Heute Post vom Amtsgericht...
Heute Post vom Amtsgericht... - # 3

Lebensplanung, Standorte
ExuserIn-2022-05-22
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...

Post 31 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-05-22 »

Na ich würde mal sagen solange bis es rechtlich korrekt ist. Bis aus Herr offiziell Frau geworden ist. Solange ist das nur eine Grauzone.
Shushi Rolls , not Gender Roles
ExUserIn-2026-04-08
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...

Post 32 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Wally hat geschrieben: Mo 21. Feb 2022, 01:00 Für den Wähler ist diese offiziell vorenthaltene Info aber wichtig, weil doch gerade im linksgrünen Milieu mit dem Geschlecht eines Abgeordneten spezifische, politisch-programmatische Erwartungen verknüpft werden - eben deshalb machen die das ja so, obwohl's eigentlich verfassungswidrig und nur wegen der Partei-internen Verfahrensweise juristisch nicht angreifbar ist.
Sorry Wally, das ist doch völlig verquer. Frau Ganserer steht schon längstens für ihr politisches Statement. Auch ihre HP zeigte das deutlich. Insofern ist der Wähler doch gar nicht getäuscht. Und verfassungswiedrig ist das schon gar nicht. Zeig mir bitte den entsprechenden Artikel. Dort heißt es in Art. 2, Abs 2:
Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
Und in den Erläuterungen von lecturio.de heißt es:
Dies ist jedoch nicht ganz unumstritten:

Teilweise wird vertreten, die allgemeine Handlungsfreiheit schütze — ausweislich des Wortlautes — nur die freie Entfaltung der Persönlichkeit. Das individuelle Verhalten muss demnach eine gesteigerte, dem Schutz der übrigen Grundrechte vergleichbare Relevanz für die Persönlichkeitsentfaltung haben, um unter Art. 2 Abs. 1 GG zu fallen.
Das BVerfG und mit ihm die wohl herrschende Meinung nimmt dagegen an, Art. 2 Abs. 1 GG schütze die allgemeine Handlungsfreiheit im umfassenden Sinne. Geschützt sei demnach nicht nur ein eingeschränkter Bereich der Persönlichkeitsentfaltung, sondern jede Form selbstbestimmten, menschlichen Handelns.

Darunter fallen nach der h. M. also auch scheinbar nutzlose Tätigkeiten wie beispielsweise Taubenfüttern [BVerfGE 54, 143/146] oder Pilzesammeln. Ein absoluter Klassiker zu diesem Meinungsstreit ist der "Reiter im Walde"-Fall [BVerfGE 80, 137 ff.].
Merke: Steht jedoch die Persönlichkeitsentfaltung im Vordergrund, so greift der Schutz des von der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts speziell entwickelten allgemeinen Persönlichkeitsrechts (siehe II.) ein, das einen stärkeren Schutz vermittelt. (Hervorhebung von mir. Im Original im Kasten)
Also nix mit "verfassungswidrig".

Und damit ist das, was Alyssa "mal so sagen würde" auch obsolet. ich verstehe Eure inneren Widersprüche nicht. Wir alle hier sehen uns doch in einer sehr persönlichen Sichtweise unserer eigenen Geschlechtlichkeit und haben genug Probleme damit. Was soll da das Festhalten an juristisch nicht relevanten Dingen ? Frau Ganserer halt sich an die gültigen Gesetze gehalten, ein politisches Statement und ist rechtlich einwandfrei in den Bundestag gewählt. Sie hat ein politisches Ziel, dass sie auch mit großem persönlichem Einsatz vorbringt. Was bringt also die Polemik, die sich u.a. hinter einem "Herr Ganserer" verbirgt ?
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...

Post 33 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

@Wally,
ich fordere dich auf, den "Deadnamen" nicht mehr zu verwenden. Wir sind hier nicht im Bundestag.
Weitere Nennungen werden gelöscht.
Vorhandene Nennungen werden überschrieben: ***.
Jasmine
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...

Post 34 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Wally hat geschrieben: Mo 21. Feb 2022, 01:00 ............ Auf eine seelische Notlage kann sich Herr Ganserer da auch nicht berufen, da ihm ja mit dem TSG - das für ihn in seiner aktuell gültigen Form genauso gilt wie für alle betroffenen Bürger - ein durchaus zumutbarer und sogar ziemlich prompt erfolgversprechender Ausweg aus diesem Schlamassel offensteht.

