Ich habe weder diese Thematik angestoßen (das war Anne-Mette höchstpersönlich, wenn auch in einem anderen Thread), noch habe ich einen Verzicht darauf erklärt, mich auch zu politischen Themen zu äußern, wie es die Meisten hier ganz selbstverständlich tun. Ich will nur meinerseits vermeiden, dass das ausufert - was zugegebenermaßen schwierig ist, da ein paar Leute hier jegliches Äußern einer von der ihren abweichenden Meinung schon gleich von vornherein als "Ausufern" definieren. BUSSIBlossom hat geschrieben: Sa 19. Feb 2022, 10:40 Danke! Dann halte dich künftig auch mit Politik zurück und stoße die Thematik nicht erst selbst an.
Heute Post vom Amtsgericht... - # 2
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...
Bitte nicht böse sein wenn ich das schreibe, aber....
Sollten wir uns nicht für Wally freuen für das was sie uns mitgeteilt hat anstatt ihren Beitrag aufgrund eines Absatzes wieder einmal zu analysieren und zerreißen?
Céline
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...
Ganz ehrlich Céline: Warum schreibt sie dieses dann hier mit dazu? Sorry, aber wer es nicht lassen kann, muss eben mit den entsprechenden Reaktionen klarkommen. Außerdem hätte es ja ein anderes, passenderes Thema dafür bereits gegeben.
Und ja, mich treffen solche Aussagen wie die im letzten Absatz auch, nicht zuletzt weil sie mich irgendwie mit-be-treffen.
Mirjam
Und ja, mich treffen solche Aussagen wie die im letzten Absatz auch, nicht zuletzt weil sie mich irgendwie mit-be-treffen.
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...
Celine, in einem Post sich über die erfolgte VäPä zu freuen und gleichzeitig einer anderen trans Frau das Frausein zu verweigern geht gar nicht.
Wally hat gesagt Frau Storch hätte nur objektive Fakten genannt. Frau Storch nannte Tessa Ganserer einen verkleideten Mann. Ebenso hat Wally mehrfach absichtlich das falsche Pronomen in Zusammenhang mit Tessa benutzt. Wofür soll sich hier eins freuen? Dafür dass Wally ihre Weiblichkeit feiert und sie anderen zugleich abspricht???
Wally hat gesagt Frau Storch hätte nur objektive Fakten genannt. Frau Storch nannte Tessa Ganserer einen verkleideten Mann. Ebenso hat Wally mehrfach absichtlich das falsche Pronomen in Zusammenhang mit Tessa benutzt. Wofür soll sich hier eins freuen? Dafür dass Wally ihre Weiblichkeit feiert und sie anderen zugleich abspricht???
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Annette
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...
Guten Tag,
tja, liebe Wally, da kann ich nur gratulieren! Deiner heiss ersehnten Namens- und Personenstandsänderung natürlich. Und auch deine Freude kann ich ebenso nachvollziehen, damit meine ich deine eigene Freude über dich selbst. Nicht die angedeutete Schadenfreude, Frau Ganserer nun "überholt" zu haben.
Auch bei mir ist die Freude riesengross gewesen. In dem Moment, wo ich letzten Oktober den Brief unseres Justiz-Ministeriums geöffnet hatte und alles mit sofortiger Wirkung amtlich wurde, sind alle Dämme gebrochen. Es war dies der bisher schönste und emotional stärkste Moment meines Lebens gewesen, ich hab vor Glückseligkeit nur noch geheult, laut und lange! Und um diese Glückseligkeit besonders hervorzuheben, habe ich dann eine alte Platte von Carlie Simon aufgelegt und mir einen bestimmten Song reingepfeffert, wieder und wieder. Dabei flüsterte mir diese wundervolle Stimme unentwegt diesen einen Satz ins Ohr: You're so vain - du bist so eitel!.
Und in diesem Sinne hatte ich es dann auch nicht nötig, irgendwelche fragwürdigen Vergleiche mit anderen Personen heraufzubeschwören.
Liebe Grüsse,
Annette CS
tja, liebe Wally, da kann ich nur gratulieren! Deiner heiss ersehnten Namens- und Personenstandsänderung natürlich. Und auch deine Freude kann ich ebenso nachvollziehen, damit meine ich deine eigene Freude über dich selbst. Nicht die angedeutete Schadenfreude, Frau Ganserer nun "überholt" zu haben.
Auch bei mir ist die Freude riesengross gewesen. In dem Moment, wo ich letzten Oktober den Brief unseres Justiz-Ministeriums geöffnet hatte und alles mit sofortiger Wirkung amtlich wurde, sind alle Dämme gebrochen. Es war dies der bisher schönste und emotional stärkste Moment meines Lebens gewesen, ich hab vor Glückseligkeit nur noch geheult, laut und lange! Und um diese Glückseligkeit besonders hervorzuheben, habe ich dann eine alte Platte von Carlie Simon aufgelegt und mir einen bestimmten Song reingepfeffert, wieder und wieder. Dabei flüsterte mir diese wundervolle Stimme unentwegt diesen einen Satz ins Ohr: You're so vain - du bist so eitel!.
Und in diesem Sinne hatte ich es dann auch nicht nötig, irgendwelche fragwürdigen Vergleiche mit anderen Personen heraufzubeschwören.
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...
Diese drei Striche hier stellen die Gürtellinie dar. Also ist alles nachfolgende weit weit darunter!Blossom hat geschrieben: Fr 18. Feb 2022, 23:22 Zum ersten Abschnitt gratuliere ich dir ganz herzlich.
Zum dem, was nach den drei Strichen folgt, verkneife ich mir besser jeden Kommentar!
Warum, frage ich mich, denn immerhin fängt der Beitrag ja mit was ganz positivem und erfreulichem an. Aber dann hat die Urheberin ihren eigenen Thread gekapert um sich über Frau Ganserer auszulassen. Warum nur? Gerade hier wird ja immer wieder betont, dass jede(r) den Weg gehen soll den sie/er für richtig hält. Und dass das sonst niemanden was angeht! Also warum dieser rhetorische Seitenhieb gegen Frau Ganserer? Vielleicht schlägt ja der persönliche Neid etwas durch, oder ist es einfach nur spät im Leben auftretender Zickenalarm?
Annette CS
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...
Danke!
