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Es gibt verschiedene Formen des Tinnitus. Fachärztlicher Rat ist notwendig, allein schon, um abzuklären, dass es kein Hörsturz ist.
Im übrigen habe ich auch Tinnitus. bei mir kann ich ausschließen, dass mein Transsein daran Schuld hat. Die Wahrscheinlichkeit ist höher, dass mein Stress mit dem Stress, den ich mir deswegen mache bzw. gemacht habe, verbunden ist. Ist das eine Überlegung wert ?
ich habe mein Leben lang schon Tinitus und der HNO-Arzt hat nur gesagt, musste mit leben. Mit Transsein hat das m.E. nichts zu tun. Ein starke Veränderung des Tinitus könnte auf eine Hörsturz hindeuten, das habe ich auch schon gehört und da wäre in der Tat ärztliche Hilfe angesagt.
Ich selber habe auch Tinnitus und das extrem.
Es hängt bei mir auch ein bisschen von meiner psychischen Verfassung ab.
Je mehr Stress ich habe desto schlimmer.
Mit dem "Trans" sein hat das nichts zutun.
Engelchen hat geschrieben: Di 21. Sep 2021, 10:20
Je mehr Stress ich habe desto schlimmer.
Mit dem "Trans" sein hat das nichts zutun.
Der von dir angesprochene Stress kann auch in einem gewissen Maße davon kommen, dass ein Teil der Persönlichkeit verleugnet oder verschwiegen wird.
Insofern kann "Crossdressing" oder eine Transsexualität/Transidentität eine Rolle spielen; aber Fachmenschen sollten das abklären und Behandlungsmethoden erarbeiten.
wie das Entsorgen der DW gegen den Tinnitus helfen soll, ist mir absolut unverständlich. Nach meiner Erfahrung hilft es nur der Bekleidungs-Industrie, weil man die Sachen irgendwann wieder neu kauft. Sonst können Ärzte meistens bei einem Tinnitus nicht viel ausrichten. Bei meiner Mutter funktionierte es nicht, und bei mir auch nicht. Einen möglichen Hörsturz abklären lassen, würde aber auch ich empfehlen.
Kurz zum Thema Stress: Das Verdrängen eines Teils der Persönlichkeit erzeugt auch Stress. Also kann es auf Dauer keine Lösung sein.
meine Mutti leidet seit Jahren unter Tinnitus. Und sie ist nicht Trans. In den neunziger Jahren war sie deswegen zu einer Kur. Der Tinnitus ging davon nicht weg, leider. Doch lernte meine Mutti mit dem Tinnitus zu leben. Als technische Möglichkeit kam ein Hörgerät in Aktion, welche die Außengeräusche verstärkt und den Tinnitus abschwächt. Aber es ist im Einzelfall zu prüfen, ob ein Hörgerät hilfreich ist. Verdrängen durch Ablenkung ist ein weiterer Ansatz. Eine sinnvolle Beschäftigung, Hobby, dass man sich weniger auf den Störenfried im Ohr konzentriert.
Das ist ja sehr interessant. Ich habe ebenfalls schon seit rund 20 Jahren Tinnitus, mal mehr mal weniger.
Ich hätte nie gedacht, dass das so verbreitet ist. Aber ob das etwas mit Trans zu tun hat???
Aber jedenfalls gilt für mich: mehr Stress, mehr Tinnitus.
Wie Nicole schon sagte, könnte Trans indirekt damit zu tun haben. Weil dadurch Streß entstehen kann. ZB weil man sich verstecken muss, Angst vor dem Entdeckt werden hat oder was auch immer.
Entsorgen ist eine kostspielige Lösung, wie sehr viele hier wissen. Alles zusammen packen und irgendwo weg packen ist deutlich günstiger weil man sich den Neukauf sparen kann.
Habe seit der Jugend übrigens auch Tinitus. Allerdings in einer Form, dass er mich nicht stört, solange ich nicht bewusst lausche oder darüber schreibe.
Tinnitus hat sicherlich nichts mit Trans* an sich zu tun, aber angesichts der Situation dürfte zumindest der Auslöser des akuten Schubs kein großes Rätsel sein.
Wie Anne-Mette schon schrieb, professionelle Behandlung dringend anzuraten, und zwar akut wegen Tinnitus und im Anschluss psychotherapeutisch.
LG, Svenja
Erinnerungen sind das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.
wie schon von anderen geschrieben, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Tinnitus eine Reaktion deines Körpers auf Stress ist.
Ebenso ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass dieser Stress nicht nur, aber auch mit deinem Wunsch nach weiblicher Kleidung zu tun hat, den du versucht zu unterdrückten.
Der Versuch einer Erklärung .. wenn es mich betreffen würde .., warum das Entsorgen kurzzeitige Verbesserung bewirkt:
Dass der Tinnitus nachlässt, nachdem du die Kleider entsorgt hast, resultiert daraus, dass durch die jetzt fehlende Verfügbarkeit der Stress kurzzeitig nachlässt .. weil du ja eh keine Möglichkeit hast. Bald darauf darauf wird der Stress wieder ansteigen, du wirst innerlich unruhig, und du wirst neue Kleidungsstücke zu kaufen. Die Vorfreude darauf, diese bald mal zu tragen, wird vermutlich für eine Weile deinem Stress entgegenwirken, und du wirst Stück für Stück weitere Kleidung kaufen, und dich so eine Weile auf einem erträglichen Level halten. Irgendwann, nachdem Anprobieren und langen Wartezeiten der Entbehrung, weil die Möglichkeiten zum heimlichen Umziehen nun mal sehr begrenzt sind, wird der Stress aber wieder mehr werden. Der Tinnitus macht sich immer stärker bemerkbar, bis du die nächste Entsorgung einleitest, und der Kreislauf von vorne beginnt.
Mein dringende Empfehlung:
Du solltest dir also auf jeden Fall psychologische Beratung suchen, BEVOR noch weitere Symptome hinzu kommen.
Liebe Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
dem was Michi geschrieben hat, kann ich nur beipflichten, dass Stress einen Tinnitus auslösen und verstärken kann. In einigen Fällen kann er auch durch Verspannungen der Hals- und Nackenmuskulatur oder verrenkten Wirbeln hervorgerufen werden, was aber aufgrund deiner Beschreibung hier eher nicht zutrifft.
Zur Erklärung warum die Entsorgung der Damen-wäsche und -kleidung zu einer Verbesserung gleichbedeutend mit Stressverringerung führt , möchte ich noch einen Aspekt hinzufügen. Ich habe bei mir festgestellt, dass mein Stresspegel angestiegen ist, wenn meine Frau nur in den Keller ging und in die Nähe meines Versteckes kam. Die Möglichkeit, dass sie meine DW findet, verursachte einen steilen Anstieg des Stresspegel. Durch das Entsorgen ist dieser Stress natürlich auch nicht mehr vorhanden und die Tinnitus-Geräusche werden schwächer.
Auch ich würde dir empfehlen auf jeden Fall ärztlich/psychologische Beratung zu suchen.
Wünsche dir alles Gute und dass du das Problem in den Griff bekommst.
Liebe Grüße
Geli
Freue Dich über jeden Tag an dem Du machen kannst was Dir Freude macht.