Gedanken, Gefühle und das eigene Empfinden
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Lara Celine
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Gedanken, Gefühle und das eigene Empfinden
Hallo ihr Lieben,
Ich bin noch sehr frisch in diesem Forum und auch in dieser Lebenssituation bin ich sehr neu.
Daher möchte ich euch erstmal von meiner bisherigen Reise durch die Welt der Sexualität(en) berichten. Ebenso von meinen Gedanken und Gefühlen zu mir selbst, meinem Körper und meinen Wünschen und Ängsten.
Ich hoffe, dass ich in diesem Bereich damit richtig bin.
Geboren wurde ich als Junge und habe auch bis vor kurzem als ein Mann gelebt, geliebt und mich, meistens, als Mann gefühlt.
Ich habe bisher ausschließlich Beziehungen zu Frauen geführt und konnte mir eine romantische Beziehung zu einem Mann bis vor kurzem nicht mal vorstellen. Seit etwa 12 Jahren weiß ich das ich nicht heterosexuell bin, sondern dachte immer das ich bisexuell bin. Ich hatte auch gelegentlichen sexuellen Kontakt zu Männern gehabt, welchen ich dann als sehr anregend und schön empfand.
Vor acht Jahren lernt ich meine Ehefrau kennen mit der ich seitdem zusammen bin.
Unsere Ehe war schon immer sehr sexuell geprägt, wodurch wir beide Kontakt zur Swingerszene und anschließend auch zur BDSM Szene bekamen.
Lange Zeit haben wir eine BDSM Beziehung geführt und sogar eine offene Beziehung gehabt. Durch diese sehr schöne Reise habe ich viel über mich selbst lernen können. Ich habe gemerkt das ich polyamor und pansexuell bin. Ich unterscheide da nicht zwischen Mann, Frau, Transmann oder Transfrau. Alter, Gewicht oder Attraktivität haben für mich genauso wenig Relevanz wie Religion oder Nationalität.
Nun bin ich aber nicht hier um euch von meinen sexuellen Eskapaden zu berichten, sondern es geht um meine"¦ ja, was eigentlich.
Im Laufe meines Lebens habe ich wirklich niemals die Wäsche von Frauen getragen, mich nicht geschminkt oder mich bewusst weiblich verhalten.
Ich war immer einer der etwas feminineren Männern gewesen und als kleines Kind bin ich mit längeren Haaren locker als ein Mädchen durchgegangen.
Ich habe sowohl etwas weiblichere Gesichtszüge, Verhaltensweisen und teilweise auch die Gefühlswelt einer Frau.
Das hat mich zu keinem Zeitpunkt gestört oder war irgendwie hinderlich gewesen.
Stattdessen kamen in meiner Jugend und auch im Erwachsenenalter immer wieder Gedanken auf wie es wäre eine Frau zu sein.
Der Gedanke war sehr spannend und sogar etwas erregend gewesen.
Allerdings habe ich diese Gedanken immer wieder als sexuelle Neugierde abgetan und verworfen.
Die Pansexualität und die Polyamorie habe ich unter anderem durch viel Selbstreflexion "entdeckt".
Durch diese Selbstreflexion ist auch wieder der "Drang" nach dem Ausleben meiner femininen Seite aufgekeimt. Allerdings ließ sich dieser Keim einfach nicht mehr ersticken.
Der Drang danach mich weiblich zu kleiden, mich hübsch zu machen und weibliche Verhaltensweisen anzunehmen war überwältigend gewesen.
Und an diesem Punkt musste ich einfach mit meiner Frau darüber sprechen. Es war mir irgendwie unangenehm und peinlich gewesen darüber zu sprechen, schon allein weil ich selbst nicht ganz weiß was mit mir "nicht stimmt".
Tatsächlich war und ist sie sehr verständnisvoll und möchte das ich mich selbst kennenlernen kann.
Ich muss dazu sagen, dass ich seit einiger Zeit auf der Suche nach meinem "wahren" Ich bin.
Seit nunmehr 15 Jahren plagen mich Depression und eine soziale Phobie, wodurch ich eigentlich gar nicht wirklich weiß wer ich eigentlich bin.
Meine Frau unterstützt mich in meinem Wunsch Frau sein zu wollen wo sie kann. Sie teilt ihre Kleidung mit mir und heute waren wir Makeup shoppen. Vor ein paar Tagen haben wir Klamotten gekauft. Sie unterstützt mich also wo sie nur kann.
Aber in einigen Punkten kann sie mich nicht richtig unterstützen. Auch für sie ist diese Situation sehr ungewohnt und neu. Gewisse Fragen kann sie mir nicht beantworten. Sie ist eine Cisfrau und kann sich nicht, oder nur bedingt, in meine Situation hineinversetzen.
Ich hab unglaublich viele Fragen von denen nur wenige aktuell beantwortet werden können.
Aktuell bin ich gefühlt ganz und gar feminin.
Ist das eine Phase oder ist das dauerhaft?
Bin ich CD oder Trans?
Auf der Suche nach meinem wahren Ich treffe ich auf mehr Fragen als Antworten.
Die Vorstellung einer Hormontherapie empfinde ich gerade als etwas unglaublich schönes, weil ich die Vorstellung dauerhaft weiblich zu sein sehr sehr schön finde.
Andererseits kommt dann wieder das Thema Outing unweigerlich auf mich zu, was mir viel Angst macht.
Ich bin gerade über alle Maßen verwirrt wohin die Reise geht und vor allem, ob meine Ehe das aushalten kann.
Über den ein oder anderen Tipp wäre ich sehr froh.