Eigentlich hatte ich mir vorgenommen und auch angekündigt, diese Metadiskussion hier nicht weiter zu führen, weil sowas schnell in ein ödes Off-Topic-Pingpong ausartet, das dann alle nur noch nervt. Aber bezüglich Tessa Ganserer bin ich hier wohl grundsätzlich mißverstanden worden; deshalb hier nochmal ein grundsätzliches Statement dazu:Annette hat geschrieben: Sa 19. Feb 2022, 14:31 Und auch deine Freude kann ich ebenso nachvollziehen, damit meine ich deine eigene Freude über dich selbst. Nicht die angedeutete Schadenfreude, Frau Ganserer nun "überholt" zu haben.
Ich kritisiere hier selbstverständlich NICHT Tessa Ganserers geschlechtliche Identität, und auch nicht ihren diesbezüglichen Weg. Den bin ich ja schließlich selber gegangen, und ich habe Tessa dabei auch nicht "überholt": die ist jetzt gerade mal halb so alt wie ich, die hat da noch sehr viel Zeit...
Was mir nicht gefällt, ist die verfassungsfeindliche, grünsozialistische Politik, die "Frau" Ganser vertritt - und vor allem die Tatsache, dass sie ihr angeblich doch so privates "Frau-Sein" als wesentliches Vehikel für ihre politische Karriere benützt (Stichwort Frauenquote; als "***" wäre sie schwerlich BTA geworden), und dass sie genau damit jetzt auch noch in einer mit demokratischen Gepflogenheiten völlig unvereinbaren Weise weithin für unkritisierbar erklärt wird.
Solange Tessa Ganserer - so wie ich und die allermeisten Transgender das tun - einfach nur privat für sich in ihrer gefühlten Identität lebt, ist das völlig okay und nicht zu kritisieren; das hat ja sogar Frau von Storch ihrer angeblich so schlimmen Rede explizit vorangestellt. So lange ist Tessa Ganserer selbstverständlich auch für mich Frau Ganserer ohne Gänsefüßchen. Wenn sie aber aus ihrem subjektiven "Frau-Sein" (was ich exakt genauso bin wie sie) das Recht ableitet, auf meine Steuerkosten über meinen Kopf hinweg über alles Mögliche in meinem Leben (unter anderem z. B. auch über die gültigen Transsexuellen-Gesetze...) zu bestimmen, dann hat sie selber (!) sich damit eindeutig aus ihrer Privatsphäre heraus in eine öffentliche Sphäre begeben, in der andere Regeln gelten. Frau Ganser wollte ja eben nicht als Person - unabhängig vom Geschlecht - gewählt werden, wie es unser Grundgesetz eigentlich vorsieht, sondern explizit als Frau, eben wegen dieses Geschlechts, und folgerichtig über einen für Frauen exklusiv reservierten Listenplatz der Grünen. Wer in einer rechtsstaatlichen Demokratie sowas macht, der muß sich dann gefälligst schon auch der Nachprüfung stellen, ob er denn überhaupt eine Frau ist - und zwar in diesem Fall nach allgemein akzeptierten Maßstäben, nicht bloß nach subjektivem, persönlichem Empfinden. Das ist dann eine für die Entscheidung des Wählers sehr relevante, öffentliche Frage, das kann und darf "sie" dann nicht mehr hinter "ihrer" Privatsphäre verstecken. Und wenn dabei auch noch rauskommt, dass "Frau" Ganserer sich nicht mal der Mühe unterzogen hat, sich wenigstens rechtlich auf weiblich umschreiben zu lassen, da er's schon biologisch nun mal nicht ist und nicht sein kann, dann hat er (da meine ich jetzt ganz bewußt und explizit den Bundestagsabgeordneten ***, der er ja rechtlich nach wie vor ist) damit auch noch den letzten Rest an rechtlicher und demokratischer Legitimation verspielt, um auf eben diese, spezielle Weise (!) an ein Bundestagsmandat zu kommen. Bundestagsabgeordnete machen zwar Gesetze, sie haben sich aber an das aktuell geltende Recht gefälligst genauso zu halten wie jeder normale Bürger, die stehen da in keiner Weise drüber.
Da ursprünglich Anne-Mette höchstpersönlich das Thema im Forum zur Diskussion gestellt hat, ist es wohl auch grundsätzlich legitim, hier darüber kontrovers zu diskutieren. Bloß weil Tessa Ganserer transgender ist, muss ich noch lange nicht mit ihrem politischen Handeln - und mit dem ihrer Partei - einverstanden sein. Und ich muss dazu auch nicht den Mund halten, bloß weil ich dazu anderer Meinung bin als die Mehrheit hier. Die "Linken" wollen's doch immer und überall "divers" haben - bitteschön, da habt Ihr Diversität
Herzliche Grüße
Wally
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...
Glückwunsch, Wally, dass alles geklappt hat. Ich kenne das Gefühl. Als ich 2019 meinen Eintrag ändern lassen habe, bin ich auch so euphorisiert aus dem Standesamt gekommen. Sehr zu meiner eigenen Überraschung. Die neue Geburtsurkunde fühlte sich unglaublich validierend an.
Aber nachdem ich dieses Gefühl genossen hatte und mal in Ruhe drüber nachdenken konnte, wurde mir die Absurdität des bürokratischen Akts und meines Gefühls dazu bewusst.
Und deshalb bin ich der Ansicht, dass du in deinem unteren Textteil wesentlich zu kurz gedacht hast.
Was genau unterscheidet dich, jetzt mit Urkunde, von dir davor? Was unterscheidet dich, vorher, nachher, von Tessa Ganserer, die seit vier Jahren öffentlich und offen als trans Frau lebt?
Es ist ein Buchstabe in einer Datenbank, zu dessen Erlangung du durch ein paar ziemlich willkürlich hingehaltene Reifen gesprungen bist.
Keine dieser Übungen kann austesten oder beweisen, wie viel "Frau" du bist oder ob überhaupt. Sie können maximal ermitteln, wie überzeugend du zwei Menschen in einem Gespräch Rollenklischees vortanzen kannst, garniert mit biografischen Schmankerln. Wenn's hoch kommt noch ein paar Fragen unter die Gürtellinie.
Wenn man den zeitlichen, finanziellen und nervlichen Aufwand mal abzieht und die allseits bekannte Tatsache bedenkt, dass diese Gutachten nicht wirklich die Geschlechtsidentität erkunden können, läuft die ganze Prozedur darauf hinaus, dass Du dreimal ausdrücklich erklärt hast, zukünftig juristisch weiblich einsortiert zu werden.
