Helgas Thesen
Helgas Thesen - # 3

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Martina-NB
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Re: Helgas Thesen

Post 31 im Thema

Beitrag von Martina-NB »

Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 22. Sep 2021, 09:56 Im Gehirn hat man meines Wissens noch nicht viel dazu gefunden.
Was nicht weiter verwunderlich ist. Unsere Möglichkeiten, quasi die Informationen im Gehirn "auszulesen" sind dann doch eher begrenzt. Selbst bei schweren psychischen Erkrankungen fällt es schwer, entsprechende Nachweise im Gehirn eindeutig zu finden.
Helga
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Re: Helgas Thesen

Post 32 im Thema

Beitrag von Helga »

Wally hat geschrieben: Di 21. Sep 2021, 23:36 und auf der Grundlage dieses Unsinns (Verzeihung für das harte Wort,
Hallo Wally,
kein Problem, Unsinn hat für mich einen ähnlichen Ursprung wie Unkraut, eine rein subjektive Einordnung der betrachtenden Person. Also eine reine Meinungsäußerung, die natürlich jedermensch zusteht.
Ich sehe in deinen Ausführungen keinen grundsätzlichen Widerspruch zu meiner Eingangsthese, und auch nicht zu den nachfolgenden Posts, auch wenn wir zwischendurch von "Kuchen Backen" auf "Arschbacken" gekommen sind.
Wally hat geschrieben: Di 21. Sep 2021, 23:36 Habt Ihr denn noch nie einen nackten Mann und eine nackte Frau nebeneinander gesehen und miteinander verglichen?
Es hat doch niemand in Abrede gestellt, dass es körperliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt. Wem sollte ich als Crossdresser denn nacheifern wenn dem nicht so wäre. Der Unterschied liegt allerdings nur in kleinen aber netten Details. Der Grundaufbau ist bei Frau und Mann gleich: Kopf, Rumpf, zwei Arme, zwei Beine etc. Ich möchte mal behaupten, dass 95% der Körpermasse keine geschlechtsspezifische Ausformung haben.
Wally hat geschrieben: Di 21. Sep 2021, 23:36 die sind unterschiedlich groß und schwer, die haben schon vom Skelett her unterschiedliche Proportionen (Mann breite Schultern, schmale Hüften, kaum Taille - Frau umgekehrt), die sind (auch bei gleichem Training!) unterschiedlich muskulös, das Behaarungsmuster ist stark unterschiedlich, die Fettverteilung ist deutlich anders, der Hauttyp ist stark unterschiedlich, die Stimmlage unterscheidet sich um eine ganze Oktave. Sogar die Sinnesorgane unterscheiden sich deutlich: Männer sehen im Sehzentrum schärfer, Frauen haben dafür mehr Sehzapfen im peripheren Sichtfeld, Frauen haben erheblich mehr Tastzellen in der Haut, einen feineren Geruchssinn usw. Und wenn man's genauer untersucht, findet man in der gesamten Physiologie erhebliche Geschlechtsunterschiede, vom Stoffwechsel bis zu Nervenfunktionen.
Was du hier schreibst ist zwar nicht völlig falsch, aber auch nicht ganz richtig. Denn in dieser Aufzählung fehlt ein nicht ganz unwichtiges Attribut: "Durchschnittlich". Gemeint ist bei allen diesen Aufzählungen der "Durchschnittsmann" im Vergleich zur "Durchschnittsfrau". Unter Betrachtung der jeweiligen Gesamtmenge, die in alle Richtungen vom Durchschnitt weg streut, entsteht eine weitreichende Überschneidung, die die einstmals klare Unterscheidung sehr viel unschärfer erscheinen lässt.
Ich will versuchen dies anhand eines Beispiels zu veranschaulichen:
Laut Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der ... %B6%C3%9Fe) werden im Jahr 2000 in Deutschland geborene Männer im Median (Mittel) 180,3cm groß. Frauen nur 166,2cm. Ich entspreche mit meiner Körpergröße ziemlich genau dem Mittel der Männer, kenne aber Frauen, die größer sind als ich. Auch kenne ich Männer, die kleiner sind, als die mittlere Körpergröße der Frauen. Noch unschärfer wird das Bild, wenn wir uns die internationalen Zahlen ansehen: In den Niederlanden werden Frauen im Median 170,4 cm groß, und überragen damit die mexikanischen (und andere südamerikanische) Männer, die im Median bei 170,3cm liegen. Die Erfinder des Machismo müssen sich damit wohl geschlagen geben. Aber auch die deutschen Frauen stehen im internationalen Vergleich nicht schlecht da: Phillipinische, jeminitische, nepalesische und andere Männer sind im Median deutlich kleiner.
Wenn du tausend durch Zufall zusammengeführte Menschen nach Größe sortiert in einer Reihe aufstellst, stehen an einem Ende vielleicht 20 große Männer, am anderen möglicherweise 20 kleine Frauen. Der Rest ist bunt gemischt.
Ich möchte nicht noch mehr vom Pferd erzählen, aber wer Menschen mit breiten Schultern sehen möchtest, sollte eine Profi- Reitsport- Veranstaltung besuchen. Die meisten Breitschultrigen dort sind übrigens Frauen. Auf der Suche nach breiten Hüften empfiehlt sich ein Blick in den Rad- oder Skisport. Dort bitte bei den Männern schauen.
Diese Liste ließe sich sicherlich noch seitenweise fortsetzen. Aber darum geht es garnicht.
Ich komme noch einmal zu Körpergröße zurück. Wer auf der oben genannten Wikipedia- Seite ganz nach unten scrollst findet eine Liste der Steigerung bei der Körpergröße von 1914- 2014. Demnach haben Südkoreanische Frauen im Median in einem Zeitraum von 4 Generation volle 20cm an Körpergröße zugelegt. Die Körpergröße ist nicht primär eine Sache der Evolution, sondern wird ganz wesentlich durch Ernährung und Gesundheit mitbestimmt. Möglicherweise wurden (und werden?) Mädchen in patriarchalischen Gesellschaften schlechter ernährt und bleiben dadurch kleiner. (Bei meinen Eltern auf dem Land gab es für Männer immer eine Wurst extra) Da das menschliche Erbgut durchaus lernfähig ist, wurde die Reduzierung der Körpergröße bei Frauen dort möglicherweise verankert, um einer möglichen Mangelernährung entgegenzuwirken.
Vielleicht ist es auch so, dass unter Rücksichtnahme auf geltende Rollenklischeees Männer eine kleinere Frau zur Partnerin und Frauen einen größeren Mann zum Partner suchen. Dadurch passiert es großen Frauen und kleinen Männern tendenziell eher ohne Partner zu bleiben, wodurch das Erbgut auf der Strecke bleibt.
Zusammenfassend: Es gibt näturliche Unterschiede, aber die sind nicht so gewaltig dass hierin eine natürliche Erklärung für die noch immer weltweit umhermarodierenden Geschlechterrollen zu finden wäre. Manches menschengemachte mag bereits einen Weg in das Erbgut gefunden haben. Aber was der Mensch dort reingebracht hat kann er auch wieder rausbringen.
Liebe grüße
Helga
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Re: Helgas Thesen

