Sandra Vollmer: Die Mutmacherin
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scheue_Sarah
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Sandra Vollmer: Die Mutmacherin
Aus einem XING Newsletter...
https://www.xing.com/m/63jZSaDxOKv1XDHybGiJBD
Sandra Vollmer wurde als Junge großgezogen. Heute ist die 46-Jährige eine Frau.
Über den Schritt in ein neues Leben, Vorbilder und die Liebe zum Recruiting.
Vielleicht hilft es einigen weiter oder macht Mut...
Sarah
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Sarah
"Don't dream it, be it!"
aus der Rocky Horror Picture Show
"Es braucht einen echten Mann, um sich mit seiner weiblichen Seite wohlzufühlen..."
Backstreet Boy AJ McLean aus Solidarität zu Harry Styles' Foto im Kleid auf der Vogue
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Marit
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Re: Sandra Vollmer: Die Mutmacherin
Liebe Sarah, hab Dank, dass du den Artikel mit uns teilst.
Sicher ist es gut, dass Personen in Führungspositionen ihren Weg öffentlich machen und so als Vorbild dienen.
Andererseits könnte das auch den Endruck erwecken, dass nur privilegierte Menschen so etwas schaffen.
Wo ist die Plattform für die vielen kleinen Leute, die in ihrem Umfeld auch erfolgreich in ihrer gefühlten Geschlechtsidentität angekommen sind?
Vielleicht brauchen wir hier auch eine Rubrik "šErfolgsgeschichten"˜?
Liebe Grüße von Marit
Sicher ist es gut, dass Personen in Führungspositionen ihren Weg öffentlich machen und so als Vorbild dienen.
Andererseits könnte das auch den Endruck erwecken, dass nur privilegierte Menschen so etwas schaffen.
Wo ist die Plattform für die vielen kleinen Leute, die in ihrem Umfeld auch erfolgreich in ihrer gefühlten Geschlechtsidentität angekommen sind?
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Liebe Grüße von Marit
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Blossom
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Re: Sandra Vollmer: Die Mutmacherin
Braucht es die wirklich? Eine nicht einfach zu beantwortende Frage wie ich finde.uferlos hat geschrieben: Fr 26. Nov 2021, 15:38 Wo ist die Plattform für die vielen kleinen Leute, die in ihrem Umfeld auch erfolgreich in ihrer gefühlten Geschlechtsidentität angekommen sind?
Vielleicht brauchen wir hier auch eine Rubrik "šErfolgsgeschichten"˜?
Persönlich bin ich nicht weniger in meinem gesamten Umfeld angekommen.
Sehe ich mich als Erfolgsgeschichte?
Ja, ganz sicher. Aber doch nur für mich.
Falle ich in die Rubrik "privilegiert"? ... vielleicht, wenngleich ich das nicht so sehe. Als fachlich mehrfach spezialisierte Intensivschwester war es vielleicht deutlich leichter eine Führungsaufgabe zu bekommen - ganz abgesehen vom Pflegepersonal-Mangel.
Aber steht eine vergleichbare Tür nicht auch anderen offen? ...
Ob ich erfolgreich in meinem Umfeld ankomme liegt m.E. sehr viel mehr an einem selbst und der eigenen Persönlichkeit ... und ganz sicher auch daran, wie ich mit meiner Transsexualität umgehe.
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
Billie Jean King (*1943)
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Aria
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Re: Sandra Vollmer: Die Mutmacherin
Wenn man genau hinschaut, kann man überall Erfolgsgeschichten lesen. Nicht jede/r geht aber damit derart in die Öffentlichkeit wie es Sandra getan hat.uferlos hat geschrieben: Fr 26. Nov 2021, 15:38 Wo ist die Plattform für die vielen kleinen Leute.....?
Wenn ich auf meine Geschichte sehe, kann ich die auch als Erfolg verbuchen aber ich muss die nicht jedem unter die Nase reiben. Es gibt dabei einfach auch zu viele dunkle Kapitel, die ich, wenn, auch hier nur mal kurz angeschnitten habe. Privat habe ich die für mich in meinem Tagebuch verarbeitet - und da sollen die auch bleiben.
¡no lamento nada!