Eure
Lara
Ich bin noch sehr frisch in diesem Forum und auch in dieser Lebenssituation bin ich sehr neu.
Daher möchte ich euch erstmal von meiner bisherigen Reise durch die Welt der Sexualität(en) berichten. Ebenso von meinen Gedanken und Gefühlen zu mir selbst, meinem Körper und meinen Wünschen und Ängsten.
Ich hoffe, dass ich in diesem Bereich damit richtig bin.
Geboren wurde ich als Junge und habe auch bis vor kurzem als ein Mann gelebt, geliebt und mich, meistens, als Mann gefühlt.
Ich habe bisher ausschließlich Beziehungen zu Frauen geführt und konnte mir eine romantische Beziehung zu einem Mann bis vor kurzem nicht mal vorstellen. Seit etwa 12 Jahren weiß ich das ich nicht heterosexuell bin, sondern dachte immer das ich bisexuell bin. Ich hatte auch gelegentlichen sexuellen Kontakt zu Männern gehabt, welchen ich dann als sehr anregend und schön empfand.
Vor acht Jahren lernt ich meine Ehefrau kennen mit der ich seitdem zusammen bin.
Unsere Ehe war schon immer sehr sexuell geprägt, wodurch wir beide Kontakt zur Swingerszene und anschließend auch zur BDSM Szene bekamen.
Lange Zeit haben wir eine BDSM Beziehung geführt und sogar eine offene Beziehung gehabt. Durch diese sehr schöne Reise habe ich viel über mich selbst lernen können. Ich habe gemerkt das ich polyamor und pansexuell bin. Ich unterscheide da nicht zwischen Mann, Frau, Transmann oder Transfrau. Alter, Gewicht oder Attraktivität haben für mich genauso wenig Relevanz wie Religion oder Nationalität.
Nun bin ich aber nicht hier um euch von meinen sexuellen Eskapaden zu berichten, sondern es geht um meine"¦ ja, was eigentlich.
Im Laufe meines Lebens habe ich wirklich niemals die Wäsche von Frauen getragen, mich nicht geschminkt oder mich bewusst weiblich verhalten.
Ich war immer einer der etwas feminineren Männern gewesen und als kleines Kind bin ich mit längeren Haaren locker als ein Mädchen durchgegangen.
Ich habe sowohl etwas weiblichere Gesichtszüge, Verhaltensweisen und teilweise auch die Gefühlswelt einer Frau.
Das hat mich zu keinem Zeitpunkt gestört oder war irgendwie hinderlich gewesen.
Stattdessen kamen in meiner Jugend und auch im Erwachsenenalter immer wieder Gedanken auf wie es wäre eine Frau zu sein.
Der Gedanke war sehr spannend und sogar etwas erregend gewesen.
Allerdings habe ich diese Gedanken immer wieder als sexuelle Neugierde abgetan und verworfen.
Die Pansexualität und die Polyamorie habe ich unter anderem durch viel Selbstreflexion "entdeckt".
Durch diese Selbstreflexion ist auch wieder der "Drang" nach dem Ausleben meiner femininen Seite aufgekeimt. Allerdings ließ sich dieser Keim einfach nicht mehr ersticken.
Der Drang danach mich weiblich zu kleiden, mich hübsch zu machen und weibliche Verhaltensweisen anzunehmen war überwältigend gewesen.
Und an diesem Punkt musste ich einfach mit meiner Frau darüber sprechen. Es war mir irgendwie unangenehm und peinlich gewesen darüber zu sprechen, schon allein weil ich selbst nicht ganz weiß was mit mir "nicht stimmt".
Tatsächlich war und ist sie sehr verständnisvoll und möchte das ich mich selbst kennenlernen kann.
Ich muss dazu sagen, dass ich seit einiger Zeit auf der Suche nach meinem "wahren" Ich bin.
Seit nunmehr 15 Jahren plagen mich Depression und eine soziale Phobie, wodurch ich eigentlich gar nicht wirklich weiß wer ich eigentlich bin.
Meine Frau unterstützt mich in meinem Wunsch Frau sein zu wollen wo sie kann. Sie teilt ihre Kleidung mit mir und heute waren wir Makeup shoppen. Vor ein paar Tagen haben wir Klamotten gekauft. Sie unterstützt mich also wo sie nur kann.
Aber in einigen Punkten kann sie mich nicht richtig unterstützen. Auch für sie ist diese Situation sehr ungewohnt und neu. Gewisse Fragen kann sie mir nicht beantworten. Sie ist eine Cisfrau und kann sich nicht, oder nur bedingt, in meine Situation hineinversetzen.
Ich hab unglaublich viele Fragen von denen nur wenige aktuell beantwortet werden können.
Aktuell bin ich gefühlt ganz und gar feminin.
Ist das eine Phase oder ist das dauerhaft?
Bin ich CD oder Trans?
Auf der Suche nach meinem wahren Ich treffe ich auf mehr Fragen als Antworten.
Die Vorstellung einer Hormontherapie empfinde ich gerade als etwas unglaublich schönes, weil ich die Vorstellung dauerhaft weiblich zu sein sehr sehr schön finde.
Andererseits kommt dann wieder das Thema Outing unweigerlich auf mich zu, was mir viel Angst macht.
Ich bin gerade über alle Maßen verwirrt wohin die Reise geht und vor allem, ob meine Ehe das aushalten kann.
Über den ein oder anderen Tipp wäre ich sehr froh.
Eure
Lara
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Anne-Mette
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Re: Gedanken, Gefühle und das eigene Empfinden
Moin,
Noch ein Tipp: versuche, etwas Struktur in dein Leben zu bringen. Ohne das werten zu wollen; aber ich habe gedacht: "ganz schön viel, was sie ist und tut".
