Fahrplan Selbstbestimmungsgesetz - # 6
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Jasmine
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Re: Fahrplan Selbstbestimmungsgesetz
Auch dazu:
https://taz.de/Die-These/!5814303/
Zitat aus der taz: Es ist ein Erfolg feministischer Debatten, sich zu hinterfragen, über eigene Leerstellen klar zu werden und den Blick zu weiten. Bildet Banden, keine neuen Fronten! Feminismus ist für alle da, für trans Personen, cis Frauen und Queers. Sonst ist es kein Feminismus.
LG Jasmine
https://taz.de/Die-These/!5814303/
Zitat aus der taz: Es ist ein Erfolg feministischer Debatten, sich zu hinterfragen, über eigene Leerstellen klar zu werden und den Blick zu weiten. Bildet Banden, keine neuen Fronten! Feminismus ist für alle da, für trans Personen, cis Frauen und Queers. Sonst ist es kein Feminismus.
LG Jasmine
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Michi
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Re: Fahrplan Selbstbestimmungsgesetz
Noch ein Zitat:
Durch die Möglichkeit, den Geschlechtseintrag rein auf Basis der Selbstauskunft zu ändern, könnten etwa in Frauenumkleiden cis Frauen belästigt werden, die lange darum gerungen haben, genau davor geschützt zu sein.
Die TERFs, die solche Behauptungen in die Welt setzen, tun so, als wären Frauenumkleiden eine Erfindung des Feminismus, und es wäre bis dahin normal gewesen, dass man Frauen beim Umkleiden regelmäßig vergewaltigt hätte.
Dazu mal ein Blick in die Geschichte, welcher Aufwand schon im 18. Jahrhundert getrieben wurde, insbesondere Frauen in bestimmten Situationen besonders zu schützen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Badekarre
Und daran hat sich auch nichts wesentliches geändert. Frauen und Männer haben mindestens seitdem und bis heute getrennte Umkleidemöglichkeiten.
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Lavendellöwin
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Re: Fahrplan Selbstbestimmungsgesetz
MichiWell hat geschrieben: So 23. Jan 2022, 12:21 Frauen belästigt werden, die lange darum gerungen haben, genau davor geschützt zu sein.
Die TERFs, die solche Behauptungen in die Welt setzen, tun so, als wären Frauenumkleiden eine Erfindung des Feminismus, und es wäre bis dahin normal gewesen, dass man Frauen beim Umkleiden regelmäßig vergewaltigt hätte.
Michi...
da steht belästigt werden...
kannst du dir ansatzweise vorstellen, das es da nicht nur um vergewaltigen und antatschen geht,
sondern darum, das man sich auch durch eine Anwesenheit belästigt fühlen könnte?
Und sind alle Frauen gleich TERFs wenn sie sagen würden "ich fühle mich unwohl, weil es so und so ist?"
Nein, unwohl fühlen ist ja ein Gefühl und das muss ja nicht ernst nehmen-so wie du zuletzt mein
Bauchgefühl nicht ernst genommen hast.
Ich habe es aber und es gehört zu mir...
Mal hypothetisch, du bist in der "Männerumkleide" ein paar Frauen kommen rein und schauen dir nur
beim Umziehen zu, kichern vielleicht-wie fühlst du dich? Beschämt oder? Sagst du was, oder bist du still?
Wie verhälst du dich?
Ja sicher, das kann man jetzt alles mit rechtlichen und wissenschaftlichen Argumenten unterlegen,
ich bin mir nur nicht sicher ob die wirklich überall zählen dürfen.
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Ich möchte wirklich niemanden angreifen und wenn sich jemand angegriffen fühlt tut mir das auch ehrlich
leid..ich kann viele Argumente rein logisch noch aufnehmen, meine Gefühle stehen aber gerade massiv
darüber. Ich kann diese ganze Diskussion langsam einfach nicht mehr hören und sollte mich vielleicht
auch besser raushalten-es fällt mir aber schwer..