Und zwar genau nicht mehr als das. Erklärung, Buchstabe geändert, fertig. OK, neuer Name im Perso etc.
Im täglichen Leben ändert sich dadurch aber praktisch nichts. Ob in der Bäckerei oder im Schwimmbad, in Umkleiden oder wo auch immer kannst du gerne mit der Geburtsurkunde wedeln, aber das wird Gegner"¢innen von trans Personen kaum beeindrucken. In TERFige Räume wirst du nicht kommen, EMMA und Co würden dich trotz des neuen Eintrags nicht als Frau akzeptieren, sondern weiterhin als verkleideten, potenziellen Gewalttäter sehen. Und zwar als männlichen.
Als trans Frau wirst du eher doppelt diskriminiert. Einmal als Frau - bzw vor allem als nicht-Mann - und zum anderen als trans, nämlich als nicht-mehr-Mann(1).
Interessanterweise bezieht sich die Diskriminierung letztlich auf die Biologie, die du so betonst; in Form der Beurteilung des äusseren Anscheins durch andere. Klar, wir können leider weder Chromosomen noch die Folgen der Pubertät nachträglich ändern. Genau darauf pochen die trans Gegner"¢innen und genau das sagst du auch. Also warum hast du den Eintrag ändern lassen? Warum verspürst du so eine Erleichterung? Warum ist diese willkürliche Gesinnnungsprüfung ohne objektiven Wert, die im Alltag nichts wirklich ändert, dir so wichtig.
Weil es für uns nicht um Biologie geht. Nicht mal um die rechtliche Einordnung, die im Zeitalter der Gleichstellungsgesetze eh witzlos geworden ist. Wir wollen einfach selbst entscheiden, wie wir uns zu den angebotenen sozialen Rollen verhalten. Du hast festgestellt, dass du besser in der Rolle "Frau" leben kannst/willst, und ich weise beide binären Sets zurück und bediene mich frei.
In der sozialen Rolle akzeptiert zu werden lässt sich aber weder durch medizinische Maßnahmen erreichen, noch durch psychologische Gutachten. Alle Kriterien, wann Menschen in ihrem Geschlecht akzeptiert werden laufen auf Willkür hinaus, sowohl im Allatg, als auch vor dem Gesetz.
Tessa könnte sicherlich jederzeit alle möglichen Gutachten einholen. Und wenn im Gesetz stünde, dass trans Frauen 100m auf einem Bein hüpfen und "Rumpelstilzchen" rufen müssen, könnte sie das auch und du hättest es vielleicht auch getan. Es wäre genauso aussagekräftig wie die Gutachten, aber vermutlich wenigstens billiger.
Tessa geht es aber darum, genau diese Absurdität abzuschaffen und sich deshalb nicht erst ihr zu unterwerfen. "Obs edler im Gemüt, die Pfeil und Schleudern des wütenden Geschicks erdulden oder, sich waffnend gegen eine See von Plagen, durch Widerstand sie enden?", wie der Dichter schrieb.
Ich bewundere ihre Haltung und ihre Nervenstärke. Ich hatte diese Geduld und Nervenstärke nicht. Du auch nicht.
Das macht Tessa aber auf keinen Fall weniger zur Frau als dich. An "Pfeil und Schleudern des wütenden Geschicks" hat sie jetzt schon durch ihr öffentliches Bekenntnis als trans Frau in der Politik deutlich mehr ausgehalten als wir beide zusammen.
---
(1) und diese Doppeldiskriminierung aufgrund der weiblichen Geschlechtsidentität rechtfertigt auf jeden Fall die Listenposition in Übereinstimmung mit der Satzung und Frauenstatus der Partei.
Aber nachdem ich dieses Gefühl genossen hatte und mal in Ruhe drüber nachdenken konnte, wurde mir die Absurdität des bürokratischen Akts und meines Gefühls dazu bewusst.
Und deshalb bin ich der Ansicht, dass du in deinem unteren Textteil wesentlich zu kurz gedacht hast.
Was genau unterscheidet dich, jetzt mit Urkunde, von dir davor? Was unterscheidet dich, vorher, nachher, von Tessa Ganserer, die seit vier Jahren öffentlich und offen als trans Frau lebt?
Es ist ein Buchstabe in einer Datenbank, zu dessen Erlangung du durch ein paar ziemlich willkürlich hingehaltene Reifen gesprungen bist.
Keine dieser Übungen kann austesten oder beweisen, wie viel "Frau" du bist oder ob überhaupt. Sie können maximal ermitteln, wie überzeugend du zwei Menschen in einem Gespräch Rollenklischees vortanzen kannst, garniert mit biografischen Schmankerln. Wenn's hoch kommt noch ein paar Fragen unter die Gürtellinie.
Wenn man den zeitlichen, finanziellen und nervlichen Aufwand mal abzieht und die allseits bekannte Tatsache bedenkt, dass diese Gutachten nicht wirklich die Geschlechtsidentität erkunden können, läuft die ganze Prozedur darauf hinaus, dass Du dreimal ausdrücklich erklärt hast, zukünftig juristisch weiblich einsortiert zu werden.
Und zwar genau nicht mehr als das. Erklärung, Buchstabe geändert, fertig. OK, neuer Name im Perso etc.
Im täglichen Leben ändert sich dadurch aber praktisch nichts. Ob in der Bäckerei oder im Schwimmbad, in Umkleiden oder wo auch immer kannst du gerne mit der Geburtsurkunde wedeln, aber das wird Gegner"¢innen von trans Personen kaum beeindrucken. In TERFige Räume wirst du nicht kommen, EMMA und Co würden dich trotz des neuen Eintrags nicht als Frau akzeptieren, sondern weiterhin als verkleideten, potenziellen Gewalttäter sehen. Und zwar als männlichen.
Als trans Frau wirst du eher doppelt diskriminiert. Einmal als Frau - bzw vor allem als nicht-Mann - und zum anderen als trans, nämlich als nicht-mehr-Mann(1).
Interessanterweise bezieht sich die Diskriminierung letztlich auf die Biologie, die du so betonst; in Form der Beurteilung des äusseren Anscheins durch andere. Klar, wir können leider weder Chromosomen noch die Folgen der Pubertät nachträglich ändern. Genau darauf pochen die trans Gegner"¢innen und genau das sagst du auch. Also warum hast du den Eintrag ändern lassen? Warum verspürst du so eine Erleichterung? Warum ist diese willkürliche Gesinnnungsprüfung ohne objektiven Wert, die im Alltag nichts wirklich ändert, dir so wichtig.