Gruß
Anne-Mette
suche eine Selbsthilfegruppe oder eine fachlich geeignete Beratung auf. Alleine un dohne Hilfe wirst du kaum ergründen können, ob du nun CD oder Trans bist (wie du es genannt hast).-
Noch ein Tipp: versuche, etwas Struktur in dein Leben zu bringen. Ohne das werten zu wollen; aber ich habe gedacht: "ganz schön viel, was sie ist und tut".
Gruß
Anne-Mette
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Lara Celine
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Re: Gedanken, Gefühle und das eigene Empfinden
Liebe Anne-Mette,Anne-Mette hat geschrieben: Do 31. Mär 2022, 08:40 Moin,
suche eine Selbsthilfegruppe oder eine fachlich geeignete Beratung auf. Alleine un dohne Hilfe wirst du kaum ergründen können, ob du nun CD oder Trans bist (wie du es genannt hast).-
Noch ein Tipp: versuche, etwas Struktur in dein Leben zu bringen. Ohne das werten zu wollen; aber ich habe gedacht: "ganz schön viel, was sie ist und tut".
Gruß
Anne-Mette
Danke für die Antwort.
Wenn ich mit dem Begriff Trans falsch liege oder nicht den "Gepflogenheiten" entsprechen sollte tut es mir leid.
Ich will niemandem auf den Rocksaum treten.
Ich finde mich nur sehr schlecht in diesem Begrifflichkeitendschungel zurecht.
Bezüglich deines Tipps der Strukturierung:
Die Beziehung ist aktuell nicht mehr offen und auch BDSM spielt für uns aktuell keine Rolle (mehr).
Ich bin lediglich poly und pan, wobei pan auch durchaus falsch sein könnte, wenn ich Lara mit in die Gleichung einbeziehe.
Das gilt es herauszufinden.
Den Ratschlag mit der SHG werde ich beherzigen und mal schauen was es in meiner Umgebung so gibt.
Zusätzlich schaue ich mal nach fachlicher Hilfe, wobei die vermutlich überlaufen sein könnte.
Herzlichen Dank
Eure Lara
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Anne-Mette
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Re: Gedanken, Gefühle und das eigene Empfinden
Das wollte ich mit meinem Zusatz nicht sagen, sondern erwähnen, was du geschrieben hast.
Mein Rock ist zwar nicht zu kurz, aber immerhin in so einer Länge, dass niemand auf den Saum treten kann, ich selbst auch nicht
In Krefeld habe ich keine Selbsthilfegruppe gefunden, aber diese Info hier: https://assistenz-krefeld.de/2020/12/29 ... elle-sind/
Das ist allerdings keine ausdrückliche Empfehlung; denn ich kenne die Betreiber der Seite nicht.
Hier die im Artikel erwähnte Praxis: http://www.praxis-schleussner.de/behandlung.htm
Selbsthilfegruppen in der Nähe zu Krefeld (mehr oder weniger) findest du auf dieser Seite:
viewtopic.php?p=106248#p106248
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Lara Celine
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Re: Gedanken, Gefühle und das eigene Empfinden
Liebe Anne-Mette,
Tatsächlich kennt meine Frau die liebe Frau Schleussner, weil sie mal aus einem anderen Grund bei ihr war.
Ob sie bezüglich ihres Fachgebietes gut ist können wir aber auch nicht beurteilen. Lediglich das sie nett ist.
Das Problem bei ihr könnte wohl sein, dass Therapeuten immer überlastet sind. Ich glaube kaum das es bei anders ist.
Ich werde dennoch mal bei ihr anfragen.
Herzlichst
Lara
Tatsächlich kennt meine Frau die liebe Frau Schleussner, weil sie mal aus einem anderen Grund bei ihr war.
Ob sie bezüglich ihres Fachgebietes gut ist können wir aber auch nicht beurteilen. Lediglich das sie nett ist.
Das Problem bei ihr könnte wohl sein, dass Therapeuten immer überlastet sind. Ich glaube kaum das es bei anders ist.
Ich werde dennoch mal bei ihr anfragen.
Herzlichst
Lara
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Lorelai74
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Re: Gedanken, Gefühle und das eigene Empfinden
Hi Lara,
Die Begriffe sind am Ende nur Schubladen, bei jedem haben die etwas andere Zuschnitte.
Und selbst wenn du dich jetzt festlegst du bist dass kann es später sein dass du doch merkst ach ne, doch die andere Schublade.
Was du bist:
Ein Mensch auf der Suche nach Sich selbst.
Ein Mensch der merkt dass da gerade ein Wunsch ist ein anderes Geschlecht auszudrücken als du biologisch bist.
Ein Mensch der Träume und Phantasien hat und Anders ist als viele Menschen.
Du bist okay so wie du bist und du bist einzigartig wie du bist. Und du hast einen wunderbaren Menschen an deiner Seite, der dir beisteht.
Das ist etwas wunderschönes.
Du schreibst das es dir gleichzeitig Angst macht wenn du an eine Veränderung deines Körpers denkst und es auch schön fändest. Ja das ist so.
Ich kann nur für mich sprechen- ich fände die Veränderung auch sehr schön, aber ich merke ich komme mit
Meinem Körper klar, ich kann damit leben das mir das Universum in diesem Leben eine männlicher Karosse verpasst hat, was mich nicht hindert meine weibliche Seite voll auszuleben mit Lack und Zierstreifen und allem
Was da zugehört um es mal sozusagen.
