BMG: Impfpflicht einzige Möglichkeit gegen Dauerschleife | Petitionen/Ausschuss
BMG: Impfpflicht einzige Möglichkeit gegen Dauerschleife | Petitionen/Ausschuss

Anne-Mette
Administratorin
Beiträge: 27680
Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
Geschlecht: W
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Ringsberg
Forum-Galerie: gallery/album/1
Hat sich bedankt: 218 Mal
Danksagung erhalten: 2532 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

BMG: Impfpflicht einzige Möglichkeit gegen Dauerschleife | Petitionen/Ausschuss

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) sieht in der Corona-Impfpflicht "die einzige Möglichkeit, der Dauerschleife von verschiedenen Wellen und daraus resultierenden Kontaktbeschränkungen und Einschränkungen von Grundrechten zu begegnen". Das macht der Parlamentarische Staatssekretär Edgar Franke (SPD) am Montag vor dem Petitionsausschuss deutlich. Das BMG stehe im parlamentarischen Verfahren gleichwohl neutral den zu einer Impfpflicht vorgelegten gesetzlichen Initiativen gegenüber, sagte Franke während der öffentlichen Sitzung. Die rechtlichen Fragen, ob die Maßnahme geeignet, erforderlich und angemessen sei, würden im Parlament "ohne Fraktionszwang" entschieden.

Grundlage der Sitzung war eine Petition, die sich gegen eine allgemeine Corona-Impfpflicht ausspricht. Mehr als 133.000 Menschen haben die Eingabe der Petentin Jutta Koch mitgezeichnet. In Vertretung der Petentin sagte die Gesundheitswissenschaftlerin Bettina Berger vor den Abgeordneten, die Voraussetzungen für die mit einer Impfpflicht verbundenen Einschränkungen der Grundrechte seien nicht gegeben. Die Risiken schwerer Verläufe und von Todesfällen seien bei der Omikron mit denen einer Grippe zu vergleichen. Auch müsse das Gesundheitswesen nicht vor einer schweren Überlastung geschützt werden, da das Risiko intensivmedizinischer Betreuung gesunken sei.

Die Impfung sei auch nicht geeignet, da die Wirkung schon nach zwei Monaten wieder nachlasse. Weltweit sei zu sehen, dass hohe Impfquoten nicht zu einer geringen Inzidenz führen. Es sei vielmehr so, "dass sich Geboosterte immer häufiger anstecken". Nicht umsonst habe das Robert-Koch-Institut (RKI) inzwischen den Fremdschutz als Grund für eine Impfung gestrichen, sagte Berger. Auf den Intensivstationen der Krankenhäuser würden aktuell immer öfter Geboosterte liegen. Gerade für jüngere Menschen und Kinder überwiege außerdem der Nutzen einer Impfung nicht den potenziellen Schäden, so Berger.

Staatssekretär Franke sah das anders. Die Lage sei weiterhin angespannt, ein Vergleich mit der Grippe falsch. Noch immer seien viele Corona-Erkrankte in den Krankenhäusern und auf den Intensivstationen und kämpften dort um ihr Überleben. Die Sieben-Tage-Inzidenz liege auf einem absoluten Höchstwert. "Es ist wichtig, alle Mittel zu nutzen, um die Pandemie dauerhaft in den Griff zu bekommen", sagte der Gesundheits-Staatssekretär. Die Impfung sei der beste Schutz gegen einen schweren Verlauf und senke das eigene Infektionsrisiko ebenso wie das Risiko, andere anzustecken. "Auf der Intensivstation landet so gut wie niemand, der geboostert ist", urteilte Franke im Gegensatz zur Vertreterin der Petentin. Zudem senke die Impfung die Wahrscheinlichkeit neuer Virusmutationen und minimiere das Risiko, an Long-Covid zu erkranken.

Unterschiedliche Auffassungen gab es auch bei der Bewertung der Impfquote in Deutschland. Während Berger diese als "im Vergleich mit anderen Länder sehr hoch" bezeichnete, sprach Franke mit Verweis auf 20 Millionen Ungeimpfte, wovon drei Millionen der besonders gefährdeten Altersgruppe der Über-60-Jährigen angehörten, von deutlich zu wenig Geimpften. Diese Impflücke sei auch mit den stattgefundenen Aufklärungskampagnen nicht zu schließen gewesen.