Post 33 im Thema

Beitrag von Helga »

Wally hat geschrieben: Di 21. Sep 2021, 23:36 Das ist nur dadurch erklärbar, dass Männer und Frauen über sehr lange Zeiträume der Evolution stark unterschiedlichen Auslesebedingungen ausgesetzt waren: die haben eben auch schon in vorgeschichtlichen Zeiten NICHT dasselbe, sondern ein höchst unterschiedliches Leben geführt und dabei ihren Körper geschlechtlich so entwickelt und ausdifferenziert, wie wir es heute sehen.
Hallo Wally,
ich vermute du bist nicht auf dem Land aufgewachsen.
In unserem Familienalbum gibt es ein Bild, (ähnlich diesem hier https://emslandmuseum.de/wp-93937-conte ... m-1930.jpg) das ich hier nicht einstellen aber gerne beschreiben möchte: Aufgenommen ungefähr 1930, ca. 15 Personen, Männer, Frauen und Kinder. Auch die Verwandten aus der Stadt waren dazugekommen. Die Meisten haben Sensen, Forken, Harken und ähnliches Gerät bei sich. Im Hintergrund ist ein Pferdefuhrwerk zu erkennen. Sie sind im Begriff sich zur Getreideernte aufzumachen, die vor der Technisierung der Landwirtschaft extrem arbeitsaufwändig war. Bevor falsche Vorstellungen über die Arbeitsteilung aufkommen: Meine Großmutter hat zwar in ihrem Leben keine Hose getragen, konnte aber bei 1,55m Körpergröße noch mit 70 Jahren wunderbar mit der Sense umgehen. Die Mahd war anstrengend, es wurde abgewechselt, ohne Rücksicht auf das Geschlecht.
Ähnliche Bilder gibt es vermutlich von Weideauftrieben, Schafschuren etc. Das Bild ist knapp 100 Jahre alt, die Szene dürfte aber vor 500, 1000 oder 5000 Jahren ähnlich ausgesehen haben.
Männer und Frauen konnten kein höchst unterschiedliches Leben führen weil sie immer aufeinander angewiesen waren.
Liebe Grüße
Helga
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Re: Helgas Thesen

Post 34 im Thema

Beitrag von Aria »

Ich verstehe nicht genau worauf du hinaus willst, Helga. Um was genau geht es dir hier bei diesem Thema? Suchst du einen Grund warum zwischen Mann und Frau differenziert wird und du dich deshalb unwohl fühlst, weil du dich beiden verbünden fühlst und dich nicht zu 100% auf eine Seite festlegen magst?

Ich habe nicht alle Beiträge in diesem Thema gelesen, denn da gibt es echt paar schräge Gedankengänge, die man in anderen Kontext als "Geschwurbel" dahin stellen würde. Ich mag mir so intensiv keine Gedanken machen, denn das führt man zu nichts - genau so nach der Frage "Woher kommen wir und wo gehen wir hin?" oder "Sind wir alleine im Universum?"

Doch gerade auf der letzten Seite seid ihr beim Thema körperliche Unterschiede angekommen. Und das ist etwas was ich sehr genau beobachte und immer wieder vergleiche, da es Teil meiner Dysphorie ist, dort mich schmerzvoll daran erinnern lässt wo meine Herkunft liegt. Ich nehme jetzt nur mal 2 Beispiele heraus. Vieles ändert sich in einer HET. Manches schneller und offensichtlicher, wie zB Brüste. Anderes langsamer und nicht so offensichtlich, zB die Körperfettverteilung. Dabei fällt mir gerade besonders auf, dass es an Armen und Beinen zwar weniger wird und der Eindruck ob männlich oder weiblich sich schon zu letzteren ändert aber etwas bleibt und das sind die Ansatzpunkte der Muskeln am Knochen, die durch die Fettreduktion sichtbarer geworden ist. Wenn ich das mit Cis-Freundinnen vergleiche, ist definitiv ein Unterschied zu erkennen. Und diesen kann ich niemals kompensieren, da ich XY Chromosomen habe, die meinen Körper so aufgebaut haben. Gleiches gilt für den Beckenbereich. Der Beckenknochen ist bei biologischen Frauen breiter gebaut, einfach weil da halt mal ein Babykopf durch passen sollte. Das ergibt dann auch ein anderes äußeres Erscheinungsbild in diesem Bereich. Da kann mein Körper Fett verteilen wie der will, ich werde keine Hüfte wie die einer Bio-Frau haben. Und so gibt es noch paar Beispiele im Skelettaufbau, die zB dem Forensiker Auskunft über das Geschlecht geben. Sollte ich vllt irgendwann mal dessen Arbeit werden, wird der der Meinung sein, dass ein Mann Opfer eines Verbrechens geworden ist und keine Frau.
¡no lamento nada!
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Re: Helgas Thesen

Post 35 im Thema

Beitrag von Wally »

Helga hat geschrieben: Do 23. Sep 2021, 22:33
kein Problem, Unsinn hat für mich einen ähnlichen Ursprung wie Unkraut, eine rein subjektive Einordnung der betrachtenden Person. Also eine reine Meinungsäußerung, die natürlich jedermensch zusteht.
Das Wort "jedermensch" gibt's nicht :-)
"Objektiven Unsinn" gibt es dagegen sehr wohl; habe ich jedenfalls schon oft gelesen, sowohl inhaltlich als auch als Kategorie.
Helga hat geschrieben: Do 23. Sep 2021, 22:33 Was du hier schreibst ist zwar nicht völlig falsch, aber auch nicht ganz richtig. Denn in dieser Aufzählung fehlt ein nicht ganz unwichtiges Attribut: "Durchschnittlich".
(... Eine ellenlange Aufzählung von Einzel- und Sonderfällen abgeschnitten, die an der Tatsache des Unterschieds genau NICHTS ändern)

Wenn man so argumentiert, dann sind auch Affen biologisch nix anderes als Menschen, nur anders sozialisiert: die allermeisten Unterschiede zwischen Menschen und Affen sind auch "nur" quantitativer Natur, sprich: "durchschnittliche" Unterschiede. Auch Schimpansen haben Kopf, Rumpf, Arme und Beine, ihr Erbgut ist zu fast 99% identisch mit dem menschlichen, und es lassen sich sogar Menschengruppen finden, denen ein durchschnittlicher Schimpanse sowohl an Intelligenz als auch Sprachvermögen überlegen ist.

Wenn's um weibliche Privilegien im Alltag geht, wird immer gerne der geschlechtliche Größen- und Kraftunterschied als Begründung herangezogen: die Frau als armes, wehrloses, vom stärkeren Mann unterdrücktes Opfer, das deswegen Schutz und Ausgleich braucht. Aber in ideologischen Grundsatzdebatten gibt's diesen Unterschied dann plötzlich gar nicht mehr: ist ja "bloß" statistisch, es gibt jede Menge Gegenbeispiele...

