Liberal geht anders...
Liberal geht anders... - # 2

Annette
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Re: Liberal geht anders...

Post 16 im Thema

Beitrag von Annette »

Guten Morgen,

Mit dem Zitat von Celan will ich nichts pauschalisieren und es dürfte hinreichend bekannt sein, dass die Deutschen im allgemeinen sehr offen und tolerant sind. In diesem Sinne bin ich umso mehr überrascht, dass solche Aussagen überhaupt geduldet werden, dass diesen Ausgeburten rechtem Fascho-Gesocks auch noch ein politisches Sprachrrohr geschenkt wird.

Es ist fast wie ein Treppenwitz der Weltgeschichte, dass ausgerechnet die Demokratie auch diejenigen fördert, die die Demokratie umgehend wieder abschaffen wollen.

LG,
Annette
ExUserIn-2026-04-08
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Re: Liberal geht anders...

Post 17 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Annette hat geschrieben: Mi 5. Jan 2022, 07:44 Es ist fast wie ein Treppenwitz der Weltgeschichte, dass ausgerechnet die Demokratie auch diejenigen fördert, die die Demokratie umgehend wieder abschaffen wollen.
Hallo Annette,

das nennt sich Toleranz-Paradoxon. Karl Popper hat sich damit auseinander gesetzt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
Viele Grüße
Vicky

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ChristinaF
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Re: Liberal geht anders...

Post 18 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

NikolaAusR hat geschrieben: Di 4. Jan 2022, 12:58 https://www.queer.de/detail.php?article_id=40822
Danke dir für den Link. Es ist doch unfassbar, wie sparsam manche Politiker mit ihrer Intelligenz umgehen.
Liebe Grüße
Christina
Mirjam
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Re: Liberal geht anders...

Post 19 im Thema

Beitrag von Mirjam »

Georgette hat geschrieben: Di 4. Jan 2022, 22:18
Valerie Bellegarde hat geschrieben: Di 4. Jan 2022, 18:16
Georgette hat geschrieben: Di 4. Jan 2022, 17:56 Hallo
man/frau sollte nie vergessen, dass es in der FDP immer schon eine deutschnationale Traditionslinie gegeben hat. Die Teilkongruenz zur AFD in der Wählerhaltungen ist kaum ein Zufall.

Georgette
kannst du mal die deutschnationalen Namen nennen, damit man erkennt, von wem du sprichst? Theodor Heuss oder Walter Scheel oder Guido Westerwelle werden's wohl kaum gewesen sein. Vielleicht der Graf Lambswool?

Valerie
Das bezieht sich auf die Vorläuferparteien der FDP in der Weimarer Republik.
Naja, die FDP scheint diese Tradition doch nicht so ganz hinter sich gelassen zu haben. Bei Wikipedia (ja ich weiß, mit Vorsicht zu genießen ...) steht zum Beispiel zu lesen:
Bis in die 1950er Jahre hinein standen einige Landesverbände der FDP rechts von den Unionsparteien, die ihrerseits anfänglich noch Konzepten eines christlichen Sozialismus nachhingen. Mit national orientierten Grundwerten wurde um Stimmen auch ehemaliger Nationalsozialisten und Beamter des NS-Staates geworben. So ist es dann für die damalige Einordnung bezeichnend, dass die FDP im Deutschen Bundestag stets "rechts außen" zu finden war, indem ihr die Plätze rechts von der Union zugewiesen werden.
Im nächsten Abschnitt kommt dann nochmal was dazu:
Die FDP stimmte im Bundestag gegen das von CDU und SPD Ende 1950 eingebrachte Entnazifizierungsverfahren. Auf ihrem Bundesparteitag 1951 in München verlangte sie die Freilassung aller "so genannten Kriegsverbrecher" und begrüßte die Gründung des Verbands deutscher Soldaten aus ehemaligen Wehrmachts- und SS-Angehörigen, um die Integration der nationalistischen Kräfte in die Demokratie voranzubringen. Die nach Werner Naumann benannte Naumann-Affäre (1953) kennzeichnet den Versuch alter Nationalsozialisten, die Partei zu unterwandern, die in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen viele rechtskonservative und nationalistische Mitglieder hatte. Nachdem die britischen Besatzungsbehörden sieben prominente Vertreter des Naumann-Kreises verhaftet hatten, setzte der FDP-Bundesvorstand eine Untersuchungskommission unter dem Vorsitz von Thomas Dehler ein, die insbesondere die Zustände in der nordrhein-westfälischen FDP scharf rügte.
Es waren also nicht nur die Vorläuferparteien der FDP, das zieht sich nach dem Krieg auch weiter so durch, teilweise bis in die heutige Zeit: Die Partei der zwei Herzen.

Sind das fürs erste genug Belege?

Mirjam
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