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Céline
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Re: Sandra Vollmer: Die Mutmacherin
Hallo Marit,
Ich denke das hier ist eine der Plattformen in denen man doch so einige Erfolgsgeschichten lesen kann
Céline
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"Sprache und Worte können mich nicht verletzten...nur der Mensch und seine Absicht dahinter"
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Annette
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Re: Sandra Vollmer: Die Mutmacherin
Hi Sarah,
wahrhaftig ein schöner Bericht. Er erinnert mich stark an meine eigene Geschichte, die ganzen Erfahrungen in Familie und Arbeitswelt, fast genauso hat sich alles auch bei mir ereignet. Gerade auf der Arbeit, da war ich sowas von positiv beeindruckt, gleich nach meinem Outing war ich innerhalb kürzester Zeit als Frau bekannt und auch anerkannt. Seit einem Monat ist meiner VÄ/PÄ offiziell stattgegeben und es ist amtlich. Ich heisse Annette und bin eine Frau, bestätigt auf meinem brandneuem Personalausweis. Ich bin unglaublich glücklich darüber, bin, rechtlich gesehen, bereits angekommen. Auch in Familie und Freundeskreis habe ich eigentlich nur positive Resonanzen erlebt. Am meisten beeindruckt bin ich von meinen beiden Söhnen, die waren seit Beginn meiner Transition sehr tolerant, einfühlsam und verständnisvoll. Und das ganz grosse, finale Ziel rückt allmählich in Reichweite. Wie gesagt, die hier beschriebene Vita ähnelt meiner eigenen sehr, und es hat mich echt gefreut. Aber es ist mir auch sehr bewusst dass es in vielen Fällen keinesfalls so gut läuft, und das finde ich sehr sehr schade. Auch hier im Forum lese ich immer wieder davon wie einige ihre "Neigungen" nicht besonders oft ausleben können/dürfen, aus familiären oder auch beruflichen Gründen. In meiner eigenen Situation darf ich mich glücklich schätzen ganz Annette zu sein, ist aber wie gesagt keine Selbstverständlichkeit. Und egal wie stur, und auch nicht besonders tolerant, ich hier bei anderen Themen (zB. Religion) daherkomme, beim Thema Outing mit allem was dazugehört würde ich äusserst gerne mal jemand anders unterstützen können. Ich bin all meinen Mitmenschen für ihre Offenheit dankbar, und deswegen würde es mich freuen bei Gelegenheit etwas zurückzugeben. Und letztendlich freut es mich dann, wenn ich erfahre, dass ab und an auch eine andere Frau ähnlich schöne Erfahrungen macht.
Aus diesem Grund, danke liebe Sarah.
mit liebsten Grüssen,
Annette
wahrhaftig ein schöner Bericht. Er erinnert mich stark an meine eigene Geschichte, die ganzen Erfahrungen in Familie und Arbeitswelt, fast genauso hat sich alles auch bei mir ereignet. Gerade auf der Arbeit, da war ich sowas von positiv beeindruckt, gleich nach meinem Outing war ich innerhalb kürzester Zeit als Frau bekannt und auch anerkannt. Seit einem Monat ist meiner VÄ/PÄ offiziell stattgegeben und es ist amtlich. Ich heisse Annette und bin eine Frau, bestätigt auf meinem brandneuem Personalausweis. Ich bin unglaublich glücklich darüber, bin, rechtlich gesehen, bereits angekommen. Auch in Familie und Freundeskreis habe ich eigentlich nur positive Resonanzen erlebt. Am meisten beeindruckt bin ich von meinen beiden Söhnen, die waren seit Beginn meiner Transition sehr tolerant, einfühlsam und verständnisvoll. Und das ganz grosse, finale Ziel rückt allmählich in Reichweite. Wie gesagt, die hier beschriebene Vita ähnelt meiner eigenen sehr, und es hat mich echt gefreut. Aber es ist mir auch sehr bewusst dass es in vielen Fällen keinesfalls so gut läuft, und das finde ich sehr sehr schade. Auch hier im Forum lese ich immer wieder davon wie einige ihre "Neigungen" nicht besonders oft ausleben können/dürfen, aus familiären oder auch beruflichen Gründen. In meiner eigenen Situation darf ich mich glücklich schätzen ganz Annette zu sein, ist aber wie gesagt keine Selbstverständlichkeit. Und egal wie stur, und auch nicht besonders tolerant, ich hier bei anderen Themen (zB. Religion) daherkomme, beim Thema Outing mit allem was dazugehört würde ich äusserst gerne mal jemand anders unterstützen können. Ich bin all meinen Mitmenschen für ihre Offenheit dankbar, und deswegen würde es mich freuen bei Gelegenheit etwas zurückzugeben. Und letztendlich freut es mich dann, wenn ich erfahre, dass ab und an auch eine andere Frau ähnlich schöne Erfahrungen macht.
