TAGESSPIEGEL: Grünenpolitikerin Tessa Ganserer „Wir sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen"
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Anne-Mette
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TAGESSPIEGEL: Grünenpolitikerin Tessa Ganserer "Wir sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen“
Moin,
in meinen Augen macht der Tagesspiegel es genau richtig, verwendet nicht "den Begriff den ich weder richtig finde noch mag", sondern das, auf was es ankommt.
Wir werden auch nicht "in der Mitte der Gesellschaft" sein und bleiben mit den Zusätzen, die eigentlich die Begriffe Frau an Mann entwerten.
Ich kann nicht verstehen, warum jemand das freiweillig macht.
Natürlich ist es auch nicht jedem ein Anliegen, in der "Mitte" zu sein...
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaf ... 32698.html
Gruß
Anne-Mette
in meinen Augen macht der Tagesspiegel es genau richtig, verwendet nicht "den Begriff den ich weder richtig finde noch mag", sondern das, auf was es ankommt.
Wir werden auch nicht "in der Mitte der Gesellschaft" sein und bleiben mit den Zusätzen, die eigentlich die Begriffe Frau an Mann entwerten.
Ich kann nicht verstehen, warum jemand das freiweillig macht.
Natürlich ist es auch nicht jedem ein Anliegen, in der "Mitte" zu sein...
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Gruß
Anne-Mette
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heike65
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Re: TAGESSPIEGEL: Grünenpolitikerin Tessa Ganserer "Wir sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen“
Frau Ganserer hat sich mit diesem Interview keinen Gefallen getan
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Anne-Mette
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Re: TAGESSPIEGEL: Grünenpolitikerin Tessa Ganserer "Wir sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen“
Mein Lob bezieht sich auf die Überschrift des TAGESSPIEGELs
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Geli
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Re: TAGESSPIEGEL: Grünenpolitikerin Tessa Ganserer "Wir sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen“
Hallo Anne-Mette,
irgendwie bin ich etwas begriffsstutzig, aber den 2. Teil deines Satzes
Ich gebe dir recht, dass wir nicht in der Mitte der Gesellschaft sein werden und meines Erachtens auch nicht sein müssen. Aber ich finde es gut, wenn sich queere Menschen auch im Parlament für die Belange der Community einsetzen.
Liebe Grüße
Geli
irgendwie bin ich etwas begriffsstutzig, aber den 2. Teil deines Satzes
verstehe ich nicht. Kannst du mir etwas auf die Sprünge helfen, was du damit meinst.Anne-Mette hat geschrieben: So 24. Okt 2021, 16:39 Wir werden auch nicht "in der Mitte der Gesellschaft" sein und bleiben mit den Zusätzen, die eigentlich die Begriffe Frau an Mann entwerten.
Ich gebe dir recht, dass wir nicht in der Mitte der Gesellschaft sein werden und meines Erachtens auch nicht sein müssen. Aber ich finde es gut, wenn sich queere Menschen auch im Parlament für die Belange der Community einsetzen.
Liebe Grüße
Geli
Freue Dich über jeden Tag an dem Du machen kannst was Dir Freude macht.
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Anne-Mette
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Re: TAGESSPIEGEL: Grünenpolitikerin Tessa Ganserer "Wir sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen“
Ich meine damit, dass der Zusatz "TRANS" unnötig ist und das Menschsein/Frausein/Mannsein entwertet.
Das gibt es auch nicht bei anderen "irgendwie auffälligen" Menschen.
Ich meine damit in erster Linie die Überschriften, die immer wieder geschrieben werden.
In einem folgenden Text ist es sicherlich kein Problem, dass auf den Weg dieser Menschen hingewiesen wird (wenn sie es wollen)
oder für was sie sich besonders einsetzen (Queer-Politik / TSG refornieren oder abschafffen)
Das gibt es auch nicht bei anderen "irgendwie auffälligen" Menschen.
Ich meine damit in erster Linie die Überschriften, die immer wieder geschrieben werden.