Auf Nachfrage der Abgeordneten äußerte sich der Gesundheits- Staatssekretär auch zu den angedachten Sanktionen bei Verstößen gegen eine eventuelle Impfpflicht. Es werde keine Zwangsimpfung geben, so Franke, der von "niederschwelligen Sanktionen" sprach. Einem Impfregister erteilte er eine Absage. Das sei zeitnah nicht zu realisieren. Mit der Impfpflicht solle vielmehr ein gesamtgesellschaftlicher Druck ausgeübt werden, sagte der Staatssekretär.
Belinda
schau
Beiträge: 70
Registriert: Mi 3. Nov 2021, 14:18
Geschlecht: Lust und Laune Frau
Pronomen: Sie
Wohnort (Name): Hamburg
Hat sich bedankt: 2 Mal
Danksagung erhalten: 8 Mal
Kontaktdaten:

Re: BMG: Impfpflicht einzige Möglichkeit gegen Dauerschleife | Petitionen/Ausschuss

Post 2 im Thema

Beitrag von Belinda »

Es ist schon interessant, wie unterschiedlich man Dinge interpretieren kann. Das lasse ich jetzt einfach mal möglichst wertungsfrei so stehen.
Irgendwie habe ich mittlerweile die Lust an dieser Pandemie verloren...grins.

Um doch konkret etwas dazu zu sagen: Ohne Impfregister ist keine Impfplicht umzusetzen. Deutschland kann solche Sachen einfach nicht.

Bleibt gesund an Kopf und Körper,

Belinda


Ich erkläre diese Krise für beendet Bernd Begemann
Momo58
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1731
Registriert: Do 13. Dez 2012, 15:13
Geschlecht: transident
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Hinter dem Mond gleich links
Hat sich bedankt: 400 Mal
Danksagung erhalten: 481 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: BMG: Impfpflicht einzige Möglichkeit gegen Dauerschleife | Petitionen/Ausschuss

Post 3 im Thema

Beitrag von Momo58 »

Ich war skeptisch gegenüber einer Impfpflicht. Als einfach gestrickten Individuum muss es mir erst weh tun bis ich meine Meinung ändere. Nachdem ich nun aufgrund einer 10 Minuten dauernden Unachtsamkeit an der Omikronvariante erkrankt bin, sehe ich manches anders. Eine Impfpflicht mit Impfregister wäre gut, wenn neben den mRNA- und Proteinimpfstoffen auch echte Totimpfstoffe zur Verfügung stehen würden. Trotzdem macht eine Impfpflicht nur dann Sinn, wenn die Impfstoffe regelmäßig an die neuen Varianten angepasst werden und es den Bürgern erlaubt ist, sich den Impfstoff selbst auszusuchen.
Wir alle sind nur ein unbedeutendes Staubkorn im Universum
Jasmine
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 6430
Registriert: Di 16. Jul 2013, 08:25
Pronomen: sie
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 3 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: BMG: Impfpflicht einzige Möglichkeit gegen Dauerschleife | Petitionen/Ausschuss

Post 4 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Momo58 hat geschrieben: Mo 14. Mär 2022, 20:18 .......... Trotzdem macht eine Impfpflicht nur dann Sinn, wenn die Impfstoffe regelmäßig an die neuen Varianten angepasst werden und es den Bürgern erlaubt ist, sich den Impfstoff selbst auszusuchen.
Genauso sehe ich es auch. Aber ich habe auch ein Problem wenn die Impfpflicht nur für über 50 jährige ist. Ob und in wieweit ein Impfpflichtgesetz gegen eine mögliche Welle möglich ist, wirft für mich Fragen auf.

Liebe Grüße Jasmine
Lina
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 4375
Registriert: Di 25. Jan 2011, 00:34
Pronomen:
Hat sich bedankt: 53 Mal
Danksagung erhalten: 191 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: BMG: Impfpflicht einzige Möglichkeit gegen Dauerschleife | Petitionen/Ausschuss

Post 5 im Thema

Beitrag von Lina »

Wieso das denn? Dass andere geimpft wären hätte dich auch nicht vor einer Infektion geschützt. Bei der Omikron Variante sind auch Geimpfte und nicht Geimpfte gleich lang ansteckend.
Wie willst du es dann rechtfertigen, anderen eine Impfung aufzuzwingen, die sie vielleicht gar nicht brauchen?
Jaddy
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 4107
Registriert: Fr 24. Okt 2014, 21:38
Geschlecht: a_binär / a_gender
Pronomen: en/en/ens
Wohnort (Name): nahe Bremen
Hat sich bedankt: 324 Mal
Danksagung erhalten: 1435 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: BMG: Impfpflicht einzige Möglichkeit gegen Dauerschleife | Petitionen/Ausschuss