Aus diesem Grund, danke liebe Sarah.
mit liebsten Grüssen,
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Re: Sandra Vollmer: Die Mutmacherin
Ja, da gebe ich dir recht. Doch ich finde auch, man muss ganz schön danach suchen.Céline hat geschrieben: Fr 26. Nov 2021, 19:51 Ich denke das hier ist eine der Plattformen in denen man doch so einige Erfolgsgeschichten lesen kann
Danke an alle, die nun doch hier die eine oder andere positive Erfahrung posten.
Jetzt warte ich mal auf den Shitstorm von positiven Geschichten, der nun sicher über mich hereinbricht
Liebe Grüße,
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Re: Sandra Vollmer: Die Mutmacherin
Liegt wohl daran, dass hier nicht sooo viele Transfrauen vertreten sind. Und wenn, dann sind die irgendwann an einem Punkt angekommen wo sie sich zurückziehen.uferlos hat geschrieben: Fr 26. Nov 2021, 23:31 Ja, da gebe ich dir recht. Doch ich finde auch, man muss ganz schön danach suchen.
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Re: Sandra Vollmer: Die Mutmacherin
Shitstorm??
Warum denn.
Aber ich kenne tatsächlich einige bei denen das Leben nach dem Outing nicht unbedingt positiv verlaufen ist. Und ich würde lügen wenn ich schreiben würde das bei mir alles positiv war. Ich hatte viele Hürden zu überwinden die für mich oft unüberwindbar schienen.
Und doch habe ich alles geschafft. Zwar mit Tränen und Schmerzen auf beiden Seiten aber ich weiß heute das genau das alles mich zu dem Menschen gemacht hat der ich heute bin.
Ich habe persönlich Weniges verloren aber unglaublich viel gewonnen.
Aber ich hatte sehr großes Glück mit meinem Umfeld, Zuhause, Arbeit und allem anderen . Und... Ich habe eine Ehefrau die immer trotz all der Ängste und Veränderungen bei mir geblieben ist und das obwohl ich ihr so viel angetan habe.
Wobei ich denke das vieles auch daran liegt wie und in welcher Geschwindigkeit ich meinen Weg gegangen bin. Außerdem bin ich der Meinung das meinen Weg zu gehen immer auf Gegenseitigkeit mit meiner Umwelt basiert hat und ich Egoismus ganz hinten angestellt habe was aber natürlich sehr viel Kraft erfordert hat.
Bin ich also ein positives Beispiel? Das müssen andere entscheiden....
Ich weiß nur das die Person die ich schon immer war endlich angekommen ist und mein altes ich so fern und wie ein Traum in Erinnerung geblieben ist.
Céline
Warum denn.
Aber ich kenne tatsächlich einige bei denen das Leben nach dem Outing nicht unbedingt positiv verlaufen ist. Und ich würde lügen wenn ich schreiben würde das bei mir alles positiv war. Ich hatte viele Hürden zu überwinden die für mich oft unüberwindbar schienen.
Und doch habe ich alles geschafft. Zwar mit Tränen und Schmerzen auf beiden Seiten aber ich weiß heute das genau das alles mich zu dem Menschen gemacht hat der ich heute bin.
Ich habe persönlich Weniges verloren aber unglaublich viel gewonnen.
Aber ich hatte sehr großes Glück mit meinem Umfeld, Zuhause, Arbeit und allem anderen . Und... Ich habe eine Ehefrau die immer trotz all der Ängste und Veränderungen bei mir geblieben ist und das obwohl ich ihr so viel angetan habe.
Wobei ich denke das vieles auch daran liegt wie und in welcher Geschwindigkeit ich meinen Weg gegangen bin. Außerdem bin ich der Meinung das meinen Weg zu gehen immer auf Gegenseitigkeit mit meiner Umwelt basiert hat und ich Egoismus ganz hinten angestellt habe was aber natürlich sehr viel Kraft erfordert hat.
Bin ich also ein positives Beispiel? Das müssen andere entscheiden....
Ich weiß nur das die Person die ich schon immer war endlich angekommen ist und mein altes ich so fern und wie ein Traum in Erinnerung geblieben ist.
Céline
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C.B.
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