NZZ: Krampf der Geschlechter: Das ist eine Frau! — Nein, ist es nicht!
NZZ: Krampf der Geschlechter: Das ist eine Frau! — Nein, ist es nicht! - # 3

Anne-Mette
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Re: NZZ: Krampf der Geschlechter: Das ist eine Frau! — Nein, ist es nicht!

Post 31 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Jaddy hat geschrieben: Mo 28. Feb 2022, 23:25 Fast. Psychiatrisch muss offenbar nicht sein, jedenfalls nicht für selbstbezahlte OPs, also die Handlungsbreitschaft der Chirurgys. Die Kassen / MDK sehen das für die Kostenübernahme ggf anders, da kenne ich den genauen Wortlaut und die Praxis nicht.
Die meisten Menschen werden auf "Kassenleistungen" angewiesen sein; insofern kann ein Argumentieren aus einer "bevorzugten Position" kein Maßstab "für alle" sein.
Ich war an mehreren Verfahren beteiligt, in denen sich Krankenkassen geweigert haben, selbst unstrittige Verpflichtungen zu erfüllen. Dabei wurde auch jede noch so klitzekleine Gegegenheit genutz, diese für sich auszunutzen.
Natürlich kann dagegen geklagt werden; aber das dauert in der Regel lange - und die Verfahren haben einige Menschen fast zur Verzweiflung gebracht.

Gruß
Anne-Mette
ExUserIn-2026-04-08
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Re: NZZ: Krampf der Geschlechter: Das ist eine Frau! — Nein, ist es nicht!

Post 32 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Wally hat geschrieben: Mo 28. Feb 2022, 22:56 nämlich in Form eines geschlechtlich eindeutigen, ersten Vornamens, der nach deutschem Recht zur Identität gehört und eben deshalb NUR entsprechend dem geschlechtlichen Personenstand gewählt werden darf.
Wally, bringe Dich bitte auf den neuesten Stand. Das ist schlicht falsch. das gab es einmal zu früheren Zeiten. Ich habe das auch noch erlebt. Aber lies einmal hier:
ie Vergabe geschlechtsneutraler Namen ist möglich, ein das Geschlecht kennzeichnender Zweitname ist nicht zwingend erforderlich.
Quelle: Deutscher Bundestag, Das Namensrecht in der Bundesrepublik Deutschland
Aktenzeichen: WD 7 - 3000 - 148/19
Abschluss der Arbeit: 07.10.2019
Fachbereich: WD 7: Zivil-, Straf- und Verfahrensrecht, Bau und Stadtentwicklung

Bitte erst recherchieren, bevor Du Dich unglaubhaft machst, weil Du definitiv und leicht nachweisbar falsche Infos verteilst. Die Welt hat sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten weiter gedreht. Vieles hat sich verändert. Die Benutzung von Toiletten ist, wie Jaddy schon schrieb, Hausrecht. Hier gibt es keine gesetzliche Regelungen. Welche sollten das auch sein ? Die Bundesregierung gibt in einer kleinen Anfrage im Bundestag bei Schultoiletten folgende Empfehlung:
Ein der Bundesregierung vorliegendes Berliner Arbeitspapier gibt folgende Empfehlungen: Schülerinnen und Schülern sollte gestattet werden, die Toilette zu nutzen, die ihrer Geschlechtsidentität entspricht.
Quelle: Deutscher Bundestag — 18. Wahlperiode — 7 — Drucksache 18/2482, 05.09.2014

Es gibt nicht nur keine gesetzliche Regelung, insbesondere bei Schülern (!), sondern die Bundesregierung empfiehlt sogar die Benutzung nach Geschlechtsidentität. Falscher kannst Du gar nicht mit Deiner Behauptung zum Vorliegen einer gesetzlichen Regelung liegen.
Viele Grüße
Vicky

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Aria
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Re: NZZ: Krampf der Geschlechter: Das ist eine Frau! — Nein, ist es nicht!

