Springer und LGBTIAQ-Community: Streit um Transgender-Text in der „Welt"
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Anne-Mette
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Springer und LGBTIAQ„Community: Streit um Transgender„Text in der "Welt“

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

das muss will ich Springer-Chef Döpfner doch mal Recht geben

Die FAZ: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/ ... 81571.html

Gruß
Anne-Mette
Michi
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Re: Springer und LGBTIAQ„Community: Streit um Transgender„Text in der "Welt“

Post 2 im Thema

Beitrag von Michi »

Döpfner von der Jobmesse wieder auszuladen ist sicherlich keine gute Lösung gewesen.

Allerdings ist es ein im besten Falle .. sehr naiv vom Springerverlag/Döpfner, diesen bösen Anti-Trans-Kommentar zu veröffentlichen, und jetzt völlig überrascht zu tun, dass dieser genau das bewirkt, was er bewirken sollte.

Wenn Döpfner Meinungsvielfalt will, dann kann er einen derart bösartig-negativen Kommentar doch nicht einfach so in die Welt setzen (uuuh .. was für eine Doppelbedeutung :mrgreen: ), und erwarten, dass nichts weiter passiert.


Ich würde mir wünschen, dass er es künftig so hält, wie beispielsweise der Heise-Verlag, der zu insbesondere zu Kommentaren mit eher einseitigen und grenzwertigen Positionen, die Weiterentwicklung, echte Offenheit und Umdenken ablehnen, i.d.R. einen "Gegen"-Kommentar veröffentlicht.


Michi
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Michi
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Re: Springer und LGBTIAQ„Community: Streit um Transgender„Text in der "Welt“

Post 3 im Thema

Beitrag von Michi »

Noch ein Gedanke ...

"18.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieses Unternehmens pauschal in Mithaftung genommen" ist eine schamlose Übertreibung von Döpfner, denn niemand wie die Putzfrau oder den Arbeiter an der Druckerpresse für den verachtenswerten Kommentar in Mithaftung nehmen.

Mit dieser Aussage nimmt Döpfner höchst selbst alle 18.000 in Mithaftung!
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Re: Springer und LGBTIAQ„Community: Streit um Transgender„Text in der "Welt“

Post 4 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Ich denke, dass es gut ist, wenn auch Artikel dieser Art ERSCHEINEN und die Diskussion danach geführt wird, anstatt sie verbieten zu wollen und
die veröffentlichenden Stellen mit Strafen und so einem Ausschluss zu belegen.
Es ist ähnlich wie bei der Diskussion um das "Lesben-Frühlingstreffen" letztes Jahr und suggeriert bei mir den Eindruck, als wollten "Teile der Community" Diskussionen abwürgen, bevor sie entstehen können.
Solch denktwürdige Eingriffe in die "Pressefreiheit" hatten wir schon mal - und die gibt es in vielen Ländern (dort meistens mit genau gegenteiligen Zielen).
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Re: Springer und LGBTIAQ„Community: Streit um Transgender„Text in der "Welt“

Post 5 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Eine Auseinandersetzung vonn "Medien" mit dem Thema:

Umstrittener Gastbeitrag
Mathias Döpfner und die Wut der queeren Community

https://meedia.de/2022/06/04/wie-mathia ... scheitert/
Michi
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Re: Springer und LGBTIAQ„Community: Streit um Transgender„Text in der "Welt“

Post 6 im Thema

Beitrag von Michi »

Anne-Mette hat geschrieben: So 5. Jun 2022, 12:14 Es ist ähnlich wie bei der Diskussion um das "Lesben-Frühlingstreffen" letztes Jahr
Ich denke, ich weiß was du meinst. Allerdings war es da, soweit ich mich erinnere, so, dass transfeindliche Gruppen über die Jahre zahlenmäßig zunehmend die Treffen besetzt und dominiert haben, sodass sich die Veranstalterinnen dazu genötigt sahen, ein Zeichen dagegen zu setzen.


Und genau so sehe ich das:

Zu Wort kommen lassen ist okay.
Aber man darf ihnen nicht bereitwillig das Feld überlassen.
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Re: Springer und LGBTIAQ„Community: Streit um Transgender„Text in der "Welt“

Post 7 im Thema

Beitrag von Michi »

https://meedia.de/2022/06/04/wie-mathia ... scheitert/
Der Gastbeitrag in der "Welt" wird so zu einem Problem für den ganzen Verlag, der sich gerade international zum Top-Player aufstellen will und sein US-Geschäft mit großen Schritten aufbaut.
A-HA!

Man könnte sich schon wundern, wie solch ein fragwürdiger Gastbeitrag unkommentiert in der Welt erscheint, wo sich der Verlag doch so weltoffen gibt. Vor dem Hintergrund, dass Springer sein US-Geschäft massiv ausbauen will, ergibt der anfängliche Umgang mit dem Gastbeitrag m.E. jedoch einen Sinn, stehen doch die USA vor einem massiven Rollback in Sachen Aufklärung, Selbstbestimmung, Toleranz und Fortschritt.
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Re: Springer und LGBTIAQ„Community: Streit um Transgender„Text in der "Welt“

Post 8 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Heftige Debatte um Transgender-Beitrag in der "Welt"

Nun auch der Tagesspiegel dazu: https://www.tagesspiegel.de/gesellschaf ... 02208.html

Von dem Artikel in der Welt "profitieren" sogar mehrere Verlage; das ist doch flott (smili)
conny
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Re: Springer und LGBTIAQ„Community: Streit um Transgender„Text in der "Welt“