Aber anstatt diesen rechtlich korrekten Weg zu gehen, wie es von jedem normalen Bürger erwartet wird, zieht "Frau" Ganserer es vor, sich nach dem Motto "legal-illegal-scheissegal" einen feuchten Dreck um die Rechtslage zu scheren und sich im höchsten, deutschen Parlament wie die Axt im Walde aufzuführen.
[/quote]
Das TSG Gesetz hat nicht umsonst seine Kritiker. Dies darf hier nicht ausgeblendet werden. Ich habe in diesem Thread einiges dazu geschrieben viewtopic.php?t=23614&hilit=Selbstbestimmungsgesetz .
Das TSG-Gesetz mit Zwangsbegutachtung und belastenden Fragen als zumutbar zu bezeichnen empfinde ich als nicht okay.

Wo bitte hat sich Tessa Ganserer wie die Axt im Walde aufgeführt, oder es vorzieht sich illegal verhalten? Solche Behauptungen gegen eine Parlamentariarin halte ich für unangemessen.
Wally hat geschrieben: Sa 19. Feb 2022, 20:03 ..........Was mir nicht gefällt, ist die verfassungsfeindliche, grünsozialistische Politik, die "Frau" Ganser vertritt ................
Solche Äußerungen finde genauso unangemessen.

Liebe Grüße Jasmine
ExuserIn-2022-05-22
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...

Post 35 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-05-22 »

@ Vicky Rose muss man automatisch alles richtig finden? Jeder hat seinen differenzierten Blick auf die Dinge. Es gibt gesetzliche Grundlagen auf denen zu handeln ist. Ich kann mir auch keine Wunschkonzert erlauben weil mir danach ist. Es müssen dann halt die Grundlagen ( Gesetze) geändert werden. Da muss ich mich gar nicht in juristische Bücher verirren.

@Anne klar kannst du so viel löschen wie du willst. Aber wird"™s dadurch besser? Wohl kaum. Gerade das zeigt was eine Echokammer ist. Man will immer seine Meinung bestätigt bekommen. Das mag hier zwar funktionieren, stößt aber in der Gesellschaft vor der Tür an seine Grenzen.
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Kerstin1958
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...

Post 36 im Thema

Beitrag von Kerstin1958 »

Hallo Leute!

@ Wally
Herzlichen Glückwunsch! Ich kann mich auch noch gut an das Glücksgefühl erinnern!
Bewahr es dir in deinem Herzen!

@ Anne-Mette
Anne-Mette hat geschrieben: Mo 21. Feb 2022, 09:00 @Wally,
ich fordere dich auf, den "Deadnamen" nicht mehr zu verwenden. Wir sind hier nicht im Bundestag.
Weitere Nennungen werden gelöscht.
Vorhandene Nennungen werden überschrieben: ***.
Was für ein Statement!
Wo bin ich hier gelandet?
Diskussion und sachlich vorgebrachte Argumente und Sichtweisen nicht erwünscht?
Wann trifft die Zensur meine Beiträge?

Kerstin
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...

Post 37 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Ein Deadname in wiederholter Nennung sind keine "sachlich vorgebrachten Argumente und Sichtweisen".
ExuserIn-2022-05-22
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...

Post 38 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-05-22 »

Ist das nicht erst dann der Fall wenn das amtlich ist? Wenn ich mich jetzt zb bei der Bank als Alyssa vorstelle und den Ausweis vorzeige wird es auch Kopfschütteln geben.
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Anne-Mette
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...

Post 39 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Alyssa hat geschrieben: Mo 21. Feb 2022, 10:43 Wenn ich mich jetzt zb bei der Bank als Alyssa vorstelle und den Ausweis vorzeige wird es auch Kopfschütteln geben.
Einige Banken haben eine Bankkarte mit dem "neuen Namen" ausgegeben, nachdem der dgti-Ausweis und das dazugehörige Schreiben vorgelegt wurde.
Es ist allerdings vom "guten Willen" der Bank abhängig und es gibt keinen Rechtsanspruch. Inwiefern das jedoch ein Kopfschütteln vermindert oder ganz vermeidet, kann ich nicht sagen.
Zum Thema "Bankkarte mit neuem Namen" gibt es einige Beiträge hier im Forum. Zu "Krankenkassenkarten" liegen ähnliche Erfahrungen vor: manche Krankenversicherungen sind entgegenkommender als andere.
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...

Post 40 im Thema

Beitrag von Lana »

Alyssa hat geschrieben: Mo 21. Feb 2022, 10:02
@Anne klar kannst du so viel löschen wie du willst. Aber wird"™s dadurch besser? Wohl kaum. Gerade das zeigt was eine Echokammer ist.
Naja, es gibt in diesem Forum doch sowas wie einen Konsens darüber, dass die Selbstbeschreibungen und - bezeichnungen von Allen respektiert werden. Sonst würde das hier doch gar nicht funktionieren, wenn ich dich ständig mit Karl-Heinz* anspreche, solange du mir den Beschluss zu deiner Pä/Nä nicht vorgelegt hast, und jedesmal darauf verweise, dass ich damit juristisch korrekt handeln würde.

