Körper, Gefühle, Empfindungen.....
Hier schreibe ich seit langen sehr viel auf was mich bewegt. Wie ich selbst empfinde und so manches Mal was meinen Körper betrifft. Alles öffentlich.... darüber denke ich tatsächlich oft nach. Ich mache mich angreifbar, verletzbar und vielleicht erpressbar.
Ist das wirklich so? Ob meine Posts der Wahrheit oder vielleicht reine Fiktion,ja Kopfkino darstellen. Wer weiß, das muss jeder/jede selbst für sich entscheiden. Diejenigen die mich wirklich kennen und erleben wissen das.
Doch oftmals vermisse ich tatsächlich wahre Gefühle und Emotionen in Berichten. Manchmal oberflächlich und kühl...
Deswegen hier einmal ein großes Dank und Kompliment an diejenigen unter Euch die einen tief in ihr Leben und ihre Gefühle einblicken lassen.
Verständlicherweise haben nicht sehr viele die Möglichkeit aufgrund Angst vor Entdeckung, Konsequenzen die Möglichkeiten offen zu berichten und genau deswegen war mein Entschluss diese Ängste beiseite zu schieben und frei nach dem Motto zu leben : Angriff ist die beste Verteidigung
Und das bringt mich zu einer Geschichte.Ob Wunschtraum oder Realität. Fiktion oder Alltag. Das möge jeder/ jede selbst für sich entscheiden.
" Samstag, unser Tag. Ein besonderer Tag. Wie so oft. Wie so oft leben wir jeden Tag unter der Woche unser normales Leben mit Arbeit,Familie und Verpflichtungen. Doch Samstag gehört meistens uns. Der Tag an dem ich all das erledige was ansteht ohne Pausen um Dich Abends dann nach einer anstrengenden Woche zu sehen.
So auch gestern. Am späten Nachmittag wie so oft die Betten machen. In dem Wissen wieder spät am nächsten Morgen heim zu kommen um dann leise ins Bett schlüpfen zu können.
Meine Taschen und Koffer zu packen und peinlich genau darauf zu achten nichts zu vergessen. Die Outfits die ich für die bevorstehende Nacht geplant habe sowieso mein komplettes Equipment durchzugehen. Ich finde noch ein paar Minuten Zeit mich hinzulegen, die Augen schließend und zu träumen. Träumen von einem Leben das Wirklichkeit geworden ist. Und Dich in meinen Gedanken zu sehen voller Vorfreude...
Einem Ritual gleich folgt ein Ablauf wie so oft.
Ich gehe ins Bad und beginne die " Transformation " zu Ihr. Meine Kosmetika bereitzulegen, Fön, Glätteisen und sonstiges hinzulegen. Dann mache ich mir Musik an und genieße die Beats, gemischt aus Wave, EBM, Gothik und Dunkler Musik.
Meine Haare waschen, eine Kur auftragen und einwirken lassen und wie ein Ritual am ganzen Körper rasieren weil ich Haare am Körper hasse. Die Kur auswaschen und anschließend meinen ganzen Stolz, meine Haare Fönen. Mein Make-up auftragen und mich selbst jedes Mal verwundert ansehen was das mit mir macht. Vor dem Spiegel stehen und zu mir selbst sagen zu können " Wow, du siehst toll aus" konnte ich lange Zeit nicht und ich musste es mir in einem langen Prozess selbst aneignen. Zu sehr war ich früher davon überzeugt nie das heutige Ereichte als Erreichbar zu sehen.
Zum Schluss dann noch mit dem Glätteisen die langen Haare perfekt glätten und mit Wachs und Spray fixieren.
Und wie immer vor dem Schrank stehen und nicht wissen was ich heute tragen soll. Doch ich weiß du liebst Farbe an mir obwohl ich fast nur Schwarz tragen möchte, Schwarz...die Farbe die meine gehassten Körperregionen kaschiert und ablenkt. Doch heute nicht. Du hast einen Tisch in einem Restaurant reserviert und ich wollte für dich perfekt sein.