Eben das meine ich mit "objektivem Unsinn" :-)

Herzlichen Gruß
Wally
Herzliche Grüße
Wally
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Re: Helgas Thesen

Post 36 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Wally hat geschrieben: Fr 24. Sep 2021, 10:31 die allermeisten Unterschiede zwischen Menschen und Affen sind auch "nur" quantitativer Natur, sprich: "durchschnittliche" Unterschiede
Kann man locker so sehen. Es ist letzlich immer eine Frage des Maßstabs. Die Wissenschaft beschäftigt sich ja mit dem Thema, z.B. https://www.mpg.de/487200/pressemitteilung20040527 Da geht es aber um Verwandtschaftsfragen und nicht um Geschlechtsfragen.

Ich finde es aber interessant, dass wir uns immer wieder um die Unterschiede und seien sie noch so klein bemühen. Was passiert, wenn wie Perspektive wechseln und die Gemeinsamkeiten in den Fokus nehmen ? Da bleibt körperlich nicht mehr viel, was speziell männlich oder weiblich ist. Bis zur 6. Schwangerschaftswoche ist das Geschlecht gar nicht feststellbar. Gemäß der biologischen Funktion entwickeln sich einige Organe und andere Körperteile unterschiedlich. Dazu gehören Becken, aber auch Eierstöcke/Hoden etc. Die Gemeinsamkeiten sind so betrachtet doch massiv größer als die Differenzen. I.d.R. weisen wir den Unterschieden aber eine wesentlich größere Wichtigkeit zu als dem Gemeinsamkeiten.

Schaue ich auf die Gemeinsamkeiten heißt das für unsere spezielle Trans-Fragestellung, dass es eigentlich kaum von Bedeutung ist, ob ich Mann bin oder Frau. Aber sowohl kulturell als auch in unseren inneren Einstellungen ist diese Frage elementar. Warum eigentlich ? Ich sehe Helgas Thesen als einen Versuch, über die Entwicklung dieser Frage näher zu kommen.

Ich sehe mehrere wichtige Apekte hierbei. Erstens ist der Mensch extrem komplex aufgebaut, so dass er dazu neigt, eine große Spannweite von Fähigkeiten auszubilden. Ein anderer Aspekt liegt in dem Nutzen der zweigeschlechtlichen Entwicklung. Weiterhin
ist die Notwendigkeit, sich bez. der biologischen Aufgabe zu spezialisieren, von Bedeutung. Das findet sich in unseren Unterschieden. Wäre es notwendig, sich auf Grund äußerer Umstände sich wieder anzugleichen, würde das langfristig auch passieren.

Ich bin davon überzeugt, dass man Menschen früher viel mehr auf Fähigkeiten denn auf das Geschlecht geachtet hat. Es war schlicht erforderlich, jede Fähigkeit möglichst optimal einzusetzen, um das Überleben in einer Gruppe zu gewährleisten. Das ist heute grundsätzlich anders und so kann eine Gesellschaft sich mehr mit der Frage des Geschlechts beschäftigen. In der Folge ist auch die Frage der Sexualität weiter entwickelt worden. MMn lassen sich die beiden Themen auch nicht trennen. Das ist auch der Hintergrund der Frage, die ich hier einmal gesetllt habe. Welchen Nutzen haben wir Transmenschen für die Gesellschaft ? Das könnte viel zu einer Steigerung des Selbstbewusstseins führen. Aber das ist ein anderes Thema.
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
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Re: Helgas Thesen

Post 37 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-01-22 »

Helga hat geschrieben: Mi 15. Sep 2021, 22:19 Deswegen lege ich hierfür einfach mal ein neues Thema an, in dem es definitiv nicht um Shoppen, Schminken oder Schuhe geht.
Hallo Helga,

ich hätte in deinem Satz das "NICHT" noch richtig fett hervorgehoben, denn solche Threads braucht das Forum... (yes) )))(: Ich meine mal etwas Abseits von "Shoppen, Schminken oder Schuhen" zu diskutieren.

Ich muß mich in den Thread erst noch einlesen, denn bisher weiß ich noch nicht so recht worum es geht - gibt es hier nur ein Thema oder kann man eigene Thesen zu bestimmten Themen die einem im Kopf rumschwirren aufstellen?

Jennifer
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Aktueller Beziehungsstatus: Jennifer ist verliebt !-!-!

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Re: Helgas Thesen

Post 38 im Thema

Beitrag von Wally »

Helga hat geschrieben: Fr 24. Sep 2021, 09:54
Hallo Wally,
ich vermute du bist nicht auf dem Land aufgewachsen.
In unserem Familienalbum gibt es ein Bild, (ähnlich diesem hier https://emslandmuseum.de/wp-93937-conte ... m-1930.jpg) das ich hier nicht einstellen aber gerne beschreiben möchte: Aufgenommen ungefähr 1930, ca. 15 Personen, Männer, Frauen und Kinder. Auch die Verwandten aus der Stadt waren dazugekommen. Die Meisten haben Sensen, Forken, Harken und ähnliches Gerät bei sich. Im Hintergrund ist ein Pferdefuhrwerk zu erkennen. Sie sind im Begriff sich zur Getreideernte aufzumachen, die vor der Technisierung der Landwirtschaft extrem arbeitsaufwändig war. Bevor falsche Vorstellungen über die Arbeitsteilung aufkommen: Meine Großmutter hat zwar in ihrem Leben keine Hose getragen, konnte aber bei 1,55m Körpergröße noch mit 70 Jahren wunderbar mit der Sense umgehen. Die Mahd war anstrengend, es wurde abgewechselt, ohne Rücksicht auf das Geschlecht.
Hallo Helga,

Ich BIN auf dem Land aufgewachsen, in einem 700-Seelen-Dorf im Allgäu. Und mit Ausnahme meiner Studenten- und Assistentenzeit habe ich zeitlebens immer auf dem Land gelebt, bis zum heutigen Tag :-)
Nicht zuhause, aber bei Trekkingtouren in Ladakh und Zanskar konnte ich solche Erntearbeit mit reinem Handgerät auch noch mit eigenen Augen studieren; das läuft dort in abgelegenen Tälern heute noch genauso ab, wie es bei uns vor 100 Jahren im kleinbäuerlichen Bereich üblich war (Großbetriebe haben damals schon halbstationäre Dampfmaschinen zum Pflügen verwendet und die ersten Dieseltraktoren in Dienst genommen).