Weil es für uns nicht um Biologie geht. Nicht mal um die rechtliche Einordnung, die im Zeitalter der Gleichstellungsgesetze eh witzlos geworden ist. Wir wollen einfach selbst entscheiden, wie wir uns zu den angebotenen sozialen Rollen verhalten. Du hast festgestellt, dass du besser in der Rolle "Frau" leben kannst/willst, und ich weise beide binären Sets zurück und bediene mich frei.
In der sozialen Rolle akzeptiert zu werden lässt sich aber weder durch medizinische Maßnahmen erreichen, noch durch psychologische Gutachten. Alle Kriterien, wann Menschen in ihrem Geschlecht akzeptiert werden laufen auf Willkür hinaus, sowohl im Allatg, als auch vor dem Gesetz.
Tessa könnte sicherlich jederzeit alle möglichen Gutachten einholen. Und wenn im Gesetz stünde, dass trans Frauen 100m auf einem Bein hüpfen und "Rumpelstilzchen" rufen müssen, könnte sie das auch und du hättest es vielleicht auch getan. Es wäre genauso aussagekräftig wie die Gutachten, aber vermutlich wenigstens billiger.
Tessa geht es aber darum, genau diese Absurdität abzuschaffen und sich deshalb nicht erst ihr zu unterwerfen. "Obs edler im Gemüt, die Pfeil und Schleudern des wütenden Geschicks erdulden oder, sich waffnend gegen eine See von Plagen, durch Widerstand sie enden?", wie der Dichter schrieb.
Ich bewundere ihre Haltung und ihre Nervenstärke. Ich hatte diese Geduld und Nervenstärke nicht. Du auch nicht.
Das macht Tessa aber auf keinen Fall weniger zur Frau als dich. An "Pfeil und Schleudern des wütenden Geschicks" hat sie jetzt schon durch ihr öffentliches Bekenntnis als trans Frau in der Politik deutlich mehr ausgehalten als wir beide zusammen.
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(1) und diese Doppeldiskriminierung aufgrund der weiblichen Geschlechtsidentität rechtfertigt auf jeden Fall die Listenposition in Übereinstimmung mit der Satzung und Frauenstatus der Partei.
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...
Die Landesliste darf jede Partei selber aufstellen und ist vor der Wahl bekannt. Dass die Grünen extra Plätze für Frauen hat und wer auf den Plätzen sitzen darf, ist deren eigene interne Entscheidung und keine vom Gesetz vorgegebene. Das bedeutet der Geschlechtseintrag ist nicht von Bedeutung. Wer die Grünen gewählt hat wusste von Anfang an, dass dort eine Frau mit rechtlich abweichenden Geschlechtseintrag kandidiert. Wo ist dort rechtlich ein Problem?Wally hat geschrieben: Sa 19. Feb 2022, 20:03 Frau Ganser wollte ja eben nicht als Person - unabhängig vom Geschlecht - gewählt werden, wie es unser Grundgesetz eigentlich vorsieht, sondern explizit als Frau, eben wegen dieses Geschlechts, und folgerichtig über einen für Frauen exklusiv reservierten Listenplatz der Grünen. Wer in einer rechtsstaatlichen Demokratie sowas macht, der muß sich dann gefälligst schon auch der Nachprüfung stellen, ob er denn überhaupt eine Frau ist - und zwar in diesem Fall nach allgemein akzeptierten Maßstäben, nicht bloß nach subjektivem, persönlichem Empfinden. Das ist dann eine für die Entscheidung des Wählers sehr relevante, öffentliche Frage, das kann und darf "sie" dann nicht mehr hinter "ihrer" Privatsphäre verstecken.
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...
Danke, Jaddy - und gleich mal voraus hohen Respekt dafür, dass Du Dich hier ernsthaft auf eine faire Sachdiskussion einlässt, anstatt - wie einige hier - bloß ad personam zu stänkern. Deshalb habe ich mich auch gleich ganz offiziell für Dein Posting bedankt.Jaddy hat geschrieben: Sa 19. Feb 2022, 20:08 Glückwunsch, Wally, dass alles geklappt hat. Ich kenne das Gefühl. Als ich 2019 meinen Eintrag ändern lassen habe, bin ich auch so euphorisiert aus dem Standesamt gekommen. Sehr zu meiner eigenen Überraschung. Die neue Geburtsurkunde fühlte sich unglaublich validierend an.
Trotzdem bin ich da grundsätzlich anderer Meinung als Du; ich will versuchen, das im Einzelnen zu begründen:
Das war mir vorher schon klarJaddy hat geschrieben: Sa 19. Feb 2022, 20:08 Aber nachdem ich dieses Gefühl genossen hatte und mal in Ruhe drüber nachdenken konnte, wurde mir die Absurdität des bürokratischen Akts und meines Gefühls dazu bewusst.
Gar nichts - soweit es um das praktische Leben im Alltag geht.Jaddy hat geschrieben: Sa 19. Feb 2022, 20:08 Was genau unterscheidet dich, jetzt mit Urkunde, von dir davor? Was unterscheidet dich, vorher, nachher, von Tessa Ganserer, die seit vier Jahren öffentlich und offen als trans Frau lebt?
Aber ganze Welten, sobald es um politische Einstellungen und Entscheidungen geht. Wobei das in diesem speziellen Fall eben nicht "bloß" irrelevante Stammtischparolen sind: Tessa Ganserer übt als BtA ganz konkret Macht über mich und alle anderen Bürger dieses Staates aus, und zwar m.E. rechtlich und demokratisch illegitim. Rechtlich illegitim deshalb, weil sie rechtlich immer noch höchst eindeutig ein Mann namens *** ist, der folglich nicht rechtsgültig als Frau mit Vornamen Tessa Bundestagsabgeordnete sein kann; in unserem aktuell gültigen Rechtssystem, an das Frau Ganserer wie jeder andere Bürger gebunden ist, schließt sich das gegenseitig aus. Und demokratisch illegitim deshalb, weil Frau Ganserer sich eben als Frau - via Quote mit eben diesem Geschlecht als wichtigstem Vehikel - bei den Wählern um diesen Job beworben hat, obwohl sie das objektiv - nämlich aus der Sicht der Mehrzahl ihrer Wähler, allein darauf kommt es hier nach demokratischen Spielregeln an - gar nicht ist: biologisch kann sie es nicht sein, und juristisch könnte sie es zwar sein, will das aber erklärtermaßen gar nicht.
