TTT - Alice Schwarzer und die Transsexualität
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zu den Themen Crossdressing, Transgender, Transident...
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scheue_Sarah
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TTT „ Alice Schwarzer und die Transsexualität

Post 1 im Thema

Beitrag von scheue_Sarah »

Hallo alle,

gestern Abend bin ich zufällig über diesen Beitrag gestolpert:
es geht um das TSG und Alice Schwarzers Einstellung dazu ("Schutz der Kinder")

https://www.ardmediathek.de/video/ttt-t ... NkM2UzODU5

Ein kurzer Bericht im Rahmen von ttt in der ARD, ca. 7 Minuten.
"Don't dream it, be it!"
aus der Rocky Horror Picture Show

"Es braucht einen echten Mann, um sich mit seiner weiblichen Seite wohlzufühlen..."
Backstreet Boy AJ McLean aus Solidarität zu Harry Styles' Foto im Kleid auf der Vogue
Jasmine
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Re: TTT „ Alice Schwarzer und die Transsexualität

Post 2 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Es ist nur traurig, das sich so Menschen wie Frau Schwarzer mit 78 Jahren nochmal so ins Licht rücken wollen um Publicity zu bekommen.
Liebe Grüße Jasmine
Marlene K.
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Re: TTT „ Alice Schwarzer und die Transsexualität

Post 3 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Ich finde es eher traurig, dass die Moderation sich zwar wohlwollend zu trans Menschen äußert, aber die offensichtlichen und bewussten Falschbehauptungen von Frau Schwarzer bezüglich des Entwurfs des Gleichstellungsgesetzes nicht oder nur sanft zurückgewiesen werden. Selbst Frau Eckert wird nur als undeutlich gezeigt. Ich nehme an, dass sie deutlicher war aber Kürzungen zum Opfer fiel.
https://dserver.bundestag.de/btd/19/197/1919755.pdf
Deutscher Bundestag — 19. Wahlperiode — 7 — Drucksache 19/19755
-§ 3
Verbot genitalverändernder chirurgischer Eingriffe
(1) Eltern können nicht in einen genitalverändernden chirurgischen Eingriff an den inneren oder äußeren
Geschlechtsmerkmalen des Kindes einwilligen. -§ 1909 BGB ist nicht anzuwenden. Dies gilt nicht, wenn der Ein-
griff zur Abwendung einer Gefahr für das Leben oder einer erheblichen Gefahr für die Gesundheit des Kindes
erforderlich ist. In solchen Fällen bedarf die Einwilligung der sorgeberechtigten Personen der Genehmigung des
Familiengerichts. Diese darf nur erteilt werden, wenn die medizinische Notwendigkeit im Sinne von Satz 3 sowie
die ordnungsgemäße Aufklärung der Sorgeberechtigten im Sinne von -§ 630e BGB festgestellt ist. Bei Gefahr im
Verzug gilt -§ 34 StGB entsprechend. Die Bestellung eines Verfahrensbeistandes ist stets erforderlich. -§ 1631d
BGB bleibt unberührt.
(2) Ein genitalverändernder chirurgischer Eingriff an einem Kind, das das 14. Lebensjahr vollendet hat, ist
nur mit seiner Einwilligung zulässig. In solchen Fällen bedarf es zusätzlich der Einwilligung der sorgeberechtigten
Person. Verweigern die sorgeberechtigten Personen derer Einwilligung, so ersetzt das Familiengericht die Ein-
willigung, wenn:
1. eine Beratung des Kindes stattgefunden hat,
2. das Kind einwilligungsfähig ist,
3. der Eingriff dem Wohl des Kindes nicht widerspricht.
Die Bestellung eines Verfahrensbeistandes ist stets erforderlich.
(3) In den Fällen des Absatzes 1 Satz 3 und des Absatzes 2 hat der Behandelnde nach -§ 630a BGB die
Patientenakte des Kindes für die Dauer von 50 Jahren nach Abschluss der Behandlung aufzubewahren.
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Jaddy
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Re: TTT „ Alice Schwarzer und die Transsexualität

Post 4 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Oh weh, da bin ich ja gleichzeitig Prototyp und Antithese für Schwarzer: Ich weise Genderrollen von mir und hab mir trotzdem eine körperliche Transition gegönnt.
Karla
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Re: TTT „ Alice Schwarzer und die Transsexualität

Post 5 im Thema

Beitrag von Karla »

Jaddy hat geschrieben: Mo 28. Mär 2022, 13:19 Oh weh, da bin ich ja gleichzeitig Prototyp und Antithese für Schwarzer: Ich weise Genderrollen von mir und hab mir trotzdem eine körperliche Transition gegönnt.
...nach 8 Jahren hier im Forum wird Dir wohl niemand eine vorschnelle Entscheidung unterstellen.