Das ganze letzte Jahr, die Klinikaufenthalte haben ziemlich viel in mir aufgewühlt, losgetreten und
verändert-mein Lebensbaum hat neue Äste bekommen und andere sind geschnitten worden.
Ich wollte es fliessen lassen und werde es weiter fliessen lassen und alles was ich gerade schreibe
stimmt für mich im Moment. Ich zwinge das niemandem auf, würde mir aber wünschen, das was ich schreibe
weiter gehört wird...
Alles Liebe Marie
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Frieda
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Re: Fahrplan Selbstbestimmungsgesetz
Hallo liebe Community
Eigentlich fühle ich mich nicht wirklich kompetent genug hier, oder im Thread bzgl Tessa Ganserer zu reagieren.
Allerdings ist es natürlich vorstellbar, dass Michi&ich über diese beiden Themen hier zu Hause sprechen. Und genau deswegen habe ich mich entschlossen nun doch etwas zu sagen.
Vorab auch mein Dank an all die hier die geschrieben haben.
Unbetroffene wie ich können echt viel lernen von euch, vor allem, wenn ihr so niveauvoll debattiert, wie hier.
Ich finde es extrem wichtig eure Erfahrungen und Meinungen erfahren zu können.
Bzgl Aria's Äußerungen möchte ich gern sagen, dass ich mich in dem einen und anderen sehr verstanden fühle. Eben, weil es genau die Diskussionen sind die ich mit meinem langjährigen besten Freund (Transmann) habe.
Allerdings verstehe ich aber auch Jasmine, Jaddy, Cybill, Lana und und und. Und genau das zeigt in meiner Wahrnehmung das Problem welches die Politiker haben. Es gibt sooooo wahnsinnig viele wichtige Unterthemen die alle mit berücksichtigt werden wollen, sollen und müssen. Und genau das macht die Arbeit der Politiker so schwer. Ganz ehrlich ich möchte denen ihren Job nicht machen. Die Fakten die uns Marielle, Cybill und Jaddy hier schon oft erzählt haben, zeigen uns doch genau, wie umfangreich man denken und entscheiden muss.
Und, wenn wir nur unsere eigene Position von einem Quadratmeter immer und immer wieder beleuchten und dies stellenweise es fast schon engstirnig erscheinen mag, dann entwickeln wir uns nicht weiter.
Weiterentwicklungen sind niemals leicht, für niemanden
Nun liegt mir unsere liebe EmmiMarie am Herzen.
Michi hat es gestern schon zu mir gesagt, dass sie das Gefühl hat, du schreibst und reagierst in großen Emotionen, liebe Marie. Heute hast du genau diese Vermutung bestätigt. Du hast es in einem Post gesagt liebe Marie, dass du erst eine Nacht drüber schlafen wolltest bevor du hier wieder reagierst. Scheinbar hat die Nacht nicht ausgereicht um deine Gedanken und deine Emotionen sich beruhigen zu lassen?! Denn du hast eher wieder Holz nachgelegt und das Feuer in dir wieder auflodern lassen. Ich weiß es kostet viel Kraft manches einfach nur aushalten zu müssen. Aber du und ich, wir wissen es beide ganz genau, wie wichtig es ist unsere Gemüter unbedingt zu beruhigen um klarer sehen zu können. Ich greife dich damit nicht an liebe Marie, im Gegenteil. Ich versuche nur dich erreichen zu können.
Süße
Ich umarme die herzlichst liebe Marie und ich hoffe inständig dir nicht zu nahe getreten zu sein?!
Namaste
•Liebe & Mitgefühl sind die höchsten Formen von Intelligenz.
•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!
*Wer mag, ich bin gerne da mit 💖,👂und📝*
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Jasmine
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Re: Fahrplan Selbstbestimmungsgesetz
Liebe Emmi-Marie, ich verstehe dich sehr gut. Warum und wieso könnte ich dir erklären. Dafür kann sich eventuell noch eine Gelegenheit oder Rahmen finden. Aber man sollte nicht den Kompass verlieren.
