Befragt (Zensus) - # 4
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Lucky70
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Re: Befragt (Zensus)
Ja, wo Daten durch Menschen erhoben werden, entstehen auch Fehler. Auch das Meldewesen ist nicht perfekt. Ein Kollege hat mal die Story erzählt dass er sich umgemeldet hatte. Wie üblich mit Aufkleber auf dem Personalausweis dokumentiert. Als er dann bei den nächsten Wahlen keine Benachrichtigungen erhalten hatte, hat er dann irgendwann einmal nachgefragt. Wie, nein, sie wohnen immer noch an der alten Adresse. Was ist das denn für ein Aufkleber auf Ihren Ausweis? Urkundenfälschung!! Er hatte dann erst einmal eine Anzeige am Hals, Behörden sind ja bekanntlich unfehlbar! Er konnte aber die Ummeldung zusätzlich noch mit dem Computerausdruck nachweisen (Anmerkung: wobei der wahrscheinlich genauso leicht zu fälschen war). Verfahren eingestellt und Daten korrigiert.
Wenn er sich nicht gemeldet hätte, wäre er immer noch als Leiche an der falschen Adresse. Siehe auch die Erfahrungen von Rika. Bei der Unzahl von Daten und Vorgängen, reicht schon ein Bruchteil eines Promille um im Laufe der Zeit doch erhebliche Abweichungen zu ergeben.
Lucy.
Wenn er sich nicht gemeldet hätte, wäre er immer noch als Leiche an der falschen Adresse. Siehe auch die Erfahrungen von Rika. Bei der Unzahl von Daten und Vorgängen, reicht schon ein Bruchteil eines Promille um im Laufe der Zeit doch erhebliche Abweichungen zu ergeben.
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Blossom
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Re: Befragt (Zensus)
Ach ja ? ... Mal abgesehen davon, dass wir beide eh nicht zusammenfinden, was den Zensus anbelangt (und ich ganz auf EmmiMaries Linie liege), braucht es nur einen Blick ins Weißbuch vom Bund der Steuerzahler ... aber vielleicht lässt sich ja mittels Zensus noch mehr Geld verbrennen.conny hat geschrieben: Mo 23. Mai 2022, 21:44 aber mit einem hohen personellen und finanziellen Aufwand wird bestimmt kein sinnloser Zensus durchgeführt.
Der Zensus soll bei Planungen / Entscheidungen helfen? ... Ich kenne allein im Umkreis von 25 Kilometern drei Brücken, die gebaut wurden und nun vor sich hinrotten, ohne dass die geplanten Straßen je zur Ausführung kamen ... abgerissen werden sie aber auch nicht ... also bleiben die Schandflecken einfach stehen! Wir haben hier ein Autobahnstück, dass ins Nirgendwo führt und dann einfach endet ... aber klar, da hatte man vermutlich Daten erhoben und errechnet, dass sich die Verkehrslage ausweitet? Manchmal kann ich mir nur an den Kopf fassen.
Ach, und nicht zu vergessen eine weitere Brücke zwischen Datteln/Waltrop über einen Kanal ... die wurde entsprechend der Planung gebaut und anschließend festgestellt, dass sie gar nicht passt ... weder die Größe noch von der Traglast. Ergebnis: Die Strecke war für fast 3 Jahre gesperrt! Infolge des ausbleibenden Verkehrs musste zahlreiche Geschäfte schließen.
Naja ... was soll's ... Du wirst tausend Gründe für deinen "geliebten" Zensus finden.
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
Billie Jean King (*1943)
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Karla
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Re: Befragt (Zensus)
Wenn die Politik FÜR die Menschen arbeiten will, braucht ES Daten!
Hab die Umfrage grade ausgefüllt.
"Richtig" heikle Fragen waren nicht dabei.
LG Karla
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Ein Leben ohne Möps(chen) ist möglich, aber sinnlos. (frei nach Loriot)
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Mary
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Re: Befragt (Zensus)
Liebes Blümchen, auch wenn ich sonst oft und gern bei dir bin.... Was haben Fehlplanungen im Straßenbau mit dem Zensus zu tun? Du hast natürlich recht, solche teuren Fehlplanungen dürfen nicht passieren, aber der Zensus dient doch eher anderen Zielen.
Ob man die Zählung für sinnvoll oder nicht hält, diskutiere ich hier nicht. Das führt zu nix.
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Wenn dir das Leben in den Hintern tritt, nutze den Schwung um vorwärts zu kommen....
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Lea Michele
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Re: Befragt (Zensus)
Da kann ich Mary nur voll und ganz zustimmen!Mary hat geschrieben: Di 24. Mai 2022, 05:58 Ob man die Zählung für sinnvoll oder nicht hält, diskutiere ich hier nicht. Das führt zu nix.