Letztlich kannst nur du deinen Weg gehen, und alle Tipps und Ratschläge außer sich jemanden der einen Berät und Begleitet und zwar professionell - Wie Anne- Mette das schon gesagt hat - und sich auszuprobieren wie es ist und e so herauszufinden, sind vielleicht nett und spannend aber letztlich nicht zielführend.
Alles gute auf deinem Weg
VLG
Lori
Die Begriffe sind am Ende nur Schubladen, bei jedem haben die etwas andere Zuschnitte.
Und selbst wenn du dich jetzt festlegst du bist dass kann es später sein dass du doch merkst ach ne, doch die andere Schublade.
Was du bist:
Ein Mensch auf der Suche nach Sich selbst.
Ein Mensch der merkt dass da gerade ein Wunsch ist ein anderes Geschlecht auszudrücken als du biologisch bist.
Ein Mensch der Träume und Phantasien hat und Anders ist als viele Menschen.
Du bist okay so wie du bist und du bist einzigartig wie du bist. Und du hast einen wunderbaren Menschen an deiner Seite, der dir beisteht.
Das ist etwas wunderschönes.
Du schreibst das es dir gleichzeitig Angst macht wenn du an eine Veränderung deines Körpers denkst und es auch schön fändest. Ja das ist so.
Ich kann nur für mich sprechen- ich fände die Veränderung auch sehr schön, aber ich merke ich komme mit
Meinem Körper klar, ich kann damit leben das mir das Universum in diesem Leben eine männlicher Karosse verpasst hat, was mich nicht hindert meine weibliche Seite voll auszuleben mit Lack und Zierstreifen und allem
Was da zugehört um es mal sozusagen.
Letztlich kannst nur du deinen Weg gehen, und alle Tipps und Ratschläge außer sich jemanden der einen Berät und Begleitet und zwar professionell - Wie Anne- Mette das schon gesagt hat - und sich auszuprobieren wie es ist und e so herauszufinden, sind vielleicht nett und spannend aber letztlich nicht zielführend.
Alles gute auf deinem Weg
VLG
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Männlich / Weiblich: das sind doch bürgerliche Kategorien.
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Lara Celine
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Re: Gedanken, Gefühle und das eigene Empfinden
Hallo ihr Lieben,
Ein kleines Update zu meinem Weg:
Ich bin mir durch viel Reflexionsarbeit und Gesprächen, sowie ausprobieren ziemlich sicher trans* zu sein (auch wenn ich Schubladen nicht mag).
Die Erkenntnis hat etwas befreiendes und es fällt mir sehr leicht das zu akzeptieren, anzunehmen und es zu genießen.
Andersrum bin ich gerade sehr deprimiert.
Nach meinem ersten Schminkerfolg sah ich eine attraktive junge Frau im Spiegel.
Und für dieses gute Gefühl, das gesteigerte Selbstwertgefühl habe ich jetzt die Quittung bekommen.
Durch die Rasur habe ich ein total entzündetes Gesicht mit einem Haufen entzündeter Rasierpickel.
Ich mochte mich nach meinem Erfolg schon nicht mehr gern im MM im Spiegel betrachten. Jetzt ist es grausam. Ich steh aus wie ein Junge in der Pubertät.
Ich kann mir tonnenweise Feuchtigkeitscreme ins Gesicht schmieren und es bringt einfach überhaupt nichts.
Jetzt bin ich soweit das ich 10%ige Ichtholan nehmen muss damit das wieder weg geht.
Eine IPL oder Nadelepi ist finanziell nicht mal ansatzweise drin.
Ich hab (noch) keine vernünftigen Schuhe und im Nachhinein war auch die Perücke ein Fehlkauf gewesen.
Es ist einfach deprimierend, dass es so unglaublich viel Geld kostet um sich als Mann weiblich zu fühlen und auch so aussehen zu können.
Vielleicht ist mein Anspruch etwas zu hoch, aber im Moment könnte ich einfach nur heulen.
Ein kleines Update zu meinem Weg:
Ich bin mir durch viel Reflexionsarbeit und Gesprächen, sowie ausprobieren ziemlich sicher trans* zu sein (auch wenn ich Schubladen nicht mag).
Die Erkenntnis hat etwas befreiendes und es fällt mir sehr leicht das zu akzeptieren, anzunehmen und es zu genießen.
Andersrum bin ich gerade sehr deprimiert.
Nach meinem ersten Schminkerfolg sah ich eine attraktive junge Frau im Spiegel.
Und für dieses gute Gefühl, das gesteigerte Selbstwertgefühl habe ich jetzt die Quittung bekommen.
Durch die Rasur habe ich ein total entzündetes Gesicht mit einem Haufen entzündeter Rasierpickel.
Ich mochte mich nach meinem Erfolg schon nicht mehr gern im MM im Spiegel betrachten. Jetzt ist es grausam. Ich steh aus wie ein Junge in der Pubertät.
Ich kann mir tonnenweise Feuchtigkeitscreme ins Gesicht schmieren und es bringt einfach überhaupt nichts.
Jetzt bin ich soweit das ich 10%ige Ichtholan nehmen muss damit das wieder weg geht.
Eine IPL oder Nadelepi ist finanziell nicht mal ansatzweise drin.
Ich hab (noch) keine vernünftigen Schuhe und im Nachhinein war auch die Perücke ein Fehlkauf gewesen.
Es ist einfach deprimierend, dass es so unglaublich viel Geld kostet um sich als Mann weiblich zu fühlen und auch so aussehen zu können.
Vielleicht ist mein Anspruch etwas zu hoch, aber im Moment könnte ich einfach nur heulen.
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Tina-K.
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Re: Gedanken, Gefühle und das eigene Empfinden
.
Liebe Lara
Ich habe Dich gelesen, und kann das auch so andeutungsweise nachfühlen.