Und, nein: es wurde NICHT "ohne Rücksicht auf das Geschlecht abgewechselt", es gab und gibt da eine klare Arbeitsteilung: die Männer mähen mit der Sense (weil das körperliche Schwerarbeit ist!), die Frauen und Kinder mähen in unzugänglichen Ecken mit der Sichel nach, binden die Garben und tragen schon mal einen Teil davon nachhause in den Schober, soweit sie dazu kommen. Klar mußten die Frauen fallweise auch mal mit mähen; sie hatten dafür eigene, kleinere Sensen, konnten damit aber wegen ihrer durchschnittlich :wink: geringeren Größe und Kraft bloß als halbe Arbeitskraft gelten. Bezeichnenderweise halten ja auch in dem von Dir verlinkten Bild nur die zwei erwachsenen Männer Sensen in der Hand. Das Dreschen nach der Getreideernte wurde ebenfalls noch gemeinschaftlich bewerkstelligt - aber auch hier mit nach Geschlechtern getrennten Rollen: die Männer schwangen den Dreschflegel, das anschließende "Worfeln" (das Getreide im Wind hochwerfen, um die Spreu daraus zu entfernen) und Sieben war Frauenarbeit, weil weniger schwer (obwohl auch das noch anstrengend genug war...). Zudem war es auch nur bei der zeitkritischen (Wetter!) Ernte so, dass wirklich die ganze Familie auf dem Feld zusammen arbeitete; weniger zeitkritische Feldarbeiten wie Pflügen oder Eggen waren durchweg Männersache, während die Frauen in Küche, Garten und Stall arbeiteten und die Kinder betreuten. Und dass die Männer dann beim Essen ihre buchstäbliche Extra-Wurst kriegten, war schlicht notwendig für ALLE: für mehr körperliche Arbeitsleistung brauchten sie nun mal auch entsprechend mehr Kalorien, von nix kommt nix. Auch der Gaul kriegte fürs Pflügen ne Extraportion Hafer :-) Wenn der Mann mangels adäquater Ernährung auf dem Feld schlappmachte, hatten auch Frau und Kinder im darauffolgenden Winter nix mehr zu futtern.

Aber momemtan reden wir hier von menschlicher Zivilisation bzw. Kultur: dass letztere unsere körperlichen Geschlechtsunterschiede geformt hätte, hat meines Wissens noch niemand ernsthaft behauptet (außer ein paar völlig ausgeflippten RadikalfeministInnen, für die die ganze Welt ein Nagel ist, weil sie nur ihren Hammer kennen). Wenn von Evolution die Rede ist, dann geht's um die Millionen Jahre vorher bis maximal Ende Steinzeit. In diesen ewig langen Zeiträumen, gegenüber denen unsere gesamte, menschliche Kultur und Zivilisation bloß ein kurzer Augenblick ist, müssen unsere Vorfahren bereits stetig zunehmend in sehr deutlich unterschiedlichen "Gender-Rollen" gelebt haben: nur so ist die beim Menschen so besonders ausgeprägte, körperliche Geschlechtsdifferenzierung erklärbar. In Jahrhunderten und selbst noch in Jahrtausenden kommt sowas bei einer Gattung mit 20 Jahren Generationszeit nicht zustande, dazu braucht's schon Millionen Jahre.

Herzlichen Gruß
Wally
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Re: Helgas Thesen

Post 39 im Thema

Beitrag von edeka »

Wally hat geschrieben: Fr 24. Sep 2021, 14:49 Aber momemtan reden wir hier von menschlicher Zivilisation bzw. Kultur: dass letztere unsere körperlichen Geschlechtsunterschiede geformt hätte, hat meines Wissens noch niemand ernsthaft behauptet .... Wenn von Evolution die Rede ist, dann geht's um die Millionen Jahre vorher bis maximal Ende Steinzeit.
Stimme absolut zu.
In diesen ewig langen Zeiträumen, gegenüber denen unsere gesamte, menschliche Kultur und Zivilisation bloß ein kurzer Augenblick ist, müssen unsere Vorfahren bereits stetig zunehmend in sehr deutlich unterschiedlichen "Gender-Rollen" gelebt haben: nur so ist die beim Menschen so besonders ausgeprägte, körperliche Geschlechtsdifferenzierung erklärbar.
Diese Schlussfolgerung ist nicht plausibel.
Ich weiß nicht, wie groß die körperliche Geschlechtsdifferenzierung bei anderen Tierarten ist, aber die unbestrittenen körperlichen Unterschiede müssen nichts mit unterschiedlichen oder nicht unterschiedlichen "Gender-Rollen" zu tun haben. Die sind einfach so und stellt keiner in Frage. Wie die sich ausgeformt haben ist nur interessant für Menschheitsgeschichtler.

Also ich meine, man darf ruhig die Fragen über die heutigen sozialen Rollen und deren Unterschiede bei Mann und Frau stellen, und die Unterschiede nicht aufgrund der körperlichen Unterschiede als natürlich betrachten.

LG ascona
Helga
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Re: Helgas Thesen

Post 40 im Thema

Beitrag von Helga »

Aria hat geschrieben: Fr 24. Sep 2021, 10:27 Ich verstehe nicht genau worauf du hinaus willst, Helga. Um was genau geht es dir hier bei diesem Thema?
Hallo Aria,
da muss ich ein wenig ausholen. Vor einigen Wochen hatte ich (ganz gemäß der mit zugedachten Geschlechterrolle) die Aufgabe für meine 18jährige Tochter einen neuen Kleiderschrank aufzubauen. Dabei wurde mir bewusst, dass ich wesentlich mehr Kleider besitze als sie. Nicht nur mehr Kleider, sondern auch Pumps und Higheels. Und wenn ich auf die letzten zwei Jahre zurückblicke habe ich mutmaßlich sogar öfter ein Kleid angezogen als meine Tochter. Sie hat definitiv kein Problem mit ihrem Geschlecht und zählt auch nicht zu den Konsumverweigerern. Und ihre Freundinnen laufen ähnlich rum. In der jungen Generation spielt das Kleid im Alltag keine Rolle mehr sondern wird nur noch zu besonderen Anlässen getragen. Selbst im Sommer sind es nur Hotpants oder Jumpsuit.
Das führte mir vor Augen, wie sehr sich das weibliche Selbstbild und Selbstverständnis, aber auch das Verhalten in den letzten 50 Jahren doch verändert hat. In der Töchter- Generation finden die tradierten Rollenbilder unserer Mütter- Generation definitiv keinen Zuspruch mehr. Bei der weiteren Beschäftigung mit dieser Thematik ist das rausgekommen, was im Eingangspost zu lesen ist. Welche Lehren ich für mich daraus ziehe- ich weiß es noch nicht. Was andere daraus ziehen können bleibt ihnen selbst überlassen.
Dies ist eigentlich kein Crossdresser- oder Trans- Thema. Wahrscheinlich dann aber doch, es ist schlussendlich alles verwoben.
Liebe Grüße
Helga
Was bin ich?- Zunächst einmal bin ich ein Mensch!
Meistens bin ich ein Mann.
Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.
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Re: Helgas Thesen

Post 41 im Thema

Beitrag von Helga »