Post 6 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Jasmine hat geschrieben: Mo 14. Mär 2022, 20:35
Momo58 hat geschrieben: Mo 14. Mär 2022, 20:18 .......... Trotzdem macht eine Impfpflicht nur dann Sinn, wenn die Impfstoffe regelmäßig an die neuen Varianten angepasst werden und es den Bürgern erlaubt ist, sich den Impfstoff selbst auszusuchen.
Genauso sehe ich es auch. Aber ich habe auch ein Problem wenn die Impfpflicht nur für über 50 jährige ist. Ob und in wieweit ein Impfpflichtgesetz gegen eine mögliche Welle möglich ist, wirft für mich Fragen auf.
Die Anpassungen laufen, soweit ich weiss. Bei Moderna auf jeden Fall, Biontech wohl auch. Das Problem ist, dass die Varianten im Herbst noch nicht voraussehbar sind. Glücklicherweise lassen sich mRNA Impfstoffe sehr schnell anpassen. Virus-DNA analysieren reicht. Das muss dann "nur noch" massenhaft produziert werden. Da ist ein Flaschenhals.

Die Idee, nur Ü50 zu verpflichten ist nicht so zielführend. Aktuell sind die höchsten Inzidenzen in der Altersgruppe unter 50. Die Standardeinschätzung ist, dass diese Gruppe am aktivsten ist wegen Arbeit, pendeln, usw. Ja, die landen prozentual weniger im Krankenhaus, produzieren aber jede Menge Ausfälle, auch wenn sie zuhause genesen. Und sie verbreiten entsprechend mehr. Auch an Ü50.

Die Alternative lautet "alle impfen, wo's medizinisch geht" oder ab Herbst wieder alles dicht - oder früher, wenn demnächst alle Schutzpflichten wegfallen. Es wird leider ausreichend Menschen geben, die dann ohne FFP2, Tests und Abstand rumlaufen. Die Inzidenzen werden noch weiter explodieren. Dank BA.2 sind wir jetzt schon höher als jemals zuvor. Und damit werden prozentual auch mehr wegen Krankheit ausfallen, in Krankenhäuser müssen und auch sterben.

Aktuell sterben pro Tag 200 Menschen an dem Virus. 1500 pro Woche, 6000 pro Monat.
Und viel mehr sind wochen- oder monatelang durch long covid beeinträchtigt. Viele dauerhaft erwerbs- und fast lebensunfähig. In der Hauptsache ungeimpfte (Studie aus Israel sagt: 68% vermindertes Risiko für long covid durch Impfung).
Das ist kein Spass und keine Grippe.
Das darf einfach nicht "normal" werden.
Angesichts der Folgen-Abwägung und der Sicherheit der Impfungen sind die vorgebrachten "Argumente" gegen Impfung grober Unfug (siehe die Anhörung oben) und die Prinzipienreiterei und der Wohlstandstrotz wirklich unglaublich asozial.
Mirjam
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1419
Registriert: Do 11. Mai 2017, 12:34
Geschlecht: Ökotante
Pronomen:
Wohnort (Name): Köln
Forum-Galerie: gallery/album/413
Hat sich bedankt: 63 Mal
Danksagung erhalten: 3 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: BMG: Impfpflicht einzige Möglichkeit gegen Dauerschleife | Petitionen/Ausschuss

Post 7 im Thema

Beitrag von Mirjam »