Ich denke mal, das ist wohl mehr oder weniger vielen hier so ergangen.
Spontan denke ich grad an ein Lied von Rosenstolz.... Im Tal der Tränen liegt auch Gold... usw.
Oder: Zu jedem Erfolg gehören durchschnittlich 10 Misserfolge. ( eigene Erfahrung )
Versuch weiter zu machen..... Du schaffst das
Auch wenn Du im Moment sinnbildlich am Boden liegst. Langsam wieder aus dem Loch hoch krabeln.
elgetina
.
Liebe Lara
Ich habe Dich gelesen, und kann das auch so andeutungsweise nachfühlen.
Ich denke mal, das ist wohl mehr oder weniger vielen hier so ergangen.
Spontan denke ich grad an ein Lied von Rosenstolz.... Im Tal der Tränen liegt auch Gold... usw.
Oder: Zu jedem Erfolg gehören durchschnittlich 10 Misserfolge. ( eigene Erfahrung )
Versuch weiter zu machen..... Du schaffst das
Auch wenn Du im Moment sinnbildlich am Boden liegst. Langsam wieder aus dem Loch hoch krabeln.
elgetina
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Lara Celine
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Re: Gedanken, Gefühle und das eigene Empfinden
Hallo ihr Lieben und frohe Ostern,
Weil ich solche Probleme mit der Rasur habe und sich dadurch ständig alles entzündet, habe ich gestern den schweren Weg gewählt. Ich habe mir meinen Bart epilieren (lassen).
Im Nachhinein betrachtet war das wohl eine meiner dämlichsten Ideen überhaupt.
Nachdem ich mich im großen weiten Internet schlau gemacht habe, habe ich es mit kühlen der zu epilierenden stellen versucht.
Ich habe absichtlich nicht durch Wärme die Poren geöffnet, weil ich Angst hatte das ich mir Bakterien einfange und direkt wieder alles entzündet habe.
Also, Epilierer desinfiziert, Gesicht desinfiziert und loslegen lassen.
Ich habe verdammt lange ausgehalten, aber im Nachhinein liefen die Tränen vor Schmerz und meine Frau und eine gute Freundin haben abgebrochen.
Ich war völlig fertig mit der Welt und mein Gesicht leuchtete wie ein Feuermelder.
Tut es im Übrigen immer noch. Nur durch Conciler kann ich das einigermaßen abdecken, damit man heute auf der Arbeit nicht die Feuerwehr ruft um mich zu löschen.
Durch meine Verzweiflung hatte ich erst überlegt das Gesicht durch Emla- Salbe zu betäuben und dann zu epilieren.
Letztlich bin ich aber auf der Internetseite eines Dermatologen bei mir um die Ecke gestoßen.
Dieser bietet die SHR- Methode an um eine dauerhafte Entfernung zu erreichen.
Nach längerer Recherche habe ich mich dazu entschlossen einen Termin für nächsten Monat zu vereinbaren.
Laut meiner Infos benötigt man 4-8 Sitzungen in Abständen von 4-6 Wochen.
Je Sitzungen kostet mich das 59€, was im Endeffekt knapp unter 500€ an Gesamtkosten wären.
Hat jemand Erfahrung mit der Entfernung durch SHR und kann mir sagen wie erfolgversprechend die Methode ist?
Meiner Information nach soll ja nur die Nadelepi wirklich dauerhaft sein.
Allerdings wird damit geworben, dass die SHR ebenso dauerhaft sei.
Über Erfahrungen diesbezüglich würde ich mich freuen.
Herzlichst
Eure Lara
Weil ich solche Probleme mit der Rasur habe und sich dadurch ständig alles entzündet, habe ich gestern den schweren Weg gewählt. Ich habe mir meinen Bart epilieren (lassen).
Im Nachhinein betrachtet war das wohl eine meiner dämlichsten Ideen überhaupt.
Nachdem ich mich im großen weiten Internet schlau gemacht habe, habe ich es mit kühlen der zu epilierenden stellen versucht.
Ich habe absichtlich nicht durch Wärme die Poren geöffnet, weil ich Angst hatte das ich mir Bakterien einfange und direkt wieder alles entzündet habe.
Also, Epilierer desinfiziert, Gesicht desinfiziert und loslegen lassen.
Ich habe verdammt lange ausgehalten, aber im Nachhinein liefen die Tränen vor Schmerz und meine Frau und eine gute Freundin haben abgebrochen.
Ich war völlig fertig mit der Welt und mein Gesicht leuchtete wie ein Feuermelder.
Tut es im Übrigen immer noch. Nur durch Conciler kann ich das einigermaßen abdecken, damit man heute auf der Arbeit nicht die Feuerwehr ruft um mich zu löschen.
Durch meine Verzweiflung hatte ich erst überlegt das Gesicht durch Emla- Salbe zu betäuben und dann zu epilieren.
Letztlich bin ich aber auf der Internetseite eines Dermatologen bei mir um die Ecke gestoßen.
Dieser bietet die SHR- Methode an um eine dauerhafte Entfernung zu erreichen.
Nach längerer Recherche habe ich mich dazu entschlossen einen Termin für nächsten Monat zu vereinbaren.
Laut meiner Infos benötigt man 4-8 Sitzungen in Abständen von 4-6 Wochen.
Je Sitzungen kostet mich das 59€, was im Endeffekt knapp unter 500€ an Gesamtkosten wären.
Hat jemand Erfahrung mit der Entfernung durch SHR und kann mir sagen wie erfolgversprechend die Methode ist?
Meiner Information nach soll ja nur die Nadelepi wirklich dauerhaft sein.