Post 9 im Thema

Beitrag von conny »

"Die Welt" veröffentlicht oft Gastbeiträge zu kontroversen Themen von Autoren unterschiedlichster, auch politischer, Couleur und zeigt damit, welche unterschiedliche Meinungen es über sie gibt. Wenn nötig, gibt es deutlichen Widerspruch, hier sogar vom Verlagschef.
Ein journalistisches Vorgehen, das andere Medien oft genug vermissen lassen.
Marlene K.
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Re: Springer und LGBTIAQ„Community: Streit um Transgender„Text in der "Welt“

Post 10 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Anne-Mette hat geschrieben: So 5. Jun 2022, 12:22 Eine Auseinandersetzung vonn "Medien" mit dem Thema:

Umstrittener Gastbeitrag
Mathias Döpfner und die Wut der queeren Community

https://meedia.de/2022/06/04/wie-mathia ... scheitert/
Ich finde andere Stellen in dem Artikel interessanter, als die wiedersprüchlichen Aussagen eines Herrn Döpfner:
...
Er weist darauf hin, dass Gastbeiträge ihre Berechtigung hätten um "Grenzen auszuloten und auf diese Weise Debatten anzustoßen". Sie seien eben nicht die Stimme der Redaktion. Dass "Welt"-Chef Ulf Poschardt das anders sieht, zeigt er etwa auf LinkedIn. In einem Post auf dem Karrierenetzwerk fordert er mit dem Verweis auf den Artikel Union und FDP zum Handeln gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk auf. Er schreibt von "wir" statt von den Autoren, wenn es um den Beitrag geht und macht sich die Inhalte des Beitrags damit zu eigen.
...
Ich bin nicht der Meinung, dass eine Diskussion jede Aussage zunächst einmal hinnehmen muss. Ich stelle zur Debatte die Aussagen in diesem Text einmal nicht auf die geschlechtliche Identität sondern auf Herkunft, gelesen als "Rasse" zu beziehen. Stellt Euch vor, jemand würde einem Kind von einer hellhäutigen Person und einer dunkelhäutigen Person sagen, diese müsse sich dem bipolaren Bild von Hautfarbe gelesen als "Rasse" unterordnen.
Ich höre jetzt schon die Antwort, dass dies nicht vergleichbar sei. Stimmt in gewisser Weise. "Mischlinge" werden fast immer (noch) als nicht dazugehörig, als "farbig" gelesen. Damit ist es vergleichbar mit der Wertung von trans Menschen als einem bestimmten Begehren zugeschrieben.

Ich finde, die Aussage, dass es bestimmte Identitäten nicht gibt, ergo diese Menschen krank oder nicht lebenswert sind, darf in scharfer Form zurück gewiesen werden. Das hat für mich nichts mit "canceln" zu tun. Wobei ich mit diesem Kampfbegriff eh so meine Probleme habe...

Ich hoffe, ich habe jetzt nicht zu kontrovers formuliert und möchte eher zu einer wertschätzenden Diskussion beitragen, die aber nicht "glattgebügelt" sein sollte.
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Marlene K.
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Re: Springer und LGBTIAQ„Community: Streit um Transgender„Text in der "Welt“

Post 11 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Anne-Mette hat geschrieben: So 5. Jun 2022, 15:50 Heftige Debatte um Transgender-Beitrag in der "Welt"

Nun auch der Tagesspiegel dazu: https://www.tagesspiegel.de/gesellschaf ... 02208.html

Von dem Artikel in der Welt "profitieren" sogar mehrere Verlage; das ist doch flott (smili)
Der Chefredakteur kommt zu dem Schluss: "Wir Liberale glauben an nichts so sehr wie die Freiheit des Einzelnen, dies impliziert logischerweise und ganz selbstverständlich auch die persönliche Wahl, wen oder was man liebt."Es impliziere auch die Frage nach dem Selbstverständnis, welche sexuelle Identität man leben will. Jeder Emanzipationsprozess, welcher Minderheit auch immer, bedeute eine ungeheure und wertvolle Chance auf Fortschritt. "Diese Prozesse wollen wir begleiten. Aber diese Prozesse können nur gelingen, wenn alle Teile der Gesellschaft gehört, gesehen und verstanden werden. Das ist unser Anspruch."
Hier zeigt sich, dass auch die Auswahl dessen, was ich zitiere (auch bei mir) schon Meinung abbildet. Hier unterstüzt her Döpfner meine vorige Aussage, in dem er Begehren und Identität zumindest in annehmbaren Zusammenhang setzt. Der Ursprungsartikel in der Welt bezieht sich nur auf Identität und nicht auf Begehren.

Interessant finde ich auch, alle sind in der Mitte, alle sind Liberal. Ich hätte da gerne mal eine klare Grenze...
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

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Re: Springer und LGBTIAQ„Community: Streit um Transgender„Text in der "Welt“

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Beitrag von Anne-Mette »

Da will Sven Lehmann natürlich nicht zurück stehen: Homo- und Transfeindlichkeit ist keine Meinung — sondern Menschenfeindlichkeit

https://www.welt.de/debatte/kommentare/ ... inung.html
MoreThan2m
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Re: Springer und LGBTIAQ„Community: Streit um Transgender„Text in der "Welt“

Post 13 im Thema

Beitrag von MoreThan2m »

Dazu passt das - auch zum Queere Thema - Welt Genderhetze

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