Jaddy hat geschrieben: Mo 14. Mär 2022, 21:13 Die Anpassungen laufen, soweit ich weiss. Bei Moderna auf jeden Fall, Biontech wohl auch. Das Problem ist, dass die Varianten im Herbst noch nicht voraussehbar sind. Glücklicherweise lassen sich mRNA Impfstoffe sehr schnell anpassen. Virus-DNA analysieren reicht. Das muss dann "nur noch" massenhaft produziert werden. Da ist ein Flaschenhals.
Da hast du aber einen wichtigen (und zeitaufwendigen!) Schritt vergessen, nämlich das Zulassungsverfahren. Das muss ja auch der angepasste Impfstoff wieder durchlaufen, auch wenn es möglicherweise schneller geht als beim ersten Mal. Wenn wir einmal auf die aktuelle Welle gucken: Dass es eines angepassten Impfstoffes bedarf ist seit vielleicht 3 Monaten bekannt, bis jetzt ist er aber noch nicht erhältlich. Und bis dann ein relevanter Teil der Bevölkerung damit geimpft ist ist die Welle schon lange vorbei. Das wird uns also nicht wirklich weiterhelfen, leider.
Jaddy hat geschrieben: Mo 14. Mär 2022, 21:13 Die Idee, nur Ü50 zu verpflichten ist nicht so zielführend. Aktuell sind die höchsten Inzidenzen in der Altersgruppe unter 50. Die Standardeinschätzung ist, dass diese Gruppe am aktivsten ist wegen Arbeit, pendeln, usw. Ja, die landen prozentual weniger im Krankenhaus, produzieren aber jede Menge Ausfälle, auch wenn sie zuhause genesen. Und sie verbreiten entsprechend mehr. Auch an Ü50.
Du weißt aber, dass der Schutz vor Ansteckung nicht so wirklich hoch ist, der vor der Weitergabe auch nicht, die ersten zwei oder drei Monate nach der Impfung mal ausgenommen. Sollen wir dann alle paar Monate verpflichtet (!) werden uns impfen zu lassen? Der Schutz vor schweren Verläufen hält dagegen länger an, da sind wir dann allerdings auch wieder im Bereich der Eigenverantwortung, so lange nicht eine Überlastung des Gesundheitssystems droht. Und wenn diese droht, dann ist dies eben viel eher durch Ungeimpfte Ü50 als durch solche U50 der Fall.
Jaddy hat geschrieben: Mo 14. Mär 2022, 21:13 Angesichts der Folgen-Abwägung und der Sicherheit der Impfungen sind die vorgebrachten "Argumente" gegen Impfung grober Unfug (siehe die Anhörung oben) und die Prinzipienreiterei und der Wohlstandstrotz wirklich unglaublich asozial.
Ja, dass die meisten Argumente gegen die Impfung Unfug sind unterschreibe ich. Allerdings sind das noch lange keine Argumente pro Impfpflicht, schon gar nicht für eine allgemeine. Da würde ich schon gerne unterscheiden.
Dass selbige der einzige (!) Ausweg aus einer Dauerschleife sei klingt für mich wieder einmal so "alternativlos". Und mit angeblichen Alternativlosigkeiten habe ich ehrlich gesagt ein Problem.

LG, Mirjam
ExuserIn-2022-03-18
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 642
Registriert: Di 16. Feb 2016, 16:27
Geschlecht: (Trans)Frau
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Gröbenzell
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Gender:
Kontaktdaten:

Re: BMG: Impfpflicht einzige Möglichkeit gegen Dauerschleife | Petitionen/Ausschuss

Post 8 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-03-18 »

Hallo,

Vielleicht mag ja noch jemand gegen den Impfwahnsinn unterschreiben:

https://nein-zur-impfpflicht-in-deutsch ... rschreiben

LG Alexandra )))(:
Lana
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1782
Registriert: Fr 8. Jan 2021, 01:29
Pronomen: sie
Hat sich bedankt: 956 Mal
Danksagung erhalten: 1487 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: BMG: Impfpflicht einzige Möglichkeit gegen Dauerschleife | Petitionen/Ausschuss

Post 9 im Thema

Beitrag von Lana »

Jaddy hat geschrieben: Mo 14. Mär 2022, 21:13 Das ist kein Spass und keine Grippe.
Wer es schonmal hatte, sieht das womöglich anders. Erst recht, wenn es symptomfrei bei lediglich positivem Test war, also das, was bis vor zwei Jahren noch als "gesund" bezeichnet wurde.
Jaddy hat geschrieben: Mo 14. Mär 2022, 21:13 Das darf einfach nicht "normal" werden.
Ist doch schon endemisch. Man kann das verdrängen, das ändert aber nichts.
Je eher man das akzeptiert, um so größer die Chancen, aus der persönlichen Angstschleife auszusteigen.