Allerdings wird damit geworben, dass die SHR ebenso dauerhaft sei.
Über Erfahrungen diesbezüglich würde ich mich freuen.
Herzlichst
Eure Lara
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ExUserIn-2026-04-08
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Re: Gedanken, Gefühle und das eigene Empfinden
Liebe Lara,
Du machst gerade wieder ein anderes, aktuelles Faß auf und ich weiß gar nicht, worauf ich jetzt antworten soll. Vielleicht wäre ein zweiter Fred sinnvoll ?
Ich beziehe mich jetzt auf Dein Ausgangsstatement. Vieles davon kann ich gut nachvollziehen und ich habe vieles ähnlich erlebt und bin heute auch mit mir noch nicht im Reinen. Aber ich bin jetzt schon ein bischen älter und weiß, dass sich die Dinge nicht mehr so dramatisch anfühlen. Aber trotzdem bleibt die Frage, wer, wie oder was ich eigentlich bin. Aber es wird immer klarer, dass ich ein Frauenherz habe. Damit meine ich ein Herz für Frauen, mit Frauen und auch für mich habe.
Ich brauche mich dabei aber nicht mehr so sehr über Äußerlichkeiten zu definieren. Ich las neulich ein Zitat:
Mein Körper zeigt aber etwas anderes. Ich habe eine gute Einstellung zu meinem Körper, auch wenn er männlich ist. Ich schätze sehr, was er kann und auch tut. Er ist sogar schön, auch wenn er nicht weiblich ist. Wäre mir ein weiblicher Körper lieber ? Definitiv ja und ich bin manchmal traurig, dass er es nicht ist. Aber ich trage neben dem "realen" Bild eines Körpers auch das Bild eines weiblichen Körpers in mir und lebe dieses Bild. Dann trage ich weibliche Kleidung, schminke mich und frisiere meine Haare entsprechend. Auch meine Sexualität ist gefühlt sehr weiblich. Ich sehe weiblich in den Spiegel und sehe darin auch eine schöne Frau. Ok, rasieren muss ich mich halt
Aber egal. Gegen den eigenen Körper zu Felde zu ziehen, würde mich krank machen. Ich akzeptiere meinen Körper wie er ist und arrangiere mich mit ihm.
Und da ist noch die dritte Ebene der Wahrnehmung. Sie wird durch die äußere Welt bestimmt. Praktisch alle kennen mich als Mann. Es gibt nur wenige Menschen, die von der andere Seite wissen. Hier muss ich noch arbeiten. Es schmerzt mich manchmal, dass ich dann nicht weiblich wahr genommen werde, vor allem, wenn ich unter Frauen bin. Es ist ein Unterschied, ob eine Frau unter Frauen bin oder nicht. In der Öffentlichkeit ist das meist kein Thema. Da werde ich als Frau wahrgenommen oder man lässt mir das i.d.R. Gefühl. Das fühlt sich gut an.
Ich habe aufgehört, mir Etiketten um den Hals zu hängen. Wenn andere mir Etiketten unhängen wollen, ist das ihr Problem. Sie denken in Schablonen. Was für mich zählt, sind meine Gefühle und nur meine Gefühle. Allerdings stehen die mal mehr, mal weniger im Widerspruch zu dem, was ich täglich erlebe. Hier liegt aktuell mein persönliches Konfliktfeld. Die Lösung der Konflikte liegen aber nicht im Äußeren, also auch nicht bei meiner Frau, sondern ausschließlich in mir. Und sie liegt auch nicht in der Anwendung von Begriffen. Ich vermute, sie liegt im Leben der eigenen Gefühle. Aber das ist manchmal ziemlich schwierig. Vielleicht hilft mir ein Zitat von Seneca:
Du machst gerade wieder ein anderes, aktuelles Faß auf und ich weiß gar nicht, worauf ich jetzt antworten soll. Vielleicht wäre ein zweiter Fred sinnvoll ?
Ich beziehe mich jetzt auf Dein Ausgangsstatement. Vieles davon kann ich gut nachvollziehen und ich habe vieles ähnlich erlebt und bin heute auch mit mir noch nicht im Reinen. Aber ich bin jetzt schon ein bischen älter und weiß, dass sich die Dinge nicht mehr so dramatisch anfühlen. Aber trotzdem bleibt die Frage, wer, wie oder was ich eigentlich bin. Aber es wird immer klarer, dass ich ein Frauenherz habe. Damit meine ich ein Herz für Frauen, mit Frauen und auch für mich habe.
Ich brauche mich dabei aber nicht mehr so sehr über Äußerlichkeiten zu definieren. Ich las neulich ein Zitat:
Das trifft es ganz gut. Ich versuche immer mehr, mich zunächst vom Körper zu lösen und das zuzulassen, was sich in mir bewegt und sich mir zeigt. Ich versuche verschiedene Perspektiven einzunehmen und dann zu schauen, wie ich mich dabei fühle. Hierbei erkenne ich, dass ich aus einer bewusst gewählten, weiblichen Sicht heraus mich meistens am wohlsten fühle. Trans* spielt dabei keine Rolle, sondern nur meine Gefühlswelt. So sehe ich zunehmend in den Spiegel.Es kommt nicht darauf an, was Du im Spiegel siehst, sondern wie Du hinein schaust.
