Moin,
wenn ich meine Meinung zur Eingangsfrage mal äußern darf: Ich denke, daß eine Gaop erst dann erfolgen sollte, wenn sich die Transperson auch sicher ist, daß das der für sie richtige Weg ist. Ob die Person mit 16 oder erst mit 19/20 bereits die entsprechende Einsicht in die Konsequenz dieses Schrittes hat, ist wohl stark vom Typ abhängig. Gibt halt solche und solche...
Aber Hormonblocker bzw. ein Pubertät im Wunschgeschlecht würde ich jeder Zeit befürworten. Nichts ist nerviger als später im Leben mit tiefer Stimme leben zu müssen, die nervige Bartepilation ertragen zu müssen. Die Folgen dieses Schrittes sind in der Regel reversibel, eine Retransition relativ problemlos.
Momo58 hat geschrieben: So 20. Feb 2022, 13:14
Ich stelle mir durchaus auch die Frage, warum wir erwachsenen Menschen überhaupt eine GAOP machen lassen.
Dazu nur soviel: 1. Körpergefühl! Ich bin den Schritt für mich gegangen. Ich möchte beim Blick in den Spiegel das sehen, als was ich mich empfinde, und dazu gehört nun mal kein Penis.
2. Gesellschaftliche Zwänge (empfinde ich für mich so): Ich kenne mehrere Transfrauen, die diesen Schritt nicht gegangen sind aus unterschiedlichen Beweggründen. Die Einschränkungen, die das mit sich bringt, bin ich nicht bereit zu akzeptieren. Als Bsp sei genannt der Saunabesuch, das ständige Tucking oder sonstige Tricks, das Gemächt zu verstecken. Wir mögen uns als tolerant in dieser Gesellschaft bezeichnen, wir sind aber nun ein Teil davon, die in der Masse eben binär ist. Und wenn man nicht permanent mit nem Blaulicht auf dem Kopf rumlaufen will, paßt man sich eben an dieses binäre System an.
3.Sex: Ich möchte von meinem Partner oder meiner Partnerin als Frau geliebt werden und nicht als Irgendwas dazwischen.
LG Bianca