LGL
Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
Blaise Pascal
Nico
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 213
Registriert: Sa 12. Sep 2020, 20:50
Geschlecht: ∈ [x;m[
Pronomen: er
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 36 Mal
Kontaktdaten:

Re: BMG: Impfpflicht einzige Möglichkeit gegen Dauerschleife | Petitionen/Ausschuss

Post 10 im Thema

Beitrag von Nico »

Erste Untersuchungen zeigen, dass die angepassten Impfstoffen keine Verbesserung zu den aktuellen bringen. Die momentan verwendeten Wirken nur gegen schwere Verläufe, aber nicht gegen Omikron, wenn die Impfung mehrere Monate her ist.

Ich sehe nicht, wie Corona durch eine Impfpflicht unter Kontrolle gebracht werden soll. Grade, weil ich selber über eine Woche mit einem Impfdurchbruch flach lag. Alles dauerhaft dichtmachen ist auch keine Option mit Blick auf die psychische Gesundheit oder Wirtschaft. Wir müssen lernen damit zu leben.

Ich möchte mir nicht per Gesetz vorschreiben lassen, wann und ob ich mich Impfen lassen soll, solange die Regeln teilweise willkürlich festgelegt werden.
Auf der Website vom RKI steht momentan, dass keine weitere Impfung für mich notwendig ist. Meine Zertifikate laufen im Sommer ab. Als geboostert gelte ich nicht. Bisher gibt es keine klare Regelung, heißt ich werde nichts Gültiges mehr in den Händen halten oder mich mitten im Sommer boostern lassen, was keinen Sinn ergibt. Auf dieser Grundlage eine Impfpflicht aufbauen, sicher nicht.

Ein freiwillig Ungeimpfter nimmt das Risiko schwer zu erkranken teilweise in Kauf und darf sich am Ende nicht wundern.
LG Nico
[er]
Jaddy
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 4107
Registriert: Fr 24. Okt 2014, 21:38
Geschlecht: a_binär / a_gender
Pronomen: en/en/ens
Wohnort (Name): nahe Bremen
Hat sich bedankt: 324 Mal
Danksagung erhalten: 1435 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: BMG: Impfpflicht einzige Möglichkeit gegen Dauerschleife | Petitionen/Ausschuss

Post 11 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Mirjam hat geschrieben: Mo 14. Mär 2022, 23:07 Da hast du aber einen wichtigen (und zeitaufwendigen!) Schritt vergessen, nämlich das Zulassungsverfahren. Das muss ja auch der angepasste Impfstoff wieder durchlaufen, auch wenn es möglicherweise schneller geht als beim ersten Mal. Wenn wir einmal auf die aktuelle Welle gucken: Dass es eines angepassten Impfstoffes bedarf ist seit vielleicht 3 Monaten bekannt, bis jetzt ist er aber noch nicht erhältlich. Und bis dann ein relevanter Teil der Bevölkerung damit geimpft ist ist die Welle schon lange vorbei. Das wird uns also nicht wirklich weiterhelfen, leider.
Wird knapp werden, ja. Bei der Zulassung wurde schon über Musterzulassungen wie bei den jährlichen Grippeimüfstoffen nachgedacht. Keine Ahnung, wie da der Stand ist und ob die Stiko mal langsam entschnarcht wird. Allerdings sind die aktuell verfügbaren schon mal sehr viel besser als nichts. Ohne sie hätten wir 3-6 fach höhere Zahlen in den Krankenhäusern, ITS und Toten. Möglicherweise auch bei den symptomatischen Erkrankungen, da müsste ich mal recherchieren, ob es aktuelle Querschnittsstudien gibt.
Mirjam hat geschrieben: Mo 14. Mär 2022, 23:07 Du weißt aber, dass der Schutz vor Ansteckung nicht so wirklich hoch ist, der vor der Weitergabe auch nicht, die ersten zwei oder drei Monate nach der Impfung mal ausgenommen. Sollen wir dann alle paar Monate verpflichtet (!) werden uns impfen zu lassen? Der Schutz vor schweren Verläufen hält dagegen länger an, da sind wir dann allerdings auch wieder im Bereich der Eigenverantwortung, so lange nicht eine Überlastung des Gesundheitssystems droht. Und wenn diese droht, dann ist dies eben viel eher durch Ungeimpfte Ü50 als durch solche U50 der Fall.
Das hängt auch von den anderen Maßnahmen ab, siehe unten. Und wie die dominante Variante sich gerade verhält. Bei den U50 bin ich nicht deiner Ansicht. Es geht nicht nur um Krankenhausbetten, sondern auch um diejenigen zwischen 18 und 65, die arbeiten, Kinder aufziehen, usw. Auch im Gesundheitssystem, Logistik, Verwaltungen. Wenn da ständig 10% oder mehr in Qurantäne oder krank zuhause sind, ist das auch dramatisch. Genauso wie diejenigen, die wegen long covid länger oder dauerhaft erwerbsgemindert oder -unfähig werden. Die Impfungen senken diese Quote.
Mirjam hat geschrieben: Mo 14. Mär 2022, 23:07 Ja, dass die meisten Argumente gegen die Impfung Unfug sind unterschreibe ich. Allerdings sind das noch lange keine Argumente pro Impfpflicht, schon gar nicht für eine allgemeine. Da würde ich schon gerne unterscheiden.
Dass selbige der einzige (!) Ausweg aus einer Dauerschleife sei klingt für mich wieder einmal so "alternativlos". Und mit angeblichen Alternativlosigkeiten habe ich ehrlich gesagt ein Problem.
Alternativlos ist gar nichts. Die Frage ist, welche Konsequenzen wir zu tragen bereit sind, bzw wie die Zahlenverhältnisse sind in der Bandbreite zwischen eher vorsichtigen, rücksichtsvollen Menschen, die zB freiwillig mehr FFP2 tragen, geimpft sind, testen, Kontaktrisiken reduzieren und jenen, die nur das machen, wozu sie unmittelbar gezwungen werden, also weitgehend ohne Atemschutz, Tests, Impfung und mit vielen ungeschützten Kontakten.