Mein Körper zeigt aber etwas anderes. Ich habe eine gute Einstellung zu meinem Körper, auch wenn er männlich ist. Ich schätze sehr, was er kann und auch tut. Er ist sogar schön, auch wenn er nicht weiblich ist. Wäre mir ein weiblicher Körper lieber ? Definitiv ja und ich bin manchmal traurig, dass er es nicht ist. Aber ich trage neben dem "realen" Bild eines Körpers auch das Bild eines weiblichen Körpers in mir und lebe dieses Bild. Dann trage ich weibliche Kleidung, schminke mich und frisiere meine Haare entsprechend. Auch meine Sexualität ist gefühlt sehr weiblich. Ich sehe weiblich in den Spiegel und sehe darin auch eine schöne Frau. Ok, rasieren muss ich mich halt
Und da ist noch die dritte Ebene der Wahrnehmung. Sie wird durch die äußere Welt bestimmt. Praktisch alle kennen mich als Mann. Es gibt nur wenige Menschen, die von der andere Seite wissen. Hier muss ich noch arbeiten. Es schmerzt mich manchmal, dass ich dann nicht weiblich wahr genommen werde, vor allem, wenn ich unter Frauen bin. Es ist ein Unterschied, ob eine Frau unter Frauen bin oder nicht. In der Öffentlichkeit ist das meist kein Thema. Da werde ich als Frau wahrgenommen oder man lässt mir das i.d.R. Gefühl. Das fühlt sich gut an.
Ich habe aufgehört, mir Etiketten um den Hals zu hängen. Wenn andere mir Etiketten unhängen wollen, ist das ihr Problem. Sie denken in Schablonen. Was für mich zählt, sind meine Gefühle und nur meine Gefühle. Allerdings stehen die mal mehr, mal weniger im Widerspruch zu dem, was ich täglich erlebe. Hier liegt aktuell mein persönliches Konfliktfeld. Die Lösung der Konflikte liegen aber nicht im Äußeren, also auch nicht bei meiner Frau, sondern ausschließlich in mir. Und sie liegt auch nicht in der Anwendung von Begriffen. Ich vermute, sie liegt im Leben der eigenen Gefühle. Aber das ist manchmal ziemlich schwierig. Vielleicht hilft mir ein Zitat von Seneca:
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
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Lara Celine
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Re: Gedanken, Gefühle und das eigene Empfinden
Liebe Vicky,
Ich gebe dir Recht. Was das Thema SHR angeht, sollte ich wohl einen neuen Fred eröffnen.
Nun zu meiner Antwort auf deine Ansicht:
Es ist wunderbar das du mit deinem männlichen Körper im Reinen bist. Und ich freue mich sehr für dich das du dich in einer weiblichen Gefühlswelt am Wohlsten fühlst. Dabei geht es mir ganz genauso. Als Frau bzw im Frausein fühle ich mich am wohlsten.
Seitdem ich "entdeckt" habe das ich Lara und nicht Kevin bin, fühle ich mich emotional deutlich besser. Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, dass meine Depression sich verbessert hat und meine Lebensfreude etwas größer geworden ist.
Was meinen Körper betrifft, muss ich allerdings sagen das ich ihn in 90% der Zeit ziemlich unzufrieden mit ihm bin. Ich fühle mich in ihm unwohl, deplatziert und einfach falsch.
Neben dem Bartwuchs und dem männlichen Körperbau ist vor allem mein Geschlechtsorgan meistens störend, lästig und einfach falsch. Ironischerweise bin ich beim Sex mit meiner Frau dann wiederum froh das er da ist, da ich ihn "brauche" um meiner Frau Lust zu bereiten.
Es wird dauern bis meine Frau und ich uns von "ihm" verabschieden können. Schon allein weil die Transition auch sehr lange dauert.
Das ich einen Penis habe kann ich gerade nun mal nicht ändern, also muss ich mich mit ihm arrangieren.
Aber den kann ich auch verstecken um weiblich zu sein. Mein Gesicht, meinen Bart und die ständigen Entzündungen kann ich nicht verbergen. Soviel Camouflage kann ich mir gar nicht ins Gesicht packen. Davon ab das es meiner Haut dann auch nicht helfen würde.
Ich möchte keinesfalls den Eindruck vermitteln das ich ein Anhänger von Schubladen und Etiketten bin. Ganz im Gegenteil sogar. Ich nutze das allerhöchsten dazu um mir selbst die Kategorie zuzuschieben in die ich passe. Wert lege ich auf Schubladen allerdings keinesfalls.
Gerade mein Umfeld spielt für mich eine große Rolle. Das Passing ist mir sehr wichtig, weil ich als Frau wahrgenommen und angenommen werden möchte.
Es fällt vielen Menschen sehr schwer in ein männliches Gesicht zu schauen und weibliche Pronomen zu nutzen und ich kann das verstehen.
Zudem muss ich leider gestehen, das ich etwas Angst vor Mobbing, emotionaler und körperlicher Gewalt durch Menschen habe, welche nicht in der Lage sind zu akzeptieren das ich "anders" bin.
Das hat allerdings auch viel mit meiner grundlegenden psychischen Gesundheit zu tun und gehört insofern nicht hierher.
Ich danke dir sehr für deine Antwort und folge deinem Rat bezüglich des neuen Freds.
Herzlichst
Eure Lara
Ich gebe dir Recht. Was das Thema SHR angeht, sollte ich wohl einen neuen Fred eröffnen.
Nun zu meiner Antwort auf deine Ansicht:
Es ist wunderbar das du mit deinem männlichen Körper im Reinen bist. Und ich freue mich sehr für dich das du dich in einer weiblichen Gefühlswelt am Wohlsten fühlst. Dabei geht es mir ganz genauso. Als Frau bzw im Frausein fühle ich mich am wohlsten.
Seitdem ich "entdeckt" habe das ich Lara und nicht Kevin bin, fühle ich mich emotional deutlich besser. Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, dass meine Depression sich verbessert hat und meine Lebensfreude etwas größer geworden ist.