Natürlich kann man jetzt fragen, warum denn dieselbe, formale Geschlechtsidentität, die beim Wursteinkauf im heimatlichen Dorfladen sowas von schnuppe ist, im Bundestag plötzlich ein entscheidendes Kriterium sein soll. Nun: im Dorfladen begegnet man sich persönlich, man kennt einander wenigstens zum Teil auch persönlich, und man kann jedenfalls im Regelfall davon ausgehen, dass jemand für den persönlichen Einkauf - und NUR dafür, nicht für irgendwelche kriminellen Zwecke - den Laden betritt und mit echtem Geld bezahlt, über das er auch rechtmäßig verfügt. Gegen die trotzdem vorkommenden Ausnahmefälle gibt's wirksame Maßnahmen; man braucht dafür nicht die Übereinstimmung von Vornamen und Geschlecht im Perso mit dem Outfit zu vergleichen, das wäre auch gar nicht hilfreich, weil ein Betrüger schon aus Eigeninteresse bemüht sein wird, nicht völlig unnötig ausgerechnet durch sowas aufzufallen.
In der Politik ist das sehr anders: Politiker geben nicht bloß ihr privates Geld für ihre persönlichen Zwecke, sondern vor allem auch UNSER STEUERGELD (beim höchsten Steuer- und Abgabensatz der Welt - weit mehr, als uns selber zur freien Verfügung bleibt!) stellvertretend IN UNSEREM NAMEN für Zwecke aus, die angeblich in unserem wohlverstanden Interesse sein sollen, sie machen Gesetze und erlassen Regeln, die unsere Freiheit z.T. massivst einschränken (aktuell z.B. Corona-Einschränkungen/Impfpflichten). Ob das alles auch wirklich zu unserem Besten als Bürger und nicht bloß zur privaten Bereicherung gewisser PolitikerInnen
Wo das Vertrauen des Wählers gegenüber ihm i.d.R. persönlich unbekannten Personen eine so grundlegende, entscheidende, die gesamten Lebensverhältnisse bestimmende Bedeutung hat wie in einer Demokratie, da sind rechtliche und demokratische Formalismen letztlich das EINZIGE (!), was uns von Diktaturen, kriminellen Kleptokratien und korrupten Bananenrepubliken unterscheidet und vor dem in solchen Staaten typischerweise geschehenden Unrecht wenigstens teilweise bewahren kann. Das Vertrauen des Wählers gründet sich darauf - und NUR darauf, dass ein Politiker sich vor dem Wähler unter eben diesen Aspekten auch als vertrauenswürdig erweist. Deshalb ist die strikte Einhaltung von Rechtsnormen in der Politik so wichtig, selbst wenn sie im Einzelnen als sachlich unsinnig und im privaten Rahmen als völlig irrelevant erscheinen mögen: es erweist sich darin die demokratische Grundhaltung eines Politikers, seine ehrliche und seriöse Motivation.
Wenn ich den mir persönlich als nett, verlässlich und hilfsbereit bekannten Nachbarn *** im Dorfladen antreffe, und er trägt da plötzlich Rock und Pumps und möchte "Tessa" genannt werden, dann tue ich ihm in Gottes Namen den Gefallen, selbst wenn ich es nicht verstehe; für mich ist das dann halt eine harmlose Marotte, die mich weiter nichts angeht und an dem positiven Gesamtbild, das ich mir aus Erfahrung von diesem Menschen gemacht habe, auch nichts Grundlegendes ändert. Es kostet mich nichts weiter als ein Lächeln, "sie" mit "Frau Ganserer" anzureden.
Wenn aber eine mir persönlich völlig unbekannte Tessa Ganserer sich explizit als Frau über einen exklusiv für Frauen reservierten Listenplatz der Grünen in den Bundestag wählen läßt - und dann stellt sich heraus, dass "die" in Wirklichkeit biologisch ein Mann ist und sich noch nicht mal auf rechtlicher Ebene korrekt um den weiblichen Status gekümmert hat, den sie politisch vorgibt (und das nicht nur als persönliche Identität, sondern auch noch als damit via Quote verbundenes, politisches Programm!) - wie, bitte, kann ich als Wähler dann einen solchen HERRN Ganserer noch von einem kriminellen Betrüger unterscheiden, der unter falschem Namen Millionen Euro von meinem Steuergeld in obskure Kanäle leitet? Außer der teilweise getürkten Identität weiß ich als Wähler doch so gut wie NICHTS über diesen Menschen...
Wenn ein Politiker sich - soweit nachweisbar - strikt an die aktuell gültigen, rechtlichen und demokratischen Regeln hält, dann schützt mich das als Wähler zwar leider auch nicht vor politischen Täuschungen und Betrügereien; das kommt auch in den besten Kreisen vor, wirklich sicher ist man davor nie. Wenn einer aber schon bei solchen Basics wie der eigenen Identität flunkert, sich in Widersprüche verwickelt und sich um eine seriöse Beachtung rechtlicher wie demokratischer Normen erkennbar schon von vornherein gar nicht erst schert - dann kann man als Wähler ziemlich sicher sein, dass der programmatisch erst recht ganz andere Ziele verfolgt als die, für die er sich wählen ließ. Der ist dann schlicht nicht vertrauenswürdig.
Puh... Das wurde jetzt mal wieder ein (viel zu) langer Text - dabei habe ich noch nicht mal auf die Hälfte Deines Postings angemessen geantwortet; da steckt noch so vieles drin, was mich zum Widerspruch reizt. Ist leider unvermeidlich, wenn zwei Menschen aus so unterschiedlichen Sichtweisen kommen wie wir beide: dann muß man quasi bei Adam und Eva anfangen, um das halbwegs verständlich aufzudröseln. Ich schreibe dann morgen weiter. Gute Nacht [hier fehlt ein Gähn-Smiley]
Herzliche Grüße
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...
Ich verstehe deine Argumentation, aber die hat einen wichtigen Fehler: Es wurde und wird kein Mensch getäuscht, einfach weil nie ein Geheimnis draus gemacht wurde.