Selbstbestimmungsgesetzentwurf:

Geschlechtsangleichende Operationen bei Jugendlichen sind ausdrücklich NICHT ohne Überprüfung durch Fachleute bzw. Zustimmung der Eltern möglich!

Soziale Transition muß m.E. IN JEDEM ALTER möglich sein, Ohrlöcher wachsen auch wieder zu, der Rock kann ohne Nebenwirkungen wieder gegen Hose getauscht werden!
Ein Verbot führt oft zum "jetzt erst recht!"
Was spricht dagegen, daß ein Mann sich in der weiblichen Rolle mal ausprobiert? ...vielleicht lernt er dabei was!
Die TERFs versuchen genau dies zu verhindern!

Ketzerische Forderung:
Transmädchen müssen durch die "Bräuteschule 1958"
Transjungen durch eine Grundausbildung beim Militär

...vielleicht merkt der eine oder die andere dabei, daß die "andere Rolle" auch nicht richtig paßt!

LG Karla
Ein Leben ohne Möps(chen) ist möglich, aber sinnlos. (frei nach Loriot)
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Re: TTT „ Alice Schwarzer und die Transsexualität

Post 6 im Thema

Beitrag von Nico »

Karla hat geschrieben: Di 29. Mär 2022, 00:10 Ketzerische Forderung:
Transmädchen müssen durch die "Bräuteschule 1958"
Transjungen durch eine Grundausbildung beim Militär

...vielleicht merkt der eine oder die andere dabei, daß die "andere Rolle" auch nicht richtig paßt!
Der Vorschlag ist zwar nicht ernst gemeint, aber wo ist der Zusammenhang zwischen (veralteten) klischeehaften Rollenvorstellungen und trans?

Bin ich keine Frau, weil ich Technik mag?
Bin ich kein Mann, weil ich Machoverhalten ablehne?

Unabhängig vom Geschlecht hat jeder andere Interessen und Verhaltensweisen. Wenn ich, um ein Mann zu sein, Verhalten an den Tag legen muss, das nicht meiner selbst entspricht, bin ich mir nach einer Transition genauso fremd wie davor, nur anders.
Wenn alle, die sich mit den Rollenklischees nicht gut fühlen, trans sind, wären 85% der Bevölkerung trans und/oder nicht binär. :D
Wieso müssen sich dann trans Menschen damit gut fühlen?
LG Nico
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Jasmine
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Re: TTT „ Alice Schwarzer und die Transsexualität

Post 7 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Das Problem von Frau Schwarzer ist sie selbst. Wenn sie sich mal mit mir unterhalten würde, meinen Leidensweg mal in Augenschein nehmen würde, dann denke ich könnte sie ein wenig lernen. Aber wahrscheinlich wird sie keine Ratschläge von mir annehmen. Diesen Starrsinn mit dem sie populistisch ihre Thesen vertritt sehe ich bei meinen Bekannten wobei 2 sogar bis über 90 Jahre alt sind nicht. Sie sollte sich besser auss der Öffentlichkeit zurückziehen und keine Fake-News verbreiten.
Liebe Grüße Jasmine
Jaddy
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Re: TTT „ Alice Schwarzer und die Transsexualität

Post 8 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Nico hat geschrieben: Di 29. Mär 2022, 01:35 Unabhängig vom Geschlecht hat jeder andere Interessen und Verhaltensweisen. Wenn ich, um ein Mann zu sein, Verhalten an den Tag legen muss, das nicht meiner selbst entspricht, bin ich mir nach einer Transition genauso fremd wie davor, nur anders.
Wenn alle, die sich mit den Rollenklischees nicht gut fühlen, trans sind, wären 85% der Bevölkerung trans und/oder nicht binär. :D
Wieso müssen sich dann trans Menschen damit gut fühlen?
Tja, so viel zum Thema "objektive Geschlechts- ~äh~Genderfeststelleung" ;) Aber das ist ja das, worauf es bei anti-trans Menschen eigentlich hinausläuft und bei TERF doppelt: Altbackene Frauenklischees ablehnen - zurecht - aber bei trans Personen ist es dann entweder zu viel oder zu wenig Klischee, um "glaubhaft" zu sein.