Was meinen Körper betrifft, muss ich allerdings sagen das ich ihn in 90% der Zeit ziemlich unzufrieden mit ihm bin. Ich fühle mich in ihm unwohl, deplatziert und einfach falsch.
Neben dem Bartwuchs und dem männlichen Körperbau ist vor allem mein Geschlechtsorgan meistens störend, lästig und einfach falsch. Ironischerweise bin ich beim Sex mit meiner Frau dann wiederum froh das er da ist, da ich ihn "brauche" um meiner Frau Lust zu bereiten.
Es wird dauern bis meine Frau und ich uns von "ihm" verabschieden können. Schon allein weil die Transition auch sehr lange dauert.
Das ich einen Penis habe kann ich gerade nun mal nicht ändern, also muss ich mich mit ihm arrangieren.
Aber den kann ich auch verstecken um weiblich zu sein. Mein Gesicht, meinen Bart und die ständigen Entzündungen kann ich nicht verbergen. Soviel Camouflage kann ich mir gar nicht ins Gesicht packen. Davon ab das es meiner Haut dann auch nicht helfen würde.
Ich möchte keinesfalls den Eindruck vermitteln das ich ein Anhänger von Schubladen und Etiketten bin. Ganz im Gegenteil sogar. Ich nutze das allerhöchsten dazu um mir selbst die Kategorie zuzuschieben in die ich passe. Wert lege ich auf Schubladen allerdings keinesfalls.
Gerade mein Umfeld spielt für mich eine große Rolle. Das Passing ist mir sehr wichtig, weil ich als Frau wahrgenommen und angenommen werden möchte.
Es fällt vielen Menschen sehr schwer in ein männliches Gesicht zu schauen und weibliche Pronomen zu nutzen und ich kann das verstehen.
Zudem muss ich leider gestehen, das ich etwas Angst vor Mobbing, emotionaler und körperlicher Gewalt durch Menschen habe, welche nicht in der Lage sind zu akzeptieren das ich "anders" bin.
Das hat allerdings auch viel mit meiner grundlegenden psychischen Gesundheit zu tun und gehört insofern nicht hierher.
Ich danke dir sehr für deine Antwort und folge deinem Rat bezüglich des neuen Freds.
Herzlichst
Eure Lara
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Re: Gedanken, Gefühle und das eigene Empfinden
Hi Lara,
Mein Fazit: Nicht weil ich mein Frausein leichter leben kann, bin ich stabiler geworden, sondern weil ich stabiler geworden bin, kann ich mein Frausein besser leben. Aber das ist auch nur meine Einsicht und eine Anregung. Wenn es für Dich nicht passt, ist das auch okay.
Ich möchte Dir das mit meinem Beitrag in keiner Weise absprechen. Ich habe für mich gelernt, dass ich auch anders mit dem Thema umgehen kann, was mir vieles erleichtert hat. Der Beitrag soll auch nur eine Anregung sein.LittleLara hat geschrieben: Di 19. Apr 2022, 19:33 Was meinen Körper betrifft, muss ich allerdings sagen das ich ihn in 90% der Zeit ziemlich unzufrieden mit ihm bin. Ich fühle mich in ihm unwohl, deplatziert und einfach falsch.
Auch das will ich Dir nicht absprechen. Aber was ist wirklich für eine Anerkennung erforderlich ? Auch hier ist meine Erfahrung deutlich entspannter. Anfangs dachte ich auch, dass jede noch so winzige Spur eines männlichen Körpers versteckt werden muss. Tatsächlich kommt es mMn viel mehr darauf an, weibliche Präsenz zu zeigen und klar zu signalisieren, wie ich gelesen werden möchte. Damit wurde ich bisher immer ernst genommen. Natürlich gibt es hier und da auch Kopfschüttler. Aber was juckt es die Eiche, wenn sich ein Wildschwein an ihr reibt ?LittleLara hat geschrieben: Di 19. Apr 2022, 19:33 Das Passing ist mir sehr wichtig, weil ich als Frau wahrgenommen und angenommen werden möchte.
Das ist nachvollziehbar und nicht von der Hand zu weisen. Aber machen Epilation, HRT oder Op das wirklich besser ? Ich bezweifle das. Was wahrscheinlich besser hilft, ist Selbstbewusstsein in seinem Tun.LittleLara hat geschrieben: Di 19. Apr 2022, 19:33 Zudem muss ich leider gestehen, das ich etwas Angst vor Mobbing, emotionaler und körperlicher Gewalt durch Menschen habe, welche nicht in der Lage sind zu akzeptieren das ich "anders" bin.
Aus meiner Sicht ist genau das elementar. Psychische Stabilität ist für alles, was man im Leben tut, wesentlich. Erst nachdem ich daran gearbeitet habe, haben sich viele Dinge, auch mein Geschlechts- und Körperempfinden, deutlich verbessert. Ich habe auch noch nicht die Stabilität erreicht, den ich erreichen möchte. Aber vieles ist einfacher geworden. Ich konnte innere Zwänge und tatsächliche Notwendigkeiten besser voneinander trennen.LittleLara hat geschrieben: Di 19. Apr 2022, 19:33 Das hat allerdings auch viel mit meiner grundlegenden psychischen Gesundheit zu tun und gehört insofern nicht hierher.
Mein Fazit: Nicht weil ich mein Frausein leichter leben kann, bin ich stabiler geworden, sondern weil ich stabiler geworden bin, kann ich mein Frausein besser leben. Aber das ist auch nur meine Einsicht und eine Anregung. Wenn es für Dich nicht passt, ist das auch okay.
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.