Krise verstärkt Homophobie am Arbeitsplatz
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Anne-Mette
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Michi
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Re: Krise verstärkt Homophobie am Arbeitsplatz
Und nicht nur auf der Arbeitgeberseite.
Bei uns erlebe ich auch seit ca. 1,5 Jahren im direkten Arbeitsumfeld von den Kollegen zunehmend homo- und transphobe, und ebenso auch sexistische Äußerungen.
Bei uns erlebe ich auch seit ca. 1,5 Jahren im direkten Arbeitsumfeld von den Kollegen zunehmend homo- und transphobe, und ebenso auch sexistische Äußerungen.
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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DanielaTV
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Re: Krise verstärkt Homophobie am Arbeitsplatz
Das ist interessant.
Ich habe mich ja nun auch geoutet auf meiner Arbeitsstelle und das dann natürlich auch bei meinem "zweiten Arbeitgeber". Bei beiden kam bisher keine negative Meldung.
Bei den Kunden ist das aber noch so eine ne Sache, einige wissen bescheid und andere noch nicht, aus Gründen. Aber bei denen die es wissen, war bisher auch nichts negatives. Und das im Handwerk, was mich noch zusätzlich erstaunt.
Ist schon schade wie die ganze Situation auf alle Gemüter drückt und die negativität wieder die Oberhand gewinnt.
LG Ela
Ich habe mich ja nun auch geoutet auf meiner Arbeitsstelle und das dann natürlich auch bei meinem "zweiten Arbeitgeber". Bei beiden kam bisher keine negative Meldung.
Bei den Kunden ist das aber noch so eine ne Sache, einige wissen bescheid und andere noch nicht, aus Gründen. Aber bei denen die es wissen, war bisher auch nichts negatives. Und das im Handwerk, was mich noch zusätzlich erstaunt.
Ist schon schade wie die ganze Situation auf alle Gemüter drückt und die negativität wieder die Oberhand gewinnt.
LG Ela
Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt!
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Aria
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Re: Krise verstärkt Homophobie am Arbeitsplatz
Kann ich nicht bestätigen. Was aber auffällt ist die Tatsache, dass der Hang zur Polarisierung in der Gesellschaft stark zugenommen hat. Aber mMn hat das schon 2015 mit der Flüchtlingskrise angefangen. Scheint ein Merkmal von Krisen zu sein, dass sich Gesellschaften nicht nur im eigentlichen Krisen-Thema spalten, sondern auch darüber hinaus in anderen relevanten zeitgeschichtlichen Themen.
¡no lamento nada!
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kochy25
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Re: Krise verstärkt Homophobie am Arbeitsplatz
Wenn ich manche (nicht zwingend hier auf dem Forum) mit "besonderem sexuellen Hintergrund" - nennen wir es der Einfachheit Mal so und damit meine ich nicht nur Homo Sexualität, transsexuell...sondern auch Dinge wie BDSM und so - wenn ich manchmal so lese, das selbiger verwundet sind das es keine (oder wenig) Anfeindungen nach dem Outing kommt - Hege ich manchmal so den Verdacht, das selbige irgendwie enttäuscht sind - so angenommen zu werden.
Warum das so ist bei manchen - darüber kann ich nur Mutmaßungen anstellen. Psychologisch würde ich das so einordnen, das diese Personen sich vielleicht in der "ausgegrenzt Rolle" irgendwie wohl fühlen??? Sie wollen sich irgendwie Diskriminiert fühlen vielleicht?




Andere Vermutung wäre, das die Welt sehr viel toleranter ist als die meisten vermuten?
Die dritte Vermutung ist das es den meisten eigentlich Wurst ist ob Person x nun Homo, Hetero, trans oder was auch immer ist.
Wer sich schneidet - blutet rot. Das ist uns allen gleich....
Gruß Marco
Warum das so ist bei manchen - darüber kann ich nur Mutmaßungen anstellen. Psychologisch würde ich das so einordnen, das diese Personen sich vielleicht in der "ausgegrenzt Rolle" irgendwie wohl fühlen??? Sie wollen sich irgendwie Diskriminiert fühlen vielleicht?
