Rückblick auf eine als Partnerin begleitete Transition
Rückblick auf eine als Partnerin begleitete Transition - # 2

Intergeschlechtliche Menschen, Crossdresser, Transgender, Transidente: Diskussionen über partnerschaftliche Aspekte, Rat und Tat für PartnerInnen und Familie
Cappuccina
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Re: Rückblick auf eine als Partnerin begleitete Transition

Post 16 im Thema

Beitrag von Cappuccina »

Liebe Drachenfrau,

ich möchte Dir von Herzen danken für die Einblicke, die Du gewährst. (flo)
Ich bin Partnerin einer Frau im Begin der Transition und kann Deine Gefühle und Erfahrungen ein gutes Stück weit teilen.
Es tut mir gut zu sehen wie Du an dem Prozeß gewachsen bist und ich hoffe sehr,
daß meine Liebste gut durch diese anstrengende Zeit kommt und ich sie dabei ein bischen unterstützen kann.
Der "Supergau" für mich wäre, wenn sie im Laufe der Zeit von einer lesbischen in eine hetero Beziehnug wechseln wollte,
da müsste ich noch ein "bischen" an mir Arbeiten um sie dann liebevoll gehen lassen zu können.
Aber ich hoffe, so weit wird es nicht kommen.

Dir einen schönen Sommerabend,
liebe Grüße aus Münster,
Cappuccina
(cof)
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Drachenfrau
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Re: Rückblick auf eine als Partnerin begleitete Transition

Post 17 im Thema

Beitrag von Drachenfrau »

Cappuccina hat geschrieben: Do 14. Jul 2022, 19:31 Liebe Drachenfrau,

ich möchte Dir von Herzen danken für die Einblicke, die Du gewährst. (flo)
Ich bin Partnerin einer Frau im Begin der Transition und kann Deine Gefühle und Erfahrungen ein gutes Stück weit teilen.
Es tut mir gut zu sehen wie Du an dem Prozeß gewachsen bist und ich hoffe sehr,
daß meine Liebste gut durch diese anstrengende Zeit kommt und ich sie dabei ein bischen unterstützen kann.
Der "Supergau" für mich wäre, wenn sie im Laufe der Zeit von einer lesbischen in eine hetero Beziehnug wechseln wollte,
da müsste ich noch ein "bischen" an mir Arbeiten um sie dann liebevoll gehen lassen zu können.
Aber ich hoffe, so weit wird es nicht kommen.

Dir einen schönen Sommerabend,
liebe Grüße aus Münster,
Cappuccina
(cof)
Liebe Cappuccina,

danke für deine Zeilen und deine Wertschätzung.
Heute halte ich es als einen wichtigen Punkt für eine begleitende Partnerin, dass sie gut nach sich selbst schaut, sich in diesem Prozess auch gut um sich selbst kümmert und gut für sich selbst sorgt, denn in einer Transition wird es schwierig von der Partnerin die Unterstützung zu bekommen, die man für sich selbst gerne wünscht und bräuchte. Die Transition bindet Kraft und wirbelt einiges durcheinander für denjenigen, der diesen Prozess durchlebt.

Ja — und dann kann es passieren, dass sie plötzlich erkennt, sie möchte heterosexuell leben. Diese Gedanken lagen bei uns im Raum und ich kann es dir nachempfinden. Es war mir sonnenklar, dass ich keine Zweitbeziehung leben wollen würde und dies dann das absolute Ende ebenfalls gewesen wäre.

Für dich, lebe im Jetzt — das ist das einzige, was du sowieso tun kannst. Einen Schritt nach dem anderen mitgehen und dich nicht verlieren in "was wäre wenn".
Ich habe gelernt, was an dem einen Tag für Denies absolut war, war am nächsten Tag komplett anders. Aufstehen war auch schon mal nach dem Motto: na, was haben wir heute für eine Überraschung? (Besonders die Anfangszeit HET: Zicke? Diva?, Heulsuse?"¦.)

Etwas, was mir auch half, darin zu wachsen war, den eigenen Freiraum zu erkennen und neu einzunehmen, der sich ergab anstatt am alten Gewohnten kleben zu bleiben. Es waren eigene kleine Feste, das Leben neu kennenzulernen und zu entdecken.
Ich wünsche dir, dass auch du diese schönen Momente hast und feieren kannst.

Liebe Grüße,
Ulla
Hingabe
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Seelenfrieden
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