Bei Schwarzer läuft es meiner Beobachtung nach auf biologischen Essenzialismus hinaus. "Aber ihr müsst doch nicht (körperlich) transitionieren". Sprich: Die "kerligeren" Frauen sollen das Frauenbild erweitern (gut), die "feminineren" Männer sollen das Männerbild erweitern (auch gut), aber doch nicht gleich "auf die andere Seite" wechseln. Warum? Weil das in ihren Augen die Klischees verfestigt (Quark) und - hier ist der Hauptgrund: - die Abgrenzung schwierig macht. Denn obwohl sie die "Aufhebung der Genderklischees" propagiert, beruht ihre eigene Daseinsberechtigung darauf, dass auch weiterhin irgendwie - und zwar "biologisch" - zwischen Männern und Frauen unterschieden wird und damit auch der Machtunterschied forrtbesteht. Das ist ein Feminismus, der sich eigentlich nicht abschaffen will. Weltbild: "Eigentlich sind Frauen die besseren Menschen, aber werden (auf ewig) männlich unterdrückt sein".
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Re: TTT „ Alice Schwarzer und die Transsexualität

Post 9 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Man kann über alles reden und diskutieren. Ich denke es gibt eine Grenze zwischen Meinung und faschistoider Übergriffigkeit. Und die ist genau da wo man die Grund-/Existenzrechte von Individuen oder Minderheiten zur Diskussion stellt und dies mit irgendeiner Begründung als freie Meinung deklariert. Da muss man aufpassen. Denn wenn Transgender keine Krankheit ist ist jegliche Fremdbestimmung oder Begutachtung ja gegen das Grundrecht eines Individuums. Das Transsexuellengesetz basiert auf das Krankheitsdenken der 80er Jahre. Die jetzige Medizin sieht Transgender als eine natürliche Variation und keine Krankheit. Das versucht man gerade zu korrigieren und mir Reformen politisch anzupassen.

LG
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Re: TTT „ Alice Schwarzer und die Transsexualität

Post 10 im Thema

Beitrag von Michi »

Für Alice Schwarzer muss man offenbar eine neue Kategorie aufmachen:

"Alte weiße Frau"

:roll:
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Nico
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Re: TTT „ Alice Schwarzer und die Transsexualität

Post 11 im Thema

Beitrag von Nico »

MichiWell hat geschrieben: Di 29. Mär 2022, 20:03 Für Alice Schwarzer muss man offenbar eine neue Kategorie aufmachen:

"Alte weiße Frau"
Auch wenn ich eigentlich nichts von dieser Art von Stempeln halte:
Du hast das cis vergessen. "alte weiße cis Frau"


Alice Schwarzer hat sich in etwas verrannt. In einer Idealen Welt bräuchte es keinen Feminismus. Wir haben auf dem Papier Gleichberechtigung in der Realität nicht. Genug Themen wo sich Alice Schwarzer jahrelang austoben und die Welt positiv verändern könnte. Aber momentan setzt sie sich dafür ein Menschen das Leben schwerer zu machen. (sad)
LG Nico
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Re: TTT „ Alice Schwarzer und die Transsexualität

Post 12 im Thema

Beitrag von Karla »

nicht ganz ernst gemeint: stimmt, aber:
die Rollenklischees beeinflussen unser Leben, bedingt durch unsere Mitmenschen muß sich jede:r damit auseinandersetzen!
100%-passing muß niemand schaffen, aber mit 10%-passing wird ein offenes Trans-Leben schwierig!
In dem Fall sollte mensch sich überlegen, ob ein Ausleben in irgendeiner Nische nicht weniger belastend ist!
..butch statt trans-Mann, mal DragQueen fern von zuhause spielen oder als Stubentranse leben statt coming-out.
Ein Spaziergang ist eine Transition NICHT - das muß allen VORHER klar sein!
...
Selbstverständlich darf frau technik-affin sein,
und mit Machoverhalten muß frau und mann sich auseinandersetzen - ob wir wollen oder nicht!
Nico hat geschrieben: Di 29. Mär 2022, 01:35 Der Vorschlag ist zwar nicht ernst gemeint, aber wo ist der Zusammenhang zwischen (veralteten) klischeehaften Rollenvorstellungen und trans?

Bin ich keine Frau, weil ich Technik mag?
Bin ich kein Mann, weil ich Machoverhalten ablehne?

Unabhängig vom Geschlecht hat jeder andere Interessen und Verhaltensweisen. Wenn ich, um ein Mann zu sein, Verhalten an den Tag legen muss, das nicht meiner selbst entspricht, bin ich mir nach einer Transition genauso fremd wie davor, nur anders.
Wenn alle, die sich mit den Rollenklischees nicht gut fühlen, trans sind, wären 85% der Bevölkerung trans und/oder nicht binär. :D
Wieso müssen sich dann trans Menschen damit gut fühlen?
LG Karla
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