Auf dem Weg endlich so zu sein wie ich mich fühle❣️
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Tatjana_59
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Re: Befragt (Zensus)
Nix Corona, die haben Fieberfälle...... Augenzwinker
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Blossom
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Re: Befragt (Zensus)
Hat er durchaus, Mary ... "Die Auswirkungen dieses demografischen Wandels sind vielschichtig und betreffen etliche Bereiche: vom Rentensystem über die Kranken- und Pflegeversicherung bis hin zum Wohnungsbedarf und zur Verkehrsplanung." Quelle: https://www.aktiv-online.de/news/zensus ... lten-16805Mary hat geschrieben: Di 24. Mai 2022, 05:58 Was haben Fehlplanungen im Straßenbau mit dem Zensus zu tun?
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Mary
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Re: Befragt (Zensus)
Dennoch hat das nix miteinander zu tun, Blümchen, der Zensus stellt nur fest, dass es einen erhöhten Infrastruktur-Bedarf gibt (z.B.) . Wenn dann Leute zu doof sind, eine Statik zu berechnen oder wenn dann eine Straßenplanung wieder über den Haufen geschmissen wird, ist das mit Fug und Recht Steuergeldverschwendung und die Verantwortlichen sollten zur Rechenschaft gezogen werden, hat aber nix mit den Ergebnis des Zensus zu tun. Denn das eine Straße benötigt wird, kann ja immer noch der Fall sein.
Wir können uns also auch fragen, ob mit den Ergebnissen eines solchen Zensus dann auch wieder sinnvoll umgegangen wird. Und diese Frage kann ich leider nicht beantworten.
Wir können uns also auch fragen, ob mit den Ergebnissen eines solchen Zensus dann auch wieder sinnvoll umgegangen wird. Und diese Frage kann ich leider nicht beantworten.
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Blossom
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Re: Befragt (Zensus)
Genau darauf wollte ich meinen Einwand verstanden wissen.Mary hat geschrieben: Di 24. Mai 2022, 10:46 Wir können uns also auch fragen, ob mit den Ergebnissen eines solchen Zensus dann auch wieder sinnvoll umgegangen wird.
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Re: Befragt (Zensus)
Das kann keine Stadt oder Germeinde immer wissen.Claudia-67 hat geschrieben: So 22. Mai 2022, 22:39 Hallo,
Eine Stadt oder Gemeinde sollte wissen, wie sich die Bevölkerung zusammensetzt. Das kann man anonymisiert auswerten. Dafür muss man nicht die Bevölkerung belästigen.
LG
Claudia
Jeden Tag kommen und gehen Leute, die sich nicht beim Einwohneramt melden.
Woher soll das Amt auf dem Laufenden sein?
Wieso wird dem Staat ständig unterstellt, ständig und überall die Bevölkerung zu bespitzeln, wobei ihm dafür das Personal fehlt?
Wieso wird der Staat immer pauschal als etwas Schlechtes betrachtet?
Bloß weil er nicht perfekt ist? Weil ihm Informationen verweigert werden und die falschen Leute in Gremien gewählt werden?
Der Staat ist nur so gut, wie die Bürger, die ihn ermöglichen.
LG Verena
Solange Du in Dir selber nicht zuhause bist, bist Du nirgendwo zu Haus.
Die Natur ist Wakan Tanka. Leider haben das nur Wenige verstanden.
Maka Ke Wakan Die Erde ist heilig
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Re: Befragt (Zensus)
Also: Keine grundsätzliche Kritik am Zensus. Selbst wenn ich in den 80ern bei beiden Boykott-Kampagnen dabei war und unter gleichen Bedingungen wieder wäre.
Es ist tatsächlich für unsere Freiheit essenziell, dass auf keinen Fall alle Daten zusammenfürbar sind, sondern die Systeme verschiedener Behörden strikt getrennt bleiben. Deshalb ist auch massiver Widerstand wichtig gegen die Pläne, die Steuer-ID als Personenkennziffer und damit als zentralen Schlüssel zu verwenden.
Das Gefahrenpotenzial kommt nicht nur aus Behörden, die aus gutem Willen oder Gedankenlosigkeit schlechte Dinge mit den Daten machen. Auch nicht nur von einzelnen Mitarbeitenden, die zum Beispiel missliebige Mitbürgys oder Ex-Lover stalken. Es geht auch um illegalen Zugriff von aussen, Datenverkauf, unterschieben falscher Daten, usw. All das ist in einem total verknüpften System viel einfacher und der Schaden im Nachhinein schlechter zu beweisen, einzudämmen und zu korrigieren.