Lady Jennifer hat geschrieben: Fr 24. Sep 2021, 12:52 gibt es hier nur ein Thema oder kann man eigene Thesen zu bestimmten Themen die einem im Kopf rumschwirren aufstellen?
Hallo Jennifer,
eigene Ideen, Gedanken und Thesen sind herzlich willkommen! Bin dankbar für Anstöße.
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Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.
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Re: Helgas Thesen

Post 42 im Thema

Beitrag von Aria »

Helga hat geschrieben: Fr 24. Sep 2021, 22:16
Aria hat geschrieben: Fr 24. Sep 2021, 10:27 Ich verstehe nicht genau worauf du hinaus willst, Helga. Um was genau geht es dir hier bei diesem Thema?
Hallo Aria,
da muss ich ein wenig ausholen. Vor einigen Wochen hatte ich (ganz gemäß der mit zugedachten Geschlechterrolle) die Aufgabe für meine 18jährige Tochter einen neuen Kleiderschrank aufzubauen. Dabei wurde mir bewusst, dass ich wesentlich mehr Kleider besitze als sie. Nicht nur mehr Kleider, sondern auch Pumps und Higheels. Und wenn ich auf die letzten zwei Jahre zurückblicke habe ich mutmaßlich sogar öfter ein Kleid angezogen als meine Tochter. Sie hat definitiv kein Problem mit ihrem Geschlecht und zählt auch nicht zu den Konsumverweigerern. Und ihre Freundinnen laufen ähnlich rum. In der jungen Generation spielt das Kleid im Alltag keine Rolle mehr sondern wird nur noch zu besonderen Anlässen getragen. Selbst im Sommer sind es nur Hotpants oder Jumpsuit.
Das führte mir vor Augen, wie sehr sich das weibliche Selbstbild und Selbstverständnis, aber auch das Verhalten in den letzten 50 Jahren doch verändert hat. In der Töchter- Generation finden die tradierten Rollenbilder unserer Mütter- Generation definitiv keinen Zuspruch mehr. Bei der weiteren Beschäftigung mit dieser Thematik ist das rausgekommen, was im Eingangspost zu lesen ist. Welche Lehren ich für mich daraus ziehe- ich weiß es noch nicht. Was andere daraus ziehen können bleibt ihnen selbst überlassen.
Dies ist eigentlich kein Crossdresser- oder Trans- Thema. Wahrscheinlich dann aber doch, es ist schlussendlich alles verwoben.
Liebe Grüße
Helga
Hmmm, ja, und wo ist denn da jetzt die These? Wie spannst du den Bogen von diesem Erlebnis zu deiner geschichtlichen Darstellung der Emanzipation der Frau in Post 2? Geht es dir darum, zu verstehen, warum sich die Frau emanzipiert hat und der Mann nicht? Warum die Frau sich im Kontext des Forums, mit der männlichen Kleidung emanzipiert hat, indem sie sich daraus bedient und dem Mann nicht gleiches zugestanden wird? Geht es dir darum, dass du nicht verstehst warum Frauen nicht so ein Problem damit haben ihre männliche Seite zu zu lassen aber die Männer ihre weibliche? Worauf willst du hinaus? Ich verstehe es nicht so ganz....

Und da ich das nicht so ganz tue aber mit o.g. Zitat etwas anfangen kann, möchte ich darauf eingehen. Du wunderst dich, dass deine 18 jährige Tochter scheinbar weniger Kleider und hohe Schuhe anzieht als du es tust. Hast du sie mal gefragt, warum sie das nicht tut? Vielleicht mag sie Kleider und hohe Schuhe ganz einfach (noch) nicht. Vllt hat sie mit ihren 18 Jahren noch nicht ihre Weiblichkeit voll entdeckt und ist deswegen nicht davon angezogen. Vielleicht definiert sie aber auch ihre Weiblichkeit (bisher) anders als du es tust. Ich finde es ehrlich gesagt immer etwas schade, wenn Weiblichkeit hier im Forum gerade hauptsächlich über BH, Bluse, Rock, FSH und High Heels ausgemacht wird.

Aber ich sage dir, ich kann das verstehen, da ich das auch mal so gemacht habe. Dennoch hatte ich immer das Gefühl, dass das nicht alles sein konnte. Ich glaube ich sagte es dir schon mal. Ich habe mich gedresst und fühlte mich dennoch leer. Da gab es keine Zufriedenheit ausser der, dass ich mich schön anzusehen fand. Ruhe und Ausgeglichenheit war aber nicht vorhanden. Das wurd mit den Jahren immer schlimmer, bis ich irgendwann gedresst da saß und mich noch nicht mal mehr an mir erfreuen konnte. Das wa der Punkt, an dem ich begann mir Hilfe zu suchen. Warum erzähle ich dir das? Weil ich möchte, dass du verstehst, wo der Unterschied besteht, zwischen "sich weiblich fühlen" und "weiblich sein".

Als ich begann zu mir zu finden, noch keine Therapie in Aussicht hatte aber wohl wusste wo die Reise hingehen würde, veränderte sich mein Verhältnis zu weiblicher Kleidung total. Sie war plötzlich nicht mehr nur die modische Darstellung meines Geschlecht, sondern Ausdruck meiner Seele. Und die bestand nicht nur darin, Bluse, Rock und hohe Schuhe an zu haben. Sondern darin, dass zu tragen was mir gefällt und meine Weiblichkeit am besten definiert. Ich fand das Jumpsuit deiner Tochter in diesem Kontext so treffend. Ich habe auch einige davon. Kurz geschnitten, mit Spaghetti-Träger und aus leichtem Crepp-Stoff mit gestickten Ornament-Muster. Dazu schöne Riemchensandalen. Ich liebe es so im Sommer rum zu laufen - am liebsten daheim bei mir am Strand und braun gebrannt. Deswegen kann ich deine Tochter sooo gut verstehen. Und es ist so mega weiblich für mich!

Ich mag Kleider. Ich habe noch einige von früher. Aber ich habe festgestellt, ich bin kein Kleidertyp. Generell habe ich bemerkt, dass sich mein Kleidungsstil seit und schon kurz vor der HET um 180-° gedreht hat und ich empfinde mich so weiblicher als jemals zuvor. Schon irgendwie komisch, oder? Deswegen sage ich auch, dass Weiblichkeit von innen heraus kommt und nicht etwas angezogenes ist. Was die Ursache für Weiblichkeit und Männlichkeit ist, kann man schwer an nur einem Punkt ausmachen, aber die Hauptsache spielen natürlich die Hormone - allen voran Östrogen und Testosteron. Und letzteres war definitiv nicht für meinen Körper gemacht oder umgekehrt. Das merkte ich als die HET ihre Wirkung zeigte. Das erste Mal in meinem Leben fühlte ich mich ausgeglichen und zufrieden. Und so sollte es doch sein, oder?!

