Heute Post vom Amtsgericht...
Heute Post vom Amtsgericht... - # 4

Lebensplanung, Standorte
Jaddy
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...

Post 46 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Alyssa hat geschrieben: Mo 21. Feb 2022, 11:34 Nicht durch den Pass. Richtig. Aber der Pass bestätigt es. Lange Haare, ein Rock und Make-up machen auch keine Frau. Die Frage ist doch durch was , mit was wird es bestätigt. Soll es ein Pappschild sein?
Einfach nur so? Heute so , morgen so ?
Gut dann bin ich bis 16 Uhr so ganz offiziell und ab 16 Uhr privat wieder anders.Funktioniert nicht. Man kann ja fühlen, denken ect was man will. Fremde brauchen es greifbar. Wenigstens als Ausweis.
Der Pass bestätigt rein gar nichts ausser dem Registereintrag. Im Perso und Führerschein steht es ebensowenig wie auf Bankkarten. Nicht mal der Registereintrag bestätigt wirklich "Frau" zu sein. Oder "Mann". Auch die Gutachten bestätigen nichts. Geschlecht kann weder "ertestet" noch "diagnostiziert" werden. Alle Versuche dahingehend sind bekanntermassen unzureichend. Weder im MRT noch durch psychologische Befragung ist klärbar, ob ein Mensch "weiblich" oder "männlich" ist. Das funktioniert schon wegen der völlig willkürlichen Definition nicht. Es gibt keinen Kern von "Weiblichkeit", der objektiv zu identifizieren wäre.

Das einzige, was nach allen Diskussionen übrig bleibt ist, dass ein Mensch deutlich erklärt, sich der (absolut unscharf definierten) Gruppe "Frauen" zugehöriger zu fühlen als den anderen Optionen und deshalb "als Frau" angesprochen werden zu wollen.

Mehr geht nicht. Daran hängen keine Gesetze, nur sehr wandelbare Konventionen. Und soziale Sanktionen. Alles andere ist Unfug, Hokuspokus und Gendertheater, das eine scheinbare Objektivität vorspiegelt.

Das ist die eigentliche Diskussion, die erst langsam ins Bewusstsein der anderen draussen sickert.

Deshalb SelfID, Selbstbestimungsgesetz und "Frau ist, wer sich so definiert". Basierend auf der Übereinkunft, diesen erklärten Willen als ausreichend zu akzeptieren und die Person mit Namen und Pronomen zu respektieren, WEIL TATSÄCHLICH NICHTS "GREIFBARES" DA IST.
Wally
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...

Post 47 im Thema

Beitrag von Wally »

Liebe Vicky,
Vicky_Rose hat geschrieben: Mo 21. Feb 2022, 08:41 Frau Ganserer halt sich an die gültigen Gesetze gehalten, ein politisches Statement und ist rechtlich einwandfrei in den Bundestag gewählt. Sie hat ein politisches Ziel, dass sie auch mit großem persönlichem Einsatz vorbringt. Was bringt also die Polemik, die sich u.a. hinter einem "Herr Ganserer" verbirgt ?
Nein, eben NICHT "Frau Ganserer", sondern HERR Ganserer ist in den Bundestag gewählt. Stand so in den Wahlunterlagen, wurde so gewählt, hat so den Amtseid geleistet und wurde so in den offiziellen Bundesorganen veröffentlicht. Die ganze, mediale Begleitmusik um das Thema "trans" ist dabei rechtlich belanglos, da kann so oder andersrum nahezu Beliebiges erzählt werden. Der hier neuerdings zensierte Name und Personenstand "Herr *** Ganserer" ist keine Polemik, sondern seine derzeit einzige, rechtlich gültige Identität! Zumal er selber diese Identität ja mit sehr überschaubarem Aufwand sogar noch nachträglich (in Bezug auf die Wahl) ändern könnte, was er aber erklärtermaßen nicht tun will; er hat folglich genau diese, rechtliche Situation sogar ausdrücklich selber für sich so gewählt - um sich anschließend im Amt nonchalant darüber hinwegzusetzen, als ob die Gesetze unseres Rechtsstaats für ihn nicht gelten würden.

