#ZeigFarbe für bi+sexuelle Sichtbarkeit im Norden
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Anne-Mette
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#ZeigFarbe für bi+sexuelle Sichtbarkeit im Norden

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Immerhin - noch kommt das bi mit einem "+" aus (rbw)


#ZeigFarbe für bi+sexuelle Sichtbarkeit im Norden


LSVD und Bi+Pride starten Kampagne zur Akzeptanz und Sichtbarkeit


Flensburg, 07. März 2022. Mit der neuen Kampagne "Echte Vielfalt bi+sexuelle Vielfalt ÜBERALL #ZeigFarbe" wirbt der LSVD Schleswig-Holstein gemeinsam mit der Bi+Pride auf Großflächenplakaten für die Sichtbarkeit von bi+sexuellen Menschen. In 39 Städten erscheinen insgesamt 69 Großflächenplakate mit Regenbogenflagge oder Bi-Flagge. Die Kampagne läuft zwischen dem 08. und 18. März 2022. Die Plakate hängen in Städten wie Flensburg, Rendsburg, Lübeck, Husum, Heide und Bad Segeberg, Pinneberg, Glinde, Leck, Kellinghusen und an vielen weiteren Orten.

Hier finden Sie alle Orte der Plakate im Überblick

Im März findet auch der Bisexual Health Month statt, der auf die Gesundheitsbedürfnisse von Bi+-Menschen aufmerksam macht. Die Bi+-Pride informiert auf ihrem Instagram Account zu Themen wie Mobbing, Geschlechtskrankheiten (STDs), Safer Sex, sexuelle Übergriffe und weiteren Themen.

"Sichtbarkeit ist zentrales Thema für queeres Leben im Norden. Die diesjährige LSVD-Kampagne zeigt im März erstmals nicht nur die Regenbogenflagge, sondern macht auch mit der Bi+-Flagge auf die Bedarfe und Sichtbarkeit bisexueller Menschen aufmerksam. LSVD und Bi+Pride fordern gemeinsam, dass die Gesundheit bi+sexueller Menschen mehr im Fokus von Gesellschaft, Medien, Forschung und Medizin gestellt wird", betont Andreas Witolla aus dem Landesvorstand des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Schleswig-Holstein.

"Bi+sexuelle Gesundheit ist kein "šNice To Have"˜ — viel zu viele Bi+sexuelle sind nicht geoutet, leiden unter Mobbing, sexuellen Übergriffen, Unsichtbarmachung ihrer Identität. Daher kämpfen wir für Sichtbarkeit, nicht nur in der Bi+Pride-Week um den 23. September herum", erklärt Frank Thies von Bi+Pride.

Bi+ bezieht sich auf die Community von Menschen, die sich romantisch und/oder sexuell zu mehr als einem Geschlecht angezogen fühlen können

"Alle Menschen können sich an der Aktion beteiligen. Insgesamt haben wir 69 Großflächenplakate mit der Regenbogen- und der Bi+-Flagge realisieren können. Wer ein Plakat sieht, kann sich davor fotografieren und das Foto mit dem Hashtag #ZeigFarbe in den sozialen Medien teilen. Gemeinsam wollen wir so im ganzen Norden ein Zeichen für die Sichtbarkeit und Bedarfe von bisexuellen Menschen und der gesamten queeren Community setzen", so Witolla aus dem LSVD-Landesvorstand weiter.

Die Kampagne wird gefördert durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein im Rahmen des Aktionsplans Echte Vielfalt.

Pressekontakte
Andreas Witolla
LSVD Schleswig-Holstein
T. 0163 7675747
andreas.witolla@lsvd.de


Frank Thies
Bi+Pride
www.bipride.de
Anne-Mette
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Re: #ZeigFarbe für bi+sexuelle Sichtbarkeit im Norden

Post 2 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Anne-Mette hat geschrieben: Mi 9. Mär 2022, 11:12 sondern macht auch mit der Bi+-Flagge auf die Bedarfe und Sichtbarkeit bisexueller Menschen aufmerksam. LSVD und Bi+Pride fordern gemeinsam, dass die Gesundheit bi+sexueller Menschen mehr im Fokus von Gesellschaft, Medien, Forschung und Medizin gestellt wird",
Ich will das nicht schlecht machen; aber ich stelle mir doch die Frage, ob ich von jedem Menschen wissen möchte, ob er nun bi"+" oder vielleicht bi "-" ist (falls es das gibt). Spielt das überhaupt eine Rolle außerhalb des persönlichen Umganges?
Sexualität ist sicherlich auch politisch (gegen Diskriminierung - FÜR gesundheitliche Aufklärung und Sorge - aber eben auch sehr persönlich und wird bestimmt durch das "Aushandeln" gemeinsamer Verabredungen zu sexuellen Handlungen - ganz gleich mit wem.
Dabei ist nichts "einforderbar".
Karla
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Re: #ZeigFarbe für bi+sexuelle Sichtbarkeit im Norden

Post 3 im Thema

Beitrag von Karla »

Mal zu Ende gedacht:

Akzeptanz von Bi+ bedeutet, daß jede:r akzeptieren muß, daß JEDES Gegenüber Interesse am anderen als Sexualpartner haben DARF!
"Bi" auszuleben bedeutet i.d.R. mehr als 1 Sexualpartner - und das müssen alle Beteiligten fair und wenns geht rechtzeitig aushandeln, ähnlich schwierig, wie wenn sich ein Partner als trans outet.
Ein Recht auf SEINE Sexualität ist jedem Menschen zuzugestehen, illegale Varianten (Kinder, hilflose,...) ausgenommen.
GAR NICHT gehen Übergriffe:
Jede:r hat das Recht NEIN zu sagen, und dies ist zu akzeptieren.