Die Satzung und das Frauenstatut der Grünen sagen ganz klar, dass unter "Frau" kandidieren darf, wer sich als Frau versteht. Es gab ja einen cis-männlichen Troll, der zwecks Anti-SelfID-Stimmungsmache bewusst auf einem "Frauenplatz" kandidiert hat - und die entsprechende Quittung bekam. Erstens nicht gewählt, zweitens Job bei der Grünen Partei weg, weil offenbar im Widerspruch zum Parteistatut.
Die Aufstellung im Wahlregister, auf der Liste und dem Stimmzettel erfolgte mit dem Deadname plus Tessa als Zweitnamen und soweit ich weiss wird sie auch genau so geführt, genauso wie sie im bayrischen Landtag auch schon länger als Abgeordnete Frau Tessa Ganserer gearbeitet hat.
D.h. respektvolle Menschen akzeptieren sie als trans Frau und verwenden ihren neuen Namen wo immer möglich. Nur dort, wo es juristisch erforderlich ist, steht der Deadname. Genau so, wie jede andere trans Person es auch erlebt, wenn es gut läuft, mit oder ohne dgti Ergänzungsausweis. Im Job, Verein usw. Auch Zeugnisse, Schichtpläne, etc können auf beliebige Namen geführt werden und alle wissen wer gemeint ist. Nur die Buchhaltung muss dem Finanzamt gegenüber den amtlich eingetragenen Namen angeben. Du kannst sogar bei einigen Banken Kredit- und ec-Karten auf einen anderen Namen bekommen, als im Perso steht. Soviel zum Einkauf. Das ist völlig rechtskonform, solange die Bank beim Konto dahinter den amtlich eingetragenen Namen führt.
Es wurden und werden also keine Gesetze verletzt. Es wurden und werden weder Behörden, noch Parteien, noch Bürger"¢innen Informationen vorenthalten oder falsche Tatsachen vorgespiegelt. Tessa hat nie ein Geheimnis daraus gemacht. Alle wissen, wie ihr amtlicher Eintrag lautet, aber respektieren sie als Frau, inklusive neuem Namen, genau wie dich - mit oder ohne Änderung.
Nicht nur in der Transition können je nach Kontext mehrere Dinge gleichzeitig wahr sein: Der eingetragene Name in offiziellen Dokumenten und die Verwendung des neuen aus Respekt vor der Person.
Die Satzung und das Frauenstatut der Grünen sagen ganz klar, dass unter "Frau" kandidieren darf, wer sich als Frau versteht. Es gab ja einen cis-männlichen Troll, der zwecks Anti-SelfID-Stimmungsmache bewusst auf einem "Frauenplatz" kandidiert hat - und die entsprechende Quittung bekam. Erstens nicht gewählt, zweitens Job bei der Grünen Partei weg, weil offenbar im Widerspruch zum Parteistatut.
Die Aufstellung im Wahlregister, auf der Liste und dem Stimmzettel erfolgte mit dem Deadname plus Tessa als Zweitnamen und soweit ich weiss wird sie auch genau so geführt, genauso wie sie im bayrischen Landtag auch schon länger als Abgeordnete Frau Tessa Ganserer gearbeitet hat.
D.h. respektvolle Menschen akzeptieren sie als trans Frau und verwenden ihren neuen Namen wo immer möglich. Nur dort, wo es juristisch erforderlich ist, steht der Deadname. Genau so, wie jede andere trans Person es auch erlebt, wenn es gut läuft, mit oder ohne dgti Ergänzungsausweis. Im Job, Verein usw. Auch Zeugnisse, Schichtpläne, etc können auf beliebige Namen geführt werden und alle wissen wer gemeint ist. Nur die Buchhaltung muss dem Finanzamt gegenüber den amtlich eingetragenen Namen angeben. Du kannst sogar bei einigen Banken Kredit- und ec-Karten auf einen anderen Namen bekommen, als im Perso steht. Soviel zum Einkauf. Das ist völlig rechtskonform, solange die Bank beim Konto dahinter den amtlich eingetragenen Namen führt.
Es wurden und werden also keine Gesetze verletzt. Es wurden und werden weder Behörden, noch Parteien, noch Bürger"¢innen Informationen vorenthalten oder falsche Tatsachen vorgespiegelt. Tessa hat nie ein Geheimnis daraus gemacht. Alle wissen, wie ihr amtlicher Eintrag lautet, aber respektieren sie als Frau, inklusive neuem Namen, genau wie dich - mit oder ohne Änderung.
Nicht nur in der Transition können je nach Kontext mehrere Dinge gleichzeitig wahr sein: Der eingetragene Name in offiziellen Dokumenten und die Verwendung des neuen aus Respekt vor der Person.
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...
Hallo Wally,
auch von mir aufrichtige Glückwünsche zu Deinem neuen öffentlich-rechtlichen Status.
Im übrigen sehe ich vieles ähnlich wie Jaddy und freue mich gleichzeitig, dass man mit Dir diskutieren kann.
Ich finde, der Ersatz des TSG durch ein Selbstbestimmungsrecht ist längst überfällig und hätte auch Dir den Weg zu deinem neuen Ausweis erheblich vereinfacht. Spätestens vor dem Hintergrund, dass Trans nicht pathologisch zu sehen ist, macht das TSG überflüssig. Ich gönne es zutiefst den künftigen Generationen, wenn es für sie dadurch einfacher wird. Vielleicht denken wir auch künftig anders über die Wertigkeit von Männern und Frauen. Aber das ist hier nicht das Thema. Frau Ganserer auf einem Frauenplatz der Grünen ist eine politische Aussage, an der sie und Die Grünen gemessen werden können. Meine Erwartungen sind hoch in dieser Frage. Es könnte gut investiertes Steuergeld sein.
auch von mir aufrichtige Glückwünsche zu Deinem neuen öffentlich-rechtlichen Status.
Im übrigen sehe ich vieles ähnlich wie Jaddy und freue mich gleichzeitig, dass man mit Dir diskutieren kann.