Eines möchte ich vorab festhalten und betonen: Ich verstehe deine Ängste und ich halte dich nicht für eine TERF. Auch will ich dich nicht angreifen.
Ich lese gerne deine Beiträge und halte sie für sehr wichtig.
Auf der einen Seite stehen Transsexuelle mit dem Wunsch nach Selbstbestimmung und auf der anderen Seite stehen Kriminelle die in Bereiche vordringen wo sie nichts zu suchen haben und Taten verüben die nicht nur kriminell sondern auch verabscheuungswürdig sind. Diese zwei Ausgangspositionen miteinander zu vermischen halte ich nicht für legitim. Eine Verallgemeinerung ist absolutes NoGo.
Daher habe ich auch etwas dagegen, wenn Menschen wie ich unter einen Generalverdacht gestellt werden, der von Gutachtern und Richtern ausgeräumt werden soll. Hier muß klar gesagt werden, das Menschen wie mir Unrecht getan wird und was glaubst du wie ich mich fühle, wenn mir nur geglaubt wird unter der Voraussetzung das ich ein gerichtliches Verfahren durchlaufe. Wo bitte ist hier die Unschuldsvermutung? Vorverurteilung von Minderheiten ist eine ganz gefährliche Geschichte und ich glaube das z.B. Terfs garnicht so weit denken und wenn ja dann sind sie für eine offene Gesellschaft extrem gefährlich. Heute sind es Transsexuelle, wer ist es morgen? Ich habe meine Meinung zum Selbstbestimmungsgesetz, du hast deine und andere haben eine ander Meinung. Das ist auch gut so und es sollte eine sachliche Diskussion stattfinden. Unstreitig dürfte sein, das Gesetz und persönliches Empfinden manchmal nicht harmonieren. Hier bei dem Gesetz sollten zuerst die wissenschaftlichen Ausführungen, Menschenrechte u.s.w. Grundlage sein. Um Frauen zu schützen müssen von Seite der Politik andere Instrumente greifen. Ich bestehe auch aus mehr als nur Beinen, Minirock, Pumps und halterlosen Strümpfen. Hier müssen klare Grenzen in der Gesellschaft gezogen werden und bereits sogenannte "Kavaliersdelikte" gegenüber Frauen streng geahndet werden. Ich glaube nicht das eine gutachterliche/richterliche Beurteilung Taten gegen Frauen einschränken oder verhindern kann. Hier müssen harte Strafen und andere Möglichkeiten ergriffen werden.
Liebe Grüße Jasmine
Eines möchte ich vorab festhalten und betonen: Ich verstehe deine Ängste und ich halte dich nicht für eine TERF. Auch will ich dich nicht angreifen.
Hier möchte ich mich den Worten von Frieda anschließen.Frieda hat geschrieben: So 23. Jan 2022, 15:37 ..............Nun liegt mir unsere liebe EmmiMarie am Herzen.
Michi hat es gestern schon zu mir gesagt, dass sie das Gefühl hat, du schreibst und reagierst in großen Emotionen, liebe Marie. Heute hast du genau diese Vermutung bestätigt. Du hast es in einem Post gesagt liebe Marie, dass du erst eine Nacht drüber schlafen wolltest bevor du hier wieder reagierst. Scheinbar hat die Nacht nicht ausgereicht um deine Gedanken und deine Emotionen sich beruhigen zu lassen?! Denn du hast eher wieder Holz nachgelegt und das Feuer in dir wieder auflodern lassen. Ich weiß es kostet viel Kraft manches einfach nur aushalten zu müssen. Aber du und ich, wir wissen es beide ganz genau, wie wichtig es ist unsere Gemüter unbedingt zu beruhigen um klarer sehen zu können. Ich greife dich damit nicht an liebe Marie, im Gegenteil. Ich versuche nur dich erreichen zu können.