Daraus folgt doch, dass man diese Form des gegenseitigen Respekts von den Beteiligten auch im realen Leben erwarten kann.
Wenn du oder Wally bewusst und wiederholt gegen die Regeln des höflichen und respektvollen Umgangs verstoßen nur um zu provozieren, ist eine entsprechende Reaktion von der Forumsbetreiberin zu erwarten.

Leider befürchte ich, dass sich trotzdem keine Einsicht bei Wally einstellen wird. Und Einsicht ist nicht, dass "man automatisch alles richtig finden" muss. Es geht um die Art, Meinungsverschiedenheiten auszutragen. Wallys Vorgehen hier ist nicht nachvollziehbar. Gerade voll der Freude über die Anerkennung der eigenen Identität, versagt sie dies Anderen, teilweise mit Falschbehauptungen, und in einer Art und Weise, die kein gutes Licht auf ihren menschlichen Umgang mit Anderen wirft.

LGL

* steht stellvertretend für deinen Deadname
Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
Blaise Pascal
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...

Post 41 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Es gibt ja auch bei Frau Ganserer genügend Kopfschütteln. Und nochmals, sie handelt auf dem Boden der gesetzlichen Grundlagen. Welches Gesetz wurde oder wird denn gebrochen ?

Ihr Handeln ist politischer Natur, nichts anderes. Man wird nicht zur Frau oder Mann, weil es im Pass steht. Darin liegt doch die bemängelte Diskriminierung. Das ist doch ein Herzstück der Veränderung bzw. der Abschaffung des TSG. Ihr handeln ist irritierend. Aber das scheint auch nötig, um eine Auseinandersetzung bezüglich der bestehenden Sichtweisen zu ermöglichen. Mehr nicht. Die Reaktionen, nicht nur im Forum, zeigen doch, dass hier tatsächlich dazu Bedarf besteht.

Es ist nicht pathologisch, trans zu sein. Es ist pathologisch, die Diskriminierungen nicht wahr zu nehmen und sich auf veraltete Gesetze zu berufen, die im vorliegenden Fall ja auch gar nicht gebrochen wurden.
Viele Grüße
Vicky

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Re: Heute Post vom Amtsgericht...

Post 42 im Thema

Beitrag von Blossom »

Lana hat geschrieben: Mo 21. Feb 2022, 11:08 Leider befürchte ich, dass sich trotzdem keine Einsicht bei Wally einstellen wird. Und Einsicht ist nicht, dass "man automatisch alles richtig finden" muss. Es geht um die Art, Meinungsverschiedenheiten auszutragen. Wallys Vorgehen hier ist nicht nachvollziehbar. Gerade voll der Freude über die Anerkennung der eigenen Identität, versagt sie dies Anderen, teilweise mit Falschbehauptungen, und in einer Art und Weise, die kein gutes Licht auf ihren menschlichen Umgang mit Anderen wirft.
Wir sind ja selten einer Meinung ... aber den Absatz unterschreibe ich doch glatt mal - und füge hinzu: Die rechtliche Anerkennung ist ihr nicht minder wichtig wie ihr akademischer Titel ... den haben andere auch und reiten nicht drauf herum. Meine Kolleginnen wissen nicht mal, dass ich einen habe. Titel und geänderter Personalausweis machen mich ganz sicher nicht als Menschen aus.
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
Billie Jean King (*1943)
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...

Post 43 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-05-22 »

Nicht durch den Pass. Richtig. Aber der Pass bestätigt es. Lange Haare, ein Rock und Make-up machen auch keine Frau. Die Frage ist doch durch was , mit was wird es bestätigt. Soll es ein Pappschild sein?
Einfach nur so? Heute so , morgen so ?
Gut dann bin ich bis 16 Uhr so ganz offiziell und ab 16 Uhr privat wieder anders.Funktioniert nicht. Man kann ja fühlen, denken ect was man will. Fremde brauchen es greifbar. Wenigstens als Ausweis.
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...

Post 44 im Thema

Beitrag von Claudia_G »

@ Karl-Heinz*

auch wenns wohl nix bringen wird, die Hoffnung stirbt bekannterweise ja zuletzt .... Deadnaming

Wenn es nicht einmal hier möglich ist, den Willen eines Menschen unabhängig von der Dokumentenlage zu respektieren, was erwartest du (und andere) von der Gesellschaft?
Ich empfinde diese ganze Diskussion um Namen und Selbstgefühl eines Menschen hier und im anderen Thema als für dieses Forum deplaziert und so erbaulich wie ein Furunkel am Arsch.





*resp. "Alyssa"
Bin keine CD, bin ne Floppy-Disk ... ;-)
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...