So. Zensus 2022. Da vertraue ich tatsächlich Ulrich Kelber, dem Bundesbeauftragten, der gerade letztens auf die Entdeckung reagiert hat, dass die online eingegebenen Zensusdaten auf Servern von Cloudflare gespeichert wurden. Cloudflare ist eine US-Firma, die weltweit Server betreibt und zu 100% von den US-Behörden abgeschöpft wird. Sowas geht natürlich gar nicht. Inzwischen ist das gefixt und Kelber gibt Daumen hoch.
Was mich aber mal wieder stört: Mein Bunny und ich sind gemeinsam (Grundbuch) Eigentümys unseres Häuschens. Das Zensus-Schreiben wg Immo-Besitz ging aber nur an mich. Zwar ohne falsche Anrede, aber irgendwer muss das wohl so spezifiziert und programmiert haben, dass bei gemeinsamem Eigentum die am wenigsten weiblich vermutete Person angeschrieben wird. Wie 2016 beim Finanzamt nach unserem Wechsel des Budneslandes, wo ich, frisch selbstständig plötzlich alle Steuern zahlen sollte, inkl der viel höheren meines gut verdienenden Bunnys.
Und da kommen wir über Umwege wieder zu dem Problem, was ich generell mit Daten- und Statistik-bezogener Politik habe: Sie ist scheinobjektiv. Die Erhebung ist bereits gefärbt durch die Art und Weise, wer gefragt wird, was gefragt wird und vor allem was nicht gefragt wird. Die Entscheidungen aus einem bestimmten Welt- und Menschenbild basieren auf Daten, die mit dem gleichen Welt- und Menschebild erhoben werden und begründen sich quasi hintenrum selbst.
Deshalb wird sich zB bei uns auf dem Land wenigstens aufgrund des Zensus garantiert nichts in Richtung ÖPNV tun, denn alle haben ein Auto und kein Mensch hier benutzt ÖPNV, weil kein ÖPNV da ist, weil alle ein Auto haben, weil kein ÖPNV da ist, weil keinein ÖPNV benutzt, ... Hurra.
Es ist der gleiche Fehler wie beim machine learning aka deep learning aka künstliche Intelligenz: Die Algorithmen erzeugen einfach nur mehr desselben und wenn ich fatale Muster trainiere, kommen auch nur weiter fatale Entscheidungen heraus. Diesmal aber mit dem scheinbar objektiven Stempel "Computer approves". Beispiele: Der sexistische Bewerbungs-Algorithmus bei Amazon, der rassistische Seifenspender und viele weitere.
Da muss also gundsätzlich politisch was geändert werden, an reinen Behördenentscheidung vorbei, über rein datenbezogene Ausschüsse irgendwo.
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Das Gefahrenpotenzial kommt nicht nur aus Behörden, die aus gutem Willen oder Gedankenlosigkeit schlechte Dinge mit den Daten machen. Auch nicht nur von einzelnen Mitarbeitenden, die zum Beispiel missliebige Mitbürgys oder Ex-Lover stalken. Es geht auch um illegalen Zugriff von aussen, Datenverkauf, unterschieben falscher Daten, usw. All das ist in einem total verknüpften System viel einfacher und der Schaden im Nachhinein schlechter zu beweisen, einzudämmen und zu korrigieren.
So. Zensus 2022. Da vertraue ich tatsächlich Ulrich Kelber, dem Bundesbeauftragten, der gerade letztens auf die Entdeckung reagiert hat, dass die online eingegebenen Zensusdaten auf Servern von Cloudflare gespeichert wurden. Cloudflare ist eine US-Firma, die weltweit Server betreibt und zu 100% von den US-Behörden abgeschöpft wird. Sowas geht natürlich gar nicht. Inzwischen ist das gefixt und Kelber gibt Daumen hoch.
Was mich aber mal wieder stört: Mein Bunny und ich sind gemeinsam (Grundbuch) Eigentümys unseres Häuschens. Das Zensus-Schreiben wg Immo-Besitz ging aber nur an mich. Zwar ohne falsche Anrede, aber irgendwer muss das wohl so spezifiziert und programmiert haben, dass bei gemeinsamem Eigentum die am wenigsten weiblich vermutete Person angeschrieben wird. Wie 2016 beim Finanzamt nach unserem Wechsel des Budneslandes, wo ich, frisch selbstständig plötzlich alle Steuern zahlen sollte, inkl der viel höheren meines gut verdienenden Bunnys.
Und da kommen wir über Umwege wieder zu dem Problem, was ich generell mit Daten- und Statistik-bezogener Politik habe: Sie ist scheinobjektiv. Die Erhebung ist bereits gefärbt durch die Art und Weise, wer gefragt wird, was gefragt wird und vor allem was nicht gefragt wird. Die Entscheidungen aus einem bestimmten Welt- und Menschenbild basieren auf Daten, die mit dem gleichen Welt- und Menschebild erhoben werden und begründen sich quasi hintenrum selbst.
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