Ich greife zu einem besonderen Kleid welches ich schon in meinem alten Versteckten Leben mochte. Ein Fuchsiafarbenes Etuikleid mit langen durchgehenden Reißverschluss an der Rückseite der herrlich Kühl auf der Haut aufliegt.
Dann die Taschen und Koffer ins Auto tragen. Wieder mit dem Wissen von den Nachbarn gesehen werden und gefragt werden wohin es denn diese Nacht geht. Man kennt mich mittlerweile und verwundern kann ich niemanden mehr. Zu offen und selbstsicher gehe ich mit meinem Leben um. Als mittlerweile Normalität wochentags als "androgyner Typ"
Und Wochenende der Vamp und Paradiesvogel. Schon lange frägt mich niemand mehr ob ich verreise mit all dem Gepäck.
Als letztes wie immer meine Nägel. Wahrlich keine Schönheit. Schöne Hände werden nie Realität. Zusehr beanspruche ich sie bei meinem Aktivitäten in der Arbeit und im Garten. Etwas was mir geblieben ist, ich arbeite gerne an meinen Anlagen und scheue mich vor keinen dreckigen Arbeiten. Das hat mir die Anerkennung und Status eingebracht den ich heute habe und mir in den vielen Jahren erarbeitet habe.
Und doch zumindest immer relativ schöne Nägel wenn auch kurz aber ein fortgehen ohne Nagellack ist fast undenkbar. Am liebsten natürlich Schwarz oder in besonderen Augenblicken Rot.
Und wie so oft läuft mir die Zeit davon,wieder werde ich zu spät kommen und wieder wirst Du lachen und es wird Dir nichts ausmachen. Ich erledige die letzten Dinge und oft sorge ich noch dafür das meine Frau versorgt ist wenn ich sie wieder alleine lasse. Und wieder ist da im Hinterkopf das schlechte Gewissen das " Er" seine Frau betrügt und sitzen lässt. Dieses Gefühl wird mich wahrscheinlich mein Leben lang verfolgen. Jahrzehnte langes Glück und diese Verbundenheit kann man nicht einfach kappen.
Mit feuchten Nägeln dann ins Auto steigen und ich weiß das ich den Lack doch noch ruinieren werde lassen mich mein Auto starten und losfahren.
Im Kopf....die Vorfreude.Ein Lächeln Dich zu sehen,endlich wieder in den Arm genommen werden und Wärme spüren.
Das Ziel völlig neu, ich daher einfach und folge Deiner Beschreibung. Am Restaurant angekommen parke ich vor der Türe und Schreibe das ich angekommen bin. Ich denke noch das es nicht besonders aussieht aber das ist mir egal. Hauptsache mit Dir den Abend bei einem Essen beginnen und zu reden und Dein Lächeln zu sehen.
Du kommst raus und Dein Strahlen empfängt mich. Und wieder bin ich größer als Du weil ich wieder zu hohe Schuhe trage aber Du liebst es.
Wir umarmen uns und ich spüre Deinen 3 Tage Bart. Ich liebe es ihn zu streicheln und Dir dabei in die Augen zu schauen.
Innen dann ein wunderbares Griechisches Lokal. Wir trinken einen leckeren Mokka und suchen etwas zum essen und wie immer teilen wir uns alles. Und wie immer hast Du mir wieder kleine Geschenke mitgebracht. Hab ich das alles wirklich verdient? Eine Frage die mich oft begleitet. Und wieder hast Du alles bezahlt als wir gegangen sind.
Und weiter geht's zu unserer Veranstaltung der etwas anderen Art.