SüßeDu benötigst deine innerliche Ruhe um von deinem Quadratmeter aus, auch die weite Welt wieder sehen und wahrnehmen zu können.
Ich umarme die herzlichst liebe Marie und ich hoffe inständig dir nicht zu nahe getreten zu sein?!....................
Auf der einen Seite stehen Transsexuelle mit dem Wunsch nach Selbstbestimmung und auf der anderen Seite stehen Kriminelle die in Bereiche vordringen wo sie nichts zu suchen haben und Taten verüben die nicht nur kriminell sondern auch verabscheuungswürdig sind. Diese zwei Ausgangspositionen miteinander zu vermischen halte ich nicht für legitim. Eine Verallgemeinerung ist absolutes NoGo.
Daher habe ich auch etwas dagegen, wenn Menschen wie ich unter einen Generalverdacht gestellt werden, der von Gutachtern und Richtern ausgeräumt werden soll. Hier muß klar gesagt werden, das Menschen wie mir Unrecht getan wird und was glaubst du wie ich mich fühle, wenn mir nur geglaubt wird unter der Voraussetzung das ich ein gerichtliches Verfahren durchlaufe. Wo bitte ist hier die Unschuldsvermutung? Vorverurteilung von Minderheiten ist eine ganz gefährliche Geschichte und ich glaube das z.B. Terfs garnicht so weit denken und wenn ja dann sind sie für eine offene Gesellschaft extrem gefährlich. Heute sind es Transsexuelle, wer ist es morgen? Ich habe meine Meinung zum Selbstbestimmungsgesetz, du hast deine und andere haben eine ander Meinung. Das ist auch gut so und es sollte eine sachliche Diskussion stattfinden. Unstreitig dürfte sein, das Gesetz und persönliches Empfinden manchmal nicht harmonieren. Hier bei dem Gesetz sollten zuerst die wissenschaftlichen Ausführungen, Menschenrechte u.s.w. Grundlage sein. Um Frauen zu schützen müssen von Seite der Politik andere Instrumente greifen. Ich bestehe auch aus mehr als nur Beinen, Minirock, Pumps und halterlosen Strümpfen. Hier müssen klare Grenzen in der Gesellschaft gezogen werden und bereits sogenannte "Kavaliersdelikte" gegenüber Frauen streng geahndet werden. Ich glaube nicht das eine gutachterliche/richterliche Beurteilung Taten gegen Frauen einschränken oder verhindern kann. Hier müssen harte Strafen und andere Möglichkeiten ergriffen werden.
Liebe Grüße Jasmine
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Aria
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Re: Fahrplan Selbstbestimmungsgesetz
Für mich liegt in deiner Aussage sehr viel Drama drin.Jaddy hat geschrieben: Sa 22. Jan 2022, 19:22 Begabte Menschen tanzen Therapeutys und Gutachtenden was vor und kriegen den Schein, während weniger stabile, teils von Umwelt und Dysphorie traumatisierte den Prozess nervlich nicht durchstehen. Von den Kosten - oder dem ebenfalls für viele aufreibenden sich jahrelang finanziell nackig machen für die Verfahrenskosten-Beihilfe - mal ganz abgesehen.
Auch wenn Aria zum Beispiel es als ganz einfach hinstellt. Ja, es gibt die "Tipps, wie es ganz einfach geht". Und viele nutzen sie ja auch und führen so, wie Aria damit ja offenbart, das offenabr unzulängliche System an der Nase herum.
Das mag in deinen Augen wieder total uninformiert, respektlos und empathielos erscheinen....okay, komme ich mit klar. Ich weiß ja, dass es von jemandem kommt, der mich nur hier von paar Beiträgen kennt und ansonsten überhaupt nicht. Eigentlich könnte ich dir demzufolge den Spiegel entgegen halten tue ich aber nicht. Ich überlasse es jedem selbst, damit umzugehen.