In einem folgenden Text ist es sicherlich kein Problem, dass auf den Weg dieser Menschen hingewiesen wird (wenn sie es wollen)
oder für was sie sich besonders einsetzen (Queer-Politik / TSG refornieren oder abschafffen)
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Geli
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Re: TAGESSPIEGEL: Grünenpolitikerin Tessa Ganserer "Wir sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen“
Danke dir, jetzt hab auch ich es verstanden und stimme dir voll und ganz zu.
Liebe Grüße
Geli
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Cybill
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Re: TAGESSPIEGEL: Grünenpolitikerin Tessa Ganserer "Wir sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen“
Ich weiß nicht, in welcher Gesellschaft Tessa lebt, aber meine berufliche und ehrenamtliche Erfahrung als Beratende sagt mir, dass einige von uns sich der Mitte der Gesellschaft annähern - von weitem.
Cy
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Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!
Im Übrigen: Ich bin nicht hauptberuflich transsexuell!
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Engelchen
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Re: TAGESSPIEGEL: Grünenpolitikerin Tessa Ganserer "Wir sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen“
Von der Mitte der Gesellschaft sind wir leider noch weit entfernt...
Lisa
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Liebe geben und offen sein für Neues
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ExuserIn-2022-05-28
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Re: TAGESSPIEGEL: Grünenpolitikerin Tessa Ganserer "Wir sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen“
Was versteht Ihr unter Mitte der Gesellschaft?
Toleranz, Akzeptanz, Stealth leben oder noch was anderes?
Wenn ich dunkle Ecken und soziale Brennpunkte meide, kann ich so leben wie ich möchte,
Ich werde nicht dumm angemacht, nicht beleidigt und auch nicht angegriffen. Das selten Leute mal eine Frage zum Thema Trans haben stört doch nicht. Ich habe nun mal einen entsprechenden Lebensweg. Dafür muss ich mich nicht schämen und beantworte daher Fragen auch gerne. Also existiert Toleranz und bei vielen auch Akzeptanz.
Ich mag auch nicht alle Menschen, toleriere aber fast alle und akzeptiere durchaus andere Lebensweisen oder Ansichten.
Und das es einzelne Idioten gibt die meinen uns beleidigen oder anders angehen zu müssen, das ist nicht nur im Bereich Trans so. Das gibt es überall, da reicht schon der falsche Fussballverein.
Klar fehlt noch die einfache Personenstandsänderung, aber das kommt noch.
Also was bitte fehlt denn da noch um sagen zu können, man sei in der Mitte der Gesellschaft angekommen?
Toleranz, Akzeptanz, Stealth leben oder noch was anderes?
Wenn ich dunkle Ecken und soziale Brennpunkte meide, kann ich so leben wie ich möchte,
Ich werde nicht dumm angemacht, nicht beleidigt und auch nicht angegriffen. Das selten Leute mal eine Frage zum Thema Trans haben stört doch nicht. Ich habe nun mal einen entsprechenden Lebensweg. Dafür muss ich mich nicht schämen und beantworte daher Fragen auch gerne. Also existiert Toleranz und bei vielen auch Akzeptanz.
Ich mag auch nicht alle Menschen, toleriere aber fast alle und akzeptiere durchaus andere Lebensweisen oder Ansichten.
Und das es einzelne Idioten gibt die meinen uns beleidigen oder anders angehen zu müssen, das ist nicht nur im Bereich Trans so. Das gibt es überall, da reicht schon der falsche Fussballverein.
Klar fehlt noch die einfache Personenstandsänderung, aber das kommt noch.
Also was bitte fehlt denn da noch um sagen zu können, man sei in der Mitte der Gesellschaft angekommen?
Das Leben ist zu kurz um sich zu verleugnen.
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Marielle
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Re: TAGESSPIEGEL: Grünenpolitikerin Tessa Ganserer "Wir sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen“
Namd zusammen,
Und komm mir jetzt bitte nicht mit 'bedauerlicher Einzelfall'. Dann müsste ich die ganze Liste entsprechender Erlebnisse hier aufführen, wozu mir Lust und Zeit fehlt. Und komm mir bitte noch weniger mit irgendeiner stereotypen Vorstellung von 'Passing'. Damit würdest du dich selbst endgültig diskreditieren.