Andere Vermutung wäre, das die Welt sehr viel toleranter ist als die meisten vermuten?
Die dritte Vermutung ist das es den meisten eigentlich Wurst ist ob Person x nun Homo, Hetero, trans oder was auch immer ist.
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Gruß Marco
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Blossom
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Re: Krise verstärkt Homophobie am Arbeitsplatz
Kann mir durchaus vorstellen, dass wenn Menschen glauben, es könne für sie "enger" werden ... beginnen, um sich "treten".
In meinem beruflichen Umfeld ist das glücklicherweise nicht festzustellen ... das mag diverse Ursachen haben ... eine ist vielleicht, dass sehr gut ausgebildete Pflegekräfte schon seit Jahren nur noch vereinzelt auf dem Arbeitsmarkt auftauchen.
In meinem beruflichen Umfeld ist das glücklicherweise nicht festzustellen ... das mag diverse Ursachen haben ... eine ist vielleicht, dass sehr gut ausgebildete Pflegekräfte schon seit Jahren nur noch vereinzelt auf dem Arbeitsmarkt auftauchen.
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
Billie Jean King (*1943)
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
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Michi
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Re: Krise verstärkt Homophobie am Arbeitsplatz
Interessant, in welche Richtung sich das entwickelt .. die Betroffenen müssen also selber schuld sein.
Würde man über Frauen schreiben, dass die doch selber schuld sind, dass sie belästigt werden, wenn sie die Männer so aufreizend provozieren, dann gäbe es zurecht einen Aufschrei?
Würde man über Frauen schreiben, dass die doch selber schuld sind, dass sie belästigt werden, wenn sie die Männer so aufreizend provozieren, dann gäbe es zurecht einen Aufschrei?
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
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Jasmine
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Re: Krise verstärkt Homophobie am Arbeitsplatz
Ich denke auch das sich Homophobie und Transphobie in der Krise verstärkt. Es gibt Mitmenschen, die ihre Probleme/Leben nicht im Griff haben und sich dann ein Ventil suchen. Das sind dann schwächere Menschen oder Gruppen auf die sie losgehen um für sich ein vermeintliches Gefühl der Stärke zu generieren. Eine sehr traurige Entwicklung.
Liebe Grüße Jasmine
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Sarah_78
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Re: Krise verstärkt Homophobie am Arbeitsplatz
Hallo,
ich würde auch sagen, dass ich das nicht bestätigen kann. Ich kann es zwar nicht über alle von dem Betrieb sagen, wo ich arbeite, aber die meisten sind recht offen. Zumindest, was man so in den Pausen quatscht.
Eine Kollegin habe ich auch mal als Styleberaterin was Schuhe angeht. Bei meinen ersten Boots habe ihr mehrere Varianten gezeigt und gefragt, welche mir stehen würden. Diese hab ich damals auch dann bestellt.
ich würde auch sagen, dass ich das nicht bestätigen kann. Ich kann es zwar nicht über alle von dem Betrieb sagen, wo ich arbeite, aber die meisten sind recht offen. Zumindest, was man so in den Pausen quatscht.
Eine Kollegin habe ich auch mal als Styleberaterin was Schuhe angeht. Bei meinen ersten Boots habe ihr mehrere Varianten gezeigt und gefragt, welche mir stehen würden. Diese hab ich damals auch dann bestellt.
Liebe Grüße Sarah
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ExUserIn-2026-01-22
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Re: Krise verstärkt Homophobie am Arbeitsplatz
Warum sehe ich diesen Thread erst jetzt - habe ich geschlafen?
Ich habe mir den Artikel gerade durchgelesen und ein "Detail" muß dazu noch genannt werden, weil es hier wohl gar nicht so bewußt ist: der Artikel wurde von Anglia Ruskin University (England) verfasst und bezieht sich auf "Testbewerbungen und Befragungen in Griechenland". Somit sollte man den Bericht mit Vorsicht genießen, wenn man das Verhalten mit Deutschland vergleichen möchte. Ein solcher Bericht der sich um unsere Republik dreht, wäre natürlich interessanter.