Ich bin nicht mehr begabt als andere darin, Therapeuten, Gutachter und Richter etwas vorzuspielen - ich bin ICH. Das ist das ganze Geheimnis - unglaublich, oder!?!
Es ist auch kein Prozess, in dem man eine furchtbare Bluttat wie einem Amoklauf durchstehen und dabei seinem Peiniger mehrere Verhandlungstage ins Auge schauen muss, wohl wissend, dass es auf eine gute glaubwürdige Aussage ankommt, damit der Täter nicht mit Bewährung davonkommt. Nein, es handelt sich dabei um: Antrag schreiben, darin die eigen gewählten Gutchter benennen. Warten auf Post. Mit Gutachtern Termin ausmachen. Hingehen, 20 Minuten von sich erzählen. Wieder auf Post warten. Zur Anhörung beim Richter gehen. Mit dem ein kurzes Gespräch (< 10 Minuten) führen, um im Anschluss direkt den Beschluss verkündet zu bekommen. Ja wow! Und das ging nicht nur mir so. Das geht gaaaaanz vielen so. Bei manchen dauert das warten auf Post noch nicht mal wie bei mir, insgesamt fast 1 Jahr, nein, das geht in unter 3 Monaten.
Für diejenigen, die das Geld nicht haben, ist es eben noch ein Brief und etwas warten mehr. Das man sich dazu finanziell nackig machen muss, ist halt so. Wäre ja ein Unding wenn nicht. Das geht aber beim BAföG oder jeder anderen staatlichen Subvention nicht anders.
Und wenn jemand nicht so stabil ist, diese Anträge in die Wege zu leiten, ist es mMn erstmal das wichtigste, Stabilität zu erlangen. Ich weiss, es gibt keinen Fahrplan zur Transition aber im Normalfall läuft das folgendermaßen ab: Suche nach geeigneten Thera, Indikation zur HET, Antrag VÄ/PÄ, Antrag OPs usw. Ganz vielen ist es zuallererst wichtig, Ordnung in ihr Chaos im Kopf zu bekommen und dann die HET zu starten, bevor die an ihren Personenstand denken. Und bis das losgeht, sollten die auch gut beinander sein, denn die HET wird sie kräftig durchschütteln. Aber das ist ja noch nicht das Ende.... es kommt ja noch.....so Mensch will....der Antrag zu geschlechtsangleichenden operativen Maßnahmen. Etwas, wovor ich persönlich den größten Respekt hatte, weil dafür eine Menge Unterlagen beizuschaffen sind.
Ja, ich weiss was du nun sagst, dass ich mir damit ja selbst bescheinige, wie uns das System bevormundet und es am besten wäre, jeder könnte tun und lassen was er oder sie möchte. Natürlich. Man kann aber auch jetzt schon entscheiden, was man möchte. Von der Klippe springen. Warten bis sich hoffentlich alles gebessert hat. Für die Sache kämpfen. Seinen Weg durch das System finden. Ich habe mich für letzteres entschieden. Dabei führe ich es aber nicht an der Nase herum. Ich nutze einfach die mir gegebenen Möglichkeiten. Das mache ich privat so und das mache ich geschäftlich so. Das macht der Unternehmer im freien Markt so. Das macht der Banker mit den Finanzen so. Jeder schaut wie man am besten durch das System kommt. Sogar diejenigen die das System vertreten, schauen, wie die ihren Vorteil ausnutzen.
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Jasmine
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Re: Fahrplan Selbstbestimmungsgesetz
Liebe Aria, deine Einstellung kann ich so nicht nachvollziehen. Du hast doch bestimmt auch davon profitiert, das Menschen vor Gericht gekämpft haben. Ich bin der Meinung, Gesetze sind für die Menschen da und nicht die Menschen für das Gesetz. Die Gesetze sollten immer im Wandel sein. Stell dir vor, das TSG Gesetz würde immer noch so bestehen wie 1980. Daher muß nun auch ein Selbstbestimmungsgesetz kommen. Nicht weil ich das will, sondern weil das TSG-Gesetz weder der Wissenschaft noch den Menschenrechten gerecht wird.Aria hat geschrieben: So 23. Jan 2022, 19:24 ..............