Und nein, man kann sich da auch nicht darauf hinausreden, dass ein BdM als Person - und eben nicht als Mann oder Frau gewählt wird. Das ist zwar prinzipiell richtig; aber auch nicht als irgendeine beliebige Person! Zur Identität als Person gehört in unserem Rechtssystem zwingend das Geschlecht: männlich, weiblich, oder neuerdings auch (nach strikt festgelegten Kriterien, also keineswegs mit "beliebig" zu übersetzen) "divers". Man kann sich nicht geschlechtslos in ein öffentliches Amt wählen lassen, zu einem (!) von diesen dreien muß man sich eindeutig bekennen; ohne dieses Bekenntnis (zumindest als konkret verlässlich bekannten Hintergrund) kann man sich noch nicht mal rechtsgültig ausweisen, geschweige denn ein öffentliches Amt bekleiden. Eben deshalb gehört ja zu dem Verfahren nach TSG nicht nur die Vornamens-, sondern auch die Personenstandsänderung.

Eine offizielle Geschlechtsquote für Bundestagsabgeordnete ist nicht deshalb verfassungswidrig, weil das Geschlecht da bedeutungslos wäre, sondern ganz im Gegenteil deshalb, weil sie mit geschlechtlicher Diskriminierung gegen Artikel 3 des Grundgesetzes verstoßen würde. Vollends grotesk wird das Argument, das Geschlecht sei bei einem Abgeordneten doch schnurz, wenn es ausgerechnet aus der linksgrünen Ecke kommt, in der man doch gerade deshalb Geschlechtsquoten für Abgeordnete propagiert und durch die Hintertür einführt, weil denen das Geschlecht eines Abgeordneten erklärtermaßen NICHT schnurz ist. Da schießt sich die Argumentation selber von hinten durch die Brust genau ins linke Auge - kein Wunder, dass die alle auf dem linken Auge blind sind :mrgreen:

Daß Du Ganserers erklärte, politische Ziele (speziell auch zum TSG) für gut hältst und große Hoffnungen darein setzt, ist Dir natürlich unbenommen, und natürlich ist es auch *** Ganserers gutes Recht, das mit den Mitteln seines Mandats anzustreben. Ich persönlich halte diesen Kurs - gerade auch als transsexueller Mensch, und gerade wegen der absehbaren Folgen für unsereins - für falsch und verhängnisvoll. Ich will und werde das auch in einer weiteren Antwort auf Jaddys Posting noch ausführlich begründen, bin nur in dieser heissen Diskussionsphase noch nicht dazugekommen.

Vor allem aber muß man von einem Abgeordneten, der eine Rechtslage für uns alle bindend ändern will, verlangen können, dass er sich selber strikt an die aktuell geltende Rechtslage hält, solange sie noch gilt. Tut er das nämlich nicht, dann muß man ihm logischerweise unterstellen, dass er auch die neue Regelung gar nicht als ein für alle - also strikt auch für ihn selber - geltendes, demokratisches Gesetz plant, sondern als autoritäres Diktat für alle Anderen, an das er sich selber (wie ja schon gehabt) nach Gutsherrn-Art nur so lange hält, wie es ihm gerade in seinen privaten Kram passt. Mit einer solchen Grundhaltung macht er sich als VOLKSVERTRETER schon im Ansatz unglaubwürdig.
Herzliche Grüße
Wally
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...

Post 48 im Thema

Beitrag von Kerstin1958 »

Hi!

@Anne-Mette: no comment
Kerstin

@Wally: Wer dich, bzw. deine Ausführungen nicht verstehen will... Ich bewundere deine Geduld! Ich hätte schon längst aufgegeben...
LG Kerstin
Anne-Mette
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...