Wie Jaddy schon schrieb, es ist ja nicht verheimlicht worden und Tessa Ganserer ist demokratisch gewählt worden, weil sie eine Haltung vertritt, die sie auch über ihren Listenplatz als Frau demonstriert. Ich denke, auch die Partei hat sie gerade wegen ihrer persönlichen Eigenschaften dorthin gesetzt. Das mag Dir vielleicht nicht gefallen, aber das ist jetzt ihr Job, "über Deinen Kopf" mit Steuergeldern "zu bestimmen". Wenn Du das so beschreibst, stelle ich mir die Frage, was Du unter Demokratie verstehst ? Ich meine das völlig wertfrei und ohne Zuweisung in irgendeine politische Richtung.Wally hat geschrieben: Sa 19. Feb 2022, 20:03 Wenn sie aber aus ihrem subjektiven "Frau-Sein" (was ich exakt genauso bin wie sie) das Recht ableitet, auf meine Steuerkosten über meinen Kopf hinweg über alles Mögliche in meinem Leben (unter anderem z. B. auch über die gültigen Transsexuellen-Gesetze...) zu bestimmen, dann hat sie selber (!) sich damit eindeutig aus ihrer Privatsphäre heraus in eine öffentliche Sphäre begeben, in der andere Regeln gelten.
Ich finde, der Ersatz des TSG durch ein Selbstbestimmungsrecht ist längst überfällig und hätte auch Dir den Weg zu deinem neuen Ausweis erheblich vereinfacht. Spätestens vor dem Hintergrund, dass Trans nicht pathologisch zu sehen ist, macht das TSG überflüssig. Ich gönne es zutiefst den künftigen Generationen, wenn es für sie dadurch einfacher wird. Vielleicht denken wir auch künftig anders über die Wertigkeit von Männern und Frauen. Aber das ist hier nicht das Thema. Frau Ganserer auf einem Frauenplatz der Grünen ist eine politische Aussage, an der sie und Die Grünen gemessen werden können. Meine Erwartungen sind hoch in dieser Frage. Es könnte gut investiertes Steuergeld sein.
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
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Wally
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...
Okay, dann fassen wir mal zusammen: "Frau" Ganserer hat rechtlich einwandfrei als MANN - unter seinem gültigen Namen *** plus dem rechtlich irrelevanten (auf dem Wahlzettel an den Gänsefüßchen erkennbar) Wunsch-Zusatznamen "Tessa" - für den Bundestag kandidiert. Intern bei den Grünen hat er dazu dort einen Frauen-Listenplatz belegt, was aber für den Wähler aus den Wahlunterlagen NICHT zu entnehmen war und dort nach Rechtslage (prinzipielle Grundgesetzwidrigkeit einer Frauenquote) auch gar nicht deklariert werden konnte. Für den Wähler ist diese offiziell vorenthaltene Info aber wichtig, weil doch gerade im linksgrünen Milieu mit dem Geschlecht eines Abgeordneten spezifische, politisch-programmatische Erwartungen verknüpft werden - eben deshalb machen die das ja so, obwohl's eigentlich verfassungswidrig und nur wegen der Partei-internen Verfahrensweise juristisch nicht angreifbar ist. Da bleiben für den Wähler schon mal gravierende Fragen offen.Jaddy hat geschrieben: So 20. Feb 2022, 03:11 Beitrag von Jaddy -» So 20. Feb 2022, 03:11
Ich verstehe deine Argumentation, aber die hat einen wichtigen Fehler: Es wurde und wird kein Mensch getäuscht, einfach weil nie ein Geheimnis draus gemacht wurde.
(...)
Die Aufstellung im Wahlregister, auf der Liste und dem Stimmzettel erfolgte mit dem Deadname plus Tessa als Zweitnamen und soweit ich weiss wird sie auch genau so geführt, genauso wie sie im bayrischen Landtag auch schon länger als Abgeordnete Frau Tessa Ganserer gearbeitet hat.
(...)
Es wurden und werden also keine Gesetze verletzt. Es wurden und werden weder Behörden, noch Parteien, noch Bürger"¢innen Informationen vorenthalten oder falsche Tatsachen vorgespiegelt. Tessa hat nie ein Geheimnis daraus gemacht. Alle wissen, wie ihr amtlicher Eintrag lautet, aber respektieren sie als Frau, inklusive neuem Namen, genau wie dich - mit oder ohne Änderung.
Vorhang, zweiter Akt: *** ist - als solcher, wenn auch mit dem inoffiziellen, rechtlich belanglosen Beinamen "Tessa" (andere Männer heißen sogar offiziell und rechtsgültig mit Zweitnamen Maria, was aber geschlechtlich auch nichts aussagt...) rechtlich gültig in den Bundestag gewählt. Offiziell und rechtlich - also aus der einzigen Sichtweise, die für den Wähler als Auftraggeber und mit diesem Auftrag künftig von Ganserer mitregierten Bürger überhaupt relevant ist, ist er der männliche Bundestagsabgeordnete *** Ganserer, inoffizieller Beinamen hin oder her. Ein Abgeordnetenamt ist nun mal ein öffentliches Amt und keine Kuschelgruppe. Nur bei rechtlich irrelevanten Rahmentätigkeiten darf er sich gegenüber Leuten, die ihn (als Mann!) persönlich kennen, wahlweise auch als "Tessa" ausgeben. Sobald es aber amtlich "zur Sache geht" - und das tut es in einem so hohen Amt nahezu ständig - darf er das NICHT mehr; seine korrekte Identität ist nun mal der männliche Abgeordnete *** Ganserer. Als der ist er gewählt, und NUR als der darf er rechtsgültig seines Amtes walten. Er darf auch nicht eigenmächtig darüber entscheiden, was konkret in seiner Amtsführung wichtig genug ist, um seinen rechtsgültigen, männlichen Namen zu erfordern: sobald auch nur eine einzige der anderen, an einer Amtshandlung beteiligten Personen da Zweifel anmeldet, hat er seine männliche Identität korrekt und zweifelsfrei klarzustellen - denn NUR in dieser männlichen Identität ist er zu seinen Amtshandlungen überhaupt befugt! Soviel zu den rechtlichen Rahmenbedingungen.
Nun kann eine solche Situation für einen transsexuellen Menschen sehr belastend und sogar vollends unerträglich werden; wer wüßte das besser als unsereins?
Dafür gibt es in Deutschland schon seit vielen Jahren ein gültiges Transsexuellengesetz. *** Ganserer (sorry, er hat sich als solcher wählen lassen, also IST er er für mich MdB *** Ganserer - privat kenne ich ihn ja überhaupt nicht) hat jederzeit die Möglichkeit, eine Änderung seines rechtsgültigen Vornamens und Personenstatus zu beantragen. Danach darf sie auch ihr Bundestagsmandat rechtsgültig ohne Wenn und Aber als "Frau Tessa Ganserer" wahrnehmen - und muss das dann allerdings auch, als "Markus" darf sie das dann nicht mehr.