Ja, ich weiss was du nun sagst, dass ich mir damit ja selbst bescheinige, wie uns das System bevormundet und es am besten wäre, jeder könnte tun und lassen was er oder sie möchte. Natürlich. Man kann aber auch jetzt schon entscheiden, was man möchte. Von der Klippe springen. Warten bis sich hoffentlich alles gebessert hat. Für die Sache kämpfen. Seinen Weg durch das System finden. Ich habe mich für letzteres entschieden. Dabei führe ich es aber nicht an der Nase herum. Ich nutze einfach die mir gegebenen Möglichkeiten. Das mache ich privat so und das mache ich geschäftlich so. Das macht der Unternehmer im freien Markt so. Das macht der Banker mit den Finanzen so. Jeder schaut wie man am besten durch das System kommt. Sogar diejenigen die das System vertreten, schauen, wie die ihren Vorteil ausnutzen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Transsexuellengesetz
Zitat:
Das Bundesverfassungsgericht hat sich seitdem in zahlreichen Entscheidungen mit dem TSG befasst und folgende Vorschriften für verfassungswidrig erklärt:
-§ 8 Abs. 1 Nr. 1 i. V. m. -§ 1 Abs. 1 Nr. 3: Die Altersgrenze von 25 Jahren für die Personenstandsänderung ("große Lösung") verstößt gegen den Gleichheitssatz aus Art. 3 Abs, 1 GG.[5]
-§ 1 Abs. 1 Nr. 3: Die Altersgrenze von 25 Jahren für die Vornamensänderung ("kleine Lösung") verstößt ebenfalls gegen den Gleichheitssatz aus Art. 3 Abs, 1 GG.[6]
Eine Person ist bereits nach Änderung ihres Vornamens entsprechend ihrem neuen Rollenverständnis anzureden und anzuschreiben,[7] d. h. auch wenn (noch) keine geschlechtsangleichende Operation erfolgt ist.
-§ 7 Abs. 1 Nr. 3 bestimmte, dass die Vornamensänderung unwirksam wird, wenn der Antragsteller heiratet. Diese Regelung verletzt das grundgesetzlich geschützte Namensrecht eines homosexuell orientierten Transsexuellen sowie sein Recht auf Schutz seiner Intimsphäre, solange ihm eine rechtlich gesicherte Partnerschaft nicht ohne Verlust des geänderten, seinem empfundenen Geschlecht entsprechenden Vornamens eröffnet ist. Die Norm ist deshalb bis zu einer gesetzlichen Neuregelung nicht anwendbar.[8] Eine gesetzliche Neuregelung steht bislang aus.
-§ 1 Abs. 1 Nr. 1: Verbot der Vornamensänderung und -§ 8 Abs. 1 Nr. 1 i. V. m. -§ 1 Abs. 1 Nr. 1: Verbot der Personenstandsänderung für ausländische Transsexuelle, die sich rechtmäßig und nicht nur vorübergehend in Deutschland aufhalten, sofern deren Heimatrecht vergleichbare Regelungen nicht kennt.[9] Die Vorschrift war weiter anwendbar, der Gesetzgeber musste aber bis zum 30. Juni 2007 eine verfassungsgemäße Neuregelung schaffen. Mit Art. 3a des Gesetzes zur Änderung des Passgesetzes und weiterer Vorschriften[10] ist das mit Wirkung zum 1. November 2007 (verspätet) geschehen. Das TSG ist seitdem auch auf Staatenlose und in Deutschland lebende ausländische Staatsangehörige anwendbar.