Post 49 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Kerstin1958 hat geschrieben: Mo 21. Feb 2022, 13:37 @Anne-Mette: no comment
Dann lass es doch ganz einfach )))(: (smili)
ExuserIn-2022-05-22
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...

Post 50 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-05-22 »

Jaddy hat geschrieben: Mo 21. Feb 2022, 12:13
Alyssa hat geschrieben: Mo 21. Feb 2022, 11:34 Nicht durch den Pass. Richtig. Aber der Pass bestätigt es. Lange Haare, ein Rock und Make-up machen auch keine Frau. Die Frage ist doch durch was , mit was wird es bestätigt. Soll es ein Pappschild sein?
Einfach nur so? Heute so , morgen so ?
Gut dann bin ich bis 16 Uhr so ganz offiziell und ab 16 Uhr privat wieder anders.Funktioniert nicht. Man kann ja fühlen, denken ect was man will. Fremde brauchen es greifbar. Wenigstens als Ausweis.
Der Pass bestätigt rein gar nichts ausser dem Registereintrag. Im Perso und Führerschein steht es ebensowenig wie auf Bankkarten. Nicht mal der Registereintrag bestätigt wirklich "Frau" zu sein. Oder "Mann". Auch die Gutachten bestätigen nichts. Geschlecht kann weder "ertestet" noch "diagnostiziert" werden. Alle Versuche dahingehend sind bekanntermassen unzureichend. Weder im MRT noch durch psychologische Befragung ist klärbar, ob ein Mensch "weiblich" oder "männlich" ist. Das funktioniert schon wegen der völlig willkürlichen Definition nicht. Es gibt keinen Kern von "Weiblichkeit", der objektiv zu identifizieren wäre.

Das einzige, was nach allen Diskussionen übrig bleibt ist, dass ein Mensch deutlich erklärt, sich der (absolut unscharf definierten) Gruppe "Frauen" zugehöriger zu fühlen als den anderen Optionen und deshalb "als Frau" angesprochen werden zu wollen.

Mehr geht nicht. Daran hängen keine Gesetze, nur sehr wandelbare Konventionen. Und soziale Sanktionen. Alles andere ist Unfug, Hokuspokus und Gendertheater, das eine scheinbare Objektivität vorspiegelt.

Das ist die eigentliche Diskussion, die erst langsam ins Bewusstsein der anderen draussen sickert.

Deshalb SelfID, Selbstbestimungsgesetz und "Frau ist, wer sich so definiert". Basierend auf der Übereinkunft, diesen erklärten Willen als ausreichend zu akzeptieren und die Person mit Namen und Pronomen zu respektieren, WEIL TATSÄCHLICH NICHTS "GREIFBARES" DA IST.
Na dann kann man das weil es alles nicht definierbar ist genauso einfach zurückweisen mit der einfachen Begründung: glaube ich dir , Ihnen nicht , sie können es nicht nachweisen, beweisen. Sie haben Halluzinationen oder Bewusstseinsspaltung oder oder. Frei nach dem Motto nichts ist beweisbar und somit wird lediglich nach äußeren Kriterien oder ggf medizinischen, handfesten! Ergebnissen geurteilt.
Damit könnte man dann weil es nicht definierbar ist auch sagen Ganserer ist Mann mit Rock. Und nicht Frau mit Rock. Somit ( weil nicht definierbar wie du sagst ) ist beides richtig.
Shushi Rolls , not Gender Roles
Jaddy
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...

Post 51 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Wally hat geschrieben: Mo 21. Feb 2022, 13:26 Nein, eben NICHT "Frau Ganserer", sondern HERR Ganserer ist in den Bundestag gewählt. Stand so in den Wahlunterlagen, wurde so gewählt, hat so den Amtseid geleistet und wurde so in den offiziellen Bundesorganen veröffentlicht.
Falsch 1: Es wurde - siehe Wahlzettel - <deadname> "Tessa" Ganserer gewählt. Ohne Geschlechtsangabe, wie bei allen anderen auch.