Ich denke, du hinterfragst das spezifische Rollenbild im Bezug zu Kleidung deshalb so sehr, weil du Leid deswegen erfährst und nicht verstehen kannst, warum es den Männern nicht gelingt sich darin genau so zu emanzipieren wie die Frauen. Aber genau das habe ich nie gemacht. Ich habe mich das nie gefragt. Ich fragte mich statt dessen, was es mir bringen würde, könnte ich so herum laufen wie ich wollte. Ich versuchte mir vorzustellen, wie es dann in mir aussehen würde. Es würde sich nichts ändern, war die Antwort. Ich würde mich noch genau so beschissen unzufrieden fühlen wie vorher auch. Und das hat auch einen bestimmten Grund: Transsexualität hat nichts mit der Gesellschaft zu tun, sondern nur mit einem selbst. Deswegen kann man auch z.Zt. viele Detransitionierer aus dem Lager der Transmänner beobachten. Die erleben gerade in jungen Jahren ein viel stärkeres Rollengefälle der Geschlechter und verwechseln somit oftmals die Ungleichheit in der Behandlung von Mann und Frau mit der Vorstellung Transsexuell zu sein.
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Nicole Fritz
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Re: Helgas Thesen

Post 43 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Hallo Helga, hallo Aria,

für mich macht diese Unterscheidung zwischen Transvestit / Crossdresser / nicht binär und transsexuell überhaupt keinen Sinn. Für mich ist das nur ein Aspekt der tiefen Spaltung, die sich durch unsere Gesellschaft zieht. Da gibt es diejenigen, die glauben, dass ihnen Politik und Wissenschaft - oder bei Trans-Personen wohl die SHG oder der Therapeut - die einzig existierende Wahrheit präsentieren, und auf der anderen Seite die Verschwörungs-Schwurbler, Querdenker, Spinner, Rechtsradikale. Wenn ich mich ständig wie vorstehend beschimpfen lassen muss, dann schimpfe ich eben zurück: Leerdenker, Verschwörunsleugner, ... .

Wie kommen unsere selbst ernannten Eliten, die sich arrogant und selbstgefällig über Gott und die Natur gestellt haben, eigentlich dazu uns Dinge als Wahrheit verkaufen zu wollen, über die unter den Wissenschaftlern heftig und kontrovers gestritten wird? Wer lügt hier also? Wir Schwurbler und Querdenker, oder vielleicht doch eher diese arroganten Besserwisser?

Also zurück zum Thema: Ist das, was die Person oder die Seele eines Meschen ausmacht, männlich oder weiblich? Für mich ist es das ganz eindeutig nicht. Das was uns als Lebewesen mit der Ganzheit der Natur verbindet, hat kein Geschlecht, genauso wie die Natur kein Gut oder Böse und keine Wahrheit oder Lüge kennt. Wir haben mit unseren Sinnen und allen Messgeräten, die ja den Sinnen nachempfunden sind, nur Zugang zu drei (Länge, Breite, Höhe) von insgesamt vermutlich sechs Dimensionen des Universums. Zu den höheren Dimensionen gibt es naturwissenschaftliche Theorien und Religiöse Vorstellungen. Beides sind nur Denkmodelle, mit deren Hilfe man versucht sich das Unfassbare irgendwie vorzustellen. Da gibt es kein Richtig oder Falsch. Um die Wahrheit zu kennen, müsste man alle Dimensionen erfassen und vollständig begreifen können. Das kann nur das Universum als Ganzes oder Gott. Ich kann also nur entscheiden, ob irgend etwas FÜR MICH richtig oder falsch ist.

Männlich oder Weiblich ist nur die Biologie eines Lebewesens. Beim Menschen ist sie da meistens eindeutig. Pflanzen sind dagegen häufig Zwitter, und es gibt Tiere, die ihr Geschlecht wechseln können. Die Geschlechter-Rollen haben sich über die Jahrtausende hinweg aufgrund der Lebensweise entwickelt. Und daraus resultierend haben sich durch Mutation und Selektion auch die spezifischen körperlichen Merkmale so entwickelt, wie wir sie heute kennen.

Ich habe mich nie als Mann gefühlt, weil die vom Patriarchat geprägte männliche Rolle nicht zu meiner Seele passt. Würden nun Hormone und eine körperliche Angleichung meine Seele weiblich machen? Ganz eindeutig nicht, es würde lediglich mein Körper ein Stück weit besser zu meinen Empfindungen passen. Aber brauche ich das? - Ich brauche es nicht, anderen hilft es aber wohl mit dieser Problematik fertig zu werden. Da uns die Seele immer irgendwo zwischen den männlichen und weiblichen Rollenbildern empfinden lässt, gibt es keine Grenze zwischen cis, nicht-binär und trans. Der Übergang ist fließend.

Liebe Grüße
Nicole
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Re: Helgas Thesen

Post 44 im Thema

Beitrag von Diva »

Hallo Aria,
Aria hat geschrieben: Fr 24. Sep 2021, 10:27 Dabei fällt mir gerade besonders auf, dass es an Armen und Beinen zwar weniger wird und der Eindruck ob männlich oder weiblich sich schon zu letzteren ändert aber etwas bleibt und das sind die Ansatzpunkte der Muskeln am Knochen, die durch die Fettreduktion sichtbarer geworden ist. Wenn ich das mit Cis-Freundinnen vergleiche, ist definitiv ein Unterschied zu erkennen. Und diesen kann ich niemals kompensieren, da ich XY Chromosomen habe, die meinen Körper so aufgebaut haben.
Und wenn du mit den Armen einer Leistungssportlerin a.D. vergleichst?
Eine Therapeutin meinte letztens zu mir, "normale" untrainierte Frauen meines Alters wären zweifelsfrei am "Winkfleisch" zu erkennen. Das war ihre derbe Bezeichnung des hinteren Oberarm-Ansatzes (Trizeps) ... Ich hab kein "Winkfleisch" und will auch keines haben, selbst wenn es mich optisch "verweiblichen" würde.
Du hast Recht, dass immer ein männlicher Rest verbleibt. Doch gibt es denn nicht auch muskulöse Frauen, große Frauen, Frauen mit Bassstimme usw.? Im letzten Sommer blieb mir nichts weiter übrig, bei über 30 Grad im Top unterwegs zu sein, ohne was drüber zu ziehen. Der Kommentar eines Mannes zu seiner Frau, die mich Fastfood-essend beobachteten, als ich vorüber ging (ohne Maulkorb): "Na, die Frau hat Muskeln!" Und ein paar spielende Mädchen hielten kurz inne, schauten mich an und kreischten: "Kuck mal, 'ne Lesbe!"
Ein Ehepaar, das bei der ersten und letzten Veranstaltung, die ich dieses Jahr besuch(t)e, am Nebentisch saß, tuschelte nach eingehender Beobachtung laut herum. Die Frau belehrte ihren Mann: "Wenn eine Frau hart arbeitet oder viel Sport macht, dann ist sie eben weiblich und trotzdem kräftig." Ich trug Rock, Sneakers und enges T-Shirt.
Aria hat geschrieben: Fr 24. Sep 2021, 10:27 Gleiches gilt für den Beckenbereich. Der Beckenknochen ist bei biologischen Frauen breiter gebaut, einfach weil da halt mal ein Babykopf durch passen sollte. Das ergibt dann auch ein anderes äußeres Erscheinungsbild in diesem Bereich. Da kann mein Körper Fett verteilen wie der will, ich werde keine Hüfte wie die einer Bio-Frau haben.
Nimm z.B. die Auserwählte des ersten "Bachelors" im TV (was hab ich damals geheult): Jenny begeisterte mich, denn sie hatte breitere Schultern als Hüften und widersprach damit dem "Stundenglas" - oder böse formuliert "Uhrenkasten"-Modell der Weiblichkeit.
Oder schau dir die Reporterin beim rbb Ulrike Finck an: Ich kenne kein Interview, bei dem sie einen männlichen Gesprächspartner nicht mindestens um einen Kopf überragt. Zudem ist sie kräftig und trainiert, paddelt ja auch kreuz und quer durch Berlin und Brandenburg. Oder die neue Nachrichtensprecherin mit dem extrem hohen Haaransatz. Als Transperson käme da schnell das Thema auf zu operieren oder das durch die Frisur zu kaschieren. Aber sie als Cis-Frau betont diese Eigenheit noch durch stets zurückgekämmtes Haar.