-§ 8 Abs. 1 Nr. 2: Es ist einem verheirateten Transsexuellen nicht zumutbar, dass seine rechtliche Anerkennung im neuen Geschlecht voraussetzt, dass er sich von seinem Ehegatten scheiden lässt, ohne dass ihm ermöglicht wird, seine ehelich begründete Lebensgemeinschaft in anderer, aber gleich gesicherter Form fortzusetzen. Bis zum Inkrafttreten einer Neuregelung ist -§ 8 Abs. 1 Nr. 2 (Erfordernis der Ehelosigkeit) nicht anwendbar.[11] Mit dem Gesetz zur Änderung des Transsexuellengesetzes[12] wurde -§ 8 Abs 1 Nr. 2 TSG mit Wirkung zum 23. Juli 2009 aufgehoben.
-§ 8 Abs. 1 Nr. 3 und Nr. 4 verstößt insofern gegen Art. 2 Abs. 1 und 2, Art. 1 Abs. 1 GG, als dass ein Transsexueller eine eingetragene Lebenspartnerschaft zur rechtlichen Absicherung seiner gleichgeschlechtlichen Partnerschaft nur begründen kann, wenn er sich zuvor einem seine äußeren Geschlechtsmerkmale verändernden operativen Eingriff unterzogen hat sowie dauernd fortpflanzungsunfähig und personenstandsrechtlich bereits im neuen Geschlecht anerkannt ist.[13][14] Diese Entscheidung ist im Zusammenhang mit der Entscheidung vom 6. Dezember 2005[15] bedeutsam, die es beanstandet hatte, dass ein Transsexueller eine rechtlich gesicherte Partnerschaft nicht ohne Verlust seines geänderten Vornamens eingehen konnte. Eine Eheschließung führte regelmäßig zum Verlust des geänderten Vornamens, und die Begründung einer gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft war nur möglich nach einer geschlechtsangleichenden Operation. Diese Verfassungsverstöße hat das Bundesverfassungsgericht nunmehr beseitigt, indem es die personenstandsrechtliche Geschlechtszuordnung auch ohne angleichende Operation zulässt. Damit bedarf es auch keiner unfreiwilligen Unfruchtbarkeit mehr. Die Voraussetzungen für eine Änderung des Personenstands ("große Lösung") und für die Änderung des Vornamens ("kleine Lösung") unterscheiden sich seitdem nicht mehr.
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Aria
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Re: Fahrplan Selbstbestimmungsgesetz
Nochmal, da ich denke, dass es aus meinen Beiträgen noch nicht deutlich genug hervorgegangen ist:
Ich führe KEINE DISKUSSION pro/contra
Selbstbestimmungsgesetz!
Ich führe EINE DISKUSSION pro/contra
VÄ/PÄ via TSG ist ohne seelische und finanzielle Prostitution nicht zu schaffen.
Ich führe sie offenbar nur mit denen, die es noch gar nicht versucht haben und es auch nicht vorhaben - aus welchen Gründen auch immer. Und genau das wird mir endgültig zu bunt!
¡no lamento nada!
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ExuserIn-2022-03-18
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Re: Fahrplan Selbstbestimmungsgesetz
Hallo,
Ich bin auf jeden Fall auch für ein richtiges Selbstbestimmungsgesetz, aber bei fast allen (mich selber eingeschlossen) die bereits den Weg übers TSG gegangen sind und mit denen ich persönlich drüber gesprochen hatte, ging das ziemlich reibungslos von statten. Das einzige was mich wirklich gestört hatte war, dass ich für die beiden Gutachter 1200 Euro zahlen musste, aber wenn man sicj die nicht leisten kann, steht einem immerhin Prozesskostenhilfe zur Verfügung.
Ich vertrau der Politik mittlerweile fast gar nicht mehr, aber beim Selbstbestimmungsgesetz und bei der Legalisierung vom Hanf hab ich ein gutes Gefühl, dass es in diesmal was wird, auch wenns vermutlich noch dauern wird, wie immer.