Unser Begleiter ist die pure Lebenslust und überschießende Emotionen und Glücksgefühle. Und dann hab ich Dich wieder für mich ganz alleine. Kein Geräusch, kein Lichtstrahl,nichts kann mich in meinem Innersten ablenken als wir uns näher kamen. Nichts kann mir dieses Gefühl nehmen wenn wir so nah sind wie es nur möglich ist. So nah das wir zu Einen verschmelzen,ich die Augen schließe und Dich so intensiv spüre und jedes Mal in Trance falle. Gefühle die mich erzittern und beben lassen. Die Atmung so laut , so intensiv und ich dich mit meinen Nägeln bohrend festhalte. Ein Gefühl das mit Worten nicht zu beschreiben ist und es mir egal ist wenn ich förmlich zu schreien beginne. Wir liegen da, ganz eng und Du streichelst mich während ich wieder langsam zu mir komme. Momente der Extase wie ich sie nie kannte. Dein Rücken trägt meine Spuren...weswegen Du mich liebevoll " Meine Raubkatze " nennst. Schwimmen gehen habe ich Dir für die nächsten Tage vermisst was Du lachend hinnimmst.
Traum,Wirklichkeit? Wer weiß. Aber alles geht zuende, aber wir haben etwas für uns entdeckt. Etwas das für mich und Dich so wunderbar ist das wir jede Minute davon genießen und ausnützen.
Die Zeit bevor wir uns wieder trennen müssen. Die Zeit, Stunden in denen wir wie zwei Teenager hinten im Auto sitzen. Ich liege in Deinem Schoß,Du deckst mich zu und ich schließe die Augen. So sitzen wir da und ich lausche Deinen Geschichten. Du erzählst mir so viel während Du mich streichelst und ich meistens einschlafe. Dieses Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit, etwas das mir so lange gefehlt hat.Etwas das ich in meinem früheren Leben immer gegeben habe und doch so sehr vermisst habe. Etwas was ich nie gewagt habe zu erträumen und mir in meinem tiefsten Gedanken so sehr gebraucht habe ist endlich Wirklichkeit geworden. So liege ich ganz eng bei Dir und Du hältst mich bis zum Morgengrauen. Und jedes Mal wünsche ich mir das das nie zu Ende gehen soll und doch kommt immer wieder der Abschied. Ein Abschied der immer schwerer wird. Jedes einzelne Mal.....
Und doch muss ich mich wieder in mein Auto setzen, eine letzte Umarmung.Ein letzter inniger Kuss. Ein letzter Blick,wieder Tränen in meinen Augen. Wieder in mein anderes Leben.
Ein Leben das im Grunde genauso glücklich ist,wenn auch in einer anderen Art.
Ich fahre los und Du hinter mir. Ich seh Dich nicht aber spüre das Du mir immer noch nahe bist. Ich kann nicht anders und rufe Dich an um noch einmal Deine Stimme zu hören. Und so reden wir weiter bis sich letztlich unsere Wege in verschiedenen Richtungen trennen.Ich sehe im Rückspiegel Deine Lichter kleiner werden bis sie verschwinden...
Dann bricht das Netz weg und da ist es wieder..das Gefühl Dich nicht bei mir zu haben. Alleine weiter zu fahren, träumend zu meiner Musik. Tränen rinnen meine Wangen hinunter.
Dann zuhause ankommen, leise rein zu gehen. Noch schnell leise duschen und leise die Treppen hoch und darauf achten keinen Lärm zu machen.
Ich schlüpfe leise ins Bett und sehe meinen Schatz an, dankbar die wunderbarste Frau der Welt zu haben und decke Dich noch zu da es kühl geworden ist. Danke mein Schatz das Du immer noch zu mir hältst und mich nicht fallen gelassen hast als ich Dich so dringend gebraucht habe.
6:00 Uhr morgens... Ich schließe meinen Augen mit einem glücklichen Lächeln und lasse den Tag nochmal Revue passieren und schlafe glücklich ein....
Und ein wunderbarer Traum wird mich begleiten.
Und noch ein Wunsch...ein Leben als Deine Frau verbringen. "
Céline
"Sprache und Worte können mich nicht verletzten...nur der Mensch und seine Absicht dahinter"
C.B.