit. "Ey, das ist aber auch großes Kino, wie Du Dich da einfuchst", lobe ich ihn. Zur Abwechslung errötet Tom jetzt. "I-hi!" sage ich. "Ach Menno", winkt Tom ab. Carlos steht die ganze Zeit ruhig an seinem Platz. Ich schaue zu ihm hin. "Das die immer so lange brauchen", flaxt er. "Carlos hat ein ziemlich gutes Gehör, wenn nicht sogar ein absolutes", sagt Frank, "der hört was und kann es gleich nachspielen." "Interessant", staune ich. Nach ein paar Minuten haben wir es dann und spielen einmal durch. Das zweite Mal ist es noch besser. Beim dritten Mal sitzt es. "Genial", sage ich noch. Unsere Fenster zum Hof sind offen und von da hört man einen ordentlichen Applaus. Alex schaut raus. "Tse, da sitzen alle und wir müssen hier ackern", sagt er so, dass sie es unten und wir hören. "Kommt wir gehen auch mal runter, ein kühles Getränk haben wir uns verdient", sagt Carlos. Wir gehen dann auch runter.
"Ich muss ja mal eine Lanze für euch brechen", sagt Carl, der Bassist von "to the hills", "das ist ja Schweinegeil, was ihr da eben abgezogen habt. Sonst kennt man euch ja eher als Crossover-Band." "Schützenfest und Tanzschul-Abschlussball-Band", füge ich grinsend dazu. In der Runde grinsen auch einige. "Ihr Humor ist aber auch cool", sagt Rieke. "Oh ja!!!" sagt Tom grinsend. "Also ich finde das ziemlich gut, eine R.E.M. Coverband gibt es hier im größeren Umkreis nicht", sagt Jack. Wir lassen das einfach mal so stehen, weil wir das für uns noch gar nicht beschlossen haben. Und, wie weit seid ihr mit der Ersatzplanung?" frage ich in die Runde. "Also, wir kriegen es hin, vier Bands mit jeweils Schlagzeug, Bass, Keyboards und zwei Gitarren zusammen zu stellen", sagt Cordula. "Genau, wir planen dann noch, wo die Bühnen stehen", sagt Rieke, "und dann muss noch die Technik beauftragt werden, aber da hat ja Frank seine Unterstützung angeboten." "Ich kann da auch gerne helfen", sagt eine junge Frau namens Gesine. "Super", sagt Frank und schon tauschen sie ihre Telefonnummern aus. "Wir haben auch schon mal grob eine Planung, wer in welcher Gruppe spielt", sagt Samantha. "Rick und John wollten gerne zusammen", sagt Rieke, "weil sie früher viel zusammen gemacht haben." "Und Steffi wäre toll", sagt Rick etwas aufgeregt. Ich schaue ihn lächelnd von der Seite an. "Verliebt?" rutscht es mir raus. Rick wird knallerot im Gesicht, zur Erheiterung aller. "Ups! "˜Schuldigung", sage ich grinsend. John legt seine Hand auf Ricks Schulter. "Hey, is"™ nicht schlimm", sagt er grinsend. Ricks Farbe normalisiert sich langsam, er lässt es einfach unkommentiert. "An den Keyboards in eurer Gruppe würde Gesine auch gerne mitmachen", sagt Cordula. "Oh ja schön, ist man nicht so alleine, als Mädel", sage ich lächelnd zu Gesine. "Das dachte ich mir auch so", antwortet Gesine auch lächelnd. "Und Friedel würde bei euch reinpassen", sagt Rieke, "dann wäre die Gruppe schon mal soweit in der Grundbesetzung." "Friedel? Ach so, Brummel", sage ich. Wieder Erheiterung in der Gruppe. "Auffassungsgabe hat sie ja eine Menge", sagt Jan, der Drummer von der Stones-Cover-Band. "Wo ist er den eigentlich?" frage ich. "Er ist schon los, er hatte noch einen anderen Termin", sagt Rieke. Ich überlege, was den anderen nicht entgeht. "Was denn Steffi?" fragt Alex. "Das ist schon eine Hausnummer, mit Brummel in einer Band", sage ich, "der ist ja schon eine Koryphäe." "Wenn das eine schafft, dann Du", sagt Cordula lächelnd. "Puh, ist mir heiß", kommentiere ich meine Röte. "Ist das niedlich, eigentlich voll das taffe Mädel", sagt Rieke dann auch noch, "aber sagste was liebes, glüht sie voll durch." Genau das!" sagt Tom und drückt mich liebevoll auf den Schultern. Ich atme tief durch.
Die Besetzungen der anderen Bands ist auch soweit klar. Micha bleibt mit Tom bei uns im Übungsraum. Carlos und Frank sind auch zusammen in einer Gruppe. Alex ist wie ich Einzelkämpfer, aber er versteht sich gleich ganz gut mit Carl, dem Bassisten von "to the Hills". Als Schlagzeuger haben sie Dave, von einer Beatles Coverband. Dave hat natürlich Ringo Starr als Vorbild und ist genauso spaßig drauf wie er. Wir in unserer Gruppe verabreden uns für ein erstes Treffen und Üben für Freitagnachmittag, weil wir da alle Zeit haben. Wir gehen dann wieder hoch und üben weiter. Die Runde unten löst sich dann auch auf. Die ein oder anderen Telefonnummern werden noch ausgetauscht, dann kehrt langsam Ruhe ein. Wir üben grade "Daysleeper" welches ich singe, ist ja ein langsames Stück. Harald, Jürgen und Jessi kommen rein. "Na?" fragt Alex, "zufrieden mit dem Ersatzauftritt." "Ersatzauftritt?" lacht Harald, "ey, was ihr da heute Abend aus dem Boden gestampft habt kannst du doch nicht einfach als Ersatzleistung abtun." "Na ja, viel Zeit zum Üben ist nicht mehr", sagt Micha, "das ist schon übernächstes Wochenende." "Wird sportlich", sage ich noch. "Niklas baut grade unsere Homepage deswegen um", sagt Jessi. Genau", sagt Harald, "Steffi, kannst Du vielleicht die Presse informieren? Du kennst doch da wen." "Na klar, mache ich", antworte ich. "Unsere Homepage ist auch schon angepasst", sagt Frank lächelnd. "Sach ma"˜, wann haste denn das gemacht?" frage ich ihn übertrieben erstaunt. Frank zuckt lächelnd mit den Schultern. "Geheimnis", sagt er dann lächelnd. Wir reden noch eine Weile weiter und machen nebenbei unser Equipment aus. "Das werden noch mal zwei anstrengende Wochen, jetzt", sage ich, "vom Üben mal abgesehen, haben wir ja hier auf dem Gelände noch einiges zu stemmen." "Stimmt!", sagt Jürgen, "an den Garagen ist noch zu basteln, an der Wasserrutsche muss auch noch weitergemacht werden." "Und die Aufstellung der ganzen Fress- und Handwerkerbutzen ist auch noch nicht ganz rund", sagt Harald, "es haben noch nicht alle zu- oder abgesagt." "Wir schaffen das!" sagt Jürgen. Zusammen gehen wir runter. Micha schließt den Übungsraum ab. "Dann sehen wir uns spätestens Freitag wieder", sage ich zum Abschied. Dann fahre ich vom Hof und direkt zu Sandra.
Wäre ich schlank, würde euch das nur unnötig geil machen...