Ich halte es mit einem der ersten "Trans"-Models bei GNTM, die in einem Interview sehr schön beschreibt, wie sie angeflirtet und komplimentiert wird, bis endlich der alles entscheidende Satz kommt: "Übrigens, ich bin nicht als Frau geboren worden." Falls das Gegenüber nicht sofort aufspringt und fluchtartig die Szene verlässt, gibt es neben Beschimpfungen oft Bemerkungen wie: "Ja, hab ich mir gleich denken können, die tiefe Stimme, die großen Hände, die großen Füßen" usw. Nur komisch, dass es zuvor keinen Anlass zur Ablehnung gab. Alles Geschwätz, um das eigentliche Thema zu tarnen: Es geht nicht um Einzelheiten in der Erscheinung, sondern allein um die irrsinnige Angst der Männer und die Irritationen der Frauen, vermeintlich einer "Täuschung" aufgesessen zu sein. All die scheinbaren Ungereimtheiten - wenn sie nicht allzu offensichtlich sind - führen regelmäßig erst dann zum Misgendern und angeblicher zwangsweiser männlicher Wahrnehmung durch andere, wenn diese "wissen" oder zu wissen meinen (durch Tratsch z.B.), dass es sich nicht um eine Cis-Frau handelt.
Insoweit kann gegen jede männlich kategorisierte Optik angekämpft werden - die Umwelt wird stets das sehen, was sie meint, sehen zu MÜSSEN. Deshalb ist jeder Kampf um gutes Passing ein Spiel auf Zeit und im Zwischenmenschlichen von vornherein verloren.
Aria hat geschrieben: Sa 25. Sep 2021, 20:51 Ich finde es ehrlich gesagt immer etwas schade, wenn Weiblichkeit hier im Forum gerade hauptsächlich über BH, Bluse, Rock, FSH und High Heels ausgemacht wird.

Aber ich sage dir, ich kann das verstehen, da ich das auch mal so gemacht habe. Dennoch hatte ich immer das Gefühl, dass das nicht alles sein konnte. Ich glaube ich sagte es dir schon mal. Ich habe mich gedresst und fühlte mich dennoch leer. Da gab es keine Zufriedenheit ausser der, dass ich mich schön anzusehen fand. Ruhe und Ausgeglichenheit war aber nicht vorhanden. Das wurd mit den Jahren immer schlimmer, bis ich irgendwann gedresst da saß und mich noch nicht mal mehr an mir erfreuen konnte. Das wa der Punkt, an dem ich begann mir Hilfe zu suchen. Warum erzähle ich dir das? Weil ich möchte, dass du verstehst, wo der Unterschied besteht, zwischen "sich weiblich fühlen" und "weiblich sein".
Jede empfindet das sicher anders, wieviel explizite Weiblichkeit in Kleidung, Makeup, Frisur investiert werden muss, um sich wohl zu fühlen. Insgesamt sollte wohl ein stimmiges Bild dabei herauskommen, das der eigenen Persönlichkeit entspricht und das strapazierte Ideal der "Authentizität" verwirklicht. Ich hab immer versucht, das Äußere meinem Inneren anzupassen. Das gelang anfangs mehr schlecht als recht und ich brauchte die sehr weibliche Kleidung, um meine Weiblichkeit auszudrücken. Dazu gehörten keine High Heels, aber ein kleiner Absatz sollte sein und Kleider waren auch oftmals meine Wahl. Es gibt ja auch dort erhebliche Unterschiede und sicher bin ich im Alltag eher sportlich als im Brautkleid unterwegs gewesen ...
Am Anfang war ich noch ziemlich breit (Gr. 50) und versuchte, durch Auswahl passender Kleidung diesen Makel zu kaschieren. Nach 2 Jahren war ich runter auf Gr. 44 oben und unten und musste weniger auf diese Sache achten. Genauso hatte ich einen enormen Concealer-Verbrauch. Nach ein paar Jahren HET brauchte ich keinen mehr. Da die eigene Entwicklung ständig andere Voraussetzungen schuf, passte ich den äußeren Aufwand stetig an, um die Balance zwischen "weiblich fühlen" und "weiblich sein" herzustellen. Ersteres stand von Anfang an außer Frage; Letzteres hängt - zumindest bei mir - viel von der äußeren Wahrnehmung ab. Ich gebe zu, so schwach zu sein, dass ich es nicht ertragen würde, von der Umgebung ständig als "verkleideter Mann" gelesen zu werden. Ich besitze nicht die Fähigkeit, alle positive Kraft allein aus mir selbst heraus zu schöpfen, sondern bin ein soziales Wesen, das in hohem Maße von Reaktionen der Umwelt abhängig ist. Trotz Trainierens spiritueller Bypässe (wie z.B. Meditation) hab ich weder Weisheit noch Gelassenheit eines weiblichen Mönchs erworben.
Aria hat geschrieben: Sa 25. Sep 2021, 20:51 Als ich begann zu mir zu finden, noch keine Therapie in Aussicht hatte aber wohl wusste wo die Reise hingehen würde, veränderte sich mein Verhältnis zu weiblicher Kleidung total. Sie war plötzlich nicht mehr nur die modische Darstellung meines Geschlecht, sondern Ausdruck meiner Seele. Und die bestand nicht nur darin, Bluse, Rock und hohe Schuhe an zu haben. Sondern darin, dass zu tragen was mir gefällt und meine Weiblichkeit am besten definiert.
Das sehe ich ebenso, nur dass mein Mittel zur Wahl eben doch in eher weiblich konnotierter Kleidung bestand. Vielleicht hatte ich es so sehr satt, jahrzehntelang diese grauenhaften Hosen und flachen Schuhe tragen oder mich in meiner androgynen Phase verstecken zu müssen?
Keine Ahnung - entscheidend ist das Wohlfühlen und nicht das Erfüllen von Klischees.
Aria hat geschrieben: Sa 25. Sep 2021, 20:51 Ich mag Kleider. Ich habe noch einige von früher. Aber ich habe festgestellt, ich bin kein Kleidertyp. Generell habe ich bemerkt, dass sich mein Kleidungsstil seit und schon kurz vor der HET um 180-° gedreht hat und ich empfinde mich so weiblicher als jemals zuvor. Schon irgendwie komisch, oder? Deswegen sage ich auch, dass Weiblichkeit von innen heraus kommt und nicht etwas angezogenes ist.
Ich hab Kleider auch von Anfang an geliebt - besonders als ich sie direkt von der Stange kaufen und anziehen konnte. Waren die also doch eher für biologische Männerkörper als für Frauen gemacht? Warum liefen meine Kolleginnen mit jedem neuen Stück erstmal zum Schneider, weil dies zu lang oder kurz oder das zu weit oder eng war? War ich jetzt weniger weiblich, weil ich Kleider liebte und froh war, den ewigen Jeans Lebewohl zu sagen? Sicher nicht. Weiblichkeit ist nichts Angezogenes, sonst würde ich diese ja quasi ausziehen können. Ich würde das sofort tun, um endlich nicht mehr ausgegrenzt, diskriminiert, gemobbt, abgelehnt, vorverurteilt und für mein Dasein bestraft zu werden. Aber wie wohl jede TS habe ich keine Wahl und muss in der Identität leben, die ich nun mal habe.