Falsch 2: Abgeordnete des Bundestages leisten keinen Eid.

Falsch 3: Bei den Veröffentlichungen, zum Beispiel der Biografien auf bundestag.de werden die Namen genannt, keine Anreden, kein Geschlecht.
Wally hat geschrieben: Mo 21. Feb 2022, 13:26 Zur Identität als Person gehört in unserem Rechtssystem zwingend das Geschlecht: männlich, weiblich, oder neuerdings auch (nach strikt festgelegten Kriterien, also keineswegs mit "beliebig" zu übersetzen) "divers". Man kann sich nicht geschlechtslos in ein öffentliches Amt wählen lassen, zu einem (!) von diesen dreien muß man sich eindeutig bekennen;
Falsch 4: Die Identität benötigt ausschliesslich den Namen und vielleicht noch das Geburtsdatum und_oder die Meldeadresse (weil damit so ziemlich alle Mehrdeutigkeiten auszuschliessen sind). Deshalb ist im Perso etc keine Geschlechtsangabe. Die steht ausschliesslich im Geburtenregister und ist ansonsten ohne Belang(1). Die bestehenden Sonderregelungen beziehen sich auf biologische Parameter, nicht auf das eingetragene Geschlecht. Die Geschlechtsangabe im Geburtenregister ist so belanglos, dass das Verfassungsgericht dem Staat freigestellt hat, auf die Zwangserfassung komplett zu verzichten.

Falsch 5: Es gibt vier Optionen des Eintrags. Neben den binären nämlich die Streichung schon seit 2013 und "divers" seit Ende 2018. Alle vier sind gleichwertig und wählbar. Dabei ist "divers" trotzdem in gewisser Weise die dritte, nämlich die dritte positive, um nicht "nichts" zu sein, wie in Vanjas Verfassungsbeschwerde und der Begründung des Entscheids vom Oktober 2017 nachzulesen.

Falsch 6: Für die Bewerbung in Ämter und Mandate ist die der Geschlechtseintrag rechtlich ohne Belang. Ausnahme: Bei Förderungsmechanismen. Dass in Tessas Fall die Regeln eingehalten wurden, habe ich schon mehrfach erklärt.

Falsch 7: Abgeordnete des Bundestags haben ein Mandat, kein Amt.
---

(1) Im Reisepass steht eine im Prinzip beliebige Geschlechtsangabe aufgrund internationaler Verträge. Sie muss nicht mit der im Geburtenregister übereinstimmen.
Zuletzt geändert von Jaddy am Mo 21. Feb 2022, 16:38, insgesamt 1-mal geändert.
Jaddy
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...

Post 52 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Alyssa hat geschrieben: Mo 21. Feb 2022, 13:48
Jaddy hat geschrieben: Mo 21. Feb 2022, 12:13 Das einzige, was nach allen Diskussionen übrig bleibt ist, dass ein Mensch deutlich erklärt, sich der (absolut unscharf definierten) Gruppe "Frauen" zugehöriger zu fühlen als den anderen Optionen und deshalb "als Frau" angesprochen werden zu wollen.

