hey...Die fesche Tina hat geschrieben: Di 31. Aug 2021, 11:34 Huhu Emmi, interessant, wie deine Mom das handelt da die Bezeichnung +Kind+ eigentlich nicht geschlechtsbezogen ist. Mir ist dieser Ausdruck als Mutter irgendwie zu "nüchtern", daher spreche ich von meinem Kiddie immer von Sohn (das war einmal) oder eben Tochter. Nicht weil ich unbedingt damit das GESCHLECHT betonen möchte, sondern ich find's so eben familiärer.
das Zitat von Tina hat mich nochmal nachdenken lassen..
ja, "mein Kind" ist tatsächlich nicht geschlechtsbezogen, es ist ja auch so, das weder in meiner Geburts- noch
Abstammungsurkunde ein Geschlecht stand und mit beidem fühlte ich mich wohl, eben weil
mein Geschlecht auch nicht ganz eindeutig war oder ist...
meine Erziehung war ja auch neutral und nicht, das ist für Jungs oder Mädchen-richtig so.
Den Satz war das jetzt ein Mann oder eine Frau habe ich früher so oft gehört und auch das ist okay..
ich bin eine Frau mit einem fluiden Anteil, so sehe ich mich, daher macht mich die Neutralität auf eine
seltsame Art frei..und doch bin ich aufgebrochen um Eindeutigkeit zu schaffen.
Werde ich sie jemals haben, oder brauche ich sie überhaupt?
Hmm, ich erinnere mich auch, als ich nach vielen Jahren Schwester Meinharda wiedergetroffen habe,
die damals den Kindergarten geleitet hat, in dem ich war..auch sie sagte "du warst ein besonderes Kind"...
das ist gut so.
Tatsächlich habe ich auch eine gewisse Abneigung gegen Begriffe wie Ehemann, Ehefrau, Eheleute und so weiter,
kann man nicht einfach den Namen benutzen? Ist doch viel netter finde ich, meine Mum hat auch immer Willi
gesagt oder über Willi gesprochen wenn es um meinen Vater ging und er eben Frieda...und nicht meine Frau gesagt.
Liegt das in unserer Familie? Sind wir zu neutral zueinander gewesen? Vielleicht sogar, aber es kam so auch
nie eine verletzende Bezeichnung zu stande...sondern eben eine mit Rücksicht...
Wie seht ihr das?
Wieder zu wirr?
Ach egal...ich bin nun mal so....
Alles Liebe Marie