Post 45 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Wally hat geschrieben: Mo 21. Feb 2022, 01:00 "Frau" Ganserer hat rechtlich einwandfrei als MANN - unter seinem gültigen Namen *** plus dem rechtlich irrelevanten (auf dem Wahlzettel an den Gänsefüßchen erkennbar) Wunsch-Zusatznamen "Tessa" - für den Bundestag kandidiert. Intern bei den Grünen hat er dazu dort einen Frauen-Listenplatz belegt, was aber für den Wähler aus den Wahlunterlagen NICHT zu entnehmen war und dort nach Rechtslage (prinzipielle Grundgesetzwidrigkeit einer Frauenquote) auch gar nicht deklariert werden konnte. Für den Wähler ist diese offiziell vorenthaltene Info aber wichtig, weil doch gerade im linksgrünen Milieu mit dem Geschlecht eines Abgeordneten spezifische, politisch-programmatische Erwartungen verknüpft werden - eben deshalb machen die das ja so, obwohl's eigentlich verfassungswidrig und nur wegen der Partei-internen Verfahrensweise juristisch nicht angreifbar ist. Da bleiben für den Wähler schon mal gravierende Fragen offen.
Ich halte meine Antwort sehr kurz, denn deine Art, eine trans Frau weiter zu deadnamen und zu misgendern ist gelinde gesagt zum Kotzen. Klar weiss ich, welche Emotionen du damit erzeugen willst und dass du dich damit irgendwie besser und überlegener fühlst, jetzt wo du deinen offiziellen Zettel hast, aber charakterlich ist es eine äusserst miese Art, die vor allem allen anderen hier ins Gesicht schlägt, ob mit Zettel oder ohne.

1. Wer warum und mit welchen Absichten zu Listenplatz oder Kandidatur kam, steht nie auf Wahlzetteln. Wer wählt muss sich von je her selbst über die Kandidatys informieren. Dazu gibt es Medien und Opposition. Und sie müssen sehr sorgfältig zwischen wahrer Information und Falschaussagen unterscheiden.

2. Auf Wahlzetteln wird generell nicht nach Geschlecht unterschieden oder Geschlecht überhaupt genannt.

3. Über Tessa Ganserer und den Driss mit Namen und Registereintrag ist vor der Aufstellung und der Wahl reichlich berichtet worden. Inklusive Deadname. Nichts wurde vorenthalten.

4. Parteiinterne Quoten sind keineswegs grundgesetzwidrig. Nicht mal wahlgesetzwidrig. Alle Klagen dagegen sind gescheitert. Im Gegensatz zu gesetzlichen Paritätsregeln für alle Parteien.

5. Die Regeln für einen Quotenplatz, die sich die Grünen selbst gegeben haben sind eindeutig und wurden nicht verletzt.

Zu dem restlichen Unfug: Es ist mieser kleinkrämerischer Mist. Du erzählst nichts neues. Alle kennen den Sachverhalt, den rechtlichen Stand, den alten Namen. Und?

Es gibt keine Rechtsverletzung, kein falsches Spiel. Nur offene Karten und zumindest von den demokratischen Parteien den Respekt für eine Person in Form von Namen und Anrede, deren Ziel genau die Abschaffung des menschenfeindlichen Gesetzes ist.

Es bleibt Storch und Co nur, wie die Hausmeister"¢innen auf das Spielverbot im Garagenhof zu pochen. "Spring über dieses Stöckchen und dann noch durch diesen Reifen. Ordne dich dem bekanntermassen verfassungswidrigen Gesetz - und uns - unter, das glücklicherweise noch da ist. Gib uns die Genugtuung des kleinen Sieges, dich zu demütigen, wenn wir mal so tun, als ob uns die Rechtsordnung und Verfassung so sehr am Herzen läge, die wir überall da mit Freude ins Kreuz treten, wo sie unserem Weltbild widerspricht".

Klar kannst du und können solche Leute Ganserer deadnamen und misgendern. Ich könnte dich auch rechtkonform knapp unter der justiziablen Schwelle beleidigen. In rechten Kreisen gehört das ja zum täglichen Politikstil. Das tun anständige Menschen aber nicht miteinander und wer es tut outet sich nicht als irgendwie überlegen, sondern nur als miese Type.

Und da eben weder Rechtsfehler vorliegen, noch irgendwem irgendwas vorenthalten wurde, bleibt nur eines übrig, sichtbar für alle: Charakterlich verachtenswerte sowohl zufällig wie absichtlich transfeindliche Hetze gegen eine politisch anders aufgestellte Person.
Zuletzt geändert von Jaddy am Mo 21. Feb 2022, 12:14, insgesamt 1-mal geändert.
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