Mehr geht nicht. Daran hängen keine Gesetze, nur sehr wandelbare Konventionen. Und soziale Sanktionen. Alles andere ist Unfug, Hokuspokus und Gendertheater, das eine scheinbare Objektivität vorspiegelt.
Na dann kann man das weil es alles nicht definierbar ist genauso einfach zurückweisen mit der einfachen Begründung: glaube ich dir , Ihnen nicht , sie können es nicht nachweisen, beweisen. Sie haben Halluzinationen oder Bewusstseinsspaltung oder oder. Frei nach dem Motto nichts ist beweisbar und somit wird lediglich nach äußeren Kriterien oder ggf medizinischen, handfesten! Ergebnissen geurteilt.
Damit könnte man dann weil es nicht definierbar ist auch sagen Ganserer ist Mann mit Rock. Und nicht Frau mit Rock. Somit ( weil nicht definierbar wie du sagst ) ist beides richtig.
Fast. Das eine ist respektvoll und höflich im Sinne eines Zusammenlebens, in dem alle Menschen nach ihrer Art möglichst frei und friedlich zusammenleben können und das andere ist eine Fremdbestimmung, Beleidigung und Herabsetzung. Genau deshalb outen sich Storch, Wally und Co eben so, wie sie es tun und es ihrer Klientel gefällt.

Das eine ist nämlich die Anerkenntnis, dass soziales, gelebtes Geschlecht eben nicht beweisbar ist und das andere behauptet weiterhin eine Geschlechterrolle objektiv ertesten zu können über die bewiesenermassen unsinnige Verknüpfung mit irgendwelchen biologischen Features oder Kompatibilität mit subjektiven Stereotypen. Das heisst hier steht Evidenz und Erkenntnis gegen vorwissenschaftliche Realitätsverweigerung.

Letztlich fällt jede Forderung, wie trans Personen sich "beweisen" sollen, auf Biologismus zurück, auf Chromosomen oder Genitalien und damit auf eine mehr oder weniger heimliche Nicht-Akzeptanz und Nicht-Gleichstellung.
Lavendellöwin
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...

Post 53 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Hmmm...

da weiss ich schon gar nicht mehr, wo ich anfangen soll...

herzlichen Glückwunsch Wally zu deiner rechtlichen Anerkennung.
Aber eigentlich ging es dir ja nicht wirklich nur darum..

und du bist auch so intelligent, das du weisst was du wie sagst
damit es richtig klingt.

So wie hier...
Wally hat geschrieben: Mo 21. Feb 2022, 01:00 er unterschreibt allenfalls noch verschämt im Verborgenen rechtlich relevante Dokumente mit "***"
denn für eine korrekte,rechtssichere Unterschrift reicht der Nachname, es ist kein Vorname
erforderlich und schon gar nicht wie Jaddy es nennt der "geschlechtliche Marker".

Wenn ich mir die Einträge der Abgeordneten im Bundestag anschaue, habe ich bisher keine
Person gefunden bei der vor dem Namen Herr oder Frau steht..
so wie bei Ganserer

https://www.bundestag.de/abgeordnete#ur ... 12&dir=ltr

also scheint für den Abgeordnetenjob an sich das Geschlecht wohl recht egal zu sein.
Ganz unabhängig von Quoten. Denn der Job eines Menschen in der Legislative ist über
Gesetze zu beraten oder diese halt zu verabschieden-nicht über diese zu urteilen oder sie
auszuführen..das wäre Job der Exekutive also etwa der Bundestagsverwaltung die
die Belange der Abgeordneten betreut.
So im Referat "Onlinedienste, Parlamentsfernsehen" das für Einträge des Internetauftrittes
des Bundestages wie oben verantwortlich ist..

hätte von Storch richtig argumentiert und nicht nur eine übergriffige Diskussion anstossen
wollen, hätte sie der Bundestagsverwaltung Rechtsbruch vorwerfen müssen.
Denn diese erkennt Ganserer wohl ethisch und moralisch richtig als die Person
an, die Ganserer auf Grund des überwiegenden Empfindens auch ist.

Rechtlicher Status, Biologie, ja auch Kleidung sind nur Faktoren die zu einer gewissen
Person gehören-viel entscheidenter ist aber wer bin ich und wie nimmt mich mein Umfeld wahr.
Daraus ergibt sich das tragende Gesamtbild einer Person..und dafür ist die Meinung von von Storch
(und auch irgendwie deine, Wally) allein ziemlich unerheblich.