Problem nur:

Wie weit darf eine höfliche Frage gehen, damit sie nicht übergriffig ist?
Cat Calling (mir schon passiert) ist ganz klar NICHT AKZEPTABEL!

Wie sollte "ein Korb gegeben werden", ohne daß das zur vernichtenden Breitseite wird?

LG Karla
Ein Leben ohne Möps(chen) ist möglich, aber sinnlos. (frei nach Loriot)
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Re: #ZeigFarbe für bi+sexuelle Sichtbarkeit im Norden

Post 4 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Karla hat geschrieben: Do 10. Mär 2022, 11:27 "Bi" auszuleben bedeutet i.d.R. mehr als 1 Sexualpartner
Mag sein, dass es das auch gibt; aber"mal so" und "mal so" ist auch "üblich".
Karla hat geschrieben: Do 10. Mär 2022, 11:27 Bi+ bedeutet, daß jede:r akzeptieren muß, daß JEDES Gegenüber Interesse am anderen als Sexualpartner haben DARF!
Nun ja - "Jedes" wäre eigentlich mit "pansexuell" gut beschrieben.
Die "Buchstabensuppe" wird immer länger - und die Schubladen immer mehr.
Anne-Mette
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Re: #ZeigFarbe für bi+sexuelle Sichtbarkeit im Norden

Post 5 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Bisexualität - "Du gehörst nicht zu uns!"

Peter ist mit einer Frau verheiratet, lebt monogam, die gemeinsame Tochter ist 17 Jahre alt. Er sei glücklich,
könne zu seiner Bisexualität stehen und schere sich nicht darum, was andere über ihn denken. Leicht war es für Peter trotzdem nicht.


https://www.dw.com/de/bisexualit%C3%A4t ... a-45943143
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Re: #ZeigFarbe für bi+sexuelle Sichtbarkeit im Norden

Post 6 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Karla hat geschrieben: Do 10. Mär 2022, 11:27 "Bi" auszuleben bedeutet i.d.R. mehr als 1 Sexualpartner - und das müssen alle Beteiligten fair und wenns geht rechtzeitig aushandeln, ähnlich schwierig, wie wenn sich ein Partner als trans outet.
Hmm, Karla,

das was du meinst ist eher poly..also Polyamorie, wobei da alle Partner*innen informiert und einverstanden
sein sollten..es ist eher abhängig davon wie Menschen die Treue zu sich bewerten und eben gerne
alleine mit einer anderen Person in einer Liebesbeziehung sein möchten oder auch nicht.

klar, kann eine Person die bi ist auch poly sein-muss sie aber nicht. Auch wenn ich pan bin muss ich nicht
sofort mehr Liebschaften haben und mit jedem ins Bett steigen..das kann alles nur romantischer Natur
aber auch sexuell sein..

warum ich jetzt als bisexuelle Person eine spezielle Gesundheitsaufklärung bräuchte sehe ich irgendwie nicht.
Schutz ist bei jedem sexuellen Kontakt, ausser in einer eingespielten Partnerschaft, und auch da, falls ich
sie verlasse in meinen Augen sowieso angesagt.
Im normalen Kontakt mit Menschen ist es doch komplett unwichtig für wen ich was empfinde oder empfinden
kann..und wann kommt da schon mal eine tiefer gehende Frage?

Alles Liebe Marie (flo)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
Anne-Mette
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Re: #ZeigFarbe für bi+sexuelle Sichtbarkeit im Norden

Post 7 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Ich verstehe nicht ganz, was das Problem ist; wahrscheinlich die gesellschaftliche oder gruppenbasierte Anerkennung, "dass es das gibt?"
Das Dazugehören?

Im dänischen Buch Sex i grænselandet
wird beschrieben, dass es schon schwer ist, "als 'richtige Lesbe' rüberzukommen", wenn man doch vor ein paar Tagen mit einigen Männern ein Bier trinken war.
Ich dachte immer, so etwas wäre eher typisch für unser Land (smili) - und nicht für das freiheitlich geltende (in sex. Dingen) Dänemark.
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Re: #ZeigFarbe für bi+sexuelle Sichtbarkeit im Norden

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Beitrag von Lavendellöwin »

Anne-Mette hat geschrieben: Do 10. Mär 2022, 12:07 Ich verstehe nicht ganz, was das Problem ist; wahrscheinlich die gesellschaftliche oder gruppenbasierte Anerkennung, "dass es das gibt?"
Das Dazugehören?
Ähm...

nee ich verstehe das Problem auch nicht..

und das ist was ich in einem anderen Thread meinte, manche Aktivisten schiessen übers Ziel
und versuchen selbst noch die kleinste Sache auf ihre Agenda zu setzen damit sie auch was
zu tun haben und wofür sich das "Kämpfen" lohnt.
Das ist in meinen Augen einfach zu viel...

ich stelle mir 2 Menschen vor, die sich gerade gegenseitig anziehen und Lust aufeinander haben..
und dann kommt die Frage wo schon beide total glücklich sind..
"sag mal bist du nur schwul?" "nein, bi!" "nee dann kann ich nicht, ich kann nur innerhalb meiner
Community..." "ja und ausserdem muss ich dieses und jenes und erst noch den Arzt fragen.."

oder soll ich mir einen Strichcode tätowieren lassen, den alle auslesen können um gerecht
auf meine Bedürfnisse einzugehen?

Manchmal tuts einfach das kleine Glöckchen...und nicht aus allem etwas Besonderes zu machen.
Sorry...

Alles Liebe Marie (flo)
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