Post 33 im Thema

Beitrag von Aria »

Wally hat geschrieben: Mo 28. Feb 2022, 21:52 Unter diesen langjährigen, engen Freunden gab es einen einzigen trans-Mann - und genau der war auch der einzige, der seit der Transition im Alltag keine Probleme damit hatte und hat, in seinem Wunschgeschlecht identifiziert zu werden. Die Transfrauen wurden durchweg - genauso, wie ich selber - zwar zunehmend im Wunschgeschlecht toleriert, teilweise auch - mehr aus Gewöhnung als aus originärem Empfinden - akzeptiert. Aber ich kenne keine, wirklich keine einzige!, die im Alltag zuverlässig und spontan als Frau IDENTIFIZIERT wird.
Dann vermute ich mal, dass du unter diesen mehreren 100 anscheinend immer nur diejenigen kennengelernt hast, die überdurchschnittlich viel mit Testosteron gesegnet waren und das dafür gesorgt hat, dass ihnen Körperproportionen à la Schwarzenegger beschert wurden. Dazu müssen die scheinbar hormonell so schlecht eingestellt gewesen sein, dass sich kaum Veränderungen zeigten und bei Transitions-Start immer jenseits der 45 gewesen waren. Anders kann ich mir deine Beobachtungen nicht erklären. Zumal die ja noch nicht mal SPONTAN als Frau erkannt wurden......alle Achtung, da muss schon seeehr viel schief gelaufen sein.....
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Re: NZZ: Krampf der Geschlechter: Das ist eine Frau! — Nein, ist es nicht!

Post 34 im Thema

Beitrag von Aria »

MichiWell hat geschrieben: Mo 28. Feb 2022, 23:10
Aria hat geschrieben: Mo 28. Feb 2022, 22:14 Die mir bekannten Operateure setzen aber nicht das Skalpell an, ohne die Gutachten der VÄ/PÄ gesehen zu haben, wodurch sich eine Art Zwickmühle ergibt. Denn einerseits sind die beiden Wege getrennt und können theoretisch auch vollzogen werden, praktisch möchten sich aber die Operateure rechtlich absichern, was ich sehr gut verstehen kann.
So dachte ich früher auch mal, kenne aber eine Betroffene persönlich, bei der sich das Gericht und die Gutachter gegen die Namens- und Personenstandsänderung stellten, obwohl bereits Hormone verordnet und die GAOP durchgführt wurden, und sie auch schon als Frau lebte.
Da würde mich interessieren wie die ihre KÜ von der KK bekommen hat und ob der Operateur nicht irgendeinen anderen Nachweis zum Ausschluss von Komorbitäten vorgelegen hat. Schließlich sichern sich die Ärzte damit ab, dass sie ein intaktes Körperteil nur deshalb zerstören
dürfen weil die notwendige medizinische Pflicht dazu bestanden hat.
Außerdem würde mich die Begründung interessieren, warum die VÄ/PÄ abgelehnt wurde. Die Betreffende muss ja schon während des Gespräch erfahren haben, dass ihr Verfahren keinen Erfolg haben wird. Ich höre mir solche Erfahrungen gerne an, möchte aber auch alle Infos dazu haben. Denn sehr oft wird auch nur Halbwahrheiten erzählt, nur um sein eigenes Unvermögen zu kaschieren. Leider sehe ich das bei Transpersonen relativ oft. Wenn man nachbohrt kommen dann immer diffuse Antworten und man kann den Vorgang selten klar darlegen. Das unterstelle ich deiner Bekannten nicht, bin aber bei solchen Aussagen aus Erfahrung immer erstmal skeptisch.
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Re: NZZ: Krampf der Geschlechter: Das ist eine Frau! — Nein, ist es nicht!

Post 35 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Aria hat geschrieben: Di 1. Mär 2022, 19:16 Dann vermute ich mal, dass du unter diesen mehreren 100 anscheinend immer nur diejenigen kennengelernt hast, die überdurchschnittlich viel mit Testosteron gesegnet waren und das dafür gesorgt hat, dass ihnen Körperproportionen à la Schwarzenegger beschert wurden. Dazu müssen die scheinbar hormonell so schlecht eingestellt gewesen sein, dass sich kaum Veränderungen zeigten und bei Transitions-Start immer jenseits der 45 gewesen waren. Anders kann ich mir deine Beobachtungen nicht erklären. Zumal die ja noch nicht mal SPONTAN als Frau erkannt wurden......alle Achtung, da muss schon seeehr viel schief gelaufen sein.....
Allerdings. In meinem direkten und zum Teil sehr nahen Umfeld sind doch recht viele trans Frauen, auch jenseits der 50, 60 oder sogar Anfang 70, die tw spät gestartet sind und trotzdem im Alltag quasi immer stealth durchgehen. Im Alter sogar einfacher. Ich kenne mehrere Fälle, wo nicht mal ihre Liebhaber"¢innen ohne Ansage was gemerkt haben.