Das sind die Faktoren, die "wir" einzeln und gemeinsam verändern können. Daraus plus virologischen und epidemiologischen Faktoren, die wie nicht beeinflussen können, ergibt sich der jeweilige Rt und damit die anderen Kurven.

Das "Swiss Cheese Model" beschreibt das am besten.
mackay_swiss_cheese_model_4-3_kl.jpg
(Twitter: Ian MacKay)

Es geht nicht um einzelne Alternativen im Sinne von entweder/oder. Keine einzelne Maßnahme wirkt 100%ig und selbst optimales persönliches Verhalten birgt ein Restrisiko. Es ist aber Unfug, auf einzelne fails zu gucken. Stattdessen ist die Frage, wie viele fails verhindert wurden. Und da sind die Impfungen nachweislich sehr gut und ausserdem sicher.

Der Punkt ist, dass Schwächen einer "Käsescheibe", über die Gesamtbevölkerung gesehen, anderswo ausgeglichen werden müssen - oder alle Zahlen gehen hoch.

D.h. je geringer die Impfquote, desto mehr müssen wir weiterhin mal mehr, mal weniger
"¢ Masken tragen
"¢ und_oder testen
"¢ und_oder isolieren
"¢ und_oder Belegung in Gastronomie und Veranstaltungen beschränken
"¢ und_oder private Treffen einschränken

Naja, oder wir akzeptieren
"¢ mehr Leute im Krankenhaus (auch zu Lasten anderer Erkrankter)
"¢ und Tote
"¢ und Arbeitskräftemangel, Versorgungsengüässe (auch im Gesundheitssystem) durch Krankheit
"¢ und zukünftig immer mehr Langzeitopfer durch long covid.

Das ist ein Mischpult mit vielen Schiebereglern und daraus berechnen die Naturgesetze plus Genlotterie der Mutationen die Zahlen der Erkankten und Toten.

Meine Prophezeiung: Wenn ab 20.3. tatsächlich viele Regularien wegfallen sollten, insbesondere die FFP2-Maskenpflicht, werden die Fallzahlen noch mal drastisch hochgehen. Dank BA.2 sind wir bei den Inzidenzen eh schon höher als jemals zuvor. Ausserdem lässt der Schutz bei den früh geimpften langsam nach, so dass auch die Hospitalisierung, ITS etc zulegen werden.

Ich denke, die persönlichen Einstellungen zur Impfung sind ziemlich gefestigt. Es gab da Ende letzten Jahres eine Studie, die meines Wissens noch maximal 5% Unentschlossene gefunden hatte. Ca. 20% gehen nicht ohne Pflicht und ggf negative Konsequenzen. Dass Aufklärung und seriöse Fakten nicht mehr viel ausrichten, sehen wir ja auch hier. Es kommen immer wieder die gleichen, widerlegten fake infos.