Habt es gut
Marielle
Das ist eine berechtigte Frage. Manche scheinen darunter zu verstehen, dass auch im historischen Kontext als übergriffig verstehbare Selbstbestimmungen unhinterfragt bleiben müssen.Chrissie hat geschrieben: Mo 25. Okt 2021, 20:47Toleranz, Akzeptanz, Stealth leben oder noch was anderes?
Wenn du selbst sagst:Also was bitte fehlt denn da noch um sagen zu können, man sei in der Mitte der Gesellschaft angekommen?
dann beanwortest du deine andere Frage doch selbst. Und zwar damit, dass noch lange nicht alles in Ordnung ist. Du verkennst nämlich, dass es bei den 'dunklen Ecken' in neuerer Zeit nicht mehr nur um die übelsten Winkel hinterm Bahnhof geht, sondern um ganz übliche, sogenannt normale, öffentliche Plätze, auf denen man angegangen wird. Es sind nicht mehr nur die üblichen Rechtsradikalen, die mich (uns) in unbeleuchteten Ecken angehen, sondern auch der radikalisierte Konservativismus. Als Beispiel mag die ältere (so um die 70), hellhäutige und der deutschen Sprache absolut mächtige Person dienen, die mir im alten Zentrum West-Berlins ungefragt nahegelegt hat, mich doch besser kastrieren zu lassen. In der Schlange beim Bäcker.Wenn ich dunkle Ecken und soziale Brennpunkte meide, kann ich so leben wie ich möchte,
Und komm mir jetzt bitte nicht mit 'bedauerlicher Einzelfall'. Dann müsste ich die ganze Liste entsprechender Erlebnisse hier aufführen, wozu mir Lust und Zeit fehlt. Und komm mir bitte noch weniger mit irgendeiner stereotypen Vorstellung von 'Passing'. Damit würdest du dich selbst endgültig diskreditieren.
Habt es gut
Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
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No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
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Ulrike-Marisa
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Re: TAGESSPIEGEL: Grünenpolitikerin Tessa Ganserer "Wir sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen“
Moin,
... also ich habe mir das Interview mit Frau Ganserer angehört und kann aus meiner persönlichen Sicht nichts verwerfliches entdecken. Sie benennt ihren Trans Hintergrund als Teil ihres Lebens und möchte nach ordne blicken und sich mit für sie wichtigen politischen Themen auseinandersetzen. Ich wünsche ihr Erfolg und Kraft zum durchhalten
Grüße, Ulrike-Marisa
... ich bin das, was ich bin und nicht das, was andere in mir zu sehen glauben...
... also ich habe mir das Interview mit Frau Ganserer angehört und kann aus meiner persönlichen Sicht nichts verwerfliches entdecken. Sie benennt ihren Trans Hintergrund als Teil ihres Lebens und möchte nach ordne blicken und sich mit für sie wichtigen politischen Themen auseinandersetzen. Ich wünsche ihr Erfolg und Kraft zum durchhalten
Grüße, Ulrike-Marisa
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Karla
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Re: TAGESSPIEGEL: Grünenpolitikerin Tessa Ganserer "Wir sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen“
Trans-Personen (und das gesamte LGBT*-Spektrum) unsichtbar zu machen - zumindest gegenüber Minderjährigen - das versuchen Orban & Co.!
Ich freu mich für jede transidente Frau, die es schafft stealth zu gehen UND über alle, die sichtbar bleiben und offen mit ihrem "männlichen Migrationshintergrund" umgehen - sie sind die lebenswichtigen Vorbilder für diejenigen, die sonst am eigenen Perfektionsanspruch zugrundezugehen drohen bzw. zeigen die (noch) erreichbaren Ziele für die, die sich erst nach der Pubertät zur Transition entscheiden!
Ganz wichtig ist dies am Beginn einer Transition, wenn das Passing von 100% noch WEIT entfernt ist!
Akzeptanz wird nicht ohne Sichtbarkeit funktionieren!
Frei nach Wowereit:
Ich BIN Trans-Frau, und das ist auch gut so!