LG, Alexandra
Ich bin auf jeden Fall auch für ein richtiges Selbstbestimmungsgesetz, aber bei fast allen (mich selber eingeschlossen) die bereits den Weg übers TSG gegangen sind und mit denen ich persönlich drüber gesprochen hatte, ging das ziemlich reibungslos von statten. Das einzige was mich wirklich gestört hatte war, dass ich für die beiden Gutachter 1200 Euro zahlen musste, aber wenn man sicj die nicht leisten kann, steht einem immerhin Prozesskostenhilfe zur Verfügung.
Ich vertrau der Politik mittlerweile fast gar nicht mehr, aber beim Selbstbestimmungsgesetz und bei der Legalisierung vom Hanf hab ich ein gutes Gefühl, dass es in diesmal was wird, auch wenns vermutlich noch dauern wird, wie immer.
LG, Alexandra
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Re: Fahrplan Selbstbestimmungsgesetz
Ich habe gerade ein wenig die Presse studiert und fand folgenden Satz:
Zitat: "Wer wann was ist, wer wann wie sich nennt, ist zunächst auch mal Sache der Menschen selber", betont Söder.
Dies steht in dem Teil: CSU-Klausur: Söder sieht "Erziehungswunsch" bei der Ampel - AfD wird "immer schlimmer"
https://www.merkur.de/politik/csu-klaus ... 75215.html
Verstehe ich das falsch oder was meint er damit?
Fragende Grüße Jasmine
Zitat: "Wer wann was ist, wer wann wie sich nennt, ist zunächst auch mal Sache der Menschen selber", betont Söder.
Dies steht in dem Teil: CSU-Klausur: Söder sieht "Erziehungswunsch" bei der Ampel - AfD wird "immer schlimmer"
https://www.merkur.de/politik/csu-klaus ... 75215.html
Verstehe ich das falsch oder was meint er damit?
Fragende Grüße Jasmine
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Nico
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Re: Fahrplan Selbstbestimmungsgesetz
Interpretiere es eher als: Der Staat sollte keine Vorgaben machen, wie wer zu sprechen hat oder wer was essen darf. Das "ist" lese ich als "isst". Der Satz hat für mich nichts mit dem Gesetz zu tun.Jasmine hat geschrieben: Do 3. Feb 2022, 14:04 Zitat: "Wer wann was ist, wer wann wie sich nennt, ist zunächst auch mal Sache der Menschen selber", betont Söder.
LG Nico
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Lavendellöwin
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Re: Fahrplan Selbstbestimmungsgesetz
Genau-so habe ich das auch gelesen...Nico hat geschrieben: Do 3. Feb 2022, 14:15 Interpretiere es eher als: Der Staat sollte keine Vorgaben machen, wie wer zu sprechen hat oder wer was essen darf. Das "ist" lese ich als "isst". Der Satz hat für mich nichts mit dem Gesetz zu tun.
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Re: Fahrplan Selbstbestimmungsgesetz
Gut das ich eure Meinung lese, denn im ersten Moment hört sich das für mich komisch an. Danke für eure MeinungEmmiMarie hat geschrieben: Do 3. Feb 2022, 14:18 .....Genau-so habe ich das auch gelesen...
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Re: Fahrplan Selbstbestimmungsgesetz
Ich hab gerade das hier gefunden:
https://www.gruene.de/aktionen/selbstbe ... etz-werden
https://www.gruene.de/aktionen/selbstbe ... etz-werden
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Jaddy
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Re: Fahrplan Selbstbestimmungsgesetz
Das ist der Gesetzentwurf von 2020 und der Aufruf / Unterschriftenliste ist auch aus der Zeit. Sprich: Gelinde veraltet.Jasmine hat geschrieben: Fr 11. Feb 2022, 19:08 Ich hab gerade das hier gefunden:
https://www.gruene.de/aktionen/selbstbe ... etz-werden