Gesetze sind nicht immer richtig oder falsch, denn hinter und auch über ihnen sollte eine
gewisse Moral und ethische Haltung stehen. Ich weiss, das muss nicht nicht so sein, aber es sollte so sein.
Und ethisch und moralisch hat von Storch mit ihrer Rede völlig in den Sack gehauen.


Naja, aber was weiss ich kleines, doofes Mädchen schon..

ich wünsche dir das du die soziale Anerkennung bekommst, wie sie für dich richtig ist.

Alles Liebe Marie (flo)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
Patricia
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...

Post 54 im Thema

Beitrag von Patricia »

Ich habe lange überlegt ob ich mich in diesem Thema wieder beteiligen will oder nicht, denn eigentlich ist es einfach sinnlos mit manchen Menschen über Umgangsformen miteinander zu diskutieren.

Es wird hier ständig von den Gegnern der Grünen ständig darauf herumgeritten, dass Tessa Ganserer einen Frauenquotenplatz belegt. Ja, das ist definitiv ein diskutierbares Thema und auch ich finde es es nicht ganz unproblematisch. Allerdings nicht weil ich der Meinung bin, dass sie diesen Platz nicht besetzen darf, sondern weil mir von Anfang an klar gewesen ist, dass die AfD ganau das versuchen wird politisch auszuschlachten.

Anderseits, wenn die Frauenquote der Grünen so rechtswidrig ist, worüber diskutieren wird dann die ganze Zeit? Irgendwie paradox, oder? Sorry, aber typisch für gewisse Kreise...

Was jedoch Tatsache ist, ist der Fakt, dass Storch ALLEN transidenten Menschen das Recht abspricht das Geschlecht anpassen zu dürfen. Ja Wally auch Dir, denn Ein Fisch ist kein Fahrrad und Männer sind keine Frauen und Gender ist gaga.

Ich fraqe mich ehrlich gesagt wie das Vertreten einer solchen politischen Meinung mit deiner frisch erfolgten VäPä unter einen Hut zu bringen ist.

Noch eine kurze Anmerkung zu Kerstin1958. Wir befinden uns hier auf einer privat angebotenen und betriebenen Plattform. Die Rechtsprechung besagt, dass die Betreiberin ein virtuelles Hausrecht hat und darf somit die Regeln bestimmen und Beiträge löschen darfoder den Zugang sperren darf. Eine Zensur ist das dennoch nicht. Zensur erfolgt durch den Staat. Übrigens, ja du hast das Recht deine Meinung frei zu äussern, solange du niemanden damit schadest, aber Anne-Mette muss nicht dazu beitragen deine Meinungsäusserung zu verbreiten. Das ergibt sich ebenfalls aus der Meinungsfreiheit.

Und noch ein letzter Kommentar oder eher eine rhetorische Frage. Warum haben manche "fertige" trans Frauen so eine elitäre, exkludierende Meinung zu anderen trans Menschen? Fühlt man sich dann besser?

kopfschüttelnd
Patricia
Annette
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...

Post 55 im Thema

Beitrag von Annette »

Wally hat geschrieben: Mo 21. Feb 2022, 13:26 Nein, eben NICHT "Frau Ganserer", sondern HERR Ganserer ist in den Bundestag gewählt. Stand so in den Wahlunterlagen, wurde so gewählt, hat so den Amtseid geleistet und wurde so in den offiziellen Bundesorganen veröffentlicht. Die ganze, mediale Begleitmusik...
So langsam sollte es reichen! Warum freust du dich nicht einfach über deine eigenen Errungenschaften und lässt diese ganze abwertende "Beweisführung" über FRAU Ganserer? Das ist sowas von einem Stuss!