LG Elly
Ich freu mich für jede transidente Frau, die es schafft stealth zu gehen UND über alle, die sichtbar bleiben und offen mit ihrem "männlichen Migrationshintergrund" umgehen - sie sind die lebenswichtigen Vorbilder für diejenigen, die sonst am eigenen Perfektionsanspruch zugrundezugehen drohen bzw. zeigen die (noch) erreichbaren Ziele für die, die sich erst nach der Pubertät zur Transition entscheiden!
Ganz wichtig ist dies am Beginn einer Transition, wenn das Passing von 100% noch WEIT entfernt ist!
Akzeptanz wird nicht ohne Sichtbarkeit funktionieren!
Frei nach Wowereit:
Ich BIN Trans-Frau, und das ist auch gut so!
LG Elly
Ein Leben ohne Möps(chen) ist möglich, aber sinnlos. (frei nach Loriot)
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Jasmine
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Re: TAGESSPIEGEL: Grünenpolitikerin Tessa Ganserer "Wir sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen“
Ich bin eine Frau. Auch fühle ich mich in der Gesellschaft angekommen!!! Die Gesellschaft muss mich schließlich so akzeptieren wie ich bin. Ob das Passing nun 100 % ist oder nicht darf doch keine Bedingung für Akzeptanz sein. Es gibt nicht nur perfekte Menschen. Ich kann doch nichts dafür, das ich so bin wie ich bin. Wenn jemand mit meiner Transsexualität ein Problem hat, mir egal. Ich möchte hier an das Grundgesetz Art. 3 erinnern. Außerdem denke ich auch das die Gesellschaft schon sehr viel weiter ist als die Politik. Was da so in den Hinterzimmern der CDU/CSU beschlossen wurde ist doch längst wissenschaftlich überholt. Eine moderne, zukunftsorientierte und transparente Politik erhoffe ich mir von der Ampel. Ein Festhalten am TSG Gesetz ist nur ein Beispiel der Unionsregierung wie diese Herrn den Umgang mit Menschenrechten einer Minderheit sehen. Deutschland ist meiner Meinung nach ein buntes Land mit einer offenen Gesellschaft. Nun ist es an der Politik Zeichen zu setzen - nicht nur in Deutschland sondern zumindest in Europa. In sofern finde ich den Satz von Tessa Ganserer richtig.
Liebe Grüße Jasmine
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susi61
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Re: TAGESSPIEGEL: Grünenpolitikerin Tessa Ganserer "Wir sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen“
Moin,
wir sind nun mal da und befinden uns mitten in der Gesellschaft. Insofern sind wir da auch angekommen. Ob immer so akzeptiert ist eine andere Frage.
Ich bin nun seid mehr als drei Jahren auch offiziell Frau. Allerdings mag ich das Trans-sein auch nicht verdrängen / verstecken. Ich singe nun einmal gerne und werde nie eine weibliche Gesangstimme bekommen. Und außerdem habe ich eine mehr als 50-jährige "männliche" Vergangenheit. Die kann und mag ich nicht ausblenden. Sie hat mich zu dem gemacht, was ich jetzt bin. Damit meine ich vor allem meine Stellung in Gesellschaft und Familie. Darum darf die Gesellschaft mich auch gerne als Trans erkennen, vielleicht auch, um anderen zu zeigen, dass es geht.
Ich erwarte für mich nur, respektvoll als Frau behandelt zu werden. Und das funktioniert meistens und wenn nicht, dann häufig aus Gedankenlosigkeit oder aus alter Gewohnheit.
Liebe Grüße
Susanne
wir sind nun mal da und befinden uns mitten in der Gesellschaft. Insofern sind wir da auch angekommen. Ob immer so akzeptiert ist eine andere Frage.
Ich bin nun seid mehr als drei Jahren auch offiziell Frau. Allerdings mag ich das Trans-sein auch nicht verdrängen / verstecken. Ich singe nun einmal gerne und werde nie eine weibliche Gesangstimme bekommen. Und außerdem habe ich eine mehr als 50-jährige "männliche" Vergangenheit. Die kann und mag ich nicht ausblenden. Sie hat mich zu dem gemacht, was ich jetzt bin. Damit meine ich vor allem meine Stellung in Gesellschaft und Familie. Darum darf die Gesellschaft mich auch gerne als Trans erkennen, vielleicht auch, um anderen zu zeigen, dass es geht.
