Hallo,
das Thema ist zweischneidig: Eigentlich wollen die meisten TG und Gay so leben wie die klassisch-binäre Gesellschaft. Das funktioniert aber meistens nicht, die Antipathien sind gesellschaftlich weit verbreitet. Was soll ich da machen? Mich verkriechen, unauffällig nach außen sein aus Angst vor Diskriminierung, oder offen für mehr Anerkennung einstehen?
Vor nicht allzu langer Zeit wurde in der Pfalz ein Gay Burgunder kreiert — der Bruder des Winzers ist bekennend gay, ist Star vieler Travestieshows in der Region, ausgebildeter Sänger mit Countersopran — spielt auch Opernsängerin (Sopran). Er hat einen sehr gut gehenden Handwerksbetrieb auf Designer Niveau — Polsterei mit vielen (gehobenen) Kunden, Wartezeit bis 1 Jahr. Er ist Kult geworden. Ich habe ihn schon mehrmals für Veranstaltungen vermittelt. Leider wußte der Winzer mit dem Konzept nichts anzufangen, so ist es eingeschlafen. Hier ein Auszug (Artikel ist kostenpflichtig, Anfang reicht aber):
https://www.rheinpfalz.de/lokal/gruenst ... duced=true
Dann ist da die badische Weinprinzessin aus dem Kraichgau, Simona Maier:
https://weinmanufaktur-heiligenstein.de/
https://www.rainbowtravel.at/simona-maier/
Sie war zu Beginn viel offiziell für den badischen Wein unterwegs, ein Personalwechsel im schon sehr konservativen Verband mit dann einer alles übertreffenden ultrareaktionären Koordinatorin hat dann dazu geführt, dass sie vom Verband keine Buchungen mehr bekam. Sie ist überall in D in der "Szene" sehr aktiv. Frage: wie reagieren — kuschen vor der Allmacht oder noch aktiver werden?
Ach ja, sie soll in der Queer Wein Jury sitzen. Sie hat übrigens zig Auszeichnungen gewonnen, u.a. bester Jungwinzer (von A. Merkel, in ihrem "früheren" Leben), hat Wein für die Berlinale geleifert (mit ihrem Ausbildungsbetrieb), Nockherberg ist auch Kunde"¦
Meine Meinung: Sichtbare Zeichen im Alltag helfen mehr als extreme Aktivisten wie teilweise beim CSD. Also Teil einer vielfältigen Normalität zu sein. Queer Wein ist für mich eine Aktion, die auf diese Präsenz im Alltag verweist.
LG Nora-7
Schönheit ist weiblich, und ich bin auch gerne schön.
Ich kann alles tragen, wenn ich ein Mädchen bin