So wie sich bei dir der Weg vom Kleid weg entwickelte, ist mir das jetzt auch passiert - aber aus gänzlich anderen Gründen. Jahrelang habe ich durch meine Erscheinung viel Hass und Neid hervorgerufen. Das war in hohem Maße meiner Kleidung geschuldet. Ich hielt es nun mal für angemessen, als Vertreterin meiner Behörde auf Sitzungen und "Jourfixes" im Business-Kostüm oder Blazer statt in Jeans und T-Shirt zu erscheinen, dabei Pumps (max. 5cm Absatz) statt Turnschuhe zu tragen. Die Männer fühlten sich "provoziert", weil es immer anstrengender für sie wurde, sich zu zwingen, mich als "Mann" zu sehen und die Frauen warfen mir vor, keine ihrer Ansicht nach typisch weibliche Erziehung genossen zu haben. Denn sie wurden als kleines Mädchen von ihren Eltern geschlagen, wenn sie ein Kleidchen trugen, als Teenager von Schuljungen vergewaltigt, weil sie einen Rock an hatten. Daher hatten sie gelernt, dass weibliche Kleidung stets mit "Hure" gleichgesetzt wurde. Ich entschuldigte mich tausendfach, dass dieses Trauma weiblicher Erziehung an mir vorbei gegangen war. Was ich in diesem Zusammenhang von Kolleginnen erfuhr, war verstörend und erschütternd. Erst dadurch wurde mir klar, was Männer den Frauen von kleinauf tagtäglich antun. Kein Wunder also, wenn ich gehasst wurde, wenn ich so unbeschwert im Sommer ein Kleid trug und seit meinem Coming Out keinen einzigen Tag mehr eine Hose anzog.

Im gleichen Tenor ging es weiter mit meinem Körper. Frauen erzählten mir, früh gelernt zu haben, eher sackartige weite Mode zu tragen. Es ging gar nicht an, dass ausgerechnet ich figurbetonte Sachen bevorzugte. Mein Körper hatte schließlich keine Kinder gebären müssen und keine anatomisch aufgebauten Fettzellen, die zwangsweise zu Cellulite führen. Das war untragbar. Meine Argumentation, dass es ein himmelweiter Unterschied war, ob ein kleines Mädchen plötzlich ihre Brüste sprießen und die Kerle glotzen sah oder eine Erwachsene mit über 45 Jahren, wurde abgelehnt.
Der Gipfel war eine sogenannte "Freundin", die mich eines schönen Tages mit Hass-SMS bombardierte, was ich für ein "Freak" sei, mit Ende 40 keine Falten im Gesicht zu haben ...

Cis-Frauen verbinden m.E. sehr wohl weibliche Kleidung mit Weiblichkeit - aber mit solcher, wie sie Männer verstehen. Und diese miss-verstehen Weiblichkeit allzu oft als Aufforderung zu Übergriffen jeglicher Art. Der Trend zu Jeans und Turnschuhen könnte auch damit etwas zu tun haben, um sozusagen aus der "Schusslinie" zu kommen und die feinen Herrschaften nicht unnötig zu provozieren.

Der ganze Irrsinn, den ich seit Jahren erleben durfte, hat es mir vermiest, Kleider zu tragen. Inzwischen habe ich eine lange "Nie-wieder"-Liste, auf denen neben dem Anziehen schöner Sachen auch Dinge stehen wie Absatzschuhe tragen, Nägel lackieren, Rosenspangen ins Haar stecken, tanzen gehen, Musik hören, Sport machen, auf Menschen zugehen, jemandem vertrauen. Vieles davon hat nicht die gleichen, aber ähnliche Gründe. Ich habe erst begriffen, was wirklich gespielt wird, nachdem mir ein paar Kollegen die Schmetterlingsflügel brachen, mir sog. "Freundinnen" ihren Hass offenbarten, die Kerle Angst haben, mich zu grüßen, weil sie davon schwul werden könnten und mich mein Ex quälte, bis ich ihn verlassen musste.

Die Wahl der Kleidung ist am Ende Ergebnis der inneren Einstellung, die bei viel zu vielen Cis-Frauen durch traumatische Erziehung vollkommen verzerrt und bei mir durch äußere Negativ-Erlebnisse verdunkelt wurde. Es wäre schön, wenn Frau wirklich könnte, wie sie wollte. Aber da hat die dualgeschlechtliche, heterosexuelle und sexistische Gesellschaft unter Herrschaft der "weißen Männer" ein Wörtchen mitzureden, bis es diejenige endlich begriffen hat.
"Täterintrojekte" nennt das die Psychologie. Da gibt es kein Entrinnen.

Gruß


PS: Das Avatar ist nur eine Reminiszenz. Ich liebe die Sachen nach wie vor, aber ich ziehe sie niemals wieder an.
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Re: Helgas Thesen

Post 45 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Ist mir da gerade eben ein Geist erschienen? Ich habe zwar schon ein wenig "getankt", aber besoffen kann ich doch von einer Flasche Wein nicht sein!? Hat das jetzt etwas mit meiner Verbindung zur Ganzheit des Universums zu tun? Habe ich es letzte Nacht vielleicht mit meinem Channeling übertrieben? - Oder ist es irgendwie doch real? :?
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