Und weil ich keinen dritten, vierten, fünften, x-ten Coronawinter will, bin ich für eine allgemeine Pflicht für alle. Die ist gerecht verteilt, hält die Ausfälle und Langzeitfolgen auch für die U50 niedrig und ermöglicht, im Gegenzug die anderen Maßnahmen zu reduzieren, um endlich wieder ein normaleres Leben (und EInkommen für Gastro, Hotels, Theater, Kinos etc) zu haben. Die Details wie Geltungsdauer, Indikatoren, Wiederholungen und Sanktionen überlasse ich anderen.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Nora_7
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2066
Registriert: Do 16. Feb 2012, 12:23
Pronomen:
Wohnort (Name): Pfalz
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 1 Mal
Kontaktdaten:

Re: BMG: Impfpflicht einzige Möglichkeit gegen Dauerschleife | Petitionen/Ausschuss

Post 12 im Thema

Beitrag von Nora_7 »

Lina hat geschrieben: Mo 14. Mär 2022, 20:38 Wieso das denn? Dass andere geimpft wären hätte dich auch nicht vor einer Infektion geschützt. Bei der Omikron Variante sind auch Geimpfte und nicht Geimpfte gleich lang ansteckend.
Wie willst du es dann rechtfertigen, anderen eine Impfung aufzuzwingen, die sie vielleicht gar nicht brauchen?
Das ist doch schon tausende Male und auch hier (s. Jaddy) beschrieben worden: Hauptgrund ist die Schwere der Infektion, die Ansteckungsdgefahr ist zwar nicht weg, aber reduziert. ich bin geboostert, bekomme noch vor Ostern meinen 2. Booster. Damit bewege ich mich frei und vor allem ohne FFP2-Söder-Fetisch-Unsinnsmaulkorb auch in größeren Gruppen, Bars usw. immer noch infektionsfrei. Bin gerade auf dem ersten und maskenfreien Stadtfest seit 3 jahren gewesen. Eeeeeendlich wieder.....M.E. bringen die strkten Beschränkungenn überhaupt nichts mehr, sind sowohl epidemiologisch wie auch sozial kontraproduktiv. FFP2-Länder wie BR und BW haben sogar höhere Inzidenzen als z.B. RLP, NRW. Ich sehe ein knappe Mehrheit, die die Restriktionen satt hat und wieder leben will und dafür auch ein mildes Verlaufsrisiko in Kauf nimmt. Wieviele wichtige (=hochwertige) Lebensjahre gerade bei Älteren sollen noch vernichtet werden? Nur durch eine Impfpflicht lassen sich schwere Verläufe deutlich minimieren und ein lebenswertes und freudiges Leben zurückerhalten. Die Maske tötet ein großen Teil des vor allem sponanen Kontaktlebens. Ich bin nicht bereit, den Rest meines Lebens in einsamer Maskentristesse zu verbringen.

Nora_7
Schönheit ist weiblich, und ich bin auch gerne schön.
Ich kann alles tragen, wenn ich ein Mädchen bin
Laila-Sarah
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3292
Registriert: Di 16. Jan 2018, 23:39
Geschlecht: TG
Pronomen: kontextuell bitte
Hat sich bedankt: 12 Mal
Danksagung erhalten: 41 Mal
Kontaktdaten:

Re: BMG: Impfpflicht einzige Möglichkeit gegen Dauerschleife | Petitionen/Ausschuss

Post 13 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Wir kommen aus diesem Kontrollwahn leider nur heraus wenn wir durchgeimpft sind. Die Leute, die befugt sind zu entscheiden kommen auf diese Schlüsse. Egal wer denkt wie Recht zu haben, entscheiden am Ende nur die die die Befugnis haben.

Ich habe wirklich keine Lust mehr an jeder Ecke kontrolliert zu werden und auf die nie endenden Einschnitte und Einschränkungen.

Ergo habe ich auch wirklich keine Lust und Verständnis mehr für die Leute, die gegen Impfungen sind.

Ich will wieder in Freiheit leben. Ihr steht mir im weg. Also bitte Ffs hört auf die Nation in Geiselhaft zu halten. Das Leben ist zu wertvoll um in Quarantäne vor sich hin zu dümpeln. Ist doch nur ein Piks ins Arm.
The trick is to keep breathing

I have big dreams and a small world in between
cora
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 86
Registriert: Mo 17. Jul 2017, 10:09
Geschlecht: meist Mann
Pronomen:
Wohnort (Name): Wien
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Gender:
Kontaktdaten:

Re: BMG: Impfpflicht einzige Möglichkeit gegen Dauerschleife | Petitionen/Ausschuss

Post 14 im Thema

Beitrag von cora »

Eigentlich wäre ich für eine SINNVOLLE (also nicht die in Österreich "umgesetzte") zeitlich begrenzte Impfpflicht mit harten Sanktionen für ungeimpfte.