Von wegen Jüngere: Wer U20 startet ist praktisch unauffällig. Siehe trans timelines bei reddit oder in diversen trans Chatgruppen.

Ich vermute mal einen gewissen bias aufgrund der Gruppe und des Umfelds. Jeder Treffpunkt sammelt schon eine ganz eigene Klientel, die miteinander kann und einander hinreichend ähnlich ist.
Aria
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Re: NZZ: Krampf der Geschlechter: Das ist eine Frau! — Nein, ist es nicht!

Post 36 im Thema

Beitrag von Aria »

Jaddy hat geschrieben: Mo 28. Feb 2022, 23:25 Fast. Psychiatrisch muss offenbar nicht sein, jedenfalls nicht für selbstbezahlte OPs, also die Handlungsbreitschaft der Chirurgys. Die Kassen / MDK sehen das für die Kostenübernahme ggf anders, da kenne ich den genauen Wortlaut und die Praxis nicht.
Nur kurz, Jaddy......denn die Admina hat ja deinen Sonderweg schon klargestellt. Die KK wollen die psychiatrische Indikation sehen, eben so wie es auch in den Leitlinien des MDS steht. Die Ärzte nicht. Die wollen lediglich die Gutachten sehen, weil dort auf die Fragestellung des Gericht eingegangen wird und die sich somit absichern. So hat es mir jedenfalls mein Operateur erklärt. Es gibt bestimmt auch Operateure die das anders handhaben aber absichern wollen die sich eigentlich immer. Was mit wieviel Geld und illegal gemacht wird, steht auf einem anderen Blatt. Da werden auch Ohren und Finger abgeschnitten, weil der Kunde gerne ein Alien sein möchte. Ich möchte hier aber sagen, wie es in aller Regel läuft und legal vertretbar ist. Und da ist man gut beraten all das zu bringen, was von KK, MDK, Richter und Operateuren verlangt wird. Denn nur dann läuft man da ziemlich entspannt durch und kann sich freuen, wenn die Kostenzusage ohne weiteres durchgewunken wird.
Jaddy hat geschrieben: Mo 28. Feb 2022, 23:25 Meiner schon. Die einzigen Voraussetzungen für die OP waren die "psychologische Indikation mit Behandlungsempfehlung" (von einer psychologischen Psychotherapeutin) und der Überweisungsbeleg - also das Geld.

Tatsächlich fordert der MDK tw die TSG-Gutachten an, hat aber nach seinen eigenen Regeln keinen Anspruch darauf, weshalb sie inzwischen "sofern vorhanden" formulieren. Das ist eine ständige Frage im TG Discord, daher kenne ich da recht viele Fälle, wo (noch) keine vorliegen und deshalb auch nicht nötig sind.
Ja, wie gesagt, du bist als Selbatzahly ein Sonderfall. Dennoch wollte der Doc offensichtlich auch etwas zur rechtlichen Absicherung in der Hand haben.

Richtig. Es besteht kein Anspruch die Gutachten mit einzusenden. Aber wenn man die hat.....warum nicht....?! Ich bin immer dafür, es meinen Gegenüber so leicht wie möglich zu machen, schließlich möchte ich ja was von dem und nicht umgekehrt. Für andere ist das Bittstellerei. Bitteschön, mir egal......aber dann auch nicht rumheulen, dass es nicht geklappt hat. Leider sehe ich das recht oft und bin deswegen misstrauisch bei Klagen (s. Post zu Michis Beitrag)
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Re: NZZ: Krampf der Geschlechter: Das ist eine Frau! — Nein, ist es nicht!

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Beitrag von Jaddy »

Aria hat geschrieben: Di 1. Mär 2022, 19:48 Ja, wie gesagt, du bist als Selbatzahly ein Sonderfall. Dennoch wollte der Doc offensichtlich auch etwas zur rechtlichen Absicherung in der Hand haben.
Da war übrigens nichts illegal oder hintenrum, sondern ganz regulär in einer westdeutschen Uni-Klinik offiziell durchs System geschleust inkl Abrechnung.
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