Ausserdem, ich kenne einige Leute, die können sich nur in ihrer eigenen Haut wohlfühlen, indem sie selbst vorgeben "über" manch anderen zu stehen. Weil diese Leute aber nun selbst absolut nichts vorzuweisen haben, bleibt ihnen nur, andere tüchtig herabzusetzen, als einzige Option!

Also nochmal: Lass all das und freu dich doch einfach mal über dich selbst. Entschuldige, dass ich dir zu nahe trete, aber ich seh das so.

Nichtsdestotrotz wünsche ich dir alles gute.
LG, Annette
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...

Post 56 im Thema

Beitrag von Wally »

Patricia_cgn hat geschrieben: Mo 21. Feb 2022, 17:13 Was jedoch Tatsache ist, ist der Fakt, dass Storch ALLEN transidenten Menschen das Recht abspricht das Geschlecht anpassen zu dürfen. Ja Wally auch Dir, denn Ein Fisch ist kein Fahrrad und Männer sind keine Frauen und Gender ist gaga.
Da bist Du schlicht falsch informiert. Ich weiß das definitiv und aus erster Quelle, denn ich war etliche Jahre - bis Ende letzten Jahres - selber aktives Mitglied der AfD, habe selber (unter anderem im Bundesfachausschuss für Gesundheit) am Parteiprogramm mitgearbeitet und über dessen Details mit abgestimmt. Ich habe mich in der AfD schon von Anfang an immer offen als transsexueller Mensch geoutet, habe Vorträge über das Thema gehalten und Diskussionsbeiträge dazu eingebracht, wo es sich anbot. Und ich wurde in all den Jahren NIE - wirklich kein einziges Mal - deswegen irgendwie angefeindet oder ausgegrenzt. Auch mein Ausscheiden voriges Jahr hatte nix damit zu tun, sondern mit meiner zunehmenden Altersschwerhörigkeit, die mir eine sinnvolle Teilnahme an den diversen Gremien allmählich unmöglich machte, und als letztem Auslöser mit der offiziellen Corona-Politik der Partei, die ich als Medizinerin nicht mehr mittragen konnte und wollte (intern ist auch dieses Thema in der AfD durchaus umstritten).

De Storch ist zwar doof (schon immer meine Meinung, die ich auch parteiintern immer offen geäußert habe; in der AfD darf man sowas) - aber soo doof ist sie nun auch wieder nicht, dass man sie auf diese simple Schiene schieben könnte :wink:
Herzliche Grüße
Wally
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...

Post 57 im Thema

Beitrag von Blossom »

Na, da fühle ich mich doch glatt bestätigt, in dem, was ich mir zu deiner Person nach dieser Eingangsäußerung eh schon gedacht habe, Frau Doktor.
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
Billie Jean King (*1943)
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...

Post 58 im Thema

Beitrag von Claudia_G »

Man erkennt halt die Schweinchen am Gang, Blümchen.
Respekt vor allen, die ihre Perlen vor selbige geworfen haben .... ich hab mir meine für "gehaltvollere" Menschen aufgespart ;)



Obige Sätze stellen eine reine Meinungsäußerung von mir gemäß GG Art 5 Satz 1 dar
Bin keine CD, bin ne Floppy-Disk ... ;-)
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...

Post 59 im Thema

Beitrag von Karla »

@ jaddy: DAS WAR KLARTEXT!!!
DANKE!!!
ENDLICH SPRICHT ES EINE/R AUS!!!

LG Elly
Ein Leben ohne Möps(chen) ist möglich, aber sinnlos. (frei nach Loriot)
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...

Post 60 im Thema

Beitrag von Kerstin1958 »

@Patricia
Hier noch etwas off topic wegen deines Hinweises:
Da kennen wir wohl unterschiedliche Definitionen für 'Zensur', aber das ist schon OK so.
Ich bin noch nicht so lange hier im Forum, deshab wusste ich nicht, dass es Anne-Mette gehört.
Vielen Dank für deinen Hinweis! Frau lernt halt nie aus.
Kerstin
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