Dies ist der derzeit einzige weg, um von Lockdown zu Osterruhe, von Welle zu Welle zu Surfen. Leider verstehen ja unsere Politiker nicht was exponentielle Entwicklung bedeutet...
Danke für den ausführlicheren Bericht/Meinung - wirklich sehr schön und richtig geschrieben Jaddy

ODER: ich wär für eine komplette öffnung Überall, ein Ende aller beschränkungen, und eine gewisse Quote von Betten in Krankenhäusen/ICUs für geimpfte, und auch ungeimpfte... sind die voll... dann geh halt heim sterben... (JA - ist nicht unbedingt Sexy, diese Variante, aber es würden möglicherweise etwas mehr Leuten zeigen worums geht - mit recht teuren Kosten)


PS: Dass solche beschlüsse !!! GOTT SEI DANK !!! nicht vertretbar sind, in einer Welt die ethische Standards hat, ist mir klar, und ich wünsche auch (bei den Standards) keine änderungen!

lg Cora
Lina
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 4375
Registriert: Di 25. Jan 2011, 00:34
Pronomen:
Hat sich bedankt: 53 Mal
Danksagung erhalten: 191 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: BMG: Impfpflicht einzige Möglichkeit gegen Dauerschleife | Petitionen/Ausschuss

Post 15 im Thema

Beitrag von Lina »

Nora_7 hat geschrieben: Di 15. Mär 2022, 09:28
Lina hat geschrieben: Mo 14. Mär 2022, 20:38 Wieso das denn? Dass andere geimpft wären hätte dich auch nicht vor einer Infektion geschützt. Bei der Omikron Variante sind auch Geimpfte und nicht Geimpfte gleich lang ansteckend.
Wie willst du es dann rechtfertigen, anderen eine Impfung aufzuzwingen, die sie vielleicht gar nicht brauchen?
Das ist doch schon tausende Male und auch hier (s. Jaddy) beschrieben worden: Hauptgrund ist die Schwere der Infektion, die Ansteckungsdgefahr ist zwar nicht weg, aber reduziert. ich bin geboostert, bekomme noch vor Ostern meinen 2. Booster. Damit bewege ich mich frei und vor allem ohne FFP2-Söder-Fetisch-Unsinnsmaulkorb auch in größeren Gruppen, Bars usw. immer noch infektionsfrei. Bin gerade auf dem ersten und maskenfreien Stadtfest seit 3 jahren gewesen. Eeeeeendlich wieder.....M.E. bringen die strkten Beschränkungenn überhaupt nichts mehr, sind sowohl epidemiologisch wie auch sozial kontraproduktiv. FFP2-Länder wie BR und BW haben sogar höhere Inzidenzen als z.B. RLP, NRW. Ich sehe ein knappe Mehrheit, die die Restriktionen satt hat und wieder leben will und dafür auch ein mildes Verlaufsrisiko in Kauf nimmt. Wieviele wichtige (=hochwertige) Lebensjahre gerade bei Älteren sollen noch vernichtet werden? Nur durch eine Impfpflicht lassen sich schwere Verläufe deutlich minimieren und ein lebenswertes und freudiges Leben zurückerhalten. Die Maske tötet ein großen Teil des vor allem sponanen Kontaktlebens. Ich bin nicht bereit, den Rest meines Lebens in einsamer Maskentristesse zu verbringen.

Nora_7
Das hätte ich vielleicht noch gelten lassen als die Delta Variante noch vorwiegend war.
Durch die zwei Omikron Varianten, die inzwischen mit über 99% andere Varianten verdrängt haben, erübrigen sich die meisten der Argumente.
Die Details habe ich schon erwähnt. Das ist eben das verzweifeln dran der Art, wie für Impfzwang argumentiert wird - Argumente die vielleicht vor Monaten relevant waren - und dann werden sie vorgetragen als wären alle blöd, weil man sie nicht verstanden hat.

Doch, wir haben verstanden, aber die SITUATION hat sich geändert.
Gesperrt

Zurück zu „Politik - Initiativen - Forderungen“