Die Hürden für dieses Verfahren sind weiß Gott nicht unzumutbar hoch: um ein stinknormales Auto fahren oder einen Gleitschirm fliegen zu dürfen, mußte ich jeweils ein Vielfaches an Zeit und Geld und Behördengängen im Vergleich zu dem gerade eben vollzogenen TSG-Verfahren investieren. Aber das will *** Ganserer nicht: offenbar sind seine Seelennöte mit der männlichen Geschlechtsrolle dann doch nicht gravierend genug, um sich mit ein paar wenigen Gutachterstunden und 1500 Euro für das Verfahren rechtlich korrekt daraus zu befreien.
Vorhang, dritter Akt: MdB *** Ganserer gibt sich seit seiner Wahl in seinem öffentlichen Amt rundherum als Frau aus, die er weder biologisch noch rechtlich ist, er unterschreibt allenfalls noch verschämt im Verborgenen rechtlich relevante Dokumente mit "***", verlangt aber, sogar öffentlich im Plenum (wo sonst - wenn nicht da - übt er denn rechtlich relevant sein Amt als männlicher Bundestagsabgeordneter aus?) angeblich "korrekt" - aber in Wahrheit gerade NICHT korrekt - als Frau mit "Tessa" angeredet zu werden. Und wenn das von einer AfD-Abgeordneten moniert und er von ihr - rechtlich völlig korrekt! - als der Mann angeredet wird, als der er überhaupt nur das Recht hat, da drin zu sitzen, läßt er es zu, dass Frau Storch dafür vom gesamten Plenum (minus AfD) zusammengeschissen wird, als ob sie den Bundespräsidenten einen Uhu genannt hätte
Nun ist es ja keine Schande, ein männlicher Bundestagsabgeordneter zu sein; beleidigen kann man jemanden damit schwerlich. Irgendein Recht auf weibliche Anrede hat Ganserer auch nicht, im Gegenteil: JEDER Andere hat das selbstverständliche Recht, ihn als den Mann zu adressieren, der er als MdB nun mal ist - und im Bundestag sogar die Pflicht dazu, sobald's rechtlich irgendwie relevant wird! Auf eine seelische Notlage kann sich Herr Ganserer da auch nicht berufen, da ihm ja mit dem TSG - das für ihn in seiner aktuell gültigen Form genauso gilt wie für alle betroffenen Bürger - ein durchaus zumutbarer und sogar ziemlich prompt erfolgversprechender Ausweg aus diesem Schlamassel offensteht.
Aber anstatt diesen rechtlich korrekten Weg zu gehen, wie es von jedem normalen Bürger erwartet wird, zieht "Frau" Ganserer es vor, sich nach dem Motto "legal-illegal-scheissegal" einen feuchten Dreck um die Rechtslage zu scheren und sich im höchsten, deutschen Parlament wie die Axt im Walde aufzuführen.
Und DAS geht für einen Bundestagsabgeordneten GAR NICHT.
[/quote]
Herzliche Grüße
Wally
Wally
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...
Liebe Wally,
du verwechselst Amt und Mandat.
Und du tust so, als ob bei der Wahl Geschlechter gewählt würden - und nicht Personen. Die Person Ganserer stand zur Wahl, über ihre Identität bestand zu keinem Zeitpunkt Unklarheit, so dass auch niemand getäuscht werden konnte. Vielmehr stand ihre Identität bereits im Wahlkampf so sehr im Vordergrund, dass dies offenbar bis ganz rechts außen zur Kenntnis genommen wurde. Es wird gerade nur nochmal neu aufgewärmt, dabei bekommt es jedesmal einen faderen Beigeschmack.
Wenn es hier überhaupt was zu kritisieren gibt, dann die Art und Weise wie die Grünen ihre Listen aufstellen. Das ist aber deren interne Angelegenheit und rechtlich nicht zu beanstanden, wie du ja selbst erkannt hast. Wenn du damit ein Problem hast, solltest du bei den Grünen Mitglied werden und dich innerhalb der Partei für eine Änderung einsetzen.
Der Rest, wie Anrede und Umgang mit Ganserer ist eine Frage von Anstand und Respekt, mitunter auch persönlicher Reife. Das scheint bei Mitgliedern der Rechtsaußenpartei nicht vorhanden zu sein, so dass die Axt im Walde eher dort zu suchen ist.
LGL
du verwechselst Amt und Mandat.
Und du tust so, als ob bei der Wahl Geschlechter gewählt würden - und nicht Personen. Die Person Ganserer stand zur Wahl, über ihre Identität bestand zu keinem Zeitpunkt Unklarheit, so dass auch niemand getäuscht werden konnte. Vielmehr stand ihre Identität bereits im Wahlkampf so sehr im Vordergrund, dass dies offenbar bis ganz rechts außen zur Kenntnis genommen wurde. Es wird gerade nur nochmal neu aufgewärmt, dabei bekommt es jedesmal einen faderen Beigeschmack.
Wenn es hier überhaupt was zu kritisieren gibt, dann die Art und Weise wie die Grünen ihre Listen aufstellen. Das ist aber deren interne Angelegenheit und rechtlich nicht zu beanstanden, wie du ja selbst erkannt hast. Wenn du damit ein Problem hast, solltest du bei den Grünen Mitglied werden und dich innerhalb der Partei für eine Änderung einsetzen.
Der Rest, wie Anrede und Umgang mit Ganserer ist eine Frage von Anstand und Respekt, mitunter auch persönlicher Reife. Das scheint bei Mitgliedern der Rechtsaußenpartei nicht vorhanden zu sein, so dass die Axt im Walde eher dort zu suchen ist.
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Re: Heute Post vom Amtsgericht...
Hallo Waly,
wie oft müssen wir den Deadname von Tessa hier noch von Dir lesen?
Dein Auftreten hier ist ein NoGo, wie auch das von Frau S. im Bundestag.
Ohne Gruss
Claudia
wie oft müssen wir den Deadname von Tessa hier noch von Dir lesen?
Dein Auftreten hier ist ein NoGo, wie auch das von Frau S. im Bundestag.
Ohne Gruss
Claudia