Es hat sich was geändert, oder doch nicht?
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Lebensplanung, Standorte
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gaby37
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Es hat sich was geändert, oder doch nicht?

Post 1 im Thema

Beitrag von gaby37 »

Hallo zusammen,

die letzten 3 Monate waren für mich sehr aufwühlend und aufregend zugleich.
Zum einen ist mein Schwiegervater seit Ende September nach einem Krankenhausaufenthalt sehr dement geworden,
was seine Tochter (=meine Frau) und mich sehr unter Druck setzt.
Zum anderen war ich in diesen Wochen viel alleine (Strohwitwer), da meine Frau viele Tage und Wochen bei Ihrem Vater
verbracht hat.

Letzteres führte dazu, dass ich viel Zeit als Gaby verbringen konnte.

In früheren Jahren hatte ich meist, trotz Möglichkeit, keine Lust mich abends, nach der Arbeit, noch für 2-3 Stunden umzuziehen.
Diesmal war das anders. Kaum zu Hause hatte ich Lust Gaby zu sein.
Die Wochenenden ab Fr. Nachmittag bis Montag zur Arbeit, habe ich komplett enfemme verbracht.
Normalerweise bin ich, weil ich mich bei den Nachbarn nicht outen wollte (und eigentlich immer noch nicht will), erst abends raus zum Einkaufen.
(dann ist von denen niemand auf der Straße).
Das war diesmal anders - schon vormittags raus zum Lebensmittel einkaufen und auch zum neue Klamotten kaufen.

In der letzten Woche vor Weihnachten war es dann sogar soweit, dass ich bereit gewesen war der Nachbarin aufzumachen um das Geschenk entgegen zu nehmen,
wenn ich schon komplett fertig gewesen wäre.
Und nach dem Sie in Urlaub gefahren waren, habe ich dann mein Auto am 23. auch für die Weihnachtsreise gepackt, enfemme natürlich.
Das wäre mir vorher nie eingefallen, schließlich gibt es noch mehr Nachbarn, die mich beobachten könnten und 1 und 1 zusammen zählen.

Früher hat mich beim "zu hause Werkeln" ab und zu meine Oberweite behindert. Nach einem Monat gar nicht mehr, ich habe wohl alle Bewegungen und Handlungen
so angepasst, dass "da nichts im Weg" war.
Ähnliches mit den Haaren: Ich mochte es überhaupt nicht wenn die langen Strähnen beim Bücken ins Gesicht fielen. Aktuell: eine leichte Kopfbewegung und das Gesicht ist wieder frei,
oder die Strähnen werden hinters Ohr gesteckt (habe ich früher nie gemacht)

Und dass ich 3-4 Tage nach dem ich wieder als Mann unterwegs bin, noch über diese Dinge grübele macht es nicht besser.

Auf der anderen Seite bin ich immer noch (wie seit über 40 Jahren) als biologischer Mann zu 98% glücklich (wenn man von etwas Übergesicht absieht)
Ich bin glücklich mit meiner Frau ( seit 19Jahren) und will auch "der MANN an ihrer Seite" sein und bleiben.

Hat sich jetzt was geändert, oder doch nicht?

Eine grübelnde Gaby
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Frauen werden aus Blumen geboren, Männer aus Kohlköpfen. Ich bin aus einem Blumenkohl.
petra0103
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Re: Es hat sich was geändert, oder doch nicht?

Post 2 im Thema

Beitrag von petra0103 »

Hallo Gaby,

ich denke schon, dass sich etwas geändert hat. Und auch nicht aktuell, sondern schleichend in den vergangenen Wochen/Monaten/Jahren. Der Wunsch nach Gaby ist bei Dir stärker verwurzelt als Du bisher wahrhaben möchtest. Allein dass Du tagsüber enfemme auf die Straße gehst heißt doch dass die Nachbarn Dich durchaus so sehen dürfen.
Am wichtigsten ist meiner Meinung nach, dass Gaby ihr Umfeld auf dem Weg zu mehr Frau mitnimmt.
Ich freue mich für jeden Mann, der ein wenig mehr Frau wagen möchte, und auch umgekehrt. Es ist das eigene Leben, was man lebt. Gesellschaftliche Zwänge sollte mann/frau soweit möglich links liegen lassen. Meine Meinung: Ein Leben, das ausschließlich daraus besteht sich gesellschaftskonform zu verhalten ist kein gutes Leben.

Liebe Grüße
Petra
gaby37
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Re: Es hat sich was geändert, oder doch nicht?

Post 3 im Thema

Beitrag von gaby37 »

manchmal zeigt einem das Leben auch wofür etwas gut war.....
Heute hat meine Frau beim Heimkommen ganz zufällig unsere Nachbarn getroffen, deren Weihnachtsgeschenk ich nicht persönlich angenommen habe.
Wenn Sie erzählt hätten, dass "eine Kusine" das Geschenk angenommen hat.....der Haussegen wäre sowas von "schief gehangen"....
Das bringt mich nun doch wieder etwas mehr auf den Boden zurück....
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Blossom
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Re: Es hat sich was geändert, oder doch nicht?

Post 4 im Thema

Beitrag von Blossom »

was sich verändert hat, hast du doch gut in Worte gefasst. Daher stellt sich die Frage m. E. doch schon gar nicht mehr.
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
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gaby37
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Re: Es hat sich was geändert, oder doch nicht?

Post 5 im Thema

Beitrag von gaby37 »

Danke Blossom für deinen Hinweis.
Ich habe die letzten drei Tage beim Ausräumen der Wohnung vom Schwiegervater häufiger darüber nachgedacht.
Es stimmt, das beschriebene waren nur die Äußerlichkeiten/Symptome, aber nicht die Ursachen.

Ich war bisher immer sicher "nur" CD/Teilzeitfrau zu sein, nicht zuletzt weil ich, wohl im Gegensatz zu vielen hier im Forum, bis jetzt sehr gute Kontrolle hatte über das "Wann" und "wie viel" ohne einen "Leidensdruck" zu verspüren wenn ich "mal verzichten" musste, und auch über das "Risikomanagement: unfreiwillges Outing bei den Nachbarn" war sehr ausgeprägt

Diese drei "Kontrollmechanismen", besonders der dritte, war völlig "out off order".

Ich weiß nicht warum / woran es lag. Ich hatte zwar die letzten 2 Jahre Corona-bedingt = Homeoffice meiner Frau und keine Reisen eine Art "Entzug" , ich hatte aber auch kein "Bedürfnis" danach.

Ich bin inzwischen wieder / immer noch sicher CD / Teilzeitfrau zu sein und nicht nach TS "zu driften", aber diese Erfahrung war schon grenzwertig.

Manchmal hilft es seine Gedanken schriftlich zu fixieren und auch "mal andere drüber schauen zu lassen".
Vielleicht gibt es ja noch einen Hinweis.

Grüße Gaby
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