Durch meine Trans* und homosexuelle "Natur" verfüge ich gleich über zwei Persönlichkeitseigenschaften die zu trans-und homophober Haltung in der Gesellschaft führen können. An meinem Arbeitsplatz bin ich durch Mitarbeiter*innen bisher nicht diskriminiert wurden, auch auf Kundenseite war der Umgang bisher relativ gelassen. Einige Kunden haben einen schwereren Zugang bezüglich meiner Person, da Trans* für sie völliges Neuland ist und vor einigen Jahren hat ein Kunde eine Zusammenarbeit mit mir abgelehnt - das war aber auch ein Extremfall. Meine Chefin hat sich bei diesem Kunden für mich stark gemacht und "KLARTEXT" mit ihm geredet, daß solch eine Abweisung strikt gegen die Firmenpolitik geht. Geeinigt wurde sich dann darauf, daß den Kunden jemand anderes betreut.
Folgender Satz aus dem Artikel bringt mich jedoch ins Grübeln:
"Demnach werden offenbar schwule Bewerber während eines wirtschaftlichen Abschwungs seltener zu Bewerbungsgesprächen eingeladen."
Seit wann muß man denn bei Bewerbungsgesprächen seine sexuelle Orientierung angeben? Das man durchaus als Trans*Person erkannt wird leuchtet ja noch ein, aber warum sollte jemand die sexuelle Orientierung angehen? Darüber spricht man doch nur nach eigenem Wunsch, ansonsten geht das doch niemanden etwas an.
Jennifer
Ich habe mir den Artikel gerade durchgelesen und ein "Detail" muß dazu noch genannt werden, weil es hier wohl gar nicht so bewußt ist: der Artikel wurde von Anglia Ruskin University (England) verfasst und bezieht sich auf "Testbewerbungen und Befragungen in Griechenland". Somit sollte man den Bericht mit Vorsicht genießen, wenn man das Verhalten mit Deutschland vergleichen möchte. Ein solcher Bericht der sich um unsere Republik dreht, wäre natürlich interessanter.
Durch meine Trans* und homosexuelle "Natur" verfüge ich gleich über zwei Persönlichkeitseigenschaften die zu trans-und homophober Haltung in der Gesellschaft führen können. An meinem Arbeitsplatz bin ich durch Mitarbeiter*innen bisher nicht diskriminiert wurden, auch auf Kundenseite war der Umgang bisher relativ gelassen. Einige Kunden haben einen schwereren Zugang bezüglich meiner Person, da Trans* für sie völliges Neuland ist und vor einigen Jahren hat ein Kunde eine Zusammenarbeit mit mir abgelehnt - das war aber auch ein Extremfall. Meine Chefin hat sich bei diesem Kunden für mich stark gemacht und "KLARTEXT" mit ihm geredet, daß solch eine Abweisung strikt gegen die Firmenpolitik geht. Geeinigt wurde sich dann darauf, daß den Kunden jemand anderes betreut.
Folgender Satz aus dem Artikel bringt mich jedoch ins Grübeln:
"Demnach werden offenbar schwule Bewerber während eines wirtschaftlichen Abschwungs seltener zu Bewerbungsgesprächen eingeladen."
Seit wann muß man denn bei Bewerbungsgesprächen seine sexuelle Orientierung angeben? Das man durchaus als Trans*Person erkannt wird leuchtet ja noch ein, aber warum sollte jemand die sexuelle Orientierung angehen? Darüber spricht man doch nur nach eigenem Wunsch, ansonsten geht das doch niemanden etwas an.
Jennifer
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Aktueller Beziehungsstatus: Jennifer ist verliebt !-!-!
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Aktueller Beziehungsstatus: Jennifer ist verliebt !-!-!
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