Depression
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Petra N.
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Depression

Post 1 im Thema

Beitrag von Petra N. »

Hallo!

Ich bin seit 4 Wochen schon in Behandlung in einen Klinik wegen Depression.

Es hat als Burn-out angefangen, komplett mit Panic attack, Herzrasen, schwindelig, Schweißaustbrücken, uA.

Es hat etwa 7 Wochen gedauert eine Platz in der Klinik zu bekommen.

Jetzt in die Therapiezeiten geht es darum die mögliche "Ursachen" zu erörtern und diskutieren.

Kann es sein dass mein tiefe Wünsch nach eine weibliche Seite das ganze verschlimmert, oder gar verursacht hatte?

Soll ich mich bei der Therapeut als CD/ Trans outen oder nicht. Oder muss ich das sogar?

Ich stecke in eine Dilemma wo ich nicht weiss was ich machen soll, da hoffe ich auf Meinungen aus diesen Forum. Falls so erwünscht als PN..

LG Petra..
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Blossom
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Re: Depression

Post 2 im Thema

Beitrag von Blossom »

Kenne Depressionen seit Kindesbeinen - vertrau' dich unbedingt dem Therapeuten oder behandelnden Arzt an, damit deine Frage angegangen werden kann. Kann, muss aber nicht damit zusammenhängen. Ein Dilemma sehe ich hier gar nicht, da es nur eine vernünftige Lösung gibt. Dir dürfte ja selbst klar sein, dass Hilfe kaum möglich ist, wenn du mit einem dich möglicherweise "drückenden" Teil hinterm Berg hältst. Hier ist niemand vom Fach, auch ist das so aus der Ferne nicht beantworten und willst du wildes Drauslosdiagnostizieren Dritter?
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
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Re: Depression

Post 3 im Thema

Beitrag von Shoshana »

Hallo Petra,

wie soll dir ein Therapeut helfen können, wenn du die Karten nicht offen auf den Tisch legst?
Ob dein CD/trans sein eine der Ursachen deiner Depressionen ist? Möglich, muß aber nicht. Aber auf jeden Fall ist das ein nicht unwichtiger Teil von dir und der will beachtet werden.

LG, Shoshana
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Re: Depression

Post 4 im Thema

Beitrag von Malvine »

Meine Sicht: Wenn dir ein Therapeut helfen soll, mit deinem ganzen Leben zurecht zu kommen, dann sollte er auch alle Facetten deines Lebens kennen.
Überlege dir, was du zu verlieren hast, wenn ein Person deine Geheimnisse kennt, die du wahrscheinlich nie wieder sehen wirst. Und er unterliegt auch der Schweigepflicht - erkenne die positive Chance für dich und beschäftige dich nicht mit den negativen Möglichkeiten.
Es gibt bestimmt viele Menschen, die dich um diese Möglichkeit beneiden würden!
Wenn dir das Leben in schweren Zeiten Pralinen anbietet, dann greif zu!

Malvine
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Re: Depression

Post 5 im Thema

Beitrag von Dunja »

Hallo Petra,

das ist ein nicht unerheblicher Teil von dir.
Mein Rat, verschweige es nicht, sprich es an.
Solltest Du meinen Treat nicht gelesen haben, bei mir war eine ganz ähnliche Situation. Das war der Auslöser, dass ich zu mir stehe.
Was daraufhin daraus wird, bzw. was Du daraus machst, ist dann immer noch dir überlassen.

LG Dunja
Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern vielmehr die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als Angst.
(Zitat aus dem Film "Plötzlich Prinzessin")
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Re: Depression

Post 6 im Thema

Beitrag von Nico »

Entscheiden musst du selber, aber ich kann Mut machen.

Bin selber aktuell in Therapie wegen Depressionen (ambulant).
Von vorne rein wollte ich das Thema ansprechen, da die Therapie für mich wenig Sinn ergeben würde, wenn ich nicht über alle Themen, die mich beschäftigen reden könnte.
Bei den ersten Treffen fehlte mir der Mut das anzusprechen und merke schnell, dass es mir nicht gut geht mit dem unausgesprochenen Thema im Hinterkopf.
Meine inneren Stimmen schwankten zwischen "Ich will nicht bei der Therasuche wieder bei null anfangen" und "Bei einer Therapeutin, die nicht offen gegenüber trans ist möchte/kann ich eh nicht in Therapie sein".

Hab mich dann in der vierten Sitzung geoutet. Abgesehen von 2 Patientinnen, wo CD/ trans sehr am Rande mal angeschnitten wurde, kenn sie sich nicht aus (dachte ich schon), sie ist aber offen sich neu in das Thema einzuarbeiten. (smili) Am Ende hat sie sich noch für das Vertrauen bedankt.
Seitdem gehe ich mit einem wesentlich besseren Gefühl zur Therapie.