Ich erwarte für mich nur, respektvoll als Frau behandelt zu werden. Und das funktioniert meistens und wenn nicht, dann häufig aus Gedankenlosigkeit oder aus alter Gewohnheit.
Liebe Grüße
Susanne
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ExuserIn-2022-05-28
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Re: TAGESSPIEGEL: Grünenpolitikerin Tessa Ganserer "Wir sind in der Mitte der Gesellschaft angekomnicht
Hallo Marielle, ich habe bisher in den ganzen 14 Jahren, die ich jetzt schon en femme raus gehe keine Probleme gehabt und dass obwohl ich mehrmals mit Foto in unseren Tageszeitungen war und mit 205 cm sicher immer suffalle.Und diese Erfahrungen haben auch viele Bekannte aus einer Düsseldorfer und alle Mitglieder meiner Selbsthilfe-Gruppe gemacht.Marielle hat geschrieben: Di 26. Okt 2021, 00:15 Du verkennst nämlich, dass es bei den 'dunklen Ecken' in neuerer Zeit nicht mehr nur um die übelsten Winkel hinterm Bahnhof geht, sondern um ganz übliche, sogenannt normale, öffentliche Plätze, auf denen man angegangen wird. Es sind nicht mehr nur die üblichen Rechtsradikalen, die mich (uns) in unbeleuchteten Ecken angehen, sondern auch der radikalisierte Konservativismus. Als Beispiel mag die ältere (so um die 70), hellhäutige und der deutschen Sprache absolut mächtige Person dienen, die mir im alten Zentrum West-Berlins ungefragt nahegelegt hat, mich doch besser kastrieren zu lassen. In der Schlange beim Bäcker.
Und komm mir jetzt bitte nicht mit 'bedauerlicher Einzelfall'. Dann müsste ich die ganze Liste entsprechender Erlebnisse hier aufführen, wozu mir Lust und Zeit fehlt. Und komm mir bitte noch weniger mit irgendeiner stereotypen Vorstellung von 'Passing'. Damit würdest du dich selbst endgültig diskreditieren.
Habt es gut
Marielle
Ich versuche in meinen Beratungen immer zu vermitteln, dass man zu sich selbst stehen soll, Selbstbewusst sein aber Kleidungsmässig nicht den Typ "Auffallen um jeden Preis" verkörpern und ruhig Fragen beantworten. Wir haben einen Hintergrund, der von vielen am Körperbau, Tonlage etc erkannt wird. Das ist nicht schlimm, wenn man dazu steht und den Leuten vermittelt, dass das für mich selbst völlig normal ist. Das nimmt denen dann die Scheu und es wird für sie auch normal.
Wenn ich die Erfahrungen aus den Gruppen, die ich besucht habe zusammenfasse komme ich auf eine große Mehrheit, die keine Probleme im Alltag haben. Man muss bei manchen Äusserungen allerdings auch ein Gespür dafür haben was dahinter steckt. Wenn mich jemand fragt "Sind sie Transgender?" ist das nicht abwertend gemeint. Das zeigt Interesse und daraus entwickeln sich immer nette Gespräche. Genauso wenn mich am Telefon die Leute mit Herr "¦ anreden. Sie sehen mich nicht und meine Stimme ist halt tief und kräftig.
Ich würde daher nicht verallgemeinern, dass wir alle nicht in der Mitte angekommen sind. viele sind es, manche noch nicht und einige wenige wollen es auch nicht, Menschen mit 60 Jahren und 120kg Mini der den Po nicht ganz bedeckt und dazu Strapse mit Netzstrümpfen, selbst in Düsseldorf gesehen brauchen, sich nicht zu wundern.
Kurz zusammengefasst: Je positiver die eigene Ausstrahlung desto höher die Akzeptanz und umgekehrt.
Liebe Grüße, Chrissie
Das Leben ist zu kurz um sich zu verleugnen.