Also nur Mut, das in der Therapie anzusprechen"¦.
LG Nico
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Re: Depression

Post 7 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Petra N. hat geschrieben: So 31. Jul 2022, 21:59 Soll ich mich bei der Therapeut als CD/ Trans outen oder nicht. Oder muss ich das sogar?
Die Entscheidung liegt bei Dir. Aber was ist das Problem, dass es Dir so schwer fällt, darüber zu reden ? Ich vermute Scham spielt eine wesentliche Rolle hierbei. Und gerade die ist es, mit der wir lernen müssen, klar zu kommen. Für mich ist das auch, trotz Selbstbewusstsein, ein massives Problem. Und das gehört für mich unbedingt in ein Therapiegespräch. Aber wir gesagt, die Entscheidung liegt bei Dir.
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
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Re: Depression

Post 8 im Thema

Beitrag von Claudi a »

Liebe Petra,

ich bin seit 20 Jahren immer wieder und für lange Zeiten in Therapie wegen Depressionen. Psychoanalytische Klinik, mehrere psychosomatische Reha-Kliniken, Psychiatrische Tagesklinik, langjährige ambulante Gesprächstherapien, Psychoanalyse.....einen großen Teil des Spektrums habe ich durch:).
"Trans" habe ich im ersten Klinikaufenthalt und in der ersten ambulanten Therapie angesprochen. Beide Male war schnell klar, daß zu der Zeit andere Baustellen viel wichtiger waren, Erst vor etwas über 2 Jahren wurde es dann plötzlich und völlig unerwartet zum Haupt-Thema (eigentlich sollte es um Probleme mit der Arbeit gehen.....über die Arbeit haben wir dann auch ein wenig geredet....) und hat mein Leben sehr verändert.
Was ich damit sagen will: Sprich es aus! Ob es wichtig ist, genau jetzt therapeutisch daran zu arbeiten, wird sich dann wahrscheinlich recht schnell zeigen.

Alles Liebe

Claudia
"Ich könnte nur an einen Gott glauben, der zu tanzen verstünde" Nietzsche
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Re: Depression

Post 9 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Vicky_Rose hat geschrieben: Mo 1. Aug 2022, 06:57 Die Entscheidung liegt bei Dir. Aber was ist das Problem, dass es Dir so schwer fällt, darüber zu reden ?
Hey...


aus meiner Erfahrung ist dann meist die therapeutische Person nicht die Richtige.
Ich kann zwar inzwischen mit fast allen über fast alles reden-aber zum völlig öffnen
gehört auch der Faktor des Wohlfühlens und eine gewisse professionelle Nähe dazu.

Wäre die therapeutische Person für mich gar unsympathisch würde ich in jedem Fall
wechseln. Und in einer Klinik sollte es ja etwas mehr Personal geben.

Liebe Petra..

ich war letztes Jahr im Frühjahr suizidal, schwere depressive Episode, eine richtig massive Angststörung dazu.
Die 2 Monate in der Akutklinik waren für mich ein Geschenk, ich hatte eine tolle feste Gruppe
und auch wenn ich mich mal mit der Klinikleitung überworfen hatte, wussten die was sie tun obwohl
ich bis heute nicht verstanden habe was dort eigentlich passiert ist.
Ich bin auch nicht "gesund" aus der Klinik gekommen, das sollte nicht das Anliegen sein.
Aber ich habe dort ein Fundament bekommen auf dem ich aufbauen konnte, der Trümmerhaufen den
ich hatte, ist auf dem Weg ein gutes Zuhause für mich zu werden.

In der Klinik darfst du sein wie du bist, ich habe dort das erste mal offen über eine Vergewaltigungserfahrung
geredet, habe angenommen das es passiert ist. Nimm dir die Hilfe für alles was du brauchst deshalb bist du dort.
Du wirst an die Hand bekommen was dir helfen kann dich selbst zu heilen. Alle dort sind nur deine
Wegbegleiter die dir Vorschläge machen können, wähle und wähle weise.

Ich schick dir gute Energie, Kraft und Wohlwollen.

Alles Liebe Marie (flo)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
Petra N.
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Re: Depression

Post 10 im Thema

Beitrag von Petra N. »

Hallo ihr lieben...

Ihrer Rat und Vorschläge habe ich heute morgen umgesetzt, und auch über diese Lebensfacetten von mir geredet.

Ich kann euch wirklich nicht sagen wie viel ich euch bedanken soll. Ich sitze jetzt hier mit Tränen Überstromt, aber nicht von Traurigkeit oder Misere sondern das ihr mir die Unterstützung Geschenkt haben an einen Zeitpunkt wo ich es nötig hatte..


Vielen Dank..

LG Petra.


Shoshana hat geschrieben: So 31. Jul 2022, 22:13 Hallo Petra,

wie soll dir ein Therapeut helfen können, wenn du die Karten nicht offen auf den Tisch legst?
Malvine hat geschrieben: So 31. Jul 2022, 22:15 Meine Sicht: Wenn dir ein Therapeut helfen soll, mit deinem ganzen Leben zurecht zu kommen, dann sollte er auch alle Facetten deines Lebens kennen.
Dunja hat geschrieben: So 31. Jul 2022, 22:50 Hallo Petra,

das ist ein nicht unerheblicher Teil von dir.
Mein Rat, verschweige es nicht, sprich es an.
Nico hat geschrieben: So 31. Jul 2022, 23:03 Entscheiden musst du selber, aber ich kann Mut machen.
EmmiMarie hat geschrieben:
Liebe Petra..
.
Die 2 Monate in der Akutklinik waren für mich ein Geschenk, ich hatte eine tolle feste Gruppe

Alles Liebe Marie (flo)

Claudi a hat geschrieben: Mo 1. Aug 2022, 07:44 Liebe Petra,

ich bin seit 20 Jahren immer wieder und für lange Zeiten in Therapie wegen Depressionen,


Blossom hat geschrieben: So 31. Jul 2022, 22:05
Kenne Depressionen seit Kindesbeinen - vertrau' dich unbedingt dem Therapeuten oder behandelnden Arzt an
"Nichts ist wichtiger als Mitgefühl für das Leid anderer. Nichts. Keine Karriere, kein Reichtum, nicht Intelligenz und ganz sicher nicht Status. Wir müssen Mitgefühl haben, wenn wir in Würde leben wollen"
- Audrey Hepburn
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